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Bemerkungen ber die verschiedenen Zustnde des Eisens und eine neue Theorie derselben.

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VI.
Senerkungen iiler die verfch'edenen Zufiande des
Etxens und eine n e w lheorie derJeelLen,
von
Dr. C. 1. B. KARSTEN,Ober-Hiittenrath u. OberHuttenverwa~ter fur die Provinz Schlefien.
(Frei arisgsrogen yon Gilbert,)
-
H e r r Ober Hiittenrath K ar fi e n in Breslau hat lich
u m die deutfchen Naturforfcher und Hiittenleute das Verdienfi erworben, unr R i n m a n l s klaltktre GeJeIiiclate
des Efeens mit Anwendungf&r KGn..ler undHandwerber in einer neuen, lorgfiliigen und fliehenden Ueberfetzung ( a Bde., Liegnitz 1814 und 15)zu geben,
welche die atere, mangelhafte und fehlerhafte, jetzt vergriffene Ueberletzung yon Georgi, fehr hinter lich Iiifst.
Er hat lcli in ihr nicht begniigt, lich a h treuen, durchgehendr verli$ndlichen uud Pchkundiga Ceberfetzer zu
reigen, londern auch Rinman's Vortrag hier und da in
tweckmilsigen Anmerkungen erganzt, wo die Fortfchritre, welche feit 1781 in manchen theoretifchen KenntniL
fen seniacht worden find, diefes wefentlich erfordertcn.
Der widifigfie Zufatz ficht an1 Ende des Werks, und be-
,
triift die fchwierige Pr~gt?,durcb welchc chetnifche Y e p
c
499
I
fchiedenheit Stabeileen, und die verfchiedenkn Arten des
Stah1.g uwl des Koheifens fich charaktcrifiren. Der Verf a h zrigt , dah ihm die neuefien Fortlchritte der Chemie, welche auf die Entfcheidung diefer Frage E i d u f s
habeti, wohl brkannt find, und da er zugleich mit der
Edenhiittenkunde viillig vertraut ifi , lcheint reine Anficlit
vorziigliche Beachtung zu verdienen. Sie theile ich hier,
feinem Wunkhe gemah, meinen Lelern in einem freien
Auszuge aus jener Anmerkung mjt, und wiinfche, dalj
der Herr Verf. die Freiheit, wdche ich mir in Darfiellung feiner Anfichten erlaubt habe, die Biindigkeit , die
Klatheit rind das Ueberzeagande des Vortrags befordernd finden m6ge.
G i I b e r t.
B e r g m a n ’ s Forkhungen und R i n m a n ’ s Unterfuchungen hahen da.5 erRe Licht uber die N a t u r
des Eifens verbreitet. Diefe beiden fchwedikhen
Gelehrten zeigten dals ein kohliges, graphitartiges
Wefen im Roheifen in der groCsten, irn Stahl i n einer geritigera, i n Stabeifen n u r i n f‘ehr geringer
Menge nnzutreEeri fey, und d a b beim Auflofen in
Schwefelfiure oder i n Salzfiiure das Stabeiren i n d e r
Regel die grofste Hitze und die melirRe brennb;re
Luft, Stahi von beiden weniger, Koheif‘en aber die
kleinRen iMeogen erzeuge. Uiefes veranlafste fie,
anzunehmen die rerfrhiedenen Eifenartea unterfchieden lich von einander nicht nur durch ein verfchiedenes Verhiltnifi des grobern PhiogiRon ( dea
,
,
t
430
1
KohlenRoffs), fondern auch des eJenientnren Phlogihns, yon welchem das Stclbeifen a m niehrlien,
Stall1 weniger, und Koheifen am wenigfien enth a 1te.
Diefe Lehre wnrde einige Jahre fpster von den
I l e r r e n V a n d e r m o n d e , Moiige und B e r t h o l l e t , melche die Verfuche wiederholten und
abinderteu, gepruft be&tigt und durch neue
'rlratfachen erweitert. Sie ubcrfetzten zogleich jene phlopifiil'che ,4nficht, in eine der aatiphlopilti[ChenLetire entfprecl~ende,und da Jlang-elnnP/doRiJor~uach jener melirentheils gleichbedeutend tnit
(&=senwart on ScLuet$ofnr\ch diefer AnGcht ill, To
rlshmen fie an, i n dern Koheilen Tey riicht blosKohlenftoil', fondern auch Sauerftoff vorhanden. llieri l l , fcheint mir wenigfiens der erffe Grund zu der
allgerrlein verbreiketen Meinung zu liegen, Koheireti fey noch nicht vijllig reducirtes EiTen. Bei dieler Vertaufchung d er Uegriffe h5lt.e m a n indeh mit
m e h r Vorficht verfahren, und Gch erli voii der
Aatvel'euheit yon Souerl'toff in dem Roheifen wirklicb uberzeugen Tollen; melclies aber riich t gefc-helien ilt. \\-arum die f~~anziilifchen
Chemiker nicht
auch irn Stnhle nocti eineii Rnthcil SsuerRoff finden
wollen, il't hiernacb nicht einzufehen da del-hlbe
Grund, welcher fie veranlafste den SauerlloKGehalt des RoheiTens zu behaup!.cn, aucli nuf den
SLahl +,nwendung fand. 'C1.'aLrfcheiniich rpr+
chen lie ilin nur deshalb v o n allem Sauerfioffe ft*ei,
weil die Art, wie der Stah1 aus reiuem S t a b e i h
,
,
,
,
tlurch Cementiren m i t Kohle enneliet
ZWaf2q.
