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Bemerkungen ber Thonerdehydrat.

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UI. Bemmkungen iiber Thonerdehydrat;
oon P. ,4. v. B o n s d o r f f :
Prof. der Cliemie an der
K. Alexanderr-Unirersitht in Finnlancl.
( D e r Versammluog dentscher Naturfnrscher in Hambarg
im Kurzen mitgetheilt.)
i. J. 1830
I V i e bekannt, ist der Niederschlag, weIchen reine oder
kohlensanre Alkalien aus den Liisungen einiger Thonerdesalze abscheiden , eine chcmische Verbindung dieser
Erde init Wasser, oder ein Hyclrat, dessen Zusaminensetzung bereits von verschiedenen Chelnikern , und zuletzt von B e r z e l i u s untersucht worden ist *). Da obcr
die& Hydrat, wegen seiner ga!lerlarligen Beschaffenhcit,
schwerlich eine genaue Trennung des inechanisch eingeschlossenen Wassers von den cheinisch gebundenen mil&t (ein Umstand, welcher vermuMich die so verschicdenen Resultate der hnalgse dieser Verbindung vcmnlabt hat) **), so wird eine Methotle, nach weichet inail
das genannte Hyclrat in einer festeren nnd besser aiisgebildeten Form erhzlt, vielleicht nicht ganz ohne Interesse
seyn.
In eine Lbsung von Stzendem Kali, die sich in einer
Flasche mit Glasstbpsel befiuclet, trage inan, nach und
nach in kleiiien Portionen und unler lebhaftem Uinschiitteln, frisch gefdlte und noch feuchte gallertartige Thouerde
ein, und, wenn sich von dieser nichts mehr liist, filtrire
man die Fliissigkeit sogleich in eine andere Flasche, verstiipsele diese, und lasse sie dann ruhig stehen. Nach
einigen Tagen, oder besser, nach einer Woche, findet
inan nun die Seiten und den Boden der Flasche mit kleinen, karnigen Krystallen bekleidet, die eine zusammen*) Afhandling. i Fysik, &mi
ocb Mincralog. 7,p. 141.
**) G m e l i n ’ r Handbuclr, S. 505.
1s #I
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bhgendc, fest am Glasc sitzcnde Rinde bilden. Man
.giefst jetzt die Liisung ab, spiilt die Rinde mehnnals mit
Wasser ab, lafst sie trocknen, und zerschllgt darauf die
Flasche, nachdem man sie mit Papier oder Leinwand timwickelt hat. Die Krystallrinde liifst sich nun ziemlich
leicht mit einem Messer von der Oberflkhe des Glases
ablasen. Der solchergestalt abgesetzte, zum Theil krystallisirte Stoff ist reines Thonerdehydrat , frei von allcm
Gehalt an Alkali. Es bksitzt folgendc Kennzeichen:
Die Krystalle sind zu klein und undeutlich, als dafs
sich ihre Form bestilnmen liefse; doch scheinen pyramidalisclie Endspitzen an ihnen vorhanden zu seyn. 111
griifserer Massc, wie es sich am Boden des Gefafscs absetzt, gleicht das Hydrat im Aeufsern dem bekannten
Kieselminerale von Island, das man Geysershier nennt.
[n dunncn Kantcn ist es durchschcinend, in Masse undurchsichtig und von rein weifser Farbe.
In einer Temperatur von 1000 C. erleidct cs keiiicn Gewichtsverlust , noch sonst eine Veranderung; cs
kann ,also leicht bei einer selbst niederen Temperatur
von dem mcchanisch -eingeniengten Miasser befreit werden, von dem es iibrigens auch nur sehr unbedeutend
enth&1t.
In Schwefelsiure, Salpetersaure und Salzsaure ist
es bei gewihlicher Temperatur so gut wie ganz unliislich. 111 erhitzter Schwefelsaure liist es sich, aber Iangsam. Von siedender Salzsaure wird es aufserst trtige
aufgenommen. Berm Gliihen giebt es win Wasser aus,
verzndert aber dabci sein Ansehen und seincn Zusammenhang wenig.
Uebrigens scheint es mir schwer zu erklairen, was
eigentlich die Ablagerung des Thonerdehydrats veranla&. Fine Temperaturvertinderung war gewifs nicht die
Ursache derselben ; und eben so wenig auch eine Anziehung von Kbhlensiiure durch das Kali aus der Luft, denn
bei den Versuchen war die Flasche, welcb dic Losung
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cntbielt, durch einen eingeriebcncn GlasstBpsel verscblosund die Fuge mit Talg ausgestrichen. Das Einzige,
,vas vielleicht bemerkt zu werden verdiente, ist: dafs die
yylonerde (so weit ich mich erinnere, zu allen Versuchen)
BUS der Liisung in Salzsiiure durch kohlensauren Ammoniak geft6llt worden war, und, wie ich es imnier in diesem Falle gefunden habe, wegen ihrer schleimigen Beschaffenheit eine Portion Kohlenssure mechanisch eingemengt
enthielt. Karin man aber annehmen, dafs diese Kohlenstiure bei Ausiibung ihrer schwachen Verwandtschaft nicbt
augenblicklich, sondern erst nacb einiger Zeit wirke, und
dadurch eine solche Krystallisation oder Ausfiillung veranzulassen im Stande sey? Filtrirt man die Fliissigkeit niclit
bald nach der Sattigung der Kalilauge mit Thoncrde,
so beginnt die Krystallisation oder Absonderung des
Thonerdehydrats sehr schnell, und dieses setzt sich d a m
auf den UeberschuD der angewandten Thouerde ab, die
dadurch mehr und mehr weifs und undurchsiclrtig wird.
Ein 3hnliches Hydrat erhalt inan auch, wenn man eine
Liisung von Thonerde in atzendem Kali in einer locker
bedeckten Flasche mehre Wochen oder Monate lang stchen ltifst. Durch die Kohlens5ure der Luft wird d a m
nach und nach Thonerdehydrat gefdlt, das entweder dieselben SuEseren Kennzeichen wie das vorhin beschriebene
besitzt, oder auch wanenfiirmige, knollige Gestalten annimmt , nicht uniihnlich dem, unter dem Namen Gibbsit
bekannten, natiirlichen Thonerdehydrat aus Nord - Amerika, mit dessen Bestandtheilsverh&ltifs es auch vollkommen iibereinstimmt.
Die Zusammensetzung dieses Hydrats, bestimmt durch
dessen Gewichtsverlust beim Gliihen, (mit Anwendung
von 1,60 Grm. des auf die zuerst beschriebene Weise
gebildeten) ergab sich *):
') D i e Art, auf welche diese Verbhdong sich rbsetrt, h o m e die
Vcrmutlrung crregen, dafs sie eio Aluminat von Kali sey. Eioe
in dieser Hiosicht angestcllte Untersuchung crgab abtr , daL sie
keinc Spur r o n Alkali enthilt.
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65,35 Thonerde enthalt Sauerstoff 30,52
3463 Wasser
30,so
-
100,oo
woniach die clieinische Formel ist: 21k3.
Aus dem oben Angefiihrten ergeben sich zwei, vielleicht nicht ganz iiberfliissige ,Bemerkungen.
1) Da das Thonerdehydrat aus einer Liisung in
Aetzkali durcli die Kohlens~ure der Luft gerallt wird,
und es, auf diese Weise erhnlten, sich so trage in S5uTen liist, so darf mail bei Mineral-Analysen die Liisuugen der Thonerde in iitzeiideiii Kali nicht zu l a n p an
der Luft stehen lassen. In einigen Tagen setzt sich oft
dieses Hydrat ab, und kann dam, wegen seiner Schwerliislichkeit leicht init Kieselerdc verwecliselt werden, zuma1 diese Erde in geringer Menge ilnmer der Thonerde
folgt.
2) Da die Analyse dieses Hydrnts mit einer Genauigkeit, die nichts zii wiinsclien ubrig Isfst, angestellt werden kann, die Sauerstoffmenge in beiden Eestandtheilen
gleich grok ist, und inan den Sauerstoffgehalt des Wassers init so grofser Sicherheit kennt; so mirchten der
Sauerstoffgehalt und d& Atomengewicht der Thonerde
aus der Zusaminensetzung dieses Hpdrats sicherer zu berechnen seyn, als aus aiideren Thoiierde-Verbiudungen,
die iu dieser Hinsicht analysirt worden sind. Jedoch hat
man die oben angefiihrte AiiaIyse nicht als mit einem so
hohen Grad von Genauigkeit angestellt zu betrachten, als
zu einer solchen Beslirnmung erfordert wcrden wiirde.
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