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Bemerkungen ber Versuche die an verschiedenen Orten angestellt sind Hohfen mit erwrmter Luft zu treiben.

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die Meoge der Pbospborsaure in der Aufl6snng.
I)a
& H e Mberdwasser aber in Kohlenslure eufgelOste kohlensaure Erden und Eisenoxyd entbalten, die bierbei
ebenfalla durcb das Ammoniak geflllt werden; 80 ist ~ J J
am besten ein Theil des Wassers zu kocben, m d d a
Gewicht des dadurch cotstandenen Niederscblags von hohlensauren Erden und Eiscnoxyd von dem Gewichte des
Niederschlags abzuziehen, der durch die mit 'Ammoniak
versetzte AuflOsung von Cblorbaryum oder Chlorcalcium
eneugt wurde.
Diese Metbode wird our dadurch uosicber, dafs koblensaure Baryterde und kohleosaure Kalkerde nicht ganz
unlUslich im Wisser sind, und letztere sicb gcro, doch our
bei unvorsicbtiger Behandlung, feet an die Wande des
Gefifses absetzt. Diese Umstlnde Uberwiegen indeMlen
nicht die aoderen Vortheile, da man nach eiaiger Uebung
sebr leicbt dabin gelangt , den Niederschlag eerade so
lange auszustilseo, ale es nothwcndig iat
XVI. Bcmcrkungen uher t'ersuche, die an cerschicdenen 'Orten angestellt s i d , Holiiyen
mir erw&rmtcr Luft Z ~ Ltreiben;
con
'
Obrirtcn im
P. Sobolcwskoy,
K. Rosr.
:
Bers- Iogeoimur- Korpr.
K e i n metallurgiscber Procefs liefert so mannigfaltige RCsultate, als das Verschmelzen von Eisenenen auf Gufseisen. Oboe von frUberen Zeiten zu sprechen, wo die
Siderotecbnick nocb in ihrer Kindheit war, und wo man
ihre Grundestze nicbt studirie, will ich nur bemerkeo,
dals auch beut zu Tage viele Eiseobtitten bei gleichen
J-ocalverh8ltnissen dennocb nicht gleiche Mengen Metall
ausbringen, und dazu nocb bhfig Qaantilliten von Brennmaterial verbrauchen, welche in keinem VerLltnifa stehen p i t dem waa man auf andern Hiitten sieht,'obgleich
11*
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die Ersparnifs .desselben eins der. wichtigstm Gegensthde
der berphniachen Vemaltung ist. Man kana cine
Menge von Beispielen davon aukiblen, und die gerade
jene Gegenden betreffen, wo man sich am meisten darnit beschPftigt. In England verbrauchte man in den
Grabchaften Straffordshire, Schropshire und in Wales bis
zur Zeit der neuesten Verbesaerung auf ein Theil GuEs+en 4 Theile, dem Gewichte nach, ungebranuter Steinkohlen. In Yorkshire verbrauchte man fGr dicselbe M e q e
Gulseisen 4; Theil Steinkohlen. In Schottland aber 8
Theile. In Rulsland briagen einige Hiitten atif eiil Theil
Holzkoblen l,4 Theile Gufseisen aus, dngegen andere
auf ein Theil Holzkohlen nur 0,4 Gulseiscn erhalten.
Man schicbt gewOhnlich die Ursachen so grofser Verschicdenheitcn iu den Resultaten thcils auf die Qualitst
der Erzc, theils auf die Bauart dcr IIohUfen, ich Iioffc
aber das ungegriindcte diescr Meinungen durch beifolgcndc Erlzoteruugcn zn beweiseu.
Vor Kurzem war die Aufmerksamkeit ganz allgemein niir auf die zuerst von' N i 1 s o n , Director .der Gasanstalt auf den Hiitten von Clyde und Calder, in der
Nahe von Glasgon, angestellten Venuche gerichtet. E r
erbaute einen Apparat, der ails einer Menge gufseiserner Rbhren von grolsem Durchmesser bestand. Indern
er sie bis zum dunkeln Rothgliihen erhitzte, liefs er die
Luft, die in die Hohofen geblasen wurde, durchstrciclien,
und erhUbte dadurch deren Temperatur von 2000 F.
oder 93O4 .C.bis auf 612O F. oder 322O,2e. Er fand
dabei, dab, je mehr die Temperatur dcr Luft gesteigert
wurde, desto melv auch Rrennmaterial erspart wnrde. Man
fand in der Folge, dafs mau bei Anwendung erhitzter
Luft statt Coaks in den Hohbfen giradezu rohe Stcinkohlen verbrauclren kfinne, und verminderte dadurcll die
Kosten fiir dan Brennmaterial auf mehr als die Halfie.
Statt 8 Theile Steinkohle, die man figher verbrauchte,
um eheo Theil Guteisen auszubriugen, verbraucht man
davon heute nur !2,95 Theile. Zu gleicher Zeit vermin-
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dcrte lllan die Meuge der Zuschltige zu den Eneii; das
yIctall fing uun an sich reiner auszuscheiden, und des(2uautitYt sowohl als QualitSt gewann bedeutend ioi
L-erbiiltnifs zu friiberen Resultaten bei dem Einblasen von
Lalter I.ufi. hlle diese Vortheile wurden der EinwirhtlDg erllitzter Luft zugeschrieben.
huf audercn HUttcn Schottlands beeilte man sicli
diesc Entdeckung zu benutzen; nach den letzten Nachlicbteri waren sclion aiif 20 Hiitten 67 Hohiifen Init cr\x:iriotcr Luft in Gang gesctzt norden, obzwar nicht alle
uiit gleichem' Erfolgc.
Uiese Entdeckung ging bard in andere Lliiidcr iibcr.
Es ist bekannt, daG inan im KBnigreich Wartemberg auf dcr
Ilutlc V'asseralfiugen zwei Holibfcn, in denen Eiscncize
init llolzkohlen verschntolzen werden, gegenwSrlig clurclr
cnt Srintc Luft betreibt.
Statt 1,85 Theile Holzkohlcn,
tlie frliber vcrbrauclit wurdeo, urn ein Theil Gnfseiscn
zu erzeugeu, verbraucht inan jetzt nicbt mehr a h 1,37
'I'heile.
In Frankrcich folgten mehrere Anstallen d m BeiFpiele Schottlnnds, und erwarteten grofse Vorthcile VOII
d i v e r Entdeckung, die einer ihrer bekanntesten Berglngenierire far die ruhmwollslc und zngleich fiir die h o d stc Yollcndung rnetallurgisdrcr Kuost erkllrte.
Ueberall, wo man sich mit diesem Gegenstahde bescbBftigte, suchte man die gUnstigen Resultate, die die erwarnite Luft geliefert bat, dem Umstande zuzuschreiben,
dafs friiher die kalte Luft das hinliingliche Steigern der
'Temperatur gebindert blitte. Eine andere Ursacbe fand
man oiclit.
Nach so zahlreicben und glilcklicben Erfolgeo, und
uach der so bestimmt auagesprocknen Meinung ausgezeichneter Metallurgeo, L a m man keinen Zweifel tiber
die Zuverlllssigkeit der oben angefahriec Resultate haben.
Meine Absicht ist also kemesweges sie zu beatreiten, sooblob zu zeigen, dals die g&u@en Resultate nicht
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dem Erw8rmen der Luft zuzuschreiben sind, und dals
man sie durch andere Mittel, obne alle Unkosten, ohne
alle Veriinderuog am Hobofen erzielen kbnne. Urn diels
zu erlhtern h d e ich mich genirthigt den Vorgang des
Hohofens naher zu beleuchten.
Bekaontlich wiihlt man zur Verarbeitung im Grofsen
unter den Eisenenen nor die Oxyde, entweder reine oder
oerbunden mit Wasser oder Kohlensaure. Urn das Metall daraw zo gewinnen, mlissen sie uur reducirt oder
desoxydirt und zusammengeschmolzen werden. W e n n
die Schmelzhitze die noch nicbt vollsttlndig reducirten
Erze trifft, so kann aus ihnen nicht die ganze Menge des
Metalles erhalten werden, sondern ein groher Tbcil davon geht in die Sclilackea uber. Demnach ist der Zneck
des Hohofenprocesses: 1) die Erze eine hinlangliche Zcit
hindurch in Bedhrung mit den brennbaren Gasen iind
nit den gllibenden Koblen zu erbalten, und 2) dcm €1011ofen eine Temperatur mitzutheilcn, die hinhnglich ist,
urn das durch oben envlhnte Bcrtihrung bcrgestellte Metall; als auch die erdigen'Theile, die die Schlacken bilden solleo, zurn Schmelzen zu bringen.
Die L u g e der Zeit, die crford$ich ist, um die Eis e n e m zu reduciren, bgngt von ilirer Zusammensctzung
und ibrem Gefuge ab. EB ist natllrlich, dals der dicbte
Magnetebenstein einer hngeren Zeit dazu bedarf, als die
lockeren Wiesen- und Sumpferzc. In beiden Ftillen
kann der Untencbied ziemlich bedeutend seyn, und die
Nicbtbeachtung dieses Uinstaiides muls noihwendig dem
Gange dcs Processes schnden. Die Hebe des Ofcns, so
wie auch seine Ubrigen Dimensionen Ubcn auf die Dauer
der Berlibrung zwischen den Enen und den reducirenden Stoffen w r eine Wirkung aus, die blols von der
Menge der zustrbmenden Luft oder von dem in ihr enthaltenen Sauerstoff abhlngt. Wenn diese Menge so grols
ist, dafs die Kohle Zeit bat zu verbrennen eher als das
aafgegebene E n Zeit hat reducirt zu werden, 80 wird
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auch der hbchste Hohofen eben SO mvortheilhafte Resultate befern als ein zu niedriger.
E~ ist auch bekannt, dafs die Erhfihung der Ternperatur beim Brennen nicht sowoh1 V O ~der Quantitat
der Luft abbgngt, als von der Schnelligkeit mit der sie
dem brenncnden Kbrper zustriimt. Dieser letzte Umstand wird aber leider nur zu wenig berucksichtigt.
Die Erfahrung hat bcwicsen, dafs beim VerschmelZen von Eisenerzcn , die Luft eine hihere Temperatur
hervorbringt, wenn sic mit griibercr Schnelligkeit, aber
in geringerer Masse zustrbmt. Unter diesen Umstinden verbrennt die Kohle laiigsamer und die Gichten gehen weniger hiiulig uiedcr; das En aber, welchcs lingere Zeit
in Beruhrung mit den reducirenden Stoffen venvcilt, ist
schon vollst~ndig,wenn es den Schmclzrauln erreicht, es
kann daber die Bescbicknug vermchrt werden, und das
Resultat wird gunstiger. Dafs das schnelle Z u s t r h e n der
Luft zur Erhiihung der Teinperatur beitrage, ohne die
Menge der venebrten Koblen zu vergrbbern, davon sehen wir viele Beispiele im gemeinen Leben. Das erste
Beispicl davon giebt uns das L6throhr. Ein feiner Strom
Luft, mit einer gewissen gleichmlfsigen Kraft auf die Flamme
eines gewfihnlichcn Lichtes gerichiet, bringt mittelst dieser
cine Hitze hcrvor, die irn Stande ist einen ihr a d eioer
kalten Kohle vorgehaltenen Stoff in so kuner Zeit zum
Scliinelzen zu bringen, dafs kaum ein Erbsen grofses Stuck
Kohle verbrennt, da hingegen kann derselbe Stoff, ohne
Hulfe cines gcdrangten Luftstromes erst mit dem Aufwande
cines grofsea Stiickes Koble geschmolzen werden.
Hr. K n a u f , Mitglied des gelebrten Comite' des Bergh o v s zu St. Pctersburg, faud, als er im Auftrage der
Regierung in Petro -Sanodsk Versuche tiber vemehrtes
VerscbmeIzen von Eisenenen anstellte, dab 100 K.F.
Luft, die unter dem Drucke von 2 Zoll Quecksilberhfihe
einstriimten , eine Hike hervorbrachten, die dejenigen
gleich kam, welche von dem Einstr6men VOD a00 K.F.
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Luft, aber unter dem Drncke von einem Zoll Quecksilber bervorgebracht wurde, und zwar our mit dem Unterscbiede, dafs in dcm letztcn Falle die doppelte Menge
Koble nutzlos verbrannte.
Daraus kaou innn sehen, dafs das Zubringen dcr
Luft zu den Hohsfen, in verh~ltnilsmlfsigcrMeoge und
tinter verb~ltnifsm~fsigem
Drucke oder Scbnelligkeit, dcn
Gegenstand der b e s t l n d i p hafmerksamkeit aller Eisenhatten-Besitzcr ausinaclien mufs.
Es gereicht den Bcsitzern dcr Russischen EisenhUtten zur Ehre, dnfs sie diesen wichtigen Gegenstand niclit
ganz aufser Aclit gelassen babeu. Viele von ihncn haben eine besondcre Sorgfalt auf die Regulirung des Gebllses verwaudt. Heut zu Tage werden auf acblzchn EisenliUttcn des Uralgebirges mehr als 262.300 Kubik-Arscbinen Holzkohlen in dcm Verhdtnifs zii dcm Verbrauche
des Jahrcs 1806 crspart. Besondere Bencbtung verdient
die Ersparuifs an Brcnnmaterial, die man auf einigeo Hussischcn Hotten crreicht hat. Auf den Hiitten der Erbcn
des Kaufinanns Bastorgoueff briogt man taglich bis auf
700 Pud (233 Centner) Gafseisen aus, und verbnucbt
dazu nur 600 Pud oder 166 Ceotoer Koblen meist aus
Birkeuholz. Friilierhin rerbrauclite man auf denselben
Halten, um dicselbe Menge Gufseisen auslubringeo, 100
Pud Koble. Dieses Resultat Ubenviegt bei weitem alles
oben Uber Schotlland Erwsbnte.
Dae Mittel, wodurch man in R u f s h d so wesentliche Vortheile bei dem HUttenbetriebc erlangte, ist sehr
einfach, uud verlaogt keioe besondercn Apparate und
Unkasten. Man kann dessen Zuverl&isigkeit an jedem
Hobofen, der im Gange ist, erproben. Es beslelrt in
der sorgbltigen Beobachtung der eiogeblaeeuen Luft und
in der gehbrigen Regulirung ihrer Geschwindigkeit. Diers
erlangt man durch ein gehtlriges Verengen der DUse, und
dadorcb, dab man, je geringer die Oeffuung derselben ist,
deu Winduesser cinen grblseren Druck anzeigen lalst.
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Der Nrltzen der emarmten Luft b3dgt auch lediglich
von der Quantitlt der eingeblasenen Luft und der ihr
mitgethcilteri Scbbelligkeit ab. In der That wird die
Luft, wenn sic bis zu der Temperatur erbitzt wird, wie es
in Scbottland gescheben, nahe auf den doppelten Umfang
dilntirt, und es wird, wenn auch die ausstriimende Luft
cine griifsere Scbnelligkeit erlangt, docb eine geringere
RIenge Luft in den Ofen behrdert, als beim Gebrauche
kalter Luft, und zwar .im umgekehrten Verliiltnifs der
lcmperatur. J e mehr die Luft erwannt mird, desto geringer Irird aucb die Quantitst, die durch dieselbe Duse
durcllstriimen kann, und diefs ist die eigentliche Ursaclie der gtinstigcn Resultate mit envlrmter Luft. ’Wenn
mau die gcringe ErbBhung der Temperatur, die die erwarmte Luft erreicht, mit der Temperatur vergleicht, bei
der die E n e scbmelzen, SO tiberzeugt man sich leicbt,
dafs die Erklarung, die der Erfinder von dem gUnstigen
Erfolge giebt, indcin er ihn dem Umstande zuscbreibt,
dafs dcr Ofen durch das besthdige ZustrBmen wanner
Luft nicht abgektihlt werde, keine Beacbtung verdiene.
Ungeachtet der grofsen Vortheile, die, wie wir geseben baben, aiif der Cly d e’schen HUtte erlangt worden
sind, so erreicht jener Betrieb dennoch den gewfihnlicben engliecben nicht, indem dort mehrere HUtten, bei
Anwendung kalter LuCt, auf einen Theil Guiseisen nicbt
vie1 iiber 2 Tbeile Steinkohlen verbraucben. Aul einigen dieser Hlitten bat man es versucht, die eingeblasene
Luft zu erwarmen, aber mit ungtinstigem Erfolge, was
wahrscheinlich seinen Gruad darin hat, dafs auf diesen
Hiitten die Menge und die Scbnelligkeit der zustr8menden Luft sich scbon in dern Verhaltnifs befand, wie es
der vortheilhafteste Betrieb erheischt.
Der Nutzen der erwlrmten Luft hat sich aucb in
andercn Gegenden, vonugsweise aber nur auf den Hutten bew!ihrt, wo man, gleich den Schottlludiscben, bis
r ,
170
dahin eine 211 grate Menge von Luft verbrauchte, und
dadurch eincs groten Aufwands an KoUe bcdurfte.
Ea ware zu wiinschen, d a b in den Bcschrcibungen
der Betriebe mit erwannter Luft, in Schotllantl sowohl
als auch in anderen Gegenden, allc nbtliigcn Data angegeben worden warcn, urn daraus das VcrliiiltniG dcs
Verminderns der eiogeblasenen Luft zur Erliiiliuug dcr
Temperatur henuleiten.
Bei einigen dcr Eiuricbtuugcri
waren aber gar keine Wndmesser angebracht, und wcnn
bci andern auch welche gebraucht wurdcn, so warcn sie
von mangelhafter Construction, iudctn sie dcn Drucli nicht
durch die llbhe einer Quecksilbcrsiiule. anzeigten, sonclcrn ihn durcli das Gcwicht auf eine FISche von einer
gegebene Griifsc angabcn. Bci allen dcm sicht man aus
den Bcobaclltungcn des Franziisisclieii Ingcnieur D u fr 6n o y , dale ih dcr Caldron'schen Miittc clic Menge dcr
Luft beitn Erwiirmen dcrsclbcn'auf 6 1 2 O F. (322" C.)
von 3500 Kubikfds auf 2G2G Kubikfufs in dcr Minute
vennindcrt worden ist.
Es ist zu bcdaucrn, d a t D u f r C n o p , dcr diese
Beobachtungcn gcmaclit bat, niclit gleich auf die wahrc
Unaclie Lam, wid den Versucli machte, init kaltcr Luft
dieselbcn Vortlieilc durch Vermiiiderung der Quantitat
dersclbcn im oben erwahnten Vcrlilltnissc zu erreichen.
Dieser Vcrsuch hlttc ihin oliue Zweifel gezeigt, dafs
man durch Vercngern der Diise dcn Hohofcn in dcnsclben Zustand versetzcn kiinne, in dcm er sich bciin Einblasen wanner Luft beliudet. Ein guter HohofenSchmelzer kann durcli ge1iiirigc.s Regulircn des Gebliises das
Niederbrennen der Gichtcn iiach Mafsgabe der Nothwendigkcit verlangsamen , und dadurch eine vollstandigere
Ausscheidung dcs Metalles bewirken. Durch Beobachtung des Winduiessers und gehgriges Zusammendriicken
der Lift kann er bci jcdcm Ofen, welche Construction
cr auch habo, bcdeutendo Ersparnissc an Brennmaterial
-
171
bewirken. Zum Bcweise dessen kann man die KortscheGerskische Hiitte im Olonetzkischen Bezirk anflibren.
Auf dieser Htitte konnte man seit der Zeit des bekannten Gascoins bei allen Bemuhungen der friiheren
Verwaltung Die mehr als 21 Pud E n auf einen Korb,
odcr nahe 5 Kubik-brscbinen Kohle verscbmelzen. Heut zu
Tage ist man, durch die Bemuhungen des Hm. K n a u f f ,
bei Beobachtung des Windmessen und Verengern der
Duse dabin gekommen, 37 Pud mit derselben Menge
Kohle zu verschmelzen.
Alles dieses zeigt nacb meiner Meinung deutlich, dafs
der Vortheil des Verscbmelzens mit erwbmter Luft davon abhsngt, dafs durcb eine mafsigere Wirkung clcs Geb h c s dcr Gang der Gichten vermindert wird, und folglich das E n lrngere Zeit mit den im Ofen sich bildenden brennbaren Gasen und der gltihenden Kohle in Beriihrung bleibt. Dadurch erbslt man die MOglichkeit, die
Beschickung im VerhVltnifs dieser Verlangsamung zu vermehren und so ein giinstiges Resultat zu erreichen. Wenn
man also durch Verengerung der Dose, bei Anwcndung von kalter Luft, dieselben Vortheile erreichen kann,
scheint es iiberfliissig zu seyn, seine Zducht zu theuern
Einrichtnngen zu nebmen.
Um zu zeigen wie vortheilbah das ISngere Verweilen der Bescbickung in Beriihrung mit den brennenden
Koblen ist, will ich ein Beispiel anfiihren, welcbes ich
aus dem Gange der dem Obersten F o c k gehiirigen
Hiitte zu Sumbula entnommen babe. Dort wurden seit
sieben Jahren Eisenelze nicht durcb Koble, sondern durch
Holz verschmolzen. Bei dem Anblnsen des Ofens im
Jahre 1830 wurde eine runde DUse mit zweizOlliger Oeffnung im Durchmesser gebraucht. Die Gichten, die, wie
immer , drei Kubik-hcbinen Holz enthielten, brannten
sehr ecbnell, nsmlich zu 50 in 24 Stunden nieder. Die
Beschichuog bestand aus 10 Pud En auf, jede Gicht,
und ob zwar im Schrnelzraume alles in Ordnung zu seyu
scbien, so wurde doch gar kein Giifseisen erhalteu. Die
Vermindemg der Beschickung bis auf 6 Pud half durchaiu nicht, und das Gestell fiillte sich blah mit einer
Schlacke an, die der Frischeisenschlacke vollkomnien
glicb; sie war vollkommcii fliissig,"imd flofs bciin Ausstechen wie Guiseisen, hatle auch beim Erkalten dessen
liifseres Ansehen, war nber im Innern krystallisirt, gleich
wie Friscbscblacken. Als man aber die zweizfillige Diise
iuit einer einzblligen verlnilschte, so erschien bald Gufseisen, und zmar selir weicbes, statt 50 Gicliten aber giiigen
iiur 20 in den 24 Stundcn niever. In diesen Bemerkungen babe ich htiufig darauf angedeutet, dafs es unumghglich niilhig sey, die Aiigaben eines gut eingericbteten
V'indmessers zu beobachtcn. Daruuter verstebe ich aber
eincn Windmesser; der aus einer S-fSimig gcbogenen
Riilire bestelit und mit Quecksil~ergefiillt ist. Das cine
Ende mird in die RBhre, durch welcl~cdie Luft einietrieben wird, luftdicht eingcpafst, das andere Ende entkilt einen Schwimmer, der 81s Zeiger dicnt. Wenn der
Druck der Luft das Quecksilber yon' der einen Seite niederprefst, so steigt cs im anderen Arne der Riihre hinauf uud scbiebt den Zeiger in die Habe. Auf ciner besonderen Skale liest man die Hahe der Qiiecksilbersiiiile
ab, die den Druck anzeigt. Es versteht sich von selbst,
dafs die Rahrc in allen ihren Theilen von gleichem Durchiuesser seyn mufs; solche Windmcsser sind ftir genaue
Deobnclitungen geeignct, und es wgre zu wiinschen, dafs
man sicli ihren Gebraiich iiberall zur Pfliclit macbte.
Alle die Nacbtheile, die sich beiln Schmclzen ereignen,
als: zu scbnelles oder zu langsames Niederbrennen der
Gichten, so auch das Kochen im Schmelzraume, das Verdicken der Schlacken u. dcrgl., die fast alle der Gate
des Gufseisens schaden und die Arbcit erschweren, alle
diese n'achtbeile k6nnen bei gehbriger Beobachtung des
Windmessers m d guter Behandluug des Geblaises vermieden werden.
1’7.3
Alle, die den Gang eioes Hobofens beobachten, wurden eincr Meiige Vorurthcile Uber L)irnensioiien der Oefen,
&er die h’othwendigkeit der Enveitcrung im Schacbte
und andere Gegenstiinde betreffend, entsagen, ivenn nur
die Anuendung des Wiudmessers ihuen gcliiufig wke.
In Rufsland kennt man scbon hinl&~gliclideli Xutzcn
clicses Iiistrumentes, und nur der gcnaueu Beachtung seiner Anzeigen verdankt Hr. Fo c k den gtinstigen Erfolg
seiner Scbmelzung init Holz, ein Verfahren, das wegen
Nichtbeachtung dieser Anzeige noch in keinem anderen
I.ande mit Erfolg nachgeahmt worden ist.
Ich boffc, dafs das von inir Gesagte die Veranlassung dazu werden werde, die Versuche Uber Einblasen
wanner Luft mil grofserer Genauigkeit, als bisber geschehen is1 , zu wiederholeii, und einige HUtteobesitzer von
einer zu frlihzeitigen Nacbabmung cines tbeueren und unsicheren Regulimgslnitteh dcs Geblises abzuhalten.
XVI I
Ueber d m Betrich &r Eisenschmcb+en
mil hefser LuJr;
con C. Yf o r t , Kurfiirstf. Hessikhein HiitLenimprcior, irnrl H. B u f f , Lrhrcr aii der hiihcren
Geawbschule zu Kassel.
(Entoommen aus den Ton den Vcrfarrcrn iibcrsrndten Studicn dcr
Gtjctiog. Vercios bcrgm. Frcandc.)
z u den wesentlicbsten Verbesscrudgen dee Eisenschmelzprocesses in neuerer &it gehort das Verfabren, die Schmelziifcn init beifser Luft zu speieen. Da alle bierfiber behannt gedordenen Versucbe nicbt nur eine anselinliche
Ersparung an Brennmaterial, sondern aucb eine Verbesserung des Productes, besonders in Bezug auf seine Gufsfabigkeit veraprechen, 80 hat man daran gedacht dicses
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