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Bemerkungen zu der Verffentlichung von H. Noll ДBeitrag zu der Entstehung von Ammoniak in eisen- und manganhaltigen TiefenwssernФ

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Hei,XXIII.
Is. Jahrgan
A ri, filn]
trachtet, ist das Entstehen neuer chemischer Proz w e , welche von der Kohle unabhangig sind und
die Kraft des fallenden Wassers benutzen, ein
grundsatzlicher Fortschritt. Denn die Kohlenvorrate der Erde erschopfen sich, wiihrend die Kraft
des fallenden Wassers im Verhaltnis unvergiinglich
genannt werden darf. Aber diesem Ewigkeitsvorteile bei der Veraendung der Wasserkraft halten so
viele augenblicklich bestehende Unbeqiiemlichkeiten die Wage, daR es ein groBes Interesse hat,
die Frage zu untersuchen, ob die Gewinnung von
nitrosen Produkten nicht auch wirtschaftlich mit
Hilfe von Vorgangen rnoglich ist, welche von der
Kohle ausgehen. Die Bildung nitroser Produkte
bei der Explosion von Wayserstoff niit Luft hat
zuerst B u n s e n untersucht. Seither hat es nicht
an Versuchen gefehlt, diese .4rt der Erzeugung nitroser Produkte technisch nutzbar zu niachen.
Man hat zunaclist daran gedacht, die Kraftgewinnung in Explosionsruotoren mit der Erzeugung nitroser Produkte bei der Explosion zu verbinden.
Es scheint nicht, daR auf diesem Wege giinstige Resiiltate zu erzielen sind. Bequemere Verhaltnisse
trifft man bei den ruhig brennenden Flammen.
Bei diesen ist die Stickoxydbildung minimal, solange man unter gewohnlichem Drucke arbeitet.
Aber wenn man auf etwa 8-9 Atm. Druck geht,
SO kann man bei der Verbrenpung des Kohlenoxyds n i t vorgeheixter Luft auf 100 Mole Kohlensaure 3 4 Mole Stickoxyd oder Salpetersaure erhalten. Mit einem sauerstoffreicheren Gemenge
von 50 Teilen Sauerstoff und 50 Teilen Stickstoff
kommt man auf annahernd das Doppelte. Ahnliche Verhiiltnisse bestehen hinsichtlich der Wasserstoffverbrennung, die Herr W o 1 o k i t i n soeben
in meinem Institut unter hohem Druck studiert.
Mit, 50%iger Sauerstoff-Stickstoffmischung konnte
er ohne Vorheizung bisher 3 Mole Salpetersiiure
auf 100 Mole Wasser erreichen, so daR das
Verbrennungswasser direkt eine 10Ykige Salpetersaure darstellt. Die technische Zukunft der h u c k flammen fur die Gewinnung nitroser Produkte 1aRt
sich noch nicht beurteilen. Bei der Vernendung
des Kohlenoxydes bietet sich die Moglichkeit, aus
den Druckgasen reines Stickstofftetroxyd in fester
Form leicht zu gewinnen, da die grol3e Dichtigkeit
der Masse einen hohen Gehalt der Raumeinheit a n
NO2 und eine leichte Abscheidbarkeit bedingt.
Ich mijchte glauben, daO die Verbrennungsprozesse
nicht Aussicht haben, fiir die Stickoxydbereitung
eine ahnliche Redeutung wie die elektrische Methode
zu gewinnen. Wollen wir also, von der Kohle als
Energiequelle ausgehend, zu einem allgemeinen, nicht
auf spezielle Verhal tnisse bavchriinkten Verfaliren
der Stickstoffassimilation gelangen, so miissen wir
wolil nach anderen Wegen suchen. Die Stickstoffassimilation, welche sicli auf Verwendung der Kohle
grundet, hat, ein freieres Feld, wenn sie sich auf die
Assimilation zu KH, richtet. Hier haben wir bisher
nur ein in sichtbarcr industrieller Entwicklung begriffenes Mischverfahren zu verzeichnen, welches
zugleich Wwserkraft und Kohle beansprucht.
Der Ausgangspunkt ist in der Beobachtung von
F r a n k und C a r o gelegen, welche fanden, daR
Calciumcarbid bei hoher Temperatur begierig Stickstoff aufnimmt. Spater hat P o 1 z e n i u s einen
Ziisatz von Chlorcalcium bei diesem Verfahren in
Cb. 1910.
689
Bemerkungen zu der VerBffentlichung von H. Noll.
die Industrie eingefiihrt (Demonstration der Calciumcarbiderzeugung und der Stickstoffabsorption).
Man hat sich urspriinglich von dem Additionsprodukte dea Sticksloffs a n daa Calciumcarbid,
welches chemisch a h Calciumcyanamid, technisch
als Kalkstickstoff und. Stickstoffkalk bekannt ist,
einen Ersatz des Axumoniumsulfata in der Landwirtschaft versprochen.
Dime Erwartung h a t
Rich bisher nur unvollkommen erfiillt , und m
scheint, daR man dazu iibergehen wird, die erzeugte Verbindung mit Hilfe von Weseerdampf zu
spalten. Dabei werden Kalk und Kohle zuriickgewonnen, freilich in technisch nicht von neuem
verwendbarer Form, wiihrend der Stickstoff ala
Ammoniak erhalten wird. Die wirtschaftliche Bedeutung dieses Verfahrens ist noch nicht vollig
klar. Seine Freunde machen geltend, daR der Kraftverbrauch auf dem Wepe von der Kohle und dem
Kalk zum Calciumcarbid von dort zum Balkstickstoff und schlieJ3lich zum Ammoniak niedrig ist,
vcrglichen mit dem Kraftverbrauch bei der Luftverbrennung in den zuvor demonstrierten Verfahren. Die Gegner legen Gewicht darauf, daR der
ProzeR der Luftverbrennung nichts erfordert als
Kraft, Luft und Wasser, und daR er vergleichsweise ein besonders einfacher ProzeD ist, aahrend
das konkurrierende Verfahren der Kohle bedarf und
sich in mehreren Stufen abspielt. Vielleicht ist die
Zeit nicht mehr fern, in wclcher das Ammoniak sich
aber ebenfalls in einer einstufigen einfachen Operation, nanilich durch die Zusamrnenfugung der Elemente technisch gewinnen laRt1).
[A. 48.1
Bemerkungen zu der Veriiffentlichung
von ti. Noll: ,,Beitrag zu der Entstehung von Ammoniak in eisen- und
manganhaltigen Tiefenwiissern".
(Eingeg. 10.i3. 1910.)
In Heft 3 dieser Z. vom 21./1. 1910, S. 107, hat
sich H. N o 1 1 zu meinern Aufsatz: .,B e i t r a g
zur Frage d e r E n t s t e h u n g v o n A m moniak in eisen- und manganhaltig e n T i e f e n w a s s e r n ," Mittcilungen aus der
Kgl. Priifungsanstalt fur Wasserversorgung und
Abwasserbeseitigung, Heft 12, Berlin 1909, dahin
geauBert, daD nach seinen hieruber angestellten
Versuchen er meiner Ansicht nicht beistimmen
kann, daO die Rildung von Amrnoniak, wie sie in
den tieferen Erdschichten durch chemisch-physikalische Vorgange zustande kommt, sich auch in
vitro unter gewohnlichen Druckverhaltnissen abspielen SOU. Hierzu mochte ich bernerken, daO
nieine Beobachtung der Bildung von Ammoniak aus
den angegebenen Mineralien in vitro nicht nur auf
einer einzigen Feststellong beruht.. Alle von mir
1) Inzwischen hat der Vortragende das von
ihm in Geqeinschaft mit R o b e r t l e R o s s i g n o l
ausgearbeitete Verfahren der Ammoniakdarstellung
aus den Elementen, welches die Badische Anilinund Sodafabrik iibernommen hat,, am 18. Marz
dem Naturwissenschaftlichen Verein in Karlsruhe
vorgefiihrt.
a7
690
[a&%Zf&%rnie.
Wirtschaftlioh-gewerblicher Teil.
angestellten Versuche haben vielrnehr in eindeutiger
Weise das Auftreten bzw. die Zunahme von Amnioniak ergeben. Auch erneute, infolge der N o 11 schen Bernerkungen von mir ausgefiihrte Versuche
hatten dasselbe Ergebnis, und zwar war es gleichgiiltig, ob das Ammoniak nach der Destillationsmethode oder durch Aussedimentieren mit einer
einwandfreien Sodanatronlauge ermittelt wurde.
Ich habe u. a. die Versuche auch mit Berliner Leitungswasser jetzt nach N o 11 s Angabe unter Anreicherung mit Kaliumnitrat (20 mg N,O, zu 1 1
und 125 mg COP)ausgefiihrt und dabei 0,3 mg NH,
in 1 1 gefunden. Rlinde Versuche waren sowohl
friiher als jetzt selbstverstandlich angesiellt worden.
Worauf die abweichenden Ergebnisse von
N o 11 zuriickzufiihren sind, entzieht sich meiner
Kenntnis. Vielleicht ist die Ursache in der Art des
benutzten Schwefelkieses zu suchen. lch niochte
deshalb erwiihnen, daB der von inir zu meinen Versuchen verwendete Schwefelkies ebenso auch die
iibrigen Mineralien von der cheniischen Fabrik
C. A. F. Kahlbaum, Berlin, staninien. Die cheniische
Untersuchung des fur die spez. Zwecke dienenden
Ychwefelkieses ergab einen Qehalt von 43,9% Eisen
Klut, Berlin.
(Fe) und 46,9", Schwefel (S).
Zur Siliciumbestimmung in hochprozentigem Ferrosilicium.
(Eingeg. 5.18. 1910.)
I n Heft 7, S. 301, veroffentlicht G. P r e u
eine Ktteilung iiber den AufschluB von Ferrosilicium im Nickeltiegel mittels Natriummperoryds
und Xtzkali. Dieselbe Methode benutze ich seit
1907 zum AufschlieBen von Ferrosilicium, Ferrochroni und anderen Ferrolegierungen ; sie ist
seit dieser Zeit dauernd bei den l'raktikanten
des lnstituts im Gebrauch. Eine Veroffentlichung
die= Kunstgriffes ist nicht erfolgt; ich kann aber
beatiitigen, daS der AufschluS mit Superoxyd unter
Zusatz von Btzalkalistiickclien leichter und besser
vor sich geht, wie mit Kaliuiri-NatriumcarbonatZusatz, und daB die Nickeltiegel jetzt viele Vervuche
aushalten, wahrend sie durch Natriumsupernxyd
allein schon bei der 1. oder 2. Schmelze zerfremn
wurden. Wir benutzen h e r kleine, 20 ccrn fassende
Reinnickelticgel vnn Fleitniann I% Witte zu diesem
Zwecke.
Dnt-~t~torlt.
Prof. Dr. H. Seiimann.
Wistschaftlich-gewerblicher Teil.
Jahresberichte
der Industrie und des Handels.
Der amerikaniscbe Cliemikalienmarkt I. 1. 1909
(vgl. diese Z. 22, 'i53ff [1909]). Die ungiinstigen
Verhaltnisse, unter welchen die industrielle Entnicklung der Vereinigten S t a a k n von Aoierika im
.Jahre 1908 nach der irn Herbst 1907 ausgebrochenen
Penik zu leiden gehabt hat, sind im vergangenen
Jahre verschwunden, nnd das allgerneine wirtschaftliche Tkben hat einen erneuten Aufschwung
genomrnen. Die erhohte industrielle Tatigkeit hat
in einer stiirkeren Nachfrage fur die Rohmaterialien
ihren A4usdruckgefunden, so da13 der Umfsng der
Gcschaft,sabschliisse ein erheblich grijBerer gewesen
1st als irn vorhergehenden Jahre. Dies trifft auch
fiir die vervchiedenen chemischen Tndustriezweige
zu. Einige 8t.orung verursachte nur die Verzogerung
der Einfuhrzolltarifrevision, die auch durch das
lrikrafttreten des Paylle-Bldrichtarifes nicht. ganz
beseitigt wurde, da die UngewiBlieit uber die zukiinft.ige Cestaltung des zollpolitisclien Verhilltnisses der Union zu einer groBen Anzahl auswartiger
Lander, insbesondere auch zu Deutscliland, noch
bis in das laufencle Jahr hinein bestehen blieb. Die
Befiirchtung hoherer Einfuhrzijlle fiir gewisse C'heniika,lien reranlaBte in den ersten Monaten eine
stiirkere Einfuhr, indeccsen wurde der Markt in den
iueisten Fallen nicht daniit ul)erachwenimt, so daU
die Preise nur ausnahnlsweise tlarunter litten. lni
allgenieinen hielten sich letztere auf normaler Hohe,
erhebliche Preisschwankungen traten nur in einigen ausnahinsweisen Fallen, wie fur Chlorkalk, ein.
Die inlandischen Fabriken nuBten ihrc Produktion
der zeitneiligen "nchfrage anzupssen, 130 daB die
\'orrate keinen prcisdriickenden lrrnfanp erreichten.
Wie in friiheren Jahren, geben wir nachstehend
eine kurze Ubersicht, iiber die G e s t a h n g des Marktes
fur einige hauptsachliche Cliernikalien. Die darin
erwahnten Preise verstehen sich, soweit nicht anderes beinerkt ist, fiir Neu-York in lrlengen von
100 Pfd. fiir groBe Lieferungen.
K o h 1 e n s a u r e s N a t. r i 11 111 (soda ash).
Die zunehmende Tatigkeit in den Industriezweigen, welche Verbraucher dieses .\rt.ikele sind,
narnentlich in den Glashiitten und l'apierrniihlen,
hat eine entsprechende Nachfrage veranlaBt. A m
starksten war sie in den spateren Herbstrnonaten,
in denen die disponiblen VorratR auf einen geringen
Urnfang Hanken. Trotzdem erfuhren die l'reisquotierungen keine Veranderungen, und das J a h r
schlol3 mit denselben Preisen, mit. welchen es eroffnet hatte: 77 Cts. fur 5806iges R'ntron in Sackeii
in Waggonlieferungen, und bis 92,s Cts. fiir gein Fassern
ringere Mengen auf der Basis von 48",;
82,5 Cts. bis 1,OO Doll., je nach Lieferungsmenge.
K r y H t. k o h l e n s a u r e s N a t r i u m (sal
soda). Das Geschaft in diesem -4rtikel beschrankt
sich zuni groBten Teil auf kontraktliche Lieferungen und hewegt sich claher in nthigen Rahnen.
Die. Kachfrage seitens der I'apier-, Glas-, Seifenund Tertilfa.brikanten war gut, so daD die Vorrate
in erster Hand zu keiner Zeit uberhand nalimen.
Die Preise haben sich wkhrend des gtlnzen Jahres
auf gleicher Hohe gelialten. Fur Lieferungen i n
FaS Iauteten sie auf 0,60 Doll. fur 100 Pfd. fob.,
abziiglich des iiblichen Diskontos.
D o p p e 1 t. k o h 1 e n R a u r e s N a t r i u 111.
Die Nachfragc fur diesen Arrikel iat wahrend des
Rericlitsjahres sehr lebhaft gewesen und der Verbrauch hat einen enornien I'mfang gehabt., insbesondere in den Textil-. Backpulrer- und Mineral-
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