close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkungen zu meiner Abhandlung Дber die Anderung des optischen Verhaltens verschiedener Glser durch elastische DeformationФ.

код для вставкиСкачать
651
14. Bew~ei~7cunyen
xzc rneiner Abhandlurzy
,,7%er
die
A n d e r u n y d e s optischerz Verhaltens verschiedener
Glaser d u r c h elastische D e f o r m a t i o n 4 4 l);
v o n F. P o c k e Z s .
1 . Gelegentlich einer eingehenden Untersuchung uber die
,.Anderung der Doppelbrechung in gespanntem Glase mit der
U'ellenlange2)6' iiimmt Hr. F i l o n auf die Angaben Bezug.
welche ich in der oben zitierten Arbeit auf Grund meiner
Beobachtungen mit Lithium- und Thalliumlicht uber die Bispersion d-r durch einseitigen Bruck erzeugten Doppelbrechung
rerschiedener Glassorten gemacht habe. Hr. F i l o n halt es
nicht fur befriedigend, daI3 ich in einigen Fallen eine Dispersion der Doppelbrechung, d. h. eine Abhangigkeit des Gangunterschiedes von der W ellenliinge, nur dadurch gefunden habe,
daI3 ich die Dispersion der Doppelbrechung der Quarzkeile, mit
Hiilfe deren die Gangunterschiede gemessen wurden, als Korrektion in die Rechnung einfuhrte. Hiergegen mochte ich
betonen, daD tliese Korrektion doch notwendig angebracht
werden mup; und wenn die Verschiebung des Kompensatorstreifens infolge der Kompression der Glasplatte sich im
Lithium- und Thalliumlicht ganz gleich ergibt, odcr wenn die
Beobachtung in weiI3em Licht zeigt, daI3 der schwarze Streifen
des Kompensators bei seiner Verschiebung durchaus farblos bleibt,
so ist demnach der SchluA berechtigt, daB die Abhangigkeit des
Gangunterschiedes von der Fnrbe in der Glasplatte die gleiche
ist, wie im kompensierenden Quarz.
Ferner ist die Bemerkung von Hrn. F i l o n (1. c. p. 491)
nicht ganz zutreffend, daB ich nur fir schwere Glaser eine
merkliche Dispersion der Doppelbrechung gefunden hatte.
Denn z. B. bei den1 Glase S 205 - dem leichtesten aller von
mir untersuchten - unterscheidet sich die fur den Gangunter1) F. P o c k e l s , Ann. d. Pliys. 7. p. 745. 1902; 9. p. 220 1902.
2) L. N. G. F i l o n , Cambridge Phil. POC. I'roc. 11. p. 478. 1902;
12. p. 55. 1903.
3'. Pockels.
652
schied maBgebende Konstante n ( p - p)/w, welche bis auf den
Faktor (1 + v ) / E der von Hrn. F i l o n eingefuhrten Konstante C
entspricht, fur Li- und T1-Licht um fast 3 Proz., d. i. um annaihernd ebensoviel, als bei dem von Hrn. F i l on untersuchten
leichten Glase unbekannter Zusammensetzung. Andererseits
ist die Dispersion der Doppelbrechung bei dem Glase 0 500
(von der Dichte 4,73) fast verschwindend (anscheinend sogar
von entgegengesetztem Sinne), so daB keineswegs alle ,,schweren"
Glaser eine erhebliche Zunahme des Gangunterschiedes mit
abnehmender Wellenlange zeigen, wie es Hr. F i l o n in jener
Bemerkung ausspricht.
Bei dem Glase 0 658 bedurfen die von mir (1. c. p. 755
unten) angegebenen Werte von ( p - p)/w fur Li- und T1-Licht
einer kleinen Berichtigung, weil bei ihrer Berechnung die oben
erwahnte Korrektion wegen der Dispersion des Quarzes vergessen
morden ist. Die berichtigten Zahlen sind
'
- - '~
w
0
fur Li:
fur T1:
= 0,1056,
0,1075,
. 0,1632,
0,1666,
T& =
wonach also bei diesem Glase die Dispersion der Doppelbrechung den normalen Sinn besitzt.
2. Bei dem in meiner Abhandlung mit 0 428 bezeichneten
Glase ist in der Angabe der chemischen Zusammensetzung ein
Irrtum vorgekommen. Ich entnahm dieselbe den in dem Werkevon
H o v e s t a d t uber ,,Jenaer Glas" p. 148-1 50 enthaltenenTabellen,
worin fur das Glas Nr. 428 angegeben ist: 56B,O, + 32PbO
+ 12A40,. Hr. W i n k e l m a n n hat mich nun kiirzlich darauf
aufmerksam gemacht,, daB letztere Angabe, wie er aus den
Buchern der Firma Sc h o t t durch Vergleichung der Brechungsindizes ermitteln konnte, sich auf ein Glas mit der Bezeichnung P.S. 428 bezieht, wahrend das von mir untersuchte
Glas 0 428 die Zusammensetzung
9,5K,O
+ 10,0Na,O + 2,091,0, + 10,0B,O, + 68,1SiO, + 0,3As,05
besitzt. Auf dieser Verwechslung beruht die auffallend groBe
Abweichung, welche sich zwischen den nach den Formeln von
Optisches Verhalten verschiedener Glaser.
653
W i n k e l m a n n und S t r a u b e l aus der Zusammensetzung berechneten und den durch Hrn. L u y k e n experimentell bestimmten Elastizitatskonstanten P und v zu ergeben schien
(vgl. 1. c. p. 221). Mit der obigen, richtigen Zusammensetzung
des Glases 0 428 gibt nanilich die Winkelmannsche E'ormel
3 = 7353,
welcher Wert yon dem beobachteten (7940) nicht starker abweicht, als es auch bei anderen, ahnlich zusammengesetzten
Glasern vorkommt.
Bezuglich des Verhaltnisses v der Querkontraktioii zur
Langsdilatation wird die Ubereinstimmung jetzt ebenfalis besser ;
nach den empirischen Fornieln (C) und (E) von S t r a u b e l firidet
sich namlich v = 0,215 bis 0,218, aus den Beobachtungen von
L u y k e n folgte 0,187. Die Differenz kann hier zum Teil auch
an einem Fehler des letztereii Wertes liegen, der sich aus den
direkt beobachteten Werten des Elastizitatsmoduls und Torsionsmoduls nur mit relativ groBer Ungenauigkeit ableiteii 1iiBt.
H e i d e l b e r g , April 1903.
(Eingegangen 21. April 1903.)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
3
Размер файла
138 Кб
Теги
deformation, verschiedenen, verhaltens, die, elastische, durch, optischen, meine, дber, glser, anderung, bemerkungen, abhandlungen, des
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа