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Bemerkungen ber die Niobsure die Pelopsure und die Tantalsure.

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scheinung trubt, verhalt sich die Anziehung und die
Tragkraft, bei gleicher wagnetisirender Kraft , wie die
Durchmesser der Stab - und Htifeisen Elektromagnete.
6 ) Die Anoiehung der Stab und Hufeisen- Elektromagnete
nimmt, bei gleicher magnetisirender Kraft, su, j e naher
samnttliche Spiralwindungen dem Pole sind.
Hierbei ist jedoch zu beachten, d d s bei Anhiiufung cler
Spirale auf einen kleineii Raum, vie1 eher Siittigung ciutritt, als wemi dieselbe uber den gaiizen Kern verbreitet ist.
7 ) Die Ansiehung wie die Tragkraft der Hufeisen- Elektromagnete bleibt, caetcris paribus , dieselbe bei jeder
beliebigen Entfernung der Schenkel.
Eudlich habe icli den, wie sich lierausgestcllt hat, schoii
von L e n z und J a c o b i beohnclitcten, docli erst voii J.
31ii 1 I e r ausgesprochenen Satz hestltigt gefiinden:
8 ) Die Lunge iler Schenkel eines Hufeisens hat keinen Einflufs auf die Anziehung und Tragkraft dessellen, wenn
die Windungen der Spirale es seiner gnnaen Lunge nach
iimgeben.
-
-
1)
R
I c h habe vor inehreren Jahren auf die Unterschicde aufinerksain gemacht, welcbe in dein Verhalten der Siiiireii
des Tantals, des Pelops und des Niobs gegeii Keagentien
stattiinden I ) . Es ging daraus hervor, dafs diese drei SYuren zwar in vieler Hinsicht, namentlich in ihrein Verhalten gegen Sntron, eine gewisse Aehnlichkeit besitzeii, dak
aber die Unterschiede in so vieler anderer Hinsicht so
wesentlichc waren, da k an einer Eigenthumlichkeit derselben uicht im Rlindcsten zu zweifeln sey.
I ) P o g g . AIIII. RJ. 69, S. 115.
457
Nach dieser Zeit liaben wir, Hr. W e b e r iiiid icli, uiis
fortmlhrend init dicsein Gegcnstande beschliftigt, besoiiders urn init Genauigkeit die Atoingewichte dieser Siiureii
zu bestiininen riod ihre wiclitigsteii Verbiiidungeii tlarzustellen. Es zeigteu sicli dabei Sclirvierigkeiteii, wie sic
w o h l bei den Uiitersuchungen anderer Substaiizeii so lciclit
iiicht stattfiiiden koiinen. Endlich siud wir dabei auf 1Zcsultate gekommen, die wir iiicht erwarten konnteii , und
die w i r , da die Uiitersiichiiiigeii nocli lange uicht vollendet sind, iiur zuin kleinsteii Theile jetzt mittheileo.
In meinen fruhereii Abhandlungeii babe icli darauf aufmerksain geinaclit, dafs die Pelopssure eiire grofse Aehnliclikeit init d e r Tantalsaure zeigt, so dafs icli inich erst
nacli einer laogeii, anhaltendeli und gruiidlichen Untersuchiiiig entschliefsen koiiiite, sic fur eine voii der Tantalslure bestimint verschiedene metallische S a u r e 211 ha1ten.
S i e unterscheidet sich liingegen weit mehr von d e r Niobsaure, init melcher sie gemeinschaftlich aus dem Coluinbit
r o n Baierii uiid voii Nordainerika erlialteii mird.
DaCs die Tantnlslure bestiiiitiit voii der L’elopsiiure vcrscliieden ist, ,hahen wir uiis durch fortgesetzte Untersuchuiigcii vollkoininen uberzeugt. Aber zwischeii der Pelopsiiure uud d e r Niobskire habeii wir endlich eineii iiierkwurdigen uiid unerwarteteii Zusammenhaug gefuiidcn.
Es wurden die beiden SSuren fruher aus deli ilinen
entsprechenden Chloriden durch Zersetzung verinittelst
W a s s e r s dargestellt, da aiidere Treiiiiuiigsarteii sich iiicht
als vortheilhaft bewahrten. Naclideni die aus deu Colunibiteii erbaltene Siiure mit Kohle gemciigt morden war,
w u r d e das Cremeiige in einer Glasr6hre erhitzt, w:ihreiid
Chlorgas daruber geleitet wurde. Ich liabe in iiiehrereri
ineiner fruheren Ahhandlungen darauf arifnierksain gemach t,
lriit welchen Schwierigkeiten die T r e n n u n g des Ieichtcr
fliichtigeu Yelopchlorids von dein schmerer iluchtigen Niobcblorid durch allnialiges gelindes Erhitzen sey , uiid bemerkte, dafs die Ulnwandluiig der SIure iii Chlorid wohl
20 bis 30 Ma1 wicderliolt werdeii uiiifstc, uiii dic b v -
458
deli Chloride i i i eineiii eiuigerinnl'sea reiiieii Bustaiide zu
erhalten.
Je ijfterer iii splteren Zeiten die Erzeugiing der s a u re11 aus den Chloridcii wicderliolt wurdr, dcsto mclir lnufste
cs uns bci dieser Gelegenbeit auffalleiid seyii , dafs wenn
aucli eine nach uiiserer Ansicht reine Pelopslure oder reiiie
Niobsaure auf die beschriebene Weise angewandt WUrde,
doch immer fast nic eiri reines Chlorid, sondern Gctnenge
der beiden Chloride erhalten wurden, v o n deiieu das eine
voiii andern durch Erliitzung getreillit werden mufste,
was mit Schwicriglieiten verkiiiipft war, uiid vie1 zu wiinschen iibrig licfs, dn die Tempernturcii, bei wclclien beidc
(:hloride sic11 vcrlliiehtigcii , niclit sehr von eiiiauder vers ch i e d e ii sin d
I h i dcr Iicreitiing des Til1it~lcliloridsaus dcn Tnntaliten aus Fiiiiilaiid kouiite etwns Aeiinliclics nicht beinerkt
werden. Wolil liinterlicfs oft (Ins Taiitalchlorid, wenn es
iiach seiner l)arstellung et liitzt wiirde und VOII einer Stelle
zu einer andern fortgetrieben werden sollte, einen ge.
ringen Riickstoad von sich Iiicht verfliicbtigender Tantalsiiure, aber diefs geschah iiur, wenn bei der Uarstellung iiicht alle Vorsichtsmaafsregeln aiigcwandt worden
waren.
Es sey inir Iiier erlaubt, diese Vorsichtsmaafsrcgelu, \vie
sic von Hrn. W e b e r bei der Bereitung dieser Chloride
in ilcuerer Zeit angewaudt wurden, unistandlicli zu erwiibnen, da sic das Resultat von langen uiid iiiuhsain erworhenen Erfnlirungen sind. Dic Reinheit des zu crhaltendcn Produkts erfordert, wie wir uiis tiberzeugt haben,
dafs keins der hleiiisten Haiidgriffe bci der Kereitung der
Cliloride vernachlassigt werde.
Die Tantalsgure wird rnit Starkmehl oder besser iiiit
Zuckcr gemengt , iind dns Geinenge beim Aussclilufs der
Luft bis zur vollst&iidigen Verkohlung der organischeii
Substanz gegluht. Die erlialtcne iiorijse Iiolile wird i u
bleine Stiicke gehroclieii, his Z U N Gliilien crhitzt, wid i i i i
gliilicndcn Zustand i u eine Glasriihre gefiillt, welcbe i n
.
459
einetn Verbrennungsofeti zivisclien starkem Kolilcnfeuer zutn
Gliilien gebracht wird, wahrend ein Stroni voti Kohlensauregas, der drirch conceutrirte Scliwefclsiiure und Riibreti von Clrlorcalciuiii sorgfjiltig getrocknet ist, dariiber geleitet wird. Es ist diese Vorsiclit iiiithig, da die Kolile
auch im stark durchgluhten Zustande, und wenn auch das
Einfiillen in die Glasriilire init groker St:hnelligkeit geschieht, doch aus der Luft etwas Feuchtigkeit aufniniuit,
welche zersetzend aiif das Chlorid, wshrend dessen Biltlung,
einwirkt.
W e n u wshrend der Behaiidlung init Kolilensaure aus
der gluhendeii Kohlenniasse keiiie Spiireii von Wasser sich
melir entrvickelu, und in den kdteren Theileii der G h s rohre sich ansetzen, so lafst uiau sie vollstiindig erkalteu,
wahrend das Dariiberleiten des Kolilensauregases fortgesetzt wird. Man ersetzt dann den Kolilens&ureapparat mit
eineln Chlorayparate. Das Erhitzen der Glasriihre tlarf
darauf nicht eher stattfinden, als bis alle atmosphiirische
Luft uiid alles Kohlensaurcgas vollstandig ausgetrieben und
alle Theile des Apparates init Clilorgns angefiillt sind.
Man e r h ~ l t dann durchs Erliitzeti aus der T a n t a l s ~ u r e
' vorein reiiies gelbes Chlorid, wcnii die metallisclie S:<lure
her von aller Wolfrainssure befreit worden war. 1st diek
nicbt der Fall gewesen, so erhiilt inail selbst bei kleiiien
Rlengen von vorhandener Wolframsiiore ein rothes Stiblimat.
Das rothe Wolframchlorid ist etwas flucbtiger als das
Tentalchlorid, und kann durcli gelindcs Erhitzen annahernd
davon getrennt werden. Mit etrvas griifserer Schwierigkeit
ist das Ziiiiichlorid im Tantalchlorid zu crkenneii, weiiii
das in deu Tantaliten enthaltene Ziiiiioxyd nicht vollstaudig
getrennt worden war. Es zeigt sich in deli meisteii Flilleu,
iioch ehe das Tantalchlorid sich zu verfliichtigen aufzngt,
in Tropfeii, welche gewiihnlich eine gelbliche Farbe habcn.
Die Reiuiguiig der Tantalsaure von klciiieii Merigeii v o ~ i
Wolframsaure und vou Ziiiiioryd geschielit gewiih~ilich,wie
dicfs E e r z c l i u s schoii vor langcr Zcit gezcigt hat, dafs
460
man die noch feuchte Tantalszure init Schwefelainrnoniuiii
digerirt. lcli habe aher schoii friiher angefiihrt, dafs es,
iiainentlich bci etwas griifseren Mengen von Taiitalsaure,
iiicht iniiglich ist, dieselbe auf diese Weise von jeder Spur
von Wolframsiure, besouders abcr voii Ziiiiioxyd, zu befreieii '). Man kaiiii die Gegeiiwart dieser Oxyde erst erkeunen, weiiii inan die Tautalsaure in Chlorid verwandelt.
Eiue weit rollkoininnere Trennwig ist die, dafs man
die Taiitalsaure wit eiueiii Geinenge voii kolilensaurein Natrou untl Schwefel schmelzt. Die geschniolzeiie Masse wirtl
niit Wasser beliaiidelt uiid das Uiigcliiste init verdiintitein ScliwefelainiIioiiiiiin gut aiisgewasclien. Die Tantalsiiire ist JiI1111 vollstiitidig von den inetallischeu Oxydeii
gcreinigt, eiithdt a b e r nocli Satron, von welchem sic an1
bestcn durcli, Sclitiielzcii init zwoifacli-sclimefelsaureiii Kali
bcfrcit wirtl.
Bercitet innti iius eincr aiif dicse Weise gereiiiigteii
Tautalsaure iiach tler aiigegebeneu Metliode das Chlorid,
so erhalt inan dasselbe von rein gelber Farbe, und rein
von Aci - Chlorid. Die Gegenmart voii letzterem kaiiti
iibrigeus nur dann erst erkaiint merdeu, wenii das Chlorid
ill der AtinosphBre von Chlorgas durclis Erhitzen von eiiier
Stelle zur anderen getrieben wird. Bei vollkoininiier Reiiiheit mufs es sicli dabei vollstlndig verfliichtigen, ohiie eiiieii
kleinen Ruckstand roil nicht fluchtiger Szure zu hinterI ass e 11.
Hierbei ist aber iioch ein Umstaud zu beriicksichtigen.
Wi r d das Tantalchlorid unter den beschriebeiien Vorsichtsmaafsregeln dargestellt, so sind die ersteii Mengeu des sublimirteii Chlorids rein gelh, uiid w;ilireiid der ganzen
Operation sieht mati keine Spur vou einer weifsen Eininengiiiig, was stets der Fall ist, wenn noch etwas atmospiirische Luft im Apparate cnthalteu ist W i d nuu das
in dein kalteiii Theil der Glasriihre sicli subliinirte Chlorid
niclit erhitzt, so laiige iioch die Erzeugung uiid die Sublimation von Chlorid statttindct, ist endlicli alles Taiital aus
1 ) P O B E .tlnn. Ud 69, S . 118.
46 1
der Kohlenmasse als Chlorid ausgetriebeii worden, uiid ist
der gaiize Apparat wit reinein Chlorgase aiigefullt, so kanii
man dann das Taiitalchlorid durchs Erhitzen, wobei es
zucrst schmilzt, so weit verfluchtigen als es die Laiige d e r
Glasriihre erlauht, ohne dafs dabei cine S p u r von Tantalsaure zuruckbleibt.
Erhitzt mail aher das sublimirte Tantalchlorid friilrer,
und zwar wenii noch neiie Mengen dcsselbcii ails dcr
Kohleninasse durch Chlor erzeugt werden, so verfliiclitigt
sich dns subliinirte Tantalclilorid beiin Erhitzen iriclrt oliiic
allen Riickstand, untl es bleibt p i n e geriiige IVIenge VOPI
w e i k e r Tantalsaure in eiuein blasigeii Zustaiide znruck, uiid
P O weit iiian nuch bei eiuer bedeutenden Lange des Glasrolirs das Clilorid durch Erhitzung forttreibt, so setzt sich
auf dem ganzen W'ege eine kleirie Menge voti Saure ab.
Es ist die Gegenwart des Kohlenoxyds, durch welclie
beim Erhitzen das gebildete Tantalchlorid etwas zersetzt
und oxyclirt wird. Durch welch einen Procefs diefs stattfindet, ist mir nirht g a i n k l a r ; denn es findet bei der Erzengiing der gcringen Menge von Tantalsaure atis dem
Chlorid keine sichtliche Abscheidung von Kolile statt; a b e r
es ist drirch eine lange Erfahrong die Thatsachc bestatigt,
tlnfs das gehildete Chlorid sich n u r dann in dem leeren
Tlicile der Glasrohre durchs Erhitzeii rollstiindig und o h n c
alle Zersetzung verfluchtigt, wenn allcs Tantal aus d e r
Kolilc durchs Clrlor als Chlorid ausgetrieben und das gebildete Kohlenoxydgas vollstandig aus dern Apparate durch
(Ins Chlorgas verdrangt worden ist.
Obgleiclr d;rs Tantalchlorid nicht voluminiis ist, uiid
ctnlicr &lit die Eigenschaft hat, wie andere Chloride, naineiitlich wie das Niobchlorid, das Glasrohr zu verstopfeo,
so ist es doch rathsani, das Glnsrohr nicht zu e n g zu nelimen.
