close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkungen ber die von Hrn. Dr

код для вставкиСкачать
380
bis eine neue Portion desselben sich nicbt
mebr firbte.)
Zur Darstelluug der S3ure wurde d e r obige Bleiniederschlag io Wasser eiogeriilirt und diirch Schwefelwassetstoff zersetzt, die vom Schwefelblei abfiltrirtc Flussigkeit lis zur Sjrupsconsistenz eiiigedauipft , uiid der
Riickstaud mit einer gleicben Menge Alkoliol versetz!.
Das vom .4lkohol G e b s t e eiilhllt die Gerbstoff- Kaffeessure, das Ungelbste die atomatisclre Ssure. Letztcre
mufs indefs in Wasscr aufgeliis! werden, urn sic von einigen unlbslichen katfeesaureo Salzen zu befreien.
drat gekocht,
XV.
Bemrrkungen iiber die von Hrn. D r . W e i f s
am Kaffee btobnchirie Eigenschuft, a n i y a s
Zische urid vegrtabifische EfJucim zu ztrstiiren ;
oon G. S c h t v e i t z e r .
I n einer kiirzlich erschieiienen Schrift hat Hr. Dr. W e i f u
dnnuthun gesuclit, dafs der beiin . Iirennen des Kaffees
entfieicbende Uampf die Fsliigkeit besi~ze, den Geruclr
thierischer und aucli vegelabilisclier .\usdiii)stungcn zu zersti)rcn, und dadurch die Auftnerksawkcit Vieler auf dicsen Gegenstand hingezogea. Ciii inich yon der risenthiiinlicben h a f t des Kaffeedamprs zu iiberzeiigen, habc
ich mehrere Versuclie angestellt, die ich so frei bin hier
niedenulegen.
Beim Rilsten des Kaffees entwickeh sich oach den
neusten Versuchen des Hrn. Prof. L a u1 p a di u s zwri S k i ren: empyreuinatisch - aromalischc Kaffeesaure und cinpyreumalische Essiqsaure, und eiu empyreuinatisc1:es Kaffeefctt; diese haleu, oach Hrn. W c i 1s. die Elgelischaff
Effluvien zii zerstijreu. ich machte eiii Kaffccdestiht,
381
itidem ich nacb dcr Angabe griiuen Kaffee im Wasserbade trocknete, pulverte, in eine Glasretorte scliilttelc,
diese in eine Sandkapelle stellte und den Kaffee gelinde
rfistete; in kalt gehaltener Vorlage wurden die Wimpfc
condensirt, die sich durcb einen hoclist durchdringenden,
an KBrpern lange haftenden Geriich auszeichnen,
Nur einige Versuche will ich' jelzt*anfiihren, urn zu
beweisen, dafs der Kaffeedampf micht Izerstbrend, soiidcrn
n u r eiiihullend wirkt.
W i r k t e der Kaffeedampf zersliirerid auf Ausdunstongen, SO m u k e bei sorgfiltiger Behalidlung ein Augenblick einlreten, wo weder d e r Kaffeedampf, noch etwas von deli Efiluvien :durch die Geruclisnerven wahrnehinbar wlre, indem so'wobl dcr Kaffeedaiiipf,
als aucb die Eftluzien veriindert iitid indiffcreiit wurden.
Diefs hat n u n - zwar .aucb Hr, Prof.! L a i n p a d i u s bei
Durchraucherung eiiies Ziinmers gefuiiden ; allein ich habc
bei keiiieni ujciner Versuclie eitlen solcben Puokt einlreten
gesehen. Iiniiier fand eiii gemiscliter Gerucli 'statt, oder
wareii die Effluvieii iiicbt so durchdriogend, berrschte deutlich dcr Kaffeegcrucb vor.
Ein Gefafs , Ton eiiiein hachst irideriichen Khsegeruch erfullt, suciite ich dadiirch zu reiiiigen, dais ich
Diiinpfe des Kafleedeslillats hiiicinleitetc; der Gerucli zeigte
sicb im Aiifange nacli Kaffee und KLse gerniacht, und erbielt sich aitch iin versclilosseneii Gefiifse; nachdem ich
aber das Geftifs langer den Diimpfen aussetzte, wurde
der Kaffeegeruch pradoiiiioirend , docb trat nacb eiiiiger
Zeit der eemischle, jedocli nicht starke Gerucb wieder
hervor, sobald icb das Gef;iCs offen an die Luft stellte.
Es ist bekaniit, dafs der KBse oft vie1 Ammoniali aushaticht, hier hat sicb denn die brenzliche Saure init dcni
A~nmoniak rerbundeii, wodurch zwar dem Kase der stark
durchdringendc aminotiiakalische, durcbaus aber nicht der
widerliche Gerucb genoiiinieu wurdc. UaTs liier das Brenzliche bei den Kaffeesaureii das. W i r k e n d e , also Umhiillende ist, Iafsst sich dadurch beweisen, 'dal's das Kaffee-
38'2
fett eine lihnliche, nur nocb starker,.umhullen.de Eigenschnft hat, weil das Fett ein starker Trager des Empyieurna ist; uiid Felt frei Ton dein Brenzlichen sich gain
,iiitlifferent ve&il.t; :Niinmt man etwas ,ubelriechenden Kase,
riihrt ihn mit etwas W a s s e r an und sefzt Essig Iiiiizu, $0
weicht der .amnion.iakalisclie, doch. nicht der widcrliclie
Geruch, setzt. man..statt des Essigs brenzlichen Holzessig
hiiizu-, so wird von einer kleiiien Mwge der Gcrrich d &
Kases Leicht eingebullt, was selbst diitcli 'einen sebr COIIcentrirten Kaffceaufgufs hihhst schwach geschiebt, so daf3
in dieser Hinsicht d a s Empyreuma des Kaffees dem des
Holzessi gfi ua.c11 $ t e h t.
Eirie Cloak&;. die nach volliger A u s r ~ u m u n gnocli
.einen hiichst unangenehmen . Geruch verbreitete., wurde
slark init Kaffeedainpf angefiillt, anfSi,glicli roch der Kaffee vor, doch sebr bald zeigk .sich. ein gemischler Ceruch, und nacli Verfliichligiing des, Kaffeedampfs trat der
vorige vriderliche Gerucli bervor.
.
10 'eiuem Zirnmer wurde so vicl Benlsteinol verlliichtigt, dafs es detitlich daiiach rocli, M'OZU nur wenig crforderlicb war; aber keinc nocli so starke RSuchcrtio;;
vermocbte den Geruch zu tilgen, tvobl aber auf einige
Zeit zu urnhiillen.
Eiii mit AsafGtidatinktur und ein anderes mit Casloreiiintinktur g e ~ r a d i t e s Papier wurdeii lange den Diiinpfen .des rilsteiiden Kaffees ausgeselzt, a b e r vou einer
Zerst6riing des Geruchs war durchaus iiichts wahmehm-bar. Arbeitet man anhaltend mit den Kaffeedalopfeo, so
k6nne11 die Geruchsuerveu leicht trugerisch werden ; ai3
Beweis diene Folgendes:
Ein mit Moscliustiuktur getrznktes Slattchen wurde
laoge den Kaffeedhnpfen ausgesetzt, uiid darauf nocli in
ein Kaffeedestillat getaucht , bei der Priifung schieii es
mir, als wgre der Moschusgeruch ganzlich versch~vundeo;
Andere, die iiicht SO Iange den Kaffeeihopfan ausgeselzt waren, erkannten gleich d e s charakteristischcn Gc,
39.3
ruch des Moscbus, der in seiner Sttirke wicder bervortrot, sobald das Papier der Liift ausgesetzt wurde.
Es kanu d(trcbaiis nicht als Beweis der ZerstGrung
des Efnuviuins dieiien, wenn man eiiien Rauoi, der u b r l
rieclit, mit Kaffeedampf aiifiillt und ihn vcrschlossen hlilt,
wodurch tlas Eflluviuin iiicllt waliriielimbar, und gleichSam, bei hiiirrichender lMeiige des Kaffeedainpfs, von
diesein eiiigeliiillt wird: mail lasse der Luft den freien
Zutrift, und nacli Vertliichligiing des Kaffeegeruclis wird
das Effluvium charakteristiscti genrrg Iiervortreten, es scp
denii, dal's wghrend der Vertliichtigring des Kaffeegerriclis
sich auch das Eftluviuin ver1luclitii;t Iiabe.
Die wshrcnd der Versuche gcinacliten Erfahrungcii
erlaube ich inir in der Kurze zusanimenziistelleo :
1 ) Mali dorf nicht, uin ein richtiges Urtheil zu fslleu,
die Priifuiig in eiiiem verschlosseiieii Rnume aiistcllen, aus mehreren oben arigefiihrten Griindeit.
2) Man hat daraiif zri Feheii, d b das Effluvium sic.11
scbHerer oder leichter vertliichtigt als der Knffeegeruch: iin ersteii F d l e blribt nach Vertltichligiiiig
des Kaffeegeriichs das Eflluvium w enigstcns thrilweise ziiruck, iin zweiten FalIe eiitweicht es uiiter
der Uiirlliillung des Kaffeegeruclis.
3) Das Kaffcedeslillat oder Uberhaupt die Kaffecdgmpfe
wirkeii durchaus nicht zersIGrend, sondern nor eiiiliulleiid arif Effluvien ein.
4 ) b a s Eitihiilleiide Leg1 im Empyreuma.
5 ) 1)as Empyreuina des Kaffees gehiht zu den st#rkslen orgauischeii EinliIillungsinilteln, so ist das Enipyreuina voii rbstenden Wachholderbeeren ; Eicbeln
uod Getraide vie1 schnacher, doch das vom breiizlichen Holzessig vie1 stiirker.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
159 Кб
Теги
ber, die, bemerkungen, hrn, von
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа