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Bemerkungen ber Radiation und Absorption. Schreiben an Sir John Herschel

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Propalaniu
C, H, NO,
Butalanin
C, HII NO,
Leucin
c12 H I , NO,
Es ist aufhllend, d a t das Propalanin bis jetzt im Thierorganismus nicht aufgefunden ist, wiihreud andere Glieder
der Alaninreihe, namentlich das Leucin, in ziemlich grofser
Verbreitung in demselben nachgewiesen worden sind. Der
Grund davou liegt vielleicht nur in den Schwierigkeiteu,
die sich der Unterscheidung und Trennung solcher Substanzen entgegenstellen, die als Glieder einer homologen
Reihe in ihren Eigenschaften und ihrem Verhalten vie1
Aebnlichkeit zeigen. Nach den bisherigen Unterschungen
scheint es, dafs das Leucin im Thierorganismus nicht allein,
soudern vergcsellschaftet mit seinen niedrigeren Homologeu
auftritt. Bekanntlich ist es v. G o r u p - B e s a n e z gelungen,
iu der Milz und im Pancreas des Ochsen neben Leucin Rutalanin nachzuweisen. Man darf dernnach lnit einiger Wahrscheinlichkeit annehmen, dafs in jeneu Organen das nachst
niedrigere Glied derselbeu Reihe, das Propalanin, nicht
fehleii und dars es spgteren Untersuchungen gelingeu werde,
dasselbe als einen Begleiter des Leucins nachzuweisen.
Berlin, im November 1861.
X. Bemcrkungen iiber Radiation und Ahsorption.
Schreibcn an Sir J o h n Herschel
von J Tyndall.
W e r t h e r Herr.
I c h wtiasche diese Note, die einen Gegenstand behaudelt,
den Sie zum grgfsten Theil allein bearbeitet haben, an Sie
zu richten, weil ich fiirchte weder in meinem Buche tiber
die Alpen, noch in meinen vor Kurzen vertlffentlichten Ab1) Philos. Mag. Bd. XXII, S. 377.
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haudluugeu hinreichende Rucksicht auf ihre schltzbaren Untersuchungen iiber die Strahluug der S o m e geuommen zu
habeu. Seit einiger Zeit bin ich mit Versuchen beschiiftigt
iiber die Ffhigkeit unserer Atniosphdre die strahlende W l r m e
durchzulasseu, und bin zu dem Schlusse gelangt, dafs die
Mischung von Sauerstoff und Stickstoff, welche die eigeutliche Masse unserer AtmosphSre ausinacht, in Bezug auf die
Durchlassung der strahleiiden Warme so gut als ein Vacuum
zu betrachten ist. Die Resultate, von denen mau die Opacitiit der Luft hergeleitet hat, mussen siimmtlich den fremden Stoffen zugeschrieben werden, welche in der Atmosphare vertheilt siud , nalnentlich dem- Wasserdampf. Die
entgegenstehenden Resultate, welche vor Kunem von dein
auerkannten Experimentator, Prof. M a g n u s in Berlin, erhalten worden sind , haben midi veranlafst diesen Gegenstand von Neuem zu uutersucheu und die Versucbe, welche
ich augestellt habe, bestltigen nicht nur die Wirkuug der
Wasserdlmpfe, sondero zeigen auch dalb diese Wirkung
v e r h i l t n i l u ~ ~ b i genorm ist. Der folgende Fall kann als
Typus betrachtet werden. Am 10. dieses Monats fand ich
die Absorption durch die Luft unseres Laboratoriums aus
drei Componenten bestehend. Die erste derselben, hervorgebracht durch die reine Luft, ward der Gr6Ge uach durch
die Zahl 1 vorgestellt, die zweite, hervorgebracht voin durchsichtigen Wasserdampf, durcli die Zabl PO, wiibrend die dritte,
hervorgehracht durch die Effluvia der Localitat und die Kohlenslure der Luft, durch die Zahl 27 zu bezeichueu war.
Die gesaminte Wirkung ihrer freinden Bestaiidtheile war
a11 jcnein Tage sicher 67lnal so groEs als die der Atmoephke
selbst, wfhrend die Wasserdampfe alleiu eine wenigsteus
JOmal so grobe Wirkung austibteo als die Luft.
Ich habe Ihiien auch einige Resultate iiber die Ausetrahlung des Mondes mitzutheilen, die sich a n ihre Speculaiionen anschlieben. Am Freitag d. 18. dieses Monats tnachte
ich auf deio Dache der Royal Institution eine Reihe von Beobachtiingen mit dem Monde. Aus sechs iibereinstimmeuden
Versuchen war ich genathigt zu schliefsen, dafs meiue thcrmo-
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metrische S u l e mehr Wdrme verlor, wenn sie gegen den
Mond gerichtet wurde, als wenn ich sie gegen irgend einen
andern Theil des Himmels in gleicher Hbhe richtete. Der Effect war ebenso wie wenn unser Erdkurper Ktilte ausstrahlte.
I& war durchaus nicht vorbereitet auf dieses Resultat, das
i n d e l , wie sie sogleich sehen werden, eine unmittelbare
Folge von der Warme des Mondes ist. An dem emtihnten
Abend umgab ein schwacher Halo, der nur eichtbar war,
wenn man auf ihn achtete, den Mond und liefs auf eine
geringe Menge niedergeschlagenen Dampfes in der Atmosphtire schlielsea. Solche niedergeschlagenen Theilchen bilden, in Folge ihrer vielfachen Reflesionen, einen wirksamen
Schirm die Strahlen der Erde aufzufangen, uud alles was
dieselben entfernt und die optische Continuittit der Atmosphdre herstellt, mufs die Durchlassung der Erdwlime vermehreu. Ich denke es steht fest, d a t keine wahrnehmbare
Menge der dunklen Wlirme des Mondes, welche, wenn er
voll ist, wahrscheinlich einen grofsen Theil der ganzen uach
der Erde hin ausgesandten Wtinne ausmacht, uns erreicbt.
Diese WBrme wird gtinzlich absorbirt in unserer Atmospbtire,
und an dem erwtibnten Abend war sie theilweis verwendet
die niedergeschlagenen Theilchen zu verflfichtigen und dadurch die Durchsichtigkeit der Atmosphare urn den Mond
zu vermehren, gleichsam eine Thtir in dieser Richtung for
das Entweicheu der Wlinne von der Oberfltiche meiuer
S h l e zu bffnen. Ich mufs bemerken, dafs das Iustrurnent
mit einem conischen Reflector versehen war, dessen Winkel
eiue Flache a111 Himmel umspannte, viele Male grUlser a h
der Mond.
Ich verbleibe
October 21, 18Gl.
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