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Bemerkungen und Versuche ber die Amalgamation der Silbererze.

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f. V.
BEMEKKUSGEN
UND
VERSUCHE
d b e r d i e Amalgamation d e r S i l b c r e t = p ,
Ton
D. D I E G OL - ~ ~ ~ A s N D
~ .G FAn .,i s c r s c o
G A R Z A , D. A L E X A N D R
VO
INC~NTZ
EzPELPT-4,
u n d D. J U A NM O D E S T Q
D E ,LA
P L ~ I N C B *!
R.
G o l d und Silber > u s ihren Erzcn durch Arnalga
mation zu gewinnen, ift in unferrn Ainerika eine
fehr alte untl bekannte Sache; jndeffen hat m a n bis
jetzr'wenig gethail, die wahre T h e o r i e diefes Pro
zelres aufzuklaren, und daclurch die Arnalgarnation
zu vervollkommnen.
H e r r v o n B o r n war i l l
Euopa der erfte, der durch die iiber die arnttrilcanifche Amalgamation von unfern Schriftftellern den1
Pliblicuin niitgethejlten Nachrich ten und Semerkungen veranlafst wurcle, fich mit diefeni Gegenltande
Init nntzlichem Erfolge zu belchzftigen : ihni verdank: Deutichlancl tlie Einrichtuiigen clierer A r t , die
es SegenwSrtig hat. In feinem bekanntcn W-crke
Dber die Amalgamation, welclies zu W e n irn Jdhre
3788 erkhienen ilt, ietzt e r die Verfahrungsart
onfrer Amalgamatoren in Amerilca ausftilirlich aus
*)
Ausgezogen aus den Annales de Ciencias nnturales,
d. H.
Ennero 1801, T.3 , p. 84 f.
€
293
3
einant[er, und giebt eine T h e o r i e fiir diafc Oper a ti o n.
die Gold - uncl Silbererze aurAtnalgarnation
fihjg Z L I rnaclien, werclen fie zo.erlt in Erzmehl verIvandelt, u n d tlarauf entweder a l l f i n a d e r i n i t %jeerEalz 1.ermifctit bei mahigem Feuer gerijl'tet, bis m a n
keinen Schwefelgeruch mehr wcrhrniinmt. In1 t)r-
.
E.';llle @erst m a n auf dzs geroftete Erz K.'n:'ler,
1a16t es dario, in den wnrinen Iiliinaten ungefihr
zwei Tage, ftehen, indem m a n es voe &it zu Zeit
wohl umr.iilirt, und fetzt alsdann eine Quintitit gemeinen Salzes z u , bevor m a n das Queckfilber tlar.
auf fohilttet, Xach Herrn v o n B o r n. folk i n beiden Fallen cCer Schwefal Gch durch. die Rirkui:g d e s
Feuers in Schwefelfsure verwantleln und das S ~ l z
zerfetzen wobei, fich auf der einen Seite fchwefclfaures Natrop, und auf dsr. andern fnlzfaure Salze
mit den perfchiedenen Erden und Kalken d e r U P
edaln wd Halbmetalle, \yalehe die Scbwef.$f;?'ure
verliifst, e r z e u g e a ,,So wird ", Cagt er , ,,die gan-.
z e Erzmafle vermittelk das Feuers vop illren brennbaren und tl9Chtige.p Staffen gereinigt, unrl ilu laurer und kalkaxtiger T h e i l , i'o wie die reincrdigen
'l'heik, weqn fie durch den Mahlftein und d q F e u e r
<inl8;pglish zertheilt find, i n S a k e r*rw;lndelt, die
iich i m Warfer leicht aoUiSfen; und fie bedarf
bichts a19 Waffer, m fich fo fehr zu erweiclien,
d l f s fie n u n rlas QqeckGlber. annimmt, usd derl'en
Einwirkung auf die reinen Jletalltheilc~ien z t i iten
iarst.
c
29.4
I
Es fcheint aIfo,
dafy, nach Herrn v o n E o r n,
Salz
S
dazu djene, Salzfiiure herzugehen welche
aut'l(js1iche M e t a l i - und Erdfalze bilde, datait a u f
diefe Art Clch das G ~ l dund Silber aus der Hiille,
die es einfchl~efst, entwickele.
D a die khwefelfau re die durch das Verbrennen des Schwefelc heirn Roften entlteht, das Agens
i f f , \w!ciies .lie Salzfaure aus dem Kochfalze trribt,
C
~
fo mufs eine tlazu hinlangliche Menga von Schwefel
arler V i t r i o l ~ si n den Erzen vorhanden feyn; die,
wslche ( br a n a r m Gnd, fagt Herr v o n B o r n ,
ader our wenig davan eothalten, geben g e w o h d ic k
i n der erften Amalgamation nicht qlles Silber her,
Und e r fiigt hinzu, dafs man vergebens die Opera,
tion mit frifchem Salze wiederhahlen ylliirde, weqq
man picht zuvor Vitriol hinzu Selefzt habe, welcher,
nachdetn e r einige Zeit mit der Mifchung vereinigt
gewefeo ift und fie durchdrungen hat, dar Queckt
Glher in den Stand fetzt, das Silber auszutreibeo,
we!ches rlas erfte Nahl nachseblieben fey.
