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Bemerkungen zu einem Aufsatz des Hrn. Beetz 1ber die Passivitt des Eisens

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Es befindct sich in ihr, wie i n den aiideren SO eben genannten Materien, dieser Sauerstoffantheil i n eiiier, ich
mbchte, wenn der Ausdruck erlaubt ist, sagen, cbcmischen Spannung, oder in einem solcheii elektro - negativ
erregten Zustnnd, dafs es iiur des geringsten hnstofses
bedarf, urn sich nus seiner Verbindung loszutreniien urid
ulit einer elektro positiven Materie sich zu verbinden.
Dieser Zustaiid scheint demjenigcii Shnlich oder gleich
zu seyn, in welchem sich z. 13. dcr Sauerstoff des Wassers befindet , das unter den EiufluCs einer Volta’scben
Vorrichtung gestellt ist.
Weitere Untersuchungen Iiber die im vorstehenden
Aufsatze besprochenen Verh;?ltnisse durften zeigen, dafs
nuch verschiedene Afome von Schwefel u. s. w., enthalten in gewissen Verbindungen, eben falls verschiedene RolIcn, sowohl in chemischer als volta’scher Hinsicht, spielcn, und mir mill es sclieinen, als ob dieser Gegeiistand
in eineui nicht geringen Grade die Aufmerksamkeit des
Chemikers und des Pbysikers verdikne.
-
VI. Bemerkungen zu einem Aufiak rles H w .
B e e t z iiber die Passidat clrs Eisens;
uon H m . M a r t e n s .
I n No. 6 d. J. der Annalen der Physik und Chernie
(Bd. 62 S . 234) habe ich mit vielein Interesse einen Auf-
B e c t z gelesen, i n welchem diescr Physiker, gleich Hrn. R y k e und rnir (Annalen, Bd. 61 S . 123
und Bullelin de I‘acad. de Brurellcs, T. X p. 0 6 ) erliannt hat, d a k das Eisen bei Hitze in einem Wasserstrom passiv werden uiid dieselbe inalte oder blSuliclie
Farbe annehmen kann, die man bisher allgemein einer
oberflachlichen Oxjdation zugescllrieben hat. Alleiu Hr.
satz des Hrn.
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B e e t z glaubt, wider meine Meinung, dafs dieser Farbenwechsel beim metallischen Eisen nocb einer diinnen
Oxvdhaut, die sich selbst in dem Wasserstoff bilden
kdnne, zugeschriebeo werden musse. Er stutzt sich darauf, dafs die besagte Farbe sich nur bei Rothgliihhitze
im Wasserstoff bildet, und dafs, seinen Versuchen zufolgc, diese Farbe bei einer weniger hohen Temperatur
in einer Wasserstoffatmospliare wieder verschwindet.
Diefs ruhrt, uach Hrn. B e e t z , davon her, dafs das Eisenoxyd, welches in hoher Temperatur auf Kosten einiger noch im Wassersloffgas enthaltenen Spuren von Wasser gebildet wordcu ist, durch dasselbe Gas bci uiederer Temperatur zersetzt wird.
Diese Erkllirung scheint mir niclit zul5ssig, weil der
Wasserstoff das Eisenoxyd nicht allein bei dunkler, soildern nuch bei heller Rothgluth reducirt: und meuii inau sie
auch als richlig ansalre, bliebe noch zu erkliren, warum
bei uiiseren Versuch der Eisendrabt, den Hr. R y k e und
iclr im Wasscrsfoffstrom erkaifen iiefsen, ehe wir ihn
der Luft aussetzteo, sich nicbt mit seiner urspriinglicbeo
Metallfarbe uitd in seinem gewihlicben nctioen Zustand
darbot.
Um zu beweiseo, dafs die matte oder bli!uliche Farbe,
wclche dcr Eiseodraht bei Rothgliihhitze annimmt, von
einer Oxydation herriihre, rnacht Hr. B e e t z uns bemerklich, dals dieses Metall in siedendcm Oel oder Quecksilber, IVO der Sauerstoff der Luft keineii Ziitrift haben
kann, irnmcr seinen GIanz und seine ursprflngliche Farbe
behdt. Allein diese Erscheiouug scheint ulir leicht begreitlich, weil in den erwtibnten Fliissigkeiten die Ternperalur lange nicht Rothgliihhitze erreicht , welche alleirr, nach mir, das Metall in seiiiclu niolecularen oder
~)h~sischcii
Zusland SO vcr;indern lianii. d a b es die iu
Rede stchende ulaltc oder bljiuliche Farbe anniinint.
Ueberdicfs, kihiute nicbt dcr Coutnct mit einem andcren Metall die M’irkuug der Wirmc auf das Eiserr
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verhindern? W e n n aucb, nach mir, die blauliche Farbe
des bis zur Rotbgluth erhitzten Eisens nicht immer das
Resultat einer Oxydation ist, so hahe ich sie docb
nicht fiir nothwendig, das Eisen in den Passivitltszustand zu versetzen; denn das Eisen, begabt mit der matten oder bllulichen Farbe, die es in der Hitze erlangt,
verliert sie in Salpetershre, und behalt dennoch seinen
passiven Zustand. Haufig gelingt es, sie ihm durch ein
schwaches und gar nicht langes Abreiben mit Sandpapier
zu nehmen, ohne dafs es dadurch seinen PassivitBtszustand gegen Salpcterslure von 3 8 O ganz verioren hat.
VII.
Irn
Voltn’sche Zersetzung
oon
Vtl’asserrlnmpJ:
L a d e einiger Versuche uber den Volta’schen Lichtbogen beobachtete Hr. G r o v e eine betr&3tliche und
rasche Gasentwickluog , als er diesen Bogen zwischen
Ziukspitzen in einer durch Wasser gesperrten Glocke
voll Stickgas eutstehen liefs. I)as eutmickelte Gas war
Wasserstoff, und fulir noch fort sicli zu eutwickelu, laoge
nachdem die kleine Wassermenge, mit welcher die Zinkspitzen bei Hinfuhrung durch das VITasser bensht worden, verdunstet war. Wenn Quecksilber statt des Wasscrs zum Absperren gebraucbt ward, stellte sich die Erscheinuag nicht ein. Der W’asserstoff scheint also durch
Zerselzung des Wasserdalnpfs gebildet worden zu seyn.
( Archiv. & l‘cleclr. T.III p. 169.)
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