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Bemerkungen ber die Abhngigkeit des Landbaues und des Forstwesens von der geognostischen Beschaffenheit des Bodens.

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VI.
B e m e r h n g e n Gber die Abh6ngigkeiL des Landbaues und des ForJwefens y o n der geogtLoJ3i&hen BeJchaJenheit des Bodens;
Tom ProfcKor B a u s m a u u i i i Gijttiogeir '2.
N i c h t blos dos Klima, I'ondtrn auch die Befchpffenheit ties Bodeas bedinperi die Vertheilung der
GewSchI'e iibcr unfern Erdkorper, und dieres i R
vorzuglich d e r Fall bei den Pflnnzen, welche der
Menfch zu I'einem Niitzen anbouet. lhnen client die
lockere Erdrinde nicht n u r zur Befeltiguog, Tondern noch m e h r als Mittel eiiien grofsen 'l'heil d e r
ihnen niithigeri Nahrung aufzunehrnsti, zu Itereiten
und den W u r z e l n zrizufuliren. Die lockere Erdrinde i R nber nus der Zertrurnmerung und Zerlkzz u n g der feltcn Mall'en der Erdrinde hervorgegangen; diefe miinen daher von welkntlichern EinfluKe
ruf die BefcheEenheit derl'ellicn Teyu. Sie ltehen zu
itir, und, i n To fern nuch zii den anzubauenden
Gewiichfen, in einer niihern oder entferuterrl Beeie)lung, je nachdem d e r lockere Boden a n der S t e l k
*) Zufainmengczogen an6 St. 75 der Giitt. gel. Aaz. rom vor.
Jahrr. Dicre lchrrsiehe A blinodlung witrde von Hro. Prof.
IIautmann am 18. M i r z 1818 in der Luniglichea SOC. tu G3ttingeit vor&deCra.
G.
3
[ 395
entRanJ, mo er gegenmiirtig die ticfer liegenden
feller0 iMnKen b e d e c k , oder durch Gewiill'er u n d
andere Krit'te nqch andern O r t e n verfetrt wwrde.
Z u r griitidlichcn Kennttiil's des lockeren Bodens und
zur vollkindigen und tiefern Einliclit der Bedingungen fur die ijkotiotnil'che Vegehtioii, kiinnen
w i r dalier nur durch Uutcrfrichuog der Verhiltnin'e
gelangeii, i n melchen die Gehicgsarteii zu dem lokkeren Baden fiehen, der lie bedeckt: ein Gegenliatid, ouf den m a n bisher noch nicht clic Aufinerklhinkeit gewendet h a t , die e r uicht blos f i r L a n d u n d L;orlt-Wirthl'~l~aFt,randern nuch i n batanifcher
u n d geologifcher Hinlicht verdicnt.
Auf eiriem Felfenboden d e r von oller Iocker
r e r E r d c entbliiLt in, wie cs a n rnclireren Gegenden
d c r E r d e giebt, kann mohl eiiie kryptogarnil'che
Plor, aber weder Ackerlmu noch Forltcultur gedeiq
hen.
Uie weit verbreiteten MaKen glafiger Lava
a u f Island find von d l e r Vegetation entblolt, u n d
o n d e n KiiRengegenden von I
7 t-Jgot/ilond finden
Gch bedeutendeSlrecten, wo a u f kahlem Gneusfelfen awar Flechten wucliern, abcr auch iiiclit ein
Ilalm fortkommt. J)er Ackerhnu und die dnmit
verhuctderien Gewerbe [ind ous diel'em ;Grande ouf
die flicltern, wagerechten oiler nicht I'ehr liark geneiglen Theile d e r Erdaberflhche hel'chrinkt ; denn
hei Neigungen unter grofsen W i n k c l u bleibt keine
lockere Uecke auf ihnen liegerr. Die Neigung der
aus diercm Grunde zur C o l t u r noch fihigen Ebeoen
pflegt man fur gri;l'ser zu halten, a h lie wirklic4
,
I 394 I
iR.
