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Bemerkungen zu einer Untersuchung des Hrn. Edlund

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XI. Bemerkungen z u einer Untersuchung
des Hrn. E d 1 u va d ;
von 6.l i e l m ,
Oberlehrer an der Amen- Redschnle in Dresden.
I n diesen Ann. Bd. 156, S. 251 veriiffentlicht Hr. E d 1u n d Versuche, welche beweisen, dafs die Stromstiirke
in einem Schliefsungsbogen , in welcbem die Verbindung
zweier festen Punkte a und b durch einen geradlinigeo
Leiter hergestellt wird, der sich in Richtung des Stromes
bewegt, gr6fser ist, als bei durchgiingig festen Schlis
fsungbogen (bei entgegengesetzter Bewegung kleiner ).
Hr. E d l u n d ist der Meinung, dadurch einen experimentellen Beweis fiir die von ihm schon friiher (die Citate
a. a. 0.) ansgesprocbene Ansicht geliefert zu haben, d d s
der Widerstand proportional der Stromstiirke sey. Diese
Folgerung scheint mir aber keine zwingende zu seyn.
Die Erregungen , welche elektrischer Strom genannt
werden, bedtiden Zeit, um sich fortzupflanzen. 1st die
Geschwindigkeit dieser Fortpflanzung nicht unendlich grofs
gegeniiber der dem Leiterstiick ertheilten Geschwindigkeit,
so durchlguft jede einzelne elektrische Erregung gar nicht
die ganze LBnge ab, sondern nur diese L h g e vermindert
um das Stack, um das wiihrend die elektrische Erregung
das bewegliche Leiterstiick durchl&uSuft, dieses selbst sich
verschoben hat. Aus diesem Grunde mufs offenbar der
Widerstand, als proportional der Liinge des Leiters, kleiner
seyn denn bei durchglngig festem Schliefsungsbogen.
Umgekehrt bei entgegengesetzter Uewegung des Stromes
gegen den Leiter. Demgemiit ergiebt sich
wo J, E, W Stromstarke, elektromotorische Krafi, Gesammtwiderstand bedeuten , C die Geschwindigkeit der
Elektricitat im Leiterstiick ab, endlich w und c Wider-
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stand und Geschwindigkeit dieses Leiterstiickes. Bei Herleitung der Formel aind hbhere Potenzen von
$ vernach-
lassigt worden. Nach E d l u n d ergiebt sich die Stromstgrke (a. a. 0.) zu
Axcqw
J = E___
'W
* . . . '
(2)
7
wo q der Querschnitt des beweglichen Leiterstiicks, x eine
Constante. Das obere oder untere Zeicben gilt, je nachdem c und C gleiches oder entgegengesetztes Zeichen
haben. Man kann sich leicht iiberzeugen, dafs die sammtlichen von E d l u n d entdeckten Erscheinungen, soweit sie
wenigstens a. a. 0. aufgefiihrt sind, sich durch Fig. 1
ebensogut wie durch Fig. 2 erklaren lassen. Nun gehort
aber zu Edlund's Ansichten iiber die elektrische Stromung auch die, dafs die letztere eine mit endlicher Geschwindigkeit erfolgende Stromung des Aethers sey. Bus
dieser Hypothese allein folgt nothwendig in obiger Weise
Fig. 1, d. h. die Erklkung der Erscheinungen. Die Erscheinungen beweisen demnach .nichts fiir alle anderen
Edlund'schen Annahmen, wie z. B. fiir die, dafs der
Widerstand der Stromstarke proportional sey.
Uebrigens liegt ein Bedenken gegen Fig. 2 wohl auch
darin, dafs nach ihr durch Bewegung des Leiterstiickes a b
allein , ohne dals im Schliefsungsbogen elektromotorische
Krafie tbatig waren, ein Strom erzeugt werden maste.
Da Edlund's Versuche so angestellt waren, dafs die
Diilerenz des bei bewegtem und des bei unbewegtem Leiter
auftretenden Stromes beobachtet wurde , so hltte ein aolcher Strom bei den Versuchen kaum unbemerkt bleiben
k"omen.
Wenn ich nach dem Gesagten den von E d l u n d aus
seinen Versuchen gezogenen Folgerungen nicht beipflichten
kann, so erscheinen mir die Versuche nach einer anderen
Seite bin von besonderer Bedeutung zu seyn. Sie sind
namlich nicht zu erklaren , - wenigstens nicht ohne
Zuhtilfenahme sehr erkiinstelten Nebenhypothesen -, wean
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man sich den Strom als die Bewegung zweier Fluiga in
entgegengesetzter Richtung denkt. Denn dann wird offenbar bei Bewegung des Leiterstfickes a b der Weg des
einen Fluidnms urn so vie1 verllngert, als der des anderen verkiirzt wird; die Summe der Widerstande, die beide
erleiden, und in Folge dessen die Stromstlrke, bleibt also
ungeiindert. Demnach spricht die von E d l u n d entdeckte
Erscheinung gegen die Hypothese, dalb der Strom die
Bewegung zweier Fluida in entgegengeseteter Richtung sey.
XII. Ist O e r s t e d oder S c h w e i g g e r der
Entdecker des Elektl.o4nagoretisi~bus.2
von F e l i x K l e in.
Prof. d. Mathematik am Polytechnicam in Miinchen.
v o r zwei Jahren erschien in der S c h we ig g e r'schen
Buchhandlung (Berlin) eine anonyme Brochiire, welche die
in der Ueberschrift bezeichnete Frage aufwirft bez. nach.
Meinung des Verf. zu Gunstea S c h weigger's entscheidet
Diese Brochiire scheint durch Versendung seitens des
Autors vielfache Verbreitung gefunden zu haben. Ein
ebenfalls anonymer Auszug aus derselben , wegen dessen
Entstehung man die Vorrede der Brochure vergleichen
mag, fand Aufnahme in die ,,Zeitschrifk f i r Mathematik
und Physiku (Bd. XVIII, S. 609 bis 612) und uber diesen
Auszug giebt ein Referat in den ,,Fortschritten der Mathematik" (Bd. V, s. g), fiir welches tibrigens der Referent uryd nicht die Redaction verantwortlich ist, folgenden
Aufschlull :
,,Der anonyme Verf. zeigt, dafs S c h w e i g g e r schon
im Jahre 1808 die elektrornsgnetische Abweichung der
Magnetnadel nachgewiesen hat, wghrend die Entdeckung
duroh O e r s t e d aus dem Jahre 1820 stammt. Er zeigt
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