close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkungen ber die Verbindungen der Suren mit basischen und indifferenten Substanzen.

код для вставкиСкачать
I
I
33
IV.
Remerkungen iiber die Verbindungen rler 8&ren
niit br@hen und inchferenten SuliJlanzen;
yon
Dr. FR. SENTUERNER
in Einbeck.
V
o r e r i
II
n e r n n g.
l c h l q e die folgendeo Bemerkiingan , u n d d i e , welcho
ich i t n e n in einer zweiten Abhanlllurig nachfchicke,
nicht ohlie
alle Beforgnifr i n diefen Aiioalen nicder, nicht aur 3Iangel an
Ueberzeugoog
, fondcrn
fey, micl: yerliindlich
a m
ZII
Furcht , dafs em m i r nicht geluiigen
machen.
Deoo fir ent1r;ilten our Tliei-
1. oiner Gcgeofiandes vun unei mcfalichera Uiiifaoge, welcher
n u r im Zufammeuhnogc klar uiid befriedigend sufgefalit n e r d e n
kana.
Eiri folclier Gegennand ili urn fo fcehwerer zu behandrlo,
j e mehr wir voo der Wahrheit der Shebe Jurchdruogen die
Lii-
ckeo fihleil, die der Rauinr u n d grorreu Uinfangr wegen nich;
aulgcrullt werden konatcn.
Dar Abrpriopen vim sinem Gel
genfiantl zom andern mi& a h eineFolge liicrron angcTebe~wer-
d e n , indem mein Ziel nicht ohne B c r u b r u q vcrfchiedener Gcgcnfiiinde erreicht werden konnte.
Surf Grner.
[Diefer
Vorerinneruog
habs
ich
van
rneinzr
Seite
no& ciaiije W o r k beirufugco j dmn i n der T h a t weiche ich bri
Aiinrl. d. PhrC4 B.60. St. I . J. 1Si8. St. 9.
c
~rgrnniirtigsmAuffdlze
VOII
der Regel ab, individoelle A11li~b-
ten nnd Hypothela in diefe hnnalcn nieht anders n u h n e h m e n ,
rb Wenu lie Schritt vor Schritt auf genau dnrgcfielltc Verruclte
u n d Beobnchiungen gegriiodet werden.
Dafs der Herr Verf. die-
fes wenn ruch nicbt Sanz untertaUen, doch anf keine b e l i i d i -
gende Weif'e gethnn hat, dariii diirfic e r
den
wie cs a i r fcl.eiiit,
Crund t u fuchen lraben , wenn Crine Ueberzeugung dirt A n -
derer nicht Lerbeifuhrt.
Was rollte auch wohl a u unl'crn
~
Erfall-
rungr-.Wiahiifchaften werdan , wenn wir uns das Brg~ii~rdeii
TOU
AnkhLen, welche die ganze WilTenCchaft umfd'eo, fo leiclit
ntd-
chen wollten! Dab munches fonfi Schwierigc lich lciclit aus
oiner AnGcht erklaren l a r e , ifi kein Grund fiir
leifict fak jeder nur fliichtige Gedanke.
Ge,
denn das
Es nruls fich u h s , uud
Zuhl, IluriJ~ und Gewichl genuu bejimmt , aus i h
rbleiten lamen, weiin lie die richtige iR ; und dafs Be diefeer leizwar n u 4
ftet, xu&
derjenige nachweifen,
der eine neun AoGcht begruna
den rill. DaD SchwcfelGure u n d Alkohol durch blofres 2ur.mmengiefwn cine ncue Siiure bildcn
,(des Herrn Yerf.
Wei7~JZu-
re, welchcr iiberdem kein gut gewihlter Name ifi, 6 wcnig
a h der WuJerfiiute,
a a t t WaITcr haltunde -Skure),
das hitm
durch mannigfaltig abgeintlerte Yerfuchc miiRen dargetliaa wrrd e n , nnd der Herr 1'4. durfte hch nicht tlamit begiiugen
fcr anzunehmen, weil
, die-
fich bei der Aetherbildung daraus man-
cher fonrt lhrn Unerklarbazc crkliiren krrin
, wie Er
uns ver-
hchert; untl b l d s e Analogie mit diefer ifi ein zu lockorer
G r u n d , urn darauf die Wirklichkeit vieler fogciiannter Wernfhwa zu griinden. Dafs die Ahziehung zwikhen zwwi Korprrn
A und
R einfeitig r e p , und
A den KBrper B anA antiehe , ifi ein Ge-
znm Beifpiel
ziehen kiinne , inders B nicht den Korprr
danke, den fchwerlich PLyfikcr ilem Herrn Verf. zupbcn wordeu : will
Er iLn ohnr hinlingliche Begrundung zu dtr Grund-
lage reher Stuchyologie machen, fu giebt er diefer
Wciiig
Frfiigktit.
[ 35 1
Doc11 p n u g der Andeutnngen fur den Hrn Verf. , d e B n Sclrrffirm and Eifer ich durch diere Aeiilhernngen ehrend anzuerkennen glauhc.
Seiner kiihnen und gliicklicben Dentung verdankcn
wir die Kenntnih einev neuen Alkalis land einer neueu Saure i m
fflsnzenreicht, des Murphiumu und der Mekonfaure.
Dennoch
w i r d er, wie wir alle, die Ucberzerigung Gch nicht rerdunkcln
InKen diirfen, dafs es ilar Schwieriglie in der WiKeufeliaft ili, ei-
n e neue urnfaffendn AnGcbt aafzuliellen land zu baivuhren, nnd
d a b , wer diere Arbeit ficlr leicht machen n n d fie a u f ein Ancinanderreihen
VOII
nicLt erwarten diirfe,
Meinungen einfchriiiken zu kiinuen meiur,
grhiirt zu werdm.
Gilbert.]
