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Bemerkungen ber den Goldpurpur.

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Mit diescr Vorschrift ist Hr. W a l w e r vollkolnmen
zufrieden gewesen, hat darnacli lnehr als 1000 Centner
rothen Palmills gereinigt , und die versprochene ansehnliche Prsiriie mir ausgezahlt.
Jetzt, wo mchrere Abhandlungen tiber die Entfirbung des rothen Palmbls erschienen sind, hat Hr. W a l w e r die Giite gehabt, die Bekanntmachung meiner Behandlungsmeise mir zu gestatten.
X. Bernerkungzn uber den Goklyurpur.
(Bus einem Bricfe des Hrn. Professor F u c h s in Miinchen an den
flerausgebar.)
-
Icll kann nicht uinhin Ihnen cinige Beinerkungen iiber
den Goldpurpur mitzutheilen , wozii inir cine Note Veraidassung gicbt, wclche Sic zu G a y - L u s s a c ' s Aufsatz
iibcr den Cassius'schen Goldpurpur, g t gemacht haben *).
Sie sagen: "Mcine Ansicht, dafs der Goldpurpur neutrales zinnsaurcs Goldoxyd (Goldoxgdul) *+) sey, vertrage
sich nicht mit der Thatsache, dafs beim Gliilien des Purpurs kein Sauerstoff entweicht. II Ich sehe nicbt eio, warum,
indem es inir sehr begreiflich ist, d a k das Goldoxydul
in der Verbindung mit Zinnoxyd vor'der Reduction geschiitzt werde. Auch uaterscheidet sich der gegliihte Purpur in nichts von dein ungegluhten, als daL seine Farbe
vie1 dunkler ist; und es lafst sich aus jeuem eben SO
wenig, wie aus diesem, mittelst Quecksilber das Gold
extrahiren. Dieses Verhalten zum Quecksilber u d die
Aufliislichkeit in Ammoniak sprechen voniiglich dafiir,
dafs das Gold in diesem Praparate in1 ovydirten Zustande
'j
* > Annalen, Bd. XXV S. 630.
**) Ich verstche darunter
Gewiabt Sauerstofl.
das rothe
Oxyd des Goldes mit 1
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und innig mit dem Zinnoiyde verbunden sey. In Ammoniak ist jedoch nur der frisch priicipitirte Purpur, und
selbst dieser nicht immer auflilslich; und er scheint diese
Eigyschaft iiberhaupt sehr leicht und unter verschiedenen Umstgnden verlieren zu kiinnen. Latt man ihn z. B.
iin schleimartigen Zustande gefrieren, was sehr gut ist,
um ihu in die Enge zu bringen, so wird er unauflirslich
in Ammoniak. Von derselben Beschaffenheit fand ich
den unmittelbar mit dem Sesquioxyd des Zions dargestellten; und ebcn so verhalt sich der, nach G a y - L u s sac’s und Ma rcadieu’s Methode bereitete. Dieses
m6chte vielleicht auf den Gedanken bringen, daL der in
Ammoniak unaufbsliche Purpur das Gold irn regulinischen Zustande enthalte; alleiii a i d er h b t sich nicht,
weder durch Quecksilber noch durch Kali, zersetzen, uud
scheint daher blob cohsrenter zu seyn als der aufliisliche.
Es ist mir jetzt sehr wahrscheiulich, dafs der normale Goldpurpur 1 M. Gew. Gold, 3 M. Gew. Zinn
uiid 6 M. Gew. Sauerstoff als entfernte, und 1 M. Gew.
Goldoxydul, 1 M. Gew. Zinnoxyd unci 2 M. Gew. Zinnsesquioxyd oder 1 M. Gew. zinnsaures Zinnoxydul als
nahere Bestandtheile enthalte , und betrachtet werr!en
k6nne zungchst als eine doppelsalzartige Verbindung von
xinnsaurem Goldoxydul und zinnsaiirem Zinnoxydul; wozu
im ungegliihten noch 3 M. Gew. Wasser kommen. Berechnet man dariiach den Procentgehalt, so findet man
ihn fast genau libereinstirumend mit der Analyse dieses
PrYparats von B e r z e 1i u s, namlich:
Goldoxydul
Zinnosyd
Zinnoxydul
Wasser
30,57 =28,294 regul. Gold
42’68
19’07 =21,366 Zinnoxyd
7,68
lO0,OO.