Das Rafteq der Eyze ift, fehr wichtig, und man
wiirde durch die Anwendung einer erprabten chernikhen T h e o r i e auf dieien T h e i l des Prozeffes den
Gewiaq d e t qmalgamatiqn WahrfcheinlYch fehr erhii he n Man weics, dafs die unedelo und die f p S den Metalle fich Qxydiren, wepn man fie in Reverberirofen roltet, vnd dafs eia T b e i l des Schwefels
als kchweflig - Favres Gas davon geht wihrepd ein
,
anderer fcli. in Schwefeifaure verwandelt , pnd rnit
der ilkterle die geraftet wird vereinigt hleibt ;
,
c
295
3
man weirs auch , h f s fic11, w e n n X l e e r f d i clarin irtJ
eilie Menge S d z f i u r e erzeust. A b e r weifs inan
vielleiclit auch, \vie c(ieCe Sauren auf die ecleln hietalle i n Vereiniguiig r i l i t d e r LViirine u n d tlem Eirifluife cler Luft, denen Le a u s g e k t z t Iind; wii.lieii?
1ft es wahrfcheirilicli, iI,!Ts, w i e m a n i u clieler
T h e o r i e annirnmt, das Gold und Silber o h n e alle
Versiicierung frei wercle, u n d in d e r zuin Amalganiiren erfortierliclien R e i d l e i t Gch erli.ilte'?
Xicht alle l i r i c l d e r e r w i h n t e n T l i r o r i e beigetreten. Don F a u f t o d e E l u y a r y i c h davon at,,
da er Gch durc h E r h h r u n g iiberzeugt h a t t e , daCs
Silberblei i n einem Feuerftein~nijrlelpiilverilirt, als
es mit XochSalz garijrtet wvrcle, ip den Zuftand eines Salzes uberging, d. h., hch i n HornGIher verwandelte. Er gab Gch vie1 hliihe, di,efes Salz verniittelft des QueckGlbers z u z e r f r t z e n ; aber n u r in
einer Zeit von vier T a g e n gelang es i h m , einen
T h e i l des darin enthaltenen Silbers zu amalgamiren.
h1 a r k g r a f hatte tliefelbe Erfalirung [chon fi-iilier
vnd viele g e l e h r t e Chetnilier Echlolfeii
gernacht
hieraus, daCs das Hornfilber in un fern amerikanik h e n Eergwerken verloren gehe, wic man clas aus
ihren Schriften fieht.
D i e Reif$, d i e w i r , ( G a r z a und L a r r a n n a J .
g a ,) a u f Sefeh l d e r Regierung clurch Deutfchland
gemacht haben , hat uns Gelegenheit gegeben , uns
={it allen Prozeffen tier Amalgamation bekannt zu
m a c h e n , wie Ge zu Xeufolil in Ungarn upd in einig e n Gegenden von Eiihrnen und Sachfep clanialils
betrieben wurde.. D i e A r t , die E r z e au zemahlen
pnd zu rGften, war didelbe an allen diefea Orlen,
?
und d a n n yermifchte map lie beirn Rijften mit 8 bicr
1 2 T h e i l e s Kochfaiz a u f hunclert.
Die hlethode,
durch die Amalgamation das Silber auszpfcbeiden,
war inr!efs verfchietlen.
. I n Neul'ohi ariidgamirte man blofs Schwarzkupfer. Es wurde gemahten, Serol'tet, unct wieder
in Milhlen von gegoffenem EiTeo gernahleo ; urid
dann erft i n Iiegenden T o n n e n , dio i n die Runde
liefen, 16 Stri., 'en hngbanialgainirt, wobei m a n ira
jede T a n n e etwas warqes W d h r gars und Kupferplatten hinein legte.
Bei den Eergwerken des Ffirften v o n S o h w ;Irz e n b e r g unweit Prag wyrde das Siibererz, cfas
blendig uncl init etwas Bleiglaoz vermifcht ift, w e n n
es clurch Zermahlen vud Raften zubereitet wordeq
war, in awei Reihen kupferner Kelfd in einem Galeerenafen amalgarnirt. Das Walfer wurde i n diefen Keffeln fact bkftzndis in d e r Siedhitze erhalten,
und die gauze. Maffe a 4 Stunden hng durch QuirL
b a l z e ~ ,die eioe horizontal Ziegende u ~ geziihnte
d
W e h bewegte, unaufhariich umgerilhrt.
D i e $ilherarze, ilie m a n irn Joachirnsthal ahmalt
g a p i r t e , cnthielten Kabalt, tvifsmuth, Nickel,
fchwarae Blende, Arfenikkies, Eifen , gediegenen
A r F n i k und eturas Sohwefelldes. Sic find Glberreicher als dic vorher yehenden ; die, welche im Zentiier nur 8 Unzen Silber enthalten, werden init 8
his 9 Procent, die; reichern mit 10 his 19 Procent
e
997
4
Kochfalz gerdrtet. Es gieht h i e r einige ErZo,
tier Zeritner iiber 6 Mark Silber enthilt.
WO.
