close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkungen und Versuche die Electricitt betreffend.

код для вставкиСкачать
111.
BEMERKUNGEN
u . h d v e r f u c h e , di-e E l c c t t i c i t 6 t
b e t t epJe ndi
VOR
W I L L I NAIMC H O L S O NF.R.
, S.,
in L o n d o n .
Herr N i c h o 1I o n in London hat fich durch mehrare. auch in das Deutfche uberletztc W e r k e UIII Phylih cind Chemic verdient gemacht England rerdankt
ibrn rina mufkerhafte Zeitlchrift fur PhyEk, Chemie und
Gewzrbc, die feeit dern April 1797 errchienen in, anfangs in Quart, fpaterhin in Octav, und aua der ichden
deutfchen Lefern das Eigenrhurnliche, To weit as hierher geborte und die Uebertrrgung lohnte, in diefen Ann r k n hiirzer eder ,we:118uIiger, grol’sten Theils mitgethcilt habe. In den h u h e r n Banden End mehrere fur
die Annalen noch nicht benutzie Bemerkungvn N i
c h o l l o n ’ c iiber die Electricitit zerftrcut; nach d e r
Entdeckung - T O D V o 1t a’s Saulc belchaftigte dirfe
,such in England h R ruskhlierslich die Auimerkfrtnibeit
der Freunde der Electricitat, und was dahin gehort, haDie meiR.*n diefer Aufb e ich voUIiirndig btarlieitet.
W z e diirften‘ Ciir deutfche Phyfiker ihren R t i t a u c h
jetzt noch nicht verloren haben. Sir.rn6gen dahrr in
diefen1 AuFlatze unter verfchiedenen Rubriken heifam-
-
m e n fiehen.
d . H.
c
t.
273
3
.Elcccr@lrcs Ludungsverm?gcn .des Glirnmers,
und eine Bcltteric aus Glimmerbldccern. *)
Als ich vor
mshrcrn l a h r y (1788,)in Uoterfucliungen fiber die Electricitiit begriffen war, veranlsfste rnic); die ausnehrnend grofse Capac'itiit der
BlPtter von 'G!immer , (ruffifches Glas,) f i i r Electricitat, zu verfuchen, eine Batterie aus folchen Glirn-,
nierblittern zu errichten.
Z wei Q uadratzoll belegt en ruffi fcben Glimmers
gehen, wenn fie vollft3ndis geladen find, einen EntIatlungsfchlag, den man bis fiber die Ellbogen hinauf fi\ hlt ; ibre Schlagweite betra'gt ungsfiihr & 2011,
uiid es wird mehr als I Quadratfufs geriebener
Glasfliiche erfordert , urn tie vollftjinrtig zu laden.
Ich fand die Dicke einer folchen Glimrnerfchcibe
O , O I 125 engl. 2011. Urn ihre electrifche Capacitiit
mit d e r des Glares zu vergleichen, nahm ich eine
grofse Flnfche von 351 Ouadratzoll Belegung , dereri Glas 0,082 2011dick war. Ein Lane'fches Ent~a,ltinSselectrometerwurde rnit dem belegten Glirnnier h r c h einen einzigen Drahf verbunden , und
fo geftellt, d a k der Glimmer regelina'fsig bei jeder
Unidrehu.ng eioes Cylinders von 7" Durchmeffer
fich entlud. Darauf ftellte ich die Flafche ftatt cler
Gliinmcrlcheibe in den Kreis; fie entlud fich nach
21 Umclrehangen.
Hieriiach .ftehn die abfoluten Capocititen der
Glimmerkheihe und diefer Flafche in dem Verhalt.
+) J o n r n d , Julius
1805,vol.5, p.216.
d . id.
nlffe von r : 21.. D i e Grafse d e r Belegusg in beiden verhiilt fich aber wie I : 175. Folglich verhalten Gch die Capacitaten gleich g r d s e r belegter FlSchea Glimmer und Glas wie I :<&, oder ungefahr
w i e &3: I. Nun aber ift, wie C a v e n d i f h gezeigt
h a t , die Capacitiit belegten Glares d e r Dicke des
Gldes verkehrt proportional. Da nun die Dicke
des Glimmers zu der der Flafche fich wie 11: 83
verhielt ; fo fcheint hiernach die electrilche Capacit3t d e s Glimmers unter gleichen Urnfunden Celbft
noch griifser, als die des Glaies zu feyn. Diefes
kiinnte indefs leicht blofser Schein feyn, daEin Mahl
der Glimmer fich fchneller lud, und n u r or4 2011
unbelegten Randes hatte w&rend der unbelegte
P a n i des Glares 4 Zd betrug; zweitenq die Ungleiohbeit cles G l a k s kein ganz genaues Maafs der
D~,ckczaliefs, und endlich ip der Erregqng UnSlcichheiten mtiglich find.
Taf? V 2 Fig. I , ftellt eine Batterie a u ~12
GlimmerCcheiben vor, deren jede ein Q u a d n t v o n
2,6 2011 Seite ilt, und auf jeclet der beiden Seiten
2 Quadratzoll Belegung hat.
Jede ift 0,0025 2011
click, hat- folglich eine 20 Mahl griifsere Capacitiit
als Fenfterglas, das & 2011ftark irt. Die gefamrnte
Belegung der horndogen Oberflachen hetrug folglich
48 @uadratzoll, und ihre Capacitjit war der von
2 0 . 48, das ift, 960 Quadrntzoll oder ungefshr 7
Qoabratfds, belegten GIafes gleich.
Zwifchen je zwei Glimmerfcheiben mufs eine
Karte gelegt werden. Da nun die Karten ungefiihr
2011 in der Dicke haben, 'fo w a r d e efne folche
I
Glimmerbattbrie, die in ihrer Wirkung I O O Quadra tfufs belegten Glares gleich ktimrnt , n u r 31 2011
click feyn.
Fiir Verfuche mit p f s e n Capacltsten und geringer Intenfitiit, dergleichen feeit Entdeckung'der
vdtaifohen Siiule vorzilglich intererrant geworden
find , darfte ein folches' Inftrument. unendlich bequerner untl wohlfeiler als Batterieen aus Glas deyn.
Eine Glimmerbatterie, die a n Capacitat d e r einer
Batterie aus Glas van 2 0 0 0 0 'Quadratfufs Belegung
gleich kiime, wiirde noch iniiner fehr tragbar feyn,
und liefse fich in einem Kaften, einen Quadratfufs
grofs und 2 Fufs tief, beherbergen.
Man m u b
inclefs wohl bemerken , dafs fich diefem Apparate
keine griifsere Intenfitst geben lPfst, als zu einer
Schlagweite von & 2011 und weaiger. gehiilrt, und
dafs daher der Gebrauch defrelben auf Verfuche befchrankt ift, die keine biihere Intenfitat verlangw.
Die Einrichtung ift tliefelbe, welche B e c c a Y i a angegeben hat, und wie Fig. z Ge vorfteilt.
- M a l i fieht hier d i i Glimmerblattchen, die Belegung
derfdben von Stanniol , und die Stanniolftreifen,
die von den pofitiven Belegungan nach d e r obern,
von cler negativen nach cler untern Seite hervoc
gehn,, urn fich zu vereinigen. Der D r a h t c in Fig. I
ift auf diefe Art rnit allen negativen Belegrinken
leitend verbunden, und der Draht u eben fo mit
allen pofitiven. Die ifolirte Schraube b rnit i h r e r
Kugei iin$ Scheibe bildet das Lane'fcbe Entladungs1
-55
-
electrometer. . Die S;iule, (lurch deren Kugel die
Schraube e geht, ilt von Glas oder b e k von Siegel)ack, uncl zwil'hen ihr'und tler Batterie liifst fibh die
Scheibe d anbringen. In nieiner Batterie hefanden
fich aIle Glimmerfclieiben &iCchen zwei etwas gr&
&ern quadratfijrmigen Glasfcheiben, und an den Aufsenleiten diefer befanden Gcli zwei kleinere Holzfcbeiben, wie man diefes in Fig. I Geht.
Ich konnte mit ineiner Gliinmerhatterie .nicht
vie1 Verluche machen j tlenn in der Regel zerfprengt e die Selbrtentl3dung einer einzigen Scheihe alle
Ich' w o k e daher etwas dickere Bliitter
flbrige.
nebinen und zwifchen je zwai eine Karte legen. Andere Gelchrfte haben rnich intleG verhindert, diefe
Verfuche wieder aufzunehmen.
2.
Einigc Gednnken iibcr die Electricitirt &s Zitterrochens. *)
r-"ach
Herrn Hn n t e ~ ' s B e r c 1 1 r e i h u nintlen
~
Phr?oJophical Trcciisq&ions Jor 1773, Vol. 6 3 , pag.
434, beltehi das electrifche Organ des Zitterrochens
ads einer Antahl prismatifcher Saulen, deren LPnge
zwifchen I', und ;Zoll variirt uncl-deren Durchinelf i r ungefiihr 5 2011 betrsgt. I n jedein Organ des
Zittrrrochens, welches er der konigl. SocietSt vorzeigte , befanden fich uogefshr 470 Prismen ; bey
I , p. 357, aefchrieben iin Nov. 1797,
einige Jahre vor Valta's Entdeckung leiner SZule.
d . H.
*) Journal, Vol.
c
277
3
einern fehr breiten Zitterrochen waren deren i n einem O r g i n e 1182. D i d e Siiulen dnthalten lauter
Hautchen , welche allefarnmt mit den Grundflichen
u n d unter fich parallel laufen; nnd d e r Abltand zwiichen je zwei folchen Querwanden d e r Slulen be2,011. Gefetzl, diefe Hiiutchen wiiren instrug
gefaamrnt mitElectricitit geladen, [alfo Nichtleiter,]
und jede
2011 dick ;' lo worde in einern Zitteri
t o c h e n von mittlerer Grofse, der in beiden Organed
zufamrnen 1000Siiulen hPtte im Mittel I Zoll lang
und von O , O ~ Quadratzoll Grundfliiche, die m i t
Electricitit geladene FISche 1000X 1 5 0 X o,03
- 4500 Ouadratzoll
betragen.
Nun habe ich
..
aher gefunclen dnfs rulfifcher Glimmer, O,OI 2011
d i d < eine 1 2 N a h l grijlsere Capacitht befitzt , als
das Glas einer Flafche von 421 Ouadratzoll Bele-
-
gung, von Clem ich aus ehernahligen Verfuchen
wells, tlafs es fo diinn ift, als n u r Flafchen feyn
konnen, will man nicht Gefahr laufen, dafs fie zerfpringen. Die Membranen im elrctriichen Organe
des Zitterrochens haben nur den dritten T b e i l d e r
D i c k e des ruflilchen Glimmers ; wahrfcheinlich haben fie alfo eine drei Mnhl grofsere Capacitat als diefer, uncl mithin eine 36 Mahl grofsere CapacitPt alp
die des befren GJales. Beide Organe wilrden hiernach dielelbe Larlung anzunehmen vermogen, als
eine belegte Glasflsche von 4500 X 36 = 162ooo
Quadratzoll oder von I 125 Quadratfufs.
Meine grofse leidener Flafche gab bei einer an
Lane's Electrometer ahgemelfenen Schlagweite VOP
nngefahr.3:s Z o l l , einen fehr merkbaren, ja unangenehmen SchlJg, cler durch die hand ging und
mit einer zitternden Einpfindung verbundea war,
die, wie ich glaube, durch die unvollkomrnene Leit u n g der Haut filr Electricitst von fo geringer Intenfitiit bewirkt witd. Bei einer S c h l a p e i t e von rEa
Zoll war.der Schlag fchon Stark geuug, die Hand
krampfhaft zu verziehen, 'und eine Schlagweite gr6h e r als & 2011 bewirkte fchmerzhaft - itarke Entladungsfcblsge, die wahrfcheinlich f t k k e r fe!n inochten, als der Schlag des Zitterrochens. W i r wolteii
annebmen, beide SchJSge w5ren gleich ftark. Da
nun, nach. Herrn C a v e n d j f h , bei gleicli ftarken
Schlrigen die Menge der EIectricitPt in den1 I'erhSltnifi'e grbfser Feyii muis, als ihre Schlagweite klein e r i f t ; die Capa'citit der beiden electrifchen O r p ne eiries folchen Zitterrocbens zu der Capabitiit mein e r Flafche abet in dem Verhaltniife von 162000 :
4 2 I , das ift, von 375 :I Itand; To kann die Schlagw e a e der Ladung diefer Orgaiie nur &. & ZoflGn7
2011 feyn.
Kein CVunder daher, wenn der
Schlag des Zitterrochens durch keine durch noch fo
kleine Kjchtleiter uaterbrochne Kette geht, und
Wenu e r ,mit keinem Lchtbaren Fuoken verbunden ift.
Was den Urfptung der Electricitat im Zitterro&en betrifft, lo find uns noch keine Tkatfachen bekannt, 'die dariher Auffchlufs geben, wie die Ladung der eloctrifchen Organe erregt, erhalten, und
f
973
1
nacli aufsen mitgethellt.wird. *) Ob in tliefecr Orga,
nen die Electricitat wirklich gefammelt, zufarnmen
gefetzt oder zerfetzt wird ; oiler ob fie in ihncn,
blofs, wie vieUeiclit in allen Kbrpern, in dem Zuftant
de, in welchem wir fie gebunden nennen ,. exiltirt,
das find Frapen, die wir noch nicht beantworten
konnen. Die ftarke Electricitit, welche dcr ruffilche Glimmer von S a t u r behtzt, und die unzabligen Schliige, welche ilas Electrophor, (lurch bloke
Aenderiing der Vorkehrungen, zu geben irn Standa
iit, lairen mich vermuthcn, t l d s fich wohl e k e M a fchiiie mochte verfertigeo IaCfen, die za hllok Sclilige nach Gefallen zu geben, und ihre I<raft Monate
und,Jahre h n g zu bebalten vermiichte.
Dds (lie
DimenGonen der electril'chen Organe des Zitterrochens von der A r t find, dais Ge bei gewiffen, lehr
moglichen Bewegungen , und unter tler Vorausfetzung , dafs leitende und nicht - leitenJe Korper i n
ihnen irn Spiele find, di:r Wirkungen hervor zu h r i gen verrnGgen, die wir beinerl\erl, erhellet
Fdgeodem. O b ikbrigens meine Erltlirung die wahra
ift, darilber kaonen allein konftige Verluche unri
Beobaclitungen entfcheiden.
Ich habe gefunden, ciafs in ruffifcham Glimmer,
der noch in feinem urfpri\ngliclien ZuCtanJe, und
weder durch Erregung ooch durch hlittheilung je
*) Volts's und Herrn r o n H u m b o l d t ' s fpztere
ldeen liisriibcr findet man in den
und XXLI,
I
f.
Annulo-,
X, 447,
d. H.
Jectrifirt worden war,
und d e r am Bennet'khen
Electrometer keine Spur von Electricitat iufserte,
die einzelneo Blattchen fich von Natur in einein
Zuftande ftarker'entgegen geietzter Electricitiit befirden, die fich einan'der im Gleichgewichte erhalten. Wenn man die Blittchen 'im Dunkeln a i l s
einander reifst, io fpringon yon einem 2t1m andern
Funken, die wenigftens & 2011 lang Grid; und diefes ift; wie wir gefehen habea, eine 1875 M a h i
ItSrltere IntenGtft als die, welche der Electricitat
des Zitterrochens eigen ift. Wenn man claher efne
oder mehrere Siulen von rulGfchem Glimmer, otier
von arrdern dtinnen electrifchen Platten von rXt 2011
Dicke, welche zufammcn diefelbe Oberfliche hiitten,
als die Querhautchen im electrifclien Organe des
Zitterrochens, lo zuiammen Jetzte, dafs die im entgegen gefetzten Zuftande befindlichen Platten Gch n u r
paarweife einander berilhrten und an der iiulsern
Seite belegt wiren, dafs ilberdies ein gemeinlchaftIicher -Conductor die obern Platten eines jeden
Paars, und auf diefelbe Art ein enderer die untern
in Verbindung fetzte; lo wiirde eine T r e n n u n g all e r Paare, bis auf einen Abftand yon y:;7p Zoll, dief d b e intenfitat und Menge von Electricitat hervor
bringen, welche das electrifche Organ des Zitterrochens beftzt. Bei jeder leitenden Verbindung beid e r Conductoren wUrde das Gleichgewicht wieJer
bergeftellt werden ; jedes lebende T h i e r rnilfste i m
Entladuogskreife einen Schlag bekomtnen, und eben
fo bei det Wiederherf~ellung d e r urfpriinglichen
Lage
L3ge dcs Apparats;
vl/i\rcie f c b nrch d er
uncl die Stirke d e r Schlnge
Menge der getrennten.PlJtten-
paare, alfo, darnach, welcher T h e i l ,les qppardts
ins Spiel gefetzt n i r d , und nacb dein Abltrnde
ri. hten, in welchen die Platten von einander gebracht warden. Verfchiedeoc Siiulen, die fchneU
nach einaqder ficb entladen, wdrden durch die lchnel]e ~Vieder110.hlung kleiner Schlige eine zitternde
Empfinclung hervor bringen.
Liefse Gch annehrnen, dafs der Zitterrochen nach
Art einer folchen Mafchine kine Electricitat erzeuge
und rnittheile, fo w k d e clas Folgendes i n Gch fchlieisen: I. dafs die Hiutchen in dem electrifchen Organe Sichtleiter find, und dafs das zwifchen ihnen
befindliche Fluidum ein Leitcr ift; 2. dafs fie \vie
Electrophore wirken ; 3. dafs wahrfclieinlich die weifse netzf6rmigeiMaterie zwiichen den Siulen die Leiter ausiuacht, welche die beiden entgegen gefetzten Flichen einzeln mit einander serbinden ; (,.ciafs
diefe abgefonderten Leiter in allen ihren Zvveigen
durch Bekleidung mit einer nicht- leitentien hlaterie
von einander getrennt erhalten warden 5 dazu
brauchte fie n u r aus d er Materie der Hiutchen zu
bertehen und m ' 2011dick zu feyn, d i alles f a r
eine Schlagweite durch die Luft, die)nur halb fo
grofs iCt, berechnet ift.
Dielelben Wirkungen
lieisen L b durch Bewegung Jer. niclit leitentten
Platten in einem leitenden Fluido hervor gebracht
denken.
-
Annnl.
(I. Phyfili. I?. 27.
St.
3. J. 1806. br.
-
-.
'1'
3. Einige
BerraclrLiingen iiber. das ElectropJlor in
Beoichung a u l d a s Vorigc. *>
Das Electrophor befteht, wie bekanntj aus einer glatten Metallplatto, die mit eincm lifolirenden
Hsndgriffe verfehn ift, und aus einer -andern nicbtleitended Platte, z. B. eincr ‘mit Firnifs tiberzogenen’
Glasfcheibe ,:oder tinern Harzkuchen ,’ die auf jhr e r Uoterdachs init Metal1 belegt ift. IVirc[ die
obere nicht-belegte Fliche diefer Platte durch Heihen, otter auf eine andere Art electrifirt, und die
ifolirte Metallplatte darauf gefetzt, fo gicbt letztere beim Berilhren mit .dem Finget einen kleinen
Funken, der mit der Electricitit der obern Flache
d e r nicht- leitenden Platte gleichartig ift; und hebt
man dann die Metallplatte verrnittelft des ifolirenden Handgriffs ab, fo erhitlt man beim Berilhren
einen ftarkern. Funken von entgegeo gefetzter Electricitit.
