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Bemerkungen ber den Pulshammer.

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XI. Remcrkungen iiher den Pulshnmmer;
con G. S c o p p e w e r ,
Oberlehrer an der Rittcrnkademic
zii
Brandenburg a. d. I h r e l .
as hleine Instruinent , welches uiiter den1 Nainen Prrlshaminer i n den physilralischen Cabinetten a n f b e m l i r t wird,
ist seiner Einrichtuitg iiach beliannt genrig, dn die gewiihnlichen Lehrbucher der Physik seine Beschreibung hinreichend geben. Eben so ist belrannt, dafs der Gebrauch des
fraglicheri lnstraineiitcs der seyn soll, die in demselben enthaltene Flussigkeit drirch die Warine der Haiid ziiin Siedcn
zu bringen. Es hcifst z. B. dariiber im physikalischeli Lexicon voii M a r b a c It uiid C o r n e I i u s : Halt inan die Kiihre
horizontal und die I<iigeIn nach oben gerichtet, w:ihreud sich
der Weiogeist in jeder Krigel etwa zur Halfte befindet, so
wird die Fliissigkeit, wenn man die eine Kugel init der
Hand umschlieCst, sich iiach der anderli bewegeii uiid heftig
zu sieden begiiinen.~ Die Sache hat ihre Richtigkeit, iiur
ist an ein >~Siedeii~c
hicr nicht zu denkeu.
Allerdirigs sti iiint die Fliissigkeit bei der oben bezeichlieten Lage und Fiillung aus der Iiagel, welclie in der Hand
gehalten w i d , vollstandig riach der aiidern hiniiber und gerath uninittelbar darnuf in eiiie lebhafte, wallende Itewegung. Diese Bewegung dnuert bei unvergnderter Lage der
Hand eiiie Weile gleichiniifsig fort, wird allinahlich schwacher und hdrt endlich gain auf, indem die Flussiglieit wieder in die wagerechte Vcrbindungsriihre zuriicksinlit ulid
dann an eiiier bestiiiiinten Stelle fast still steht. Aber bci
geiiauer Beobaclitiing der wallenden Be~vegungist nicht zu
verkennen, dafs der Grund derselbeii in iiiclits weiter liegt,
als in dein Ueberstriiitien der in einer Kugel erwairnten und
dadiirch ausgedehnten Luft nach tler aiiderii Scite. Zuersl
treibt die Luft die Flussigkeit vor sich her, und zwar, weiiii
inan die Kugel hiilt, mit solcher Heftigkeit, dafs dieselbe in
eiiieiii Kogcn sich iiber das Niveau der Fliissigkeit nuf dcr
1)
((
JJ
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anderii Seite erhebt. So wic der letzte Tropfeii Fliissigkeit
in die zweitc Kugel iibergctreteii ist, folgeii LufthIascn, deren hofsteigeri eiiie stofssweise Erscliutteriiiig cier Fliissigkeit
Z L ~ T Folge hat. Halt inan das Iiistruiiiciit so wcil scbicf,
clafs die Oeffriuiig der z u f ~ h r e n d e nRiihre 1iur noch wcriig
untcr dcm Niveau der Flussigkcit bleibt, so sielit iiinii nicht
nur die Lufiblasen auE ihrein gaiizen W c g e sehr den[lich,
soudcrn i>\lcli den tibrigen Tlicil dcr F'liissigkcit i n Enhe
bleibeii. D i e durch dic Hand erw:irinte Luft kulilt sich bci
rind iiach ihrein DurcBgaiige durch ( l i t E'liissigkcit zwnr a h ,
Iiauft sich aher allin8tilich iibcr der Fliissigkcit so weit an,
dafs sic bei ihrer jr,i~saii,ineiidriick~~iig
dcr ausdehiiciideu
Kraft der W a r i n c arif der andcrn Seite irnrncr Inelir das
Gleichgewiclit liiilt, uiid da die Teniperntur tlcr Luft auf
dcr Seite dcr IIand eiidlich zieinlich coiistaiit wird , stcllt
sich auf beideii Seiteii eiii hcstiindiger, gleic1itn;ifsiger Druclc
her iiiid die Flussigheit bleibt iii nuhe, w~ilircnd sic sicli
zuin griifscrcii Tlieilc in der kalkai Krrgci w n d zuin kleiuereii in cler Riihre befiiidet.
Dafur, dafs maii es bci dem vorliegenden Exper~i~neiite
nicht init eineiii Sicden ZLI thun Bnbc, spriclit aucli iioch Folgeiides :
1 ) Umschlicfst maii die Kugel iiicht niit der Hand, soiidern legt blofs eiiiige Finger nuf den Theil dcs Glnses, wc1chcr die iiber der Flussigkeit befiiidliclic IA11fl nrnschliefst,
so dafs die Warinc der Hand zuuaclist nur tlcr Luft, nicht
drr Fltissigkeit zu G u t c koinrnt, so treten dicselbcn lhscheiiiungen cin, allerdings etwas spater, a h c i docli so friilr,
dafs an eiue wesentliche Erwlirmung der Fliissigkeit iiicht
gednclit werdcn kann.
2 ) LaCst inail die Flussigkeit gaiiz in eiiic Kugcl iiberlaufcii und niinmt d a m dic lcere in die €Inn(!, so bcgiunt
die wallciide Bcwegiiiig augcublicklicli und i i i i t Hcftigkcit,
trotzdein dafs die H a i d iiun gnnz gcwifs bloi's die Luft erwarmt hat.
