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Bemerkungen ber einige electrische Versuche deren Erklrung schwierig schien. Aus einem Briefe des Herrn Prof. Knoch in Braunschweig an den. Herrn Prof

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VIII.
B e m c r k u n g e n iiber e i n i g e e 2 e c t r P J c h a
Y e rfu c h t?, d e r e n E r k 1 u r un-g Jc h w i e
r i g Jchieu.
-
A U Se i n e n t B r i e f e d e s H e r r n P i o f . I c n o c h
in B r a u n J c h w e i g a n d e n . H e r r n P r o f .
R e m e r i n HeLinJtiiiit.
-
y
S i e fordern mich auf, I h n c n meine Bem e r k u 11g c n ilher cl i e elect ri fch en E r fch ei nun ge n
mitzutheilen) welche Sie i m 8ten Bancle d e r Gilbert’fchen Annalen d e r PtiyGk, 323 u.f., beltannt
geniacht haben, und die I h n e n in A n f e h u n s ihres
Gruncles n o c h v i J Dunkelheit zu haben fcheinen.
I c h bin ein eifriger Anhiinger cles electrirchen Dualism~~
und
~ , ich will verfuchen, nach tliefer T h e o rie I h r e PhHnomene zu e r k l i r e n .
I h r zweiter Verfuch, ( A n n . , VIII,326,) betrifft
die electhfihen Staubjguren. Eine Franklin’fche
belegte Glastafel, welche auf dern unbelegten Rand e mit Siegellhck iiberzogen w a r , w u r d e a u f d e r
Belegung fo wohl als auf dern Rande mit ESrlappfamen bepuclert und poGtiv ge!aden. Bei cler Lacfuhg bemericten Sie nur eine zeringe Bewegting
tles Samenitai~!~es;e r zog Gch an den R i n d e r n d e r
t.
)
belcgten Platte von cler Belegung zuriick, o h n e eio e gewifle Figur zu biltlen, und aof d e r Belegung
feelbit hlieb e r in Ruhe. Als Sie hierauf die Platte
entluclen, gerieth die St a ubmdfe i n Bewegung,
d e r ganze unbelegte Rand cles Quadrats bekleidete
fich mit po!itiven Lichtenbergifcllen Fignren, welch e ihre Spitzen nach d e r Belegung hinwendeten,
und ihre U ~ f i sam Rande des Glares hatten. Luden
Sie clie T e f el negativ, fo erlolgte wahrend der Ladung eine Zufamrnenziehung cles Staobes auf dern
unbelegten Rande nach d e r Belegung h i n , und
beim Entladen erhielten Sie diefelben Figuren wie
beim erften Verluche, aber die Spitzen cler Strahlen waren nach dern Rande des Quadrats gerichtet.
Wiril nach L i c h t e n b e r g ein Pechkuchen
pofitiv electrifcch gemacht , uncl clann rnit Bnrlappfamen bepudert , fo entfteben bcltanntlich i'ternfijrinige Figuren; Strahlen, welche 3us einem
P u n k t e nach allen Seiten auslaufen. Wircl tler KLIchen mit negativer Electricitit verfehen, fo zieht
Gch d e r darauf zerltreute Staub von allen Seiten
nach mehrern Punkt e n ode r urn mehrere P u n k t e
zufarnrnen ; es cntftehen clurch ltrtimme oder Kreislinien ejngefchloffene Figuren.
Hiernach r n d s
fich cler Same, wenn clie T a f e l poctiv geladen
w i r d , von d e r Mitte cler Relegung nach dern RanrIe des Quadrats entfernen; we nn aber die Taf el
E er h a l t , fich nach d e r Mitte hinziehen, oder
nach rler Belegung, wie es fich clenn 3uch gezeigt
hat. Intlem die pofitiv geladene Tafel entladeu
wurcle, fetzte fich das - E d e r untern Seite mit
dem
E d e r obern ins Gleichgewicht. Dieles
-
-
hinziikommende
-E
verurfachte, dafs I;ch aIIes
Statibige zufaminen zog, und d i e Spitzen cler gebildeten Strahlen nach d e r Belegung hin oder nach
dern b k t t e l p u n k t e gerichtet waren. Wurcle aber
die negativ geladene Platte entladen, fo mufste
n o t h d e n d i g das Gegentheil ’ erfolgen ; denn das
+Ecler u n t e r n s e i t e verband Gch mit dem-I?
cler
obern und verurfachte, lclafs fich d e r Staub vom
Mittelpunkte aus zerftreute und die Strahlenlpitzer!
nach Clem Rande des Quadrats h i n gerichtet waren.