I n rneinen beideii Abhandluiigen, iiber das
Opium,
dss Morpliiurn urid die M e k o i i h r e , B. 55. 5 56.
ulld B. 57. S. 183. dicl'er Aiinalen (Jahrg. 1817 St. I.
und St. 10.) finden Gch einige Hiodeulungeii uber
die Verbindung, welche die Sauren mit den indifferetiten Subrtanzen darliellen bei dencn irh mich
auf noch nicht hekannte Erfahrungen bezog o h n e
diefe naher zu bezeichnen. Ich will diere hier in der
Kiirze erliiutern
I m J. 1806 €and ich i n Folge
der ErScheinungen weiche die Bildung des Schwefd-Aethere begleiten, utid die m ir in der 'Theori e unerkllirhar fchienen, dars die Schwefel1"a'ure
durch blolkes Zufclmtnenmifchen Iich mit Alkohol
zu einer befondern IlbrtliEndigen durch keitte
Salzhafis zerritzharen S i u r e vereinige, welche i c h
erpe Schwefel- Weiniiiure (Acidum prot oenothionicum) nenne. Denn nur durch Annahme einer
innigen Veeinigung der Saure mit dem Alkohol,
C a
,
,
-
,
,
-
I 36
I
melche diev'iirme nicht gnnz wieder zu trennen im
Staild fty, wurde hier alles erkliirlicli. So wie es
n u n aber eines kleiaen Funkens bedarf, urn in ein e r grofsen hlalfe Brennltoff die Entziindung cin;
znleiten, Ib fuhrte rnicli ouch diefe Erfahrung
frhnell weiter. Oars Iich cliich die uhrigen michtigen S i u r e n nicht nllein init dcm Alkohol, f'oudern
auch mil aiidern orgonifchen Subltanzen, als Zukkcr, Gummi, Fettorten, unter vorfichtiger Bellandl u n g vereinigen, uiid mit ihnen ehenfulls incbr oder
weniger 'dauerhafle, i n vieler Hinficht merkwurdigeJaure Korper darltellen, we!che bis zu diel'ein
Augenhlick iiberrehen litid, war zu verrnutheii UIJJ
beltdigre fich bald. D u r c h lie wird des Peld der
Chemie in praktifcher uud i n theoretil'cher Hinficht
ermeitert. Eq iR merkwurdig und Fur fie charakteriltifch, dafs kein Keagenz eine S p u r von den SubRanzen arideutet woraus diel'e neuen S i u r e n belie,
hen, und dill3 z. 13. i n den Schwcfcl-WeinGuren
und ihren Snlaen weder Blei- nocli Uaryt-Aufliifungeti die Grgenwort der Schwefeliiiure durch Triir
bung oiizeigen. Es Jiahen firh in der T h a t fchon einige Chemikcr m i t folchen Ssuren und iliren Sel2e11 befch'ftigt lie wurden aber hierdurch i r r e geq
fu11 r t ,
Herr Prof. T r o rn m s d o r ff entdeckte und erknnnte i n cler neuern Zeit eine wirkliche direktc
Verbindung des Alkohols m i t einer Pflaozenfiure;
dirl'es ill, To wcit mein Win'en reicht, das e r h
M a l , dafs ciner folclien Verbindung, welclie lich
,
,
c
37
3
rriit den Snlzbafen ohnc Zerretzilog verbindet, ger
darht w i d . Die mSchtigen mineralifchen S%uren
lalIiin fich Icichter mit i h m vereinigen, weil Iie die
WSrtne zu verdriingen i m Stbnde lind; denn d e r
AlLohol iit ein 'I'hermat, woriri die Wiirrne den
Alkoiiol gef'elfelt hilt. M i t den Hydraten gelingt
die Verbindung e h e r , weil i n ilinen das Walreer
nicht Ib fel'tgebuiiden ilt, wie die W i i r m e i n den'l'hermaten. Docli waltet hier noch cin Umltond ob,den
ich an eineni andern O r t e aufkliren werde.
E i e Ueleuchtung diel'es Gegenfiandes f h h r t weit e r , und zielit mit eiriem nllalc von Ib vielen bisher
unerklirlinren Erfcheinungen z. R. dcr A e t h e r - u n d
der St~rkezucker-Uildui~Ig
den Schleier weg, u n d
liellt dielk t i n s als eiiie Folge der auf einander wirkenden Stoffe tior e t r . Alan glaubt, dafs der Alko1101 filiig ley, die S i u r e n analog den Salzbal'en z u
neutralilireii weil mail die wirklichen Verbindungen des Alkahols mit deli Siiuren ( WeinJiiuren)
i i b e r h h , dnfur die Actherarten fubfiituirte, u n d
diefe o u f unriclitigc Prneinill'en gcgriindete Anficht
iveiter verfolgie, iiirlein man fie aul'die Vcrbiridunc
gen der Salxhd'en zuriickEulwLe, und diefe init ihxieu zu vergleiclien fuchle.
Es ili cin auf 'I'hearie
und Brihlirung gel'tiitztes Gruridgeletz, dafs eine ind i f l e r c ~ t eniclit niit bn.@lier k?~fihqljknhetI bega bt e , und riocli weniger acide SuhLiarlz, z. R. IVar:.
fer, W'derfioR, Schwefel, Alkoliol, Stickrtolf etc.
die acide Eigenfcliaft einer Sdure riicht giinzlich zu
,
verniehten im Staode ifi *). L)ie Sublianc, welc he
als das Product einer lolchen Verbindung erlcheinf,
mulb den Gcfetsen d e r Elernentaranzichung ZLI Fob
ge, ltets acide Ceyn, und clicks bel‘tGiigt das ohen
angedeutete, Oenn die Eigenfcliaft zu neutraliliren, ilt nut* den Salzhafen, u n d bcfondcrs den im
WaITer aufliisIicIicn eigcn. tlierrnit fallen altc UIP
rere fruheren Hegriffe iiber bafikhe und ocidc Uelchaffenheit weg, welche auch aurserdem nicbt feliItehen, urid einer Anfkliiruog becliirftea **).
*) Zu den indi$krnten Subflumen ziihls ich allen,
was nicht
die nautrrlifirendc Eigedchat’l befitzt, Ech m i t den Salzbafen oicht als Siiurc verbiiidrl niit den mschtigern Siuren
nber eigene durch Salzbafen ( gewiihnlich ) nicht zedetzbare
Saureu gieht. Die Verbintlungen des Alkohols nrit deli miichtigsn Saureu verfiunlichen diefes a m befien. lhneir reilren
Cch die dzn Weiiifriuren atinlogen Siiure -Hydrate uder W a f -
,
Jerfauren on, welche Gch dadurch voii den Weineiuren unter-
fcheitlen, dafs fir. Cch niir m i l mintlermiclrrigeo Saltbafen
Uuzerfetzt vcrbindeu , mit d e p mlcbtiyero aber zerfallen und
drr WaITer h h r e n 1aKw. Gauz l o wie die indifmenrcnStoCfe Cch zit t1e:i machtigen Saurcn vrrhalten, vcrholtes Gch
a a c h die aciden. Bcifpielc End die Doppelfijurerl. Strange
&grhi gieb( es fafi nilgends, uod ruch bier nicht.
Sert iirner.
-
Start 7’erwandtTchafi fage ich richtiger. Elementar Anziehang, da nlle chemikhc Erfcheinuogen Folgeii dcr h a i e hung der Elemente ( Atome) f i n d , und die Lehre van den
chemifchen Kriiften nenne ich Stiiehiologie. Iullcfr die St6-
** )
chionieirie nur lehrt, dafu es fo i k , zeigt die StSchiologie,
~ a r i i r nes fo ill v n d nicbt andem feyn k a n n ; GC ifi die
Ba-
t 39 I
&fall Iiiitzte fich bei Erweiterang dierer Begriffe bei dea Siiuren auf die HydrotionTciure, Blaunure, oxydirk Sakiiiare e t a , bei den Satsba.
L a hiugegeu, auf die S u r e enthalteodeu viillig
neutreleti dedlrerarten weil in ihnen die Qnrlitiit
,
1 40
1
der Siiure dnroh den Alkohol gleich einer Snlzbalis
vernichtet erfclieint.
Allein diel'e Aetherorten
(Z'hermnte) enthalten nur 'I'heile des AlkohoIs
oder weuigrtens den Alkohol uiiter einer veriindertenGeliolt, and es IXst lich iiberdem erweiren, dds,
da weder die 'l'rennung der beiden Glieder lo wie
,
( Arknik , Schwefel ) mit den1 SnuerIiolT einc Slure geben,
andere c1:vgeSen z. B. Elei, Calciam mit ihm in deinfelben
VeriiiillnilTe Salthafen liefern ; und wariim eiidliclr S u r e
untl ClzCihige Grnndlnge fich fo innig zu verbirideri lireben.
Nur hirrcturch wird es tihcrhanpt begreiflicb, was Siiuro und
SaltbaGs ifi. Mit dem W+alTcrTtoff, detn Schwcfel und dergleichen Dingcn hat es eine lhnliche Bewandlnifs. Dars der
Scliwefel niit d e n \Vall'erfiuff Saure bildet , verliert allec
Wanderhare, wenn w i r erwagen, dars der Schwefel relbrt
L u r e Eigenfchaften hcGtzt, die Alkrliea h t t i g t , end cine
Saure auf einer niedvigen Stufe (Slureorgiiol darfiellt. Er
wiirde eben fQ wis andere Sauren , imd noclr fiirker \vie die
ZIydrohioufiure rauer reagiren wenn er im \VaKer aofliislich wiire. Diefe Eigenfchah , Aufliisharkeit oder MifchLarkeit niit Wareer, ertheilt ibm der WaEerRoff, und fainit die
Eigenlchaft dan Lackruus zn r6tlien.
ES ik cin fclon ohru
angeruhrres Grundgefett , d,& cin nicht mit balifclier Eigent h a R hegahter KGrper ( W ~ ~ e r R d rdie
) SPuren nicht fattigen
kijnne, DieTcm ZR Folgc mufs der acidc Schwofel init
dem indiIferenisn WalTerrftofFeirie S i o r e , mit den Salzbafeu
aber Salze gubea.
Die Hydrotioirfinrc? Lifst fieh tlalier n i t
den Weinfiurcn verglrichen ; ihr ilk dcr Scliwefd ( S u r e erydul ) W;IS diefen die SciiwefelS5ure (Siiiurehgperosyd) ift.
Drr Blaufioff, deEen Iaare S a t a r in tlem Thermal durch die
Wirme gekhwicht untl ueutralilirt ill, sehort auch bier
hin.
Sertiirmr.
I 41
3
bei den Salzen durch mschtige SilIZb&n erfolgt,
noch eiiie Wiedervcrcinigung der gctrcnnlen SioE
fe zu Aelher miigiicli ifk, Iich die Saclie anders verhalten mul's, W i e ? das liilst Gch i n i'olgenden allgemeinen Siitzen auffall'en.
D e r Alkohol und fan alles, w a s zit den indiflerenten und aciden StoIfen der he1ebte;i u n d unbelebten Natur gehort, ili nicht filiia7 eine Siiure zu littigen u a d die acide Eigcnl'chaft viillig ZLI befchranken. Dide Korper verbinden lich nlier in deli mehrlien Fallen rnit den machtigen Siiuren nach A r t d e r
Salzbalen oline irn GeringRen von ihren BeRandtheiien nurser dem Wirrneftoff oder dem WalI'er etw3s eiazubul'sen.
Uas hieraus emtI'pringeiide Product ili aber liets ncidc, iirid unlerfcheidct Iich auch
k h r olt dadurch von den SaIzen, dars es keine
Trenniing feitier Bel'tandlheile durch eine miclitige
wirkfiche Salzbalis zulil'st. Es liellt in diefern Fa!.
le eine eigentiiiinzliche Siurc dar, welche nicht die
entferntclie Aehtilichkeit mit der Siure belitzt, Bus
der fie hervorging, und dierer an Mkhtigkeit na&
lieht. l)ieres beweil'en die Weinfiuren, und alle jhnen verwandte OUY eiiier miichtigen S;iure und indifferenten Suhlianz heliehenden Siiurearten *).
,
c
,43
1
Die Sdlydmtc und(Hydrnte oder die Verhindungeu der S i u r e n mit dem erAen Antheile War..
fcr ( einer indiiferetiten SubRanz), 01s clern Antheile, welcher ihnan nls Balis wefcntlich nothwetidig
ilt, haben die grofske AelinlichkeiL rnit dell Weinf i u r e n , uod gehoren rnit i h e n in eine Preitie, t l t l r
i R in ihnen das Walrer (die zweite Grundlege foolchar Sinreti) nicht lo felt als d r r Alkohol in den
Weiafi~wengebunden. Sie miiffen den Wci&uren analog Wa/JefGuren(?)genannt werden,denn lie
verbiiideii Iicli ohne die geringlk Z e d e t ~ u t ~mit
g
den ~ n i n t l e r m ~ c h ~ i gSaIzbaren
cn
zu eigencn wqfl&-fauren SnLen. Mit den mioliligen Salzbafen LIiun
fie dieres nicht, weil diel'e ihre swcite Grundlage,
das Wafl'er, ubcrwilligen uud ausftolben. So kennea wir wohl rchwefel-waEerraure aber keinc wirkliche fchwefelfauro Alaunerde : denn die Alrrunerdc
jft nicht im Stande, das WalTer von der Schwefelldure zu verdriingen. Auch l&t Gch durch die Proportionslehre nachweifen, dars die SchmefelGure
eine grofsere Menge Alaunerde biaden rniibte, als
fie thut; denn das WaITer b e f c h r h k t nieht alleindie
Mzchtigkeit, fondern auch die Capecitiit der Ssuren f6r die Salzbalen, To wie er der Alkohol i n der
W e i u G u r e tliut. Uie W a h r h e i t dicfes SaLzes beweil'et der neutraie edte Cchwefelwei tikure Kalh,
welcher in der Hilze in neutrolen I'chwefelfanren
Kalk und freie Schwefelfiurc zerfillt.
I)a des WaITer fo khwach an die rnichtigeti
Siiuren gekniipft il€ To verdriingen diel'e die miich-
,
[
45
1
tigen Baren 2. B. Baryt, Kali etc., und geben in
Beruhrung mit der Sc~~wefcl\rall'ec~I'ure,
lchwefelraure Salze.
Schwe~elwnlTer
TJure Salze d e r
michtigen Salebaren exiftiren nicht. Die Hydrate darrelben Iind niclits a h Verbindungen aus
Wafler und Salz. I n den Wcin~tiiirenilt der Alkohol folter alo das Wall'er iii den n'alrerfiuren gehunden, daher geben Ge ohue AirsnaIime, Iowolit
m i t den mlclitigen alu mindermichtigen Salzbal'en
weinhure Salze, und wir hnhen nicht allsin rckwefelweinfaure'l'honerde, Condern such Cchwefelwein.
tauren Baryt und Kalk.
Diere Erfahrung erklSi-t die Widerfpruche,
welche noch zur Zeit fiber rogenaante Chlorine- und
Chlorinr.-Wel~erltol~6
w e Verbindungen hcrrrchen.
Die mindermichligen Snlzbalkn welche niimlicll
nicht i m Stande End, dilyWaIl'er von der Salzkure
zu verdr<ogen, vcrbiridcn licli m i t ilirien zu -&I
wafkrlhuren Srtlzen, die michtigen aber zu wirkjichen ralzrauren Verbindungen, i d e m fie wegen
iiberlegauer Kraft das Wa[l'er von der SalzGurc verdringen. l?,s crheiiel hieraus, warurn die Salze,
welche ihre Silure ols W a f l e r h r e entlialten, fo
leichl durch die W Z r m e zerlegt, die andern aber
durch die Wiirrne nicllt im geringllen gelndert werdeli j denn die Wall'erGuren eiithallcn i n dem lTTafw
Tcr eirie Balis, folglich die Bcdingung ihres .&lial1.
des. Sie bedurfen O!TO dcr Sahbafis i~iclit,deno lie
find daran nur als\Vai!irl'iure gekniipft. JJ;eWi,-.
me Ih?it weiter nirhta, a h dah fie die Sdzbrtfis per-
,
f
44
1
driingt, und ficli an deren SLelle rnit der gewiiRerb
ten Satire zu cinem 'I'ticrmnt vereinigt, in welchern
die Wiirrne mit der W d l X i u 1 - e gleich einer Salzb&
verbunden ifi. Vie Wallt!rl'iiui*en u~id (lie
TVeinlkwen beliken liets e k e geringere Miiclt tigkeit, ~ 1 die
s miichtigcn Siuren, worilus fie belle11t.11,
weii dasWalkr und dcr Alkohol ilire Capacitst fiir
die Snlzbal'en hehhrSukt t).
Die miichtigcn Siiuren geberi wie gezeigt warden mit dein Alkohol die erj2en weniger m&chtig e n Weinfciuren, von dcnen die mehrllen, Wenti
fie d e r Wiirine untcrworfcn werden, i n zwei Gehilde zerfolleu das dcr W i r r n e /hiher- TYLernznt,
(2.B. Sch.cveft&&kergelit uber), und das des \.T.'aiIcrs
Srinreiydrnt, ( z . 13. die zweite Schwefe1weinl"a'ure
bleibt zuriick.) Uiel'es Gebilde des W a l k s zerGillt
oft wieder an der Luft durch Eiiifaugen des Oxygen iu eine drittesiure, z. €3. CZritteScliwefeLWeinJiiure undSctimelelI'iiure. 1Xe beiden lctztern W e i n G u r e n enthalten n u r Uruchfiiicke des Alkohols,
aber alle Elemeate der Schrvefelriure j der Aethec
c n t h i l t dagegen nichts von den Beffandtheilen der
Ssure. Er mul's daher sls US denBruchRucken des
,
,
,
,
* ) Die Jk'chtigen S k r e n , welcbe ein Gebilde der Warme
find, mit ihr alo Thermate LlbCtRHndig befielien und des
Warrrrs niclit betltideu , gebiiren nicht liierlrer. Die Warmc
ifi ihnes eine hiorrichcutle B a l k Dao Gas Qtier der Darnpf
jener Sauren d. h. der Siiurebytlrate ( SalLiure e t c . ) 6nd
dagegcn ftets Hydrat Thermate.; in ibneu. crfcheint dar Waffer als erfie Bafir. S t ~ t .
-
L
45
J
Alkohols und der WErme ZufiJrnmengefetztbetracll.
t e t werden. Es giebt hier jedoch vielfache Ausnahmen.
l)ie Snlze, welclie diel'e neuen Sduren m i t don
SalzbaTen darllellen, find fali alle rehr aufloslich+
und werden noch iutereflanter durch die Producte
( Gelilde), welche die WErme arts ihnen gefialtet.
Uiefe hiichli merkwiirdigeo Sliurcn und i h r e Salze
lan'en lich loicht darltellen, wenn inan miichtige u n d
concentrirte Siuren im Uebermna6 mit organifchen
Subltonzen voriichtig vereinigt u n d die verdunnten EIiifIigkeiten rnit kohtenlhui-em Kalk, Baryt,
odcr einer andcrn flalis fittigt, und m i t einem
uberrchiifligen Zulbtz dierer Oxyde bei gelinder
Wiirme abraucht. Diere Siiureri liefern bei d e r
Defiillation faure und iitherartige Producte, ihre
Salze noch andre merkwiirdige Siiuren welche mit
der Mekonfiure, d e r BernReinlaure u c d dcr Rhusr i u r e *) einige Aehnlichkeit halreri **).
Die neu tralen Aetfternrten, welche eine SSure
enthalten, find mit den binaren Rets aciden Verbindungen aus Alkohol undSiure nicht zu verwech-
,
,
*) Diere der B e r n f i e i n h r e ahnliche S u r e findet Gch in Menge ruf den im Winter reifenden Friichten der Hirrchkulben-
Sumachs ( Rhus typhinurn). Sic hat in gewillkn Fallen eipe SrijLere Neigung Z U Blei
~
ale die SehwefeGure.
rtrei hiervon nicbfienr.
Sert.
Neb-
46
j
feln; fie lind Jreihclie Verbindungeu, iii Jenen cin
Inponderabil, d i e w a r m e , el8 wirklicher Beltnridlheil
nach Art der wigbaren hloterien nufiritt, urid niit
Hiilfe des vrrunderterr A41koholr die S i u r e n liirker
gefeflelt hiilt, als es die Sulebnfen zu thun vermogen, die dnhcr \lie 'I'rerrnttng dec Ueftntidtlieile dcu
Aethers n u r k h w e r hewirken. So 2.13. ilt die wirkliche Verbioduilg 3us rniiglichft walrerfroiem Ah7tol uud JnlzJ6ur.e acide, und Itellt. eine deli SchwefeI-Weinl'iiuren onaiogebaure vun gerinperer hliichtigkeit alrc die SnlaGure dar.
Der Snlziither ift eta
was ganz aaderrs, nLnlich ein product, welcher
QUB der durcli die WLme zerfliirten S o h - W ' e i n l h
r e hervorgcgongeo ilt, uiid ~olglicli, f'o wie der
Schwefeliitlier, ein Gebilde der W i r m c , 111 we14
chem die \17irme eine m2chtige Holle fpiclt, indem fie i n Gefrllfchaft der rerinderten Eleinente
des Alkohols die S h r e dial'es Aetliers neutrdilirt,
und To liarii gefelrelt I i d t , dal's i h r die niiichtiglten
Salzbaku hierin nachltehen. Ich ~ e n n diel'e
e
Verbindungen, ill WebereinRimrnung mit den Suhhydraten und H y d r a ten, Thermnte uud Sulthermale,
meil ihneri die \Va"rme eiu eben Ib nothwendiger
Belisadtheil iTt aIs jenen daa IVall'er.
Viele Verliiuduugen, die wir Hydrate nennen,
entrprechen dieTer ihrer Bezeichnung nicht; dcon
ein wahres Hjdrat iR die Verbindung eiuer Sub&
f t a m mit dem Eidhernznt (WalTer). Die W h n o
ifi in dielen Verbinduogem ein eben To wichtiger
,
and activer Bdiandtheil a h dqs Cis.
Diefees C i d
c
47
3
die wahren Hydrate. Hiervoii miifl'en wolil unterI'chiedeu werden dic Verbindungen, die keine WZcm e a l Seliondlheil,
~
fondcrn biov Eis enthalten, z. S.
SaZrrrl*ry/lnlle. Uiel'es erklirt l'ehr eirifach und viillig
geniigend, warum mehrereKiirper bei ihrer Verbind u n g init Wrtll'el: einen holien Grad von Kiihe oder
W i r m e eraeugeu. TritFt niimlich eine Sublianz,
welche grufse Neigung zum WaII'er oder Eistherinnt hat (kryffallilirter I'alzfacrev K a l k ) das tlis
a n , 1L zwingt das S a h , urn bildlich zu reden, wegen feiner Neigung zurn Eistherrnat (Eis urid Warm e ) die i n der N i h e Iich befindende W i i r m e m i t
dem Eis ia Verhindung zu treten, uud damit dns
Eisthermot darzuliellen, urn h i n e Neigung ZU befriedigen. Uas rnit tlem Eisthermat gerittigte Salz
Rellt alsdonn erii ein wirkliches Hydrat dar.
Oa.
h e r die Kalte, wolche urn fo heftiger reyn mufs, je
p o k e r die Neigung des Salncs ZLAdem'rhermate ill,
und je meniger Wirme in der Nahe iR, d. h. j e
k i l t e r die Mifchung zuvor war. T r i t t dagegen
m i t Eisthermot cine SubRana Z. B. Kalk zufammeii,
welche zurn Eis eirie grol'sere Neigung hat, als die
geririge Wiirmernalle des WalTers oder Elisthermals
entgegen zu fetzen verrnag, Ib uberwiiltigt fie die
W i r r n e , und verbindet Lich an ihrer Stelle mit dem
Eire, Ues fefie Kalkhydrot ifi folglich kein H y d r n t
fondern Calciumoxyd mit Eis verbunden (Kryliall
des Calciurnoxyds) ; daher hier die freiwerdende
W i r m e . Diefe Verbindungen, welche dns Hydrogenoxyd in der Form des Eifes enthalteo, mU&n
c
48
3
fonach Rrerig von den Hydrntcn oder den Verbindungen, welche das Eis mil Wiirtae (d. i. a h Warler) gebundcn cnthalten uaterfchieden werden. Von
diefen gielit es wieder Unterabtheiluugen, wie gezeigt wordcu.
Ich koniine nun wieder zu den I'/iermnten. Sie
1alTen fich a m belien mit den Snlzen <ergleichen.
Es giebt e. B. viiliig neutral fclieinende Verbindung e n d e r W u r n i e mit yiillig freien wan'erlol'en SSurerl, z. H. die 'l'herruate d e r Kohlenl:,iure, d e r
fchwefligco Siiure etc.; in ihiien ill die TYiirme die
einzige HaL'Is. Ebcn folche Verbiudutigen der WGrm e giebt cs rnit den TVoll'erfiiuren, fie inijgen PSIl i g oder n u r eum 'I'heil iiiil \?1'afler gefittigl ( H y drate uiid S~bhydraie)Tcyn,urid in ilinen Tpitli dns
W-ankr gcwiihnlich die Kolle der Hauptbulis. IJer
l)arnpf der nicht rauchenden, d. 11. vollig m i t aff e r gefittigteu Schwefelriure (Hydrnt) iR da.s'I'herm a t der ScliwcfPil-Wall;rl;'ure ; dogegen ilk das Gas
oder der llilrnpf der Togeuannteu trockenen Schwefelra'ure die Verbindung der Wiirme mit der nicht
vollig mit WaKer ger6ttigten Schweftll'iure (Subhydrat). I n diefcr trockenen, gleich dcm Arnianth
,kryftaliilirten, fluchtigen Schwefeyiiure I'cheinen die
WSrme und das Hydrogenoxyd gemeinlchnftlich
die Bafis zu vertreten, daher man fie als das Subhydrat-'l'hermat der Schwefelruure, oder als die
zum T h c i l rowohl mit W h m e als Wafl'er verbundene SchwefelGure zu betrachten hat.
Es giebt
noch andere fefte Verbindungen, welche Wiirme,
c
49
3
fchaint, auch Licht entlialten, (dbnn
dn, wo W t i r me gebunden ilt, kann auch L ic h t gebunden leyn]. Hierher gefiiirt d er SchcoefeZ etc.
W i e nothwentlig mianchen Suhlianzen die Wsrme ilt, urn ihren Beltatid zu lichern, zeigt u n te r
andern die Ko/ilenfhnre, ("I'hermnt der Kohlenfiur e ) , welche ein blorses Gebilde der W ' b n e , oder
einer andern Bolio i R mid wahrrcheinlich zerfdlen
wurdc, wie dicfes Alkohol und mehrere dergleichen 'L'hermate th u n , wenn es moglich w ire , ilir
die W&.me, die in der gasfarmigen KohlenEiure
BaIisftelle vertrilt, zu raubeti, ohne ihr ein ondres
Aequivalant (Hal%) dsfur zu geben. Denn aus dern
Verholten der Kohle zu dem Oxygen und reirien
Verhindungen,z. 8 dem SauerfiofYgafe('I'hermot dea
Lichtoxyds) und d er oxydirten Salzra'ure geht klclr
hervor dafs zmil'chen beiden SubRnnzen n u r geringe Neigung oder Verbindungs Beltrehen Statt find e t , die vom Lichte ubertroffen wird, da die Kohl e das Licht- oder Peuar- Oxyd [Grundlage des
Sauerltoffgafes) n u r durch den BeiRend der WGrm e zu zerlegen vermag.