El
w u r d e hier ltalt amalgamirt, in Cenkrechten T o n nen, die mit de m nothigen Waffer angefiillt w a r e n )
& e hlaffe wurtle beftandig tlurch Sternpel von gegofTei,em F.ifen urngrriihrt, die d u r c h die fenkrecht e Kolbanl'tange i n einer M i n u t e 16 bis 2 0 blah1 auP
u n d nieder bawegt w u r d e n . D i e Amalgamation d e r
iirmern E r z e w i h r t e 30, und die d e r reichen 48
Stuqden. Die Rockftdnde d e r erftern enthielten
noch im Zeritner I bis s$ U n z e n SIlber ; die R u c k -
3 bis 6 Unzen. Beide wur7
den zum zweiten Mahle amalgamirt zu d.ielein Eeltancte d e r Jetztern
hufe trocknbte, mahlte und rijrtete marl fie dritthalb Stunden lang m i t 3 his 6 Procent Kiochfalz.
Die reichftco Erze miiffen 3. hlahl amalgarnirt und
jedeo Mahl vorher Seroftet werden.
Auf jeden
Z e n t n e r gingen, wie man uns verfidierte,
Unzen
Silber in dep RisckEtlnden und a: Unze QueckGlber
verloren.
D i e Amalgamation eu Freiberg i n Sachfen, wei.
che H e r r v o n C h a r p e n t i e r eiogerichtet
hat,
ift die vorzilglichfte in Deutfchland. D i e Erze, welt
che. d o r t diefer Operation untkrrvorfen werden,
enthalten gewijhnlich irn Z e n t n e r 3 bis 6 Unzen
Silber, und find mit iyaterien vermllcht, die SchweT
'fel genug enthnlten. Man rijCtet fie rnit 10 P r q
cent Kochfalz in Lieverbeririifen, die den vm H m
Y O n B o r n bekhriebenen gleichen, nachdem m a
6s yor-her gemahlen und geliebt ha,. -c
rijftet dort jedes hlahl 3; Zentner Erz in eiiter Zeit
von fiinf Stunden; vorlier wird das Erzmehl in ein e r andern Abtheilung des OFens eben fo lange getrocknet. Wenn inan es mit rnafsigem Feuergerol'tet
h a t , bis kein fcliweflig- h u r e r Geruch iiiehr zu Cpiir e n ift, fondern die M a f e n u r nach Sdzfaure riecht,
wird das E r z geGebt, uncl i n drei Tneile gefondert.
D a s feinfte uncl mittelmafsige wircl befonders zwifchen Mahll'teinen von Granit zermatlen , bis man
ein fehr feines hleL1 erhzlt, das fchon gefiebt aus
d e r RIiihle fiillt: d er dritte T h e i l , cler aus grobern,
meift zufainmen gebackenen Stiicken bel'teht , wird
aufs neue gemahleri , und zwei Stunden geroftet,
indem man 3 'Theile Salz auf h u n d ert dazu thut.
W e nn clie Erze auf diele Weife in feines Mehl verwanclelt worden Gnd, werden fie i n To n n e n amalgamirt, die iich in horizontaler Ebene umdrehen;
zwanzig , in vier Reihen geltellt ,bewegt ein grofses
Wafferrad. Man fchiittet 10 Zentner Erz i n jede
T o n n e , mit 3 Zentner ltalten Wal'fers und I Zentn e r Eil'en in Stiiclten, die ungeftihr 6 Unzen wieg e n , lafst die Mafchine Gch I$ Stunden bewegen,
fchiittet alsdann 5 Zentner Queckfilber hinzu, und
liilit. n u n clie E'sfler 16 Stunden ohne Unterlafs mit
einer folchen Gefchwindiglteit umlaufen, dafs jecles
i n einer Minute 17 bis I8 Umliiufe macht, wobei
die darin ehthaltene MaHe felbft im Winter eine
Wenr! die angegebene
Hitze von 20° a n n i m r n t .
zur A m a l g a ~ h ~ ~ t des
i o n Silbers n6thige Zeit verflof$ell ift , giefst inao frildies Walfer -zudem,, das fich
L-
299
1
&+on in'den T o n n e n befindet, urn den T e i g zu
verclanna, und liifst die l'vlafchine wietler eine Stund e in Bewegung. D u r c h diefes l'vlittel vereioigt Gch
in den T o n n e n alles QueckGlber mit dem Silber,
das es ausgezogen hat. D a n n icbiipft man es xiiit
einern kleinen ledernea Beutel heraus, der rnit ein e r eifernen R o h r e verfehen ift. Das QueckGlber,
welches f d t ganz fllifljg und obne Riickftiiade hervor gezogeo wird, rinnt durch eiferne Riihren in
die Filtra, wo Gch das Amalgama abl'cheidet D a r auf werdeo die Rlickftande heraus gezogen, und
durch einen qm Fufse einer jeden Iteihe von T o n nen befindlichen Kanal, worio frifches Wal'fer ift,
jn m e h i e r e grafse W m n e n geleitet uncl clarin gewafchen. In diefea 7YVaqneo wircl die Materie v o n
neuem, verinittelft eines Quirls niit eilkroen Armen,
durch einander geriihrt, damit alles Queckfilber Gch
abfondere. Es befindet Gch i n ihnen eine Reihe
von Lochern, eins itbec dern aadern, Diefe Gnd anfanglich verftopft; erlt wenn das Queckfilber Gch
abgeletzt hat, wird eies nacb dern andern, yon o b e n
herunter,geGffnet, urn durch fie die itii Warier aufgeliiften Riickftande abfliefsen zu laffen, W e n n
mart nach und nach bis zu den UnterftenLiichern
kiimmt, fa unterfuclo mqn, e h e man auch diefe
Gffnet, ob auch s i c h t q i t dern Waffer @ueckGlber
heraus rinnt, wefsshalb marl das, was abrlielst , in
einer Schale auffangt. D a s QueckGlber und das
wenige Amalgama, das etwa entichliipft feyn kiinnte, bleibt ;\pf d e m BO&Q derlvapne. Uin aus d e n
-
abgedofl'enen Riickftanden (lac Gl;l uberfalz , welches i n Glasfabrikea henutzt wird, zu erhalton,
bewahrt man fie i n grofsen Behaltern auf. Im Wiater kryftalliht fich ein; grorser Theil des Salzes
tn diefen Behaltern, weil das in ihnen enthaltene
Waffer friert und die{Lauge 'fich (laclurch concentrirt. D i e EifenCtiicke gebraucht m a n entweder wiedcr oder man verarbeitet lie, ehe fie Gch ganzlicll
auflofen. Die Verhhrungoart , das Silber vom
QueckGlher zu fcbeiden, ift (lie gewohnliche, nam.
