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Bemerkungen ber die beim Ausstrmen der Flssigkeiten durch Rhren entstehende electromotorische Kraft.

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E. Edlund.
489
man bekommt eine Art sehr schon und rein ausgebildeter
Lichtenberg'acher Figuren. Die Figuren lassen sich auch
einzeln hervorrufen und entwickeln sich ausserordentlich
gut. wenn man die iiussere Belegung der Batterie mit
dem Wasser im Gtlaskolben leitend verbindet und nur den
einen Knopf des Entladers an die Oberfhche des Kolbens
bringt und so die Batterie durch den Kolben hindurch
entladet, welcher hierbei zersprengt wird.
Die vsrliegenden Versuche diirften einen neuen Beweis
fiir die durch die Entladungen in gasverdiinnten RPumen
festgestellte Thatsache liefern, dass zur Entladung der
positiven Electriciat caet. par. eine groesere Spannung erforderlich ist, dieselbe sich also auch wit grosserer Geschwindigkeit und weiter verbreitet als die negative, so
duss sich beide Entladungen etwa auf ein Drittel des Abstandes der Electroden nilher an der negativen Electrode
treffen.
Bei anderer Gelegenheit hoffe ich die eben erwahnte
Verliiiltnisszahl mit grosserer Genauigkeit angeben zu
konnen.
A r a d , den 12. .Januar 18'78.
M e i n e friihere Tjntersuchung iiber die electromotorische
Kraft beim Stromen von Fliissigkeiten in Rohrenl) fiihrte
unter anderem zu den Ergebnissen, dass diese %aft der
Entfernung zwischen den Electroden direct und dem Querschnitte der Rbhre umgekehrt proportional ist ; sie wtlchst
mit der Geschwindigkeit der Fliissigkeit und ist bei gros1)
W e d . Ann. I. p. ltil.
490
E. Edlund.
serer Geschwindigkeit annilhernd ihrem Quadrat, bei
kleinerer aber ihrer ersten Potenz proportional. Ferner
wurde experimentell bewiesen, dass die KraR nicht durch
die Reibung der Bliissigkeiten gegen die Wsnde der Rbhre
oder gegen die Electroden verursacht werden kann. Der
letztere Satz ist von Hrn.D o r n durch eine von der meinigen wesentlich verschiedene Methode beatiitigt worden 1).
Vor kurzem sind zwei neue Untersuchungen iiber
diesen Gegenstand verbffentlicht worden, die eine von Hin.
H a g a , die andere von Hrn. Clark?. Beide haben das
Electrometer zum Messen der electromotorischen Kraft
angewandt, sie haben die zu untersuchende Rohre zwischen zwei weitere Rbhren eingekittet, in welchen die
Electroden befestigt waren. Die Ergebnisse des Hrn.
H a ga unterscheiden sich nach seinen Angaben wesentlich
von den von mir gefundenen. Ich will hier versuchen, den
Grund der mangelnden Uebereinstimmung der gewonnenen Resultate an den Tag zu legen.
Hr. H a g a hat zu seinen Versuchen absichtlich Glasrohren von solchen Dimensionen gewahlt, dass das bekannte
Poiseuille’sche Gesetz fiir die Ausflussgeschwindigkeit giiltig
blieb. Er hat unter anderem gefunden, dass die electromotorische Kraft dem Drucke proportional, aber von der
Lange der Capillarrbhre, d. h. von der Entfernung der
Electroden unabhangig sei.
Hr. H a g a scheint mir nicht die verschiedenen Bedingungen, die zur Entstehung der erwahnten Erscheinung
mi twirken , viillig auseinandergehalten zu haben. Nachdem er die Capillarrohre zwischen zwei weitere Rohren,
in welchen die Electroden befestigt waren, eingekittet
hatte, liess er Wasser unter einem gewissen Drucke durch
dieselbe strijmen und maass die hierdurch entstandene
electromotorische Kraft. Darauf verktirzte er dieselbe
Rohre, z. B. zur HHlfte, kittete sie wieder zwischen die
1) Pogg. Ann. CLX. p. 56.
2) Wied. Ann. 11. p. 326 nnd 333.
E. Edhcnd.
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xeiteren B h r e n ein, beobachtete von neuem und fand
jetz t eine electromotorische &aft von ungefhhr derselben
Grosse wie vorhin. Ale aber die Capillarrohre zur HiUfte
verkilrzt wurde , wurde die Ausflussgeschwindigkeit doppelt so gross als vorhin, wed, nach der Poieeuille’schen
Formel, die Qeschwindigkeit der L b g e der Rohre umgekehrt proportional ist. Zwei Umstlinde, von denen die
electromotorische Kraft a b h b g t , variirten also gleichzeitig.
Meinen Beobachtungen zufolge ist die electromotorische
Kraft der Entfernung zwischen den Electroden und, bei
geringerer Geschwindigkeit, auch dieser direct proportional.
Wendet man dies auf die Beobachtungen des Hrn. H n g a
an, so wird das von ihm erlangte Resultat leicht erklyirlich.
Dass die electromotorische Kraft nicht von der Entfernung zwiechen den Electroden, wie dies von Hrn. Haga
behauptet wird, unabhhgig sein kann, findet man leicht
auch ohne Versuche. M a n denke sich eine Rohre, in
deren beide Enden, a und b, und Mitte, c , eine Electrode
eingeschmolzen ist , von Wasser unter einem gewissen
Drucke durchstromt. Der Behauptung des Hrn. H a g n
gemiiss mlisste die Potentialdifferenz der Electrodeu bei u
uncl b dieselbe sein wie die der Electroden bei a und c
uncl die der Electroden bei c und b. Dass aber dies unmoglich ist, wofern nicht die Potentialdifferenz gleicli Xu11
ist, ist einleuchtend. 1st das aber nicht der Fall, so muss die
Potentialdifferenz zwischen a und b der Summe der Potentialclifferenzen zwischen a und c und zwischen c und b gleich sein.
Es war auch leicht vorauszueehen, dass Hr. H a g a
die electromotorische &aft unter sonst unveriinderten Verhiiltnissen dem Drucke proportional finden musste ; denn
er hat Rohren, fiir welche die Poiseuille’sche Formel gilt,
angewandt , und dieser Formel gemiiss ist die Ausflussgeschwindigkeit dem Drucke proportional. Dass die electromotorische Kraft der Ausflussgeschwindigkeit proportional ist, wenn diese, wie es bei den Versuchen des
Hrn. H a g a der Pall war, gering ist, folgt auch als ein
Resultat aus meinen Untersuchungen.
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E. Edlunu.
Gegen die Angabe des Hm. C l a r k , dass die electromotorische Kraft von der U n g e der Rbhre unabhiingig
sei, gelten dieselben Bemerkungen, die soeben angefiihrt
worden. Dass diese Kraft bei seinen Versuchen desto
grbsser ist, je enger die Rohre, stimmt mit meinen Beobachtungen ilberein, nach welchen sie, unter sonst unveriinderten Verhgltnissen, dem Querschnitte umgekehrt proportional istl). Die Behauptung aber, dass die Grosse
dieser Kraft von dem Stoffe, womit die innere Seite der
Rohre bekleidet ist, abhlingen sollte, veranlasst mich zu
den folgenden Bemerkungen.
Hr. C l a r k wandte hierzu zwei Rohren a n , von welchen die eine circular war, einen Durchmesser von
0,7952 mm und eine L h g e von 142,l mm hatte; die andere
Rohre war elliptisch, ihr grosster Durchmesser betrug
0,4363 mm, der kleinste 0,2414 mm und ihre Llnge
104,9 mm. Nit der ersteren Rohre erhielt er unter einem
Quecksilberdrucke von 1285 mm eine electromotorische
Kraft gleich 1,179 der eines Daniell'schen Elementes. Als
sber bei den folgenden Versuchen die Riihre auf der inneren Seite mit einer dtinnen Schicht von Schellack, Wachs
oder Fett ilbemogen wurde, wurden die entsprechenden
electromotorischen KriAfte gleich 1,643, 1,289 und 1,631.
Bei jedem Versuche wurde die in einer gewissen Zeit ausgeflossene Wassermenge gemessen woraus die Ausflussgeschwindigkeit bestimmt werden konnte.
Wenn auch die auf der Innenseite der Rohre angebrachte Bekleidung noch so dunn war, so musste sie den
Durchmesser der Rohre ein menig verringern. Wenn man
nun von dem Ergebnisse meiner Untersuchung ausgeht
und also annimmt, dass die electromotorische =aft der
1) Bei der Erwiihnung meiner Untersuchung hat Hr.Clark die
electromotorische Kraft mit der Stromstiirke vermechselt. Dierer Untersuchung gemiiss ist n i c h t die e l e c t r o m o t o r i s c h e Kraft, wie
Hr.Clark er verstanden hat, \-on dem Durchmesser der Rohre und
der Entfernung der Electroden unabhiingig; mit der S t r o m s t i i r k e
ist dies aber uuter gemissen Umstiiudeu der Fall.