&-\u f das Verhiiltnirs der metallirch
, lie
-
dam
reguliniThcile i n den verl'chiedenen Eil'enarten rchlofs
man uur o i l s der Mehge des 'CValI'erfioffgcls, welchcs lie niit verdiinnter Schmel'elhre oder SalzGur e entwickclten. Aber nur ein ZLifall fiigte, dal's
die& Cliemiker rtets rnit Koheilbn arbeiteten, weld i e s weiiigc d e r gar keine Erden Metalle entliialt ; folifi wiirde Koheifeii ihnen mehr brennbarcs Gas als StabeiCen gegeben hahen und dic kaum
begruudete 'I'hcorie hiitte miilren abgeiindert werden. Kicht ein SauerltofYgehalt des Roheifens ilt
U r h c l i , dnfs diefes EiI'een verhliltnikm;i~sigweniger
Wall'trftoffgas als Sla h l u n d Stdxifeu entbindet,
londern d e r Kohlenftofl', mit melcliem es in Verbindung Itelit. \VSre der Saaerltoffgehalt die UrIhch, To inblbte such Stahl Sauerfioff eathahen.
Uurch die franzolilcheii C tiemilier find nllerdings
die errtcn oul'geklirteo Begi-iffe uber die Natur des
Eifins iu feinen verfcliiedenen Zufiinderi allgemein
verbreitet warden, auf der andern Seite hahen fie
aber durcli das Ueherredende ihrev Vortrags, die
Chemiker veranlafst ihre Forfchungen iiber die
Verbindung des Eifens init Kohle zu friih zu beendigen.
Nach den noch jetzt fafi allgemein angenominenen Arifichten der gennnnten franziifirchen Chemiker, iTt Stnltez& reines, von Sauerfioft' u n d van
Kohlenftufi' viillig freies Eifen; Staid viillig redufdchr1J
-
,
,
c
432
1
cirtes Eifen, welches nocb KohlenRoff, aber i n Reringerer Menge und in gleichfdrmigerer Verbindung
als das Koheiren enthilt; RoAez~eenendlich ein noch
nicht viillig reducirtes Eifen, das zugleich mit Kohlenlioff verbunden in, V o n der VerfchiedenenMenge des SauerRoffs u,nd desKohlenItoffs h;ingt es nach
dieCer Theorie ab, ob das Robeifen weirs und hart,
oder grau urid weich ill; das hnrtd w e z p e enthiilt
meniger K o h l e d o f f und melir Souerfioff als das
g m u e ; in dem Verh2ltniKe als dieres a n Kohlenlloffgehalt zunimmt bleibt es mit meniger Sauerrtoff verbunden, und k a m daher auch zuweilen
ganz frei von Sauerrtoff'l'eyn.
A u c h die englirchen Chemiker und Metallurgen haben dicfe Theorie uber die Natur des Eifens
allgemein angenomrnen. M u f h e t , der i n der
neuerten Zeit die griindlichllen und fehr ins GroIse
gehende Verfuche iiher die Verbindun des Eirens
m i t Kohle ongefiellt hot, iibergeht indefs denSauerrtoff- Gehalt des Koheil'ens ganz, (PhiZoJ: Magnz.
Vol. 13. p. 142. f.), und zeigt, d a b die Hiirte des
Eifens irn V e r h i i h i l i des Kohlen Gehaltes zunimint, bis bei 1,7 Procent Kohle das Maximum
der Hiirte des EiCens erreicht ill. I n dierem Zufiand e hat es eine lilberweirse Farbe, verliert fein korniges Gefuge und kryfiallifirt. Bei noch groCserm
Gehalte an Kohle nimmt die Harte des Metalls i n
zunehmendem VerhGItnilTe ab. Es bringt hervor
nach H e r r n Mufhet den tveifien GuJ$aiil ein Gehalt an KohlenRoH' von 0,8 Procent j den gewohn-
,
-
[ 433
3
lichen Gufsftahl von O,X Procent; den etwas hzrtern Yon i , i I , und den zu hnrten, wilden G u l X a h l
yon .2 Procent ; das w e r s e Roheqen ein KohlenItoffgehalt von 4 , das haE6irte von 5 und das dunkelgrczue lioheifeen von
Procent. I c h habe indefs
hiiufig i n dern w6ichlten dunkelgraufien Koheiren
nicht mehr als 4 Procent Graphit, i n dem hErteIten
Blberweifsen Rol&fen dagegen 4% bis 5 ProcentKohl e gefunden. D e r verfchiedene Gehalt an KohlenItoff kann alfo fur fich allein die Verfchiedenheit
des Eifens i n Hartc, Farbe und ' r e x t u r nicht be.
griinden.
So Tiel ill gewifs, dafs das Rohcifen keinen
SnuerJzof entliilt. Uenn e r - e n s lPlgt fich im Laboratorio kein Sauerlioif' darin auffinden, und ewe&
tens fprechen die Errcheinungen i n den Hiittenwerken fur eine vollige Abwefenheit denelben in1 Robeiren, und auch niclit eirie Einzige miirde die Annahme delrelben i m Koheil'en auf die entferntefie
W e i r e rech tfertigeu * ).
,
e
*) Den Ebwurf, d a t wenn zuglcich Sauerfioff und Eohleufioff im Roheifen enthalten wireri, beide in fiarker Hitze zum
kohleulauren Gas zufamrnentreten miilsteu , haben die frauziififchen Chcmiker lrinlin~lichbeantwortel. An& ifi es l d l V
waldcheinlich unci durch Verfuclle ziemlich erwiefeu , dafs
Iich die Kohla mit eiriem oxydirten Kiirper verbinden unJ
ihru fremdartige Eigenlchaftten niittheilrrr h n n .
Weifses
Roheilen, das bei eincln iiberfeelzten oder fehlechten .i:ge
des Hohofens erxeugt woiden, l i t t beim Auflofen i i r Sauren mchr Kidelcrd
~ i i i r a l .d.
z u r k k als clas game graue R o h e i i h ,
PhyEk. 1). 52. St.4. 3. I U I ~ . St.
3.
Ec
I 434 3
Ich babe midi liingere Zeit bcmiiht in dem gewnriihnlicben weilken Hoheifen, (To wie in Jem welches fich durch pliitzlichea Erkalkn aus dem graucn
,
kunfilich bilden lifst) einen Cc h a l t an SauerRofF
anfaufinden nie habe ich aber irgend eine Erfcheiaung bemerkt, welofie auch nur a d ihn hindeutete.
Granes und weibes Roheifen geben mir gmiz glciohe Mengen von Eifenoxyd, wenn iclr fie iu K O nigswaaer aufliire und daraus als hochltes Eifenoxyd niederbhlage. Beide reduciren ganz gleiche
Mengen Eleigldtte, absefechen von zufblligen Urnliiiaden, die fich bei Scbmekrerruchen in hrkec
Hitze nie vermeiden lallen.
Nach den Erfahruugen der Huttenlcute t+kd
weifses Rohcil'cn leichtcr zu Slahl oder liahlartigein
&ifen, als Jas graae, und doch roll jenes SauerRoffreicber utld ffrmer anKohlenltoff als diefa l'eyn.
SelbR dae grauefke weiohne RoheXen wird wcilk,
hart nnd fpriidc, wenn man es ouf eine kalte Platte ausgiefst; dagegen bleibt es grau und weich;
wenn es IangCam erkaltet. Stabeifen mit Kohle
oder Graphit gefchmolzeu, giebt bald graues, bald
weirses Gulircilen. Rohcircn ETst fich endlich fchon
daduroh dab man es lange im gefchmokene'n 251b a d e erhiilt, oder d& man es mit KGrpern, die
,
,
,
drr bei &em UWAchen Erlhtz on4 hit6gcu Gang dcr Ofen6
mcGandcn in. k eorhiilt d o mahr SiZckiurn. Bci 11- Gaoeigtbeit bides sbtalb fiCh ZII oxydirea bkl ficb dlerdiagr
Aawefmhrit delfalhea zuglcicb mil S n ~ ~ f f oin
f f dem Eden
oickt wold annchmw.
xur@h
,
[
435
]
ilim keiiien SauerRotF entziehen kiiniicn, ja ihm
Sauerlloff i n d c r Glii!ihitze ohLreten, sernentirt, it1
Slolil oder in Stabeifcii umindern. W i e will man
olles diefes erkliiren wenn Kohciren Sauerfioif enthalten Ibll?
An die Verrchiedenheit dcr Eigenfchaften des
Stabeirens, des Stohls u n d des Koheifens haben weder andere Eltere Metnlie, noch die MetnIle derErden, noch Schwefel, noch PhospJior Antheil; ajIe
diel’e Korper find zufolge d e r cliemirchen Aiialyfen
n u r zufillige Begleiter des RoheiGns, und richten
lich lediglich nach den Erzen, US welchen das &a
fen erzeugt wicd.
Die griifsere oder geringere E i r t e und Strengflull’igkeit des Eifans u n d die chsrokterifiifchea
Eigeufchaften, durch welche Lich clas Koheiliin von
Stahl und yon Stabeifen nnterfcheidet, kGnnen all0
doch n u r einzig urid allein von dcs Verbinduug deffelben m i t dem KohlenJtof abhangen. Nur durcli
ihn wird das E i h befiimmt, lich a h weikes oder
graues Roheifen, 01s Stall1 oder als Staleifen darzuItellen. Scliwefel: Phosphor und andere fremdartigezufillige Beimifchungen, haben an diefen verrchiedenen Zufiariden keinen Antheil? fondern koiincu
nur hefondere Eigenhhaften mittheilcn, z. B. leichtere Schmelzarbeit i m ZuRnndc des Rotieirens, und
& I t - ocjer Hotlibriichigkeit im Zuliatide des Stofrls
und des Slaheifeiis. Es komml aber nicht blos nuf
die Menge des Kohlenhffs, rindern auch auf die
A r t a n , wie er mit dem Eifeu i n Verbindung gcEc 2
,
,
I 436
1
treten ilt; utid dielee.4 letztere ill bisher u n b e a c h k t
geblicben. Beide CTnifiiinde zii~~mmen,aetioinlnen
beititnmen die Hiirte, Farba utid Textur des EiTens u n d das Verhalteu dcll'dben in der Schnielzhike.
Seit Pr Q u fi's gruudliclieri LJntcrfi~chungen*)
\viIl'en wir do& die Kiirper fich nicht nacli unendlich rielen ropderu nur nacli wenigeii, I'charf hertiinmten VerIiiiltniXen niit einaiider verbinden ;
m d dak mehrere dierer 'T. e ~ b i n d u n g c nvon den1
einen Korper, wenn e r i n Ueberilulis vorhanden ifi,
auf'geliirt werden, dann als eiii homogenes Gemil'ch
erl'cheinen uod deshalb lio fchwierig aafzufinden
und zu erkegncn find. Eeilpicle von rolchen Verbindungell nacIi fefien Verh~ltriin'en, welche in
dem UebermanCse des einen aufgeliifi feyn konnen,
gebeu die bIetaile i n i h r e n Verbindunsen mit. Metallen, m i t Schwcfel und m i t Phosplioi*. W i e fie
Gch mit Kohle vcrhalten, ift abcr bisher noch zu
wenig bekonnl. Es iFt noch uncntfchieden, ob a&
Metalle rnit KohIenRoff fich zu vereinigen verm;igeu; rnit Beltimmtheit millien wir das n u r vom Bif e n , votn Z i n k Lind Blangan **). DR w i r dielie
Verbindungen aber nie fur lich, fondern liets im
,
,
*) Befonders iiber die Schwefel-nlctallc, welche man in B. 25.
Jahrg. 1807 dierer Amzaf. v o u roir in ein Games zufammengefiellt finrlet. Vergl. meine hiftor. kritilhcn Unlrrfuch. iiber
die f c h u NilrIrnngsrerhiltni~e,in B. 39. JaLrg. 1311. G&.
*') Awlr voin A ~ g j c r . Ci1b.
c
437
1
Uebermnarse des Metalls antreffen, und der Ctiemiker noch kein Mittel kennt, lie von dem Metall
zu trennen, oline dic Kohle zu zcrfiiiren und zu
neueri Verbindungen z u veranlaren, (wobei die
Rel'tirnrnung ihrcr Menge iiufserfi fcllwierig wird )
fo iind LUIS die Eigcnl'clraften urid die MifchuiigsVrrlriltnil~ediefer Verbindungen relbIt noch unbe ka n n t.
Dal'~wirklich dns TNen eine gewifre R$enge
Kolrle i n Iich anfiiirn~nt, und dadurch zu KoklcnJt0.F- Ezpn *) wird, wclches Iich nncli nIleii Verhi'ltiiiIikn im Eifen aufliil't uuddadurch nlle Rbnufungen
rorn meiclilEen Stall1 his z i ~ mtiiirtefien und fprijdeIten Rolieil'cn hildet, - dieiks 1Xst Gcli bis jetzt
nur ans dem Verhalten des Eifens mit Kohle folg e m ; die Verbindung im reinen ZuRniide ill uns
noch vollig unbeknnnt. Die Kohle, welche elect r i k h - pofitiv in Hezichung auf das Eifen ifi, theilt
diefcm electrifch segativen Korper ondere Eigeiil'chafi.cn rnit, o u d i weiin fie nur in lkhr geringer JIenge vorhnndeii ilt, (wie Iich a n dem befteii
iuid vollkomiiieiilic IJ Stahle zeigt, in welchem mail
nur 1 Procent Kohleiifioff findet,) i n einem urn To
Llirkern Grade, j c griifser ilire ver1i;iltnifsmiiIsige
Alenge ilk DielE Eigenl'chnften find : grorsere Hiir-
-
* ) CIII Name, den icli an die Stdle cies von dem T'erf. gebrnuc1,terr gekoAkrs E J
aririolgen diufte.
Uric1
~
fZe 1 7,~ hri rlern jrder L'nbefaiigeiic
Z W ~ Frfi
I i o L l e n d d dtc liede.
t l ~ 1 1 e1 r f t m iiuliicii d. h. ruit hlcinfici RlcrlCJb.
llier \ o n
ltoli- E i h odcr dem in ilfinirno,
c
,
438
J
tc griil'5ere SprGdiskeit, Rralilig- blittrige 'I'cxtur
h t t des kiirnigen Gcliiges, wcilhe Farbe rtatt der
lichlgrauen, und leiclitere Schimlzbnrkeit, inders
das Staheifen, welches viellciclit iioch irnmer nicht
ganz Kohlenf%offleer i R , licli durcli Weichheit,
vollige Dehnbarkeil znckiges Gcfiige bliiulicli
weike Parbe urid die grGLste SLreiigHiifligkeit chamkterifirt. Am nul'f'dlcndften wird durch den Kohleultoff die Hiirte des EiCens modificirt; el- giebt
dem Stahl Elafiicitiit u n d UriverGnderlichkeit tics
Geliiges auch bei deiri Itiirklien rnechanil'chen
D r u c k , inders das weichlte nrrd tielin barlie Stnbei.
fen keine. ElaIiicitit h a t , und k i n e kijrnige 'l'extar
unter dem H a m m e r verlierend,Ilich in ein lehnigliiniellijLes Geflipe urniindert. Uie Art meiraen
RoheiTens, welches ousgezeicllnel hart uiid Cprijde,
vollkomrnen Wittrig, und 1eicIitiIliifIig ift, hat den
cherrliL'chen Anitlyl'eu zu Folge den grGfsterr Gehalt a n KotilenlioR, untl ifi dillier die dem reinen
KolllcrifiofT-EiTen am meifien fich aiihernde Verbind u n g von Eifm mit Kohle ;das wcnig rpriide weifse
Roheiren und aller Stahl niulliti als Auflijlhngen
des KohlenfiofE' EiCcns i t t Eihn angerehen werd e n , welche i n unbeltirnmten VerhdtnilI'tp Stntt
fill d en
Eiren und Kohle kiinuen lich noch riach einem
zweiten felten VerhJtnilI'e verbinderl, als in dem e b e n
gennnnten, wvo cia5 EiCen vorherrl'cht, utld die chrtte 1'i Lti I;:h en Ei g c 11 l'c.ha f t e n delll.1be 11 i 111 GOuz e n no c Ir
\vii!irsuneh:ncn h i d . In diercr zweitcn Verbiu-
,
-
.
,
-
c
439
I
dung, dem Re{l;;.bEei oder Graphit *) herrfcht der
Kohlenftoff vor und ill die Aehnlichkoit mit dein
Eiren verfchwunden. Uie Chcmiker find zwar noch
nicht einig, ob drrrin a n Eil'en 5 oder 6, oder, 10
Procent enthalten find; doch f'cheint das VerhSltnifv des Eil'ens ziir Kohle auch hier felt u n d iinmer
dall'elbe zu k y n . Diere Verbiridung ift fur fich dar('tdlbar. A u c h fie kann fich nach uiibefiirnrnten
Verkiiltnin'en i n dem einen i h r e r Bel'tandtheile,
den1 EiCen, auflijfen **), welcfies fich dadurch a i s
g r m i e s , weiches und ftrengAiilliges Xohez~erzdarfiellt; cine Verbindulig, die weit fclirvEcher nls die
zuvor crw;ihnte ift, uiid in der daher die cliarakterirtirclitn Eigenfchai'ten des Eifens durch den Grapliit lich nicht inerklich vertindert finden. l)as
graiw weiche Roheilkn iIt blos leichter fchmelzbar.
als cfas Stabeifen, hat aber die vollige Weichheit,
d i e Dehnbarkeit und dns kijrnige Gefuge derelben.
110s irn Graphit mit dem KohlenItoEinnig verbnn-
,
*; Eij'enhaBigs liohle nennt ihn Hcrr Karfien. Da Kohle und
RolilmRoff nacli dem angenornmenen Gebrauch nicht glcirhhedeutcnd find, ware cisfiir Elyen- KohZenJof ZII reizeu,
I&iene nkht noch ~chirL,lictcrder Ausdtuck zii fcyn : h&h/irs Kohlenjiof- Ezyen (vergl. Anunl. B. 49. S. 8. A r m . )
d. 11. mit griiIkter Merige Koldenfioff innis verbundenes Etfccn.
Gilb.
I,
) Wahrlcheinlicli auch in dern zweiten , dem KnhIcniInfT',
(la ich glaiibe den Antlkrncit oder die Kohlenblende f u r riaie
rolche Yereinigung Yon Grapbit mit Kolile halLcn zu dlilfen.
KarJen.
[
440
3
dene Eikn bindot all0 den Kohlenfioff i n diefern
Falle Cd&, . dafs be: AlzflaCung des Graphit i n
Eiren, in didem nicbt die aufi'allenden V e r h
dcrungen, wie in dcm vorigen Falle entllcheii,
obgleich hiufig graues Koheifcn vorkommt das
his 5 Yrocent Graphit, und allb fo viel KohlenRoff enthalt, als hinreicht Jas EiCen i m hochDen
Grade weifs, fprode9 hart und lkruhlig zu machen.
Es erhellet nun auch warurn das graue Roheiferr
viel wcniger zur Stahlbereituag tougt, als das weifse , wenn es glcicli mehr Kohltdoff als'diefes eqi
hallen kann.
Die Aufliitiangen von Kolilenltolf- Eifen i n Eil'en haben mit denen;' worin Graphit im Eifen oufgelijR iR, nicht die geringlte VermndLfchaft. In
dcm I'ogenanalen hnlbirten Eiyen, welches man erh i l t , weiin dcr Holiofen aus dein gsaren i n den
rohen, oder umgekehrt aus dern rolien i n den guarcri Gihg iibergeht, laflcn Gch auf der Bruchfliiche
beide fehr deutlich erkeunen; im erRcn Fall ill das
weilh harte Koheifc; Itellenweire in dern graueri
weiclien, im letztern Fall dae gcaue weiche i n dern
harten weiben Roheikn verbreitcl. Ein Heweis,
in wie genauer Vereinigung das Eden mit jenen
beideii ITerbiadungenIteht.
In dem KohleafioE- Eiren wird der wenige KohIenRofY vozi dern vieleu Eifen weit feller, als in dem
Grayhit der viele Kolilerifioff von d o n wenigeii Eih n gebundeu. Das weiLe Roheil'cn karin nur durch
Zutritl cines dritten Kiirygrs veriindeh werden,
,
,
,
,
[ 441 1
und relbfi die TVirkung des SouerfiofG auf das gel'chmolzens befchrinkt Gch au f allrnEhliges Eniziehen des Kohlenfioffs, wobei das weifse Roheifen
lich al!mShlig i n harteu, dann i n weichen Stahl uiid
endlicti i n Stabeil'en verwandelt. Im grsuen Roheil'en tritt dagegen der KolileiiRoff auch ohne Verinittlung eines dritten Kijrpers leiclit aus feiner
L erbindung mit wenig Eire11 im Graphite, urn lictr
init einer griifsern Meiige defl'elben als erltes Koh1enl'toK- Eil'en zu vereinigen. lis reicht dazu l'cllou
i i o , dak es iiocti dcrri Schinelzen fchnell erftarrc.
Ud3 graue weiche EilBn niit kornigein Gefuge wird
ciaon ptiitzlich zum weil'sen r'riiden Koheifcn m i t
l'trahlblith-iger T e x t u r und erfolpt die Erhrrung
iiur l'ch11el1genug, lo ifi i n dielem Roheilen keiiie
Spur yon Graphitbildung niehr zu bernerken.
Icti >gIaubc durch das Vorgetragene bewiden
ZU' haben, dars man die Theorie des Eilens atlein
L I U ~die Verbiurlung delli.lbon niit Kohlenltufl' griinden miilk. L ) G C h verkenrie icll nicht, wie mangelhart noch uiiL'erc l<enntuiL's von der K a t u r und d e r
13ekliafktiheit dieler Verbindung ilk, iiber welche
die Cliemie ~ 1 1 1 3uoch keirie geniigenden Kel'ultate
gcgeben h a t , u n d anch die Erl'cheinurigen i n ' d e n
grol'sen J\.'ei'kli.iiten der EiIbuerzeugung vie1 L i c h t
Z:I verbreiten iiicht geeigtiet find, da taI1kiJd kleii : ~ . VinliEnde, I;.lbli die eIectrirche Befcchoff'enheit
der Atmol'phiire
rtuf diere Verbindung Einflufs
,
11L1
be 11.
In folgenden wenigcn Sitzen glaube ich d;is
C
442
3
RPJuEtnt unyerer hisherigen Vb$uche und Seobnchturzgen iiber dns Bzyen darltellen zu lionnen.
1) S t n b e z ~ nilt reines Eiren mit einem Minimo
(eirter kaurn uoch angeblichen Menge) von KohlenI'toR'verbutiden. Eifcn ohtie allen KohlenfioHL' dhrft e vielleich t urn Gebrauch zu weich und von zu gez'i ngern Z u G m men ha1te r e p .
CW>ertuarmtesStabrifiiz, 13. 11. liilches, das zu vie1 trockne H i k e ausgvhtidezi h a t , Xt wahrrcheinlich ein l;lches allau
holiletiftoff-lceres Stobeil'eti; es hat zu wenig ZU1I~ n m e i i h tig
n iind zed2 fir1 leich t unter demHammero
a) Stalil ifi reines Eire11 rnit y: bis 1 Procent
KoI~le~~ltof€',Enthilt er des Kohlenfioffs mehr fo
durfie e r k b o n zu fpriidc und zu leiclit~liin'igfeyn,
auch l'eine Uehnbarkeit vijllig vcrloreii heben. I)er
t d d e K o i ~ i n i dd, e n mati wegeti leiner iliirte g e m
zu den Zieheihcn tjei den Drahtziigen niir-nt, lteht
zwXchcn dem dehnharen Stah1 und dern Sproden
KolieiL'en in dei. Mitte,
,
3 ) Roiiezyeen iR erne Verbindung des reinen
Eifens eritweder mit 12 bis 5 Procent Xohlenftof,
v ielleicht aucll rnehr (weiJses R o h e z ~ e n ) ,oder rnit
Crnphit in utibefiimmteri VerhiItnilTen *) (gmuea
X o 7 i e f e n ) . 111der Hitze kann das Eiren mehrGrayfiit als in der KZlte nufliil'eti, daher das graaeRohcil'en bei Iangfttmen Erkalten einen Theil des aufgtlofien Graphits ausfiiilbt.
4) In SchwafelGure und in SnIzGure loren fich
[ 443
3
am rchnellftcn auf, mit dem heftigrten Aufbraufen
und unter Entbinden des niehrfien WafIktrlioKgas
das grnue Rokeiyen und das Sta2jeiJen; erheres unter Zurucklan'en von rcirrem Graphit. Stah,! u n d
wezyses RohheiSeen Wen lich urn I;, iaogfamer uuf,
jc rnehr KohleiiItoff fie enthalle~i,und aus dem tvveiL e n Koheifen lilfst fich n u r durcli wicderholtes Uebergicfsen itrid Kocheri m i t S a l z h r e oder Kiiiiigswvaller alles C i k n abkheiden, wobei aber ein 'i'heil
des Kohlenl'toKs mit oxydirt und von der Saure auC
geliifi wird ['!I Uer KohleiifioR', wdclier zariickbleibt, iTt anfatigs rchwarabraun, zieht fich abcr itnmcr mehr iris Rothe und Gelbe, uud je liciiter er
wird, dell0 l e i c h k r loct e r fich i i i Ssuren und lbgar
i n gel2uertem FYaTTer, i n Alkolien und i n Salzen
auF, weshalh es Eul'serlt l'chmierig ill, die J l e n g e
des Kohlenftoffs in Kohlcnllof€'- haltendem Eifen Z I L
befiimmen. Da lich, menn man e i n ro1cht.s W e n i n
Sclirvefdiure oder i n SalzFinre aaflBlt, d s e r W a r krfioffgas aucb Kolilcn -WafI'erItofFgos wid [was claL
fclbe ili] OehL erzeugendcs Gas entbinden, (es Iliiikt
1ii;chli widrig, wenn ziif3llig dem Eifen Schweftll
o d e r Phosphor Iwigernengt ilk,) To e r t d t man hierbei immer a m weil'sem Roheil'en ein klcincres Volumen Gas, als nus eiiicr gleichen M e ~ i g ograiies
KoheiL-'en odcr Stabcikn; und da jene beideu Siiuyen oft keiiien Ildckfiarid an Kolile lalrkn, L'o geben
lie minder fichere iliizeigen von Kohlenl'tolf i n eiiiem EiI'el,, a h SdpetwCiure, w l c h e dunkle Riickitiade l&t.
-
b
t 444 1
5 ) D e r Gchalt des Stabeifens, des Stahls und
dcs weirsen Koheifens an Kohlenfioff 1aSst fich nicht
niit Gennuigkeit bertirnmen, weil wir weder win'en,
wic vie1 Sanerllofi dcr oxydirte Kohlcnfioff [?I enth i ! t , noch wie vie1 fich von dernfelben i n Siiuren
eufl;iR. Nimrnt man beim A u f l G h i n den Siiuren
grol'se Stiicken HoheiCen, To unterbricht die dicke
Riilde voti oxydirtein KoliletiRoE Eil'en wvomit
Gch dieres liolilenfioif- Eikn Iiedeckt endlicli allcs
13iiriwirBeii der SZure auf dns Eifen. Diefc Kinde
i X t bcim 'l'rocknen ziiin 'rheil von lclclblt ab. Sie
ilt brann, h a t ganz dos Aibfchn vori Kohlc, wird
von dem h l u p e t hark gezogen, und die, welrhe
ich unterfuccht habe, befiand zu 4 nus Kohlc urid zu
a u s RiCen, wovon Ge fich nur durch wiederholLes
Itarkes lbigeriren mit KSrrigswd!'er bdreien lids. *)
6) D'ISwe;S.e Rolie$x, ( d i e Verhiiidung des
Eife XIS in it KOhlei iItoff) il't Ic ic h t f1 ii 1Tige L' a h c I' a u ch
dickflull'iger als dcls graue Rol'lcrfin ( d i e Verbiod u ~ ~des
g Eirctis mit Grnphit) welches die Sul'serTtct
Strengfliilfigkeit behtzt aber fehr dunne flicl'st uiid
1dnf:e fliillig bleibt, w e m es viillig gel'chniolzen
worden. Des FrzjXeiz, (das heirst der Uebergatig
-
,
,
a
,
Gefchmeidiskeit durch Entzieheti des Kohlen-
~111-
lioffs ,) 1Xst fich daher beim erfierri leichter 01s bei
dein letztern erreichen, und man wiirdc d e s h a l b h t s
* ) Sollte nic!it dieCes Verli.dt1iifs nuf das Iiincleuteu, morin d e r
holtlenltofr zum Eifw i n d e r n waliren KolilrultolF E?>:n
( I I I I 3 l m r m o ] lielit, [ d. 11. in demjenigen , wurin Eifeo mit
dei bleinftan Meogc Xoble innis 1 erbunden ift] '?
K.
-
c 445 3
ouf das Erzeugcn yon weifsem Roheiren hinarbeifen,
wenn nicfit andere UmrtEnde oft das Gegentheil erforderten. Nacti den Errcheinungen bei den Proceffen
dcs Frifchens zu urtheilen, kommt es bei wezjiern
&ohez>n blos darauf an, einen Theil des Kohlenftoffs
nbzufcclleiden durch den Snuerftoff des Geblhfes,
oder beini englil'cl.ien Fril'chprocers durch das WarIer u n d den Lufifirom in dem Flammof'en. Das
grnue Rohefeen rccheint man dagegen erR durch eine
vorangehcnde Oxydation [ ? ] z u r Abrcheidnng des
Graphit zwingen IU rniiren, welche txau durch fogennnnte gaare Zul'cbliige, ( Hammerfchlag oder
gome Eifetifichlacke) bewirkt, wrodurch ohne Zweifel drr KohlenltoF in1 Graphit m e r i t zerretzt wird.
7 ) JFeiJis lioheveen entfieht iin Hohofen jedesmal, wenn die Hitzc abnimmt, k y es aus Mi&verhiiltnih des Brennmatcrials zur BeKchickuag,
ocler aus andern nicht hieher gellorigen Grunden. Uer Grad der Hitze, i u welcher es fich
bildet, lcheitit m r Erzeugung des Graphit nicht
hinreichend zu r e p . Es enthiilt zugleich immer vie1 mehr Kicfelmcfall (Siliciuw) und Thonerdernetall ( i l l r r n i i r m ) *) lo mie auch, wenn die
Crac oder tlas Breiinrnsterial Schwefelfiiure oder
Phosphorfiure enthalten, m e h r Schrefel rind Phosp h o r & dasgraue Roheiren, day Gch erfi ill eineiu rehr
v iel grofsern IIitzgrade bildet, in welchem fich diel'e
,
' ) Kalkmetall ( CuLium) habe ich darin noch iiicht gefunden.
[ 446
3
Metnlle und d e r g r o h 'rheil desScIirvel'els und Pl~osptiors eu verfliichkigen oder zu verfclilacken kheinen.
Oliiie Zweifel mird in dern H o h o h n aus dem gehorig berchickten anfiitigiich homogenen Erze d u r c h
die \Virkung J e r Kohk a u f den Sauerfiotf d e r Befchickung, und darch theilmeife Verbiridung der
Kohle mit den entoxydirten Metallen, zuerfi imm e r wveilses Roheiren g e l d d e t *). Bei zunehmend e r Hitze mird uiimittelbar vor der F o r m dieres
KohlenRoE- Eiren [im Minim03 zerfetzt, u n d eine
neuc Verbindi~tig varanlal'st nemlich des Eilens
niit Graphil, wclclie nicht mehr l'o vie1 Erdenmetalle Schwefel uud Phosphor als die vorige au€geIiifi hnlten kann, jveshalb m a n auch Gets auf Erzeugung grauen gnareii Koheireus hilt, menn die Erze
odcr das Brennmaterial Unarten enthalten. >Vie
diel'e Umiinderung des weirsen in prauev Roheileti
i n der nafserordenllichen Hitze durch das Saucrfioffgas der Gehlikluft bewirkt mird lidst lich bis
jetzt niclit erklSren. Dais indel's Jas graiie KoheiTen immer weniger KohlerifioiX als das weifse eutK i l t , aus welchem es entfianden ilt, bemeifen chem i k h e Zerlegungen.
,
,
,
*) h
i
ZII geringer Hitze des Ofens kanu das E n lich nicht
reducireo , weil dnun WahrCcheinlich der Kolrlenfioff fich
micbt mit dexn Eifen zu verbinden vermas, rondern es w i d
verfchlackt.
Wenn dahez gleich Ziok uod blan;an dern Eifo vermiigcn fie (loch lchwcr-
fen drn Saiierfiuff eutziehen,
Iirh das Eirenoayl zu rell&ren,
fchaft hoben
wvril a.:!
nirLt die Eigelt-
licli m i l Clem Eifen zu veihinden,
Anen niifigen ' ~ u l i a uzu~ Cctzen.
uud es in
1;:
r
447
3
8 ) D urch die Metnlle der hrdeh wird dicfe
Umiinderung irn Hohofen zwar nicht verhindert,
wold aber fehr erfchwert; und wenn lie dem weiIsen Roheifen i n gro6er hlenge beigemeiigt find,
To kGnnen fie dern entIieIienden grauen Roheiren ein
lchuppiges Getiige fiatt dcs kornigcn uiid dadurch
ein eigenes fremdartiges Anrehen gebcn wobei es
aber grau, weicli und etmas rlehnbar bleikt. Durch
Umfchmelmn unter Zu tritt von Sauerltoffgas verl i e r t ein folches Koheiren vie1 yon l'einer grauen
Farbe, weil ein 'i'heil dcr Krdeu Meialle Lich oxydi r t , ausl'cheiilet uiid den Kolilenfioft', womit fie
verbunden waren, dein Eil'en uberlPfst *); doc11 iR
ein I;olches Ausfiorsen d e r oxydirten Erden- Metalle
aus dem Roheiren eine fclteue Erk h e in u n g , weit
grnues m i t Erden Metallen uberlndoses Roheifen
nur I'elten vorkiimmt.
g ) Ko!~lanftoff-&fen ( tlas heibt wezpes Rokeiren), welches 3 bir 4 Pro ctn t Kohlenfioff enthiilt,
ill getlei3 t ei tie k ry Tti)1 1i 11 i Ac h e G efia 1t ;inzu n eh m en ;
die Kryliallhildung wird d arch cincn Gehalt an Erden Metalleu felrr beGrdert.
Grtaue8 Roheifen ift
eiiier kryftaliiciifchen E'iigung n u r in dern Fall fihig,
,
-
-
-
') D i e Erden -Metalle uncl der K ~ l i l z ~ f itreten
~ K wahrfcheinlirh inriig niit einanclcr in Verbindung, und diere wird in
den ertligeii Ruchfiindto, welche man beim Au5ijl;n von
Holreifen iu Saurerr e r h i l t , reetbfi d u r c l ilas Verpuffen mit
Salpeter niclit Gant alafselioben. Im weirsen R o l l e i h i f i der
Kohlenhft' das Band, wc1cht.r dss Eifen mit dell Eiiien
Mttdlen tiit vereinigt h d t [ I ]
iSaFarj.
-
-
E 445 3
wenn es vie1 Erden Metal1 enthslt uiid fehr langl'arn
ohne Zutritt von Sauer1toffga.s e r k a l k t .
l o ) Auch Schwefel und Plzoq.dzor verhinderii
zwar i nicht die Uiiiiindcrung des weilben Koheirens
i n graues; erfchweren 6e aber rehr u u d bei einein
bedeutenden Gehalt. der Bel'chickuiig an Schwefel
ift es durchaus uniniiglich graues Koheircri zu erzeugeii. I h s kriiftigfte Mittel, diere UmSnderung
zu vertiindern, ilt Jlangnn. Auch bei dcr fiiirklten
Hitze des Ofens und dem TchwSchCtten Erl'atze 1Cl'st
fich atis fehr hiangnn- halteiideii Eireoerzeri kein
graues KoheXen erzeugen. Die Urlhch ill diefelhe,
wie beiin Sctiwefel uiid in geringerrn Grade, bei
den Erden- Metallen. Es il't ncmlich keine V erbiudurig Ton Kohleufioffimit wenig M a r i p n vorhanden, welche der ollgemeincu Verbiuduug des Kohleofiotfs mit EiIbn uud Mangan entgegen Itreben
kijnnte. Dagegen Grid aus dieTemGrunde die Macgan halteriden Eirenerze z u r Stnhlerzeirpng-. vorzuglich gefchickt. DieSchwefel- iialtenden wurden
es gleichfalls feyxi, machte nicht der Schwefel das
Eikn rothbriichig. Sebr Schwefi.1- haltende Eil'enerze find dcshalb a m unbrauchbar; ein gnnz geringer Schwefelge ialt der Erze giebt dage en ein
derlies, fefies, e t n w liartes Stabeireu. 6 b das
hiaiigon f i r fich LelbCt etwas zur griirsern Hiirte des
SLalils beikriigt, ill nicht entrchiedeii; die Hauptmirkung deflelben bui d e r Stahlerzeugung befieht
aber i n der A r t , wic cs die Verbindung des Kohlenfioffs mit dem EiFen bewirkt.
Diere Bemerkungen fiud theils auf Beobachtungen irn Grol'sen, tlicils auf Verfuche im Klein e n qegriindet, und diirften, mie ich mir rchmeichl e , uber die ZufiEride des EXens mehr L i c h t verbreiten, als die bistierigen Tlieorieen, welche mit
den Erfcheinungen in den Eiliinhutten gar zu oft
irn IViderTpruche fiehen.
,.
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-
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