Ich glairbe, clafs zwifchen den Erfcheinungen cler
Lichtenbergifchen Figuren und den Ihrigen lcein
wereritlicher Unterfchiecl zu fuchen ilt.
Icti komme a u f das, was Sie S. 339 uber die
heiden elcctriIchen T h e o r i e e n bemerken. W e n n
w i r von den Wirkungen auf die Urfache fchlieken,
lo mulfen die Fliilfigkeiteu, welche bei Erregung
d e r Electricitit zum Vorfchein kommen u n d die
+
-
E und
E auszudrucken pflegen,
w i r durch
wirklich verfchieclen feyn. Setze ich den Glascylinder einer Mafchine in Bewegung, fo zeigt fich
die eine an dern Hauptcontluctor, d i e andere am
Reibekilflen. Diefes lafst ficli unter gehbriger Vdrriciitung hinliinglich zeigen. Beide Itrbmen ails,
aber i n verfchieclener Geftalt. D i e pofitive zeigt
fich als ein ausgehender Strahleobufchel, die negative als ein leuchtender P u n k t , der nach Verlchie‘:denlieit d e r Grofse des Kdrpers, an welchem e r
gcfehen wird , bald gr6lser, bald ltleiner errcheiut.
D i d e durch das Keiben der ICorper, rnit welcheii
w i r d e n VerTuch anftellen , getrennten electrifchen
Fldlfigkeiten luchen lich, wegen i h r e r l e h r [tarken
V e r w a n d t f c l ~ a f t , aitf d a s lchleunigfte wieder z u
verbinden. Sie w i h l e n d a m die tiin die Marchine
befindlichen beften Leite,r. Setzt m3n i h n e n H i n derniffe eritgegen, fo w l h l e n lie clie fie urngebende
atmolph5rifche L u f t , die daon nach den verfchiedenen Graden i h r e r W i r i n e und Feuchtigkeit melir
o d e r weniger dazu gerchiclct i l t , zu allen Zeiten
aber uns unverrneiclliche Schwieriglteiten in d e n
\Veg Iegt.
Sie hahe n S. 339 die E e m e r k u n g geniacht,
dafs cine Liclitjlamme fo wohl von einer am po!itiv
el ec tr ili r ten Co n d uc t o c be find lic h en D r;: 11 t I'pi tze ,
a l s v o n einer antlern, die Sie m i t cleni [legatit.
electrifirten C o n d u c t o r rerbuntlen hatten, cliirch
CIie ausltrornende FliiCGg!ieit von d e r N J f c h i n e entfernt, wegseblafen, j a ausgelofcht wurcle, nachclelii
Sie folche d e r Spitze auf eine grulsere otfer geringere Entfernung nhherten ; aher e s wurde zuglejch
beohachtet, dafs gedachte Flaniiiie an d e r Spitze
cles poGtiven Leiters bei grofserer A n n i l i e r u n g verloTcli,, und an cler Spitze des negativen Leiters
n u r bei e i n e r E n t f e r n u n ~von zwei his clreiZoll y o n
cler Spitze entfernt w u r d e ; bei e i n e r A n n a h e r u n g
a u f wenige Linien, mit ilireln mittlern T h e i l e nach
d e r Spitze fich pbewegte , uncl eine ha1 brilondf6rmig e Geltalt annahm.
Diefe Erfcheinung fcheint
l h n e n mit Clem dualiftifchen Syfteme fich nicht vereinigen zu laffen, wejl nach d e d e l b e n die Flaniine
bei einer f o k h e d Anniiherung eben fo w o h l an der
negativ electrifirten Spitze vekliirc~ien Iniirste, a!s
an der politiv electrifirten. An beicleu Spitzen war
das Ausrtriimen d e r electrifchen Fliil'figkeit durch
die bewegte Lichtflamme unverkennbar ; clafs i7~11
aber bei der grofsen Annaherung des Lichts bei d e r
negaiiv electrifirten Spitze die Entfernung i n ein
Anziehen verSnclerte, k a r n daher, ddfs Sie der
Spitze durch Ihren Kijrper und durch die Kerze pofitives E zufiihrten, welches von dem
E der
Spitze angezogen und aufgenommen w u d e .
-
I h r e Verfuche S. 335 u. f. w. mit den Funken poiitiver Coiicluctoren rnacben mir keine grofse Schwierigkeit. l h r e Reobnchtungen habe icli
f e h r oft getnacht. D e r Funke geht fo wohl aus
dem Conlluctor i n den Knocliel der Finger unJ i n
die Kugel des Auslaclers, a l s aus diefen i n deli Leit e r iiber ; xuweilen finclet- Gch beirles zufammen.
Es k o m m t zugleich ein F u n k e a u s dem Leiter uncl
einer ails clein ICnijchel uncl dein Auslader, w e n n
man diefen gebraucht. lch fage : zuweilen , weil
man folches nicht jetlerzeit deutlich bemerken
k a n n ; eigentlich miifste ich fagen: irnmer. BeicIe
Funken vereinigen iich mit einander. Geben Sie
befonders irn Dunkeln auf die Farben des aus elem
Leiter gezogenenFunkens Acht. Es findet Gch alle
Blah1 eine Stelle darin, welclie violett i n s Kupferfarbige iihsrsehend e r k h e i n t , clas iihrige l i a t die
gewcjhnliche Feuerfarbe. An der Stelle, wo jcnes
Violett erfcheint, vereinigen fich die aus dem Leit er und dem Auslader h e r v o r fpringenden Funken.
D iele Stelle findet Iich nicht iinrner.an einem u n d
demfelben Ort e . Bald zeigt bch dies Violett in d e r
b l i t t e , bald dem L e i t e r , bald d e r H a n d ode; dem9
Auslacler n i h e r .
Vorhin b g t e i c l i , clafs fich die beiden durch
Reihen cler 31afchine getrennten electrifchen
I;]aCligkeiten auf das gefchwinclefte wieder zu verbinden fuchen , u n d dazu alle urnher befindliche
L e i t e p wahlen. 1ft I h r politiver C o n d u c t o r ifolirt,
'13s
das Reibekilffen a b e r mit clem Fufsbotlen i n Verb indung, io g e h t d 3 ~ E tlurcll tliefen i n I h r e n
l i i i r p e r , und gelit clurch l h r e H a n J wiecler zu Clem
E des politiven Leiters uber. 1ft das
E ft;ir-
-
+
-
+
l t e r als das
E , fo ielieii Sic den F u n k e n aus I h r e m Fjngerkn o c h e l i n den L e i t r r iibcrfpringen,
o d e r w e n n a u s beiden e i n Funlte k o r n m t , fo findet fich die violette Farhe i n dern Funken nPher gegen den Conductor. Ift tlas
E ftarker als das
E, fo erfolgt d a s Gegei:theil. Sind beitle v o n
-
+
gleicher S t a r k e , fo kiirnmt ein gleicher Funke
ails d e r Hand o d e r den1 Auslader untl dem L e i t e r
zugleich, und die violette F a r h e erfcheint i n d e r
*
Blitte des ausbrechenden Funkens. Wegen d e r grolsen Gefchwindigkeit IZfst fich cliefes bej jedem ausgezogenen Fu n k e n nicht gut beohachten, am beiten im D u n k e l n , u n d bei ofterer W i e d e r h o h l u n g
des Verluchs.
So \VoliI tlas AusftrGmen e i n e r FlilfGgkeit,' als
das Auibreche n o d e r Entftehen eines Furikens bei
dem negativen C o n d u c t o r zeigt u n s deutlich , dafs
eine Materie ausgehe , a b e r nich t , dars fie. aufgenamrnen w e r d e , o b letzter'es gleich eb'en lo wie
b p i t l e m politiven L e i t e r gelcliehen k a n n , denn hei;
tie Leiter uehmen die entgegen gefetzte Electricitlt
a'uf.?': Hierau.4 Ialst fich n u n leicht einfehen ,' w o h e r
es: kbrtiitlt, daTs,-.w'enn 'man einen Kijrper i n clie
IV;ihe eines electrifirten KiirFers b r i n g t , i n clernfrlben clie entgegen gefetzte Electricitlt rege wiril,
welclies wan geivGhnlich Verthei!ung . z u . nennen
IJOegt. . ::&Ian darf diefe K o r p e r n u r aIs Leiter berrachted, ,'die die entgegen gefetzte Electricitdt herbei fubren, fo w i e ' m e j n Jiiirper o d e r rneine H a n d
verrnilteift 'der urn mi c h ' h e r belincllichen Leiter.
..&
I
Eriaubcn Sie mir, noc,li etwns u b e r IIir?nj>i:!J.
.
&av~ e ~ / ; t cziur Lgen. , % e beobachteten , dab, io
.. .-- .
I ; , I I , ~ ~ Cylinder Gch bcwegte, a n tler SpitLe cles
~ 1 1 1 1 1 VcrI'iiChe Sewili!ten Drahts ein fcllr deutlicher
f
I
,
.
, I .
v e r r c h w i n d , als die Jlafciiille
{till
" . . fiantl',)
.
un,cl bald nachher e i n Stralilrnhilfcliel
an
derrelben
zurn V.o r,f c h e i n liarn, und nach eini. I . .
..
gen Secunclen Gch plijtzlich wierler verlor. Diefer Strahlenbufchel zeigte Gch a m n e g a t i v e n ConS t e r n , !der;rogleich
3
,
2
ductor, untl zwar eben
To, als wenn Iich tlerDrriht
.
.
auf. tlem pofitiv electrifirten L e i t e r befuntlen Iiiitte.
So lange Sie d i e hIafchine b e w e g t e n ,
das
-E
ftriimte
aus Ilircr init dein negativen Lciter
ver-
c
ITT
1
bunrlenen Drahtfp'pitze aus, wie gewiil~nlich,hi O e ftalt eineo leuchtenclen Punkts oder Sterns; IIieq
Ausftrbmen mufste natiirlicher WeiTe nacl-tlafkn ,
fo bald der Cvlinder nicbt mehr bewegt wurde.
\Yoher aber cler StrahlenbiiCchel? Ich b in der-iMeinung, der Stfahlenbiifchel lev nicht aus d e r Spitze
gekommen , fondern i n diefelbe eingesangen. Es
E , das fich wieder mit dem im nesativen
war
Leiter . befindlichen
6 verhand, und ails den
nahe befindlichen Karpern j auch aus cler. kbitmofphiire, rlurcb das ftarke
E des Leiters a'ngezogen wurcle. Bei fchwacher Wirkung d e r 1Llt;fchi.
ne hat das
E des negativen Leiters niclit die
]<raft, folches auf eine fo fichtbare A r t *Ctr lich<zu
reifsen, obgleich das g e d s auf eine uns iinmerkliche A r t gefchieht; wiewcihl ich eben rIi&
Erfcheinung auch zuweilen bei geringer Wirkung
meiner Mafchine beobachtet h a b e , und zwar fo,
dafs bei der Beweguiig des Cylinders felbft ftatt des
211 erwartenden Sterns an d e r negativen Spitze ein
Bfifchel Zuni Vorfchein kam. ES hat m i r bei aller
Aufmerkfamkeit auf die Urnftiincle , unter welchen
dies gefchah, dennoch nicht gliicken wollen , dergleichen Biifchel an dem negativen Leiter nach meinem &fallen hervor zu bringen.
.+
-
-
-
So erkllre, ich mir nun die von Ihnen vorgetragenen u n d Ihnen aufgefallenen Erfcheit:n,rgen,
bin aber keinesweges davon fo eirigenoinmer~, clafs
ich meine Erkllrungsart fih untriiglich halte. S i e
irideffen mit meiner Tlleorie vom Dualismus ganz gut zufammen. Ich bitte Sie, wenn Sie
von Jhren vielen Gelchihen etliche Augenhlicke
fich abrniifsigen k o n n e n , mir I h r Urtheil irber cliefe meine Erklarung mitzutheilen ; und itofsen Sie
fich nicht daran, dafs ich ehemahls das Vergnugen
hatte, Xhr Lehrer zu feyn. Es wird mir eine noch
b
urijfsere F r e u d e machen, wenn Sie der meinige
werden. Jch lchatze fur das griilste, ich k a n n
wohl lagen, fur das einzige Gliick auf d e f e r Welt,
clas Bewufstleyn, dafs meine Zuhiirer einigen Nutzen aus rneinein Unterrichte ziehen, u n d , ich zu
ihreni weitern Nachdenken einigen Grund gelegt babe.
kijmmt
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