Diefe Erfchefnung, deren Erkliirung man anfangs far fehr fchwierig hielt , wird, wie man jetzt
we&, gznzlich durch diefeiben wirkenden Krgfte,
01s die electrifche Ladung der leidencr Flafche hervor gchracht. Dsnn es belteht, (wie k h i n den
PhiloJopklcul Transactions, 1789, gezeigt ha be,) ein e blche Lahang etltlich aus der Plus und Minus
Electricitit, die fich einander wechfelfeitig binden j
-
*) Journal.
-
Val. f , p. 35s. Sie Rellt Ni c h o 1 Con
den rorigen Gcdanken roran; ich hielt die umgehehrte Folge fur zwcckmsLiger,
d . H.
und zwtitent aas einer Portion Electricitst auf der
iloljrten Oberflicche, welcba bci gteichen LaAurigen
defto ftiXrker ift, je mehr die beiden electrifirten
.Oberfiacchen von. einander 'entfernt find, und bei
ungleichen; miilsigen Ladungen, beinahe im VerbaitniRe mit x&r Ladung iqlbft fteht. Wenn d i e
nicht - leitendo- Oberfliiche des Electrophors gerieben wird, fo i r h i l t lie 'ebenfalls diefe beiden verkchiedenen Electricitaten, . nimlich erftens die Ladung, oJer die, verrnittelft der compenGrentlen Rraft
der unifolirteo untern Belegung gebundene, und
zweitens die zum Erhalteo der Lodung erforderliche Portion einfitcber Elect; iuitat. Wird die hietallplatte darauf gefetzt und mit dein Finger berilhrt,
lo geht wahrfcheinlich in den wenigen Steieo der
wirklichen Berithrung ein Theil tier Electricitat
i n die Metollplatte Uber, und, ift die Intenfitat
ftark, fo fprjngt aucb vielleicht ein anderer Theil
derrelben durch die dilnne Lu'ftfchicht hint lurch, die
zwilchen dern Metalle und der Oberfllche des Harzkuchens verbreitet ift. Die Electricitat, welche
an der FlPche zurilck bleibt, dient, diefe diinna
Luftfcucht zu laden, und es verkhuindet daher
bei weitem der gr6fsteTheil ihrer Intenfitat; gerade
lo tief Clnkt die InteoGtZt der entgegen gefetzten Elactricitlt der MetaUplittte, welche die andere Belegungtler Luftlchicht ausrnacht, herab, welshalb d e r
Funke, der in diefem Zuftande pus der Metallplatte
hervor gaht, rnit der Electricitat des Harzkuchens
von gleicher Art if&
Auf dielelbe A r t giebt rlas
T2
Putsere Belege der leidener Flafche, w i h r e n d es in
den negativen Zul'tand iibergebt,, p o l i t i h Funken.
Die Intenfitit, mit welcher diere; F u n k e anfiingt,
k a n n nie die Intenlitit abertreffen,, weIche der Ladung ziik6rnrnt, die zwilchen drr HarzfiHche u n d
der untern Belegung Statt.findet; da aber die Inteniitat, welche erforderlich ift, urn die fo danne Luffichicht geladen zu erhalten, n u r fehr geringe ift, lo
wird bei weitem d e r gciifste T h e i l d e r Eleotricitzt
z u r Conltituirung dieier Lactuna verwandt, und d e r
aus Jer Metallplatte heraus gelockte Funke mufs
mtbr nacb und nach erfolgen und vie1 kIeiner ieyn,
31s der, welcher, !lei .'erftlben klenge oon Elect&tat, aus der n u r einfach electrifirten Platte auf tin
i\rlahl hervor fpringen wiirde, Hebt man aber die
MetalIpIatte bei ihrer ifolirenden Handhabe iir die
Hiihe, io tritt ein T h e i l der Ladung an der Oherflache des Harzkuchens in i hren vorjgen Zuftand i n
Betiehung auF die uritcre Belegung zurnck, und d e r
Theii, welcher fortdiuernd yon d e r obero 'bewegIi-'
chen Mekallplatte g e b b d e n wird; v k I a n g t nun eine
.gtolsere hlenge freier EIectricitS$ irr diefer, urn iich
behaupten zu k i b n e n . Die Intenlita't der Electricitiit des Metalldeckels wachft fchnell, indem e r
aufgehoben wird; es fahren daher Funken und
Strahlen aus ihm auf die untere Platte und auf die
benachbarten Kiirper, untl was in ibm von tler.
Ladung iibrig bleibt, wirkt i n einer gewilfen Entfernung als einfache Electricitat. KPhert man daher
rlsnn &in Deckel den Iinijchel, fo erhalt man in
. -
[ 28.5
1
grofserer Entfernuog einen Funken, der mehr Gekhwindigkeit und C+nz.hat, und ob er gleich aus
weniger Electricitiit befteht , als der ,. den der Deckel giebt, wenil er auf dern Harzkuchen oufliegt;
dennoch, w d l er far Auge und Ohr bemerkbarer ift,
filr f&ker.geLlteo wird. Jenor' Funke ' ift die
nach und naoh erfolgende Exploiion einer Ladung ;
diefer das plattlicbe Entweichen ekes Antheib einfacher , freier Electricitiit.
Nehmen wir a n , die nicht leitenda Materie des
Electrophors fey.fehr diinn, unM wenn der Deckel
auffteht, lafe man den Funken von der obern z u r
untern Metallplatte fchlagen, fo wird der Effect nahe derfelbe feyn, als cler Erfchi!tterungsfcblag einer
eben fo groken Pliiche belegten Glares, das mit derfelben Meoge Electricitat gtladen.i€t !Wean dagegen der Deckel aufgehoben ift, fo ftimmt er in der
Wirkung. init einern Funken aus dem Ha,uptcomductor der hlrfchine Qberein. ,Oder, es lafst clcti
vielleicht noch richtiger,die erftc Wirkung mit dern
Schlage einer grofsen Batterie .~vergleicben, die
durch einmahliges Herunidrehen der Mafchirie geladen ift ;. die anJere mit dern Schlage einer .klefnen Verftfrkungsflifche , welcher. diefelbe RIenge
Electricitat cine ftarke Ladung ertheilt Der Schlag
und der Funke einer fo geladeneo Batterie wilrde
oobedeutend feyn, indefs die Wirkungen der Verftirkungsflafche fehr ernpfindlich fey. kiinnte.
Aus diefer Vergleichung des Electrophors n i i t
der Verftirkungsflafche erhelJ t , wie wunderbar
I
-
T
fchwrcli die t a d u n g des Electrophors ilt , da fie aus
niclit mehrerer ElectricitSt belteht, als, w l r e fie ungebunden, in dem einfachen Funken entwgichen
wJIrde, den der aufgehobene Deckel ertheilt.' .Ich
finde, dafs zwei:Quadratzoll ruftfchen Glimmers,
3:s 2011 dick, die rnit Zinnfolie belegt find, ein einrnahligeu Herurndrehen eines kleinen Cylinders erforderd, urn eino Schlogweitevon Zoll zo erhdten, wfhrend ein einmahliges .Herumdrehen, delielbeh Cylinders cinen einfachen Conductor, von ungefahr 6-Quadratfurs Oberfliche, .To ladete, dafs or
einen beinshe g Zoll langen Funken gab. Verhdt
fich nun die Meoge von Electricitit in zwei Conductoren, wie die Liinge ihrer Funken, (welches
zwar bei grofsen Intentitiiten eine zweifelhafte Annahme iTt, in diefem Falle aber Statt finden dilrfte;)
und vermiichte ein Electrophor von ruffifchem
Glimmer, delren obere Flache o Quadrattoll betriigt , nach aufgehobeoem Deckel einen Funken
von 6 2011 au' goboo : fo wird die ganze Electricitiit
des E,lectrophors-Gch zu der ganzen Electricitit des
Conductors, der einen 9 2011langen Funken giebt,
wib 4 o,x :6.144.g,das ift, wie orG : 7776, verh d t e o ; oder, Weno es.ein zweifaches Electcophor
aus Glimmer jft, ['wie das weiterhin befchriebene,]
W i e o p :7776. Bringt man daher die beiden Plntten cines [&hen zweifachen Electrophors mit einander in Berfihrung, fo wird der Funke bei leitender Verbindung beider in dem Verhaltniffe von 012
.
zu 7776 oder yon I zu 38880 kleiner leyn, 31s
ZdlE; uW&lfon u r den o,oaooozlten Theil eines
ZrAles betragen. Uml da, wie C a v e n di f h gefunden h?t, d i e electrilchen Schiig~.beinilhe gleich
itark God, wenn die Menge von Electricitit dcr
Schlagueite oerkehrt proportional ift , bei Ladungen aber 'die Menge der Electricitit iich . w i e clic
Oberflachen ..verbaltenj . . io wird der Entlodungs0,I
--
fchlag VOR' 2 QutdrrttM1:ruffifchen Glimmers Init
einern Flioken von O,I 2011, darn Schlage von
77760 Qnadratzoll Qberfliche niit einem Funken ron a10000022oU gleich feyn, Ida fich verhilt
012
- O,L : O ~ =
I z 2 77j60.1
Ein Electrophor von
tliefer OberdSche hat 279 Zoli oder 23'Fufs ins Cevierte, und hat eloe 19440 Mahl griifs'eri Oberfflcbc iIs das zwcifache Electrophor von zyei Zoll
/
'
Seite.
