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Bemerkungen zum Aufsatz der HH. Bettendorf und vom Rath ber die Verbindungen des Schwefels mit dem Selen

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sain gemarht. Es ist klar, dafs die Unterabtheilung der
Rauiiie l a , B a , . , in die Eleinente a , a,.
arich ganz
uiiterbleibeii Iroiiute; sie scheint mir jedoch das Verstlndiiifs zu erleichtern.
Graz den 11. November 1870.
.
..
X. Hemerkungen xum d i i f s a t z der HIJ. B e t t e n do r.f' tind v o m R a t A iiber die Verbindmgen drs
Schwefels mit dem Selen;
von K. R a t i i k e .
Assistent'anr dreniisclien Uni\eisit.~tc-1,aI)orntoriiim
7x1
Hnllr
D i e Abhandlung der HH. R e t t e i i d o r f f und voin R a t l i
uber die Verbiiidungeii des Selens rnit dem Schwefel (diese
Ann. Rd. 139, S. 3 2 4 , nothigt mich zu einigen Gegenbemerkuiigen, welcbe ich iiicht laiiger zuriickhalten darf, obgleich ich, durch andere Arbeiten in Anspruch genommen,
bisher nicht, wie ich es wiinschie, ineine abweichende Aiisicht durch neue Versuche habe beatatigen konnen.
S. 334 sagen die Verfasser: rAus den vorliegendeil
Vcrsuchen ergiebt sich, dafs die von B e r z e liu s angeiioiiiineiien Verbindungen,. in Kohlensullid gelfist, eiiie adserst
geriiige Bestaiidigkeit zeigen. Sie zerseizen sich , rind es
scheiden sich je nach der Liislichheit die verschiedenstcn
Producte ab. Es erscheint dernzufolge nicht statthafl, weiiii
R a t h b e das durch Zersetzuiig von S e 0 2 mit 2H2S erhaltene SeS' als ein Gemenge von diesem mit einern selenreicheren betrachtet, weil er dieselben durcb Krystallisation
daraus erhalten hat.
Hiernach mochte inan glauben, ich hatte die voii mir
analysirten Krystalle ohne Weiteres fur chemische Individuen gehalten, von der Zusamrnensetzung, wie dic Analyse
sie ergab; wahrend ich niich im Gegentheile dahin ausgesprochen lrabe (Ann. d. Chemie uiitl Phariiiacie Rd. 152,
S . 196), dafs die Krystalle *samintlich fur isomorphc Mischungen yon Se'S init SeS2 zu halten segen.ef
Es ist nicht recht hlar, welche Iuterpretation der Thatsachen die Verf. an Stelle der meinigen setzen wolleii.
Der Umstand, dafs Schwefelselen (crlialten durch Zusammenschmelzen der Elemente, oder durch Fallung von S e 0 2
init HIS oder von SO2 init H'Se) ails der Liisung in
Sdhwefelkohlenstoff krystallisireiid uacb einander erst selenreichcre, danu immer seleuarmere Krystalle liefert , welche,
obgleicli in der Zusammensetzuiig ungefahr voii Se'S his
Se S3 variirend, durchaus identische Form besitzeu ; dafs
feriier jede Krjstallisation beiln Umkrystallisiren in derselbell Weise in liroducte vou variirender Zusammensetzung
terfAilt, l a t t nur folgende Erklarung zu.
I. Die Krystalle sind isoinorphe Mischungen der Elemenlc.
2. Sie sind isomorphe Mischungen zweier Verbinduugeu
vou analogcr Constitution (wie S e a s uiid SeS', oder Se8S
und SeS*), in welche vielleicht'noch etwas der freicn Elemeute eiagehen kann, indem dicse sich der ihiieii im unverhndeiien Ziistande iiicht zuhoinmenden Krystallform anbeyeemen. Beim Umbl-ystallisireu coinbiniren sich daiin diese
Compoiienteu je nach ihrer Loslichkeit in anderer Weise,
ohiic selbst eine cheniisclie Veranderung zu erleiden.
3. Bei jedesinaligein ~mkryslallisirenfindet cine Spdtung der gegebenen Verbindung in ihre Eleinerite uud
Wiedervereiniguug derselbeii nach anderen Verhallnisseu
statt.
Letzteres scheint die Ansicht der HH. R. und v. R. zu
seyn; zuweilen scheinen sic indefs zu der ersten Annalime
hinzuneigen. Aus dem S. 339 Gcsagten mtichte man sogar
versiicht seyn, die Vorstellung herauszulesen, dafs bei Vereiniguug isomorpher Eleniente die Begriffe 3) chemische Verbindtiug a und isomorphe Mischunga ineinanderfliefseu.
Die Aunahme 3. scheint mir so aller Analogie zu entbehren, dafs man sie nur daun acceptireii durfte, wenn keine
audere Erklarung tibrig bliebe. Aber auch die Annabme,
11
tlafs die Krjstalle niir ails unvcrbundenem Schwefel a n d
Seleii bestanden, ist mit deli Thatsachen iiicht vereinhar.
Ziin#chst ware es selir munderbar, wenii eiii blofses Gcinisch
der Eleinerile cine eigenthiimliclie Iirystallforiri hesake. welche diese selbst, a i l s dcin gleichen Losungsmittel krystallisirt, nieinals zeigen. Jedenfalls abet. iniifsten danii dieselben
Kryslallc crhalteu wer.den, menn inaii Scliwefel und Selen,
ohne sie vorher ziisniiimeiiziisChinelzeii, als blofses Gemenge
iuit Sclirvefelholileiistoff hrhaiidelte. I)a ferner die Srhmelze
kingere Zrit auf 100'' crhitzt wor(1cn war, wohci das Seleii
in die in Schwefell~ohleiistoff gaiiz rinliisliche Modifcatiou
iibergeht , so hoiiiite sic letztcres niclit in freiein Zustande
etlialten haben; es hiitte vielrnehr dassclbe, wenn es als solches in Lasiiiig gehen sollte, ini RIoinente der Auflijsring
ails seiner Verbindung init Schwefcl abgespalten werden
miissen, was niclit deiiLbar ist. F,iidlich ergiebt ancli die
LoslichLeit der Krystalle , dafs dieselben das Seleii nicht
iruverbuiiden entlialten kijniien. Es bediirften z. l3. Kryslalle
VOII 65 Proc. Selengehalt 57 Theile Schwefelkohleiis[off zur
Liisiing, also aiif I Tlicil Se HS Theile, wahrend 1 Theil reilies Selcii selbst bei der Siedhitze des Schn,efelkohleiistoffs
iioch 1000 Theile tlavon erfortlert.
lliernach bleibt niir die voii inir gtgebene Interpretation
2. iibiig: t h e bictet abcr noel\ dilrchaiis keine SchwierigILeiten. Bei der Fdliing v01i Se O2 diirch 11'S ist der T o r ging so zli denkeii, dak (lie Scliwefcl- rind Selenatome,
welclie bei Ver.eiiiigung des EI init dein 0 frei werclen,
tlieils sicli gegenscitig bincleii; theils abcr awh, in 1:olgc der
geriiigeii Vcrwandlsrhaft der einnnder cheinisch so nalie
stehenc!en Elcmente, sich init gleichnrl%ge?i Atomeii Z I I MOlebiileii tler Elemente vcreinigcn. I)a nnu tinter einander
isomorph niir solclie Verbindungen sind, welche eine gleiclbe
Anzalil voii Atorncn im RloleLul erhalteii, so iiiiissen die
enlstandenen Schwefelselene, weil in dieselben Krystalle cingeliend, dicse Bedingnng erfiillen. Es wiiidcn die iiiuno
I.,linischen ICiysIallc z. B. eiii Geiirisch von S e 'S i n i t . Se S '
r i d \ ielleichi iioch Sc" S" c~titlinlteii L ( ~ I I I I ~ I I woiiiit
,
tlic
593
Analysen iibeieinstimmen. Ftir wahrscheinlicher halte ich
indefs die einfachste Annahme, tlafs iiiir die der schwefligen
iind selenigen S h r e entspreclienclen Verbindungen Se 2S
und ScS2 entstehen; besonders deshalb, weil mir ein Prlparat, das bei der Auflosuiig Selen auriickliers, eine erste
Krj-slallisation liefert deren Selengehalt fasf der der For-me1 SeSZ cntsprechend war, noch ganz wcnig tinter demsclben ziiriiclihleibeud , wonach classelbe nicht wohl cine
selenreichere Verbindung en~halten honnte, obgleich iiberschiissiges Sclrn vorhanden war. In den Krystallen, welche
mehr Schwefel enthalten, als der F’ormel Se S2 entspricht,
mi& man dann iiocli freien Schwefel annehinen in einer
Modification, derrn Molcciil S , ist. Es ist mir sehr wahrscheinlich, dafs man durch litiutig wiederholtes Umkrystalli siren alle monoklinischen Schwefelselenl~rys~allein Se2S,
SeS2 iind S (und Se, wenn dieses nicht vor Behandlirug
mit Schwefelkolilciist off durch Erhitzen unliislich gemacliL
war; wird zerspalten hthinen. Es hat mir indefs bisher an
Zeit gefehlt, diesen Vrrsuch anzufuhren.
Die von den H H . B e t t o n d o r f f und vom R a t h dargestellten ok ta6drischen Kryshlle, weLhe, wieder aufgeldst,
als erste Krystallisation monohlinisches Schwefelseleii, als
lelzte reinen Schwefel gaben, zeigen, dafs die in ersterem
enthalr enen Verbindungen 1 on Schwefel iind Selen aiich
die ~~humbischeForm des Scbwefels auiielimen kdnnen,
wenn sie durch die Anwesenheit iiberwiegender Massen desselben hiezu inducirt werden.
Hslle, im October 1870.
is,
Pllqgeudoln’s Aunal. Bd
CXLl.
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