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Bemerkungen zu Edlund's Erwiderung auf zwei gegen die unitarische Theorie der Elektricitt gemachte Einwrfe.

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deren galvanisches LeitungsvermZigen .von K oh lr a u c h
und mir 1) bestimmt wurde; ihr Procentgehalt, sowie ihr
speoifisches Gewicht war bereita f a h e r ermittelt. D a m
kommen noch neue LBsungen von Zinkvitriol und schwefelsaurer Magnesia in verschiedenen Concentrationen. Der
Procentgehalt der letrgenannten Fliissigkeiten ist mittelst
geeigneter Tabellen aus dem specifischen Gewichte ermittelt .
(Schlnh im nacheten Hcft.)
VII.
Bemerkungen R;U Edlund's Erwiderung
auf zwei gegen die unitarische Theorie der
Elektricitat gemachte Einwiirfe 2);
won W. W e b e r .
( Briefliche Mittheilnng.)
-
Zuniichst, mufs ich mir die Bemerkung erlauben,
data der erste, g g e n N e u m a n n gerichtete Einwurf, gar
nicht denselben trigt. N e u m a n n hat ngmlich, in der
,,Nachschrifku seiner Abhandlung im 155.Bande der Annalen
S. 228, erstens die Thatsache der sogenannten unipolaren
Induction angefiihrt und hat sureitens daraus bewiesen,
dafs (wenn die Vorstellung iiberhaupt richtig eey, d a k
die W irkungen des elektrisohen Stroms irgend welchen
Materien zuzuschreiben sind, die mit gewissen Geschwindigkeiten in der Stroinbahn dahinflielsen) mindestene awei
solche Materien anzunehmen seyen.
Gegen die letztere N e u m a n n'sche Beweiemhrung hat
nun E d l u n d nichts eingewendet; aber auch die von
N e u m a n n angeftihrte , keineswegs von ihm aufgestellte
oder verbtirgte Thatsache, d d s niimlich ein kreisfirmiger
,
1) Diem Ann. Bd. 154, S. 1 nnd 215.
2) Diem Ann. Bd. 156, S. 590.
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elektrischer Stromring von constanter S a r k e in einem
ungeschlossenen linearen Leiter keine elektromotorische
Kraft inducire, falls beide feet aufgestellt sind , hingegen
eine elektromotorische Kraft von gewusem Werthe inducire,
falls er um seine geometrische Axe mit constanter Geschwiudigkeit rotire, - hat E d l u n d in seiner Erwiderung
ebenfalls angeahrt und ausdrticklich hinzugeftigt, dafs sie
der allgemeinen Vorstellung tiber den physischen Verlauf
bei der unipolaretr Induction wirklich entspreche. Sein
gegen die Richtigkeit der Thatsache erhobener Zweifel aber
triR N e u m a n n , der sich nicht d&r verbiirgt hat, gar
nicht.
E d l u n d ftihrt die Thatsache der unipolaren Induction
S. 592 mit folgenden Worten an: ,,Die Erfahrung lehrt,
dafs wenn eine geschlossene still liegende Leitungsbahn b
sich in der Nilhe einee um seine Axe rotirenden Magnets
beiindet , kein Inductionsstrom in der geschlossenen Leitungebahn entsteht. Die Ursache ist nach der gewiihnlichen Vorstellungsweise die, d d s der rotirende Magnet in
dem einen Theile 6, der. geschlossenen Leitungsbahn einen
Inductionsstrom wirklich hervorrufe , dieser aber ebenso
groD sey als der, der durch den Magnet im tibrigen
Theile b,, der Leitungsbahn hervorgerufen wird ; diese
beiden Inductionsstrtime gehen aber in entgegengesetztes
Richtung und heben demnach einander auf. Wird aber
der Bahntheil 6, feet mit dem Magnet verbunden und dieser um' seine Axe in Rotation versetzt; 80 wirkt der Magnet nicht auf diesen Bahntheil b, ein. Wenn nun bei dem
Versuche die Anordnungen so sind, dafs b, ungeachtet
der Rotation fortwghrend mit dem andern Bahntheile b,,
in galvanischer Verbindung steht, so erhillt man in der
Leitung einen Inductionsstrom; das ist ntimlich der Strom,
der durch Induction des rotirenden Magnets in dem Bahntheile b,, entsteht."
E d l u n d stellt nun aber die Richtigkeit dieser von ihm
selbst angeftihrten Thataache in Abredc, dab ngmlich die
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Rotation an und f i r sich (sey es ein Stromring oder ein
Magnet der rotirt) auf einen in der Niihe befindlichen
still liegenden Theil eines geschlossenen Leiters eine besondere inducirende Wirkung ausiibe, vielmehr behauptet
er, dal's von der Erfahrung das Gegentheil bestiitigt
werde, und beruft sich zum Beweise dieser Behauptung
auf einen von P l u c k e r angestellten Versuch, Band 87,
S. 352 dieser Annalen, den er zu diesem Zwecke aach
selbst wiederholt habe.
Nach E d l u n d' s Beschreibung wird bei diesem Versuche ein Strom beobachtet in einer Leitungsbahn, welche
immer geschlossen erhalten wird , wahrend ein von eineni
kirpfernen Cylinder b, gebildeter Theil derselben urn die
Axe eines im Cylinder befindlichen Magnets rotirt. Dieser
Strom bleibt nach Richtung rrnd Starke unmerandert , der
Magnet im Cylinder moge still stehen oder mi: dem Cylinder tusammen rotiren.
Nach der gewiihnlichen Vorstellung von dem physischen Verlaufe Lei der unipolaren Induction, meint nun
E d l u n d , hiitte dieser Versuch anders ausfallen sollen.
Wenn niirnlich der Cylinder b, allein rotirte und der
Magnet in Ruhe war, konnte man letzteren mit dem
eberifalls still liegenden Galvanometerdrahte b,, (welcher
mit b, einen imuer geschlossen bleibenden Leiter b bildete) als fest verbuuden betracbten, so dare nach jener
Vorstellungsweise die Induction blos in b, stattfinden
konnte; wenn dagegen der Magnet und der Cylinder b,
mit gleicher Geschwindigkeit in gleicher Richtung rotirten, konnte man den Magnet mit b, als feat verbunden
betrachten, wonach die Induction blos in b,, stattfinden
konnte.
Der inducirte Strom, fabrt nun E d l u n d fort, mufste
demnach, jener Vorstellung gemafs, beiin Uebergange von
einem Versuche Zuni andern die Richtung veriiodern, und
daraus, dafs dies nicht der Fall war, folgert E d l u n d ,
d a k jene Vorstrllung, die man sich von dem phgsischen
Verlaufe bei der unipolaren Induction hisher gebildet bat,
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weil sie gegen- die Erfahrung streite, durchaus unrichtig sey.
Folgende Bemerkung wird geniigen, um den von E d 1u n d in dieser Deduction begangenen Irrthum nacbzuweisen.
Bei dem ersten Versuche rotirte (vorwiirts) der inducirte Leitertheil b, und der Magnet stand still; bei dem
sweiten Versuche rotirte (ebenfalls vorwlirts) der Magnet,
und der inducirte Leitertheil b,, stand still.
Eine unmittelbare Vergleichung dieser beiden Versuahe
ist nicht statthafi, aber mittelbar lust sie sich leicht bewerkstelligen, wenn man beachtet, d d s es der Sache nach
ganz identisch.ist, ob der Leiter vorwarts rotirt und der
Magnet still sfeht, oder ob der Leiter still steht und der
Magnet riicktoiirts rotirt.
Setzt man im ersten Versuche demnach den letzten
Fa11 statt des ersteren, so wird die Vergleichung mit dem
sweiten Versuche ermbglicht, und man erhiilt das Resultat,
d a t der riickwtirts rotirende Magnet (im ersten Versuche)
im stillstehenden Leitertheile 6, einen Strom von gleicher
Richtiing und Starke inducire, wie (im zweiten Versricbe)
der vowarts rotirende Magnet im stillstehenden Leitertheile b,,, was in vollkommener Uebereinstimmung mit der
allgemeinen Vorstellung vom physischen Verlaufe bei der
unipolaren Induction steht, wie sie von E d l u n d selbet
angegeben worden ist. Hiernach werden ngmlich, was
von E d 1u n d tibersehen worden ist, in den beiden Theilen b,
uud b,,, welche zusammen eine immer geschlossene Leitungsbahn b bilden, entgegengesetste Strome nur dann inducirt, wenn der Magnet relativ gegen den Leiter in
gleicher Richtung rotirt, sowohl wenn er b, als auch wenn
er b,, inducirt; dagegen werden in b, und in 6,, gleichgerichtete Strome inducirt, wenn, wie bei obigen Versuchen,
der Magnet bei der Induction von b’ (relativ gegen diesen
Leiter) riickwtirts rotirt wlihrend er bei der Induction von
bIi vorwurts rotirt.
Leipxig, 23. December 1875.
,
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