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Bemerkungen zu einem Versuche des Hrn. Mathias Cantor

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199
16. Bernerkungem
x w e+nem Versuche des Hrm. M a t h i u s C a n t o r ;
v o n E. Prinnysheim.
Ueber die Absorption des Lichtes in elektrisch leuchtenden
Gasen hat Hr. C a n t or I) jiingst einen Versuch mitgeteilt, welcher
ihn zu dem Ergebnisse fuhrt, dass clurch elektrische Entladungcu zum Leuchten gebrachte Gase trotz ihrer bedeutenden Emission das Licht nicht merklich zii absorbiren vermiigen.
Versuche mit negativem Resultat kiinnen niemsls beweisen,
dass eine Ehcheinung nicht existirt, sondern nur, dass sie
einen gewissen, der Heobachtung zuganglichen Minimalwert nicht
orreicht. Wie gross dieser Gronzwert ist, unter welchem riach
den Versuchen des Hrn. C a n t o r die Absorption der elektrisch
leuchtenden Gase liegen muss, ist aus den von ihm angegebenen
Daten nicht ersichtlich. Aber schon eine oberflachliche Schatzung
zeigt , dass ehi positives Ekgebnis seiner Versuche von vornherein kaum zu erwarten war.
Erstens ist z u berucksichtigen, dass die Entladung eine
intermittirende ist, dass also das Gas nur einen Rruchteil der
Beobachtungszeit in demjenigen Zustande sich befindet , in
welchem es leuchtet und in dem also nach dem Kirchhoff’sclien Gesetze eine Absorption zu erwarten ware. Den ubrigen
Teil der Zeit muss das Licht der Bogenlampe, auch wenn das
Kirchhoff’sche Gesotz fur das leuchtende Gas gelten wurde,
unabsorbirt hindurchgehen.
Zweitens sind die Spectrallinien des Geissler’schen
Rohres sehr homogen, eine Absorption nach dem Kirchhofflschen Gesetz ist daher nur fur einen sehr engen Spectralbezirk zu erwarten. Um sie nachweisen zu konnen, musste
man ein Spectrum von so grosser Dispersion uiid einen so
engcn Spalt benutzen, dass an derjenigen Stelle, an welcher
die nntersuchte Spectrallinie liegt , auch im coiitinuirlichen
Spectrum der Bogenlampe nur Liclit von der dieser Linie zu1) M. Cantor, Ann. d. Phys. 1. p. 462. 1900.
200
E. Pringsheim. Bemerkmgen etc.
gehorigen Wellenlange vorhanden ist, kein Licht von benachbarten Wellenlaingen. 1st diese Bedingung nicht erfullt , so
kann nur ein kleiner Teil cles im Spectrum der Bogenlsmpe
an der Stelle der betreffenden Spectrrtllinie erscheinenden
Lichtes uberhaupt der Absorption unterliegen. Dass diese
Bedingung bei Hrn. C a n t o r nicht erfullt war, zeigt seine Bemerkung, dass die Grosse B / J ( E bedeutet die Emission des
Gases, J die der Bogenlampe) sehr klein gegen 1 war.
Aus diesen Grunden scheinen mir die Versuche des Hrn.
C a n t o r nicht beweiskraftig zu sein. Wenn die von ihm heliandelte Frage mit geeigneten Mitteln uiitersucht wiirde, so
wiirde sich hochst wahrscheinlich ergeben, dass die elektrisch
leuchtenden Gase fur diejonigen Wellenlangen, welche sie aussenden, ein merkliches Absorptionsvermogen besitzen , wenii
auch ein erheblich kleineres, als sich aus dem Kirchhofflschen Gesetze ergeben wiirde , wenn man als die Temperatur
des leuchtenden Gases diejenige der Qeissler’schen Rohre
betrachtet.
Uebrigens haben schon L i v e i n g und Dewar’) die Umkehrung der Wasserstofflinien C und P i n einer Geissler’schen
Rollre bei grosser Verdiimnung und die Umkehrung der Linie Z(’
beim Uebergang eines Inductionsfunkens durch Wasserstoff von
2 bis 3 Atm. Druck beobachtet.
B e r l i n , Xarz 1900.
1) G. D. L i v e i n g und J. D e w a r , Chcm, News 47. p. 122. 1883:
Beibl. 7 . p. 371. 1883.
(Kingegangen 27. Marz 1900.1
1)ruck
~ 0 1 1bIotq0r
C Witt,ig in h i p i i y .
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