Uln dies a u e r h t e r n , verfertigte ich sin klei-
nes Electrophor, mit dem Gch die Verfuche an.ftellon liefsen,iekhe .Be.atar i a die tiichende Electricitit nenn't. 'Zwei Metallplatten rnit ifohrenden
Iiancttiabw, 1 4 8ein-Quadritt VOD Q 2011Seite.Liif(end,
waren
. . an. ihrep yordern, F k c h e n ' mit clzm d a n n e n
rdlilchen Glimmer beleg!, Wurden die beiden. ..
nichtbelegten ,GIimrnerflichen auf eiaander gelegt und
&s Game ak eiae helegte Soheibe gehden, fo er.hieIt m6o bel'der EntLdung cinen gedrlngten SchlJg
yon betrtic&licht?r Starke: irennte man die Platten,
fo waren die Funken ungefshr j Zoll lang und Ceht
fchwach. Brachte man fie z u f m m e n , fo z e i p fich
kein bemttkbarer Funke. Uie. Opera&G*fchien,
wie mit alein Electrophor, logleictr . wieJerhohlt
wer len zu kdnnen. Sind 'die beiden Gljmmeraiicheri in *Berilhruoy, fo bioden fich die eqtgegen. gefetztttn Electricitiiten an ihrsn Oberflichen wechlelfeitig, und die iufsern Belegungen befinden fich
&no wahrfcheinlich beinabe.in ihrem .natarlicheo
Zuftaade. Wenien die .PIatteo gotrennt., fo liort
twar diefe.Bindung der: Electricitat griikteh Thails
auf, die lul'ssro Belekungeh vcrhindern es aber,
dais die Intealitat derfelben merkbar zuoirnrnt. Jelle
Platte ift dsdann filr GEh gleieb einer tinfachan $fafche geladen, und fo, dal's ficb ihr Gleichgewicht
durch Verbindung der .aukern ,-Beleguqgen wiedet
herftellen lifst. Diefe zwvqj!?, Ladung, ihre Intenfitat und (lie Explofion GntI defto groker , je weiter
die beiden Platten von einander eatfernt werden. *)
.*) Mit einem foichsn za*ifachen, EIcctrophor,
'
'
wie
er diclen aus zwei Condenfatoren Idlehanden Apparrt nennt, kh&r N i c h o I'Ton.:dic Hdutchen
in .den electrircbcn Orgaoen des Zitterrochedi zu
tergleicben. V 01 t a 'kmcrkt aariiber, ( A n n a l m ,
X , 4 8 : ) ,,Es lirtt Gch nicht rnnehrnen, dufs
einigc diefcr Scheiben Nichtleitcr find, die durch
Reilmng odor gleich hleiacn Electrophorcn gelrden wiirden, odcr, wie NicholCoii meint, wenigRsns die Stelle cines guten Condenfators vertreten lidnnea. Dcon'Fett und eioige ghnliche F M Egkeiten ausgenommen, lcitcn Ale leheude ader
Frirche tbierilche- Suhftznzcn die Elecuicitdr bd-
.
4;.Die
beiden EIectricic&ken: *')
Faft bei jedem Verfuche, i n welchem das electrifiche- Licht.eifcheint, ieigen Gch die beiden Electricitaten auffallend verfchieden. Papfer ift ztim
Beobachten. des fichtbaren Weberganges d e r Electricitat fehr getignet. Liifst man einen ftaiken ele' ctrifchen'strorn auf ein ,ebenes nicht-ifolirtes Blatt
Papier fallen, To bildet er darauf einen fchbaen
Stern, von ungefiihr 4 2011 DhrchmCffer , d e r aus
'Yehr detrtlichen ZweiSen beftcht,'die fich nicht weit e r verifteln. Die negative -Elcetricitft wirft un;
ter viilIig gleichen Umftiindea mehrere zugefpitzte
Riifchel auf das Papier, (throws manj poiriced . b m Jhes co clrc'pnper,) bildet aber'krinen Stern auf d e r
Papierfliche. Z u diefem Verfnche dienta rnir ein
Cylinder von 7" Durchrnefier.
Hiernach'zu urtheilcn, dnrfte eine hohle Kugel
aus Papier,
oder eine rnit Papier Oberklebte Glas. .
kugel;. ejne ergiitzende Beifagung zu dem electrifchen Apparate filr Verfuche im Dunkeln ieyo.
'
fer '81s .WrUer ; und wedcr' das Fctt , befonders
W C I I ~ es, wie im lebcndcn Thierc, halb odcr gant
fliiCGg iR, 'noch jene Flii[Ggkeiten, End eine electril'che Ladung onzunchmeo oder zu bchrltcn fabig. Uebar dies End die Hdutchcn und Fliilfigkciten im' Orgrne dcr Krampfrochens wedcr fett noch
6hlig.
d. H.
*) J o n r n d , V O ~1,
. p. 438
f.
d. H.
5 &hterfihiede
in der VZrkung fihwacher und
Jtarker Eleccricitzt und Ifcrfuche abet das
,
-
Goldblacc Eleccromecer,
Die Gefetze, nach w,elcher fchwache, udd die,
nach welcber ftarke. Electricitit wirkt , lcheinea
in maachen FiUea rsrkhieden zu feyn.
W e n n man cine Reihe van Flafchen, jede einzeIn,
die letzte ourgenornmtn, ifolirt , das &&re Belege
der erften mit dem innern Belege der zweitera, das
aufsere Belege der zwoiten mit dem inoera Belege
der gritten a und h'ferset , Ieitend verbindet, und
n u n die p d t e Flakhe am Leiter der Mafchiae ladet;
.fa &den btkanntlich alle a k i g e Flafchen zugleich
mit;gel?deo: nur wit d e i Untetfchitdz,.. dafs die
Laduag fich felbft durch Explafioo wiedet erueuert,
w e n n die Menge der Electricittt vicl kleiaer ilt, ah
die erfte Flafche allein watde aufgtnommen und zur3ck behalten hahun, Aus diefern Erfolge hat man
vlit eioiger Wahrfcheinlicbkeit gefchloflen, d a L
Glas der MittheiIung der Wectricito't widerfteht, usd
dafs die 'weiter abftaheoden Flafchen immcr weniger gefadea werdea. Ob Jiefer letzte Schlufs richtig fey; ift, fo vie1 ich .weifs, noch -nicht durch
Verfuche ausgemacbt wBrdcn.
Bei der Ungewifditit , die no& ober den eigentlichen Sitz der electrifchen Ladung belegten
Gldes herrlcht, ift es zwar niifdich, irgend etwas in HinGcht nioht belegten Clafes austufagen ;
nach allem aber ift es doch wihrfcheidlich, dafs
das. Zwifchenbriogen nackten Glafes die Wir-
-
k u n g electriGrter Kdrpar hemmt. Dibre Frogi
kornrnt brfontlerr auch bei B e n n o t ' s i?oldblatcE!eccromecct in Anregung Urn zu Lndea , ob die
Glasrdbre des Electrotdeters auf den ehctrifchen
Zufttlnd der Goftfbllttchen welche Ge umfchJiefst,
durch Campenfation odor auf andere Weile Einflufs
babe, nahin ich einan 18" langeo, 2'4 breiten u n d
&''. dicken Streifen Fenfterglas , reiriigte iho u n d
fah'rte ihn dann einige Mahl durch die heifse Luft
Qber der Flamme eines Lichts hin und hdr.' In diefern Zuftande wurde das eind Eade mit Jer Deckplatte tines Bennet'fchen Electrometers i n B e r p b
rung gebracht, dem ich auvor Eiectricitit.mitgetheilt
hatte, und dann fchnell durch Drehsa 'der Hand
entfernt. Es war kaum miiglich, irgsad eineEinwirkung hiervon auf die Divergenz der Bliittchen
wahrzunahmen: hatten Ge+E, fo fanAc'end%s hochft
wenig zufammun; hatten fie
E, lo e n t k r n t e n fie
fich hiichft wenig im Augenblicke d e r Ttenoung.
Als ich einige T a g e darauf den Verfuch wiederhohlte, nachdem ich die Goldbl5ttchen mit andern
iehr fpitzen und fehr empfindlichen oertaufcht h a t t q
fanrt Cch noch beftirnmter das Gks nach Anzeigs
des Electroiiieters in einem Zuftande Ichwacher
E,*) uod die Blittchen, wenn Ge po6tio-electrilck
waren, t n k e o urn tben fo vie1 zufarnmso , als fie
,
,
-
+
*) Das Glar wirkte in der Berahruag ruf die Blattr
chen durch Vertheilung , und im Augenblicke det
Trcnnunfi firllte Iich der rorige Z u h n d der Blattchen wieder) her.,
d. H.
Ctiirkicr dieergirten , wenn fie negativ. electrifcb
w3ree.
I n der, Meinung, durch den .Matallhut des E'Jctrorneteis,,werde im Glafe etwas einer Ladung ahnfiches bewirkt,. erwartete ich die Divergenz d e r
Goidbl8ttchefi wShrend . d e t :Dauer diefer Ladung
vermindert zu-fehen ; ouch dafs in diefem Falle die
Wirkung des Metalles durch das Glas auf ihnlirhe
Art abnehmen werde, .als in d e r Reihe iron: FlaIcbcn. Daraus, dals das Glas auf diefe Art nicht
w i r k t e , icheint zu folgeo, ..dafsblofses Glas den ele.ctriTchen;Zuftatid der K a r p e r ' in feiner Nachbarfchaft nicht 'verandert, und dafs die Divergenz i n
d e n Blectrometern C a v a L l o ' s und ' B e n n e t ' s
durich die umgebende Glasrohte nicht vermindert
.wird.
