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Bemerkungen ber Phosphor und Phosphorwasserstoff.

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X LlI. Brmerkungen iiber Phosphor und PlzosphorwasserstofJ:
von Heinrich Hose.
1) E i n w i r k u n g e i n e r a l k o h o l i s c h e n A u f l b s u n g
von Kalihydrat auf Phosphor.
v o r Ilngerer Zeit zeigte ich, dafs die Auflbsungen der
niiterphospliorichtsnliren- Salze in Wasser durch’s Kocheii
bei Gegenwart von freien starken Basen zersetzt werden,
clnl‘s sie sicb unter Entwicklung von Wasserstoffgas nach
und nach iu phosphorsaure Salze verwandeln, und dafs
diefs der Grund sey, weshalb das auf gewBhi<licheWeise
bcreitete Phosphorwasserstoffgas immer uotbwendig freies
Wasserstoffgas enthalten miisse ).
Wendet man statt wafsriger Auflbsungen alkoholische Auflijsungen an, so ist die Entwicklung von Wasserstoffgas und die Eneugung von pbospborsaurem Salze
geringer. Kocht man eine alkoholische hiifliisiing yon
Kalihydrat init Phosphor, so findet die Entwicklung des
Phosphorwasserstoffgases bei geringerer Teniperatur statt,
als wenn eine wlfsrige Auflbsung angewandt wird; es eutweicht daher kein Phosphordainpf. Das Gas entliAt, ailk e r freiem Wasserstoffgas, Alkoholdunst , und (la dicser
schoii vor Erzeugung des Phosphorwasserstolfgases anfliugt zii entweichen und sich nicht so schnell wie Wasserduiist verdichtet, so findet bei der Entwicklung dieses
Gases nie die geringste Explosion statt, und sit? geht so
ruliig und vbllig gefalirlos von statten, wie die der meisteo aiideren Gase. Das auf diese Weise bercitete Phosphorwasserstoffps entziiodet sich nicht von selbst ail der
Luft. Mau nurde dieses Gas auf die-angefiihrle Weise
ain besten bereiten konnen, wenn es nicht iiiit AlkoholI ) 0 i z . e A n r i d e n , Gd. XI1 S. 297.
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*
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h n p F verunreiuigt wsre, von dein es sich schwieriser als
vom Wasserdampf befieien l a t t .
Uic zuruckbleibende spirituiise Fliissigkeit enthAt
un~er~~liospliorichtsaures
Kali und tiberschiissiges Kalihyliydrat aufgeliist; als unaufgelbst scheidet sich eine nicbt
sehr grofse Menge von pliosphorsaureni Kali, geinengt
gewiihnlich mit lnehr oder weniger liohlensaurem Kali,
wenn diefs im angewandten Kalihydrate enthalten war uiid
ninn es in Stucken und nicbt als Auflosung angewandt hat,
so v i e der uberschiissige Phosphor aus. Hat man einrn
g r d ~ e nUeberschufs von Kalihydrat angewandt, so wirht
classelbe auf dcn Alkohol, wenn man die gekoclite spirilt,iise Fliissigkeit niclit bald verdunnt, auf die gcwiihnliche Weise ein, und fGrbt diese stark braun. Sonst
abcr bilden sich, nurser den entweichendeu Gascn, aufser
nnterphosphoriclitsaurein uud einer geriiigcn Mengc vou
phospborsaurein Kali, keiue anderen Producte, wenn das
augewandte Kali rein ist. Eisweilen bildet sich eine geringe Menge von sogenanntem Phosphoroxyd, das iiach
dem Absetzen durch Unreinigkeiten aus dem Kali eine
brauue odcr oft schwarze Farbe hat; doch die Menge
tlesselben ist sehr geriug und fehlt oft ganz.
War die Meuge des angewandten Alkoliols uiclit
hinreicheud, so schcidet sich ein Theil des unterphosphoriclilsauren Kalis a b , das sich aber durch melir hinzugefiigten AlLoliol vollstiindig wieder aufliist.
Durch die Gegenwart des unterpliosphorichtsauren
Knlis und des freien Kalis in der alkoliolisclien Fliissigkeit eiitstehen alle Erscheinungen, welche S e iii e n ti n i I )
dem Phosphorkalium kind v. G r o t t b 11 Is ) dein Phosphorkalialkohol zuschreibt, wie diefs auch schou L. GUIel i n bernerkt hat 3).
Das gebildete Phosph0rwasserstolfi;as hintei1SLt nach
1 ) S c h w e i g g e r ’ s *Journal, Bd. XVII S , 384.
2 ) Gelrlen’o Journal, Bd. V S. 599
3) Haodbucli der theoretisclren Clreruie, nd. 1 S. 5%.
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Behandlung mit scbtvefelsaurer Kuyferoxydaiifl6sung
\Vasserstoffgas, das etwas Alkobolduiist eiith6lt. Verpufft man dasselbe mit eincm Uebmchufs an Sanerstoffips, so kaun deshnlb durclr den Riickstand Kalkwasser
unbedeutcnd gctriibt werden. Das l’liospliorwasserstoff-’
gns entklt indessen nicht Kohle nls wesentliclicn Bestandtheil, wic G r o t t h u f s geglaubt hat.
&y
2) B e r e i t u u g d e s u u t e r p h o s p h o r i c l i t s a u r e u
Kalis.
Man bereitet dieses SaIz auf die leichteste Weisc,
wrt1~1man reines Kalihydrat, Pliosplior uud starkeii AlLohol init einander kocht. Man kann das entweichende
L’iiosyhorwnsserstoff~ns, das gcfrihrlos eutwickelt wircl,
aiiffangen, oder zu anderen Zwecken durcb Aufliisungen
Ieiten. Voii der riickstandigen Fliissigkeit trennt nian dcii
Phosphor, setzt mehr Alkohol biiizu, besonders weelin vie1
Salz sich unaufgelost abgeschieden hat , gicCst die klnre
Yliissigkeit in eioe Flasche, uod scbiittelt sie in derscJbeii lnit gepulvertem zweifacli kohlensaureu Iiali. Nachdeiii man dnsselbe lrngere Zeit mit der Flussigkeit in Beiiilirung gelassen , rind dieselbe sic11 geklart hat, wird
sie voii allein Uuliislichen getrennt; sie lielert Jurcli Ahclcstillation des Alkohois reines unterphosphoricbtsaures
Kali.
Zu den Eigenschaftcn, welche iclr fruher vou diesern
Stlze angefuhrt babe I ) , mocbte ich noch Irinzufiigen, da€s
es nach dem Gliihen beim AusscliluCs der Lult, wobei
es Phospborwasserstoff;;as im selbstenlziiudliclieil Zustand
entwickelt, neiitrales pyrophosphorsaureu Kali zuruch IliCst,
dessen Auflihung in eincr ncutralen Silbcroxydaufliisuug
eiueu weifsen Niedersclilag hervorbringt.
3) P h o s p h o r im k r y s t a l l i n i s c h e i i Z u s t a n d e .
W e n n man Phosphor, mil cineui grol’scit Uebcrschub
sehr rciiicm Kalibydi~~t,init Wasser ode1 a d uiit
~011
I ) l)iesi i\nndcn, B3. Sll 3.8.1.
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Alkohol niir 60 lnnge fiat kochen lassen, dafs nocli ziemlich vie1 Phosphor uiiaufgelfist geblieben ist, so blcibt
derselbe, wenn inan das Ganze hat ruhig stehen lassen, mehrere Tage hindurch fliissig. Schiittelt inan d a m
das Gefafs stark, so erstarrt der Phosphor zu kleinen
fasrigen Biindeln, die sich leicht mit dein Messer in
feine Fasern thcilen lassen. Seine Farbe ist die des
gew6lbnlichen Phosphors, irn Anfange weifs oder blabgelh, sie wird aber durcli 1Sngeres Aufbewahren unter VSTasser dunkler.
Der fliissige Phosphor scheint
etwas Phosphorkalium zu enthalten. Trennt m u ihn iin
erstarrten Zustaude vou der Fliissigkeit uud ubergiel'st
ihn mit wenig Wasser; so entwickelt sich aus ihm eine
geriiige Menge von Gasbkischen , die nach Phosphormnsserstoffgas riecheu. Man inufs den krysfnllinischen Phosphor deshalb hintereinander mit vielem Wasser wascben,
ivenn inan ihn aufbewahren will.
Es scheint zur Hervorbringung des krystallinisclien
Phosphors ein grofser Ueberschufs voii Kali , und dieses
im reiiieii Zustand nothig zu seyn; doch gelaug mir hisweilen die Bereitung desselben niclit, ohne dafs ich die
Griinde des MiMiagens auffiuden konnte.
-
4) Ueber die Bereitung des Phosphorwassers t o f Eg n s es.
In inehreren Lelirbiicherli der Chemie ist augegehen,
dafs die beste Bereilmg dieses Gases im selbstentziindlichen Zustande darin bestlnde, es durch gelinde Erhitzung von trockneni Kalkliydrat und Phosphor zu entnickeln. Es ist moglich, d a h ich Veranlassung zu dieser Aiigabe gegeben Iinbe, iiidein ich friiher diese Bereitiingsart als vor1heilh;ift schilderte ). Ich habe inich ihrer
auch frulier bedient, indein ich durch haufige iind oft gefalirbringende Explosionen nbgeschrcckt worden war, dieses Gas durch Kochen von Kaliaufliisung und Phosphor
1 ) Dicsc Annalen, Bd. V I S. 202.
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zli bereiten, wenn icli dasselbe durch lauge Rfiliren mit
Clilorcalciuin und uber oder in andere SubsGnzen lei-
ten wollte.
Spriter bemerkte ich indessen, dafs es vorthcilhafter
sey, das Gas auf die zuletzt angefiihrte Weise zu entwickeln, weil es bei gehdriger Vorsicht reiner von freieni
Wasserstoffgas erhalten werden konnte, als durch Kalkhydrat. Darch einige kleine Handgiffe fand ich auch,
dafs man es in grofsen Gef5fscn ohne die geringste Gefabr entwickeln und durcb grofsc Apparate leiten liiinne.
lch habe mich daher bei meinen spztereii Versuchen imirier dieser Methode berlient.
Die Bereitung geschah in einem Kolben, der sehr
lioch und von grofsem Inhalt seyn kano. Er ist lnit einem Korke versehen, durch welclien auf die gewohnliche Weise die Gasentwicklungsriilire geleitet wurtle. IcL
verband sie mit einer tubulirten Vorlage, die Chlorcalsium enthielt, und diese wieder iiiit einer 4 bis 5 Fiih
langen, mit Chlorcalcium angefullteu R6hre. Aus dieser
erst wurde das Gas in Apparate geleitet, die dic Substamen enthielten, mit denen es sich verbiiiden odm durch
welche es zersetzt werden sollte.
Die angewandte Kaliaufldsung war mgglichst concentrirt; sie nahm nur einen geriogen Tbeil voin Inhalt des
Kolbens ein. Es ist nicht vortbeilhaft sich eines sehr unreinen Kalis zu bedienen, das beim Kochen zu sehr
schaumt.
Der Apparat wurde vollstrindig zusammeogeselzt ehe
die Kaliauflijsuog erwiirmt wurde, urn zu sehen, ob er
luftdicht war. Daon wurde der Kork des Kolbens geliiftet und nur lose auf denselben gesetzt, so dafs er nicbt
luftdicht schlofs. Dorch eine geringe Hitze einer kleiiien
Spirituslampe wurde die Auflirsung in ein gelindes KO
cbeii gebracht , bis die Eiitrvicklung des Gases anfing.
Urannle dasselbe an der Miindung des Kolbens neben
tlein Korke von selbst mit starker Flalnmc, dann erst
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wurde der Kork luftdiclit auf den Kolben gesctzt, worauf das Gas ohiie Gefahr einer Explosion durch alle
Apparate geleitct werden konnte. Aber dine diese kleinc:
Vorsicht wird jedesmal bei der Eildung des Gases der
Kork weggeschleudert und oft der ganze Apparnt zertriimmert. - Dcr Grund davon ist wohl der, dafs das
Gas, besonders leicht im erhitzten Zustande , bei Beriilirung mit kleinen Mengen von atmosphtirischer Luft selbstenlztindlich wird und Explosionen verursacht, im erkaltcten Zustande durch kleine Meiigen von Luft oxydirt wird,
und sich nur durch griilsere Mengen derselbeu von selbst
entziindet.
Man hart mit der Entwicklung des Gases auf, weiin
man, um dasselbe zu erhnlten, eine grakere Hitze gebcn
mufs. Erhitzt man stlrker, so bildet sich zu vie1 Wasserstoffgas.
Ich habe zu zeigeti gesucht, dafs das Phospborwasserstoffgas, auf diese Weise bereitet, dieselhe Zusaiiimeiisetzung habe init dem, das sich nicht von selbst an der
Luft entzundet, und das durch Erliilzung der phosphorichten und unterpbosphorichten Slure erhalten wird. Ich
babe daher diese beiden Gase, wegen ihrer verschiedenen Eigenschaften bei gleicber Zusaminensetzung und selbst
bei gleicheln specifischem Gewichte, fur isomerische Modificationen gehalten. Es ist indessen spater fur wahrscheinlich gehalten worden, d a b die Eigenschaft des Phospborwasserstoffgases , sich zu entzunden, von einer kleinen Quantitat Phosphor herrubre, welche, um die Entziindung hervoniibringen, so unbedeutend seyn kann,
dafs sic nicht mehr nachziiweiseii sey; man fiihrte auch
an, dafs wenn Wasserstoffgas selbst bei einer niedrigcn
Temperatur mit Phosphor in Beriihrung steht, es von
diesein etwas aufninimt, und weiin man es in die Luft
treten Iafst, leuchtet, was offenbar von einer Verbrennung des darin enthaltenen Phosphordampfs herriihre 1).
Auch ich babe friiber eiue Bliuliche Ansiclit VOII der
1 ) I.chrlucli Jer Cticruic, yon E. h l i t s c l i c r l i c l i , Bd. I S. 5s.
4 3
Nalur des sclbs~cnlziindlichei~
Gases gchabt, bin indessen
davon zuriickgekommen, als es inir gegliiclit war, das cine
Phosphorwasserstoffgas in das andcre zu verwandeln, ohne
d a k dabei einc Zersctzung dcr Gase statt fand, wcnn ich sic
init einigen fliichtigcn Chlorverbindungen verbunden liatte.
Durch Ainmoniakflussigkeit wurde dann regelmafsig das Gas
aus diesen Verbindungen als selbstentziiudlichcs crhalten,
wlhrend andere .Fliissigkciten es daraus im nicht selbstcntziindlichen Zustande entwickel ten.
Obgleich iodessen aufser dieser Thatsache noch mehrere andere, nainentlich die alte von H o u t o u - L a b i l 1 a r d i 2 r e gcmachtc Erfahrung, dafs das Gas, aus der phospborichten Siiure entwickelt, beim Mengen mit Sauerstoffgas selbstentziindlich wird, wenn man das Gemenge ausdehot , dagegen sprechen , dafs die Selbstentziindlichkcit
des Gases von cincr kleinen Menge von freiein Phosphordarnpf herriibre, so habe ich doch dariiber noch einigc
Versucbe angestellt. Ich erhitztc in dem Gase aus der
phospborichten SAure zu wiederholten Malen etwas Phosphor so stark, d a k er darin sublimirte; beim ganzlichen
Erkalten wurde indessen das Gas beim Zutritt der Luft
nie selbstentziindlich.
D i e t geschah nur, wenn der
Phosphor beim Zutritt der Luft in der RBhre durch
Sclimelzen entziindet worden war, und diese darauf niit
Quecksilber und dann mit Phosphorwasserstoffgas gefiillt
wurde. Der init Phosphoroxyd gemengte und fein zertheilte Phosphor verhielt sich dano wie ein Pyrophor,
und entziindete beim Zutritt der Luft nicbt blofs Phosphorwasserstoffgas, sondern auch andere brennbare Gasarten.
XLIII. Zusammensetzung des Schweinfurler
Griin.
D i m e sch6nc und sehr vcrbreitete Farbc ist im J. 1814
-:on dcu HH. K ti Is und S a t t 1 CI’ in Scbwciuhri cut.
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