Die Wiirme begiinfiigt
d n s Verbrennen und leilet es e i n , vermiige ih re r
Neigong z ur KohlenCure und ziir Grundlage des
Lichtoxyds.
Die Verbindung der Kohle mit dem
Oxygen ksnn daher nur uuter der Herrrchaft elnes dritteii Korpcrs vor Iich gehen, und die KohlenE ur e ifi deswegen jedcrzeit das Gebilde d e r
WPrmo oder einer atidern Balis, weil dic Kohle
D
J%I~:GI~.d, P h~fi k .Y1.60. St. 1. J. 1818.St. 9,
und mie
,
1'6
-
tiir fich eine zu gcringe Neiguag zum Oxygen bcfitzt urn das Sauerfioffgas zu zerlegen *).
,
.)Hierauf bernhr auclr turn Theil dar riillifelliafte Vcrlialten
der oxydirtm SalzGure znr Kolile in Cegenwart eiuer grolien Mace Wirme. Die oxydirte Salzfkre ill cine noypelverbindnng pus Licht oder Feucroxyd und Snlzkture, fu
W i c die tidafiiurrc eiue Verbindung auo Salrfiiure und Bydrngenoxycl.
D r , nun Kohle a n d Oxygeii Iicli nur uiiter d e n
BeiCtande der W l r m e oder einer andern Bsfir verbiiiden, oiler.
vielrnehr die Verbindung des Oxygen z e r l e p n kihnen, clar
Oxygen is der oxyditten Saltfillre sbcr dreilacli gebunilcn
i R , ( n i m l i c h an dr5 Licht, oder die Grliildlage dcr LicLtoxyds, und in der Form a1rLichtoxyd a u die Salahure, unil
d i e h Doppel- Verbinduos wiedcr a11 die Wdrrne ,) Ib ifi clie
Kohle, felbIt unter dcm Beihande dcr Warme, niclrt i n
Stande , diefe mit dreifacher Kraft gekniipflc Verbinduns
ZII rerlegen.
Je mebr Wiirme in ihr angehiuh w i d , defio
fefier und ioniger wird vielnuehr die Verbindung , weil die
l'ogensnnte oxydirte SalzGure in k e n Therrnrten gleich
ciner Bafis durch die Wirme gefittigt ift , tuid fo dio Neigun6 der W i r m e hcfrkdigt Da bri der Bereitnng der oxydirtan Salzriure Jar Oxygen dcr Salpeterf-iure oder der Mangrooxydr dar WaEcr aur dem Hydrat der Salrraure verdrinset,
and Gch mit ibr zu den Doppel-Verbindnngen die wir
orjdirte Sakriore oronen, verhindct, fo mufs die Salzram mehr Ncigong znm Oxygen a h turn W a l k
belitzen.
Boblc und W h u e wiirden alfo eher d.8 Hpdrat der Salzfanrc (Chlorine-Wal%rlloff) a h d i e oxydirts
Salsfiure, ( d i e rnit Oxy3en verbunclene Salrhnre) rerlegcri
kiinnen, hittc Jiefu lctatere oicht cine fo grofse Neignng zur
Warme. Die Verbiudung wiirde abcr aoch erfolgea , und
d i e Kohle dor Licht a m dem Liehtoxyde r e r d r i n ~ p ,
r aeiin
dieSahfiars cine grofreNeigung turn Kohlcnoxyd oder weak
-
,
C 51 J
wie fich die KohlenUure und fa& alle Gar..
arten als Gehilde der Wfrme derltel:en, eben fo
giebt es zohllolb a n d m Karper, welche Gebilde
dritten und vierten Vereinigungsrnittels had,
dar die verkbiedenen Glieder z u r Verbiodung
gleichram cwingt oder leitet urn feioe Naigung zu
befriedigen, Denn alle Oxyde ( s. B. des Platins
und Goldes) deren Grundlagerr nicht im Stande
find, obno Beiltaad cines onden) Kiivpenr irgend ei
~ ) eVerbindung dts Oxygen, z. f3. des Sauerltoffgafes oder deb WaEero, zu zerlegen 7 find Gebilde eines dritten Ilorpers, welcbe ihr Ualeyn diefern
dauken.
Ich komme aoch ein Ma1 zu den Verbinduogem
der &wen mit den nciden U I I ~incl;g;rCnten StoE
fen zuriick. Uas, was wir gcgenwirtig von ihnea
wil]ren, verdaukerr wir grol'stentbeils den fcbiitzb$0
c
53
1
ren Bcmuhungen C h c v r e u l s , ' f h e u s r d ' s und
einiger onderer neuerer Cherniker ; allein es bezicht
fich diefes nicht auf die dirckten Verbindungen jencr Korper, rondern meh r auF dad, wa3 8 U S der
Verbindung der SruchItucke derfelhen hervorgeht.
DaITelhe gilt von den fchatzbaren Erfahruogen I3 a Uh off's uher dor Verhatten des Alkohols z u r Sauerkleerdure; fie haben es nicht mit den W e i n E u r e n
und dem von niir behandelten GegenRaade zu thun,
foadern mil Verbindungen, die aus BruchItucken
orgnnircher SubRanzen und Siiuren befiehen, und
dur c h yemoltl';ime 13ehandlungen erzeugt werden.
.Darn meine Erfahrungen iiber dieren vie1 urnfallenden GegenHnnd, To wie iiher rnehrere andere nicht
friiher Ijekonnt geworden find, doran ifi cin MiTsgefchick I'chuld.
I n Beziehung a u f die MeEonfaiure und die Hemerkungeri des tlerrti K o b i q u c' t uber fie erintrer e icli noch, J a L die widen Gehilde, von deiien ich
hier handle, und die neben ihrer ejgeiittiiirnlichen
Grundloge noch eine zmeitc BaGs enillallen, eitie
geringereMichtigkeit uiid Siittigungs- CopocitPt aIs
die Siiaren befitzen, aus denen fie hervorgehen.
Uiefes peichoet Lie ail$, und zeigt tin+ wofiir w i r lie
zu nehmen haben, do lie uberdern iuit dcn rniclitiglien S a l z bde a ohne die g e r i n g h Veriitiderurig zu
erleiden fich Yerhinden nnd die empfind1ichlten
Heagentlen in ihoen keine Spur von dem anzrigen,
~ 3 doch
s
i n ihaen vorhanden ill.
Auch giebt es
hiii und wioder vollkomrnene und ucrollkommeac
,
c
53
I
SEuren rolcher A r t , wie (liefes am auffdlendften
die vollkommenen uild unvollkommenen Schwefel-,
Snlpeter-, Oehl und Fett-Siiuren heweil'en. Einige diel'er Siuren find fluchtig und deltillirbar, zuma1 wetin ihre Beltandtheile fliiclitig find, andere
h i d fix. Einige der genannten Korper bediirfen
einer zmeiten ni3chtigern SEure, welclie ilirc Verbindurig vcrmillelt, dilraus enifiehen irlsdonn 'l'ripel- Ver h ind u ngcn.
Dielieu mird hinreichen, vor der Hand die hieriiin gehorigen bekannten Errchcirrungen zu faren.
Icti werde dicfen Gegeo1t;indea i n Verbilldung mit
oiidern Erfahrungpu urid -h~ficlitcii ulxr Licht,
M'iirme u n d die beidep Elcctricitiiten, gcRiitat a u f
die Priticipien d e r clicniil'cheit Anxichutrg, ein weiterea Peld un eiricm aodsrn Ortc erijfftieri , uiid liebe hier nur entt'ernt auf den Umfang dell'elben in
theoretifch practikher Beziehung hingewiefcu.
-
-
Nn c hfc la r iJt,
die Weinfauren und die aus muchtigen Siurwz und
ind8Yerenten SubJanZen en{@ringenden fauren
Verbindungsn betrefend,
Die vorhergehende Abhandlung gieht zmar,
wenn auch o u r m i t wcnigeti Worten, klar a n , w i e
diafe neucn Siiuren init doppelter Grundloge Jargcfielit werden. l)a indeITen melircrc Gelchrte, welchc von diefer Sacbo unterrichtet find, abweichen-
t
54
3
de Refultate erhalten Iieben, 10 hi& icli es Tor
nothwendig, noch etwas uber die Bweiiuiigsart died
fer SEuren Iiinzuzufugen, und die V orlirhtsmaofsregeln auzugebeo, voo deaen der gliickliche Erfolg
bei de r ioterelIjatelien derrelben abhi'trgt.
Auch
bei Bereiturip der ubrigcn Siu ren diefer A r t hat
m a n ficli im Allgerneinen eben l b zu rerlialten, obrclion fdt jeder Fa11 etwas Verfchiedeoes fordsrt.
So rnuf.3 inon dn, wn SolzGure sngewaodt wird, das
VValTer, hei der SchweI'ell5ure utid noch mehr bei
der S a l p t t c r h r c utid Clilorinfaure dogegen dio
W h r m e , niiiglichfl ousl'chlielcn.
-
Z r j e SclrrurfL*l- WeinJaurc (Acidurn p o t arnutkionicum. )
Mao mil'chc zwei VerldtnjII'e ahfoluten, we.
nigfiene nicht zu I'ehr gewilTerteo Alkoliol mit eine m V e r h d n i l i i ( odcr gtleiche Theile) concentrirDer Alkoliol uod
t e r rouchender Schwelelfiure.
die Schwefelfiurc I d e n W d c r u n d Wiirme zum
The i l ibhreo, uncl vcreiuigen Gch zu d er elmi genannteo Siiure. Nun erliitze man die Mikhung,
und Cittige iie gleich, nochdcm lie etwas verdunnt
Es hildet lich wenig Gyps,
wordcn, mit Kreide.
wovon man die YluIfigkcit durch wiederholtes Ausprell'en z d c h e n feinen Leincn u n d Abwofchen
befrcit. D i e FliiITiglrcit rnuche man hierauf mit einem geringen Zitfutz von Kreide a b , u n d Co bald
auf de r Oberlliclie dio ICrylldlifaLion beginnt, S1trire mati fie hcifs. Beim Erkalteo Tchiefat der #?Fa
fte fihwefel- weinfaure & L I ~(Calcium prot- aenm
[
55
J
thionicum) ia zai-ten Blittchcn en. Dieres Solz bw
filzt eiiien feurigen eigenthumIichen Gafchmack,
eieht die Fcuchtigkeit on, 1 3 3 fich in d e r
Flamrne entziinden, u n d ilt in d t r gemohnlicheii Tempcratur leftindig. Stark erhitzt wird e s
fchworz und heftig fauer. Uiel'er Umliand verdient einc hefondere Aufmerklhmkeit, weil e r d e r
I.Iauptgruiid zu reyn fclieirit, daTs diefer Gegenltand,
iiber den Ib riele ausgezeichnete hliiiner gearbeitet
haben, riiclit zul'illig entdeckt worden il?.
Uicfe Zrrfelzung, welche Gch durchs Schworzwerden zeigt, trit: beim Abrauclien leicht a n den
obern Ttieil des GeC16es ciri, lo bald Iich eLwasSalz
Jort anfetzt. M'ird lie in ihrcrn Beginiien nicht
durah eiiien Zufatz VOII Kreide unberdruckt, l'o lcit e t fie einc ollgemeine Zerl'etzuop cin, und die Salzh u g e , welche zuvor niclit eine Spur von Schmefeb
weitda'ure bemerken liers, belitzt n u n ein grofses
Uebermoafs derl'clben. D i c k crlte Schwefel -WeinI'a'ure welche Iicli leicht diircli SchmefelGure
eus ihrem Kalk oder BarytTah dadtellen Iifst,
fcfiIiefst d a s prize Geheirniiilj tlcr n e t h e r - Erzeur
gung ein, denn fie lidert den Schruefeliitlier. Viele Chemiker hehaupten, daf3 die Schwefeliure bei
ihrein Eiriwirken auf den Alkohol an i h r e r Sittigung~f'iliigkeitniaht verlierc. Sie Liiitzen Ecti hierbei vermuthlich nuf die Aciditat des'Gemil'chcs vor
und nach der Defiillatioo; allein dns Refullat fiillt
anders o u s , wenii man die Siiure priift, ehe lie fich
mit dem Alkohol vcrbundcn hat.
,
I SG
3
Dierem iihnlich, verhollen lich fan alIe organia
So wie er
fche Subltanzeu nnd miichtigen Siiuren.
unter den Hydraten Subhydrate uod tlydrote (vollkommene und unvollkornrnene WalIerFiuren) giebt,
To giebt es auch bier vollkommene u n d unvollkommene Siiuren. Ob die \Veiiifiuren lich i n dierein Yalle betinden, ilt iiiir unhekannt ;ich vermuIhe von den Sctiwefel-Weiul~urendo9 GcgentIieil.
