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Bemerkungen zu der Arbeit des Hrn. R. Geigel; Дber die Absorption von Gravitationsenergie durch radioaktive SubstanzФ

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15. B m e r k u n g e n IU der Arbe4t des H r m . R. G e i g e l :
,,6ber die Absorption von Gravitationsemergie
durck radioaktive Substanxi(;
vom W. Eaufrnann.
Hr. R. G e i g e l hat kurzlich’) einige Uessungen publiziert,
nus denen eirie Gewichtsabnahrne eines an der Wage hangenden Korpers hervorgehen sollte, wenn ein Schalchen mit
Radiumsalz untergestellt wurde. Bei der ungeheuren Wichtigkeit, die eine derartige Tatsache fur die gesamte Physik liaben
wurde, schien es mir angebracht, die Nessungen unter Anwendung aller VorsichtsmaBregeln zu wiederholen, um so mehr,
als der Verfasser selbst von der Art, wie er sich vor den
vielen bei feinen Wagungen auftretenden Fehlerquellen schutzte,
so gut wie gar nichts angibt.
Bei einer ersten Wiederholung der Versuche in der vom
Verfasser angegebenen Anordnung erhielt ich in der Tat
Gewichtsdifferenzen von derselben GroBenordnung wie Verfasser sie angibt, auch der eigentiimliche Gang der Erscheinung - allmahliche Abnahme der Differenz - zeigte sich bestatigt; nur war es dubei ganz gleichyiiltig, ob das untergesetzte
Sciialclien Badiumsalz entliielt, oder nicht; notwendige und hinreichende Bedingung zur Erzielung des Effektes war blo13,
dap dus Xchalclien beim Unterschieben mit den Pingern angefapt
wurde. Die Erklarung ist naheliegend: Die an dem durch das
Anfassen erwarmten Schalchen aufsteigenden Luftstrome bringen
die scheinbare Gewichtsverrninderung hervor.
Um jedoch jeden Zweifel an dem Ursprung der vom Verfasser beobachteten Erscheinung aus irgend welchen Fehlerquellen zu zerstreuen, teile ich im folgenden einige weitere
Beobachtungen mit, die unter Anwendung aller notigen VorsichtsmaBregeln angestellt sind. Es wurde eine kurzarmige
Wage von S a r t o r i u s in GGttingen benutzt, deren Empfindlichkeit auf zehn Teilstriche pro Milligrarnm gesteigert wurde.
1) R. G e i g e l , Ann. d. Phys. 10. p. 429. 1903.
Bemerkunyen zu der Arbeit des Hrn.
R. Geigel.
895
Um die Schwingungsdauer zu verkiirzen, wurden die Schalen
abgenommen und an jeder Seite ein log-Stuck an einem
feinen Drahte so aufgehangt, dab das Schalchen mit Radiumsalz dicht darunter geschoben werden konnte; dadurch, da6
das Radium abwechselnd links und rechts untergeschoben
wurde, w a r eine Verdoppelung der Empfindlichkeit erzielt.
Die verwandte Menge von Radiumchlorid betrug 2 g eines von
der ,,Soci6t6 des produits chimiques'l in Paris bezogenen Praparates von der Aktivitat 1000; das Schalchen war an einem
Holzklotz so befestigt, daB es, ohne beriihrt zu werden, mittels
eines au8 dem Wagekasten herausragenden Griffes immer
wieder an genau dieselbe Stelle geschoben werden konnte.
Die Wage stand auf einem massiven Steintisch in einem
dunklen Zimmer. Durch einen passend angebrachten Spiegel
wurde das Licht einer Nernstlampe blob auf die Skala geworfen , wahrend die ubrige Wage durch einen Pappschirm
vor Bestrahlung geschutzt war.
Jede einzelne Messungsreihe bestand aus vier rasch hintereinander ausgefiihrten Wagungen, bei denen abwechselnd das
Radium links oder rechts sich befand.
(Die Zahlen gehen die aus fiinf Umkehrpunkten bestimmten Schwingungsmittelpunkte an.)
Durchmesser des Scbalchens 27 mrn, Schichthiihe 3 mm.
Radium rechts
Radium links
2. 10,05
I. 1. 10,o
M e s s u n g I-V.
4.
3. __
10,05
.___
--
Mittel: 10,025
Differenz 1 - r :
11.
1.
9,65
3.
9,57
____
Mittel: 9,61
Differene 2
111.
IV.
2.
4.
9,65
9,60
Mittel: 9,625
- r : - 0,016.
1.
3.
9,60
9,60
Mittel: 9,60
2.
9,55
4.
9,69
______
Mittel: 9,62
Differenz 1
9,65
9,71
Mittel: 9,68
- r:
+ 0,oz.
2.
4.
1.
3.
Differene I
-
10,02
Mittel: 10,035
0,Ol.
-r:
9,64
9,80
Mittel: 9,71
- 0,03.
896 W. Kaufmann. Bemerkungen zu der Brbeit des Hrn. R. Geigel.
v.
Radium links
1. 10,13
10,02
Mittel: 10,075
3.
~~
Differenz 1 - T :
Radium reehts
2.
4.
10,07
9>94
Mittel: 10,005
+ 0,06.
Die Differenzen der Einstellungen mit Radium links und
Radium rechts sind bald positiv, bald negativ und halten sich
innerhalb der Fehlergrenzen der Ablesung; das Gesamtmittel
aus samtlichen funf Wagungen ist:
l - T : +0,005 Teile
oder
I - r : +0,0005 mg.
W'ollte man diese minimale Differenz im Sinne der G e i g e l schen Auffassung deuten, so wurde der hier beobachtete Effekt
jedenfalls nur etwa den 200stenTeil des von Hrn. G e i g e l gefundenen betragen ; richtiger ist es natiirlich, diese kleine
Differenz den Beobachtungsfehlern zuzuschreiben.
Hr. Geigel findet ferner, daB die beobachteten Differenzen von der Form des das Radium enthaltenden GefaBes
abhangen. Auch dies ist erklarlich, wenn man bedenkt, daB
die aufsteigenden Luftstrome um so mehr auf das Gewicht
einwirken miissen, je mehr der Durchmesser des GefaBes mit
dem des Gewichtes iibereinstimmt. Ich machte deshalb auch
noch einige Wagungen mit einem GefiaB von 10mm Durchmesser und 13 mm Hohe, das die Radiummenge von 2 g gerade
faBte; die UnregelmaBigkeiten waren hier in der Tat etwas
groBer, das Gesamtmittel betrug hier etwa 1/50 des nach Hrn.
G e i g e l s Angaben zu erwartenden Effektes. Auch diese Differenz liegt faktisch noch ganz innerhalb der Grenze der Beobachtungsfehler, da sie nur llz0 Teilstrich betragt.
Solange also kein weiteres Beobachtungsmaterinl beigebracht wird, muB man wohl annehmen, dab die von Hrn.
G e i g e l beobachteten Gewichtsdifferenzen bloB das Resultat
von Storungen , namentlich thermischer Natur sind. Urn so
mehr ' eriibrigt es wohl, auf die merkwurdige Integrationsmethode des Verfassers (p. 433, 1. c.) naher einzugehen.
G o t t i n g e n , Physik. Inst. d. Univ., Februar 1903.
(Eingegangen 11. Februar 1903.)
2 r w k von Metzger & Wittig in Heipzia
Tafel I.
Fig. 1.
Fig. 2.
Fr. Klingelfuss.
Fig. 3.
;er.
Fig. 4.
Annalen der Physik, I V . Folge, Bd. 10.
Fig. 1.
Fig. 2.
13.
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