\\-ill i n m uiigefdir 6 Grm. Tanta1s;iure i n Chlorid verwandelii, so ist es gut, einc Riihre anzuwenden, dereii
Thrcbmesser n i c k unter 4 Zoll betragt. Deno das erzeugte Chlorid hiiuft sich a n d e r kiilteren Stelle d e r Glasriihre, die der Kohlciirnasse am niichstcn ist, an, iind darf
von diescr durch Erhitzung iiicht ehcr fortgetriebeii werden,
als bis alles Tantal sich in Chlorid verwandelt hat.
Uiiter den beschriebencn Vorsichts~naafsregeIn wurden
auch die beiden Chloride des Niobs uiid des Pelops dargestellt. Ersteres bildet, wie ich diefs in meinen friiheren
Abhandlungen berncrkt Iiabe, ein weifses, voluminilses, iu
der Hitze fluchtiges, aber nicht schinelzbares Chlorid, letzteres eiu gelbes, in dcr Hitze sehr lcicht schmelzbares Chlorid, das in scinem aufscren Ansehcn sehr viele Aebnlichkeit
init dem Tantalchloride hat.
Hat man die metallische S u r e ails dem Columbit von
Baiern und von Nordainerika, so wie aus dein Sainarskit
(Uranotantal, Yttroilinenit von H e r r m a n 11) aus Sibirien
abgcschieden, so kann man dieselbc schon durch Schwefelaniinoiiium fast ganz voii den Spuren von Wolframsaure
reinigeii, die sic enthiilt. W i r d sic dann init Kohle und
Chlor behandelt, so erhiilt man stets ein weifses und ein
gelbes Chlorid, odcr das des Niobs und das des Pelops.
Ersteres erzeugt sich stets im Anfange der Operation, letzteres mehr gegen Ende derselben, und dann in griifserer
Menge. Da das gclbe Pelopchlorid etwas fliichtiger als das
weifse Niobchlorid ist, so wurden, wie ich diefs schon oft
angefuhrt, die beiden Chloride durch gelindes Erhitzen von
einander getrennt. Der grofste Uebclstand, der das Resultat in den meisten Fallen sehr beeintrjichtigte, entsprang
ails der aufserordentlich voluiniubseii Bescliaffenlreit des
Niobcblorids. Selbst bei Anwendung einer iiur geringen
Menge von Slure, und bei einein sehr weiten Durchinesser
der angewandten Glasrahre verstopfte sich diese mit Leichtigkeit, so dafs die Chloride dann immer einer hoheren
Temperatur ausgesetzt werdeu mdsteu, als zur Verfliichtigung des Pelopchlorids nbthig mar, wodurch iminer grofsere oder gcringcre Mcngen des meifsen Niobchlorids mit
dein Pelopchlorid fortgefiihrt wurden. Diescs Verstopfen
des Glasrohrs findet gewiihnlich so leicht statt, dafs, iioch
elie sich das Pelopchlorid erzeugt hat, der Durchgnng des
Chlorgases ~erhindcrt,odcr nur bei Anmenduiig eiries ho-
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lieu Drucks iniiglich wird. In solclieir F:il!en nirrfs das
Chlorid schnell einer starken Hitze ausgesetzt werden, uni
deni Chlor den ungehinderten Diirchgang zu verscha ffen,
Sehr haufig wird, wenn der Durcllgang des G a s e s verhindert worden, iiiid dasselbe sicli in einer starken Spannung befindet, beiin Erhitzen des Niobclilorids dasselbe
d a m durclr eiiien lieftigen Chlorstroni durch die ganzc
Llnge eiiier 6 Fufs langen Riihre fortgeschleudcrt, so dafs
dann untcr diesen UinstSndeii die Treniiung der bcidcii
Chloride gleicli im Anfange dcr Operation uniniiglicli wurde.
Ein zwciter Uebelstaud i n der Trennung besteht darin,
dafs das gelbe Pelopchlorid 3hnliche Eigenschaften wic das
Tantalchlorid besitzt; es darf, so laiige nocli durch die Bildulls der Cbloride Kohlenoxyd sich erzeugt, nicht erhitzt
merden, obne niclit eine geringc Zersetzung zu erleiden,
ein Umstaud, dcn wir erst durch die Eigenschaften des
Tantalchlorids lrennen lernten.
Beide Umsttinde sind der Trennung beider Chloride
durchs Erhitzeii iin holieu Grade hinderlich. Deiin menil
wegen dcr Verstopfung der Glasriihre durch das Niobchlorid dasselbe erliitzt werden niufs, uin dem Chlorgase
eineii Ausgang zu verschaffen, erlaiibte die Zersetzbarkeit
des Pelopchlorids i n einer Kohlenoxydgas haltigen A tmosphare diese Erbitzring niclit.
W a r jedoch unter sehr gunstigen Uinstanden eine Trenniing beider Chloride erfolgt, waren beide einzeln durch
Bchaiid1ui)g init Wasser wiederuin in Sauren verwandelt
wordeu, so gab jede derselben iiacli der Behandlung init
Kohle uud Chlor wiederuin die beidrii Chloride, das weifse
uud das gelbe. Dieselbc Siiure, zu wiederholteu Malen derselben Behandlung iinterworfeii, fiiiihrte imnier wieder zu
denselbcn Resultaten, deren Ursachcn wir den angegebeuen
Urnstlinden zuschreiben iiiufsten.
Nach vielen niuhevollen , aber vergebliclien Versiichen
wiirde eiiie kleine Menge Niobsaure, die aus sehr reincin
niobsaurein Nntroii ahgeschieden worden war, wit einer
sehr grofsen Menge von Zucker nach und nach verkohlt;
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die erhaltcne Kohleninasse wtirde aufs Neue iiiit Zucker
gcmengt und verkohlt, und diese Operation wurde drei
bis vier Ma1 wicderholt, tiin eine sehr innige Meugung der
S;iure niit einer grofsen Menge von Kohle zu erhalten,
mc4che ziterst in einem Stroinc 011 gut getrocknetem Kohlcns:iurcgas gegliilit und dann unter den oben beschriebencn Vorsiclitsmanfsregcilii uuter Vermeidung von aller
ntniosph~irischen Loft i n einem starken Strome von Chlorgas
crliitzt worden war. Im Anfange wurde die Kolilenmassc
i t 1 c1incr iiur sehr gelinden Temperatur behandelt.
Dieser Versucli fiihrte ZII deni iiberraschendsten Rcsultate. Die angervandte reiiie Niobslure gab statt des
rein wcifsen Niobchlorids das rcinste gelbe Pelopchlorid,
ohnc die geringste Spur von Kiobchlorid. Nachdem die
Zersetzung beentlet und der ganze Apparat mit reiiiein
Chlorgas aiigefullt war, konnte das gelbe Pelopchlorid
VOII eiiier Stelle zur nndern, und his zu einer grofscn Entfernung verfluclitigt \rerden, ohne auch nur eine Spur VOII
weifsetn Chloride oder von abgeschiedener Saure zu zeigen.
Die iiachste Ursach dieser SO hachst unerwarteten Erscheinung wurde in der sehr grofsen Menge der angewandten Kohle gesucht, und der Versuch nach dieser Ansicht wiederholt, aber tnit ungiinstigem Erfolge, denn es
cvzeugte sich nehcn I’clopchlorid eine bedeutende Menge
voin weifsen Niobclilorid. Es mufsten also noch andcre
Umstgnde erforderlicli seyn, welclie die Erzeugung des
reinen gelben Chlorids bedingten. Die Teinperatur war
bei clicseiii Versuche anfangs cine nicht so niedrige, mie
bci detn ersten, u n d es schien aufser der grofsen Menge
v o n Kohle eine riiedrige Teinperatur eine zweite Haupthetlingung zur Erlangung eines giinstigen Resultats zu seyu,
Aber aucli ein dritter Versuch, der i m Sinne dieser Ausicht aiigcstellt wurde, tiel wiederuin ungiinstig aus. Bei
diesetii aber war bei eiiier griifseren Menge der angewandten Siiurc, nnd daher einer sehr grofsen Menge von Kohle,
die Glasriihre so voll gefullt, dafs das Chlorgas nur aufserst 1ani;sain Blase fur Blase (lurch den Apparat strich.
Trotz
465
Trotz der grofsen hlenge der angewandten Kolile iintl der
sehr iiiedrigen Temperatur erzeugte sich hicrbei fast niir
reines Niobcblorid.
Endlich wurde ein vierter Versuch ausgefiihrt, und
zmar uiiter Anwendung von:
1) einer sehr grofsen Menge voii Kohle im Verlidtnirs
zur angewandten Sinre,
2 ) eiiier sehr sorgfaltigeii Vertreibung aller Feuclitigkeit
diirch starkes Gliihen des Geiiiengcs in trocknem Kohlenszuregase,
3 ) einer vollstdndigen Vertreibung d e r Kohlenslure, nachdcm das Geinenge in diesein Gase erkaltet war, durch
einen sehr raschen Strotn von Chlorgas, das erst hinzugeleitet worden, nachdeni alle atinospharische L u f t
aus dein Chlorapparate ausgetrieben worden w a r ;
4 ) endlich einer sehr geriugeu Erhitzung, nachdeni alle
Theile des Apparats so mit Chlorgas angefiillt waren,
dafs sie intensiv gelblich-griiii crschienen.
Bei Aiiwendung allcr dicser Vorsirhtsinsafsrefrclii erzeugte sich aus reiner Niobsiiure das reinste gelbc Pelopchlorid, das nach Beendigung der Sublimation, wid nachdein alles Kohleiioxydgas durch das uberschussige Clilor
verjagt worden war, vollstandig durchs Erhitzen von einer
Stelle z u r andern getrieben werdeii honnte, oline eiiie
Spur von Niobchlorid z u zeigen, o d e r SYure abzuscheiden.
U n d mit ganz demselben Erfolge sind spster alle Versuche
angestellt worden, um reiiies Pelopchlorid und aus diesem
durch Zersetzung vermittelst Wassers reine Pclopsaure zu
crhalten. Es konnte dazu mine Niobsaure, reine Pelopslure,
o d e r die Siiure angewandt werdeii, welche unmittelbar aus
den Colrimbiten von Bodeninais uiid von aordainerika und
ails den1 Sainarskit voin Ural erhalteii worden war.
W u r d e das aiif diese W e i s e erhaltene reinc grlbe Chlorid durch Wasser zersetzt, uiid die erhaltene SIure init
Zuckerkohle und Chlorgas behandelt, aber mit cincr geriugercn hlenge Kohle als zur Erzeugung des gelben Chlorids
nothwendig ist, so erhielt man wieder darnus die beidcn
PoggendorfPs Annal. Bd. XC.
30
466
Chloride, das weifse und tlas gelbe, uiid zwar voii dew
erstern uiii so inelir, je geriuger die Menge der aiigewandten Kohle und j e hiiher die Tcnrperatur war, die gleicli
beiin Anfange der Operation angewandt wurde.
Das reiiie gelbe Clilorid erzeugt sicli !iw, weiin alle
die oben angegebcnen Bedingungen hei seiner Bildung
erfullt merdeii. Sohaltl iiiir die eiiic tlic*scr Cedinguiigen
nicht o d e r unvollkomnien erfiillt wird, so crhllt innti bcidc
Chloride zugleich.
Was die Meiige der Kohle im VerhaltniCs zur aiigewandteii SBure betrifft, so inufs inan z u r Erzeugung des
gelben Clilorids so viel Starkmehl otler Zucker aiiwenden,
dafs rincli d e r Verkohlung die Meage d c r Kohle 3 bis 4 Ma1
so viel betragt, als das Gewicht der aiigewandten Siiure.
E s ist anzurathen, sich durcli (Ins Gcwirlit dnvon zu uberzeugen, da aus der aiigewantltcii Rlengc voil Stsrkuiehl
oder von Zucker nicht auf die Menge von Kohle gcsclilos~
scii werden kauu. Auch bei einer geringen blenge voii
aiigewandter Kohle bleibt zwar bei der Erzeugung eincs
fluchtigen Chlorids scheiiibar das gauze Voluincti derselben in d e r Glasriihre zuruck, aber bei der Darstellung
des Pelopclilorids ist das angegebene VerhZltnifs unuiiiganglich nothwendig.
Die griifste Aufinerksainlieit hat inan aber darauf zii
ricbten, dafs die Absorption ilesChlorgases bci einer Tcitiperatur stattfindet, bci welcher tlas gebildetc Chlorid sich
noch iiiclit verflucbtigen k n u n . 1st die Teniperntur hiiher,
so bildet sich griifsteotheils weifses Chlorid. Bei einer
sehr hoheii Temperatur wird dasselbe schuell verfiuchtigt,
alles im Kohre enthaltene Chlor wird von dein Kohlengemenge absorbirt und io detnselben Augenblicke als weiLes Chlorid ausgetrieben. N u r gcgen das Ende der Operation, wenn die Kohle sehr tiberwiegend gcgen die noch
mit derselbeii gemengten S I u r e vorhanden ist, und das
Chlorgas schr rascli striiint, bildet und vertlucbtigt sich
gelbes Chlorid.
Durch diese Versrichc lasseii sicli alle Erscheiiiungen
467
erkliire~i, welche uns bei den friilieren J)i\rstelluligen d e r
beideii Cliloride so auffallend waren, uud welchc die T r e n aung~derselbeii so schwicrig inachten.
1st die Absorption dcs Chlors bei einer 60 nicdrigeii
Temperatur geschehen, bei welcher noch keine Siihliination des gebildeten Chlorids erfolgeii kann, und betrligt
die Mciige der angcwandten SBure niclit mchr als 1 Grin.,
so knnn inan den Theil des Glasrohrs, in welchem (Ins
Kolileiigemenge liegt, seiner ganzen Liinge nach init einein
illale crliitzen, abcr anfangs n u r hei sehr gelinder Ternperatar. 1st bei dieser Teinperatur nach ungef;ihr einer
Viertelstunde die V c r w a n t l l u n ~ der SBure i n das gelbc
Chlorid crfolgt, so l i n n i i man nach und nach die Temperntur steigern. Es wird d a m das Chlorid verfluchtigt, und
erscheint in rein gclben Nadeln in dcii kzlteren leeren Theilen des Glasrohrs. W i r d keiii Chiorgas inelir absorbirt,
sondern dient der Stroin desselben niir noch dazu, urn das
gehildete gelbe Chlorid aus dcr Kohle auszutreibco, und
tlas im Rohre etwa noch vorhantlcne Kohlenoxytlgas zu
verdrangen, so kaiin mail d a ~ i i i die hiichste Tciiiperatur
anwenden, welche inan in dem Verbreiiiiungsofeu zii geben iin Staiide ist, ohiie dafs diese voii zersetzendeni Einflu& auf das gelbe Chlorid ist. Eitiinnl gebildet verwandelt es sich unter keinen Uinstaiiden mehr in das weifse
Chlorid, menu niiinlich der Apparat init reinem Chlorgas
angefullt ist. 1st aber noch Kohlenorydgas vorhanden, so
erzeugt sich zwar bciin Erhitzen keiii weifses Chlorid, das
gelbe Chlorid verfluchtigt sich aber dann nach dcrn Schinelzeii zum allergr6fsten Theile z w a r unzcrsetzt, aber es hinterl&t dann auf seinein gaiizen W e g e cine geringe Menge
der dein Chloride entsprecbenden Siiure, was nicht der
Fall bei Anwesenheit voii reinem Chlorgase ist.
Das gelbe Chlorid sublimirt sich i n Nadeln, die beim
Erivarinen schmelzeii und nach dein Erkalten ein krystallinisches Haufwerk bilden.
W i l l man das gelbe Chlorid in grofseren Quaiititaten
darstellen, so kann inan 12 bis 15 Grin. der S a u r e dazu
30
468
vermenden; man mufs sie init riner solrlien Mengc von
Stgrkmebl oder Zucker verkohlen, d a b iiacli der Verkohlung die Menge der Kohlc drei bis vier Ma1 so vie1 betriigt, als die der Slure. Bei so bcdeutenden Mengen ist
es am besten die Saure zucrst init St%rkmehl zu mengeo,
das Gemenge zu verkohlen, die erlialtene Masse zu zer.
reiben, dann noch ein oder zwei Ma1 iiiit Zurhcr zu mengen
und damit wiederum zu verkohlen. Das St:irkinehl bildet
eine sehr voluminase Kohle; das Ganze wird aber minder
roluminds, wenn man es zuletzt init Ziicker verkohlt. Bei
Anwendung von 12 bis 15 Grin. Satire iuub inan sich
eines sehr weiteii und langeu Glasrohrs bediencn, damit
nicht’allein die grofse Menge der verkohlten Massc PIatz
hat, sondern aucli damit das snbliniiite Cblorid die Rahrc
nicht rcrstopft, und man gezwungen ist, das Ctilorid zu
erhitzen , wahrcnd noch Kohlenoayclgas iin Apparate vorhanden ist. Handelt es sich darum, das gelbe Chlorid iiur
in der Absicht zu erzciigen, uin iiachher vermittelst Wassers
die Saure daraas darzustellen, so ist die Erhitzung des Chlorids r o n keiner Bedeutung, wenn auch Kohlenoxyd ziigegen
ist. Nur bei der Darstellung des reinen Cblorids darf diefs
n i ch t ges clielien.
Es ist am besten eine 5 Fufs lange Riilire anzuwendcn,
die einen Durchinesser von 4 Zoll hat, menn man 12 bis
IS Grni. S3nre in Arbeit gcnominen hat. Bei Anmendung
so grofser Mengcn lnufs aber die Leitung der Operation init
grofser Umsicht und Sorgfalt ausgcfuhrt 5%erden. Nachdein
man zur Austreibiing ron jedcr Spur von Feuchtigkeit das
Gemenge i n eiiier Atmosphare von Kohlenslure geglubt
hat, lafst man es in derselhcn erkalten, und wecliselt d a m
den Kohlenslure- Apparat mit einem ClilorentwicklungsApparat, aus dem vorher schon alle atmosph5rische Lnft
ausgetriehen worden ist, und nach bis einstundigem Hindurcbleiteii des Chiorgases , \.yenii alle Theile damit angefiillt sind, beginnt m n i i das Erliitzen der Riilire rermitteIst
Kohlenfeuer. W’ie hei der Analyse organischer Kiirper
mufs man aucli bei dieser Operation init deni Erliitzen nur
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zollwcisc fortschreitcn, und bei jedein neueu Auflegen der
gliihcnden Kolilen iiur iiiiigliclist niedrige Telnperatur geben.
Hat inan nun die game L&ige der Rshre, da wo sich das
Gcmenge befindet, iiiit Koblen uinlegt, so giebt man zuletzt, nachdein lange Chlorgas gestrblnt hat, die starkste
Hitze, uin alles Chlorid aus der Kohle nuszutreiben. So
wie miin anfaiigs an irgend eiiier Stelle ciiie zu starke Hitze
giebt, so erzeugt sicli augeiiblicklicli etmas von dem meil'scii Chlorid.
Aus dein reiiicn gelben Chloride erhblt man durch Behandlung mit Was&r die dein Clilorid entsprcchend zusaminengesetzte Stiure. Sic ist niclit gain vollkoinmm unliislicli i n der verdiinnten Chlorwasserstoffsiiure, die sich zugleicli hildet, weshalh die Analyse des Chlorids mit Schwierighciteii verhnupft ist.
M ' a s die 1)arstelluug dcs weifsen Chlorids betrifft, so
erhalt inau dasselbe iu beiiiahe reiiiem Zustand, wenn man
die Saure aus dcin Coluinbiten oder aus dem Samarskit,
oder auch die Ssure, die man diircli Zersetzung dcs weit e n oder des gelben Clilorids vermittelst Wasser erhalten
hat, mit einer niclit zu grofscn Menge von Zucker verkohlt.
das Geincnge nach cfein Eiufhllen in das Glasrohr in einer
Atinosphzre voii Koh1ens:iurc gliiht, dann sogleicli, oline
erkalteii ZU lasscn, den KoIilensBure - Apparat init eineiii
Chlor - .4yparat, aus wclchein schoii die atmospharische
Luft vertriehen worden ist, vertnuscht, und daraiif die
stiirkste Hitze giebt, die das Glas ertragen kann. Nacli
wenigen Angenblicken erscheint das Sublimat des weifseli
Chlorids. Weil dasselbe so sehr leicht das Glasrohr verstopft, tlarf inan zur Darstellung desselhen iiicht mchr als
liiichstens 2 Grm. Saure anwenden, und inufs dennoch eiii
sehr weites Glasrohr nehinen. Die Bildiing einer lileinen
Menge vom gelben Chlorid ist hierbei iiiclit vo1lst:iiidig zu
verineideo ; dasselbe bildct sich gegen Elide dcr Operation.
1st nlles Kohlenoxyd durch das fibcrschiissigc Chlor verjagt,
so kann diirch gclindcs ErwSrinen das gelbe Chlorid v o i ~
weifsen Chlorid ;ihgeti~ielien wcrden. Es verfliichtigt sich
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freilicli dabei iinmer eine iiiehr oder minder grorse Nleoge
des weifsen Chlorids init dem gelben; man erhalt jedocli
die allergriilste Menge des weifseii Chlorids rein. Man
kaun es in diesein Zustande untersuchen, oder durcli Zersetzung verlnittelst Wassers die entsi)recheiide Saure daraus
darstelleo.
Aus der Darstellung dieser beiden Chloride folgt, dafs
in ihiien, so wie in den aus ihneii verinittelst des Wassers
dargestellten Sauren dasselbe Metall enthalten sey.
Aber diese beiden Sauren, die ichabis jetzt Pelopsaure
und Niobsaure geuannt habe, verhalten sich, wie die Chloride, aus deueii sie erzeugt werden, vollig verschiedeu VOII
einander, und eiu Ma1 gebildet, kiinnen sie nicht, oder nur
durch Umwege iu einander verwandelt werden.
Man sollte zuerst auf die Vermuthung kominen, dafs
bcide Sdureii isouierische Modificatiouen derselben Materie
waren.
Diese Ausiclit wird aber dadurch widerlegt, dafs iiach
allen Ubereiustimmendei~ Uutersucliungen der Chlorgehalt
in beiden Chloriden ein verschiedener ist. Nach den vielfiltigen Untersuchungen, die ich schon friiher angestellt
babe, bei denen ich aber das Pelopclilorid nicht von der
fieinheit erhalten hatte, wie es von Hrn. W e b e r spiiter
dargestellt worden, hat dassdbe einen griifseren Chlorgehalt
als das Niobchlorid, das auch schon friiher rein erhalten
werden konnte, und desseii Clilorgchalt daher friiher von
inir uiid spater voii Hrn. W e b e r ul>ereinstimmend gefunden wurde, ~viihrendder Gehalt ail Clilor im reitisten Pelopcblorid voii Hrn. W e b e r i~ocligriifser gefunden wurde,
nls fruher VOII inir.
Es folgt hieraus, d d s die Pelopsaure mehr Sauerstoff
enthalteii inusse als die Niobsanre. Unmittelbar koniite
bis jetzt iiocli iiicht mit Sicherlieit der Sauerstoffgehalt in
beiden Sluren bestilntnt werden.
Aber auf kcine Weise Iafst sich durch oxydirende Mittel
(auch nicht durcli die heftigsten) die Niobsaure in Pelopsaure vermandeln. Es gelingt dieh weder durch directe
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nocli indirecte Oxydatiou. Aucli vor dein Lotlirolrr ist das
Verltalten beider Sauren verschieden.
Ein solclies Verhalten ist aber ein so eigentlrumliches,
dafs wir im ganzen Gebiete der Cliemie kein analoges
h en n en.
Es sclicint indessen, dafs durclr gewissc aber n u r weiiige
reducirende Mittel d e r dem gelben Chloride analogen S;iore
ctmas Sauerstoff eiitzogen werden konne.
Das Verlialtnifs des Sauerstoffs in beiden Siiuren, geschlossen aus dent Chlorgehalte der Chloride, iet ein selrr
anomales. N u r bei zwei Oxydationsstufen clcs Schwefels
finden w i r ein gleiches.
Noch ist es uns zweilellraft, ob iii dein auclr init Sorgfalt bereiteten weifsen Chlorid nicht eiii geriiiger Sauerstoffgehait elithalten, und es dalrer als cin Acicblorid zu
betrachten sey. Derselhc . ist iiidesscn nach sorgfaltigen
Uutersuchungen liulserst gering, so d d s Hoffnung vorhanden ist, das Cblorid g a i n sauerstofffrei zu erhalten.
D a jedensfalls die Pelopsaure und die Niobsiiure Oxyde
desselben Metalls sind, so iiiufs tlasselbe auclr nur cine Benennung haben. Icli entsclieide inicli fur die Benennuiig
Niobium. Die liijchste Oxydationsstufe dieses Metalls muls
also Niobsiiure l~eilsen; es ist diefs die Sliire, melclie aus
dem gelben Chloride entsteht,. demselben entsprechend zusammengesetzt ist, und die ich sonst Pelopsaure geiiaiint
habe. Ich mag noch niclit einen Nainen fiir die niedrigere
Oxydationsstufe des Niobs, o d e r fur die Saore, welche icli
bisher Niobsaure genannt habe, bestimmen. E s l n d s diese
Benennuiig von der Zalil d e r Oxydationsstufen abhangig
s e y n , die ich beim Niob finden werde. Jch miichte sie
deshalb nicht niobichte Saure nennen, weil das Verhaltnifs
des Saucrstoffs in derselben zutn Metall nicht ein solclies
ist, wie es bei den Sdureii von analoger Benennung statttin d e t.
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