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Bemerkungen zu der Abhandlung des Hrn. M8ller-Erzbach ДDie Verdampfungsgeschwindigkeit als Maass fr den DampfdruckФ

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D a m pfspaimung des Kupfervitriols.
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5. Der Werth t l - t a nimmt sowohl nach den barometrischen Messungen wie nach meinen Bestimmungen mit
steigender Temperatur bei den Salzen langsam ab, wahrend
er bei der Schwefelsaure wachst.
6. Zwischen Kupfervitriol und Schwefelsaure besteht
dem Wasser gegeniiber ein mit der Temperatur veranderlicher Gleichgewichtszustand.
X I . Bemerkungen x u der Abhandlung des Hmvx.
MGller-Embach :99 Die Verdamnpfunysgeschw €ndigkeit ala Maass fiir dew DarnpfdrucJcSC');
von R. S c h u E % e .
In der genannten Abhandlung sucht Hr. M u l l e r - E r z b a c h die Brauchbarkeit seiner von mir angegriffenen Methode
zur Bestimmung der Spannkraft des Wasserdampfes wasserhaltiger Salze darzulegen.
Ich habe darauf Folgendes zu erwidern:
1. Hr. M u l l e r - E r z b a c h bemerkt, dass meine Versuche
insofern nicht gegen seine Methode sprechen konnen, 91s sie
mit einem Salze angestellt sind, das iiberhaupt Unregelmassigkeiten in der Dampfspannung zeigt. Nach ihm erfolgt
die Abnahme des Dampfdruckes beim Zinksulfat niemals an
der Grenze zweier Wassermoleciile, sondern e r s t i n n e r
h a l b d e s zweit.en W a s s e r m ol e c i i l s , und zwar n a c h d e r
A r t d e s S a l z e s bald friiher, bald spiiter.
Es wiire jedenfalls hochst auffallend, wenn die Dampfspannung nicht an der Grenze zweier Wassermoleciile, sondern innerhalb des zweiten (d. h. des nachstfoigenden) Moleciils sich anderte, also die einzelnen Theile des letzteren
verschieden stark gebunden sein sollten; und wenn dies wirklich der Fall ware, so ist man gewiss zu der Frage berechtist, warum die Dampfspannung bald fruher, bald spater eine
Abnahme zeigt und nicht vielmehr stets dann, wenn ein ganz
-
1) Muller.Erzbach, Wied. Ann. 31. p. 1040. 1887.
R. Schulze.
330
bestimmter Theil des zweiten Moleculs entwichen ist. Nach
einer solchen unerklarlichen Anomalie konnen die von Hrn.
M u l l e r - E r z b a c h beobachteten Spriinge in der Dampfspannung des Zinkvitriols lediglich nur Folgen von secundaren Ursachen sein.
Trotzdem aber Hr. M i i l l e r - E r z b a c h das - seiner
Meinung nach - unregelmassige Verbalten des Zinkvitriols
erkannt hat, legt er doch auf die von ihm beobachteten
Dampfspannungen solchen Werth, dass er eine ganz bestimmte Constitutionsformel fur dieses aufstellt. Dass dieselbe auf willkurlichen Annahmen beruht, habe ich bereitrj
nachgewiesen. I)
Aehnlich verhalt es sich mit seiner Deutung der Eesultate betreffs des Mangansulfats, welches sich auch uicht zur
Prufung seiner Methode eignen soll. F u r dieses findet er
folgende Werthe der relativen Dampfspannung 2):
0,64 -0,61- 0,40 - 0951 - 0,54 -0,52 - 0,52;
0,39 -0,13 - 0,006.
ferner :
Den gewaltigen Sprung zwischen der zweiten und dritten
Beobachtung lasst Hr. M u l l e r - E r z b a c h ganz unberucksichtigt, legt aber bedeutenden Werth auf den weit kleineren Sprung von 0,52 auf 0,39 und gibt demzufolge dem
Mangansulfat die Constitutionsformel:
Nun ist aber bei der Dampfspannung 0,40 etwa ein
Molecul Wasser entwichen (0,034 g statt 0,039 g), d a m bei
der Dampfspannung 0,52 betragt der Wasserverlust zwei
weitere Molecule (0,079 g statt 0,078 g), sodass unter Annahme, dass die Versuche von Hrn. M u l l e r - E r z b a c h bestimmte Schlusse gestatten, das erste Wassermolecul entschieden Tom zweiten und dritten zu trennen ware, und
sonach die Constitutionsformel lauten musste :
MnSO,
+ H,O
H,O
+
+ 2H,O + H,O.
1) R. Schulze, Wied. Ann. 31. p. 223. 1887.
2) Muller-Erzbach, Wied. Ann. 26. p. 421. 1855.
Krystrzllwasser.
331
Abgesehen aber m c h von diesen Auslegungen der Resultate, gibt Hr. M i i l l e r - E r z b a c h selbst zu, dass seineMethode
nicht auf alle Malze anwendbar ist; indess ist hiernach in
keiner Weise zu ersehen, welche Salze die fur seine Methode
passenden sind.
Dass ich meine Untersuchungen mit dem Zinkvitriol
begonnen, ist nicht geschehen, urn die Methode des Hrn.
M ii 11 e r - E r z b a c h an ,,ihrer schwachsten Stelle" anzugreifen , sondern ist ein reiner Zufall. Die regelmassige,
durchaus nicht sprungweise Gewichtsabnahme des Zinkvitriols, wie ich sie, entgegen den Beobachtungen des
Ern. M i i l l e r - E r z b a c h , durch neun lange, sorgfaltig ausgefuhrte Versuchsreihen dargethan habe, geniigte aber vollstandig, ein Urtheil iiber die in Frage stehende Methode
fallen zu konnen. Da jedoch in der letzten Zeit das Kupfervitriol Gegenstand einer Polemik zwischen M i i l l e r - E r z b a c h und L e s c o e u r geworden, habe ich seit dem 1. Mai
dieses Jahres auch mit diesem Salze Versuche nach der
Miiller-Erzbach'schen Methode angestellt und auch hier
meine Ansicht iiber dieselbe bestiitigt gefunden. Z u r Anwendung kam moglichst feines Pulver.
Bei einer Temperatur von ca. 13O trat in einer Zeit
von 16 Tagen auch nicht die geringste Verwitterung ein.
Erst bei einer Temperatur von ca. 20° begann die Verwitterung in 2 Rbhren, wahrend die Subatanz einer dritten,
im niimlichen Raume befindlichen Rahre bis zum 8. Juli,
also innerhalb 10 Wochen, nuch noch nicht den Bruchtheil
eines Milligritmms Wasser verloren hatte. Welcher Zustand
ist nun der normale? - Ausserdem begann die Verwittesung in sammtlichen 3 Rohren nicht an der Oberflache dieselbe ist iiberhaupt bis heute, den 26. Juli, noch nicht
verwittert -, sondern ging stets vom untersten Punkte aus
und trat dann an verschiedenen Stellen der Substanz auf,
sodass also die Verwitterungsoberflache nnd somit die Gewichtsabnahme immer grosser wurde. Gerade dieser Umstand erschiittert die Mull e r - E r z bach'sche Methode, deren
Wesen in der Constanterhaltung der Verwitterungsoberflache
liegt, in ihren Grundfesten.
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R. Schziize.
2. Hr. M u l l e r - E r z b a c h verwirft von meinen 9 Versuchsreihen die Reihen I, 111, I V , VI, V I I und IX, ,,weil
dieselben rnit zerbrochenen Krystallen angestellt seien."
Unter ,,k l e i n e n z e r b r o c h e n e n K r y s t a l l e n k cverstehe
ich eine Aggregation, wie man sie erhalt, wenn man schnell
entstandene, also nadelformige Krystalle so lange zwischen
Loschpapier druckt, bis dieselben als trocken bezeichnet werden konnen, somit e i n g r o b l i c h e s P u l v e r . Mit obigem
Ausdruck glaubte ich verstandlicher zu sein, als Hr. M u l l e r E r z b a c h mit dem Ausdruck: ,,grosse K r y s t a l l e . " Ich
war der Meinung, Hr. M u l l e r - E r z b a c h habe, wenn auch
nicht grosse unbeschadigte, so doch wenigstens solche Erystalle angewendet, die rnit Pulver nicht zu verwechseln sind,
an denen, wie ich schon erwahnt, die Verwitterung stets von
einzelnen Punkten ausgeht, sich also die Verwitterungsoberflache wahrend der Dauer des Versuches Sindert.
Durch Anwendung eines groblichen Pulvers wollte ich
zeigen, dass die nach der M u l l e r - E r z b a c h ' s c h e n Methode
gewonnene relative Dampfspannung von der Quantitlt des
Salzes abhangig sein muss, und ich halte die betreffenden
Resultate meiner Beobachtungen aufrecht. Wenn ubrigens
Hr. M u l l e r - E r z b a c h von der ,,Art des Salzes"1) spricht,
so muss er die Anwendung verschiedener Aggregationen anerkennen. Welche ist aber dann die richtige?
3. Hr. M u l l e r - E r z b a c h sagt: ,,An ein sprungweises
Entweichen des Krystallwassers glaubt S c h u l z e uberhaupt
nicht, er muss demzufolge auch die Beobachtungen anderer
Forscher verwerfen."
Ich habe nusdrucklich gesagt2), dass ich den M i t s c h e r li ch'schen Versuch rnit Magnesiumsulfat wiederholt und
seine Resultate bestatigt gefunden habe. Damit erkenne ich
ein sprungweises Entweichen des Krystallwassers an, aber
ich glaube auch jetzt noch, dass man etwaige c h a r a k t e r i s t i s c h e Sprunge rnit Hulfe der Miiller-Erzbach'schen
Methode nicht mit Sicherheit nachweisen kann. Anderer1) Miiller-Erzbach, Wed. Ann. 31. p. 1040. 1887.
2) R. Schulze, 1. c. p. 230.
Krystallwasser.
333
seits diirfte es sehr sonderbar sein, wenn von meinen neun
langen Versuchsreihen such nicht eine einzige Unregelmassigkeiten - wohlgemerkt nicht in der relativen Dampfspannung, sondern
in der Gewichtsabnahme zeigt. Aus
diesem Grunde konnte es mir natiirlich nicht in den Sinn
kommen, den ,,umgekehrten Weg", auf den Hr. M i i l l e r E r z b a c h so grossen Werth legt, namlich das entwasserte
Salz durch Aufnahme von Wasserdampf in wasserhaltiges
zuriickzuverwandeln, einzuschlagen. l)
L e i p z i g , den 26. Juli 1887.
-
XIII. Ueber eZectr4scke Fwtfulwuny be4 PZdissip
keitew; v m S. T e r e s c h 4 n aus St. Petersbtcvg.
Die Fortfiihrung von Fliissigkeiten in Capillarrohren
durch constante electrische Strome ist bisher nur fur verhaltnissmassig kleine electrische Krafte untersucht worden. *)
Auf Veranlassung von Hrn. Prof. Q u i n c k e habe ich
statt einer constanten galvanischen Kette den electrischen
Strom benutzt, welcher von der inneren Belegung einer Leydener Batterie durch die Fliissigkeitssaule und einen empfindlichen Spiegelmultiplicator zur Erde fliesst. Die fiussere Belegung der Leydener Batterie aus Flintglas war zur Erde
abgleitet. Die innere Belegung wurde durch lnngsames
Drehen einer H oltz'schen Maschine auf constantem Potential gehalten nnd dieses electrische Potential P durch ein
Righi'sches Electrometer 3) mit bifilarer Aufhangung in
1) Nach erfolgter Replik und Duplilr diirfte den Lesern der Annalen
hinliingliches Material vorliegen, urn sicli selbst ein Urtheil uber die in
Frage stehende Methode bilden zu konnen. Die Redaction glaubt deshalb, diese Polemik hiermit als abgeschlossen ansehen zu durfen.
Die Red.
2) G. Quincke, Pogg. Ann. 113. p. 544. 1861.
3) G. Qnincke, Wied. Ann. 19. p. 564. Taf. VIII Fig. 3. 1883.
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