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Bemerkungen zu der Mittheilung von F. Neesen ФAkustische Beobachtungen

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l? DvoGk.
536
C h l o r c a l c i u m ; Vl8>0. Die Curve fallt bei t=18O C.,
wiihrend sie innerhalb des von T a m m a n n gemessenen Gebietes bis zu einem Maximum ansteigt; von da ab wird sie
convex gegen die p,- Axe verlaufen, nahezu stationar mit
p=1,92, (s=17,24) und p=2,21 (s=39,71). Es folgt hieraus,
dass in ziemlich ausgedehnten Gebieten positive und negative
VerdiinnungswLrmen vorkommen, wodurch sich der Werth des
T,
J V . ( d T / T 2 ) bedeutend reducirt. Verlegt man TIin jene
T
Temperaturen, wo die ,p strttionar werden, so muss man aus
dem Umstande, dass die Curve gegen den Gefrierpunkt zu
steigt, nur schliessen, dass p beini Gefrierpunkte grosser ist
als 1,92, resp. 2’21. Hieraus findet man:
s = 17,24, t > 2’04, 2,26 (Rud.), 3,83 (R. V. H.),
s = 39,71, t > 2,32, 2,39 (Rod.), 3,22 (R. V. H.).
Briinn, den 24. Marz 1887.
XI. Bernea*Icunyeu x u der i’#Iitth2e.ilung
von I?. Neesen ,,&ztstische
BeoBac?dtungert.l);
von V. D v o + a k .
(Hlerau Taf. I Y Fig. 11-15,)
- - - ___
I. ,,Ueber d i e U r s a c h e d e r R i p p e n b i l d u n g b e i
d e n S t a u b f i g u r e n von K u n d t . “ N e e s e n verkiirzt den
erregenden Glasstab in dcr Kundt’schen Rohre immer mehr
und findet, dass der Rippenabstand mit der W ellenlange nicht
proportional abnimmt, was als Beweis gegen die B o u r g e t’sche Theorie der Rippenbildung dienen soll. Diese Schlussfolgerung beruht auf der Voraussetzung, dass lange und kurze
Stabe gleich grosse Schwingungsamplituden besitzen, wiihrend
doch lange Stabe grossere Excursionen machen, selbst wenn
die tonenden Stabe immer in derselben Weise gestrichen
werden, ebenso wie tiefe Stimmgabeln im allgemeinen grossere
Excursionen machen wie hohe. Es werden daher langere
. - - .-- - - - -
1)
F. Neesen, \Vied. Aim. 80. p.
432. 1887.
Akustische Versuche.
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Stabe schon der grijsseren Amplitude wegen breitere Rippenabstande geben. l)
11. , , U e b e r e i n e e i g e n t h u m l i c h e S t r b m u n g s erscheinung bei Schallschwingungen, uber die sog e n a n n t e a k u s t i s c h e A n z i e h u n g und u b e r d a s S c h a l l r a d i o m e t e r . " In diesem Abschnitt sucht N e e s e n eine neue
Theorie der akustischen Bewegungserscheinungen herzuleiten.
Zuerst stellt X e e s e n iiber die von mir schon mehrfach
untersuchten Luftstrome (bei kleiner runder Oeffnung in einer
ebenen Platte) neuerdings Versuche an. Nun ist aber bekannt, dass die Lange eines cylindrischen, an einer Seite
geschlossenen, auf der anderen theilweise gedeckien Resonators k l e i n e r ist , als eine .Viertelwellenlange des erregenden Tones; nebstdem ist es selhstverstandlich, das in einem
Resonator starkere Luftschwingungen auftreten, als in einem
Nichtresonator ; diese Thatsachen erklaren das Ergebniss der
Versuche N e e s e n ' s vollstandig ; dass auch nebstdem die
Grijsse der kreisforinigen Oeffnung in der Platte! womit das
eine Ende des Resonators bedeckt war, auf die Starke des
Luftstromes von Einfluss ist, folgt schon aus meinen fruheren
Versuchen, und habe ich aus eben diesem Grunde uberall
den Oeffnungsdurchmesser genau angegeben.
Zur Erklarung der a k u s t i s c h e n A n z i e h u n g greift
N e e s e n auf die schon langst verlassene Analogie mit
1) Die Ursache dcr Rippenbildung durfte wohl cinfach sein; in jeder
mit Wasscr gefullten Schiissel, wo sich anf dem Boden Staub und dergl.
abgesetzt hat, bilden sich die Rippen sofort, nachdcin das Wasser durch
einen Anstoss der Schiissel in Schwingungen gerlth. Auch in freier Luft
entstehen durch Kuallgasexplosionen oder electrische Funken Rippen.
h'ach meiner Ansicht wird der Staub, dort wo er lockcrer ist und nicht
so fest auflicgt, durch die Bewegnng des schwingendeu Mittels mitgenommen und so an die compacteren, in Rube gebliebenen Partien des
Staubev geworfen, wo cr sich verfgngt und hiingen bleibt. (Siehe daruber
meiue Mitthcilung ,,Ucber d i e E n t s t e h u n g s w e i s e d e r K u n d t ' s c h e n
S t a u b f i g u r e n " Pogg. Ann. 151. p. 634. 1874). Dns A u f r i c h t e n d e r
R i p p e n habe ich durch eine Stauung des schwingendcn Mediums an
beideu Seiten der Rippe zu erklgren gesucht. Die in Kuudt'schen Rohren
zuweilen an den Knoten auftrctende R i n g f i g u r ist ebenfalls in der eben
crwiihnten Mittheilung crklgrt.
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V. Dvoici.
dem Versuche von C l e m e n t und D e s o r m e s zuruck; dieser
Versuch gelingt bekanntlich nur mit zwei parallelen, in geringer Entfernung befindlichen Platten, wahrend der Schall
auch kleine Kiigelchen, Faden, selhst einen diinnen Kohlensiiurestrom anzieht. Uebrigens existirt der Luftstrom, auf
welchem N e e s e n seine Erkliirung grundet, in den meisten
Fallen, z. B. beim Resonanzkasten einer Stimmgabel gar
nicht l), und gibt dort, wo er auftritt, keine Anziehung, sondern nimmt einfach die in denselben gebrachten Korper mit
sich. N e e s e n hat j a demzufolge die Starke des Luftstromes
durch den Ausschlag einer Papierscheibe gemessen , welche
nicht angezogen, sondern fortgeblasen wurde.
Die Erklarung des S c h a l l r a d i o m e t e r s a )gibt N e e s e n
wortlich, wie folgt: ,,Diese sich-drehenden Kreuze sind nichts
anderes, wie kleine Ro b i n s o n’sche Anemometer, deren Drehungssinn bekanntlich von der Richtung des Windes unabhangig ist. Bringt man daher ein solches Anemometer in
eine schwingende Luftsaule , so muss dasselbe sich , vorausgesetzt, dass es empfindlich genug ist, fortwahrend drehen,
da es j a durch die aufeinander folgenden Bewegungen der
Luft immer in gleichem Sinne bewegt wird. Dieselbe Erklarung trifFt bei den DvoF6k’schen Radiometern zu. E s ist
gewiss auf den ersten Blick befremdlich, dass die in ausserst
rascher Folge wiederkehrenden entgegengesetzten Bewegungen
in einer schwingenden Luftsaule-ein solches Anemometer in
continuirliche Drehung versetzen sollen. Doch wiisste ich
keinen Einwand gegen die vorgebrachte Erk1arung.i
D ~ Z will
U ich nur soviel bemerken, dass sich ein R o binson’sches Anemometer, in eine schwingende Luftsaule
gebracht, n i c h t dreht, wenn es auch noch so empfindlich ist.
(Es pendelt vor dem Resonanzkasten einer Stimmgabel zufolge der akustischen Anziehung wie eine Magnetnadel um
eine bestimmte Gleicbgewichtslage.)
. 1) ES wird zwar eine Kerze vor dem Resonaiizlrasten zufolge der
starken akustischen Abstossung der erhitzten Flammengase ausgeloscht,
abcr ein nicht erhitzter Rauchstreifen, der vor dein Iiasten aufsteigt,
zeigt keinen Luftstrom an. Nur in ntichster Nlhe der Rander der Kastenoffnung wirbelt der Rauch aof.
2) Siehe dariiber mcine Mittheilung in den Wien. Ber. 84.p. 702. 1881.
Akiistische Vosuclre.
639
Bei d e n von N e e s e n erwilhnten Versuch tiber die Umkehrung der Rotationsrichtung eines Kreuzes mit vier conischen Papptrichtern fehlt jede nahere Angabe; ebenso bei
dem Versuch betreffs der Rotation einer Papierscheibe in
einer schwingenden L u f t s h l e I), sodass mir eine Wiederholung
dieser Versuche nicht moglich war.
Zum 8chlusse noch eine Bemerkung. Ich habe theoretisch bewiesen ”, dass bei endlicher Amplitude in einem
Schwingungsknoten ein kleiner Ueberdruck bestehen muss,
und dieser Ueberdruck wurde mittelst eines kleinen Manometers beobachtet. N e e s e n konnte keinen solchen Ueberdruck constatiren. Ich machte schon fruher darauf aufmerksam, dass die im Manometerrohre enthaltene Luft eine
Storung herbeifiihren konnte, fuhrte auch als Beleg dafur
einen Versuch an und rieth, die Manometerrijhre so eng zu
machen, dass die Luftschwingungen in ihr durch Reibung
aufgezehrt ~ U r d e n . ~ )
N e e s e n’s Bemerkung hat mich veranlasst, diesen Versuch in eine einwurfsfreie Form zu bringen: Man nehme einen
cylindrischen (oder kugelformigen) Resonator (Fig. 11), verbinde ihn durch einen starkwandigen diinnen Kautschukschlauch mit einer schiefgestellten dlinnen Glasrohre und
giesse etwas Wasser hinein. Bringt man oberhalb c den
Resonanzkasten einer starktonenden (am besten electrisch
erregten) Stimmgabel an (mit der Oeffnung nach unten zugekehrt), so zeigt sich ein kleiner Ueberdruck im Resonator.
Verstimmt man den Resonator durch eine verschiebbare
1) Nceseii gibt seine Versuchsobjecte in eine blos 4 cm weite Glmrohre, in welcher durch eine Stimmgabel (von beiliiufig 90 Schwingungcn)
stehende Wellen erregt wcrden. Dieses ist eine Complication der Versuchsbedingungen, indem in einer solchen Rohre ausser besonderen akustischen Anziehnngs- und Abstossurigserscheinungen noch Lnftetrome entstehen konnen. (Saheres in meiiier Mittlieilnng Pogg. Ann. 167. p. 42.
1876.) Ob Neescn auch seine Drehkreuze in diese Rohre brachte, ist
aus der Mittheilung nicht ersichtlich. Sebstdem haben dicse Drehkreuze
init meinem S c h a l l r a d i o m e t e r nichts gemein.
2) Siehe die schon erwlihnte Mittheilnng in Pogg. Ann. 167. p. 42.
1876.
3) Ebendaselbst.
540
A. Schrauf.
Papprohre, so verschwindet dieser Ueberdruck; derselbe rlihrt
also nicht etwa von Luftstromen her, die von aussen in den
Resonator eindringen konnten. Oder man nehme das in
Fig. 12 dargestellte Manometer, bringe c vor die Oeffnung
des Stimmgabelkastens und mache durch Neigen der Gl&rohre die Lange der Luftsiiule a c fast gleic,h einer Viertelwellenlange des erregenden Tones, so zeigt sich sofort ein
Ueberdruck. (Die Schwingungszahl der Stimmgabel war gleich
392, der Rohrendurchmesser war bei Fig. 12 3 bis 4 mm.1)
Kach diesem Versuche kann man die Wirkung eines kleinen
gewohnlichen Manometers, das man z. B mit einer K u n d t l when Rohre in Verbindung bringt , beurtheilen : Bei a
bildet sich in der Luftsiiule ac des Manometers ein Knoten,
welcher daselbst einen Ueberdruck ergibt; zugleich wirkt auf
das Manometer der bei c vorhandene Druck; in der K u n d t l schen Rohre konnen nebstdem die starken in ihr vorhsndenen
Luftstromungen das Resultat wesentlich beeintiussen, was
naher zu untersuchen ich bisher nicht in der Lage war.
A g r a m , 26. Marz 1887.
XII. Ueber dns Molecdhl ties kvystallisil*teib Benxols;
von A. S c l w cccuf.
___
Die bekannte Arbeit von T h o m s e n 2 ) uber die Atomgruppirung von C, H irn Molecul des Benzols veranlasst
mich, eine denselben Gegenstand betreffende Studie zu veroffentlichen. Doch bernerke ich ausdriicklich, dass ich nur
versuchte, die Constitution des krystallisirten, nicht aber
jene des fliissigen Benzols zu ermitteln.
1) Dieser Ueberdruck muss nattirlich eiiie Abstossuiig des Resonators
in der Richtung seiner Axe ergeben. Die Mach'sche, auf dem Fliichenprincip beruliende Erkl&rung ist daniit niclit im Widcrspruche. Mac h
hat auch die von mir beobachtete Abstossuiig einer beiderseits offenen
cylindrischen Resonanzrohre nach seinem Prineipe erkliirt. (Siehe die
rieueste Auflage des Mu 11 e r - P ouill e t 'schen Lehrboches von P f a u n d I e r,
1. Theil. p. 974. 1886.)
2) J. Thomseii, Ber. d. deutsch. cliem. Ges. 19. p. 2944. 1886
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