Dieser Zusammensetzung entspricht auch der Purpur,
welclien Gay L uss a c bei Behandlung einer Legirung
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von Gold, Silber und Zinn mit SalpetcrsHarc erlialten
bat. Dieser Cheiriilrcr nimint aber an, dafs darin das
Gold metallisch und alles Zinn auf dem Maximum der
Oxydatiou enthalten sey, iind er stiitzt sich dabei, wie
es scheint, hauptslchlich darauf, d a t durch die Salpeterslure das Gold nicht oxydirt werde. Allein wir wissen, daCs die Salpetersfure, besonders in Verbindung mit
Salpetergas, nicht ohne alle Wirkung auf das Gold ist,
und bei ilirer Einwirkung auf das Gold in der angefiihrten Legiruug wird sie durch disponirende Verwaudtschaft
unterstutzt; was cin wohl zu beachtender Umstand ist.
Diirch die Salzslure wird ails dcm Purpur alles Gold
reguliniscb abgeschietlen, und nicilt b l o t ein Theil, wie
ich friiher vermiilliet hatte, und alles Zinn geht auf dem
Maximum der Oxydation in die Aufliisung iiber. Dieses
Ergebnifs setzt voraus, dafs Zinnoxydul vorhanden sey,
und m a r gcrade so vicl, als niilhig ist dem Golde allen
Sauerstoff zu cntziehen
ganz den1 angeuommenen Verbjlllnisse gcmiib. Hieraus wsre aucli, wenn man annehnien wollte, dafs bcim Ausgliilien des Purpurs das Gold
reducirt werde, zu ersehen, wariiin sich dabei kein Sauerstcff entmiclreln kiinne; allein ich kann, wie schon gesagt, dieser Ansicbt niclit heistimmen, uin so weniger, da
wir zwei Arten von Purpur annehmen miifsten, und auch
aller, init verglasbaren Kiirpern zusammengeschmolzene
das Gold melallisch enthalten mufste.
Ich will nun noch zwei Thatsachen anfiihren, welclic mir schr dafiir zu sprechen scheinen, dafs das Gold
im Purpm nicht metallisch, sondern oxydirt enthalten sey.
1) V\.’enn man cine sehr verdiinntc Aufliisung von
snlzsaurem Zinnoxydul mit Goldaufliisung mischt, so entstelit kein Purpur, sondern eine dunkel-schwarzlichbraune
iind undurchsichtige Fliissigkeit
vermuthlich durch eide
fein zerthcilte Lcgirung von Gold und Zinn so gefirbt.
Lacst man diese langere Zeit in eiuem offenen Glase ruhig
stehen, so wird sie von oben herab alhalig rotli, und
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es bildet sich sebr schBner Purpur, welcber, wenn man
kein Alkali hiiizusetzt , nur sehr langsam niederfgllt. Am
Glase bildet sich anfznglich ein purpurfarbener Ring.
Diesen Purpur fand ich nicht immer in Ammoniak ,wfliislich.
2) Wenn die Aufl6sung des Goldpurpurs in Ammoniak in einem verschlossenen Glase eine Zeit Iang dem
Lichte ausgcsetzt wird, so kird sie nach einiger Zeit violett, j a fast lasmllau, und metallisches Gold scheidet sich
ab; und das Endresultat ist, dafs alles Gold niederfiillt
und wasserklnres zinnsaures Ammoniak sich bildet, woriu
keine Spur von Zinnoxydul enthalten ist.
XI. Neue Untersuchungen des Opiurns;
oon P e l l e t i e r , C o u e r l e und R o b i q u e t .
(Zusammengezogen ans den Annul. de chirn. r t de physique,
p. 240, 337 and T.LI p. 225.)
T.L
Seitdem wir im Bd. XXV S. 502 dieser AnnaIcn eine
vorlaufige Nachricht von zwei im Opium neuentdeckten
Stoffen mittheilten, ist die Zahl der Bestandtheile dieser
Substanz abemals durch zwei vermehrt, und iiber die meisten derselben eine ausfiihrliche, wiewohl in allen Tbeilen nicht ganz befriedigende Untersuchung von den in
der Ueberschrift genannten Cbemikern erschienen. Obgleich der Gegenstand noch nicht erschtipft ist, wie aus
spiiteren Notizen erhellt, so wird es docL nicht zu friih
seyn, hier k u n das Wesentliche der bekannt gemachten Arbeiten zusammenzustellen.
Die Hauptergebnisse sind folgende. Aufser dem Morphin und Narkotin sind im Opium noch zwei Alkalien
vorhanden: das Codein, entdeckt von R o b i q n e t , mid
das Nurcein, entdeckt von P e l l e t i e r ; ersteres stellt
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