Die Neigung der Alpweiden in der Sclrwcic
fond Hr. ProfcKor Hausmann felten grijlier als no3
Rei einer Neigung von 40" find die Abhange oft
noch mit Rafen und W n l d a n g bedeckt, bei einer
grofsern Neigung aber pffegen lie von nutzbarerVegctotion entbl5R zu feyn. A m Oberl~arzehaben
die Gehinge, an denen Buchen und Ficllten wachfen, hochfiens eine Neigung von 33", und die IteilIten Wieren, die noch fleriufzung v e r h t l e n , eine
Ahdachung von 30". A n lteilen Gehliogen tr;igt die
Vegetation fehr zur Befeltiguttg der Erddecke (hei ;
daher es an folchen Ib fehrgefihrlich ili, fie zu vertilgen, oder den d u r c h R d e n hefel\iglen Hoden urnzuhrechen. 111 der Abhnndlung lind rnelirere auffallende BeiI'piele vou nochtheiligeri lolgen angef i h r t , welche die unvorfichtige EntblGl'sung lteiler
Abhiinge in verfchiedenen L h d e r n nach licli gemgen habea. Auoh wird darin gexeigt, \vie die verfchiedenen Gebirgsarten auf die Neigung der Bergabhange oerfcbiedenartig einwirken.
DieEntfernung des Felsbodenu r o n dein fruchtiragenden Erdboden wir kt ehenfalls, rowohl direct
01s indirect auf das Gedcihen der Gewschfe. D e r
Fellen meiR die Wurzeln zuriick, welche bis auf
jlin niedergehen, und daher ill die Tiefe der lockeren Erdfchicht von Ib entfchiedeoem EintluEe auf
den Wachsthum der Vegetation. Zarte GrXer hediirfin i n der Regal einen weniger tiefen Boden als
Getreidearten ; eincr der Griinde, warurn lich bergige Gegenden mehr fir Viehzacht, ebnere Gegen-
f
395
1
den mehr fiir den Ackerbnu tignen. W e g e n der
N i h e des Felfengrunder unter dem lockern Boden
l&t Gch die Luzerne in vielen Gegenden oicht haue n , i n welchen Esparccttc und Klee trefllich gedeihen. Befondera auffnllend zeigt fich dierer Einflufs bei den Biiumen, :inch den verfchiedenen Hichtuugen ihrer Wurzeln. Eichen gedeihen vorzuglich euf Satidliein- Bergcn, weil dierc: von einer
Rorken Erdfchicht bedeckt zu feyn pflegen, wcit
wetiiger gut auf Rerpen aus Kalkltein, die gewohnlich eine weit I'chwiichere Erdhedeckung hoben, inDie
dels hier Rucheo oft trelflich fortkommen.
fch wache Erddccke der Harzberge trigt die Fichte
gern, nicht nber die Kiefer:
Dagegen find am
Scliwarzwalde, wo eioc lisrkere Lage lockern €30dens den Felfen deckt, alle deutkhen Nodelholzarten gut fortzubringen. Die verrcliiedene Structur
der Gebirgsorten ill dabei zugleich von einigem Einflul's. Stark zerkIuftete GeIteine, die den Wurzeln an vieleo Stellen tief eiiizudringen geRatten,
wirken anders nls dichtere, die kein folchcs Eindriogen zulallen. EY knnn doher unter manchen Urnftinden nuch die S t e h r r g der Srhicliten der feRen
Mafleu unmittelbaren Eiiiflufs auf das Fortkommen
der Gewiichfe, zumal der Biume Iiaben.
Nach hoben die feRen MalI'en der Erdrinde auf
die Gewiiohfe dadurch einen uomittelbaran Einfluk,
dafs fie das a u s der Atmofphiire dom lockern Boden
zu Theil gewordene WalTer demfelben erhalten
oder entzieben welches theils yon der Structur
,
C 336
,
1
d w Gebirgsnrten the& von der Eigenl'chaft ihrec
'Sheile WeITer einzuTclugen,oder nicht, obhingig ilt.
Hierrnit und mit der Gckhwindigkeit uod der Menge des Einraugens IiZngt ouch die A r t eiiiigertnok e n zufamtnen, wie die vcrrchiedencn Gebirgserten Quellen fiihrcn, welclies in Beziehung auf den
l3au der 1'Uanzeii k h r beachtet zu werden rerdieot.
Es h o t aher einen k h r obweichenden EintluTs bei
den verkhiedenen I{odeaartcri, die Eigenl'rhaft der
felelicii Erdrindenrnolkn, d e r lockern Erddeckc das
\VaIl'er zu erhelten oder zu ent;:ielien.
Fur einen
vollkommen fandigen Boden ili cin dichter Unterg r u n d , der des Wall'er wedcr oozieh:, noch durcli
Jiifst, von iiurserlter VVichtigkeit ; denn entbehrt er
ilia, oder ill e r i n p o k e r Miiclltigkeit, ohne Zwikchenlogen, die dem Warw widerllehen, To zeigt
e r die grofste Unfruchtbarkeit.
Auch duych die Eigenlchaft, die W i r m e i n
verrchiedenem Grade zu Ieiteo, wirkt die feIte Unterlege auf die 'I'ertiperatur der lockern Uecke u n d
dadurch auf die Vepetcition auf verlchiedere W e i 1;, und insbefondere euf rolche Gem5chTe, Jereii
W u r z e l n m i t dern GaIteiri i n uniuittelhare Ueriihr u n g kommen, wie l'olches unter oiiderii bei dein
Weinliock To oft der Fall ilt. Das verfchiedenartige Geltein h a t k h r bemerklirlie Einwirkung e u f
rein Gedeihen wovon in der Ahhandlung rnelirere
Erfahrungen zuTom meiigcfle 11t li 11 d.
I n To fern der fruchttrogende.Bodet1 PUS den
Gebirgsarten entlteht, liiid die Eigenfcheften deC
,
1
33.1
j
fclben voii der Befclioll'enticit dicl'er, rnelir u'nd we11igei9 crl~tii'rigig. Uiid weiin gleicti die die Vcgetation errilihreiideti Ueliandthcilc des Bodens niclit
V O I I drti felten MaIl'en der Erdriride abflamrnen, Tondern tlieils regetctbilirchcii urld thierlfchen Url+riings
f i n d , theils zu den fliilligeo Ulngehungen' des Erdkorpers gehiiren, To Iind cloch dic dnrch %'e.rl'eLzung
der fellen Grundloge gebildeten 'I'lleile des Hodens
ztini Leheii tler Pflaiizen ebenfalls erf'otderlicti indem lie ilineri dur Befeliigung , und zur J3ewalirung, Bereitung und Z u l ~ h r u i ~dcr
g Nalin~ngsniittel diencn. Es ilt nbrr der gr6fsLe'Flieil des Bodens,
welcher in bergigen Gegenden nul' und an Bcrgeri
vorkornrnt, n n clem O r t e reiues Vorkommens unniittelbor aus dcn dariiriter licgentlen Gebirgsarten
Jiervorgegangen ; der g r i i k e 'l'lieil des iri 'l'hilern,
i n liugligeu utid in ebeneri Gegenden fich finderiden
Sodeiis aber von anderu Oi*Len her in k i n e gcgcnwlirtige Lage diircll verlchiedenartige Kriifte und
Ka ia It rop 11 e n v e r re t z t w o 1.d e n
Uie Llmanderung u n d Zerliiirung dcr GeReino
wird theils dui.cll mechanilclie theils dnrch cheniifche Krifte bcmirkt. Zu jcneu gehoren vorziiglicli die Schwere, das Wall'er, dos Eio und die
W u r z e l n der Pflanzen, befooders der REarne; zu
dieren voraiiglich der Einflufs des SauerItoRs clec
Atrnofphsre urid der deu W a l k r s ; doch Iind maache cherni1;.Jie Zerretzungen vorl Theilen von Gebirgsarten nooh p r o b l e ~ ~ ~ a t i T u h2., B. die Verwandlung des Feldfpaills i i i Kaolin, tvclche fiir die
,
.
,
c
398 J
Rilduog des lockern Bodens To wichtig iR.
Aucll
fcheinen gewifle kryptogamifche Gewichlb, nornentlich einige auf KalkRein wohneudc, auf die chemiHr.
fche Zerlktzung des Bodens einzuwirken.
Prof. Hausnlann zeigt von den einzelnen Gebirgsarten, auf welche Weil'e fie zerfiort werden, und
wie der Boden berchaffen ili, der urimittelbar ~ U
ihnen hervor geht; und betrachtet daun den EinAuk der Lagerungs -VerhCltnifle der verfchiedenen
Gebirgearten auf den uumittelbor aus ihnen gehildeten Hoden. Uieler wiirde nicht die p o k e Mannigfaltigkeit haben, wie wir i h n in 10 vittlen Gegenden der Erde bewundertl, w i r e die Legerung der
G e bi r gemanen ni cht To a urse rordeo tli ch man n igfaltig und uaregelmirsig, dak oft das Ausgehcnde
der verfchiedenartiyfien Manen neben einander i a
geringen Abliiinden erl'cheint.
Hr. Prof. Haasmann verdeutlichte durch ein von i h m entworfencs
geognoftil'ches Protil des Gebirgslandes von W e r n i gerode his Kalrel, welches zugleich mil den Lagerungs. nnd Schichtungs-Verhiltnilren der Gehirgsarten die Hauptorten des lockern Bodens und f&
nbr land und forlt-wirthf~haftlictien Benutzuiig
darltellte wie durch die verrcbicdenen LagrrungsVerb3ltniKe der Gebirgsorten eine bedeuteride M a n nigfaltigkeit dea Bodens bewirkt werden kann.
Je
regelmilsiger die geognoliil'chen Lagerungs Vrr11iltniKe lind, urn fo einfcirrniger zeigt fich der Boden. Bei horizontaler Lagerung enll€eIitder lockere Boden nur aua einern Lager, bei einer gefiurz-
-
-
,
-
Y
c
399 1
tcn Loperung wirken dagrgen viele und oft feebr
verlctiiedenartige Lagor nuf die E l d u n g des lockeren Bodena ein, daher diefiiul'enkung der Gcbirgslager einen To grorsen EinfluTs n u f die Mannigfaltigkeit des Bodens hot.
W e n n eine fehr langram
rerwitternde Cebirgsart Lnger einer Ieichten zerIliirhareii eiiifchliefst fo kann diefe einen grofsern
EiuHul's als die Hauptmall'e aufdie Bilduns des lokkern Bodeas haben.
Diel'es nimmt man beidem
Miifchelkalk wahr, der hiufig von eiiiem thonigen
Roden bedeckt wird; der KalkItein relbIt h o t eirien
hijchlt geringen Einflul's auf die Bilduug dieres Bod e a r , e r entlteht vorn;imlich PUS den I'chrnalen
'I'hon- und Mergel-Lagen, die lich zwirchen feinen Banken und Schictiten belinden.
Auf demfecundarcnBoden, der aicht rnehr an
dem Orte feiner erRen Entltehung liegt, fondern
yon demrelben €ortgcfiiIirt und on andern Orten in
verfchiedener GeRalt und Mengung nbgeretzt warden, bet die Befcliaffenheit der feReti MalTen d e r
Erdrinde zwar nur einen eutl'eralern Eiafluli aber
fie lieferteri doch nuch dns Material dazu, uod es
Jlfst fich oft die A r t , wic der translocirte Boden
daraus gehildet wurde, mit Bcltinlmtheit nachmeiKen. UieTen Zufaminenhnng L U belruchten iR urn To
interellanter, da der Ackerbaii vurzuglich auf die[em Boden betriehen wird. Auf die Refchaffenheit
dieTes Bodens haberi aher EinfluTs : dos Material, die
translociranden KrPfte, und die Veriioderuagen,
,
,
I: 4ou 1
die der Boderi nach der TransIocirung un fcinenl
jelmigen Ort erlilten hat.
Das 31aterinZ des translocirenden Bodet~slie.
f e r n die lockern hlankn, wclche unniittelhar aus
der 2 e rIior u n g d e 1. felt2 n E r d r i n d e n m a fle n h e r vo rgingen. Es e r k l i r t lich aus i h r e r Verl'chiedenheit,
w a r u m dcr Boden', der d u r c h F o r ~ f i h r e n des
Schutts Lryltallinil'cher Urgebii-gsmafTen oder anderep fchwer zerltorbarer Gebirgsartcn gebildet wurd e , von anderer l3el'chaffenhcit ili, als der, zu welchein Sand uiid M i r g e l f l o k e das Material liefcrt e n 3 und woriirn z. U, der Boden, deH die vom Horze hornmenden J3ergI'rriime bilden, ein aiiderer ili,
als d e r , den dic Leine und WcTer nbfetxen; warurn
d e r Roderr d e r Lombardil'chen Ebene ein anderer iRj
als der der Weichrel- Nirderungen oder der eben en G eg e n d e n N i B d er Ta c h re n s
Uic Schwere dcr lorkern MolI'en, das E;s ulld
das Wan'er Iind die vornehmftru xri-i/le und &littel, welche die Translocntion des Hodens bemirten.
Die ungeheuren Schutttepel, welclie i n den hiiheren Gehirgsn die herabfiiirzenden MaILn bilden, bi
wegen iichi zuweilen R U ihren
~
geneiglen GrundHd.
&en nach A r t der Glelrclier f o r t , woriilber Hr.
Prof. EJausmonn mehrere Ueobachtungea mittlieilt,
die er i l l den Alpen ZLI macl~enGelegeiihcit hatte.
h l i t erAaunlir*lierKraFt hewirkt das Eis die
Forthewepung von Stein- und G d s - Mallen; das
zeigen die Gletl'cher in deti groken Steinwillen, die
lie vor fich aull'chiebrn; das kann innn jeden W i n -
-
.
-
c
401
1
ter felblt i m Harz an der Bude und Ocker beobachtell
deren Eis bedeutende Steiuman'en f o d i h r t .
Vielleicht war es elwiifslls dos Eid, wrlchcs die aufserordentliche Malli VOII Gefchieben aus dem Nordeli zu den nddeutl'clien fibenen vekfchleppt hat,
deren Vcrbreitung vonHolland his in RuLsland hinein reicht, deren Abkunft aus Skoodinavien eben
To gewifs aIs die A r t , wie lie fortgefuhrt worden,
problemotifch in und vielleicht auch bieiben wird ;
und dcren Einflufs auf den Boden, auf welchem fie
IicIi gegcnwiirtig f i n d e n , und nuf die LandwirthI'chafi nicht unbedeutend iR.
Bci weitam am thiitiglieii ill das W a f e r bei tier
Bildung des traoslocirten Bodens. Es fuhct nicht
blos die griil'stcn MaKen fort, und das a m writelten,
fondern zerkleinert uud rclilemmt fic zugleich u n d
vermengt oder trennt die verfchiedenortigen T h e G
le. So Iind die verl'chiedenen Bodenarten entfianden, welche theils in horizontalen Lngen ubereinander liegen, theils ueben eirlaridoc gelagert hid.
Bei (leks 'l'ranslociruag kiirnrnt es erJZens ouf den
pol;, den dae M'olr-er h o t , a u f die Blnll; delrelbt.11
l:..J auf den Widei*liaild a n , deii es tiridrt,
und
=rveitcns auf Form, GriiLie u n d Scliwcre der zu
Es zeigeo fich hier im
trsnslocirenden MalI'en.
GroCsen bei dem d u d 1 FortCchlemlnutlg pehiliietrn
Boden diefelben Erl'cheinuttgetl ale im Kleinen in
den Poch- und WaCch- W t r k e n bei der A u l ' h e r c p
tung der*Erse. SO wie hier in den foaenannlen
;Mehlfiihruogen die gr0hel.n u d L'chwerrro TjtciIe
,
,
,
Annrl. d. Fhylik.
n. C3.
S ! . 4 . J.iSig.Sr.4.
CC
c
402
1
zuerA.niederfilIen, die feinern und leictitern for[getrieben werderi u n d zuletzt die unlloltigen A f t e r
vou den reichen Schliched ganz gefondert erfchein e n , fo nehmen i n den a n ein Gebirge llobendeii
Niederungen, Gel'chiebe utid Grand die erlten, fein e Bodenartcn die enLferntern Stellen e3n ; und je
m e h r die Entfernung zuniinrnt, urn fo vollkornrnen e r zeigt fich die Sonderuiig der verl'chietlenen Gemengtheile des Bodens. I n griiIBter Enttkrnuog pUegen dic feinen Sandtheile (gleichfom der After jenes grofsen Sch1emmproculli.s) von dern Thonc,
mit welchem er zuvoc innig gemengt mar, fchort'
gefchicden zu feyn, iodem der 'l'hon. theils eiiizelne fiogen in ihm bildet, theiie in befoodern ErIireckungcn getretint abgefetzt errcheint.
I)&
fich das W d e r auch wohl ale Autlofungsmittel hei
der Translocirung des Boderis t h a t i g zeigen konn,
zeigt der hin u n d wieder weit verbreitete, im Untergrunde befindliche Ablatz VOII KalktuR.
D e r durcli mechanil'che W i r k u n g des Wall'ers
translocirte Boden Iirst Lich l'einem Enlliehen nnd
V o r k o m m e n n a c h auf v i e r Horiptorten xuruckf'uhren: 1) Iiigentlicfrer ThnIOoden, das Produkt drr
fortrchwemmenden Krofi des Kegeii- und SrhneeW a l i e r s , und zum Theil auch kleiner &clip, die
von deli Gehsngen d e r B r i p die Iockern'L'lieile Begen die 'l'iefe J'LLiircit. Diefern Bodell Iilkt fich yewijhnlicii feirt xraher Ur!p~.urig deullich atilkhen.
Seiiie griirsie 'I'iefe pflegt er im G r u n d e drs 'L'ltalu
E I I Iiaheii, und wo ey aulleigt nimmt e r i m Allge-
-
c
403 3
meinen a n Tiefe ab. So uoregeIrniTsig als feine iiufsereGeRalt, iI€ es auchdie Michtigkeit uud die Vetbreituag feiner vcrfchiedi?rieir Lilgen.
2) F&J&
l\.'iederrmngs- Boden, das Pradukt der fortfuhrenden uiid rchleminetiden Krtift grofserer u'ad fortdauernd fliefsetider G e w ~ f l k r . Uahiri gehort der
Gcfchieb- und Grand Hoden, d e r von den Het-gwnfrera in dcr Nihe dcr Gebirgc ohgereizt wird;
unrl der von Fiuflen und Strornen in grof..t.t.er Krltfernung von deli Gebirgeii aagefclirvernmtr Boden,
Uer allgemeirie Charakter diel'es letzterti ift eine
eheiie Lage, uud hei oft hedeulender LiiiiRenausdehnuog eine v e r h i l ~ n i C m 5 f ~ i ng u r geringe Ansdehiiung nach der Ureite. oft geht e r in derl'iltian
Bel'clialfenheit bcdeutend tirf nieder, uiid I'eitlc Loger find weder To uiiregelrnalbip: wie i n dem 'I'halboden, iioch p n z To regelmil'sig nls i n &in Serhoden. Der Gekhiel) utid Gratid Bodcri p'flegt IteiI,
der letzlere FlulAoden oft fehr fruchl h a r iu ft.yn.
3 ) Seeloden, das Prudukt von M'alTen, die vou
lieheriden oder unmrrklich firh hrwcgendan GrwifI'irn au1~Cnornrnen und ous itinen r u 6 g ahgdetzt
Nerden; dcr Boden virler 'I'hiiler, die dormah ;Tolirte oder durch FiiiiG*vethriderte Seen warei1. Er
pflrat eioe k h r eberie Ohel fhche und eitie geringere L:crige, verhPltnil~niiilXgoher cine grohere Brrite
als der Flufahodeu zu haben, welchem entfprcclie.ttd
auch die Lage Teiiies C'utei.grundrs cine gleicliiiirniige Aushreil ling und rrgrl rn;il>i_ov A Irwrchfi.1tCllg
zu zeigen ptlcgrn. 4 ) A l e e r d ~ o d c n , der C;rund
-
-
-
-
-
cc 2
L
404
3
chemaliger grolberer, allgtmeiner WeLTermaKeten.
Ec hat bald eiae wellenformige, bald eine mehr
ebene Oberfliiche, h a t gewohnlich die grofstc 'Fiefe und Einfdrmigkeit,. beReht jedoch ouch nicht frlten aus verfchiedenen Lagen, die bei dem wellenfirmig abgefetzten O f t cehr unregelrna6ig 1iIJd.
Mnnchrnal ilt diefor Boden fruchtbar; es gehi;i-t zu
i h m ober auch der allerunfruchtbarlte in grorster
Ausdehnung, da der grofste 'I'heil der Sandwiilten
zum Meeresboden 211 zlitilen ill.
Noch hahen mnncherlei andere Dioge als die
B i l d u q Teiner H a u p m a r e , auf die verlbhiedenen
Modificationen des tronslocirten Bodens Eiofluli.
Vorziiglich die Einwirkung der orgonifchcn Gefchiipfe und dcr BPS ihrer Zerltiirung httrvorgehmden Subhiizen der fortgertlzte Einflufs der AtmorpllEre, und die partiellen Einmirkungen der Gewilfer. Ueber diefe verbreitet Gch die Abhandlulig
indefs nicht weher.
Aur sllem bisher Mitgetheiltcn ergiebt Gch dec
grofse Einflah, den die feAen ErdriodenmalTen auf
die Hefcchaffenheit des lockern Bodens, und dadurch
auf doe Leben and Gedeiben eines g r o t e n Theils
d e r GewCchI'e bsben. Und eben dadurch mumen
fie i h n auch a u f die 'fhiere iursern, welclie von
diefen Yflanzen l k h oihreo, j a auch auf das Lebcbn,
8 U f die Befchaftiigungen und auf den g;lnzenZulland
der Mlenfchen.
,
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