E. E n l u d .
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Ausflussgeschwindigkeit direct und dem Querschnitte der
Rohre umgekehrt proportional ist, und wenn man danach
berechnet, wie dick die Bekleidung in jedem der drei
Falle sein miisste, damit die electromotorische Kraft den
Werth erhielte, zu welchem die Versuche des Hrn. C l a r k
gefiihrt haben, so findet man, dass die Schellackschicht
0,033 mm, die Wachsschicht 0,009 mm und die Fettschicht
0,020 mm betragen haben miisste. Die elliptische Rohre
gab Hrn. C l a r k eine electromotorische Kraft gleich 1,4095
und, mit Schellack inwendig iiberzogen, gleich 1,723. Wenn
man annimmt, diese Rohre verhalte sich genau wie eine
circulare mit demselben Querschnitte (der Durchmesser
einer solchen circularen Rohre wird 0,3246 mm), und wenn
man auf dieselbe Weise wie vorhin berechnet, wie click
die Schellakschicht sein musste, um die beobachtete Verlnderung der electromotorischen Kraft zu verursachen, so
findet man eine Dicke von 0,008 mm.
Hr. C l a r k bekleidete auch die Innenseite einer Capillarrohre mit einer diinnen Silherschicht und t n d , dass
die Spannungsdifferenz der Electroden dadurcli auf weniger
als 1/5 des Werthes hernbsnnk, welchen dieselbe Rohre
unbekleidet lieferte. E s ist selbstverstiindlich , dass dies
der Fall sein musste. tDenn die Silberschicht setzte die
beiden Electroden in leitende Verbindung mi t einader,
worms nothwendig folgt, dass ihre Spnnnungsdifierenz vermindert wurde.
Aus diesen Griinden geht liervor, dass die Versuche
des Hrn. C l a r k keineswegs darthun, dass die electromotorische Kraft von dem Stoffe, woraus die Innenseite der
Riihre besteht, abhitngt. Nan hat daher kein Recht, sich
auf diesen Versuch stiitzend. den Sitz der electromotorischen Kraft an die Grenzfliiche des Wassers und der
Riihre zu verlegen. Ich habe in meiner Untersuchung
bewiesen, dans die electromotorische K m f t in dem fraglichen Falle nicht von der Reibung zwischen der Fliissigkeit und der Rohre herriihrt; und Hr. D o r n hat gefunden, dass die electromotorische Kraft unveriindert dieselbe
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H. Bus
bleibt, wenn die Glasrahre inwendig mit Schellack oder
Schwefel tiberzogen wird. Der Durchmesser der Rbhre
aber, welche Hr. D o r n hierzu angewandt, betrug 4 mm;
daher hatte die Verengerung, die die Rbhre durch den
dlinnen Ueberzug litt , keinen merkbnren Einfluss. Zur
Ergrlindung der Gesetze der fraglichen Erscheinung sind,
meiner Meinnng nach, enge Capillarrahren durchaus unzmeckmilssig. Es ist schwer, wenn nicht unmbglich, zwei
solche Riihren zu finden, die einander in jeder Beziehung
vollkommen gleichen. Das gleichmlssige Ausstrbmen aus
einer engen Capillarrbhre wird auch leichter von fremdartigen zufilligen Ursachen gestort, als wenn die Rbhre
weiter ist. Es ist daher erkltlrlich, dass man mit zwei
solchen Rbhren, welche anscheinend gleich sind, etwas
rerschiedene electromotorische Kriifte erhalten kann.
Stockholm, den 20. Jniiuar 1878.
B e i der Anwendung einer Bussole mit horizontaler Nadel
entsteht in Vorlesungen hiiufig ein grosser Uebelstand da(lurch, dnss die entfernter sitzenden Zuharer die Bewegungen der Nadel nicht mehr mit hinlhglicher Deutlichkeit zu verfolgen vermbgen. I n manchen Fallen kann
man sich dann zwar dadurch helfen, dass man die Ablenkungen der Nadel in ihrem verticalen Spiegelbilde zur
Anschauung bringt. AJlein dieses Verfahren eignet sich
nicht zum Zwecke von Messungen kleinerer Ablenkungsbogen, die sich nicht vermeiden lassen, wenn e8 sich z. B.
darum handelt, das Gesetz der Wirksamkeit eines Magnetstabs auf die Ferne oder die Hauptsiitze des Ohm’schen
Gesetzes durch experimentelle Dsrstellung zu begranden.
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