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Bemerkungen ber die electrisch - chemischen Versuche.

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IT.
Bern c r k u n g e n
iiber die electnzcch chemiJ&en
-
Verfuche,
i o n
s.
J.
s
I N G !I
It *).
Aurser einigen hypothetifchen Rdonnements uad
vagen Vermuthungen iTt bis jetzt iiber Dr. Davy's
electril'ch chemikhe Arbeiten bei uns nichta erlchienen ; worm vielleicht der Mange1 einer einfachea und populPren Darltellung der Refultate
und der Art, die neuen Verfuche anzultellen, Schuld
ifi. Sie Gnd indefs ohne groke Schwierigkeit, und
bediisfen grobenthcils keiner fehr harken galvaniIchen Battcrie, wenn man nur die gehiirigen VorIichten gcbraucht.
Eine Reihe von Verruchen , bei denen icb zur
Ablicht hptte , die beRe Art, die galvanifche Batterie zu brruchen , aufzufinden, hat mich belehrt,
dab die gewiihnliche Art frir chemikhe Wirkungen
keineswegs die wirkraampe in. DieCe erfordern eine
anhaltende und gleichformige Wirkfamkeit, welche
bei der gewohnlichen Art, die ZclLn zu fillen, fe1ten Statt h d e t . Saurem von einer gewilTen Starke,
nie man lie bei den Verfuchen mit dem Draht-
-
') Zulimmengemp
i o n Gilbert.
N i c h o 1C o nr' J o n . Not. 180%
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fchmelzen nirnmt , geben zwar fehr fiarke Wirkung e n , aber nur auf cine kurze Zeit. Die mehrfien
chemirchen Verbindungen find Halbleiter oder
Nichtleiter , und auf diefe wirkt eine fchwichere
aber anhaltende Kraft vie1 bedeutender. Die fi5rkfie Schmelzkraft erhielt ich mit einer Mengung aus
I Theil rtarker Salpeterfaure mit to Theilen WaITer
und lbhr wenig Salzhure; zu einem zu Verruchen
aller Art beliimmten Apparat darf man lie aber
nicht nehmen.
Ich habe vergleichende Verfuche iiher die Wirkungen gleicher Mengen der drei liarkfien Minerallauren in drei dinlichen Batterieen angeliellt.
Die mit SalpeterEure gefiuilte lchmelzte die grofste
Drahtlange, die niit SalzGure die kleinlie; ihre Wirkung auF unvollkommneLeiter war abernahe gleich.
Als icli diele Batterieen nach 14 Stunden aufs neue
unterruchte, hatten die erfiere und die mit Schwefellaure gefullte ihre ganze Schmelzkraft verloren,
und wirkten beide nur lchwach a d Halbleiter; die
mit Salzraure gefullte lchmelzte aber noch, zu mein e m groljen Verwundern , zwei Drittel der DrahtIange, wiegleich anfangs, und [chien das WaIrer noch
mit unverrninderter Stlirke zu zerlktzen. Als ich alle
drei Batterieen zwei Tage lang in Kuhe hatte fiehn
IaITen, war die Wirklsrnkeit der beiden erfieren
vollig verfchwunden , die letztere Cchmelzte aber
noch
der Drahtlange, wie anfangs; fie hehielt
d i d e Kraft 4 T a p IaDg; und noch nach 6Tagerl
wirkre Gt! lichtlich auf Ilnvollkommne Leiter. IU
+
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1
allen diefen Verfuchen zog ich die Platten die
Zwifchenzeit iiber aus den Triigen heraus (!).
dauerte lange Zeit , ehe ich von den Batterieen,
die m i t Salpcterfiure und Schwefelfiure gefiillt worden wmen , eine gleichthnige Fortdauer der Wirkung erhalten konnte; ihre Kraft fchien wie erfchopfr zu feyn ; beim fortdauernden Gebrauch von
Salpeterraure kamen Ge indeb endlich wieder zu
einer gleichformigen Wirkfamkeit.
Zu electrifch chemifchen Verfuchen verdient
alro offenbar die SaZzfiiure den Vorzug. Beim Zerlktzen der Alkalien murs die Starke derfelhen nach
cler Griirse des Apprrats verfchieden feyn. Fur
eine Ratterie, die nicht iiber aoo Platten, jede 4 Zoll
im Gevierten, hat, nehme man a d I Gallon [d. i.
~ g parif.
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Kub.Zol1 oder 7) Pfund] WaEer 8 bis 10
Unzen Salzfaure. BeReht aber die Batterie aus 300,
400 oder mehreren Platten, und hat lie grofse Oberflachen, To mub man die Same verhlltnifsmafsig
fchwicher nehmen ; fonR entfteht eine fo ltarkeHitze,
d a b die Metalki&elchen in dem Augenblicke verbrennen, in we!chem lie zum Vodchein kommen.
Bei meinen erllen Vcrfuchen mit dem KuZi
hatte ich diefes in Steinohl liegen , fand aber , dafs
das Steiniihl fchneller als das Kali zerfetzt w i d , und
M s die Menge freiwerdenden Kohlenlloffs die Arbeit erfchwert. Jetzt operire ich an hieier Lult, und
ziehe dabei filberne Leiter denen a118 Platin vor.
Ich verbinde mit dem negativen Ende Ber Side
ein Silberpliittchen oder einen Glberaen LSffd,
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-
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1
lege darauf ein nicht befeuchtetes Stiickchen Kali
und beriihre es mit eineni Silberdrahte, der rnit
.dem poGtiven Ende der Siiule i n Verbindung fielit.
Each einer Minute oder weniger Zeit erfcheinen
uach den negativen Flachen zu Metallkiigelchen,
von denen fich einige entziinden, die mehrfien aber
mit einer Rinde Ka!i iiberziehn, die lie gegen die
6eitcre Einwirkung der Lutt khlitzt. Der Augenblick des Erkheinens der Kiigelchen erkordert die
mehrile Aufmerkfamkeit; denn man mufs fie mit d e r
Spitze eines filbernen MeITers fortheben, fobald lie
nicht mehr griifser werden, und fie in ein Uhrglas yo11
Steiniilil, oder wenn nian Llas die Entziindung fehn
will, in Warner werfen. Sieht man keine Metallkiigelchen erfcheinen, To lafie mail den Apparat 5
oder 1 0 Minuten lang gefcliloren, und hebe dann
das Kalifiiick auf; die Fliiche deflelben, welche tlas
Silber beriihrte, ill dann voll Metallkiigelchen, die
fich auh die erwahnte Art foxtnehmen laflen.
Auf diere Art habe ich mit einer Batterie von
50 Paaren rjziilliger Platten rnit Scheidewfnden nus
Glas hinlinglich vie1 Kaliurn erhalten, urn die Hauptcigenrchafttin diefes Kijrprtrs unterl'uchen zu konnen,
und ich habe mich iiberzeugt, dars man bci gehiirigerilufmerkljnikeit mit 50 PIattenpaaren von 3 Zoll
DurchmelTer, wenn fie gleich fchon fehr angegriffen
i[t, fehr deutliche Metallkiigelchen erhalten kaon.
fii&t niinder reicht eine folche Bntterie hin, Amalgame mi; den alkolilchen E d e n und nut Amr110-
n'ak zu geben.
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Urn mit einer fo MeinenBatterie dasHiniiberfiilz?.envon Sauren und Alkalien nach den Polen recht
deutlich zu zeigen, giefse ich a oder 3Tropfen SchmefelGure in einePinte WaKer, und thue darein To vie1
zerhackte Blatter rothen Kohls als hinein gehn; fo
erhalte ich nach ein oder rwei Tagen eine Cchone rothe FliilTigkeit, die ich in einer gut rerhpften Flafche
aufhebe. Bei dem Verruche neutrrlilireicb diefe FliifCgkeit mit Ammoniak, das ich hinzutrzpfle, bis Ee
blau geworden ill, und fiille dann damit zweiuhrglifer, die ich durch e i n a Faclen angefeuchteterBaumwolle oder durch einStiick FeuchtesLiilchpapier mit
einander verbinde. Wird das eine mit dem politiven,
das andre rnit dem negrtiven Ende der Ratterie in
leitende Verbindung geretzt, To wird die FliilIigkeit
urn den negativenDraht nacheinige~Minuten,griin,
die um den poGtivenDraht lebhaft roth, undnach ungefahr 5 Stunde ilt die ganze Hiniiberfiihrung vollendet, und die ganze eraere F l a k e i t ilt fchiin griin,
die zweite glantend roth. Wechfelt man dann die
Verbindung, To dafs man die griine FliilIigke'it mit
dern polititpen, die rothe rnit dem negativen Drahte
in Beriihrung fetzt , To verwandeln fich beide Farben iu Rlau, und die griine wird zulktzt roth die
rotlie griio. Und To liirst Eclr diefer fonderbare
Farbenwecbfel mit derfelben Batterie und denfelben
Fliiffigkeiten mehrmals hinter einander hervorbringen. Ich habe ihn hidig mit eiaem Troge von 30
Paaren uijlliger Platten bewirkt.
,
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