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Bemerkungen ber Herrn Robiquet's Abhandlung ber das Opium.

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IV.
Herrn Robiquct'o A h a n d lung ubet dos Oziicm;
B e m e r h g c n tiler
ties
Ton
Dr. FR. SERTUERNER
in Einbeck.
( E a r ForlTmtsor16 k i n a Uatcrfuchungeo i h r dar Opium, b n .
r817 Jan., B. 55. S. bG., und Sept. B. 57. S. 183.)
B e ; chemirchen Unterlirchungen vegetabilifcher
Korper treffen wir hiuiig auf Schwierigkeiten, web
che die grotefie AnRreogung zu iiberwindeo, nicht
hinreichen, uod ditfe vielfacheo HinderniITe fiud
unfireitig der Hauptgrund der Dunkelheit, welch0
noch aufdiel'em'rheitder analytifchen Chemie ruht.
Zunichlt treten hier die Korper auf,wcIche ich mindtnnachtigga &ren nenne, and die man hisher faA
ganz iiberfehen hat. Sie fchcinen glei2hfam nur
da zu feyn, urn alles chaotifch zu verflachten
and die Treanung der torhandenen Su1)Ranzen 2u
erfchwsren, oder gar unmoglich xu machen. Deshalb ill bier dar Strehen, mit Mnofs nnd Gewicht
das Quantitative befiimmen zu wallen, oft vergeblich, ond nicht fe1ten f o p r oacht heilig. FaR in allen Fillen iR der acids f i t r u c t i v j o f , oder ein an-
1:
51
?
richer farliger acidkt K6rper i m Spiels, und binr
dert bald die KryItaUifcttion, bald die gencluc Bel
trachtung wegen feher intenhen Fbbang. Dab
lich unter diefen UmRanden einKorper leicht iiberI'ehcn oder rerweclirelu 1&t, der nur in geringcr
Menge rorhanden ill und keine ausgezeichnetc Eigcnfchaft Iiefitzt, oder wohl gar uiit gegenwsrtigen
ubereialtirnmt, daron giebt uns bcronderr drr Opium
cia merkwurdigas BeiTpiel, mit welchcm Ech To
viele erfahrne Chemikcr ron lenger Zeit her bekhlftigt, and dabei doch To vielea uberfehen habeo.
Es ilt in folchen Fillen oft nar Jurch rnfches Verfahren und Vervieifiiltigung der Untcrfachuiigsart
durchzukommeii. Ich hatte z. B. don Opium bei
meiuen Untarhchungen nicht mit A e h r cxtrahirt,
welches d e r bcyuemlie W e g iR eiuige o u r i n g e
riuger Menge vorhandene Beliaudtheile der Opiumr
darzulegen n3mlich das Kautrchuk, cine Modification das Morphiume, und den wefenllichcn
,
,
Balfom.
UieTen Weg Getrat degegen Herr R o b i q u c t
(diefe Annnl. B. 57. S. 163.). LU derlclben Zeii, ok
ich die Akteu uber das Opium f i r To geordaet hielt,
daG fie cine klare lleberficht der Ganten gehttcten;
Seine rchitzenswerthe Arbeit erfcheiot iudefb als cia
Steiu der ARROGCR;
denn indem fie fich dem Sacb
keriner nur a h Andeutung darftellt und nicht erIchijpft, zicht lie wiedcr einenSchleier uber die friL
her aufgeHellten Thathchen, und erfordcrt neue
Erfahrurrgon zur Aufkliirung. Diefes bewog mich
,
Do
1:
59
I
foglcich an das Werk zu &en, und man wird al i s
&m Nachfnlgenden erfeben, dafs dos t o n mir friih t r h i n iiber do3 Morphium nnd die Mtkonlfure, (0
wie iiber das Opium im Aifgsrneinen Gcfagtc unverriickt sls unwiderleglare 'l'hatfaclie d d l t h t , das
nur Berichtigungen in einzelnen 'rheilen bedur ftc.
Em ilt hierrnit nicht gemsint, den Eriirterungea diefes gelehrten urrd ausgezcichneten Cbeniikers ihren Werth abzuf'prechen. Sis leiten uns auf
einen Gcgenltand, der o h m ihn riellricht nocli locige irn Uuukel gebliebeii wiro uod der in Teiner
auigedehntou utid acfge9kirten GeJnLt, unfera
KeontniITe Gber des Opium und defren Beftaiidtheile vielfach ermeitert, wobei man der Arbsit des
Herrn R o b i y ue t das Unbefriedigende und einige irrige AnIichten leicht zu Cute halten L a m ,
sumnl da es nur kine lobliche Abficfit war, den
TVerlh der Arbeitcn feines geehrtcn Landsmannu
D e r o s n e zu beleuchten, welchem ich zu nahe gctrcten r e p lbll. Herr Robiquet hat darin Rccht,
daTs dcr dcm Morphium iihnliche Kiirper dcs Hrn.
Oerosue, welcheri ich fiir mckonfdures &lorphiurn
hielt, weder diefes, noch Marphium ill. W a s abcr
dielkr Korper fey, erhellt nicht aus feiner Arbeit,
u n d dicfes roll hier gezeigt wcrden.
Ich hatte dider Sill2 nicht iiberfrheu, ohglcich
ca nur einen I ' h geringen Beflandtheil der O p i u m
ousmacht, und ich mit Alkohol, nicht mit Aether gearbeitet habe. lch untcrfchied es richtig
Von dem Morphium, hielt cs a h , durch die La&
,
f 53
3
lche Bercbaffenheit biner Grundlnge und die dcmfclhen noch anhoftendc S i u r t (Mekonfiure) rerfuhrt,
f i r ein balifches Salz der Morphiums. U P SCharakteriltifche diefes noturlichan Sakes zeigt fich 6 h r
auffoilend darin, d a b es fich n i c t t in'l'erpenthiuiihl
auBOR, uad dafs er die Farbs des durcli Alkalien gp
I r i u u t e n Curcumspapiers wieder I~erRellt. A u s
diefen und den folgenden Verhchen geht herror,
dals ich nichlt H e r r n V o g e l uuter Allen, dio fich
init diefern Sake bcfcli<ftigt haben, dcr W a h r b e i t
am nicklteu gekommen bin. Ich w'lirde die Natur
dtlrclben vollig crkannt habcn, liltte ich mehr ols
eioige durch Alkohol dargeRelIte Atome davon gebaht. Hie Uehandlung des Opiums mit SchwefelAether giebt aber eiri bequeniesMitte1 a 5 die Hond,
dielks Salz in grokerer Mengo und rein darzultellen. Daher er mir unhegreiflich iR, wie H e r r Robiiuet, der diden W e g eiufchlug, die Siure iu dicl'cm Salze, welches die Lackmustinktur lo Itark riiI het hat iiberl'ehen kiiaiien.
H e r r Vogel deutet
dunkel gleichLlls aui die Siiure i n diefwn Salze.
W a s die N e h o n z u r e betrifft, To bleibe ich
eberifalls bei dem was von mir angegeben ilt. Uie
von Kobiquet uad Chouland erhaltencn RefuItate
weichen von den meinigen n u r derholb aL, weil be
fich einer Siure bedient haben, welche durch die
II'irrne cine bedeutaride Zerfrlzung erlitten hatte,
und mit der MakunCure nurdarin Slinlich wnr, d a 6
lie die hypcroxydirten(?) Eil'enfaIze rothete. Ich hobe dagogen meiae Verfuche mi&der uogeiindrrten
,
,
[ a 1
Siinre angeflellt, r0 wie fie die Natur drrbietet, und
die mciaigen miinen claher-fur die richtigen rnerkannt werden *). Ea wird dsdurch meioe Vcrmuthung, drIj die Mekonfiure k i c h t durch die W5rme zerretetct werdc, t n r Gcwifshelt, nod er ilt temcrkenrwertb daG die fublirnirte Siuro, welchc
,
*) Wiirr Hmr Bobiqurt niche rin fo brwihrtcr Cbrmikcr,
,
To
r i r d r i c h glruben or habr nicht mit mncr TOE rllcr Vcrbindung frrirn hlrkoofinrr g u r k i t r t , fondern k i n e Sirro
fey Giirrr mrkeofaorrr. Baryt odrr cine andrrr Verbindung
gcwdra. Er kana jrdoeh an drm Irrthum , .inen frcmdm
drr Yrkonhnro hiwobncadrn Karper aorunelrmrn , durch
dir SchwrrauPi*lichkrit drr Mrkoofioro und ihrrr Salro
rorlmitrt rordro Tap. Eiitr or did.. iiufiuJ wichtigen
UmRaud und die Isichto Zrifctabrrkcit drr Siurr dnrcb dir
WPrmr grkaont, To wiirdr ur aodrrr grortbcilt hrbrn. F,g iR
khwiuig , dir mrkoofrurrn Salrr, ihrcr SchwrrruBiirlichLrit
wcgrn , durch michtigr Sinrcn xu arrfctrro, wrnn nicbt
hirrrrichcnd r i d W a h rorhaadco ill, dahqr d i e Michtigkcit
dcr Yekonfiurr moch cine n i h o c PrGfun8 rerdicmt. Sclbfi
l i e Schwrfrlliurr iR Kir CLh nicht im Sirnilc, jcnr S r k o
U
. rcrlrgrn I w a n nicht riel W d r r da i l l , (wcil die ZrrIqu08 drm mitwirkeudm Wirer nnd dcr Wirmr proporG o d iR) ; oft rrhih man ooch a- dem Uodcnfrtxr, dcr mit
6n.m Urbcrmrafr Ton Schwcfclfiurr bebandeltan mrkorLnrro S d r c , WCOD man dir SIurr abdicfrt nod dcu faurcn
RacLAomd in virlrm WafItr auPijR, hurr aAonfaorr Vcrbioduagro , und ieh babe fiiibcr, der Gcgcnwart ibrrfchiinlgcr Schrrfclfrioir ungr*chtet fJ0rCtI n d o d a t r r c ~ K r l k rrkaltcn. IJJcrbaapt t c i g t dirfcr Gcgcnltand riel fondrrbarr,
dar 6ch our dnrch ruhigcr uieelcrhtdtm und fcbarfrr Bcobwbta orkrnnrn l i l i t . Wird I. B. drr Morpbium aun fcima
V8rbimdnmgr mit dcr Yckonlhro dnrch dmmomuk 60-
e
55 I
als dar Gebilde der Warme betrachtst werden mufa,
einigermar Gen cntgcgengefeotztc Eigenrchaftcn mit
der ungeiinderten Saure befitzt.
Sic hat cine weit
geringere Michtigkeit a h die naturliche, ibre SaG
ze haben groGe Neigung znm WaEer, und fie k r p
ltallifirt in zarten langen Nadtln indef.. die Salzr
der nrtiirlichen unzerfctztea Siuro nur wenig Neir
gung zum Waxer zeigen, und diere Siure felbkt in
glimmertartigen Blattchen und zartcn zugel'pitzten
,
fchirdm , lo rrrwundrrt man Gch btim Abrauchcn mar reni6 mrkonliarr Ammoniak i a xarten Flirnrnrro aur drr
FliiPigkcit f c h abrctreo ;a rehen und erfi bci g r u a u a Bcobaehtung dndct licl~, drfr das mukonliurr Armnoniik rcincr fchwcrcn An8iirlicbkcit wcgcn mil dam Murphium a h
xartu Pultrr x u Bodes geldlea iR. Die MeLonfinre liIit
6ch lcicht ond grnx rein g * W h a , wcnu mad 6. aar dcua
PnandSdichen
durch baKfchhe clTilgtnr~~
Blri nnd cinrm
mckonlioren S alxe dargcfirlhrn balifchcn mrkonfaurm Blci
,
,
dureh SchnefulGure abfdridct. Yao that abrr wold, wema
man d i r Silr durch die Schwefelhore our in drr aurliirliche
t o r e m c k o n h r c Blci rerrandrlt, nad die lttrtcn AntLcile
Blci durch Schncfcl- WdTerRot r c g f c b a n ; cia Vrrfihren,
d r s Gcb bci rnchrcren Thirr and Pfl~nxcn-Siorrn mil&l o l l anwrndru l i t t , wciI die mtbrfien Yrrbindangen d r
Blcicr mit &m Extrictirfioff and den FirbrLoffartcn unaufIUslicL f n d und durch fcbwrcbc S h r m nicht xcrlogt wrrdca.
Die auf dide Weifc dargclidltr 3 i u r r kryRiUifirt in xrrccp
Bliitrm untl Prirmcu. Ibr Vcrbindonp -2uRiud ill frfi
ilnd innis gqriindct, nur fur die \Virnr ifi be f& emp60dlich ddhrr man GI und dicjcoigen ibrrr Slkr, welch#
-
,
wcnig W d e r rnlhrlttn,
r.t.
&utiirner.
blor g
WUOLCI
Lpft
tro.t-rp
c
56
1
Prismenan'fchieIit, Xelche fich fchwerer als die Kryifnlle der fublimirten Saure inWan'er auflolen; Dafs
ein befonderer Korper die Natur der MckooCure
vcrlrrrve, wie Herr Hobiquet meint, iR eine AnGcht
autcr der Kegel und unltatlhaft; derin eine Siure,
die ficb m i t allen, fell)R den mlclitiglton Salzbrrren
d e r Heihe nach verbindet, und mit ihnen I'elbltltindige hochfi rnerkwiirdige Salze bildet, auch on
&llchtigkeit die brenzliche S i u r e fogar iibertrifft,
u n d nufserdem fo ausgezeichnetc Eigeal'chuften befitzt, mufo doch wohl uuter die wahren Siuren gez i h l t wcrden. Dafs fie durch die WErme iiire YO^.
zuglichflen EigoofchRflen einbiifst, ifi kcin Gruud
hiergegen, denn wer kennt nicht den zerltihenden
utld folgenreichen Einflufs des Ecuers auf organifiche Korper. Keine utiler den bekannten Erfohrungen rechtferligl die Aoficht eines Verlarvens, wie
fie H e r r Hobiquet darRellt. Oie ualurliche 1LLekou.
Gure, welch6 gewiihnlich durcb etwas Eiren roth,gej&bt erkcheiot, und als eirenhnltige S u r e CelbR mit
Alkolien Verbindungen eingeht, ilk vielmebr 01s
auvgeteichnete felhltltiindige SEure: anzuerkenneo,
und fie and dns hlorphium lind die Hauptbeffrrr&
theilc des Opiurns, auch i n Hinficht der Wirkung
deU'elhen auf das th'ierifche Leben, welcht als doh
Refultat beider mit faIt entgsgengefefzkn Kriften
ud! Wirkungen begabter Korper *) zu betrachtea
.) Die MekonQota beriikt, weon lie i n Sdrbrfeu grbnndrn
ift, t . B. Aus~ermngand andere nrclitleiligs Wirtangem,
c
57
I
iR. L)5 eber das Morphium in grsl'seror Meage i m
Opium vorhanden ifi, I'o ertheilt es demfelbcn wahr.
bheinlich die Haupteigenkhoften, und hebt we;
nig1te.m die lebensgefihrlichen. Eigcnfchoficn der
Mekonllure i n dein Opiiim zum Theil auf, und
macht ihren GcriuTs weniger gefihrlich, dirlicr wir
u r i s gonz andere uilcl wohlthitigerc Wirkungen
vom Marphiurn als voni Opium verfprechen diirfen.
Uoch dielies n5her zu b e l h m e n , bleibt billig den
Aerzten vorbelrulten *).
I)er dritle wirkfsme Kiirper, deu iins die fol,
genden Verhaodlungeo kerinen lehren, h a t ein d i l l liches Verhalten als das alkalifche Morphium, dn.
Jier icll ihn vorlGufig zur Unterfchaidurrg von diefern zweiies Norphirtmoxyd aienne. Er ifi dcr
Hanpt-BeRi~udtlieildcs llerosne'khen Salzes **I,
I
58
I
jedoch in ro geriogy: Menge ia dem Opium torbsnden, d a b cr bei der Wirkung diefcr auf den
t h i e s c h e n Karper ( i n der cr demMorphium iihnlicb zu feyn fchaint), uicht in B e t r ~ c h kommt.
t
I. Behandlung dsr Opium.
mit Scirwefcl- Aetiier;
wefentlichet Bayirrn, KautJchuk und zwci lefondere SaLcs irn Opium, dsren Bajia dm eweits
Worphiumoryd $2.
1. Darfiahng dcr t&8?$C&R
im Sekwdel- Aethtr aaaafiiirliAGO
Yatede der Herrn Robiqnct, welch. eL feia rertheiltcr
Opium SO f e p fcheint, drum ExtrrctirRoR n o d nicht r6lli8
oxydirt iB.
Weber 4 Uncea zart zerriebenes Opium WUP
den 8 Uozeu Schwefcl- Aether gegolleo, und in gelinde Wlirme geflellt, bir der Aellier zu fieden bcgann. NscbGem nun dar Gefifs in die Kilta gebracbt nnd wiadecholt umgerchuttelt worden war,
warde nach einigen MinuLen Kuhe die wrirshraunliche YLuO[igteit abgegoreo.
I)aEelbc Verfahren
viermid wiederholt, gab znfsmmer gegen 40 Unzcn
iitherifcher Extraction. Diefe Extraction hotte nach
94 Stuoden Ruhs noch immer eio trubes Anfehen,
nnd retzte einen zarten hellbraunen Korper ab, der
in Beriihrang der Luft braan wurde ( wic die nicht
bch
inderr nicht audchlicGLicb bcfchiftiat, indem fie rach
d u Yorpbium ond drUm Varbinduugea mit Yakonfinre
fitrJctiTfi8ff und trrfchiedonc andere Subfianitn unkfat,
rdch D a m e nieht TOO imandrt noterfchied. S h .
t
59 J
oxydirten PflanzenEfte), and arch dem Trocknen
fich wie das mit Aether extrahirte Opium rerhielt.
Diefem fchien er auch ubrigensglaich au fsyri,denn
er rothete die uberoxydirten Eifenfalee, und gab
eine wITsrige AuHofuag, welche mit Ammoniuk
hehandelt Morphium fallen lie&. Diefer Korpcr
I'chien mir daher ein fein zertheilter MohnTaft zu
I'evn, deflenktractivfioff vielleicht noch aicht oxydirt iR.
2,
yon dun ~&ntliehrn Bdrmt, wclchanr :drr Opium fcincn
Ciruch rcrdrukt.
Die atherirche Extraction wurde bei geliodetn
veuer bis auf 3 Unzen abdeIWirt, und die Retorte
blieb dann zum Erkalten 12 Stundea der Ruhe uber.
]anen. lch rpreaRte dann den obern Theil derfelben vorfichtig ah, gofs die braune Fliifigkeit von
der am Boden hefindlichen SalzkraRe ah, und befreite diefe vollends durch gelinde W i r m e von a b
Jem Geiltigen, wobei fie fich wegen doa i h r a n h i m
genden Aetherb bedeuteod verminderts und perdickte. Ich lief8 fie hierruT mit P Unzen defiillirtern W alTer fchwach aafkochen und wiederhoIte
d i e h Verfahren dann noch ein Mol, mobei der
rpecififch fchwcrc Balhm im WaEer niedcr finkt;
diefeu lieb ich d a m , urn ihn ganz von dern beige.
mifchten Morphium zu befreicn, nochmals mit
verdunnter SalzGure ficden, Der fo dargefiellte
wefentliche Opium-Balpm hgt eine braune Farbe,
and bainahe die C o d ~ e n zdes Terpenthins, ilt oh+
,
c
h
i
ne auffallendem Gelchmack, and riecht im frifclien
ZuRande wie das Opium im hohen Grade. Riilirt
diefer Gcruch yon einem ithcrifcheo Oehb her, fo
hEogt cntweder diefesOehlfeft an demo piurn-Balfarn,
ivie Ehnliches Oehl on andern BaIfarn Arten, oder
es gehort I.U der blifchuug dell'elben. Der OpiumBolLm ifi fernerleicht aufloslicli i n nbfolutem Alko.
1101 Aether und iillierifchen Oehleo. Er fcheiat
endlich nicht im geringRen giftig zu feyn, denn ein
jihriger Hund, dem ich PO Grao rnit Brod gemall.
Tam verfclilucken und ihn dann genau beobachten
lief., aufderte keioe Spur VOII Uebelhefinden. JlicTer Bullam wog 130 Grau. Er ifi diefelbe Materie,
welche ich friiher bcfchrieben habe.
-
,
5.
Dam Opium cntbilt cio rigcnlhiimlichei fauru S a l z , wel-
c h o aus dcm zwcilcn Morphinmoxjde und einer nicht Linrei-
cheod untcrfachtcn ( Eag- ) Skure zufainmcag c h z ; ifi.
Das WaITer, worin der Halfam (2) auf'gekociit
und abgewafchen warden war, fah brnuu aus, riitliefe die Lackmuatinktur, (welclies eine ausgeeeichnete Eigehfchnft der Solze des zmeiten Morpliiumoxyds in), khrueckte auffalleud bitter, und
gab mit Aetaamnioniak eingn wei&en Kiederfchlag,
wovori etmas getrocknet, alle meitcr unten onzugebende Eigenfchafien des zweitcn Morphiumoxyds be.
fa&. Ichmollte,.ehe ich daa ubrige von der FliilIigkeit
treonte, dm Ammooiak durch die Warrne verjageu,
das Pricipitat lone Iich abcr beim Erhitteo auf, wie
diefes aach das Morphiam zu ihun pflegt, meon
E
61
I
dcirler ExtractivnoFf gcgenwartig in, Da nun aber
das zweite Morphiumoxyd fich gegen das Ammoniak ganz unth!itig zeigt fo mufs d i d e Erfcheinuiig
von dem EXtractivltoff herruhren, den1 auch die
Fliilligkeit ihre hraune Farbe verdankf. Er fcheiot
ous der dem Aether beigcmifctitcn, feio zertheib
tell Opium herzuriihren, von welchem cr fich nuc
fchwer befreien IiiGt, obgleich man es mit%loGem
Auge nls eioen zarten Staub dario heriimtreiben
fielit. Die Saure, welche dieres Salz enthitt, hahc!
icfi nicht weiter unterfucht, do fio njcht die eutIernteUe Aehnlichkeit mit der MekonCure belilzt.
Sic fcheint rnir dieGIbe zu r e p , tvelehe ich fruherhin in dem wEkrigen Opium- Ausz~hgevermuthetc,
u n d deren Hr. Robiquet a13 eioer, die keine ausgezeiclineten Eigenrchaften befitzt, gleichfalls gcdenkt.
Nach dem Grruch zu urtheilen, iR es Eflgtirre;
denn die erhitzte Solzlaugc gab, mit m%g concen:
trirler Schwefclriure, Diiinpl’e welche ganz den
Geruch der EfigGure berafseo.
,
,
4. Die Dnrhellong tines
rndern belifchcu ? Stlscs (D~rusmc’-
fcber), wclcbes J.as rwritc Morpbiumoxyd r l s Ctuodlrge, und
e t n r s Ton clcr vorigcn Siiirr
(3)
cnthlt
Nachdem die unter 3 erwiihnte am Boden der
Retorte befindliche SrrlskruRe vori aller Yliilligkeit
befreit und mit ein wenig Aether obgefpult wordtn
war, fand Iich, daC fie ~ U lautcr
J
fchmalen 4Eitigcn Yrismen beltand, wclche aa den Ecken etmas
obgerundet uad oben verfchiedeu abgeliampft WFP-
ren, uoten rber Ech oft verjungt endigten. Da tinige Kryfblle, welche ich heraurnahm, von rectificirtem uber fie erhitztem Terpenthinohl nicht enr
gegriffen, wohl aber von dem ihnen aoklebendm
Kautfcbuk und BalIhm befreict wurden, fo behaadeltc ich die ganze, aus SalzkryRallen und einer
braunen fchmierigen Subltanz beftehende MrlTe mit
rectiticihem Terpenthinohl. Dan a u i dieh Art reia
dargtfiellte Salz, in gelinder Warme getrocknet,
wog ~g Gran.
Ich fpiilte did's Salz za zwti Malcn jedes Ma1
mpit e k e s Drachma Alkohol ab, und lijlte dann das
zuruckbleibende Ssk in Alkohol auf. Diere geilti..
ge AuflXung rotheta die Lackmustinktur and Itellt e das gehriiunte Curcuma- Papier wieder her, sine
Eigenl'chaft, welche allen S d r c n des rwciten Morpbiurnoxyds eigen iR Ich Mzte Ammoniak hiniu,
treante, nachdem aller gciRige verduuttet war, die
FlJ1Iigkeit von dem LryRalliGrtcn Korper, und
rauchte fie bei iiufserfi grlindem Fcuer ab, wobei
*in geringer fliichtigtr R u c k b a d blieb, dtr mit
Aetzkali Ammoniak aosltielb. Aur allcm d i e b
erhellt, d a b dielh Salz etwrs Siure cuthilt; denn
freies zwrites Morphiumoxyd loft fich i n 'L'erpenthinohl auf, welches diefez Salz nicht thut. Auch
l a k t fich dan Opium durch ofteresBehaodeln mit
heifsem WaU'cr von dicltm Salze befreien, welchtinreichead zeigt, dab diefcr S l h das Morphiumoryd nicht frei fondern rnit eincr Siure verbunden
cnthiit, dr das freie Oryd irn WaoCer voUig unoufd
,
[
G
I
ldslibh in. Dick falzartige Verbindung fchcinea
mir B a u r n e und einige andere Cherniker in dem
Opium erkannt EU haben, denn das Morphium
zeigt fich in Ieiner nntul.lichenVerbiaduog mit dem
ExtractioRofi and der Mekonl'duro nic iu kryhlliIccber Form.
II. Daa zweitr Morphiumoxyd
in
feincm freien
ZuJande.
Ich ubcrgolj das mit Ammoniak behandc1teSalt
(4) mit fo wenig verdconler Solzhure, dalb auch
nech dern Sieden dcr Fliilllgkeit noch etwassalz unaufgel6ft blieb, und raucbte die Auflofang, die fich
alfo fur ToIlig gefiltigt nehmen lie&, bci gelinder
Wiirme ab. Allein tie kryltallilirtenicht, und ob.
gleich tic mit auLerA aenig Ammoniak rogleich einen Niedcrfchlag grh, und nicht h e r fchrncckte,
To rothete fie doclr die Leckmustinktur uod Itelfto
die P a r k des mit Alkalien gebriiunten CurcumP-Papiers wieder her. I h r Gefchrnack war dem der Tale
Leuren Morphioms Shnlich, nur wcit bitterer.
Ich rerdunnte and bchandeltc fie mit Ammonink im Uebermuoh, worouf ein blendend weilber
Korper in Plockcn niedeidiel, der getrocknet rls
ein voluminofes der Msgnelio im AeuGern ah&ches Pulrer erfchien, des weder Gef'ehmact noch
Geruch bntte, im WoITer auch i n d t r Siedehitza
unoutliictich war, fich aber io Ctherifchcn O e b h
Aether und 6edendcm Alkohol leicht auflolte, uud
(LUS diefea AufGfunpen i
n raFtcn ofi I t r W O r ~ 8
64
J
gruppirten Nadeln ( Prismen) 'Lryflallilir(e, deren
Form ich felbft bCi !rielfacher Vergriiberuug niclit
befiimmea koonte, die fich.aber oft zu regelmiryigen grolken Parullelepipeden vereinigen, dcreli Eti.
denadachformig n h g e h n p f t find. Uiageillige h
florung fchmeckt bitterer als die dcs Morphiums,
und verhElt Ech gegen die P'igniente inditferent.
Uief'er Korper nshert fich diefern ZQ Folgc
dem Morphium, uaterfcheidet Iich aber von d w n felben durch rein Verbalten WL den miichtigen u n d
mindermachtigen SEuren. M i t den erlieru verbindet e r lich zwar wie dic SalzbqL'eo, und veraichtet
zum 'I'heil i h r e Aciditst, vermae aber doch nicht
fie zu fittigen, wie es das Morphium thut; detin
die Sake dellelben rotfien die Lockmustioktur.
Auch wird e r vom Morphium uod den ubrigcri alh l i l c h e n und erdigrn Grundlogen i n feiner Neigung zu dea Siiureu ubertroffen, und nus feineu
Salzen gefchieden.
Dielhr Korper ver'hslt Iich zu
dem Morphium, \vie tlieHyperoxyde rnehrererJletnlIe zu i h r e a Suboxydea. Da e r iu mehrererUinficht mit dem Morphium iibereiofiimmt, uod auch
eine fan iiholiche Wirkuog bei den T h i t r e n her.
vorbriogt dogegeri ciae gri&ere Menge Siiure 01s
das Morphium au Ihiuer Sittigutig (Aufloruog) bed a d , und die SPure oicht vollig zu fittigeo im
Standa in, To hat, man, fclieiot es mir, der Aoologie nach, dicfen Kiirper fur das Morphium a u f einer hohern Oxydatioosltufe zu betrnchten. Oh
fich indcli das cino dicfer bcidea Oxyde auf einerr
,
c
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3
liiihero Grad der Oxydation erheben nnd das andere auf einen nicdrigcrn herabbringen lafleren, dore
iiber habe ich keine Vcrfuche. Die geriiigere Mgclltigkeit und gro(;ere Capacitiit fur die Siure, und die
iibrigen gleich zu erwihnenden Eigenfchaften jenes
Korpers Ioll'en micli aber vermtrthen, dafs er mehr
SauerRoff oder,StickRol€ 01s das hforphium enthnlte,
utid dtrshalb nennc iclr ihn votliiufigdns zrueite Oxyd
des Il.lorphiurns. A k i n ich lege weiiig W e r t h auf
diere Meinung, denn es i R ehen fo gut rnoglich, dot"
diefer KSrper fich vom Morpliium durch einen geriogern Gchalt an WaITerRoff oder eiocn andern
Verbindungszultand unterfcheidet, woruber feriiere
Unterfuchunpen entkheiden rnuflen. DieSdxe dieIces Oxyds befitzen oinen weit heftigern Gel'chmack,
als die des Morphiums, und fcheinen auch hcftiger
und nachtheiliger zu wirkeu, welclies witdcr audio
Hyperoxyde der Metolle erinnert. Ich will beide
Oxydemit Kupferoxyd etc. analyfiren und die Hefultale vergleichea *).
) DII alkdifche Morphinm , dicfer xncite mindcrmicblige
Yorphium-Oxyd, nnd ancli tlic Meknnriure, fchcinen iuir al1s drei khr rcicb au Stickfioff zu k ) n . Daher hbrribt Gch
wahrfchcinlich dar Aminonink, wclcl~w dnr Opiom bci Jer
Dcfiillrtion liefert , lo wie die 6iftige Bcl'cbffeuhcit cini6er
&imer BeRandthcilc. r,iideck. rctfuchte dchhalb nicbt ohne
Grund in dem Opinnr Blauraurc aufzufinden. I% fcheint
%war kuhn d.8 Morphrum rlr ein Oxyd zu brtrochtco , in&m a i r nicbt im Stande Gnd, den SnucrIioH dmlTelbcn abturfhcidcu oder an den Tag x u lrgcn; ich wcrde aber a.
E
Aunal. d. I'byGk. B.59. St. I. J, a h & . St. 5.
i
I11
66
I
Y o t z der W i r l u n g dea etvettcn filorphiurn-
-0xyJa = . d i e Lebene
- verrichlung deo nn'imdi-
Jclren
Kqrpers.
Icli habe nicht mehr als 4 Gran d i e h eweiten
Oxyds, in Weiagcilt aufgeIoR, eineunehruen gewngt, meil es inir eiii Chiiliches aber IGrkeres Geiiihl 01s das Norphiurn zu erregcri fchieii.
Einem krifligen g~l'uoden jilirigeri Dacbshutrde gab ich a Gran diel'es Morphium- Oxyds mit t t was ElIigGure ein; olles, w a s lich birinen J SLuridc
zeigto, war einc uherrnifsige Unruhe dielrrs ohrrcliin muntern 'Thieru. Ich lielb iha nun noch 4 Grail
i n der vorigen Form mit Ijrodt v e r k h I u c k e n , heieuete illdeli dicfes bald.
Denn reirw an Rakrei
grauzende Unrulie machle bnld eitiem imlmer mehr
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3
zunehmcnden T a u m e l Plstz, uud es gingen ihm
ziemlich fliifige Exkremenle ab; danu troten heftig e CoovulGoneo ein, die i h n gleichbm im Takt
von einer Seite zur ondern bewegten. Seia H e r z
fchlug h o r h o r und To gewollig, dnfs ich jeden Augelihlick den 'J'od erwarlete. Nun erinuerte ich
mich der von mil' frulter behaupteten * ) urid von
0 r f i 1 a hefidtigten UnwirkTamkeit deu Morphiums,
Ib bald keiti AuHiiTungsmittel vorhonden iIt, u n d
lief.. in dierer Vorousl'etzung dem 'l'hiere 10 G r a n
I;ohlenlaures Aminouiok mit Milch beibringen,
weil ich durch fruhere Verruclie wulste, dali das
zweite Morpbium-Oxyd To weiiig Verwondtlchaft
zo der Kohlenfiure 01s dos Murphium hat, oder
von Herrir Sertiirncr anfgefondcne Morpliium wsre. Einr
rolche, aur cliefcm Norphium durclr Euttielreo. rller Saucrfiofg daraufiellcnde und f i r tich bclicheiidc ~'rrhinduugvan
&~blcofioff uod Wderfiolf, viehielit rucli ron etww StickROE,iR ober viillig uobekannt. DrG dsr rweitc, cinigcrinrLen brlifclre Tflrnzcirbpor, welcben Herr Sertiirner in rlem
Opium in gar geriuger Nc?o(letndet, (ich blor durch raehr
SauerTtoff von dent blorplriiun Iinterfchcide , iR (lurch nicbu
bewideen ; n i c h Aehnliclikcitea nur yeoaue Anrlyfen Gad
bier Y O U Gewieht. Nicht roebr anszufogcn a h man weirs,
ifi cine dcr Hauyt Rcgeln Via dcr h'rturforfclrung , und in
-
&r
fieten Befolguos dcrfelbcn, miicble ich dog Urrtrr-
rchcidiingszcichen dca eiicliternen , lhellfchenden und ~ 0
VerIifigcir Forfchcri von Triumern und PhinlrRen l i t Zen.
Gilbert. ]
') TrommrdorU'r Jonrml dcr Pharrnrdr
20
B. x.St. A r t .
Ea
-
vielmehr eine ro geringc, dofa keine Vethindnng
erfolgt.
Der heftige Krampf verlicfs ihn bald,
welchee ich nicht erwartete, da dasGift Tchon mehrere Stuoden gewiitliet nnd Iich mehrl'alieialirh in
den rerl'chiedenen Organen verbr5itet hatte.
Ilcr
Puls war fortduuerud iiukerli fchnell, und ;on Zcit
eu Zeit Rellten Bch Itufeumeife Krampt'e eiti. lcli
liefa ihu, urn etwonige S i u r e =Etitbinduop utjfchiidlich zu macheti, von Zeit zu Zeit eiuigeGran Magaelia mit Milch, unti da e r den folgcndcn T a g an
VerRopfung zu leidcn fchien, $Loth khwefdrauresNatron eingeben. Uiefts hatte eine To woblthitige Folge, dafs er kurz nachher zu freITen begonn.
Sein Gang mar noch fctrleppend, aber der Taumcl
hatte lich verloren.
Diefe Erfahrung hcfiiitigt es, dab diefes Oxyd
auf die thierifchen Verrichlungen auf eine iihnlicho
Art, ale das Morphium, doch no& nachtheiliger
wirkt *), zeigt aber zugleich, dali durch da1l;ll)e
uicht leicht Vet*gitlungenentltehen, wenn nichtSiur e oder AuflSCutlgsmittel im Spiele find, oder werlu
*) Es ili nicbt tu b e f o r p , dalr dicfei zweitc OIjd der Norpluumi, welcbcr uich; u i t ~lkalifccbcrNntur bcgmht ifi (?)zwikhan das crfie alknlifcbc Oayd gcrithe, weiin man letzteres
a~ feinen kryfiallilirtus i n WaRcr fchwrr aufliidiuheo.Sa1zcn darflcllt. Denn die S&c d o a*eitcu O q J s tincl Icicbt
oufl6rlich nnd rum Zerfliatcn g e n c i g , iodcls die dca srfieo
Bforplriuruoxyds verwiucm ,. wcil fie nur cinc p i a g e Ncigun5 IU dcm Wafl'er befitam.
S&.
d i s h friihzcitip genug hrtgufchafft werdon und man
d u q h audeerende Mittel zu HiiIfe kommt. Dieles
diirfte d3gegen nicht der Pall I'eyn, To bald oxydirter ExtractirltofE'ader eine :andcre.minderrnachtigeSSime mrhsndeo ili, deon diere h r e n die'l'rennurig durch mlichtigere Salzhafeu niclit vollik an,
weil fie ale verbindendes Zwil'chcnmittel swifcheo
die S i u r t und Balis ttaten. Die Salzhafeea find derr
halh Gdgengifie der Morphiumfalze, aber nicht des
Opiums, ialqpfehen daooa dafs dieCes Opiumraure
enttiklt.
In Hinficht der ktuhigenden LrampfRillenden
Wirkutrg l'chuint das zwaitc O x y d dern Merphiam
nachzuRtehen *) und en der W i r k u n g dea Opiums
,
*) ln H1nGcht d r r Wirkung des Morphioms d r Anneiruittet
mufr ich noch auf folgmdc fehr wichiige Ptiukte ruflnerkTam mrcbm. Die Morphjuqfdze fcbrincn do6 O p i u m , fo
wia aoclt dar twcite Morphiilrn Oxyd, io ibrer Wirkuitg bei
weitem XU iibcrlreffen. Diefes iti kcLr auKillcnd bci Zahowch, dcna clicks wieh ciner concentrirtcq Au!l(ifuog d a
fdrfauren Morplilunw in tlca r o n einigen Aerrten und lnir
bcobrchteten Fillen jeder Md, w o d.a Opiuur, uqd ouch dor
-
-
rweite hlzfanre Yorpliiurn Oxyd aichts leiltetm.
nar
Opium l i h Gch mil Beibehaltung rller feiner 'fchlrftnrchcnden, barirhigeuden, fcbitrbnren Eigcnfchdt.n, dnrch DiReRion
n i t ScfiwPrfelither nnR narlrherigo AuflGfra in Alkolrol urid
prscipitation dtircli f d r f r u r c o Brryt , *on dcu ihia Ibeige-
milchien fehidlichen Subfiausro befreien , uird i i r cia iufserfi wohltb~ligerKedicameirt rerwmdeln. D e r Aethrr ent-
-
,
ri&t ibm dar zwvcitc Morphiurn Oxyd dcr B a r j t .her die
Mckonfiure. Da man drdurch den Aether nicht verbart,
r
70
1
kaon ks keinbn bcdeutendcm Anlhcil hiben, Ida es
wohl nicht &, des Gewichtd des Opiuins auamacht.
Um diere8 Gewichts- V&hiiltnr'& gennu zu el-helbhen wird eine zweite AnalyCu erbrdext, do, ich
cllles erhnlteoa verbiduchea Dufde, e J J e m getrocknet werden durKte. Bci einer erlten Aur).Cyk vegctabilifcher Korper l&t fich nicht fogleich olles w i gen ; theils i R man reItenoim.Stande, die -To innig
und feR verbuiidenen Beltaudtlteile:~$ner KQrper
vollig zu trenrieo, theils hiden did aarten Gehilde
der Pflanzenrvelt oft durch dab gelindelte 'l'rocknen
eine theilweile Zerttzutjg. E d t wenn,dei. GegenRend durch yofbereiteiide qualitative,UltCerTitchuugen volliasufgeklirt ilt, kiiunen M n a h undGewicht
beruckfichtigt werdeti foiiR firid Irrthumer unvermeidlich.
Und To ilt es ouch j e t z t erli &it, das
quantitative VerliZltiiiG der Bcfi;liidttreile des
Opiums, des Morphiumr, dcrhlekoul'iure uod ihrer Snlze genauer zu erforl'chen.
,
fo w i d e man dor t~ gerciuigte Opium To Iange bcnntzcn
k(innen, b i s clie Wirktrug des blurpltininr uad Ceinsr Sslre
in ein hellerrr Licht
&zt
befonderr i u Euglaad
, d u Opium,
find.
In r l t c r n Zeitcn wurilt,
riacLdcm folcher durch
die huere Cihrwig r e r k t d e i t wordeu , fcLr ampfi~blrir.
Diekr Ccheint wiccltr fur das hforpliiuita zii rsdru , denn
hicrbri wird dio hlckonl'auru x c r l b r t nnd eri&~ures Mor-
phium erzeugt. Sert.
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