lich eise Deftillation per defimfuin in eifeerneu
GlI-Gken.
Map amalgamirt in Freiherg jzhrlich 6oaos big
7aoaa Zentner Erze, die a n 30000 MarkSilber 60ben. Was an Silber in den Hircltftinden bleibt und
perlqren geht, kann man auf Unxe fur den Zentn e r anfetzeo ; uncl den Verluft an QueckGIber auf
sf Unzen fiir den Zentner, welches jahrlich 28
Zentner u n d i a Pfund hetrsgt, urn 150 Zentner
Silber zu gewinnen. Eine der voszilglichften Ur&?hen des Cueckfilberverluftec ift dic grofsa Zer.
theilung defl'elben , wie die Erfahrung in Freiberg
ggzeigt hat, W Q man Halzer m i t eifernen Nageln
in dia Tonnen gehracht hatte, u m ctie Materiq
heffer dyrch einandcr zu riihren und clas Queckfilber aiederzutchlagzn ;ein Gebradch, der auch
t e r unfern Bergleuten in Airierika bekannt ift.
twr erfuh ren zu Joachinisthal , dals Mr, M B h
1 i n g , vorrnahliger Oberaufleher d e r Amalgamation dalelbft, der uber diefen Zwaig vide Beobach-
-
tungen a ~ g e f t e l l t , bernerkt babe, daCs das Hornfilber, welches Gch wahrend des Rijl'tens bildete,
fi& am leichteften amalgamirt, iiidem es durch clas
Eilkn nn den Steinpeh zerfetzt w i d , ]a, dafs fich
clas falzfaure Silber fogar fiFr fich ohne Z\ril'chenniitu
tel amalgarnirt, wobei fich aher falzfaures QueckGlbur bildet uncl 311'0 Verluft ;.n <>uecltfilber entftcht.
Es i f t zu bemerken, dafs man fich in den Aixialgamationswerken zu l\;cufohl, uild i n denen den
Filrften von Scllwarzen berg, wo w a r m verquickt
wird, cles Ihpfers bedient, das beftariclig rnit Queckfilber iibergorfen u n d bcnetzt i l t ; i n den beiilcn 311d e r n , w o kalt verquickt wird, gehraucht man Eifen ftatt Kupfers. Sollte Jas Arnalgamiren ilber
Feuer Kupfcr , tlas kalte Verquiclren aber E:ikn n"thjg inachen? M a n h g t e U I I S i n J e m Ainalgamationswerlce tles erwihnten FLtrl'ten, man f e y p i l lens, die freihergil'chen T o n n e n auch Iiier einzufilhren, uin die Methode den gemacliten Erfahrungen ge1115kzu verberrern, und dafs hlofs die damit
verkniipften Kolten nocli yon diefer Neuerung ab.
hie1 ten,
\Venn die Silbererze , die man hier i n klipfernen
Keffeln verquickt, w o z u man des Feuers bedarf,
wie zu Freiberg behandelt, fich kalt, blofs mit Hfilfe
das EiCens arnalgnmiren liefsen, To fcheint es, dafs
d e r Erfolg vom Zwifchenrnittel abhaogt. Und wenn
dies w5re was wiirde dann aus B o r n ' s T h e o r i e
w e r d e n ? I h r zu Folge haben fich die hIetalle u n t t
Halbmotalle, die rtor Silber an.thalten u d d verh iiL-
led, fchon beim Raften in neutrale und auflosliche
Salze verwandelt: und da f c h dann alfo das Silb e r i n einem freicn metallifchen Zuftande befinrlen
wiirde, wozu becliirfte es noch eines Zwifchenmittels, urn ficlr mit den1 QueckGlber zu amalganiiren ?
Ift es vielleicht nGthig, clafs die in1 Roften entftandenen S q h e durch neue Mittel zerfetzt w e r d e n ?
Das Eifen und anclere Metalle zerretzen das
Hornfilber , und miillen folglich die Amalgamation
deffellreh erieichtevn. D i e Chemilter w i h , dafs
diesalzciure auf dasSilber wirkt, und die Krfahrling
h a t geiehrt, dafs fogar dns falzige Seewalfer es in
falzfaures Silber 2u verwandeln vermag. Wenn das
der Fall ift, fo mufs auch das Kochl'alz, deffen man
fich bei cler Amalgamation beclient, das Silber angreifen und es in Horr;filber verwand,eln. Ginge
dieres falzfaure SJlher in der Amalgamation verlofen, wie mehrere Cherniker behauptet haben; welchen ungehouern Verluft an Silber miifsten dann
nicht unfre ainerikanifchen Bergwerke leidcn, ware
es wahr, dafs vermittelft ihrer nur d a s irn Metallzuftande befiodlicbe Silber erhalten wi\rt-le!
Diefes wiirde voraus fetacn, dark die Zeit , wic
lange man dort das Verquicken vor fich gehen I ~ f s t ,
nicht Ilinreichte, die Airialgatnation des durch die
ga n t e Ma ffe v er b r ei t et e n Horn fi 1b e r z u be w i r k e n ;
und dafs unfre Bergleute fich keiner Zwilchenmittel
bedienen, welche das HornGIher zerfctztn B a r b a kaonte aber h k h e Zwikhenmittel fehr woh1,
welche er matetiales nannte, und v o n dbnen er
[agt: ,,die, welche die erwih n te Eigenfcliaft befit-
,,
find Gufseifen, Elei oder Z i n n und lehendi,,ger Kalk; zuc Gewinnung eines Metalles cfurch
,
,,diere Materialien ift das a m w i r k h i i ~ h ~ n weI,,ches tler Mifchung des Erzes a m meiftcn en&
,,rpricht. " Es fcheint, rlafs dt-r Kalk a u f naflkrn
Wege auf das lalzfaure Silber nicht w i r l t t , un:l e r
if t dahef kein taugliches M i t t e l , daffrslbe zu zerretwefshalb auch B a r h a w a r n t , wenn man
Kalk gebrauchen wo1lte, n j c h t zu vie1 von cliefern
Rlaterial zu nehmen , w p i l es eirt Hentmungsmitcet
i/t, das das QuPckJlber verhiiidert, nviw Sifber = I &
famineln. Vieileicht wufste er nlcht , clafs fich i n
der zu' atna~gamirendenMaffe I-Xornfilber befintlct;
deffen ungeaclitet fcheint in unferm Amerika, (bedient man Gch dort, wie es wahrfcheinlicli ift, einiger jener Materialien ,) d c r vorgebliche 'Jcrluft cles
Hornfilbers vermieclen z u wertlen; und ih clas d e r
Fall, fo kann man mit Grunde vermuthen, dafs
fich beim Roften und verarbciten des Erzes niit
Kochrafz eihe grijfsere Menge Hornfilber erzeugt,
als man gewijhnlich glauubte.
Wir theilten bei unfrer Zurilckkunft nach Madrid diefe Ideen, die uns intereffirten, dein H e r r n
Dr. C h r i l t . H e r r g c n untl den Herren D.
V i n c e n t E t p e l e t a und D. J o h , h I o d e l t
P e r i n g e r mit, welche , iiberzeugt von der Wichtigkeit des Gegenftandes, und von gleichcm -Vetlangen als ivir befeelt ,'die Geheimnilfe cler Ama1gamation zu entlchleiern und den Grund der:Erkbef-
c
304
1
oungen beim Roften und Arnalgarniren durch eigne
Erfahrung zu erkenneo, Gch entfchloffen, rnit u n s
die zu di'efern Zwecke nijthigen Verfuche anzuftellen. D e r erwiihnte Prof. H e r r g e n opferte hierau mehrere koftbare-Stiicke voh Horn - u n d Glasfilher auf, die uns zu folgenden Verfuchen dienten.
I. Wir rijfteten etwas GlasGlber
(Schwefelhl be r , ) das wir zu eineni' Pulver von mittlerer
Feinheit zerftol'sen hatten, auf einer Plattc oder
SchiliTel von T h o n an einem gemeinen Ofenfeuer.
Pachdein e s a gute Stunden Gch in einet Gliihehitzc
befunden hatte, bei der es einen Anfang von Schmelzung erleiden ko n n te, zogcn wir es vorn Feuer Z U rij c k, .und fetzten es Zuni Erkalten in Waffer.
Wahrend deu Rijltells wurde das Erzmelil oft u m geriihrt, :damit die Hltze und die L u f t a u f die ganze hlaffc, fo vie1 mijglich, gleichinalsig wirlteri
mijchte. Wir golfen cfarauf etwas [Vafler auf das
Erz, 'worin das wiihrend der Operation gebilclete
fchwefelfaure Silber Gch auflsrte : die Schwefellsure
diefer Auflijfuung wurtle durch Falpetertruern Baryt,
L i d tlns Silber durch Kochfalz nnchgewiefen. D e r
unauflosliche P\iickftantl enthielt e r j e n s etwas Silber irn hletallzultande und von farerigern Atllehen;
zweitens einen Antheil rothen Eilenoxyds; u n d drittens e t w a Erz, das unveranclert geblieben war, u n d
bei w&derhohltein p.often dielelben Rerultate gab,
P . Wir rijlteten auf tlerfelben Plattc: urld u n te r
denfelben UrnCtlnclen etwas Olasfilber mit einer
Mirchung yon gepulvertem Flufsipath Kalkfpath,
Schwer-
,
,
&&errpath u n d Quari ; nachd-m es zwei Stun&&
a m Feuer a d t a n d e n hatte, bemerkten wiry aars
fi& e'u~n.f41lseine betrachtliche Menge fdlwefelfaures Srlber erzedgt hatte.
3. ~ i rijiteten
r
3uF diefeibe Art ktwas GlasG1h e r , clas mittelmalsig fein geftolpen und mit K O & fa:z vermifcht war j und wulchen es darahf mit LVafr
fer, ~ I I Idas hnzerfettte liuchl'alt und jedes antler2
S ~ I Zdas
, Clch etwa wahrend des Rdltens erzeugt
hat)en kbnnte, abzbfcheitlen. Wirklich zeigte ra1peterrawer Baryt, dafs Schwefelfaure vorharrrlen
fey;
ein ficherer Beweis , t l d f s lich Cchwefelfau:
re5 satrcin gebildrt hatte, welches entreelit, indem
(Ids Rochfalk durch die SchwefelCaure LerCetzt wirdl
clle fich durcli das Verbrennen cles iin Glasfilber etitlldltedeh Schw6fels erzeugt. Nun vermifchten w i r
dds gewafchene Erz mlt Anitnoiii.ik ; dielcs loft&
elfien bedeutenrlen Anthell ari fdlzl'auerrn Silhcr 3 u f J
1~ el ch e$ tl u r c h Sch we f e 1 fa t~re \Y i erl e r ii i &I e rg e fc h la3'" wurde. Das ilbrige k a r rathes Eilenaxyd u d
(3IasfiIHer , das bei w i e d e r h o h l t h Rirl'tkd didelben
R e h i t a t e gab.
4. Wir vetmifchteri etwds fein gcpulvertes rh8:
tallllches Silber nlit I<ochfdlz u n r l rtjftcten eq. Hierbe1 verwaiidelte fich ell1 grol5cr The11 des ,\.Ietcilltis
in Llal'dures Siiber, wie Gch d u r c h HUhe von Ami?~o n I a k ;1u s wi es.
5. Wir rorteten feines rnetallilches Silberfeil "lit
einer Beirnifchung von Flul'sl'path, Kalkfpath, ScliwerIpath, Quarz unA KochfalL. h a h einer Zelt von
iS
Aanil. d. Phglik. B. aa. SL 5 J. iab6. St. 3.
-
Zwei Stunden nalimen wir es vom Feuer und fanden,
vermittelft des flechtigen Laugenfalzes , dars fich
cine lMenge falzfauero Silbers erzeugt hatte.
6. Wir thaten in einen kleinen vor d e r L a m p
geblafenen Glasltolben natarliches falz fa ures Silber
m i t etwas Waffer und QuecltGlber. Kachdem wir
diere ,Mifchung, ohne fie clein Feuer auszafetzen, ein e Zeit v o n zwei Stunden gefchiittelt hatten, nahmen
w i r das QueckGlber heraus, tlas, nacbdem es durch
Joppelte Leinwand Iiltrirt worden , noch ein wenig
Silberamalgama enthielt.
Dierer Verfilch w u r d e
Inelirere IMahl, bald init natdrlichem, bald mit kunltlichem falziauern Silber wiederhohlt, uod in beiilen
Fillen g i n i die Amalgamation mit Schwierigkeit und
nLir zum T h e i l , obwohl etwas fchneller vor fi-ch,
wenn wir k i l d t h c h e s falzfaures Silber nahmen; vielfeicht weil esfich weit feiner pulvern lifst. E,he wir
&s natilrliche HornGlber d e r Amalgamation uoterwarfen, thaten wir es in Salpeterfaure, uin alles Silh e r , welches nicht rnit d e r Salzliure vereinigt ware,
darin aufzulden.
7 . Wir unterfuchten, wie Eifen, Z i n n , Blei
untl Kupfer, oline F e u e r , auf falzfaures Sllber
w i r k e n , indeiii w i r die Wirkung durch ein wenig
Waifer befiirderten. Das Refilltat war, dafs die
rlrei errten Metalle es fchnell, das Kupfer aber lanefam zerietzt.
8. Wir machren einen Verfuch, das Hornfilber
l;aIt, mit etwas Waffer untl kleinen Stiickchen Eifen, zu amdgamiren : nachdem wir die & M e viec
c
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1
oder filnf Minuten gefchiittelt hatten, bemerkten
wir dafs die Amalgamation grdssten Th eils vollendet war.
9. Endlicli thaten wir in einen ldeinen eifernen
Tiegel ein wenig falzfaur& QueckGlber mit WaiCer,
und liefsen es fo eioige Stunden ftehen. Nach Verlauf derfelben bemerkten wir dafs das LVaffer ein
wenig falzfaures Eifen aufgelijft enthalte; cin Beweis, dal's clas L l z h u r e QueckGlber zerfetzt wLir(!r,
da man keine Spur von reducirtein Queckfilber fall.
I n dielem Zuftande ietzteii wir den Tiegel ans Feuer,
uin die Zerfetzung zu befchleunigen. Bei dieler
Operation wurde das QueckGlber fo zertheilt urid
mit ein wenig Eifenoxytl vermifcht, dafs man, um
es wahrzunehmen, etwas von der 3Iaffe auf einer
Kupferplatte reiben mufste, die dann voni Queckfilber eine weifsliche Farbe annahm.
Das zienilich reine Silberglaserz, deflen wir uns
ZU den erften Verfuchen bedieoten, ift von den ErZen, die man irn Grofsen der Amalgamation unterwirft, verkliieden. Diefe laifen Gch leicht zermahl,en; und da fie irn Verbaltniffe zu der MaIfe,
worin das Silber verbreitet ift, n u r wenig davon
enthalten, fo moffen aus diefem Grunde die S ~ U ren weit leichter auf fie wirken, a h auf die, mit
denen wir die befchriebenen Verfuche gemacht haben. Ferner enthalten die Erze, die man im
GroCsen amalgamirt, geirijhnlich vie1 Schwefelkies,
und daher entfteht beim Raften derfelben eioe grofsere Meage TOA Schwefell'iiure, 01s ihr eignez
w 2
S c l i w ~ ~ f eerzeugen
l
kann. Bairle C'mftPnde , die
'L':~rbr-e~tun~
cles Silbers clurch eine griifsere hlaCfe,
lid [lie verhsltl)irsmar$ig Set~-GclrtlichereRlenge von
!jcht,veTel, 111~1fIc11clas EntCteiien vori Icliwefelfauerrn
otter r a : h l e r [ n Silber, ( j e n a c h t l e m ohne oder mit
]{ochfalz gerijltzt wird ,) gar frhr be!'tirclern.
Verbifiden iich, (wie clas g e d s ift,) iriehr e r c Silbertheilchen init cfer Scli,vef(.If.iure, w t ! ~ i r l
m a n kein I<ochf,ilz vor dern Rijlten hinzu t h u t ; hingegen mit def S3Itfiure, wenn inail ficli cliefes itlittels bedient: fo k a n n n u r d e r N a n g e l gehijriger
Vertheilung und Abfonderung diefer Tlreilchen von
einander he hindcrn, alle gleiche Verinderung zu
erleiden wenn S i u r e genug vokhanden ift. W e n n
die E r t e reich I i u t l , fo dafs d e r Zentner bis zu 6
Mark Silber giebt, und fie enthalten \venig Schwefel, aber viel Arfenik, den das Silher felt hiilt, wie
in Joichimstlial, fo k a n n fich die geringe Mcnge
von SchwefelLiore oder S a l z r h r e i n einer einzigen
Rijftung nicht mit allem Silber vereinigen. W e n n
irn Gegentheile die Erze n u r 4 U n t e n Silber auF d e n
Z e n t n e r uncl viel Schkefel entha!ten, welches in
Freiberg der Fall i l l , fu erfolgt jeiie I'ereinigung
leich t.
A u s dern 4 t e n untl ljten V e r h c h e ergiebt fich,
dafs freies rnetallircches S i l t e r iich beim Rijften rnit
Kochfalz imrnbr i n falzlaures Silber verwandel t,
und dafs die Menge des fo erhaltenen falzfauern
Silbers rnit dern Grade d e r Vertlieilung d e r Silbertheilchen in der gahzen Erzmaffe , die man m i t ei-
n e r gleichen Quantitit Salz vermifcht, irn Verlialtnifie Itelit. Wenn man i n JoJchi,msthal (lie E r q
z u n l zweiten otter tlrittcn N a l i l e riiftet, n1uTs wenig Sohwefel tliirin bleiben, weil fie arifiinglicii n i i r
wenig i l a v u i i enthieltcn, u:id dennoch w i r J bei jz d e r H o f t u n g ldlrhu-res Silber erzeust.
,4us clem Qbjgen folgt, daTsq wenn m a n dcis
SilhererL o h n e Salz rGlrtet, Gch cine Alenge fchwcfe!L u e r n Si!hers bildet; wenn man diefes aber hernacb
mit,ICacllfdz verinilclit, es Gcl~zerletzt und i n lalz-.
fJfres Silber verwandelt. fiijftet m a n rnit ICocli~
L I Z , To bilciet hcli fugleich, ltatt des, fchwefelfaue r n , f;l!rfaures Sillier.
a!dn behauplet ge'wbhnlich, fa~zfrryres S.i!!ier
fey iltichtig; allein i n welcherq Grade voii Iiitze,
uiitl
in wclcher Quantitat es flilchtig ict, d a s weirs
D i e grofste Hitze,. . welche das E r ?
m a n Licht.
beini RaCten erh5lt, ilt die dual<le kirlchrotheGluth,
und diere dauert auch n u r eine gewirre Z,eit: clierer
Grad'von Hitze iCt aber weit geringer, als d e r , bei
welchein mqn das HorQBlber reducirt. GeCetzt i n dels auch , n d i r e n d .ties RiiCteqS verflachtigta Gch
-ein ltleiner T h e i l des IlornClb,ers, (welches f c h
elJen fo wohl dem L u f t f t r o m e , cIec durch den Ofen
Ftreicht und einige Theilclieri des feinrten Stauhes
init Lcl? e n t f i i h r t , alscietn Gracle cler Hitze zuCchrei1.
ben .liefse ,) lo darf mail (lies cloch nicht nls wirlilichen Verlult anlehen, d.1 .il]eq, mltr tlozli fact n l l e q ,
'in tlen Iiatiiiiiern tier O r f e n .iqfgefdngen wirtl, die
z u diel'ein Z\veclie einjerichtet Iiml:
D e r 6teVerfuch beweift, dafs die AmaIgamation
.des HornGlbers o h n e alles Zwifchenn~ittcl, durch
das Queckfilber allein, miiglich ift ; und dafs, da
ttieli ltalte Amalgarncltion fehr l a n g f m erfolgt, man
fie mit H d f e einiger W l r r n e befchleunigen kann.
D i e fchnelle Zerfetzung d e s falzfauern Silbers in
k3lteni Walfer, verniittelft cles Eilens, Zinnes o d e r
Blcies, zeigt, tlafs dielehletalle fetir wirkfarne lMittcI
find z u r kalten Amalgamation des Hornfilbers, w i e
w i r tlas iin 8 t e n Verfuche gefchen haben, w o vermittellt Eifens eine fchnelle Amalgamation b e w i r k t
i v u r d e , die o h n e Zweifel weit langfarner erfolst
wiire, w5re das Silber weniger vertheilt, aber in1
BIe t ~ 1z111It a nd e g e we fen
Aus dem gten Vcrfuche erhellt , dafs, w e n n
f ~ 1 z r a ~ t -OueckGlber
e~
durch Eifen z i r f e t z t wird,
clic SJIzfdure nicht auf das Queckfilbcr wirken kann,
fo lange noch Eifen i n tler ~ M d f eift , und dafs diefe
S i u r e keinen Verlult an :O_ueckfilber'I!ervor bringt,
d e r gewifs Statt fintlen wnrde, wenn man fich kein es Zwi fchen m i t t els bed i en t e.
Atis allern diefeln ergiebt f c h : e r j e n f , dafs
man, wenn n u n das E r z vorm Rolten init Kochfdz
vermikhr, oZcr gleich darauf, wic es i n A r n e r k a ge€chielit, iinrner ein Antheil lalzlauern Silbers entfteht;
ZWeicPns, dafs dic Mittel, rferen man Gch z u r vorthei1irafte:teii Art d e r Amalgamation, wie in Freib e r g , bedient, dieielben find, die man nothwentlig
anwenden miifste, wcrin falziaures Siiber zu amal.gamiren'wiire; und drittens , dafs die Schwierig-
.
c
k e i t , die fich bei der kalten Amalgamation im G r e
vermittelft ICupfers zeigt , diefern Zwifchenmittel zuzulchreiben ift, welches das falzfaure Silber nur Iangfarn, obtvahl fchneller, als es das Queckfiiber t h u t , zerfetzt. M a n clarf alfo ohne Bedenk e n behaupten, dais der gute Erfolg der Amalgamation davon abhingt , dafs clas Silber in eine Verbindung mit d e r Salzfiiure trete, oder in HornGlbes
verwandelt werde.
Ift ,diefees richtig, fo darf cs uns nicht befremd e n , dafs man aus reichen Erzen nicht alles Silber
durch eine einzige Amalgamation erhalt, und dnls
man die Ruckitindo wiecler init etwas Kochlalz rijiten mds, uin das Silbdr nicht zu verlieren, welches bei der erften Amalgamation darin bleibt
W e n n die Erze reich a n Silber find, fo ift es l e h r
icliwer, alles Silber in LlzGures Silber zu verwaiidcln, ohne Stoffe hinzu z u thun, welche, Schwefel,
otlcr Schwefeliaure enthalten, die fie dem Silber
irnd die Operation. des Ramittheilen kiinnen,
itens wird dann io weitlzufig und koitfpielig, dafs
man dergleichen Silbererze ftets dem Schmelzungsprozelfe untenverfen follte.
Da die Einwirltung , welche das reguliniqche
Eiren auf Ihlzfaures Silber iufsert, die’kalte Ainalgarnation LefciFclert, wie tler gute Erfolg zeigt,
womit man es in I38hmen und Sachfen anwcndet,
unc! da ctns Eircn zugleicli verhindert, dafs ~ l i c h t
die Ssuren tfas Queckfilber mgreifen, wodurch
ein Verluft a n Queckfilber enthehen m r d e : fo ifi
-
das Eifeii bei Silberamalgarnationen vor allen andern
lkletallen ;'die leltrler, l c h y e r e r anzukhaffen und
nicht fo wirkfiim find ? vorziiglich z u empfehlen.
Die einzige mi,t den1 Gel)rauche tfieles 8IitteIs verbun'dene Unbequcmlichkeit i i t , clafs es das BupFer
a a s - ieilrerl Vcrt~iniluiigenrnit den Siitlrnn reguliiril'ch
n i e J e r k h l d s t , ( i d iicli LIann, wenn die Erze Kupfrr.
entlinlten, ein'Theil dieres Kupfers i n i t arnalgarnirt,
und das Silber, w e l c l i e s m a n erhalt, niit Kupfer
!e$rt iTt, AI).er dieCe Uribequeiiilicliltcit ift iin Vcrgleich init denen, die 111s dem Gcbrauche anderer
weniger~adiclu;itrrZ e r l e t z u n p n i t t e l elitltehen kijn?
n e n , leiir unbedeptenil,
Dies 'find d i e ReCultatk der Verfuche wclche
wir angeftellt hahcn, u q dig wahre T h e o r i e der
qmdgarnation untl clje iVleth.ade, die man befplgeq
m i l h zu ent'tecken
ein, Gegenftand d e r f d r
unfer Spanitin. yon d e r z d s e r l t e n 'CVichtigkeit ift:
W i r hoffeii fie.niit des Zeit fortzuletqen, in der Erwartung, dgfs geiehrte Chemiker, deneg die Urn:
ftande erlauben Verhche und aeabachtungen. in!
Groken.anzufteUen ilber unlre Yerruche und d e
'
-
ren Relultate noch ein helleres Licht verbreitea
werdea,
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