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Bemerkungen ber die Zunahme der Temperatur in den tieferen Erdschichten.

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XXVIII. Bemerkungen uber die Zunahrne cler
Temperatur in den tifiren Erdschichten; von
A. T. KupfJer.
D a noch eine 60 grofso Verscbiedcnheit in den Bestiuimuogen des Cocflicieuten der Zunahme der Bodentemperatur nach der Tiefe stattfindet, so liabe ich mich beiiiiibt, durch Sichtung der Beobachtungeii, welche die
Elemente der Rechnuug hergeben, eine g d s e r e Gewifslieit zu erlangen.
So gut wir jetzt, besonders durch die Arbeit von
C o r d i e r , ahch wissen, dafs die Zuualiine der Temperatur in den Berpverken nicht von zufalligen Ursachen
herriihren kaun, so ist es doch klar, dafs diese zufiiltigen Ursachen, wie z. B. die Luftstriimungen in den Gruben, das Eindringen der Tagewasser etc., den WertL
des Coefficienten cler Zunahine bedeutend abandern kunncn; und so lange wir keine Theorie der Fortpflanzung
rler Wsrme in deli Gruben besitzen, wird der Einflufs tlcr
ersten der genaunten Ursachen unbestimwbar bleiben. Es
scheint deshalb, wie schon A r a g o sehr richtig bemerkt
hat, dafs man besser thate, die Beobachtungen iiber die
Temperatur der artesischen Brunneu als Basis bei der
Bestimmung des oben bezeichneten Coefficienten auzunebmen.
Im Journal fur Physik und Mathematik von Baumg f r t n e r , Bd. VIII Heft 3, sind einige Beobachtungen
iiber die Tempcratur artesischer Brunnen in der Umgegend von Wien gesammelt. Uuter ihnen giebt es mehrere, die in Brunnen von grohem Wasserreichthum angestellt worden, und die deshalb besonders d a m geeigiiet sind, die Zunahmc der WIrinc nacli der Tiefe genau anzugeben; d e weuu
~
die Wasscrmcugc nur geiiug
255
ist, so ist die Gelahr eines Einflusses dcr Temperatur der
gufseren Luft und der oberen Erdschichtcn z i ~grot. Wir
mahleu deshalb nnr vier Eeobachtungen heraus, in artesischen Brunnen angestellt, deren einer 1080, der zweitc
1661, der dritte 1728 und der vierte 864 Eimer in 21
Stuudcn lieferte. Diese vier Brunneii gaben folgendc
Resultate.
Der erste Brnnnen war 234 Wiener Furs
tief und zeigte eine Tcrnperatur von
110,0 H.
Der zweite war 108 W.F. tief und zeigte 9 ,3
Der drittc war 108 W. F. tief und zeigte
ebenfalls
9 ,3
90,O Der vierte war 60 W.F. tief uud zeigte
Alle diese Temperaturen erlitten keine Aenderung
im Laufe des Jahres.
Es sey nun T die (mittlere) Temperatur des Bodens an der Oberfliche oder in der Tiefe 0, und p dcr
Coefficient der Zuuahme der Temperatur fiir 1 Fufs W e ner, so hat man folgende Gleichungen:
T+ 234 p= 1 l 0 , O
T+IOS$=
Y ,3
T+lOSp= 9 ,3
T+ 6Op= 9 ,O
Die Combination dieser vier Gleichungen , nach der
Methode der kleinsteii Quadrate, giebt:
T=S0,06
mit einem iuittleren Fehler von ~ O O , 0 9 5
$=O
,01245 mit einem mittleren Fehler von TO ,00066.
Dieser Werth von
giebt t30,34 Wiener Fufs oder
25",4 fur loR., mit einem mittleren Fehler von -FW,2.
Die mittlere Lufttemperatur von Wien ist S0,2.
Neben den Seeblderu von Rochelle ist die Teniperatur eines 123",16 tiefen artesischen Brunnens 18",12 C.
I)a die mittlere Teniperatur von Rochelle 11°,87 C. ist
(und in dieser Breite ist die mittlere Temperatur der
Luft der xnittleren Temperatur des Bodens an der Oberflache ziemlich genau gleich), so hat man 19",71 ZuuaLiiie
-
286
der Tiefe fur jeden Centesimalgrad, und 2P,6 fur jedeii
Octogesimaiirad ).
Ein artesischer Brunnen in Epinay, der aus einer
Tiefe von 67 Meter hervorqnillt, liat 1 4 O C. Temperatur; ein anderer, welcher 54 Meter tief ist, zeigt 13O,3;
der Brunnen von Epinay, welcher niir 12 Meter ticf ist,
hat eine Warme von 1l0 C. (Siehe die Vorlesung, die
H e ' r i c a r t d e T h u r y in der Pariser Acadernie gehalten
bat, den 17. M a n 1828, bder den Globe vom 26. Marz
1828.) Diese drei Beobachtungen, auf dieselbe Weise
combinirt, geben 22",9 fur jeden Octogesimalgrad * und
10°,34 C. fur die Temperatur an der Oberflache.
Die Beobachtungen, die F o r , M o y l e und B a r barn in den Gruben von Falmouth angestellt haben, sind
allgemein bekannt. Eine Zusammenstellung derselben findet sich in Edinburgh journal of science, by D a v i d
B r e w s t e r , No. XX, Jahrgang 1829, p. 237; ich kann
inich also der Miihe iiberheben sie hier wieder anzufiihren. Diese 29 Beobachtungen, nach der Methode der
kleinsten Quadrate auf die schon angefiihrte Weise verbunden, geben:
T=52",08Fahr.
,8'=0,13632.
Hieraus findet man 30m,2Zunahme in der Tiefe fur jeden Octogesimalgrad. Dieser Werth nun entfernt sich
bedeutend von den oben gefundenen Werthen; er verdient aber auch kein grolses Vertrauen, denn wenn man
die gefundenen Werthe von T und /I'in den Bedingungsgleichungen substituirt, so erhilt man Resultate, die
urn 10" und mehr von den Resultaten der Beobachtung
abweichen.
Die mittlere Temperatur der Luft in Fallnouth ist
49O,86 Fahr.
Alle diese 29 Beobachtungen beziehen sich auf die
Temperatur der Wasser in den Gruben, welche gewbhn1) Siche BuUetin des sciences nnfureUrs, par F c r u s s a c, Avrif
1830.
lich aus melrren Scliichten zugleich entspringen, und d e 5
lialb selten die Teinperalur des Felsens am Orte ihres
Sammelplatzes genau angeben.
F o x hat noch beobachtet, dals das Wasser, welches in grofser F'iille aus einer Tiefe von 155 Faden gcsclr6pft wurde, eine Temperatur von 73O,5 Fahr. hatte;
in 115 Faden Tiefe zeigten die Gruhenwasser 66O,5 ontl
in eiiier Tiefe von 105 Faden 65O Fahr. Eimmt man
das Mittel aus diesen drei Werthen und vergleicht es niit
der inittleren TemperatClr der Luft an der Oberflaclie
(J9",9), so findet man eine Zunahme von 27",95 fur
jeden Octogesimalgrad.
Die Beobachtungen in den Gruben von Bogoslowsk
am Ural, die ich gemeinschaftlich rnit Hrn. E r m a n nngcstellt babe '), geben, nacb der Methode der kleinstcn
Quadrate berechnet, 24",8 fGr jeden Octogesimalgratl,
y i t einen mittleren Feliler von 0'",5.
Die in derselben Abhandlung aiigefiihrten Beobachtungen aus Gruben in Frankreich und Cornwallis geben
26",9 mit einen miltleren Fehler von 1".
Also geben:
die Beobachtungen aus den Gruben am Ural
24",8
die Beobachtungen aus den Gruben von Cornwallis, Sachsen und Frankreich
26 ,9
die artesischen Brunnen in der Urngegend von
25 ,4
Wien *)
der artcsische Brunnen bei Rochelle
24 ,6
der artesische Bruunen in Epinay
22 ,9
die neobachtungen von F o x , M o y l e und B a r h a m in den Gruben von Falmouth
30 ,2
andere Beobachtungen von F o x
28 ,o
Multiplicirt man die ersten drei W e r t h e (deren Gewichte uns bekannt sind) jedeu mit seinem Gewichte, uiid
1 ) S e h e meine Abhandluog iiber die Bodentemperatur a d einigen
Punkten im Batlichen R d d a o d , in dies. Ann. Bd. XV. S. 159.
2) Vergl. Aanalen, Bd. X X ( S. 365.
286
&vidirt dic Summe dieser Producte durch die Summe dcr
(';ewichte, so erhalt man
25",37 fur jeden Octogesimalgrad.
Also fast genau dasselbe Resultat, welches dic artesischen Brunnen in der Umgegend von W i e n schon allein
geben.
XXIX.
Analyse des Allanits con Iglorsod in
Grhdand; oon S t r o m eye r.
(Gtttiog. Anscig. 1834, NO.75.)
D i e s e s Mineral gehart zu den seltensten und ausgezeicrinetsten Fossilien Grilnlands. Es kommt im Granit eingemacbsen zu Iglorsoit, Narksak, Kingiktorsoak ' und einigen anderen Orten auf der Nordwestkuste von Grauland
vor, und ist bekanntlich von dem verdienten, kiirzlich
verstorbenen Professor der Mineralogie zu Dublin, C h,a rl e s G i e s e c k e , walrend seines mehrjshrigen Aufenlhalts
in diesem unwirthbaren Lande enldeckt wordcn.
Die ersten Nachrichten von deinselben verdanken wir
indessen dem trefflichen, leider auch vor wenigen Mouatcn bereits verstorbenen, Mineralogen h 11a n ( Transact.
of the Royal Sociefy of Edinburgh, Vol. 7.1p. 345),
der durch Zufall, noch wahrend Gi e s e c k e sich in Gr6nland befand, in den Besitz desselben kam.
A 11a n bielt dasselbe fur krystallisirten Gadolinit,
obwohl ihm manche seiner Eigenschaften mit diesem Fossile nicht iibereinzustimmen schienen.
Kine im Jahre 1810 von T h o m s o n mit demselben
angestellte chemische Untersuchung, welche iu demselben
Bande der zuvor erwlhnten Societatsschrifien, S.371 von
ihm mitgetheilt wird, zeigte indessen, d a t dasselbe in seiner Mischung sebr wesentlich vom Gadolinit verschieden
sey, und eine eigenthiimliche, bis dahin unbekannte Mineralspecies bilde. Daher auch T h o m s o n diesem Mineral, zu Ehren Allan's, den Namen Allunit ertheilte.
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