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Bemerkungen zu der A. Heurungschen Arbeit Untersuchungen ber die magneto-optischen Effekte bei Chlor und Jod

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9. Bemerkungem xw d e r A. Heuru,mgschem Arbeit:
Umtersuchungew ii<ber
die magmeto-optischew EffeJcte bei Chlor umd Jod;
vom R. W. Woo d .
Hr. H e u r u n g veroffentlicht in diesen Annalen') die Resultate seiner Untersuchungen uber die elektrooptischen Eigenschaften von Chlor und Jod, wobei er ausfiihrlich vermeintliche
Schwierigkeiten bespricht, die er nicht gefunden haben wurde,
wenn er sich mit der Literatur iiber den Gegenstand vertraut
gemacht hatte. Seine einzige Erwahnung meiner einschlagigen
Arbeiten lautet: ,,Versuche von Righi, Wood und anderen
haben uber die auftretenden Erscheinungen keine endgiiltigen
Erkliirungen zugelassen". Er bezieht sich auf zwei meiner
Abhandlungen, welche 1905 und 1907 im Philosophical Magazine erschienen, und welche die magneto-optischen Eigenschaften
des Jods nur ganz gelegentlich erwahnen im Zusammenhang
mit dem dort besprochenen Gegenstand (Natriumdampf). Er
orwahnt nicht meine Abhandlung uber Fluoreszenz, magnetische Drehung und Temperaturemission des Joddampfes, welche
19067 erschien. Hier veroffentlichte ich eine Photographie
des magnetischen Rotationsspektrums des Dampfes, aufgenommen mit einem groBen Konkavgitter von 4 m Radius, nebst
dem koinzidierenden Absorptionsspektrum. Ich veroffentlichte
auch einige Photographien, die mit einem groBen Prismenspektrograph aufgenommen waren ; sie sind zwar viel schlechter
als die Gitterphotographien, aber besser als die Abbildungen
von Hm. Heurung.
Ich habe schon darauf hingewiesen, daB Brom ein magnetisches Rotationsspektrum mit hellen Linien gibt , Chlor aber
nicht; trotzdem verwendet Hr. H e u r u n g viel Zeit auf die
Untersuchung von Chlor. Die Schwierigkeiten, die er darin
1) A. Heurung, Ann. d. Phys. 11. p. 153. 1911.
2) R. W. Wood, Phil. Mag. (6). 1'2. p. 329. 1906.
'
Bemerkurigeii
ZII
der Heicriing scheit -4rbeit.
595
i n d e t , zu versteheii , warum das magnetische Spektrum von
dem Absorptionsspektrum verschieden ist, wiirtlen verschwundeii
sein, wenn er sich vor Beginn seiner Untersuchung mit dem
Gegenstand etwas mehr vertraut gemacht hatte. Er spricht
von Absorptionslinien im magnetischen Spektrum, nimmt also,
wie es scheint, die ganz falsche Annahme an, die ich in der
friiheren Abhandlung aussprach , bevor ich den O-egenstand
genauer studiert hatte. Wie ich in verschiedenen Abhandlungen gezeigt habe, hat nur ein geringer Teil der Absorptionslinien eines Bandenspektrums die Fahigkeit, die Polarisationsebene von Licht zu drehen, dessen Wellenlange ihrer eigenen
nahe gleich ist. Auf diesem Umstande beruht die Verschiedenheit der Spektra. Da5 Hr. H e u r u n g den Gegenstand seiner
Untersuchung nicht erfaBt hat, wird bewiesen durch den Nachdruck, den er auf die Tatsache legt, daB eine weitere Drehung
des Nicols sein Spektrum nicht verschwinden lieB, und durch
seine Annahme, das Licht moge elliptisch polarisiert sein.
Obgleich er keine Spur elliptischer Polarisation findet , verwendet er nahezu drei Seiten zur Beschreibung altbekannter
Methoden zur Untersuchung auf elliptische Polarisation. Offenbar versteht er gar nicht die Natur des Rotationsspektrums,
welches durch Wellenlangen gebildet wird, die einigen magnetisch aktiven Absorptionslinien unmittelbar benachbart sind.
Beginnt man mit gekreuzten Nicols, so ist das Feld dunkel;
wird der Magnet erregt, so lafit der zweite Nicol schmale
Streifen des Spektrums durch , welche den Absorptionslinien
benachbart sind. Obgleich das Licht iiberall ehen polarisiert
ist, bleibt das Spektrum hell trotz Drehung des Nicols aus
dem einfachen Grunde, daB die Polarisationsebene sich von
Punkt zu Punkt im Spektrum andert. Wellenlangen, welche
von der Absorptionslinie nur um einen kleinen Bruchteil
einer ihgstromeinheit entfernt sind, konnen um 90 O gedreht
sein, wahrend Wellenlangen, welche etwa ein Viertel Angstromeinheit entfernt sind, nur um einige Grade gedreht werden
konnen. Ich wies dies vor mehreren ,Jahren sehr deutlich
nach bei einem Versuche, in welchem ein magnetisiertes NaRohr zwischen gekreuzten Nicols als Quelle des Lichtes
diente, welches durch ein zweites Rohr mit magnetisiertem
Dampf geschickt wurde. Alle diese Tatsachen finden sich in
596
R. W: Wood. Bemerkungen
zu
der Ifeuruiigschen drbeit.
kondensierter Form in der neueii Ausgabe meiner physikalischen Optik.
Da Hr. H e u r u n g die Aiisicht ausgesprocheii hat, aus
meinen Untersuchungen hatten sich keine bestimmten Resultate
ergeben, sei es mir gestattet, ihn darauf hinzuweisen, da8 sie
folgendes ergabeii: Die Eiitdeckung der magnetischen Rotationsspektra mit hellen Linien; die Tatsache, daB nur einzelne
Linien des Bandenspektrums magnetisch aktiv sind, und da6
einzelne Linien positive, andere negative Rotation zeigen.
Andere weciger interessante Tatsachen solleii hier nicht erw ahnt werden.
Es bleibt noch eine Unzahl von Problemen auf dem Gebiet der magnetischen Rotation der Dampfe zu losen; aber
Hrn. H e u r u n g s Arbeit ist wesentlich nur eine Wiederholung
des schoii friiher Ausgefuhrten. schlecht gemacht und voll von
verkehrten Schliisseii, wie z. B. der. mit dem er die Abhandlung schlieBt: ,,Die dufhellung konnte weder durch Drehung
des Analysators noch durch ein A14 Plattcheii aufgehoben
werden, so da8 nur ein kleiner Teil des Liclites als polarisiert
snzusehen ist."
'
(Eingegangen 18. Dezember 1911.)
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