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Bemerkungen ber den Fhnwind.

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C
J
417
v I.
BcmerLurzgen iiber den F'hnwind,
von dem
Dr, LUSSER
i n Altorf i n dor Schweiz *I.
Der B
I ~
ili ein W i n d , der befi'tlndig der Riclituzig
von S i k h nach Norden folgt und an StLrke alle nildcre 'L'Vinde, mclclie in unfcrer Gegend vorkornmen,
iibcrtrifft. Welches dab& die Urfache des Sefi6rteii
der Luftfchichten rey, vermag ich nicht
Gicicl~ge~viclits
iiachzuweifen ; wahrl'cheinlicli wirken mohrere Urfaclieri gleichzeitig nnd Electricitat fpidt hierboi woh1
die HanptrolIe indem die Atrnofplphgre gleichfam in
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Gshriing ifi.
*) Ausgezogen aus dern Allgemeinen Schweitzer. WaturwiKenfchnftl. Anzeiger I April 187.0. Unter den von dem vorjfhrigen Prllidenten der dig. Schweitzsr- CefeIIfcbnft fiir NaturWiK, dem Dr. Z o f l i k o f e r in St. Gallea, (in feincr ErSff;
nungsrede der Sitzungen) aiigedeutcten GegenRinden zweckmzfiiger Bsfchlftigungen, fand Cch auch folgende Frage:
,,Welches find die Erfcheinungen linter denen der mit den1
,,Namen Fuho belegte Siidwind' entfleht? weiches feine Urfa,,chen? und welche Wirkung Zufcert er auf die meteorologi,,fclien Infirumcnte, auf den gefunden und auf den kranken
,,men~chlicheii Krirper, auf die Thiere, nnd auf die Vegeta,,tion?" Sie veranlafste den folgendeil Berichr van dem, was
d e r Verf. in Altorf, d e r HauptRndt des Kantoa Uri, fefir Iiaufig
Gif&ert
zu beobachten die beRe Gelegenheit gehabt hat.
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Die ErWieinung vor und bei Eintritt rles F6hns
find fafi befiiindig folgende: Die Sonne ilt bleich; der
Mond hat eimen mcifi farbigen Hof; ferne GegenRiinde find wic i n Flor gehiillt; die Sterne fiinkeln wie i m
W-inde flatternde Lichter ; Sternl'clinuppen durchkreuzcii die L u f t uiid die Ausdiinfiiuigen der Erde
bilden Landranch, d.er, je niiher dcm Boden, deli0
dicliter ilt. U'ngeacli-tet der anlclieinenden Windltille
will docli der Rauch ails den Schoriifieinen niclit in
die H6he Reit;en, iind es IclilaSen Jich an einzelnen
Stellen des Dunfikreifes, nieifi n a h a11 der Iiordl'eite von
Gebirgen, Dii.iifie nieder fo dafs pltitzlich grdiscrc
oder Iileiiicre Nebel eiitfielien die lich lieftig hewegen,
eben lo plotzlicli verlcliwinden wieder bilden i d
wieder verfclivviiiden, iind die& Spiel fo lange fortfeetse n, bis der Fijhn mit voller Kraft einbriclit. Zugldicli
mit dielkn E r c h e i n u n g e n nirnmt man eiiie grol'se Ungleichheit i n der B e w e p n g und i n der \Vzrme der
L n f t f h l c n wnln., I;, dal's nian aufeiriei: frcienEbene lange
wandeln ltann, oline die geriiiyfitc Bewcgims cler Luft zu
verfpiiren bis mail pl6tzlicli bald kiiiil , bald warin
nngcliauclit wird. R n c h lielit nian 11~11figdie BlIitter
eines Baurris i n fiarker Rewegung wdirend die eines
nahe fiehenden gleicliartigen Baumes vdllig reliig End,
- rind die W r r m e der Luftknlen iR 11iiufi~fo auft'allend verkhieden, dal's es ifi, als ob man aus einer VOYlialle in eine gehcitzte Stube, 1111d f'o;gleich wieder in
eine Halle trate. Im Ganzen aber ift die Ternperatur
betriiclitlich erhijht, und wxlirend das Earonieter beim
FGhn bedentend falit, heist das Tliermometcr und erJ i d t Gcli in feeiner I-IGlie Tas wid Nncht fdt unvcraadert, lo da& die im Dnnfikreile verbreitetc Feuch-
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tigkeit ficli niclit niederfcliltigt rind kein Than erfolgt,
Mbfi nicht a n den knlteffen ICGrpet-n.
Knrz vor dem vclligen Eintritt des F6hns kommt
gcw6hnlich Nordwind (in d i e h i Fall hier Fohneiz
S f e genannt), mid wenn er auch auf der Erde und
i n der Tiefe iiiclit fiihlbar ifi, Ib fehlt er dach nie in
IlijIiern Regionen. Man kann k i n lchrittweifes Znriickweichen vor dem F6lin deuilich a n don Nebeln bcnierlien, die der FGhn zuSleich mit ilim zuriiclr trcibt,
und die ficli da, wo die W i n d e auf einander liofien,
off Iioch aiifthiirmen. Reclit oft kann man hier in
Altorf dieleii Kainpf beobacliten befondcrs i m Friihling nnd Herbfi, wo ConD irnmcr Nebel urn die BerSe
zielien. Schon a h Kiiabe liabe i c h niich vieliiiale diir-
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an belnlligt.
Wenn der F6hn fich iiaht, werden die Pflanaen
wclk und die Thiere iinruhig. D a s Rindvieli will
iiicltt triiiken , fprinst init 1lochf;eIiobenem Scfiwaiize
bnilcnd herum; die Pferde lcliiiauben oft in die Luft,
find lcliener rind unbiindiger als IonR; die V6gel vcrbersen Gcli baden und zanren die Faderii; die Fifclie
fpiiySen hiiufig iiber die 0bcrfl;iclie de8 Wagers ; die
STiicken, Breml'en und Flbhe find vie1 zudringlicher
nnd peinigeiider ; und f d t alleii MenEhen berniiichtiigt
licli Apathie. Sclir viele empfinden Kopfweh belbnders in der Stirne, einise bis m r Uebelkeit mid Zuni
Erbrechen. Grolse Mottigkeit, Sdilafrigkeit und dennoch Schlaflofigkeit find ebenfallu Semohnlicli ; aucli
Einfcchlafen der Clieder, llnd Unfiihigkeit etwm Ernfihaftus niit einiger Anedaucr zit iiberdenken. Andero
fiihlen Reil'seii i n den Gliederii ; Lel'oiiders fclinierzeii
die fobganannten Wetterv6ge1, &IS find &a Stellen, wo
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Fractaron, Lurat ionen, Que t [chunipw undcn c t c. ge wefen waren ; anch leideli arthritil'clie und afrobilarirche
Perfonen, und aHe die m i l SalzfliiITen iind aiidcrn alten
Gefchwiiren behaftet h i d , lehr viel. Gemiitliskranke,
zuinal Melancholif'clie werden ebcnfalls lchiimmcr.
Mit Eintritte des Fiilins werdcn dieCeBefcchwerden wieder ertriiyliclier oder liiiren ganz aiif; docii Sclilafloligkeit, Mnttiylieit u n d UiilitR Z U jeder Arbcit dauern fort.
Die Ternperatur iind die Wirkung auf das Barometer bleiben Gcli fortdatrernd gleich, f'o lanye der Foliri
blah. Dic Pllanzen werden immer welker, und die
E r d e trockner. Im Friililins I'chlagen die Bii~miaunge\volinlich f c h e l l aus; oft Gnd am A b e d die Knospen noch vSllig gcCchlolfcn und klein, iind am folgenden Morgen ifit.fclion alles in Bliithe. Der Schnee
fcliniilzt iu Z L ~Stiindeli melir, als bei Rarker Sonnenhitze oline Fiilm i n 3 bis 4 Tagen, nnd dennoch
fcl1~~-ellen
die WalTer verhnltnilsmiifsig weit wenigcr
311, weil die Ausdiinfiung viel fiiirker ilk Der DunRk & j zvird nLin ~ew6ln1lichheller und alle Nebel verfchwinden. Atif den Vierwaldfiatter See mirkt der
Fahn fiiirker als alle andern W i n d e , zerreif'st in gro&er Tiefe liegende Netze u n d entmurzelt tiefe WalTer-
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pflanzeii.
Dic Gefcc/tiuindigkeit und Skarke des Falins Xi
Jiier be; Lina a i i vcrlchiedencn Orten und zu verI;;llicdenen Zcitcn Lhr zm$eich,
m o z u die niit
hohen GeLir;;cri umyrZnzte i u d nacli allen Richttingen durctil'clinittene Lage meines Vaterlandcs
nicllt wenis Leitrsst. An einem Orte ifi niclit leitell fafi w i n d f i i l l e v d i r e n d w e n i p Iiundert Sclirittc;
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d a ~ o l ider Folin Btiunic entwurzeh und Dticher ab3virJt. Manclimal raufcht er Iieftig i n den Wipfeln
holier Bgume wd:rend man a m Fnfse derlelben
kaiiin eiri leifes Welien verl'pi,iilirt. Auf jeden heftigeii Stiirm foist gewblinlicli W-indfiille, die n u r dnrch
I'anfteres W o g e n der Lnft iinterbrochen wird bis ein
neuer Stiirm Ge fiiirt. Eben 10verfchieden ifi die Dauer
des Fiihns; mmcbnial blsfi er niir wenigk Stunden,
zii andern Zeiten 8 mid iiiehrere Tage. Belonders
li~iiiisiind anhaltend welit er im HerLRe iind Friihliiise wveniyer im W i i i t c r t z i d rioch I'eltener in1
Socimer.
Aucli Leim -4ufhiil.en J e j Fahn Giid die Erfcheiniingeii verfihieden. Manclimal liart er plotzlich auf,
iiiid es e r f o l ~Windfiille
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d i r e n d der Hirnmel iiiibewallit bleibt, die bcim Eintritte des Fbhns bemerkten
Symptome nebmen aber wieder zu. Das Wetter blcibt
i i ~ i r if&an uiid hell, das Tliermoineter Iinkt uiid das
Barometer fieigt ein wenig, rmct es tritt an die Stelle
des Fiibiis ein airgeiielimer Nor;loCt Wind ein hrlt
aber nie lange a n , iiiid bald keiirt der F6hn znriick,
Aus diefem Grunde hdt der Landmann nichts anf
den F6hn- Scfion, wie e r dicl'e Art Witterung nennt.
3 Fbhq heftig
Anclre Ma1 zerletzcn fich, w ~ ~ I i r c ndor
wiitliet in haileren Rcgionen der Atrnofpli~reviela
Diinfie, bilden Gewittorwolken, die Iich ijfiers iii \varm e finrke Resen aufliifen, im Saininer auch wolil, jedocli l'eltcn, Gewitter bilden, dic gew6lii:licii 61ir heftig fiiid j und dab4 Mirt der FGlrn fort melir oder weniser hcftig zii wiithen. Oft gel'chieht das Geljgtg
I'chon~eiie der Falin aiif die Erde kommt, nnd ~ e n q
tr dallll erfi rnit dem Regen ciiitritt, Co wird er llien
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aemmer -Fohn genannt. Noch zit aiidcrn Zeiten
Lmmeln Gcli bei heftigeni FSbn und lieiterni I-IimmPI
am nordwelllichen Horizoiit fiarke Wolken die cler
Nordwelt- W i n d Segeii Siiden Selchwiiider oder 1a1igfamer trefbt nach Verfcchiedenheit der Starlie des ficli
dngegen firtiubenden F6hns. Man kann dnnn die G r e w
zen deiitlicli bemerken, wo Gch beide W i n d e bcgegn a n iind hnufig fieht m a n , dals in l i d l e i - n Kegionen
3er N-Win$ fclron fehr weit voqedrungen ili, idrend in der Tiefe der FGhn noch mit Wutli k i n e Stelle beliauptet. ES folgi daranf gewlihnlich Regcn oder
Sclinee; die L u f t mird bedcutend kiililer das Barometer fieigt imd es tritt niin dauerhafte I'chone W i t t e riiiiS ($chon) ein.
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Kaum iR es n6thig zu bemerken d a 6 die angegebenen Erlcheinungen niclit immer alle, und niclit immer i n gleichem Maal'e mit den1 FSliii eintreten; d a l i
ieine W i r k n n s e n airf Tliiere mid Pflanzeii bei warmer Witterung weit aui€nllender als bei kalter find;
aind dafs der F6hn maiiclimal mit allen leinen ,Xcrkmalen i n Iiiihern Lnftresionen, ja lklbli auf hollen
Bergeii eintritt lange fort Bemerkt wird, nnd Gcli a u f
gewtihnliche W e i f e wicder endigt oline dal's er in das
Tha1 herab kammt.
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