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Bemerkungen ber die Farben und einige besondere Erscheinungen derselben.

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I
11.
B E hI E3 R K U IS 0 E N
n b e f d i e FLrrben u n d e i n i g e b e J o n d t r c
E rf c h e i rt L i ii g e ( z d t r j e I b e d ,
v on
C. A. P R I E U R .
Det Vert. fucht Rcn Grund giniger ErtdAntingefi
,
-
anaiigebea, die, feiner bleinung hach bis jetzt
noch nicht gehdrig erlilirt waren, oder vielmehr,
er will erne allgemeine Tlieorie auff‘telien,
ajle
Frille, in welchen Farben er’rcheinen, felbft die f o p
derbarften, auf felie hiuclriitze ZuriiCk fiifikeh Eoll.
Er geht v o n den beltannten vorftellungen n l x f
die verfchiedenen Arten der Lichdtrahhn und libef
cIic Farben a u s , C e k h e d u s cler Vermikhang meh=
rrrer dierer Straiden an verfchiedenen Punkten ‘de3
prismatifchen Farber,I‘pectruinS antrtel~en;tlnc?, unter aridern, v a n dem mertc*&rc!igen Falle, ivo d i e
Strah!ati fo gewalilt werclcn , dafs ihre vekeinjgung
auf LIJS Gehchtsorgsa die Wirkuhg deP weihcn Parbe Hervor bringt, wenh inan atlch nur z ~ e iA t t e d
von Strahlrn dazu himmt. DieEe Erfahrungen verz
danken w i r den Entdeckungen des unfterblichen
Pr'e w t h n , und fie fliefsen untnittelbar aus clein
V e r h h r e n , das e r vorgefchlagen hat, urn beftimmen zu konnen, welche Farbe man aus der Vermifchung irgend einer Meiige anderrr gegebenen
Farben erhalten wilrde:+)
'
%Venn man alle ErfcheinunSqn der Farben beurtheilen wiIl, mufs man fich zuvor mit den zufammen gefetzten Niiancen verfchiedener einfachen
Strahlen bekannt niacben , und iich klare Vorftcllungen vom IVeijien uncl ScJwarzen, fo wie von
den ,Mikchungen verfchaffen, welche fie in den E'arbenerfcheinungen erzeugen ; man n1uf.s befonders
die Korrefponden; J e r Farben kennen lernen, d. h.,
die Eigenfchaft, nach welcher fie z u zwei und zvvei
durch ihre Vereinigung das ZVeqse, oder , wenn
man will, jede andere zulainmen gefetztc Nitance
bilden. Zwei Farben, die in dieler Beziehung
{tehn, find f d r einander konryIeirient~r.eFarhen.
Wenn ciie eine gegeben w i d , kann man mit inehc
oder weniger Genauigkeit cbe ,andere durch verfchieclene Mittel, durch Verfucbe, durch Rechnung
oder durch blokes Raifonnernent Giitlen, und die
Betrachtung derfelben wird mit Nutzen auf viele
FUe angewandt, wie man weiterhiri fehen wird.
*) Die belehrendfien VerCuche diefer Art find, wenn
ich nicht irre, die, welche Herr 111. L i i d i c k e
in Meifsen, in den Annakn ,
272 f., mitgetheilt
v,
hat.
d.
H.
I.
Der Verf. f i n a t feine Unterfuchung mit Beinerkungen iiber die Konrr&e an. &lit diefem Ausdrucke bezeichnet er die Wirkung des gleichzeitigen Anblicks zweier Gegenftande von verfciiiedener Farbe,
wenn nian tie unter gewiffen UmfttPnden einander nahert : KontraJ) in diefern Sinne ift alfo eine Vergleichung, woraus die Empfindung irgeod einer Verfchiedenheit, einer griifsern oder geringern , entfpringt.
Es ift bekanot genug und die MIahler wiffen 6s fehr
wolil, dals ein h r b i g e r Gegenftand, der nur einen
kleinen Raum einnirnmt, wenn diel'e oder jene ander e F x b e ihm nahe kornmt, oder ihn umgiebt, nicht
tlafklbe Anfehen behalt , das e r i n anderer Nachbarfchaft und unter andern Umgehungen hatte. Aber
woher rGhrt diefe Verfchieclenheit?
E h e wir cliefe Frsge beantworten kijnnen, miiffen wir einen wefentlichen Untedcchied machen.
Entweder ift die Rede von hornogenen, d. h., 101chen Farben, die durch Eine Art von Strahlen entftehen ; oder von bornpleren, welche die Mifchiing
verfchiedenartiger Strahlen erzeirgt.
Was den erften Fall bctrifft, fo weirs man nicht,
oh die gegenfeitige Annaherung einfadier Farben
eine Veriinderung in ihrern Anhlicke hervor bringen wrtrde. Da man diefe Farben nur felten fielit,
und rnit ihnen nicht nach Willkahr verfahren kann,
fo tiat man noch keine Verfuche fiber ihre Koatrafte angeftellt. . Dierer Gegenftand verdient indefs
ein iorgfiltiges Studium.
Was den Fall cler zuiamrnen gefetzten Farhea
betrifft, (in welchem fich fdft alle natiirliche und
kanrdiche K a p o r b e h d e n , wie der Verf'rlfer in
feinsrn Auffatze zeigt,) fo entlppreohen die neucn,
duroh dea Kmtraft erIeugtenFarben immer tler Noancs, die man euhalten wbrde, wenn m a n der ei,
genthiimlichen Farhe eioes der beiden Karper d i e
Lichtftralden ent;.~ge., welohe der Farbe tles andern Kiirpers analog Gnd.
Man leg" a. U:auf
rothes Papier einen kleioenStrdfeq orangefarhenen
Papiers, untl cliel'er wirtl faft gelb erkheinrn. Man
lege ihn alstlacn auf gehes Ynpier, uncl er wird fact
gana roth Ceyn. Auf einer violetten Unterlage wircl
er eine gelidicha, doch von der vorigen vcrfcliiedeqq Niiance, untl auf grunem I'apier eiiien neueq
Grad yon Riitha annehmea. .rc 'Diefa Erfcl~ein~mges laffen fich nach dem angenommeneqCrundfatze
jeicht erkkres, wean man nsmlich voraus fetzt,
dafs die Orangefarbe des kleirien Papierheifens aus
der Vereinigung dler Arten von Strahlen, die
&uen ausgenorninen antfteht.
Vielerlei Vereinigungen zweiet fiber einantier
gelegter Farbm gebes auf d i e k A r t Kontraftf~rbeo I wia tie dern aufgeftellten Grundfqtze gempk
feyn maflen ; es gliebt indefs UmftLnde, welche die
Wirkung vedtiirken, oder auch wohl ths Adultat
Sndern. Manchrnahl hiingt cliefes von dern' Grad6
der Helligkeit beider farbigen Kiirper: ab, die i n beidw gleich, sder i n dcin einen grbfser als in &in andern feeyo kana. Die N e o p e des Lichts, die zugleich
-
E
379
1
aus dem ganzen GeGchtskreife ins
Auge fallt, lint
a u c h Einflucs darauf. W e n n inehrere Kiirper fich
einancler umgeben, wie z. B. eine hlenge conceritriI'cher lireilk, einer irnrner kleiner n l s d e r andere,
i0 miiffen je zwei benachbarte auf einander wirkcn,
u n t l an jetler G r a n z e , w o zwei zufainrnen itofsen,
wird ein riurch den Kontraft n i i t tlcr iiachften Farbe
entftehender Streifen v o n eigentliiimlicher Farbung
erlciieinen.
Di& Streifen werden breiter o d e r
Ichmaler feyn , je nachdem die Gegenftande heller
oder dunkler find. D i e W i r k u n g eines k a n n d i e
LVirkun'g aller iibrigen fchwichen oder aufheben.
Die Farben durch Kontraft erfcheinen lebhafter,
wenn man fie eine Zeit h n g hetrachtet, oder w e n n
inan die G e p n r t a n d e ein wenig bewegt, oder a u c h
hei einer gewifren Ermattung des Auges, diefe wer-
tle augenblicklich.durch die Starke des Lichts, oder
nach u n d nach clurch eine fortgefetzte Anfchauung
verurfacht. Eine zu grofse Ermattung des Organs
lv'iirde indeffen eine Ausartung d e r Farben z u r Folge h a b e n , die nicht z u diefe; A r t von Farben ge-
hort. so 2. B. darf man z u den Wirlrungen des
Kontraftes nicht die Eindrucke rechnen, welche
A e p i n u s e r w a h n t , die fich cles Auges auf e i n e
gewiITe Zeit mit befondern Siiancen bema,chtigen,
ivenn m a n lange ftarr in ein relir glanzendes Licht,
2. B. in die Sonne, geiehen h a t .
A b e r die Farben , welclie B il f f o n zztJullige
( w c i d e n t e / l e s ) uennt,' und iiber die S c h e r f e r
eine intererrante Ahhandlung gefchrieben h a t , ge-
hijren zu den Kontraften, oder entftehen wenigftens immer nach dcnfelben Gefetzen.
b i e furbigen Schatten find auch eine Erfcheinung diefer A r t .
D e r H e r r Graf v o n R u m f o r d 'hat dies in zwei interyffanten Abhandlungen
iiber diefen Gegenltand aulser Zweifel geletzt.
D e r Verfaffer ift d e r ILleinung, dafs man die
fonderbaren vom General h1 e u s n i e r bemerkten
Erfcheinungen des Sonnenlichts, wenn man es
durcli ein Loch eines farbigen Vorhanges Geht,
ebenfdls den Kontraften zufchreiben miiffe. Er
rechnet auch dazu das Farbenlpiel cles Opals, ocler
iiberhaupt in durchfichtigen ICijrpern, welche undurchfichtige Tl!eilchen von merltbarer Griifse in
ihrem Innern enthalten. Aus clcnfelben Griinden
erklzrt e r die Farben, unter tlenen Gch der graue
Staub Zeigt, der fich a u f alteni Papier, ocler alten
farbigen Zeugen fninnielt ; aucli das bhuliche Anleehen der A ~ C I . Itles
L menfchlichen IC6rper.s.
Herr P r i e u r fchlagt ein neues Mittel vor, die
Kontraftfarben fehr bamerlcbar , uncl felbft noch
lebhafter zu machen , als clurch das beltannte Verfahren mit den ;.rijiiIlig~n Farben, ohne dadurch
das Auge fehr anzugreifen; e i n e Bedingung, die
wichtig ift, da man weirs , wie geRhrlich es ift, ein
fo zartes Organ einer ubertriebenen Anftrengung
auszurctzen. I Diefes einfache hlittel befteht darin,
dafs man clas bernahlte Papier, worauf man die
IContrafte beoliachten will , a n das Fenfter hPlt.
Eis wird doclurch lialb durchfcheinend , indefs d e r
kleine darauf liegende anclers gefiirbte Streifen durcli
die cloppelte Dicke' mehr tlunlcel bleibt: fo wird
die (lurch den Kontraft erzeugte Farbe weit lebhafter.
I-lierauf beruht auch die fehr iiberrafchende
Wirkung eines Stilckchens weifser Pappe, das man
auf Papier, auf Glas, oder auf Zeug von irgend einer
Farhe legt. Ift d e r durchfichtige Korper roth, fo
erfcheint das dunkle WeiL blaulich -griin; es wird
entfchierlen blau , wenn d e r Grund orangefarbig
ift ; auf gelber Unterlage wircl es violett ; a u f karmoiGnrother griln, u . l. W. ; immer in genauer Uehereinftirnmung niit,clen ergu'nzerrden Farben. D e n n
fondert man vom Weirsen, welches eine Vereinigung aller farbigen Strahlzn ift, z. B. clie rothen
Strahlen, a b , fo miiffen die ijbrig hleihenden unter
einer blafsbliiulich - grilnen Farbe erfcheinen ; uncl
cla i n Clem angefuhrten Verfuche die weifse Pappe
i m Schatten ift, fo kann das cladurch entftehende
Schwarz ftark genug feyn , die Wirkung des Weiisen zu zerftiJren, da dann das Griinbkiuliche eine
let) h after e N i i a n ce a n ni m rnt.
Urn bei diefen Verluciien-, die Wirkung recht
deutlich zii fehen, inufs 1t1an ftch eine zweckrnafsige
I-Ielligkeit verfchaffen, und Gch vor der Reflexion
benachbarter K b r p e r und vor doppelten UtngeI ~ u n g e ni n Acht nehmen.
So kann das lebhafte
durchs Fenfter fallende Licht, wenn es das durchfichtige Papier umftrijrnt, die Lebhaftigkeit d e r
Iiontraftfarbe fehr merklich erhiihen , oder nieder-
fchhgen, inclem es, nach den verfchiedenen Farben der Korper, die m a n d e r Beobachtung unterw i r f t , eine anrlera Nilatice hervor bringt. Iiidefs
h a t der Beobnchtcr t's iiniiier in ieiner GewaIt, diel'e
frerndartige Eleimikhung zu entferiien ; er braucht
nur die Kijrper , w e l c l ~ edie S t i k u n g verurfachen,
init fchwarzer Pappe odor mit fchwarzem Zeuge
z u becleclten, ocler fich eines fchwarzen T u b u s z u
b erlie n en ., w e k h e r d e n Ge fi c h t sk r eis be fch rdn kt.
D-ie Kenntnifs der IZontrafte ift fur die Runfte,
wek'ne fich cler Farben bedienen, nicht ohne Werth;
hlahler und Decorateurs Ftihlcn, dafs gewikle Farben
iich nicht neben andere bringan lai&n. W e n n inaq
;Ihcr die Gefetae k m n t , nnch welchen lie aitF einantler wirken, weiis man noch belfer, w a s inan zy
vermcicleq oder zu thuri h a t , iiin dcq G h z den
E'arbe, die hervor ftechen fooll, z u erhohen. AIL
m&lili=esAnnahern verfchiedener Farben zu einan5
tter bolehrt fiber i h r e Xatur oiler ihre Zufammen;
fctzung; dies hat dcr Verfi$feS felbft init Vortheil
i n feinerb1anufdktur von Farben und gemahltem Pa-
.
p+
benutzt.
uiefe Betrachtungen a b e r die Kontrafte fiihren
j\in ZUK Priifung eines fehr fonderbaren Falles , den
Herr M o n g e in clen Aiinuks d e Chemie, t. 3,
heknnnt gemJcht uncl mit feinem gewdhnlichen
Scharfiinne erortert bat. D i e Retle ift yon dem
\Yeifsen Anl'ehen , tlas 6in farbiger Korper biswei!en annimint, wenn man i b n durch ein jLrbiges
Glas von derfelben Nila'nce hetrachtet. Man war
.
I
.
4
ungecvifs uber die Umltinde, unter welcben
Jiefe Wirkong'erfdgt ; der Verfaffer beftimmt fie
nach Ceinen tdoaders daza angertellten VerfLlchen,
uncl zihlt ~ i a eu f ) welche einen giinl'tjgen oiler ungiiortigen Einfiufs haben. Er folgert, chis die Erfcheinung des Weiisen in diefem F a l h einer Wirk u n s cler Kontral'te zuzufcbreiben ift, warlurch
*
rter Eincfruck der Farbe ver.mindert oder veroiohtet
w i r d ) wahrend noch eine gewiffe Helligkeit fort:
wirlit, deren Eindruck fich 'cturch den Gegenfati
eines hiihern Grades von DunkeIheit veritiirkt.
Diele Anficht der Sache fiihrt zu einer neuen Definition der weifsen Farbe, die gewiEs nichts. Ungereimhes e n t h d t : das IVei/.se iJ2filr uns.die Emp&
.
?
dung des L i c k s , worin keinc Farbe herrfclat ode*
walrrgenommen wird.
2.
In dcm folgenden Theile feiner Abhandiung befchiftigt fich Herr €' r i e u r vorziiglich mit d e r
Farbe der undurchjchtigen und der durchJcktigen
Korper, d. h., e r unterfucht, welche Lichtftrahlen ein farbiger Kiirper fahig ift zu reflectiren,
ocI er d u rch zu laifen.
Seine Verfuohsmittel find eiofach. Ift der KGrper undurchlichtig, fo legt man ihn auf Cchwarzes
Zeug, urid hetrachtet ihn durch das Prisma. N a n
[uclit ihm eine rechtwinltlige Form zu geben , oder
iiian becleckt ihn , wann e r ' n i c b t zerfchnitten werden k a n n , mit einem Stilcke ichwarzer Pappe,
in:welches ein Loch von disfer P i p gebhnitten ift.
n n n n zeisen die farbigen Franfeo, die an zwei ge-
gen iiber ftehenden Riindern erfcheinen, welclle
A r t von Strahlen reflectirt, und folglich auch,
welche verfchlungen wird, wenn man die Natur
dcs erhellenden Stralilenliegels kennt. Hierbei ift
noch zu bemerken, dafs clie Franfen felbft d a r n men geretzte Ntiaricen fitid , und man alfo die einfachen Strahlenarten heraus luclien rnufs. Wenn
man einigcuebung h a t , i f t tlas blofse Anfehen dazu
hinreichend. Man gciviihnt !Lch daran, unJ bis
dahin lafst fich der h’latigel a n Gewolinhcit durch
Stilcke Papier erfetzen, die jede A r t von Strahlen
darftelleo, u n d die man nach d er Orclnung d e r
,
Brechbarbeit dieler Strahlen !\her einander legt und
zurfick zieht; ocler m a n bedient Gch einer nach
w t o n ’ s R.Ietho;le verfertigten Farbenfcheibe z u r
Beftimmung der zufarnriien geletzten Niiancen rnehrer e r Grundfarben.
tTiH man einen durchGchtigen I<ijrper dern Verfuche unterwerfen, fo beJecke inan ihn init detn
ausgelchnittenen Stiick Pappe , halte ihn gegeri das
Fenfter und betrathte i h n J u w h clas Prisrna, welches dieFranfen daran zeigen wird. Auch zeigt ein e Flamme wie die eines WachsCtockes, wenn man
fich i n s Dunkle ftellt, und clurch den durchfichtigen Korper und ein Prisrna fie betraclitet, eine Reih e farbiger Bilder , die den durchfallenden Striihlep
cntfprechen.
Auf diefe Art hat d er Verf. aus Verfuchen mit
vielen undurchGchtigen Kiirpern von verkhieclener
Befchaffenheit und allen Farben,
gelber, oran-
ke
-
-
gef3rbener r o t h e r , griiner, blauer, vialetter,
gefunden, rldfs diefe KGrpcr i h r hrbiges Anfehen folgencleii U~nlt;intlen verdanken : I . Jeder Korper
verlchlingt irnrner (lie A r t voii Strahlen, welche filr
d i e h err l'c h end en Far b e n cl e Ire1b e n die erg9n z end e I 1
find. 2. Einige ver~chluckenzugleich mit den kompIernentireu Strahlen anclere, diefen zugeordnete
Strnhlen, mehr oder minder h3uGg. 3. Je dunkler
tlidelbe Farbe i l t , deft0 weniger Arten von reflectirten Strahlen zeigt fie.
Hierbei ilt jetloch nicht die Recte ron gem@ht P / L Farben, foncl'ern n u r von folcheo,
die eine ho,nogene Zulamrnenfetzung haben, oder, wie'die Cheiniker fich ausdrucken, an einander gebunden find.
&Ian muls auch eine Farbe, welche vom Irinern d e r
Theilchen zuriick geworfen w i d , und hell oder
dunkel nilancirt feyn'kann, nicht mit dern von d e r
Stil'sern Oberfliiche cles Kijrpers zuriick geworfenen
Lichte verwechfeln. Obgleich tlieles letztere m e h r
oc[er weniger die eigne Farbe des Korpers aberladet, lo ift es doch leicht, die Wirkungen delfelben
zu rrerrnindern unci lie bei Vrrblchen zu unterfcheiclen.
Xoch mufs man bemerlten, dafs d e r Ausdruck:
h p j . r - h e n d e Farbe nicht fagen will, dafs die Strah]en clierer Farbe i n grbfserer Menge vorhanden Ghd,
als die ilbrigen ; dies wsre ein Irrthum. Es konneit
mehrere A r t e n von Strahlen i n dem Fnscikel, d e r
die Earbe bildet, coedltiren , o h n e dafs irgend ein e Art zahlreicher ilt, als die andern. Strenge ge-
nommrm, h d alle Elemente deffelben einander U I I ahnlicli, uncl defshalb k ein er in grdfserer Rlengc
vorhanden, als d e r a n d e m A b e t der Haupttoti
der Farbe bleibt d e r Farbe d e r Strahlen, die iiidii
die- herr-lieriden nennt, analog. Man th u t daher
wohl, den Ausdruck beizubthalten , n u r mufs mail
jhn nicht in einem tu weiten Sinne ridtrneti.
D e r Verf, hat aknliche Verfuche, als die vorip n , auch mit durchfichtigen Kd rp ern , 2. B.. mit
verfchiedenen Arten von farbigen Gliifern und init
FliifGgkeiteo, in einer Flilfche, die zwei hreite porallele Seitendiichen hatte .angertdlt
.
, nnd gefunden,
dafs auch fie ein ahnliqhes G e J k Jer Swahlenver/ X l u c k u t q ids die undwchhchtigen Kdrper befolgen, das fich aber bei i h n e n moeh b e i t bertimmter
u n d unzweicleutiger a l s .bei clielen iikl'sert. Diel'cs
Gefetz ift beftandig dafklbe, untl h in g t von d e r eigentliilmlichen Natur des Kijrpers, d er das Licht
empfiiigt, von tleCfen'Diclitiglteit land Dicke, unti
eugleicli vgm Lichte cfes erhellenden Kdrpers, von
deffeen Stsrlce itnd den Strablenarten ab, woraus
es b e h e h t
bas Einfchluclier~fiiingt irnrner von den Strahlcli
a n , die, de r lierrklientlep Farbe des erliedlren Kiirpers mi tneirten entgegen gefetzt find ; a1s:hr.n fvlg e i iIic betiachb,irtcn in cIer Ord n u n g die d.is Ic'~rbenbild ansicI)t; I; gelit es von verwatitlten zu verwanclten Strahlen f o r t , oline Sprung. hi6 zur l e t t ten A r t ; folgfich vercliiniielt f c h rler Iicirper iniiner
i n a h r und niehr und wird zuletzt Ichwara, Bald
,
gefchieht diefes Einfchlucken der Strdtlen z u e r k a u f
einer einzigen Seite; bald l i u f t es zugleicli rechts
y n d links mit gleidier oder vedchiedener .Gefch windjgk ri t fort.
Wenn m a n jedes Element hefowlers verindert,
erfolgt in den Wirkungen eine befondere ProgrelL
fion. D i e , welche ron d e r Dichtiylieit beftiinint
wird , ift oft verfchieden von derjenigen , welchc
die Veranclerung tder D i c k e bewirkt. Wenn m a n
auf denfelben Korper(Licht von verfchieclener Na&
t u r fallen liljit~, wird cladurcli ebenfdls tler Gmg
der 'Abforption antlers rnodificirt, uhd die Farben
\herden fol@ich verantkrt.
D e r Verf. fiiiirt ~ e i f p i e ~von
e allen diefen FZI.
len an. Er fchalpft fie aus zahlreiclien Verfuchem,
die e r mit farbigen Girifer11, mit Auflcfungen v o n
Metallen i n Sanren oder Alkalien, untl init farbigen
InfuGonen oder Pflanzenextracten angcrtellt hat. S I C
Buthaiten merkwlirclige und fonderbarz T1rati;lcheii.
die man hier indefs ilbergeht, theils d e r Ktirze w e ;
gen, theilo weil man leicht V O felbft
~
auf i i e . k u m m t i
wenn man einmahl auf dem Weye ift.
Uebrigens gehn hus allen diefen Beobachtungen
wichtige Bemerkungen und Schlirlfe iiber die gegcnieitige Wirkung der Kcrper u n d des Lichts h e r i o r ;
vielleicht, dafs fie einft einiges Licht fiber die frofse Frage nach d e r Urfache der LejSiindigen FulL-cn
der Korper verbreitcn.
Noch n n t e r h c h t der Verf. beirn Schluffe diefes
Auffatzes eioige andere farbige Erfcheinungen. Br
beftimmt die Modificationen d e r Farbe gliihender
Kohlen'in verfchiedenen Graden der Gluth ; diefe
feine Bemerkungen find 'gleichmafsig gfiltig filr 'das
gluhende Eifen, oder fiir eine lange Reihe von Reverberen, die inan durch Nebel fieht, oder fiir weifses Licht, das man verrnittelft eines Glafcs be&
trachtet , das durch Rauch ftufenweife ftdrker gefchw9rzt ift. In allen rliefen Fdlen mfiffen notli;
wendig die Farben eine Folge von Niiancen vom
Weifsen zum Gelben, zum Orangefarbepen und
zum dunkeln Roth durchliufen. Er' zeigt die Urfache diefer Veranclerung an.
Auch die Metalloxyde find i n ihren Farben nach
der*Menge von Sauerftoff, die fie enthalten , nilanCirt. Gewiffe fortwahrende Stiirungen d e r Vegetation erzeugen an einigen Theilen der PJanzerr
fhnliche Nilancirungen. Endlich fieht man fie aucli
i n den Kiinften und in chemifchen Operationen unter mancherlei Umftiinden, w o fie dern Manufakturiften manchen nfitzlichen Fingerzeig iiber den Fortgang feiner Arbeit oder fiber den gflnftigen Zeitp u n k t geben, in welchen er gewiffe Operationen
vornehmen mufs.
Lgnger verweilt d e r Verf. bei den fcirbigeh WoIken, befonders denen, die man beim -4uf- uiicl Untergange der Sonne fieht. Diefe fo allgemein bekannte Erfcheinung hatte man bis jetzt noch nicht
erkliirt, obgleich einjge Gelehrte vorn erften Range
iich damit befchiiftigt haben. Sie rilhren nicht von
einer Brechung, fondern von einer Verfchluckung
her,
E
329
3
her, welche die. Sorinenftrahlen erleiden., wenn fie
auf den niedrigern mit D.unft g ek h win g er te n Th.eil
der Atinofphire fallen.
Uiefes Einfchluckeri erfolgt nach Geretzen, die den vorhin angefdhrten
analog find. D a tlie Meoge der Dilnfte u n d i h r e
Befchaffenheit nicht alle T a g e diefelberi find, fo begriindet clas eine grofse Verfchiedenheit der Wirkung. Die erften Strahlen, welche diefe DanCte
;logreifen, find gewijhnlich die intligofarbenen. Bald
darauf fchlucken fie die daran grznzentlen Strahlen
ein, inciem fie mit grijfserer Schnelligkeit Gch d e r
eigentlichen blauen, dann der griinen, dann d e r
gelben, und zuletzt der rothen bernichtigen: daher
die gelblicheri , orangeJur6enen u n d rochen Farben,
unter denen die Wollten dann erfcheioen. DiefeFolge cler Farbenwechfeluns zeigt fich, z. B. des Aberids,
fttufenweife, fo wie tlie Sonne fich dern Horironte
nghert. Dieklben Farben bekleiden nach einander
die Gegenftande a u f der Erde, den J'heil der t u f t ,
welcher der Sonne am nachften ift, und die Soline
feelbit. Auch beiiierkt-m a n , wenn man ihre Strah]en Init einem Prisma auffangen kann, +fs die wirklich einyefchlucktcn Strahlen dern Kolorit des
gen blicks entlprech en.
Wegen der verfchiedenen und allrniihlig wechfeliitlen Dicke und Dichtigkeit d er Daitfte, welche
das Licht durchftromt, erfcheinen die Wolken ao
verfchiedenen Stellen in demfelben Augenblicke
verfchieden gefiirbt. Die hGchften kijnnen weirs
A n n d . d. Phylik. B. a1. St. 3. J. 1805. St XI.
y
i'eyn, wHhrend h i n d e r hohe gelb, und noch nietlrigere verhaltnifsmalsig rathlicher erfcheinen. Bei
gleiclier Hohe fpielen die, wclche am entferntelten
von der Sonne find, ins Rothe; 'und die, welche
'fich ihr a m rneilten nahern, ins Gelbe: Es kijnneii
alsdann Kiirper , die weils find, blaue 'und grfine
Scllatten werfen, wie d i s fchon B a ' f f o n itnd anclerk Naturforlcher bernerkt haben. Didfe gefirbten Schatten find, wie oben crwiihnt worden, nichts
nncleres, als die Wirkung des Rontrdtes der wirklichen Farbe des erhellten und des dunkelo Theilk
lolcher Kijrper.
Die Kontralte kiinnen such auf die F'irbe d e r
tvollten EinAuls h t b e n ; zum Beifpiel, wenn ein
T h e i l des Himmel rein blaues ICobrit hat. Dik
Farbe manclier W o k e n entfteht blols aus dieler Ur{ache; man Geht dcrgleichen Wolkeh oft mitten am
T a g e , wenn man fich diclit an einein hohen Berg&
oder in irgend einer anderh Lage befindet, die das
Auge gegen die'zu ltarke LVirkung des geratle oder
I&ef auffallcnden Sdnnenlichts Ichiltzt. Die Wafk e n haben -alsdann eine gelbliche Xilance, geratla
lo, wie os die e r g h z e n d e Farbe des Hirnmelblaueh
mit Gch briogt.
U a t e r einer ihnlichen Fsrbe Geht man zuweilen
den Mond, wenn cr lehr hoch i t e l i t , kurz vor Clem
Aufgaoge der Sonne, oder bald n a c h ihrem Untetgange. Pu'och hiufiger ilt es J e r Fall, dars e r fo,
o d e r auch ganz weifs erlcheint, wzhrend am,Himme1 t u gleicher Zeit W o k e n lteho, die durch die
Pilafte der auf- oder untergehenden Sonne auf vet!
fchiedene Art .gefarbt werclen. Diefes Zufammepr
treffen . yon Umltiinclen giebt alfo eiaen neuen B ~
weis y o n der Verkhiedenheit der Urfachen kolcher
Farbenerfchein ungen.
E n d i c h ift zu bemerken, dafs diefe PhiTnomen.
durch die Unregelmiilsigkeit des irtlifchen L o k a b
unli der Atmofphare inaskirt werdcn kijnoen und
verfchiedenen Unterbrechungen unterworfen find.
In unferrn Klima erreicht das Kolorit der WolkeIr in
den meiften Fallen nicht den hachhen Grad d e r
Lebhaftigkeit.
Indeffen wird man an gewiffen
Aberiden, w e i n der Himrnel nach d e r Sonne zu
recht rein ift und iiber unferm Haupte leichte, fehr
ho1ie Wijlkchen fchwv.el)en, diefe Wijlkchen etwat
fpster Gch mit einein gl3nzenden Roth bekleiden reh e n , das anfangs durch die abnehinende Belle auf
der.Erde erhoht, clann aher nach u d nach dunkel
wird, und endlicli irn Schatten ganz erlifcht.
Ungeachtet fo vieler intereffanten' Entdeckuhgen , die man bis jetzt iiber das Licht gernacht hat,
ift doch die Theorie von d e r Entfteliung d e r Garhe4
no& nicht zu eintr folchen All~emeinheitgelan@,
.dais fie auf alle t;j;lle anwendbar ware; noch zu tier
Einfachheit d e r GrbndfStitze, auf die man faft immer
gefiihrr w i d , wenn man die wahren Gefetze der
Natur entdeckt hat. Viele Erfcheinungen find n o &
gar nicht , a i d e r e fehr fehlerhaft erklart. Der Verf;lCfer will in rler T h e o r i e die Aeilcierungen rnaclien,
deren Nothwendigkeit e r gezeigt hat. - Er griindet
tie t h e h auf Lehren und Erfakungen welche a&
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gemein angenommen find, theils auf einige weniger verbreitete, aher doch fchon langft erworbene
Kenntniffe, theils ebdlich auf Beobachtungen, die
ihm eigen Gnd. Indefs Tchmeichelt e'r Gch nicht,
diefen Gegenftand in feiner Abhandlung erfchiipft
zu haben; vielmehr fiihlte e r bald, dars eine fo weitlgufige und verwickelte Materie eine teifere Eearbeitung erfordert.
Noch find erl't viele Liicken auszufdlen, tnanche Punkte zu entwickeln oder zu berichtigen, und
a d e r e dutch Beobachtungen, heue Verfuche und
tiefes Nachdenken weiter zii etgrunden. Wenn
die Zeit und die Krafte des Verfaffers es ihm erlauben, fo wird e r einen Verfuch dazu machen.
Uebrigens ware es niitzllch und billig, zugleich
in einem kurzen Abriffe zu zeigen ,was m a n in diefer Materie dem Genie des grofsen N e w t o n , d e t
auf eine lo bewnndernswiirdige Weife die Bahn gebrochen h a t , und was man andern Gelehrten vefdankt, die neue Gefichtspunkte aufgefafst, oder
Hinderniffe aus detn Wege geraumt haben. Man
miifste auch in die Terminologie d e r Farben eine
Beftimmtheit zu bringen fuchen, die dem Fortfchreiten unfrer Kenntniffe und dem gegenwirtigen Zuftande d e r Wiffenfchaften und Kiinfte entfprache. Endlich wiire es nicht iiberflfiffig, bei tin e m fo wichtigen Gegenftande die Hiilfsqbellen
d e r Arithmetik und Geometrie mit dem Reichthume
der Eifahrung, u n d , wenn das niaglich ift, mit
den Vortheilen der beften Methode zu vereinigen.
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ber, derselben, die, farber, bemerkungen, einigen, besonderer, erscheinung, und
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