3 ) Nirnint inan, ~viihrend die Fltissigkcit wieder auf
heidct Seiteii gIeichmlCsig vertlieilf ist, das geiiau wngcrccht
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gehaltene Verbiiiduiigsrohr in die Hand oder in beide Hkinde,
so hleibt alles in Ruhe.
4) Dreht inaii das Instrument i u der Art uin, dafs die
Rahre wiedcr horizontal bleibt, dic Kupclii nber nach uiiteii
hangen uiid iiiinint, iiun eiiie derselbeii in die Haitd, so hleibt
die Flussigkeit in Ruhe.
5 ) Es scheint uberhaupt unmiiglich zii seyii, auf die
g e w 6 h 11li ch e Art d er Ln ft v e rd uit II u 11 g (K o ch en d e r F1iissigkeit uiid Verschlds des (I;ef;ifscs wiihreiid dcs Koctiens)
den Luftraiuiii so weit zri evacuiren, d a h die Wiilmc dcr
Hand hinreicherid ware, die Flussiglicit znin Siedcn zu hringeri; weiiigsteus gelingt der Versucli iiiit cirtcr Kocbflasche
nicht; utid wenit er mil dicser nicht geliogi, kaiiu cr auch
beiin Pulshaiiiiner iticirt geliirgeii, dcsseti zweilc Kugel fiir
die zu entsclteideiitle E’mge vollst#iidig iibcrfliissig ist ultd
nur ziiin Irreleiteii gcdiciit hat.
6 ) Ei-rdlich batin inaii sich drirch die hitwendung einer
Spirituslainpk leicht davon iiberzeugeu, CMS
die EIw;irinung,
welcbe am Polshamuier nothwendig ist, uiii eiii wirklichcs
Sieden zu Staiide 211 bringen, die W ~ r u i etier €land (etwa
27” H.) uierklich iibersteigt.
Es mag hierbei iiocli auf eiiic Nebciiei~sclteiii~i~~g
aufmerksaiu gciiiaclit werden. W e n i i inaii bei der zuerst gegebeneii Iialtuiig des l-”ulsltai~imersdie Flussigkeit aus der
Kugel in dcr Haiirl iiach drr iiiidci~ii liiiiiiber getrieben hat
uiid die walleitde Bewegutig dort brginnt, fiililt m a n in der
die erste Kugel lialtetidcii IIaiid pliitzlich cine ganz merkliche Erlialtuitg der Raiidl‘l~clie. Atifaiigs natitlich, weiiii die
erwarmte Luft die Fliissiglieit durch die eiige Riihre scltieb[,
kann sie sich iiur laiigsain ausdehnen; sobald aber die ersteii Luftblaseii uutnittelbar in dic zweite Krigcl tretcti liiiiiiieii, geht die husdehuung der Luft rasclier vor sich urid
desbalb siiikt die Teinperatur.
Wciin es niiu iiacli dein Vorliergeheiideii kststcht, dafs
de r P ulsh a iiim er b ei s ei 11 em ge w d i n 1i ch eit Ci e 11 r a u cb un (1
seiner gewiihulichcn Constructioll nicht e i Sieden
~
der Fliissigkeit bei geriuger W a r i n e und vcrtiii~ic~ertctriLuftdruck,
nur (lie l h ~ e g ~ i der
i g aiisgedehiiteii Luft zeigt, bo
elitstelit die Fragc: W e l c h Kolle spielt denn iibcilraupt
iiorl~ (lie l~aftverc3uni1u11g?Ti cteii alle Ersclieiuuuge~idaiili
tiocli eben so eiii, weiiii I I ~ ubcr
I
dcr Flussigheit dru 1 olleii
atiiios~~li~irisclien
Drucli hat ? Die Vcrsuclie ergcbeii dariiber k’olgendcs.
Weiiri iiian deii Pulshaii~iner init Flussigkeit und Luft
gefiillt hat, i h i i danii horizorilal, die ICugeln nach oheu halt
uiid die Fliissigkeit a u f bcide Seiteii kertfieilt, so vet iring
iiiaii allerdings iiiclit iiiit der W%rnie der Iiaiitl dic gaiize
Fliissigbeit iiacli dcr andei II zu treibcn, um dort cine walIcntle Ilewegung hervorzubriiigen ; nlleiii eiue Bewcgriiig
iiiitict statt, (lie erwsrmte Luft giebt nenigsteiis eineti Tticil
ihrer Fullt~iig a n die andere a b , a n d ~ e i i i izofiilli;: Luftbhseii iin Veibiiitluogsrohr waren, so steigen dieselbeii durcli
dic Fliissiglieit in die Iiiihe, wemi auch in kleioerii Men$en uud gi ofaereri Iiitervallrn, als ~ e i i i idie Luff. verrliiiirit
ware. Erw:irmt inan aber die erste ICugel nicht mit der
Hand, sonderii init der Lampe, so tritt geiiau dieselbe Ersrlieinung, wie sie anfaugs bescliiieben wurde, ein, und zwar
bci einer Temperatur, welche weit voiii Siedrpunbte dcr
E’liissigkeit eutfernt i d , so dafs auch liier iiber die Ursache
cler wallcnden Bewegung eiii Zweifel iiiclit stattfinden kaiin.
]lais in dimein Falle eiric hohere Tempcratur Iiiitlrig wird,
11111 dieselbe Ersclieiuung zu Standc zu bringen, liegt in dein
griifseren \Videistande, welclicii die dichtere Luft ill der
lialt gebliebenen Kugel dei Ziisarnrrie~idruckutlgentgegensetzt.
soiitlerii
Poggeudorff’s : h n a l . Btl. CXV.
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