U e r grofse Umfaiig deo vou m i r bearbciteten
Gegealtaiides erleubte niir nirgends lange zu verweilea *> dalier durftc ich inich do n u r mit itreuseii Meflungen befchiiltijien wo rolclics durchous
notliwendig war. lcli wdrdc liicr lotiIi nocli eiriigc
intereflbnte Ucobacli~uiigcn hoben maclien kounen,
urn niimlich zu fehcn, wie licli trockerie SchwefclI'iure ( S u h h j d r a t odcr Hydralthermol) zu clblblutern Alkohol vebiilt, und o h , was hiichIt wahrrcheinlicti ilt neben der erllen Scliwefel- M ' c i n h r c , auch vollkoinniene Schwefcl- Woll'erfiure oder
Scliwefell'iure Hydrnt, gebiltlet wird. l c h meine,
d a b dae ous einern 'rheile Jcr Siurc diirch den A1kohol verdriiugte W a l l h r , mit einern onderu Theile
( dnu Suhllydmt ) derfelben, vollkominen gewiilrerta
Scliwefelftiure darfielle. Diel'es wird urn lo wahrrclitiulichcr , weil ein Gemil'ch aus k h r concentricter Sckwefelfiure uud ablolulem Alkohol, in wcl-
,
,
-
*I
Und doch dilrfia dirfcr drr cindge Wcg fcyn, r o f dem
dcr Her. Vcrf. hoHen trnn Urbcrrcogung t u bcwirkm.
Gilbert.
,
I 57' 1
chem letzrerer i n grolkcm Uehermoafs vorhanden
iR, doch ale Scllwefell'iuce reogirt.
ZMsits Schwefel -IY.inf&rs
(Acidurn dcut- aenothionicum.)
&Inti fitlige den mit Alkohol mehrrnols behandeltztl utrd vi;llig edcllkipfieu, d e r friJchen, und
nirht fchworzeu oder zerltiirten Kiickltand vou der
Ueliillation des Schwefelitliers, m i t Kreide oder
l'ch w&lruurem llaryt, uud verfahre Iqie oben. O e r
cweitc JcflwefeIJiure Kalk (Calcium deut nenothionicunz) I'clltneckt fefir l;ih, und belitzt die belbadere Eigenl'chaft a n der Luft, dorch Einriugung de:s
O x y g e n , in Gypy vie1 couceutrirte Schwefelfiuro
utld die dritte Sclirvefel- W e i n G u r c zu zarfallen.
Man f e h t fchon hieraus, woruni dar Ruckfiaad voti
dt.r Aelherbereitung at1 der L u f t die verlorne Eig d c n o f t , Aetlier zu gebcn, wieder erhiilt, und
wnrum e r nun mehr SalzLrtfc Cttigt, \vie auvor.
U i e zweiLe Schwefel-Weinfiure zerfillt, eben I'o wie
ilire Salze, i n vicl Schwefcllh.we und die dritte
Schwefelweinfiure. Sie (die zffeite Sclirvefel-Wein12u1.e) wird gleichfbm durch die W L m e indirect
atis der erfien gebildet, denu i h r wird durch die
iih6rlegne Kraft der W E r m e ein 'rheil der Elemeiite deo Alkohols entrilI'en.
Uadurch entlteht ein
Rlilherhiiltoifs ewil'chen der ubergrofven M a n e
Schwefelfiurc uiid dem noch uhergebliebellcn Ele.
mente des A l k o h o h , welches dae Zerfallen diefer
S k e an freier L u f t zur Eolge hat. EYif€ klar, dofr
-
,
I 55
I
das Oxygen in der xtveiten Sb'urc die widcrna~iirlichc Iortdaucr derfelben bcgriindet) indem diel'es
Yon dem Schwrfel und dem WolI'erltolf nod KohleuItoR'arigczogeu wicd. Ualier tritt die Zcrfctzung
heim Zutritt eitiei. gl.i;Taern Mane O x y g e n ein. Uer
gleichfam iiberfchiilfige gebondenc'rheil der Schwcfclfiurc tritt als vollkommnes Hydrat ( vollkominne Schwelhl-MfnlIcrT~ure) hcraiis, uad lilbt die
drittc Schwefel- Lt'cinl'iure zuriicl.
Drift=
-
Schwefel- H'cin furrrc (Acidrun trit aorothronicunr 1,
M a n gewiliut lie a m loichtelten, weiin man die
zweite Siure,oder &en eifchiipfteri Itiickltnnd voil d e r
Uellillatiou dasSc~iweFeIElIiers, To lnrige dcr LuFt BUSfetzt, biser LeineiiSuucrltofmelir abforhirt,und dann
wie zuvor die verdiirinle1;lulligkeit niilKreideGttigt
und ubraucht. Uer drittcfchwefcl- weinfarre Kalk
( Calcium trit-ncnotliionicum) mird ark der L u f t
feuctit, ili iibrigens beltindig, uud Lb wie aIIe weinI'aure Salze brennbor. Er rchmeckt falt ehen fo mie
der erlte r~hwef'elweinlaureKalk, dem e r nicht ganc
unEhnlich ilt.
Dio Schwefel- W c i o r i u r e n InITen fich auf diefe
W e i l c leicht isolirt aus ihrem K a l k - oder BarytSalze darftcllen. Ueltillirt liefert jede ein onderes
Product
U i e drci I'chwcfclweinruuren Kalklalzc
gebeu z. 6. durch die DelMlotioncn drei noue fliichtige kryftnllilirhore ) der BornlieinTa'ure und RhusG u r e entferat iihnliche SEuren, rchwefliglhures Gas
E
59
1
(Thermat), liquide Schwefelriure (I-lydrat), Gyps
u n d ein iufserlt angenehm ricchetidca Aethcrgas.
Aehrjliche l'roducte licfern die i i b r i p n SSuren, we1che
den miichtigerti Siuren urid organinchen
Subltanzeo enlfpringeo *).
D e m Blicke dcs Porlbhere ltellt ficlr hier ein
noch nie betreteaes Land dnr, in welchem e r mit
jedem Schritte auf neuc Errcheinungen ftijrst, die
cine reiche Erndtc der Wilrenfchaft in jeder Ruckc
Das bereits angefiihrto wurde
ficht verlprechen.
hinreichen, mich diel'erhnlb zu reclitfertigcn ; indelren hat es rein Beweuden dabei nicbt, denn diere
neuen Verbindungen geben, vie es die Kirchhoff7rche Entdeckung des Stsrkezuckers (nus Schwef.lAmylonEure) zaigt ouch d u d 1 andcrweitige J$e.
handlung aeue Korper.
,
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
893 Кб
Теги
ber, die, basischen, der, indifferenten, verbindungen, bemerkungen, mit, substanzen, suren, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа