close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkungen ber die durch Berhrung erregte Electricitt.

код для вставкиСкачать
c
585
I
VII.
Bemerkungetz iiber die durch Berultrung erregte
Electricitiit j
von
P.K.C.EGEN,Rect. i n Halver b. Scliwelin i. d. Graff. Ma&.
(Befonders in Beziehung auf den 4uff. des Hrn Prof. P f a f f in
Riel, irn diesj. 7. Stiick diefer Ann.)
,,Mein Auffatz behaudelt einen Gegenffand (bemerkt der Hr.
Verf. in dem begleitenden Briefe), der uoch nicht hinliinglici~gekannt und erforfcht i R , und vertheidiget eifie Anficht, welche
ooch Gegner hat, mir aber bei weitem die wahrRe zu feyn diinkr.
Eine Erklirungs - A r t von Erfcheinungen lBfst fich aber wohl anf
keine klarere Weife vertheidigen , als wen= man diefe Erfcheinungen durch den Calcul nach jener Erklarungs- Art darRellt ; auch
bewahrt in der Naturforfcliung mehrentheils nichts beffor vor Abwegen, als wenn man die Gefetze der Erfcheinungen, \VO es
mliglich iR, durch analytifche Formeln ausdriickt, welches ein vages
Gerede faR unmliglich macht. Dafs es den franzlififclien Phyfikern
gelungen iR, fich’bei dam Verfolg der aufgefundenen Beziehungen
I
zwifchen Magnetismus‘ und Galvanismus, vor den Phyfikern anderer Nationen einen entfchiedenen Vorrang zu erringen , und die
entdeckten Wahrheiten in To lturzer Zeit in I’chlicfsendem Zufammenhange darzuRelleu , dafs ia diefer Beziehung die Ausbildung
aller friiher entwickelten Lehren der Phyfik weit zuriick iteht,
diefen Vortheil haben fie gewifs nicht fo fehr ihrer Vereinigung in
der HauptRadt und den ihnen dort zu Gebote fiehenden Hiilfsmitteln, als vielmehr dern UmRallde zu danken, dafs fie die auf-
-
t
gefundenen Ueziehungen fogleich aus einem ‘matliematifchen Gefichtspunkte betrachtet , und fie zu conRruiren fich beRrebt haben.
Auch Ihnen wird es zum bleibenden VerdienRe angerechnet werden, hierbei in Deutfchland einer Anficht das Wort geredet zu haben, die fich hocliR wahrfcheinlich vollkommen belyalren wird.
.,!‘
hd.d. Phyfik, B, Gg. SI. 4, Jt r8m, Si,
12.
3eb
H e r r Prof. 1’faff i n Kicl hat Iich n u f u k’eue ein
Veidienfi iim das Stnditini der Erfcheiniingen dar Electricitat, d u r c h die rcliarffiiinige u n d dnrchdachte ArLeit
erworben, welcheer i n dem diesjdirigcn Juli-Stiicke dieIcr Annalen bekannt gemacht hat. Indem cr i n feiner
A b h a n d l u n g die Anficliten Volta’s iiber die ErrcgtinS
d e r Electricitat dni.cl1 Eertilirung , ~ e g e nneuere Angriffe vertheidigt, Iiilft e r den friilter durcli i h n mit
erkampften Boden krtrftig und erfolgreicli behaupten ;
welclies mir uin Ib verdienfilichcr diiiikt, 01s Volta’s
A n f c h t diejenigc ifi, welclie die Erlcheinungen der
d n r c h Beriihrung erregten Electricittit a m uugezwiingeiifieii erklart, iuid aucli am gecipctfieii rcheint, d e n
aufgafundeneii w e f c n t l i c h i Zulhnimenhang zwifcheii
Magnetismite u n d Electricitat gentigender z u e n t h d len.
I n dicier IIinficht ifi es gewils niclits Ueberfliifi-
gee, w e n n die PhyGker iiber die Grundgcfetze d e r
Electricitat - E r r e g u n g d u r c h BeriiliruiiS, fcli mijglichfi deutlich z u v e r h n d i g e n fuchen. Mijcliten die
folgenden Bemerkungeii beitragen, die electromotorik h e n GrnndgeCetza weiter a u f z u k h r e n und zu befefigen.
1.
Ein von Hcrrn L e i b a n t Dr. J 6 g e r a u f g e b l l t e r
h t z , der i n der erwiihnten A b h a n d l u n g wieder ziir
Sprache gebracht worden, ifi folgender : , , W e n n die
condenfirende Platte eines Condenfatore m i t einer Colchen unerfchijpfliclien Electricittlts Quelle i n Verbind u n g Relit, dafs diere Platte wegen des electril‘chen
Glcichgewiclits a (T E ) a n freier Electricitat liaben
-
nluG ; fo condedrt der Condelilator zwcimul lo Itark,
c
587 I
als wciin die coiidciifireiide Platte s a r keinen Ziifl&
iingebundener Electricitat erhalt , voraiisgefetzt , dafs
i n beiden Fallen die Collector - Platte die coiifiante
Gr6fse a (t
€3 ) freier Electricitgt ziigefiilirt erJialte.CL
Diel'er Satz hat leine volle Richtigkcit, weiin n1il11 1111ter rler condenfirten Elrctricitat den electril'clie~l Inhalt beider Platten verfieht, er iR aber nicllt gaiiz
richtig, wenn nian daniit, nacli dem gewiilii~liclien
S1~racIigebra~1clie,
niir den Inhalt der Collec~or-Plntte
Lczeiclinet. Herr Prof. Pfaff hat diefen Satz niir als
wahrfclieinlicli begriindet ; ich will v e r l ~ t c l l e ~iliii
~ , lediglicli ans den Grundsefetzen d e i electrilcllen JZrlcIieinunsen, lo weit fie Lei dern Condenlitor anwciictb~r
hnd, z u beweifen.
Es fiehe die Collector - Plattc mit einer lolclieii
ElectriciLits - Qaelle i n Verbindung, dafs fie wcseii
des electrilclien Gleichgewichts die conrinnte GrGLa
a (k
E ) freier Electricitat haben miice$ Diefe freie
Electricitat erregt n n d bindet in der condeiifircwdeii
Platte in a (t
E ) ; wobei ni eine Krucligrijlbe bezeiclin e t , die von der Dicke der ilolirenden Schicht zwilcchen den beiden Platten abkingt, iind rriit ilir in umgekohrtem VerlidiniKe Itelit.
Da das m a <tE ) der condenfirenden Platte wiedentin m2a (+. E ) der freien Electricitat der Collector - Platte Lindet, fo ifi inadiefer Itatt a (& E 1, nur
nocli (a- ~m2 a > (t
E 3 freier Electricitat, iind fie erhiilt neiien Zuflnfs aus ihrer Quelle. Hierdurch k a n n
niin wieder neues (+€2) der condenfirenden Platte erregt, u n d dnrch darelbe wiederuni freies (+. E ) der
Collector - Plntte gebunden werden. So gellt dieleks
Spiel To lange fort, bio die Collector-Pldtte A ( & 1ZI3
,
Gb
2
[ 588
3
die condenlirende i'latte aber mh (-y
1:) hat, iind
( A ni 2 A ) (kI:) = a (kE:) ifi. Uiid nmniiielir
l i d die Elcctriciiiiten iiii GleicliSewichte ; docli iR von
illlien nur (A--m2 A ) (k
E ) g n i ~ zfrei, der iibrige
Tlieil aber dnrcli gegenfeitigy Anziehnng Sebunden.
ALISder Gleichung (A-niz A ) (14 E ) = a ( k E )
-
a
lindet man A c-- Es iTt alIb die Electricitat
I
-rnz'
der Collector-Platie
a
= (ry)
(f
.E 1, und die Elec-m
ma
tricitiit der coudenlirenden Platte = ~(tE).
I
-
111
Es erlialte n u n anch die ~ ~ l l d e ~ ~ f i r cPlntie
l i d e eine
confiaiite Menge von Electricitat a (7-E). Diefe wird
zwar m i t dem a (t
fi) der Coiidenl'or - Plnlte i n ver\yiclrelte Beziehuns treten mail darf Gch aber , zur
Vereinfacliiin~der Rechnmig , beide fileciricitYten als
einzeln wirltend vorltcllen. D a n n wird , I e J i ~ l i c l iw e gen des confiaiiteii a ( TE ) freierElectricitZit der con-
,
,
denfirenden Platte diefe eiidlich
die Collector - Platte
LIB
ma
-I -ni2
($-
a
(TE),
1-mz
Lllld
E ) erlialten , melclies
der vorigen BerecIinLing hervor geht. Und alsdann
eEl,
( l +m)
hat an Electricitgt die Collector-Platie = ai-m2
-111 (TE >,und Lcide
(l+m)
die condenfirende Platte = a~1
Platten haben zulamrnen genomnlen
=---a-+in>' tlicils
2 (1
1
111
( + E l , tlieils (-El.
T r i t t all0 den] conIiant freien a ( 5 E ) drr Collector- Platte ein freies Q (TE ) der condenfirenden Platte
h i d e r Platten
= 2 ai (-1m+2 m )
(
+
iiid
- E 1.
Die con-
den fircnde ICraft des C o d d a t o r s ilt a110 im crltern
I'allc i n Beziehnng aiif den electril'chen Inhalt bcider
Plnttcn nur hnlb l'o Itark, als im zweitcn; i n Eezieaber auf rlcn clectrilclien Inlialt der CollectorPlatte ilt fie im crfien Falle ctwas mehr als Iialb To Itark,
I111ng
als im zweiten, weil m
'-
n
< 1) iind all0 -i-ma
a.f
(1+ln)
i
rn 2
ili. Bei l'~I'chwac11erCondenIjiion rn& Gcli der Unterlcliied zwifchen cler einfachen, nnd der HHlfte der bei-
,
n a h e doppelten Condenl;~-ung a n eineni gnten Electrometer, z. 13. a n der Conlomb'l'clien Dreliwage, nachweiren laKen.
Dcr i m Vorigcn ekwielcne Sntz rclieint m i r eine
niehrfaclie Anwendnug zuziilankn. Nanientlicli geht
nus i h m Eiervor daCs V e r I t a r k i ~ i i ~ s - ~ l n ~ ciiiid
I i e u electl-ifchc Ratterien ) 6 e i gleich J'nrhr. Zuleitung, eine
l e i n a h e doppelt ib Itarke L a d u n g annehmen niiilren,
,
-
als bei dem gewiihnlichen Ladungs V e r f ~ h r e n) w e n n
i h r e ifolirte gufsere BelegunS mit dern ifolirtcn IPeibzeuge 3er Electrilirmafoliino in leitciide Vcrbindniig
I 39" 1
-
gebracht wiirdo "1.
Icli bin aber niit Herrn Prof. Pfaff
der Meiliung , dal's ficli die Verfizrkung der Eleetricit z t i n der Volta'fclien Saale weder a m dielem Satze,
noch einein andern der Condenl'ations - Theorie Seniigend erkliiren IaK,?. Die beiden angefiihrtcn J2ger'I'clien Verf~ichelaKen fich allerdings nach den Condenlaations Gefetzen erl,l;iren, wie diefes geniigend von
H e r r n Pfaff gefclielien ifi; aber diere Erkltirung lafst
Iicli niclit auf die Volta'fche Siiule iibertragen,
-
3.
Z u r Erkltirung der VerItiirknng der Electricittit in
der Volta'fclien Stiule reiclit mail, wie ich glaube,
v6llig ails, m i t dem von Volta aiifgefiellten Grpndgef'etze der elecIroniotol.il'clien W i r k u n g , wenn nian es
m;t den iibrigen Gefetzen der electril'clien Erl'clicinnngen verbindet u n d wahrfcheinlich diirften die von
einigen Pliylikern als additionclle Geretze anfgefiellten
Z I y p f I d e n kiinftig den W i r b e l i i Leigezalilt werden,
ails delicii Des - Cartes die niagnetifchen Erlclieinun-
,
*) Da die Electricidt des geriebenen KGrpers einer Electrifirmarchine, wenn das Reibzeug ifolirt wird , nur halb To ltark
in, als wenn das Reibzeug mit der Erde in leitender Verbindung fleht , (wobei die geriebene Fliche, wie wir fpater fehen
werden, gerade fo wirkt, wie die Beriihrnngs- F l l c h e zweier
Electrornotore); fo wird die Flafchen- Lndung in der W i r k lichkeit nicht verltxrkt, wenn man auch die iiufsere Belegung
mit dem ifolirten Reibzeuge in leitende Verblndung fetzt, wril
hier die Zuleitung nnr halb fo nark iR, als wenn dar Reibzeug nicht ifolirt wird. Hiernach bringt alfo der Vorfchlag,
den PrieRley in feiner Gefchichte der Electricitat machte, das
Keibzeug mit der Iufsern Belegung der Flafchen auf obige
weife in leitende Verbindiing zu fetzen, keiiienvortheil. E.
I 591 1
bcgrciflich ZLI ninclicii I;lchtc "). Beriihreli fich
z wei vcrCchiedenc ifolirtcMe~nlle,welclieiili11licIi-gIeiclie
liiirper A itird C Lilden ro wird dndurch J',lcctricitzt
gcii
,
frei, iiiid war in dcm eiiicn a ( & I; ), i n dem nliderii
II (t
1;). Uiel'cr Satz ifi dnrcli Verlhcllc lo vielCiltig
erprobt worden, chrs cr wolil nls M e r Grnndhtz anSonornnien werdcn darf. ZU frnycii, wie (lie Electric.itiit dtircll ~ l i e t n l l i r c l ~Ucriihi-ling
e
frei werderi kiinne,
Bci dcin j c l z i p i Zi&ndc unlkrcr Jicniitiii~Te
vorlnut kyii ; doclr diirftc die Erreguiig der Electricii;ii durclr Beriiliruiig wenigfiens nich t iiiibcgrciflicher
erCcliciiien als ilire Erregiung durchs IiciLcii.
So laiise die mctallircl~eReriilirnna voii A Ilnd E
rortdauert, dnuert ancli uiigcl'cliwaclit die Urlaclie fort,
\velclie die frcie Electricitat erregte; u n d tliefclbe UrSache, rt~.e/c.he /irsr*X. geiiiig w a r , d i c beitlpn erregtera
I;,'/ectr-icitiiten50 trenrzera , wir-il-fie m ~ c hgetrennt erlinlteiz korznen. D i e Aiinalinie d a k die nietallif~he
Ucriihriings - Fliiclie ifolire , erlchcint liierans als unllfitz; fie ifi aber aucli unfinttlinft. Deiiii ninii tlieilc
&in einen der beideii verbundcneq Metalle freie
iiii,cIite
,
,
'1
Principiorum Philolophiae pars quarta , art. r33. p 9 u .
We-
iiigfleiis hat die Griindannahme, welche Hr. Prof. Pfaff Seite
292 der bezeichneten Abliaiidliing anfiihrt, Aehnliclikeit mit
dcn beragten Hypothereell voii Des-Cartes, der uiiter andern
rneiiit, aJe multos meatus in medin ejus ( t e r r a e ) regionc, a r i
parallelos, per guos particulae Jrintae. aB rcno polo vamantss,
libera ad alium pergant ,aosqua a d illarurn menJ&ano ita aJe
arcavatos, ut ii qui reci)riunt particulus Jriatas a polo aujZrali
venientes, nullo mod0 po/jint resipare alias, quae veniunt
a polo boreali; nec contra, qui r a c i p i w t boreales , aufirales
E.
admittant.
c
392
1
,
(tE ) mit fo vertheilt fich diefe nnter A und B,
wic wenn in ilinen keine electromotorifclie W i r k n n g
rtatt fande, das heilst, es enthiilt nach diefer Mittheil n n g A r ( a + b ) ( t E ) u n d B = ( a - b b > ( T E ) freier
Electricitat lo dafs all0 der Unterlcliied des electri~ c l i c r iInhalts bcider Metalle ein conltanter ifi, ntimlicli = 2a ( T E ) . Der letztere Satz iR, lo vie1 icli
weirs, n w in den1 Fallc durcli directe Verfnclie erwielen worden, wenn a =b iR, wenn dfo A oder B
m i l der Erde in leitender Verbindung fielit. Hi.. Biot
Lgt ' J , er habe Coulomb belianpten hijren, ,,dafs er
dieIes Geletz d i r befundell habe, l i d es habe ihm
Senau gel'cliienen." IndirecteVerf~~clie
an derVolta'lclien
SSnle, w o es jcdocli durch die clectromotoi~ifclie~i
Wirlrungen der iiaflen Zwifclienlagen durcli die niclit
ganz vdlkornmene Leitungs - Fahigkeit der Stiule, iind
durch den Verlnfi freier Electricitst betrachtlicli modificirt errcheinen lim n, llxechen fiir die Walirfcheinliclikeit der allgenieinen Giiltigkeit deflelben.
Die beiden Geletze mBgen einltweilen h i e r als vollkornmcii wahr gelten und wir cvollcn annelimen, dic
SZule ley ein vollkommener Leiter, und die electromotorirche Wirkung der Zwirchenlageii l o wie der
Verlnfi an freier Electricitgt fey = 0. Es Rehe nun A
mit der Erde in lciiender Verbindnng, fo dak dann
d o B T2 a (7
E ) hat. Man lege auf B eiiien Leiter
I der keiner electroniotorifcheii Wirkiing mit B fzhig ilk, 1md auf ihn ein niit A, €3 iibereinEinimendes
Plattenpaar A', B'. Von A', B' hat, vor der Beriihrung
tb
,
,
,
,
,
*) Trait6 Je phyjique expsrimentale et mathe'matique, torn. ZZ.
pa$ 480.
c
393 1
rnit Z,A/=a ( t E ) , u i i d B ' = a
( T E ) ; nach der
Uerdhrung m i t 1 hat aber, wegen den Gefetzes der
olectrifclien Vertheilung A' diefelbe freie Electricititt
,
alo B, alfo i2 a (TE j , u n d allo, wegen der conftariten Differenz, B' = 4 n ( TE). Jetzt find die Electricit;itcn der S h l e i m Gleichgewiclite, u n d o h n e tinh e r e Einwi'rkung bleiben fie i n Ruhe, ungeaclitet d e r
vollkommnen Leitungsfdiigkeit der ganzeii Srule.
D e n n entweder diefes Gleicligeiviclit n l d s befielien,
odcr die beidcn angefiihrten Geretze muKen ungultig
leyii. W i r d auf B' der vollkonimene und nicht electromotorifclie Lciter 1' gelegt, m i d a u f dicl'on das dritte
Plattenpaar A'/, B"; fo wird ails denLklbeii Griinden
A"= 4 a (TFE),u n d U " = 6 a ( T E ) h b e n , u n d
alle freie Electricitat der SHule ill wiedernm i m Gleichgowiclite. Anf dieIe Art lr1'st fich augenfclieinlicli das
Oleichgewicht der aus Erfahrung bekannten Lodullg
der Volta'fclien Stlule, gnnz allein aus den obigen beiden Oefetzen erkllren. Diefe Gelktze 1;ITen ficll a d
die i l d i r t e Saule eben lo ungezwungcn anwci~dcn.
4.
Dae
zweite dcr, bciden angefiilirten Gcfctze gcht
aus dem e r - e n nrimittclbar hervor. Deiin find d i s
A u n d U i m Gleicligewichte, u n d eo
konimt 2 b (t
E) liinzu, lo i R , nacli fiatifchen Re-
ElectricitBten von
geln, das Gleichgewicht nicht aufgelroben, wenn die-
lcs 2 b (+ E) fich lo in A und 3 vertlieilt, da.fs es m i t
fich MbR im Gleichgewiclite ik Ee vertkeilt fich.alCo
iii A und B auf diefelbe Weire,' a l s fey in beidcn noch
gar keine Electricitzt frei. So geht aus mehreren
Verfitchen von Conlomb u n d Biot iiad atis dem yon
,
394 1
PoiITon anfgebllten eleckro - h t i f c h e n Geretze Iiervor,
dab, wenn cinem Leiter der fchon freie Electricitat
e n t h d t , andere freie Electricitaten mitgetlieilt werden,
diele ficli auf ilim eben Co vertheilen, als wenn e r i m
natiirliclien Zufiande gewefen wlre welcliee den vori-
,
s e n Vertlieilungs-Weife analog
A.
5.
D i e meraUyche Beriihrung mub auf die gebiindene Electricitat ale eine repulfive u n d attractive Kraft
wirken, weil durcli fie i n den b e d i r e l i d e n Metallen
freie Electricitaten i n ein Gleicligewiclit treten das
o h n e diefe Beriihrung aufgclioben Xi. D i e Wirkunge-
dihCer,&dt
-
ilt
mxh;ni&t- p n a u W a n n t .
Nacli dem electro -ftatifchen Gbfetze Poillbn's find die
Electricitxten mehrerer ilolirter u n d alectricifirter Leiter, die Gch nahe kommen i m GleicligewicIite, wciln
d i e Mittelkraft ( u i a comp$itn) der attractiven und repulfiven W i r k u n g e n d l e r freien Electricitgte - Theil&en, auf die gebundeneii Electricitiita-Theil&en je&e
we&
,
=
beliebigen Punkto in den Kiirper dialer Leiter,
0 ifi.
Aus diefem Gefetze geht, wie man bei aufmerklamer
Betrachtung findeii w i r d , ein anderee liervor, nzmlich : ,,dab, wenn die freien Electricitxten diefer KGr,,per i m Gleichgewiclite find, die Riclitung der Mit,,talkraft
der attractiven u n d repulfiven W i r k u n -
,,gen
,
aller freien Electricitats Theilchen nuf jedes
auf der Oberfla,,freio Electricittits - Theilchen
,,&
der K6rper jener, Leiter Lnksecht fiehe." E s
m d s ein electrircheo Gleichgewicht nacli dem erliern
G & k e fiatt finden, wenn i n einem irolirten u n d electriGrten Leiter nicht. fieis aufs neue Electricitat frei
werden LOU. Fiinde diefes Glcicligewiclit niclit Ratt,
[ W ]
fo wiirde zwar fortwallrend Electricii~tcntlunden, a b w
gerade fo vie1 ( 5E ) a h (T E ) , lwd die Quantitst
freier Electricit~ti n Qem Leiter litte dro dennoch kein e Verdnderung. Ee mu& nacli dern zweiten Gefetze
ein elect~~ifches
Gleicligewicht h t t fiiiden, wenn nicht
die Tlieilchen der freien E l e c t r i c i t ~auf
t
der Oberflaclie
dcs Leiters heto i h r e Stelle veraiidern Collen. KBnnte
erwiefen werden, dare fur alle oder fur einige Kiirper,
die als ifolirte Leiter freie E l e c t r i c i t ~ th a b e n , Rets ein
electrifehe3 Gleichgewicht nacli dem erli'tttrn Geretze
\
maglich i R ; ferner, dafs fur alle oder fiir einige Ktirper niir eine Vertheilungsart der freien Electricitgt
dem electrifchen Gleicli~ewiclitenncli deni zwciten Gcfetzc genutjt: To kiinnte roan fiir v i d e Kiirper, mit
Vortlicil i n Beziehung auf eine beqiiemerc Berechn u n g dae zweite Gefetz den] erfiern fitbfiitniren, u n d
nacli. jciicm die Vertlieilung dcr freien Electricitat be.
I
,
rechnen. - Verniocliten n u n genane V e r h c h e die
Vertlieilung der frei gewordenen Electricitit iii zwei
,
ficli beriilirenden Metallkorperii zu beliimmen fo
diirfte m a n die attractive u n d repulGve Kraft der B s
rlihrunge - Flntche bei Anwendung der beiden nngefiilirten Gerebe d n r c h Indiiction lerechnen kiimien.
'
6.
Hr. Biot zieht a m dem Umliande, dars Volta'Tclle
Siiulen, welche mit der E r d e in leitender Verbindung
liehen
, betrachtlich
k i r k e r e W k k u n g c n licrvor brin-
4 s Szulen, welclie il'olirt find, die Vermutliung,
dafs ill jeder folcher Saulen eine betr@chtliclieMenge
gen
verborgene freie Electricitat ( ehctricitt! diasimule'e 2
elithalten Tey *I. Er nimmt a n , die Er~clieiiiungen
*) Trait6 de phyfiqur experimentale math6mstique, tom. 11 p. 502.
C 396 1
an dcr Volta'rchen Stiide (pile voltnique) reyen denen an einer fogenanliten electrifc'chen Saiilc ( p i l e
e l e c t r i p e ) gleich ; er k i l t alfo die B e r i i l i r ~ t i i g- ~
dcr Metall - Plrltten f ~ rifolirend, u n J
meint die frcie Electricitat condenfire die gebundeiic
z u beiden Seitcn diefcr Fltichen. Er fiittzt I:ine VerinutI~~1ng
anf die Vergleicliung der TVirkungen eincr
ifolirteii wid ciner nicht ifolirtcn S~nlc,und weifGt dnbei a n f d n s Vcrlidtnifs ihrer Erregung v m Erfcliiittcrunsen und ilirer che~nirchen Wirkfanilteit I I ~ I I .
Diefes Verhaltnil's k n n n abrr nicht n d i c r aiigegcbcii
F1l;chen
,
werclcn i m d cs ifi g e w n ~ t ,auf einen blofsen Ucbcrf'clilag eine M e i n u n g zu griinden, die iibrigens lklir
vie1 wider Gcli 1 1 a ~ l'olpcndc Griinde fireiten daseSen, dal's die electroiiio~ori~clieii
Bcrdiruiigs - Flacheii ii'olirende nach dcr gewohriliclien Wortbedeu-
,
tnng, find.
ct
E i n Condcnhtor condenfirt niclit wenn k i ncii beiden Platten freies
E ) zirgefiihrt wird. N u n
aber liaben die Volta'l'clien P l a t t e n p a r e bci dCr ilolirenden S ~ d e das
, iiiittlcre ansgenornnien gleicliartigc
Electricitat ; es kann all'o i i i ilineii ltcirie Condenlition
Itatt finden.
b ) E i n e ilolirende Fl~cliclialt nur dann die Elcctricitat ~ i i c l i tniehr anf, wenn fie durclibrochen w i d .
D i c metallifclie fieriiliritngs - F l ~ c h cLlltc abcr n u r dic
erresle Electricititt iloliren j die Halfte einer neit I i i i i z n ~ e k o m n i e n e nElectricitiit lollte fie nicht ifoliren, olin e jedoch von ihr dnrchbrochkn zu wcrdeii; eben lo
follte fie fur den l)nrchgang der ganzen Ladling t l w
S%ulciiicht ifolirend fecyn. Diere Widcrli>rfiolie nliicliten Cchwerlich beleitigt werdcii konnen.
,
(t
,
I 397 3
c ) N i m m t nian aucli die metdblclie BerhhrungsFlaclie nicht als iunendlich diinn an, fo ill fie do&
wenigfiens weniger
,
dick d 8 der
Ginfie hareige Ucher-
ziig den nian n u r ~Metallplattcn gob31 kmn. Conden!jrte a l b e i n Voltn’fches Plattenpanr, fo wiirde dao
Electrometer einen Iloliern Grad voii Electricitat anzeigen m i i h , wenii eiii einfaches Plattenpaar mit
ihm i n Verbindung gebraclit, u n d d a n n die obere
P’lntte nbgenommen wiirde, als wenii diefes Plattenp a a r zii einem wirklichen Condenfator Zugeriditet
w i r d , wie dielet, Hr. Prof. Pfaff i n dem V e r h c h e get h a n welcher i n feinem oben aiigef~ihrten AiifLtze
befchrieben worden ill. Vcrluche lehren aber das Ge-
,
gentlieil.
7.
W i r d eine Galvnnifche Kette gefchloUen, To nrBmt
vom pofitiven Polo eum negativen die pofitive, u n d in
entgegengefetzter Richtung dio ncgcltive Electricitat,
und es Siebt keinen l’unkt deo Schliel‘sunp - Leiters,
i n welcheni niclit rntweder eiii poGtiver oder iicgatiE ) und
ver Stroni vorliclnden ift. Niui Gnd Gcli
(-- E ) , Iiinficl~ilicli ilircr attractiven u n d repnlfiven
(+
,
W i r k u n g e n garade entgegengefetzt; dio beideii befa gt en G c h c n t g c ~feet zt en, e k ct ri fche n Striiine m URen
aIfo gleiche attractive uiid repulfivc W i r k u n g e n Iiervorbringen. D i e V e r h l l c von H r n Ampire zoigm,
dah jeder Magnet 6cli enau fo verlialte, a13 umCm6-
,
%
($) lo, d a k die Sklimnngsd t der Aclife dcs Magnets fiehe, u n d
E b e n e L ~ ~ k r nuf
leine Ricbtung diesreit3 der Achfe, [ d e n f i g n c t e n
aufreclit vor Gcli liingeliellt u n d den Siidpol ( d e r
me ihn ein Stroin
Gch
dcni Nordcn zukelirt) obeii gcdacht], von der
liriken
Hand gehe. Sind n u n die
linken
(reclLten} zur
Verlache-von Hrn Ampere gehGrig confiatirt fo befieht -die IiiicliIle Walirfcheinlichkeit d a b jene transverfale Striimungcn i n dem Sinne irn Magnete r t a t t
finden a l s fie i n Schliehunge -Drahten einer Galvanifcllen S e t h longitudinal find. Die electrirchen Strii-
}
{
,
,
,
me von Anipkrc Elid demnacli mehr ale blofte Hypothcfe.
Darf nian die StrGrne der durch Rcibnng u n d dcr
durch Beriihrung frei gewordenen Electricitgt a19 identifch annelirneii fo inuh ein Leitungs Draht wcl-
-
,
char den geriebenen K i 5 1 - p ~einer i n Bewegung gehalteieen Electrifir - Mal’cliinc mit feineni Reibzeuge ver-
,
bindet auf die Masnetnadel diefelben W i r k u n g e i i
hahen .le der Leitunge- Drah einer Galvanil’cheii
Kette. Doch kiinnten a i d N e b e n u r n k n d e die W i r kungen rnodiiiciren. Ueherhaupt find die Indentitfit
der dnrcli Beriihrung erregten Electricitat niit der
durch Reiben erregton n n d die Griinde, worauf die
Verl‘chiedenlieit ihrer W i r k u n g e n . unter manchen
U m b d e n beruht, noch zu wenig erforfclit, als dal’e
man alle Erfcheinungen dcr Szulen - Electricitst a u s
Analogien der Mafcliinen - Electricitat mit Siclierheit
,
,
v o r b r z u befiinimen wagen diirfte.
Die Verl;lclie,
von Hrn Schmidt (Annal. 1821 St. 5. S. 29) und die
friiliern von den QH. Arago u n d von Yelin, die Mdgn e t i h u n g d u d Mafcliinen Electricitat betreffcnd,
verdienen i n rliefer Beziehung bezchtet und vervielfdtigt zu werden.
,
-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
513 Кб
Теги
ber, die, durch, electricity, berhrung, bemerkungen, erregte
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа