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Bemerkungen in Betreff der Arbeit des Hrn. W. Siemens Ueber die Abhngigkeit der electrischen Leitungsfhigkeit der Kohle von der Temperatur

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J. Borgmann.
104 1
Leitung im engern Sinne ubergehen. Letztere sind proportional dem Leitungsvermogen A. Bezeichnet man dieselben
mit: i l a , die ersteren mit K . b , wo k die oben berechneten
Zahlen, a und b dagegen Factoren reprasentiren, die von den
Apparaten und den TemperaturdifleerenZen abhiingen , wobei
jedenfalls b sehr klein im Vergleich zu a ist, so ist das Verkb
haltniss: -.
1. a
Dasselbe ist fur: Alkohol: 1801 ,:
Luft: 0,0136:.
Es kann daher bei einem kleinen Werthe des Bruches
1n der Einfluss der Stromungen fur Gase verschwindend klein
sein , ohne dass dies bei tropfbaren Fliissigkeiten unter
sonst gleichen Umstanden der Fall ist.
H a l l e a. S., den 2. November 1880.
.
XX. Bernerkungem d f i BetrOeff der Arbeit des
H ~ V LW. Siemem s: C'eber dde AbhlZmyigkeit der
electrisehem Leitwngsfdhdglceit der Eohle v m der
T e m p e r a t w ; vom J. B o r 8 g m a m m ,
Privatdocent an der Uiiiversitat zii St. Petei sburg.
_-
-
I m 8. Heft der Annalen von diesem Jahre hat Herr
W. S i e m e n s unter obigem Titel eine Arbeit veroffentlicht,
in welcher er das, zuerst von H. M a t t h i e s s e n , bemerkte
Factum der Verringerung des electrischen Widerstandes der
Kohle bei Erhohung der Temperatur bestatigt, die von Herrn
B e e t z gegebene Erkliirung dieser Erscheinung aber verwirft,
i d e m er die Kohle a19 dem Tellur und Selen analog betrachtet. Z u genau denselben Resultaten gelangte ich in
meiner Arbeit : ,,Ueber den galvanischen Widerstand der
Rohle bei verschiedenen Temperaturen" I), uber welche in den
,,Beiblatternii2) ein kurzer, von Herrn W. S i e m e n s
wohl ubersehener Bericht , erschienen war. Es werdeii
von mir untersucht mehrere Stiibe von Coaks, welcher bei
-
1) Borgiriatnn, Jouni. cl. russ. phys. Ges. 9. p. 163. 1877.
'2) Beiblatter 1. p. 2SY. 1879.
Ann. d. Phgs- u. Chem. Y. F. XI.
66
J. Borpianii.
1042
der electrischen Beleuchtung gebraucht wird , ferner Graphitstabe, Carrb'sche Kohle, Stucke von Anthracit und Stiibe
am Fichtenholzkohle. Die Widerstandsmessung geschah vermittelst der Wheastone'schen Brucke und des Galranometers
von H. G . W i e d e m a n n . Die Enden der Kohlenstabe wurden
in eng umschliessende Kupferhulsen eingefugt , welche iiberdies durch galvanoplastisch niedergeschlagenes Kupfer an
die Kohlen gleichsam angelothet waren, sodass die Endflachen der Kohlenstabe und die Seitenflachen nachst dem
Rande der erwahnten Hulsen mit einer dicken Kupferschichl
bedeckt waren. Nur auf die Holzkohle wurde kein Kupfer
galvanoplastisch niedergeschlagen, da hier die Hulsen ungemein dicht an die Kohlen anlagen uiid die Zwischenraume
iiberdies durch eingetriebene Kupferplatten ausgefullt wurden.
A n die Kupferhulsen warcn Kupferstreifen geliithet, an
welchen der Kohlenstab in einem eigens itazu hergericliteten
Luftbade hing , welches, wie zahlreiclie Versuche zeigten,
durch lange Zeit eine ausgezeiclinet constante Temperatur
behielt. Die dunnen Kupferstreifen federten leicht, sodass die
Kohlenstabe sich frei ausdehnen konnten. Ausser im Luftbade wurden die Stabe noch direct vermittelst eines langeii
Brenners in einigen Fallen bis zur Orangegluth erhitzt.
I n allen Fallen wurde e i n e h e d e u t e n d e V e r r i n g e r u n g
des Widerstandes bei Erhohung der Temperatur
beobachtet, sogar bis zur Orangegluth. Nach der Veranderlichkeit des Widerstandes kiinnen die verschiedenen Kohlenarten folgenderinassen geordnet werden:
Fichtenholzkohle:
von 23- 143O CoEffic. der Widerstandsanderung = -0,00548
,, 23-260'
,, 7 9
,f
,.
= -0,00384
Aehnliche Coefficienten wurden bei anderen Exemplaren
erhalten.
A n t h r a c i t von D o n e z (Spec. Gew. = 1,654, Dilatationscogfficient etwa 0,00006):
von 25- 152O Coeffic. der Widerstandsanderung = -0,00300
?
= -0,00340
,, 25-168'
,,
= -0,00265
,, 25-2260'
9
..
17
J. Borgmann.
1043
Or n p h i t (Spec. Gew. = 2,272, Dilatationscoefficient etwa
0,00002340 [Fize au]) :
von 25 -193O Coeffic. der Widerstandsanderung = -0,00088
,, 25--250'
,,
9,
>l
= - 0,00082
,, 25-279'
,, 1 ,
11
71
= -0,000816
U o a k s (zur electrischen Beleuchtung. Spec. Gew. = 1,775,
Dilatationscoefficient etwa 0,00001620 [Fizenu]):
vun 26 -187O Coeffic. der Widerstandsanderung = -0,000319
,, 26-275,5' .,
1
= - 0,000260
,, 26-346'
.,
1
1
= -0,000248
Aehnliche Cogfficienten wurden bei anderen Exemplnren
erhnlten.
C o a ks, welcher bereits zur electrischen Beleuchtung vermittelst einer Siemens'schen Maschine gedient hatte und dabei bis zur Hellrothgluth erhitzt worden war:
von 21 - 140' Coeffic. der WiderstandsHnderung = - 0,00033
9
= -0,00031
,, 21-239'
,,
1'
7
1
= - 0,00024.
,, 20-292'
,,
Bei Ornngegluth leitete Coaks nm 15O/, besser, a19 bei
gewohnlicher Temperatur ; CarrB'scho Kohle bei Rothgluth
um mehr als loo/, besser.
Z e i c h e n k o h l e , bei gewiihnlicher Temperatur fast ein
Nichtleiter, leitete bei etwa 200° merkbar besser.
Die starke Widerstandsanderung der Holzkohle machte
sie empfindlich gegen die strahlende W5irme. Ibh verfertigte
eine dunne Kohlenplatte von etwa 1 mm Dicke, befestigte
sie auf einer Gypsplatte in einem besondern Kasten, fuhrte
sie in einen Zweig der Wheatstone'schen Brucke ein und
iinterwarf sie dem Einflnss strahlender Warme; zu gleicher
Zeit verglich ich die Ablenkungen im Galvanometer in der
Briicke bei der Bestrahlung der Kohlenplatte mit denen eines
Nultiplicators , in dessen Kette eine Thermosaule eingefugt
war, welche sich in dem erwxhnten Kasten befand und zwar
zusammen mit der Kohlenplntte bestrahlt wurde. Die Versuche zeigten in der That eine Uebereinstimmung ; sie wiesen
nber anch darauf hin, als ob die h e l l e n S t r a h l e n s t a r k e r
den W i d e r s t a n d der K o h l e andern, als die dnnkeln.
1,
$7
1
1
..
11
66*
1044
A. volt EttinpAnuseii.
Ich habe auch die Widerstandsanderung bei der Erwarmung von Holzsorten (Fichte, Palme, Birke, Ebenholz)
untersucht, welche zuerst in reinem Alkohol gekocht und
nachher sorgfaltig getrocknet wurden. Alle Holzsorten
wurden bis 120" erwarmt und zeigten eine Verringerung des
Widerstandes. Besonders bemerkbar war dies beim Ebenholz.
99
XXI. Bernerkung xu der Abliaccncllung
Ueber die Bestimrmung der nbsoluten Gescimindigfieit der Electricitiit nus dent HaZl'sclt e n
P?i&noirLern~C;von A. uom Z t t i n g s l i a u s e n .
Seit der ersten Verijffentlichung der erwahnten Abhandlung (Marz 1880) erschien eine Notiz von E. H. H a l l .
in welcher gegen die der Berechnung zu Grunde liegenden
Schliisse der Einwand erhoben wird, dass die den Strom
selbst erzeugenden electromotorischen Krafte eine ponderomotorische Bewegung des Leiters in der Richtung des Stromes
zur Folge haben miissten. Diesem Bedenken konnte durcll
die Annahme eines entgegengesetzt gerichteten Auftriebes begegnet werden, wie ihn j a die unitarische Hypothese schon
braucht, um zu erklaren, dass sich (im gewijhnlichen Sinne)
unelectrische Korper nicht abstossen. Kaum dagegen diirfte
sich die in derselben Notiz mitgetheilte Thatsache erklaren
lassen, dass. namlich in einer Eisenplatte die durch den
Magnetismus geweckto electromotorische Kraft jener in einer
Goldplatte entgegengesetzt gerichtet sei - obwohl beim Eisen
wegen der innern Magnetisirung desselben ein abweichendes
Verhalten von vornherein zu erwnrten stand.
13 e r i c h t i g u 11 g e 11.
Bd. 11. ( L u b a r s c h ) 8. 52 Z. 3 v. u. statt , , n i ~ h t 'lies
~ ,,aieist".
6. 53 Z. 14 v. 0. statt ,,60" lies ,,30".
,, 55 ,, 20 v. 0. statt ,,kein" lies ,,keiii reined'.
,, 61 ,, 1 v. u. statt ,,vermindeit'L lies ,,erweitert".
,, G9 ,, 17 v. 0. statt ,,brecllbarere" lies ,,weiiiger bre~librtre~'.
(RBthy) S. 124 Z. 5 v. 0. statt , , r f lies ,,.zd'.
8. 126 Gleiclnmg (7a) statt B'- B I 2lies E2- B,.2.
,, 128 Gleichuiig (8a) statt I B + COY J, lics lB,. cos I),..
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