A u s 'vielen. abgeiinderten Verfuchen ergab fich
deutlich,.dafs die bletallbelege, obfchon fie durch
ihre Nib6 die .Intenfifat des electrifchen Zuftandes
i n den Goldblattclien v'errnindern kijnnbn, doch den
w i n k e l , .urn welchen die ' Bkittchen divergiren,
d u r c h i b r e Anziehung vergrijfsern. ,
Niinmt 'man zu tlem Goldblatt-Electrometer eina
*feshr enge Riihre, lo wird die Empfindlichkeit deC
felben durch die Niihe der Belege etwas e r h a h t ; d 8
es dann aher durch zufallige Reibuni, welche das
Glas erregt, und die GoldblSttchen anGtzen inacht,
leiclit ganz uubrauchbar w i d , und bei allzu ftark e r Rrommung die Divergenz oicht gut ZLI fehen ift,
l o fcheint mir keine RBhre dazu ernpfehlenswerth
z u feyn, die weniger als I 2011 im Durchmelfer
hai. , Vie1 grafser darf aber umgekehrt d e r Durchmeffer der R a h r e auch nicht feyn, foil das inftran i e n t die vortEeilhaftefte Einrichtung baben.
Ich w u r d e ein Mahl veranlafst, zu glauben, die
betrichtliche Grijhe des mefiingsnen H u t s macho dao
Bennet'fche Electrometer fiir gerinte Mengen :van
Electricitit minder empfindlich. D i e Verfuche b e
ftitigen indefs diefe Meinung nicht fonderlich. Alr
ich hhd6ngkappen von verfchiedener Grafse daraaE
brachte, fanden iich die klcinern far fehr geringe
Grade von Electricitit empfindlicher, doch mintler
ernpfindlich firr grofsere Grade. Eine fehr fcbwaclie Electricitit bewirkt vielleicbt den entgegen ge.fetzten Zuftand i n der ganzen Meffingkappe, wtnn
fie klein ift, und nnr in einem T h e i l e clerfelben,
wenn fie grdfser ift, wobei der iibrige T h e i l den
Gotdbkittcheo etwas von ihr& Intenfitat r a u b t
Slirltere Electricitaten ndthigen wahrfchcinlich die
ganze grofse Kappe, den Blattched Electricitat zit
nberlaffen , in einer N e n g e , welche kleinere Kappen niclit hergeben konnen, ohne cine h a h e r e IRtentitat anzunehmen, wefshalb f e rninder empfindlich erfcbeinen. Hieraus erhellet, dafs es for jeda
gegehene ElectricitPt, welche hlofs durch Vertheilung auf das Electrometer wirkt, cine beftimrnte
F or m und Grdse des P r l e h g h ~ t e giebt,
s
bei welchen der Effect am grofsten wird.
Aus eiiiigen Verfuchen , welche tI o a d l e y und
Wi t f o n rnit cincr Reihe ifolirter, einer den andera
c
294
I
befah~tncief,cine gerade Linie bildender, Coadtlctor e n angrltellt haben, hat mati gefolgert, dafs ein
dectrifirter Kiirper, d e r dem einen Ende der Rrihe
geoshert wird , in den niihern den entgegen gefetzt e n , in den entfcrntern Conductoren delq&ichartigen eltctrifcheo Zuftand durch Vertheilung e+
regt; &ere ZuCtSnde SuCsern fie, wenn fie, wihrqnd
in ihneo die Vertbeilung Statt findet, von einander
obgerbckt weydeo. Nach diefem Verfitche zu urtheilen, milfsten awri Bennet’fche Electrometer, d i e
man durch einen Metallftab mit einander verbinriet,
e n tgegen gefetzte Electrici t5ten an n eh ni en , wenn
man dem einen Ende oder d e r Mitte d e r Stange einen electrif~rten Kijrper nihert.
ich hpbe dieKerfuch mit ein.em 18 Z d l langen meffingeBen Stabe angeftellt ; beide Electrometer karnen in
demfelben Augenblicke z u r Pivergenz , iind beitle
divergirten gleich itark und mit einerlri Electrjcitiit, ich mochte Siegellack oder Glas den1 einen En.
de odor d e r Witte des Stabes nahern. Diefes fcheint
cine verfchiedenartige Wirkuug fehr fchwacher
ond Itorkcr Electricitst anzuzeigen, *)
”) Da im nrhcrn Electrometer fo gut a1s in dem ent.
ferntern, dcr Ltitar Ech in den Goldbliittchen endigte, To waten beide Electrometer, w o aucli dee
clectrilirtc K6rper dem Srabe genithert werden
mochte, gleichmlrsig hintere Enden der Lcitung,
mulstan ello beide rnit der am Korpcr i glcicharngen Electricitlit, und zwar i n drm1ell)en Augenblickc c r f i t werdcn, do durch lo hurze Metalllei-
Aucli iplder Wirkung von Spitzen und
VOR
der 1:lamrne zeigen iich zwifchen fttarken und fchwaclien Electricitiiten wefentliche Verichiedenheiren,
Dem Conductor einer Malchias wird durch eine
Spitze dieElectricitat faft plijtelich entzogen, indels
ein in der Nahe fteliendes brennendes Licht auf
iie keincn grofseli Einflufs lufsert. Dagegeo thcilt
das Bennet'Zche Electrometer kauni die mindefte
.
die Kappe
Electricitit cliier Spitze init
. , welche
nicht unmittelbar 'bernhrt ; die, Lichtflamme raubt
drmfelben aber fchnell die Electricitiit.
2.
C o u 1 o m b hat vermittelft feines Windungsapparates dargethan, drfs die Wirkf'mkeit fchwacher
Electricitit im umgekehrten Verhjtltniffe tier Quadrate der Entferoungen abnirnmt. ES ift m i r kein
Verfuch beknnnt , far grohe IntenfitPten von El+
ctricitiit das Geletz der Repiillion odcr Attraction
z u beftimmen.
Diefes habe'ich auf folgcnde A r t
verfucht. Ich lieis a u s MeCGnghlech einen 4" dicken Conductor machen, der iich in zwei fphirifche
Theile von 5" Durchmeffer endigte, und im OanZen 2 0 ' ~Jang war. Di&t Conductor wurdc aufrecht geftellt, fo dafs die Achfe dclfelben fenkrccht
war. Auf der obcrn Kugel befand fich cio Gdtell,
mit zwei Paar fehr feinen Frictionsrfdern, auf welchendie Achfe eines Rades auflag. In der untern
ter die Venheilung ein Werk. eines Aagenblickec
ilk. Hier wirht alfo fchwocha Electricitat keinc+.
weges anderc ols h k o .
d . h'.
Kugel befand Gch.in.der Achfe ein Loch, niit einem
-
k i e ~ n e n R a h m e nund 3Riidchen; in dielem Loclie lief
der Stiel einer fehr leicbten Kugel aus Goldpapier,
eberbfalls von 5" Durchrneffer , herauf und herab,
lo afs er nirgends den Rand des Loches, fontlern
hachftens eins der Rjitlchen beriihrth : Der Stiel
w a r beinahe fo lany, als der Conductor, und hing'
an einern feinen feidncn Faden ; diefei Faden ging
urn die Achfe des Rades, und hatte am aiidernEnde .
cin Gegengewicht von einer folchen Geitalt, dafs
iich mehrereGewichtt hinzu fagen liefsen, urnGleich-'
gewicbt uod Uebergewicht nach Willkiihr ZLI rega. h e n . Ein Zeiger am Ende der Achle des Ra,les,
d e r u n t q Glas ilber ein Zifferblatt lief, zeigte tlas
Steigen und Sioken d e r Kugel aus Goldpapier i o
Theilen eines Zolles. Icb erwartete eine betrAchtlich IaogeScale an meinein Stiele von 1220117 u erhalten. Alleio bei den Verfucben, die ich ntit Ue.
bergewichten von verfchiedener Grafse anitelhe,
zeigte Gch, ,dafs die Kugel, [als fie electrifirt und
nun kch ilbeilallen wurde,) fich entweder g3r nicht
bewegte, oder die gaiize .Liinge ,mit bedeutentler
Gef& windigkeit du rchli ef. Diefer u n e r wa rtete Erfolg, und rnancbe Verbefferungen, welche die Vorrichtuog bedurfte, verhindertco inich, damit tlie
Verluche durchzufahren, die ich mir vorgenommen hatte. Die Erfcheiniingen tieuten inrlef,, w i t
mir tiiiucht, darauf, dafs bei grofseo Intenfitaten
und kleinen Entfernungen tlie Verminderung iles
Effects, wenn fie Gch nach Clem Geietze d e r Quadrate
c
297
1
d e r Entfernongen richtet, doch, nach A r t
dcr Anziehiing der Erde, auF geworfenc Karper LU
kleili ilt, um wahrgenommen-zu werdeo. (?) Nach
Anzeige am Henley’fchen Quadrantenelectrometer
u n d an Nolletf fchwirnmendem Electrometer zu urtheilen,*dilrfte er indefs d e r Mahe worth feyn, hierUber weitere Verfuche anzuitellen. ”)
&-ate
6. Erregung durch Reiben.
Die Erregung der Electricitzt durch Reiben ift
filr uns noch inimer ein GeheinAoiis. Wir befitZen
nichts, was auoh nur einer T h e o r i e det VeriindeFungen d e r electrifcben Capacitjit des Reibezeugs und
des Cylinders bei Verinderung der Lage d e r Theil e , welche in Berilhrung waren, ihnlich lieht.
der koniglichen Societzt ejIch habe im Jahre ~ 7 8 9
nige Thatlachen ilber die gegenfeitige Einwirkung
des Reibezeugsflilgels pus feidnem Zeuge unri des
electrifirten Cylinders auf einaodcr mitgetheilt, und
gezeigt , dafs etwas einer Cornpenfation ahnliches
Statt findet, lo knge lie init einander in Berohrung
bleiben. Man fieht fehr auffalleod den Uebergang
der Fliche des Cylinders von dem cornpenfirten
in den nicht - cornpenfirten Zuftand , wenn man ein
Loch i n die Seide fchneidet, uod den Cylinder
dreht, im Fall einer fehr mjichtigen Erregung. Eine
*) Nur
d d man nicht rcrgeffen, drh dac Quadranteneleotrometer nrch A r t eines zurarnmen gafetkten
Pendels wirkt, wenn man die GeLtze Coulomb’#
d. H.
auf drlfelhe anwenden a ill.
U
Annd. d. PbyWr. B. 13. St.3. J. 1806. St. 7 .
*
Cascrde.von Feaer ftllrzt aus dern Rande des Loch&.
hervor, welches dem Reibezeuge am DPchften ift;
ftajt Gch ioclefs in die Luft zu zerftreuen, beugt fi6
iicli wieder herab, und vereinigt fich mit detn Cylinder an dem'entgegen gefetzten Rande Res Lochs,
von wo fie, wia h f t , zum Einleiter ftrcjmt.
7. Vcrgleichung 'der Cj?indermafchinen
Scheib&rrnafihinen Lr ihrer Wirkung.
Es ilt merkwilrdig,
irnd der
*>
dafs die Scheibenmafchinen,
welche bei uns, (vom Dr. I n g e n h o u l s , ) erfunden und bekannt gcrnacht worden, dennoch h i e c
nie recht in Gebrauch gekornmcn find, obfchon man
d e auf dem feften Lande faft allgernein den Cylindermafchinen vorzieht.
Einigen An'theil hieran
fcheinen die Verbef'ferungen uhfrer GJashGtten zu
haben, welche Glascylinder von grofsem Durchm&er t u einem billigen Preife liefern. Ich habe
vor ejnigen Jahren, ( 1787,) die'Cylindermafchinen
;lurch eine in den Phifofophical Tramacrions for.
1789, Vol. 79, befchriebsne Vqrrichtung verb&
fert, durch welche iich die Electricitiit des Conductors faft augenblicklich aus poGtiver i n negative
verwaodeln Iirst. Durch .Vergleichung d e r MeDge
von Electricitat, welchc eine reibende Glasflzche von
2 Quadratfufs erregt und anhiiuft, wurde ich darnahls zu der Mtinung veranlafh, Cylindermafchioen feyn in jeder HinGcht den Scheibenmafchinen
vorzuziehen, bis auf die griifsere reibende Fkche,
welche man bei letztern erlangeii kann, weno m a n
keine Koften fcheut. Die Arbeiteh des berilhmten
Dr. v a n M a r u m , und einige eigne heobachtungen haben mich indefs feitdem dahin gebracht, meine-Meinung zu &dern. Es miigen hier zuerft eia i g e allgemcine Thatfachen ftehen ; dann c!ie Befchreibung der vortrefflidhtn van Marum’lthen Verbefferung meiner Vorrichtung.
I. Man liefs vormahls in ElectriGrmafchinan
den reibentfen Glaskorper mit vie1 Gefcbwintligkeit, ,vermittelft Schnur - Rader oder verinittelft gezahnter R i d e r umloufen. Diefes hat man feitctem
verworfen , weil cine vortheilhaftere A n b r i n p n g
von Zinkamalgama die Erregung und tlie R r i b u n g
fehr vergrdfsert. Die h1aL hinen mit einer blofsen
Kurbel erfordern indefs tliefelbc Kraft zum Drehen
31s z u l o r ; fie geben vie1 mehr Feucr in Geftalt von
Bilfcheln und Funken; fo weit icb aber nach nieiner
Erfahrun‘g urtheilen kann, waren die Funken { I e r
plten Nafcliinen dichter und fteckentler , die Err+
gung ftctiger, und die Zeit, w’elcbe man zum Laden brauchte, etwas kiirzer.
2. Ein Cylinder mit einer blofsen Kurbel erfop
d e r t fiir alle Theile aus Metall gr6fsere Durchnleffer, urn dar Ausftriimen zu vermeiden, als tlie altern
Marchinen, oder 01s cine Scheibenmafchine.
3. Es ereigoet fich afters, dais aus einer Mafchine mit blofser Kurbel StrLirnc oon electrifcher Matcrie (rurnijca~ionj)nach dem Tilche, nach d e m
U 2
Gkfichte deffen, der operirt, undin die LuFt ausgehn,.
obfchon, nach .der Zeit t u urtheilen , wdlche man
braucht, cine Batterie oder Flafche zu laden, die
\
Funken nicht fehr dicht und von keiner grofsen
Kraft find.
4. Diele Umftiinde machen es mir wahrkhein;
lich, dafs die electrifcheMaterie in einem geladenen
Conductor, d w c h unregelmsfsiges Znftrdmen a u s
dem Cylinder, in einen Zuftand von Undulation
verfetz). werden kann, in delchern fie fchnellet eotweicht, aIs wenn fie in eincrn mehr ftetigen und
regelm,Ssigen Strome zugefahrt wird. Wenn z. €3:
d e r Cylinder keine ganz regelmafsige Figur h a t , fo
dra&t das KLOffen 'an einer Seite derfelben ftarker
?Is an de? andern, und diafe Unregelmiihigkeit
kann noch durch andre Urfachen vermehrt werden.
Diefe ~nregelailfsigkeitenim Zuftramen liegen bet
Cylindern mit blofscr Kurbel weiter aus einander;
als bei Cylindern mit Radern j bei Scheibenmafchin e n fehlen fie vielleicht ganz.
5. Die Wirkungep folcher Undulationen lafren'
fich nach verfchiedlnen- Thatlachen beurtheilen :
4. Ein rliinner Draht, der von einer ifolirten ICugeT
nach der E r d e herab geht; wird durch Funken pofitiver ElectricitZt , welche man auf die Kugel fcl~lagen lafst, i n feiner ganzen LPnge leuchtentl, wnhrend die Electricitat durch ihn unfichtbaiin den B O G
den ftramt, wenn man die Kugel i n B e r a h r u n s m i t
dem Conductor bringt.
b. Eine ifolirte Metall-'
rahre, a n beitlen Enden' mit Kugeln w n folcher'
Grijlse verfehn, dds, wenn die eine mit dem Con~
-
ductor in B e r a h r p r q & k t z t wird, atls dar andern
kein Liohtpinfd ausftrdrpt, Z & @ ~ wqnn fie abgerilckt w i d , bei jedern Funkon, der , auf die erfte
hugel fjllt, eioen rusltrtiirnenden Licbpinfel
*,, .
an der
zweiten, oblchon Go io diefem Fdle ficher nicht ftar)ter a!s in dem e r f t p ,electritrt wir&
e. Eine
meifingene Kugel von 4" Durchmpfler, die durch eiuen ,G'f l a o g w Metautab mit dam hinter0 Endedes
pofitiven Conductors einer MafLbine verbunden war,
lief.; n u r vou Zeit zu Zeit einen Lichtpinfel ausftriim e n ; als aber der Metallltab mit einem eben fo Iangea Stdbe aus Fichtenholz vertaufcht wurde, ftrarnten aus der kugel unaufh6rlich Lichtbufchel aus;
ein Verfucb, der oft wiederhoblt wurde.
d Ein fpltzer Draht wurdrt ouf den erhen Cqnductor einer
Kairne'Scheu ElectriGrrnakchinc mit der Spitze aufwarts, befeftigt, und mit eioer reinen fforentiner
Flakhe bedeckt, lo dais Gch die Spitae in derhlitta
tler Flafche befand,
Bai jedem pofitiven Funken,
den m a n aus dem Canductor zog, agigte 6ch 8~
cler Spjtze das negativ electrifcbe Llcht. Wurdc dagegen der V e r h c h am negqtiven Conductor angoftelh, fa zcigte die Spitae bei jedein'Funken drs po'
fitiv electrifcbe Lioht , fo dais die Licbtbofchel mit
ihren Rarnificatimen das ganae Glas fillhen. Es ift
wahrlcheinlich, dafs in diden Verfuchen das Entweichen a n der Spitoe durch Undulationen V e r a lafst worden fey. *)- c. Den Seitenfunken (the la-
-
T-
,
-
-
*
*) Sollte det ErFolg didos Vetfuchs nicht r o b d m
Stande der Spitze auf dem Conductor und ron der
rera.2 Spar&) beim'Entladen einer Flafche kann man
gleichfalls als ein Beifpiel folcher Uddulationcn anfirhren.
Mach diefen Baobachtungen fcheinen die Scheibenmafchinen den Vorzug vor den CylinderoiafchiDen in HioGcbt des Entweichens der electrifchen
M a t e r i e z n vcrdienen.
[N i c h ol I o n befchreibt nun die Einrichtung,
welche H e r r Dr. v a n M a r u m feiner Ndfchine
mit einer Scheibe v o n 31 engl. Zollen Durchmeffer
* , .
gegebep hat; nach des Herrn L)r. v a n M a r u m ' s
ficondc Contiituntionj eine Einrichtung , tli? den
deutfcben Lefern fchon aus G r e 11's Journ. d.Phj$,
Th.4, bekannt ift. Die Scheibe \Taf. V1, FI,. I,)
fchw'ebt frei am Ende der Achfe, ;velche auf eiiier
Mahagon$iiule ruht, und dreht Gch zwil'chen vier,
beinahe im -horizontalen Durchmelfer 'der Scheibe,
auf zwei Glasfitfsen befeftigten Reihekolfen. Der
bintere Theil der Achfe ift Eilen, untl auf der Seite
de'r Saule, wo Gch die Kurbei befindet, mit einem
Gegengewichte von Blei verfehd; der vordereThei1
befteht pus einem im Backofen ausgediirrten u n d
noch heirs mit Bernfteinfirnifs iiberzogeoen Cyliad e r yon Nufsbaumholz, 4" im Durchmelfer, d e r mit
Meffingkappen verfehn ift. An der vordern befindet Gch de; ''1 diclce und 2" lange eilerne Stift,
welcher durch die Durchbohruog in der Mitte d e r
-
Venheilung der Electricitst in rlem Conductor durch
Axmaherung des Funkenlockerr abhaagen? d. H.
aasrcheibe geht, und auf welchen diefe, vtrrnittelft cines Schrrubeokopfs aus Buchsbaumholz, auf
ein Fufter von Buchsbaumholz, und a n Filzfcheibetl,
aufgefchraubt w i d . Holz und Meffingwerk die-.
fes vordern Tfieils der Achfe find dick mit GUMmilack bedeckt. S Jedes Reibekaffea ift an einer
horimntal lisgenden Fedar und diefe vcrmittelft ein e i Charofers an 'einer Kugel lo befeftigt, dafs fie
fich in horizontiler Richtung frei drehen kaon.
Zwei Glasliiulen rnit hohlen hijlzernen Wullten tragen die beIdenKugeln, an deren jeder 2 Fadern und
Reibeaeuge Gtzen; ein Stab, der Gch in eine Schraube
enrligt , und durch die Fedorn iweier zufimmen gahoriger Reibszeuge gcht, und eine Kugel, die auf-"
gefchraubt wird, dienen, die Kilrkn an die Scheibe
anzudriicken. Dle R'ejbeteuge Gnd g 2011 lang, und
hrben ganz die Einrichtung; wie'fie &rr Dr. v an
M a r uin in Gr e n's JournnI, Th. 5 , (Journal de
PhyJ, Few. ' 7 9 1 und Avril 1789,) belchrieben
hat. Ein Wulft VOD Oummilaclr; d:er an ihrem
Aach der Achfe gekehrten Ende nngebracht ift, hindert fie, Electricitst eiazufaugen. Die Wachstafftdilgel endigen Gch fm feakrechten DurchmeCier der
Scheiba, und hies befinden Dcb, an der der Aclife dntgegen gefetzten Seite, die beiden cylindrilchen Einleiter, welche 6" lang und 2
;
'
dick find, und am
Ende ziveier Arme fchweben, welche einen Halbkrsis bilden. Im Mittelpunkto diefes HalbkreiCes
ift rnit demfelben cine horizontale Achfe verbunrfen,
welche durch die HdIe eintr hleffingkugel von I
-
c
304
1
FuQ Parchmeffer geht , unit hch i n seine Schraube
endigt,
.
auf die eine qugel von 2'! UurchmeCier,
(und vor ihr ein durilck gsbogener Mellingarm m i t
&er Kugel, der fich in jede Kichtung ftelleu lirst,i
aufgefchraubt wird, Die grolse
. Kugel
.
fteht auf einer,GlasfiuJe, der Achfe gegen ilb.er. ,Dreht man den
Xjalbkreis, fo laflen Gch die Ein1ei:er rnit den Rribet
zeugen in Bernhrung fetzen, und dann wird die
Kugel negativ- electrifch, D?, wo das eilerne Stiick
der Achfe mit dem hiilzernen verbunrlen ift , dreht
I,
. . auf
. _ ihr ein Ring, der ebanfalls zwei kreisfiir6ch
.,.
Arm0 mit dillinen Einleitern. tragt. Diefe tliemige
nen,
.
. bei
. pofitiver Electricitit die Reibezeuge, bei negativer die SteUen vor den Wachstafftfltigelo mit der
d e r n e n Achfe in leitende Verbindung zu fetzen,
und. diefe ilt durch einen hletallftab, der lings
der Mahagonyfaule herab geht, rnit der. Erde ver.
bunden.]
Urn die Kraft diefer Mafchin-e zu beftimmen,
ftellte Herr.
v a n M'a t , uq,{olgenden .Verfuch
i n Gegenwart der Directoren der Teyler'fchen StiFtung und anderei Freunde d e r Phyfik an, und zwar
unter Urnfanden, welche filr die Wirkung der Mafchine'nicht Conderlich vortheilhaft waren. Eine
Battcrie yon go Flafchen, deren jede fiber I Quadratfurs belegter Flache enthielt, wurtie durch 150 Urndrehungen 'der Scheibe irn hihhlten Grade gelatlen,
fo dals tie fich yon felbft enqud. Die grofse Teyler'lche Mafchine mit zwei Scheiben von 65 Zbll
DurchmeZZer ,lud bei ihrcr alten Einrichtung, be'
&.
vor Herr r a n .Mar u rn fie verbeflert hatte, d i e
felbe tjotterie , felbIt -beiden .vortheilhaitrften Urn:
ftandeo, oie mit waniger ids 66.UmdrehuJlgea. Die
kleine Scbeibearnalchine leiftete folglich & ,o d d
uogcfiihr $, ( b e i ganftigeo UmltiiadLn., gewifs 5 ; )
lo viel, ds die grolss Tayler'lchc Lvlolchiaa bei ihrer erften Einriahtung.
[ Ift der Holbmefler dsr Scheibe R und dieLingr.
jedes Kilflcos k Zou, fo r.eibt jedefi Bllffen bei einmahliger Urndrehung der Scheibe eine G l a s f l & h
Von A . (R'
(R
k)'. = . ( 9 ft- k) k
Ouadratzall. Da nun die KarCrn der I~leinenScht$be ~f2011,.:die der g r o t e n Teyler'fchen Mafchin;
15;2011 Iarig Gnd , fo betriigt die GlasflHche, welche jedes Kdffeh bsi einrnahliger'umdrehung reibt,
bei der kleinen Mafchint 622, bei i e r groisen
2 4 LO,^ 0u.tdratzoll; die 4 Kolfen jener reiben folglich hei jedet Urndrehung 2488, dic 8 Kofren dieier 19283Quadrattoll Glas. * ) ] Da nun jCne 150
-
*)
-
Herr Dr. v a n M a r u m bcracbnet die Glasfllchgn-, die i n einer Seita der S.&eibe bci einer Urndrcbung gerieben wcrdcn, auf 1243 und 9646
Quadramall; ,,wahrfcheinlich", meini N i c h o 1Io n , ,,dumb irgend ein Verltba im Rechnen, wcthalb er die Rcchnung wicdcrhohlen wolle." Er
felbfi irrr lich aber bei dialer wiedorhohltta Rcchnung noch w c i t Rarker , da or die von einsm KiiL
fen dcr kleineo Marchiat g c r i e b h Flrche 8Uf 520
und die von dlen 4 gcriebene Flacht ruf a088 Quadratzoll bcfirnmt ; t i n Grund , r c l b . l b ich bier
d. H.
den Vortrrg rbgebden babe.
&ere .66:Vmdrehungen h x h r f t e , urn diefelbe Bat:
terib bis zum Ueberfpringen zu laden, und die Intenfitst d e r tlcctrifchea Kraft zweier Mafchinen 'der
Zahl der Umdrehungen' undde r Griifse der reibenden Fliiche,i. bei Bewirknng deifelben Effects, oerl
k e hrt proporti&naI.ift; fq vcrhilt Gch die IntenGtat
der electrifchenKraft der kleinen Scheibenrnafchihe;
zu der d&. TijIei'ichen Mafchine nach. der alten
Einrichtung, \ole 66.19283;150.2!&8,
oder u n g s
fiihr w i e 4
:I-
[sf]
Die Krrft der Erregung bleibend auf. -.das Vierfat
che [&ache]
vermehrt zu habeo ift gewifs ein
bewundernswUFdiger Gewinn.' Diefe Beftimmung
her 1ritenGtGten.fcheint iadefs mincter zuverlffiig zu
Ieyp, als wonn man fie aus dem Verb'i;ltniCfe dec
geriebeaen und der geladenen Glasflachen ableitet,
Berechnet man die h1enge von gcriebenen Quadratzollen Glas, wslche nach den beiden abigen .VetKc he n erfordert w ur dt n, urn I Quadratzoll beJegter Fliche bis zum Ueberfpringen zu laden, fo
betrug diele bci der grofsen Teyler'fchen Mafchine
--.
90r5 [98,2] Quadratzoll, bei' der
,,
-.
:';:;': ; kleinen
Marum'fchen
Scheibenmafchine
24
Die grofse Teyler'Cche Mafchine lud einen einaigen Quadratfurs belegter Fliiche .durcb Reibung
y o n 66,6 Quadratfurs Glas; urn eine Batterie von
224. quadratfurs Eelegung zu laden, bedurfte fie
a b e t 94,s Quadratfurs geriebenen Glafes'aufjeden
QuaJratFufs Helegung.. Nimmt man an, dais d i r
Erregung in' der. kleinen Makhine nach dernfelben
Verhiiltniffd abnimmt, a h in der grofsen fo wa.rd0
fie tnit einer intentitiit der Erregung begonneo hab e n , bei d e r 17,6 [ 1 0 , ]~ Quadratfuls reibender
Flache I Quadratfurs Belege bis zurn Ueheripringen
moisten geladen ha,6en.
r\J-unhabe ich in dein
Trrinsangefiihrten Auffatze in den Philofophical
. . .
actionsfor 1789 die'anfangliche IntenGtat cines Cylinders, deffen 'Eleotricitit durch Zinkamalgama e p
regt wird, aus Ver[ucheo mit einer Flafche von
2 ; Ouadratfufs Belegung auf 1 8 ~ 6 his
3 xg,s4 Quadratftifs reibender Flache, die zur viilligen Ladung
von einem Quadratfufse belegter Fliiche e r f o r d d
w i d , beftimmt. Doch fintle ich in meinen ' N o t i t e n , dafs, wen" man den Seidedippen des Reibezcugs irnmerfort mit der HBnd ancirilckte,. es n u t
35 Quadratfufs' reibender Glasfliiche bedurfte, um
I Quadratfuls Belege vollftindig zu
i n dicier..Flafche.
..
laden, und dafs dieles Drilcken die Intepfitat jn einigen , (doch niclit hinlanglich abgeanderten und
wiederhnblten
V e r p c h e n , 'in dem Verhaltniffe
von 79 : (,g verrnehrt habe. Allein hierbei w u r d e
das Reiben fehr fchwer, vicl fchwerer, als das bei
d e r van Marum'fchen Mafchine der Fall zu feyn
fcheint.. Aus diefen Griinden, und weil es. m i r
wahrfcheinlich ilt , tlafs wegen der nicht eintretenden Undulationen eine Scheibe Flafchen und Batterieen ftarker lade, bevor fie iich von IelbZt ent'
-
,
¶)
daden, Js Cylinder urld weil endlich Scheiben ei:
trio gralsere reibende Fliiche tlarbieten , fchliefse ich,
dafs di.e. van Marurn'lche kleine Scheibeninafchine
der .ftirltften CylindermaMi.ne, die je ausgefilhe
worden, an ftetiger IntenGtZt der Erregung p u m
m'indelten gleicb ift, und dafs fie fie a n Kraft, zu 11-
den, weit nbertrifft. *)
8, W a l c k i e r ' s unrl R o u l a n c I ' s Elcctrijirrna.
fchinen aus gebmqster Seide. **)
.C. Cu y p o r s i a Delft behauptet , GIas,
--
d;ls .li\nge 2 e i t in warmer Zimrnerluft ftehe, werd e . h i r t e r und zur Electricitit gefchickter. Herr
Bi3r.ch in London fand in feiner fehr ausgebreiteten electrifchen Praxis, dafs Glascylinder bei Iangem
Gebrauche ihre Kraft, und endlich. qllen,Werth verloren, welches er dem damahls allgemein gebrauch.
ten Mufiv- Golde aIs Reibungsrnittel zufcbrieb.
*> Wie man feht, hat das Bechnun&erf+n,
in we].
cher N i c h o l f o n rerfallen ill, d e n Antheil an
diefem Rcfulnte. Die wahren (eiageklrmmerten 1
.Zahlcn'End der Scheibenrnrlchine rnindsr giiunig.
IZo.ch iR a s mifslich, pach Vrrhchin zu rechnen,
die nioht mit denlelben Flalchen ange8ellt End, da
die GlasRerkc, die Grijlse des nicht- belegten Itandes, und manche Zufdligkeit auf das lchnetlere
oder lrngkmere Laden, und auf das friihere Eatladen fehr grofsen EinSuls baben.
d. H.
'*) Zulammen gnogen a m dem J o u m a l e , Vol. a,
p. 410 f.
d, H.
c
509
3
Schoii I nge n h o u I s , der Erfinder der Scheibenmafchinen, f m d , dais eine Scheibe aus Pappe,
die forgfdtig getrocknet, im'Backofen erhitzr, u n d
<Iann mit einem fetten Bernfteinfimifs getriinkt und
iibtrzogen worded war, an Kattenfell oder Hafenfell gerieben ,,eine ftarke Electricitit erregte. Holz
in Leinahl gefotten wjrkte minder gut. Starker
feidner Sarnrnt, der Dber zwei Holzfcheiben gefpannt war, gab einen Cylinder von bedeutender
electrifcher Kraft, bei Reibung deffeiben an Katzenfell, (PhiroJ Transact., 1779.) Encllich diente
ihm in feinem tragbaren electrifchen Apparate ein
Band gefirnifster Seide, das innere Belege einer
Flafclie t u fallen, w i h r e n d das Reibezeug an' dem
Pufscrn Bale& befeftigt war.
Irn Jahre 1784 verfuchte Herr W a l c k i e t
von St. Amand zuerft im Kleinen eine Mafchioe' pus
Seidenzeug, das um zwci Cylinder gefpannl war
und zwikhen zlkei Paar Reibern hindiirch ginp,
und ffihrte die Mafchine alsdann i m Grofsen aus,
mjt einem 25 Furs langen und 5 l&fs breiten Stiicke
Seidenzeug, (Mem.de Puris, 1784.) Das Jahr darauf rerfertigte H e r r R o u 1a n d , Profeffor d e r Phylik an d e r Univerfitst zu Paris, cine Mafchine derfelben Art. (Defir. des Machines electriques a taJfet a s , par M. Roulnnd. Arnfterd. 1785. $.) Der
aIs Kanliler bekannte E d w a r d N a i r n e , p u s
Cornhill, der bald darauf den Auftrag erhielt, ebenfdlls cine folcheMaIchine zu bauen, kam.damit niclrt
zu Stande, weil er d u r c h kein Mittel verhiodern
konnte, dals niclit das Seidenzoiig nach d e r Langt
1
d e r Cylintler giintlich z u t ~ n m e nlief; dieres wurde
in. jener Mafchine hechft wahrlcheinlich, (die Befchreibungen fagen darilber nichts ,) cladurch verhindert, dals die Cyljnder nach d e r Mitte zu etwrs
dicker l e p rnochten,
Ein 4; langer, 24' breiter und 2' holier T i k h
machte das. Fufsgeftell von R o u 1 a n cl 's Mafchine
aus. (Taf. VI, Fig. 2.) A n den Enden deffelbem
waren zwei 9
'' breite Btetter rnit 27" hohen feokrechten S t h i e r n , C , _ Q , E , F, vermittelft Holzfchrauben, welche in Eiokhnittcn durch den 'rifch
gingen, lo aufgekhraubt, dafs fie etwas einander
gepshert oder weiter von einadder entfernt wercien
konnten. .Liicher, z u oberlt i n die Stander gefchnitten, enthielten die Pfannen filr di,e nicht val]ig '1 dicken Achfen aus Buchsbaum, zweier leicht e r , aus Brkttera zulamrnen geleimter, U D ~rnit
Serge iiberzogener Cylinder von 8" Durchmeffer,
deren beitle Deckplatten y' flber denCyliqder herc
vor ftanden. Eine d e r Achfen war init einer 6'4 Iangen meflingenen Kurbel verfehn. Die gefirnilste Sei&, KNL, (;on der Art, cleren man Gch zu den Aero{t-n
bedient,) ging urn beide Cylinder, war a n
den Enden zufammen g e n i h t , und hers iich durch
Zurilcklchieben des einen Cylinders un4 feines Geftelles lo ftraff anziehen , clafs beitle Cylinder urnlie
fen, wenn der mit der Kurbel verfehene gerlreht
wurde. Die Liinge des Seidenzeugs betrug I I Furs
oder 132 Zoll die Breite 26", welches n u r I Zoll
-
wenjger fft; aIs .die Lringe tler hiilzernen Cylintllr;
Zwei Paar- mit Katzenfell iiberzogene Zinncy:intler,.
zwilchen welchen das Seidenzesg. hindurch 'gebtd
und die Gch durch Schrauben a n ejnander. driickenlieisen, rnachten die Reibezeuge pus. Sie .wu rd e a
durch feidene. Fiiden an die Stinder d cr. Cylinder
befeftigt, und durch Ketten, Y , . u , p i t d e r Er([e,
in leitende Verbindung gefetzt. Z\vei.StUckF.gefic-i
nilsten Wachstafftes, p , 4 gingen von den R&be-zeugen bis zum Leiter, nach Art cler NaclistafftBilge1 bei den Glasmafchinen., Der Leiter , ,S be-8
fteht aus Meffingblecft, hat. die g e y d m l i c h e Form,,
ilt ~ ( ' d i c kund 36"lang, k h web t an feitlenen Schnfi-,
Ken, i i, ii, welche an den Stindern,d er Cylinder
befeftigt Gnd, zwifchen den beiden Ebenen aus &i-;
d e , und hat oben und unten, nach. feiner ganzep,,
Lsnge ein fenkrecht ftehendes Blech, xa,I., welch=:
als Eirileiter dient, und nur f Zoll VomSeidenzeuge
entfernt bleibt. Wird nun fchnell geclreht, fo letZen beide Flachen jedes StikksSeide die durclr Reihung beim Durchsehn zwifchen tien beiden Cylindern rles Reibers erlaiigte -- Electricitiit an ;lie Einleitet ab. Will man poGtive Elcctricitzt haben, fo
braucht man nur die Stelle der Reibezeugc zu verandern.
Kach dem Berichte der pariferAkadcrnie zu urtheilen, de r indec's in diefern Punkte nicht detaillirt
genug ift, gab der 5 Furs lange negative Conductor
Mafchice 1 5 bis 1 7 Zoll lange,
d e r IVnIckiet'@n
fehr fchallende und. dichte Funken, die 3ufserft
E
312
1
fchmerzhaff waren, wenn mrn fie mit blofscr H a n d
auffing i aus Spitzen fprangen merkbare Funken'
d c h dem Leitei'ilber, und eine Batterie v o n 50
Quadratfufs Belegung wurdeobei 30 Urndrehunged
der Mafcbine geIaden ;q diefes wiirde ig Quadratfurs
geriebener Flicbe SCide auf die' L a h n g eines Quadratfufses belegter, Glares geben: Bei einer andern
Gelegenhcit wird' gefagt , I Quadratfufs belegter
Fl&he fey bei einer Urndrehung der Walckier'fchen
M'ifcliike gela'den Worden'; und diefem wilrden 3x9
Quadratfuls gtriebtner Seide entfprechen. Es wird
nicht gefagt, o b die hlafchine Gch leicht oder fch'wer
drehen lids.
Herr R o u 1a n d verfuchte ftatt der gefirnifsten
Seide blofse Seide, Wollenzeug, und mit Ziegeo hair'
gemifchtes Wollenieug zu nehmen ; doch keins die-'
fer Zeuge cndprach feinen Erwartuogea.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
1 308 Кб
Теги
die, betreffend, electricity, versuch, bemerkungen, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа