close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkungen zur Verwendung von Elektronenrhren fr Gleichspannungsmessungen.

код для вставкиСкачать
698
Zlschr. angew. Chem.
[4.
. J'lhrg. ld31. Nr. :r4
Mulbr: Verwenduiig von Elektronenrohren fur Gleichspannungsiiiessungen
iiber Polyporus vaporarius zu 0,22-0,29 kg/m3 Kiefernsplintholz. Es ist damit erwiesen, dai3 durch die Uniwandlung des wasserloslichen Impragniermittels innerhalb des Holzes keine Minderung seiner fungizideii
Wirkung hervorgerufen wird.
Der Eisenangriff der wasserigen Losungen von
Thaiialith U wurde innerhalb des Konzentratioiisbereichs
von 1-6% an Siemens-Martin-Flui3eisen bei Zimmertemperatur und bei 8 0 O C gepriift; diese Versuche ergaben die vollige Korrosionsfreiheit des Salzgeniisches
gegeniiber dem gepriiften Material. Wie schon oben
erwahnt, entstehen weder bei der Handhabung des
neuen Impragniersalzes in fester Form noch in Form
seiner wasserigen Losungen irgendwelche Schwierigkeiten. Das Thanalith U unterscheidet sich in dieser Hinsicht also in keiner Weise von den bisher verwendeten
Impragniersalzen, wie z. B. Triolith, Basilit usw.
Es konnte zunachst vielleicht vorteilhaft erscheinen,
ein Verfahren der Trankung mit schwerauslaugbaren
Salzgemischen so weit auszubauen, dai3 schliei3lich die
moglichst 100%ige Unauslaugbarkeit des verwendeten
Trankstoffes erreicht wird. Es ist jedoch fraglich, ob ein
solches Vorgehen fur die Zwecke der Holzkonservierung
als gunstig zu bezeichnen ist. Es wurde die quantitative
Umsetzung der in das Holz eingefiihrten Trankstoffe in
unauslaugbare Verbindungen voraussetzen, gleichgiiltig,
ob diese Oberfiihrung auf physikalischem Wege (z. B.
Adsorption) oder chemischem Wege (z. B. Fallung) vor
sich geht. Abgesehen von dieser schon recht schwer zu
erfullenden Forderung mui3te aber der so umgewandelte
Trankstoff in Wasser vollkoinmen unloslich geworden
sein. Diese Forderung ist rnit anorganischen Salzen, wie
sie in derartigen Gemischen vorliegen, kaum zu erfiillen.
Man wird deshalb bei einer derartig intensiven Auslaugung, wie sie bei der hier ausgefuhrten Arbeitsweise
(30tagige Auslaugung auf der Schuttelmaschine mit tag-
lich zweimaligem Wasserwechsel) erfolgt ist, wohl immer
init einem mehr oder weniger groi3en Verlust an Trankstoff zu rechnen haben. Fur die Beurteilung der Gute
eines solchen Verfahrens wird es ausschlaggebend sein,
ob man bei Verwendung des Trankstoffs in der voin
Hersteller angegebenen Konzentration ein impragniertes
Holzmaterial erhalten kann, das auch bei starkster Beanspruchuiig durch Auslauguiig imstande ist, kraftige
Angriffe von Holzzerstorern abzuwehren.
Wird die Losung dieser Aufgabe von mehreren
Verfahren erreicht, so werden diese daraufhin gepriift
werden mussen, welches von ihnen das oben gekennzeichnete Ziel am einfachsten und sichersten sowie in
wirtschaftlichster Weise erreicht. Es ware dagegen abwegig, einen Vergleich solcher Verfahren derart durchzufuhren, dai3 man der Hohe des Auslaugeverlustes von
vornherein die ausschlaggebende Rolle zugesteht und
dafur andere Unzutraglichkeiten in Kauf nimmt, die
die Verwendbarkeit eines solchen Verfahrens in der
Praxis gefahrden.
Im Hinblick auf diese Sachlage ist davon abgesehen
worden, die Zusammensetzung . des Impragniersalzes
Thanalith U nur nach dem Gesichtspunkt der moglichst
hoch getriebenen Unauslaugbarkeit vorzunehmen, wozu
durchaus die Moglichkeit vorlag.
Z u s a m m e n f a s s u n g.
Es werden die Ergebnisse der Prufung einiger
Inipragnierverfahren besprochen, die die Impragnierung
von Holz iiiit schwerauslaugbaren Salzgemischen bezwecken. Im Anschlui3 daran werden die Ergebnisse
eigener Arbeiten mitgeteilt, die zur Schaffung eines
neuen Salzgemisches gefuhrt haben, das die Anforderung der Schwerauslaugbarkeit und hohen fungizideri
Wirksamkeit erfiillt, ohne irgendwelche Komplikationen
in seiner technischen Handhabung zu zeigen. [A.102.]
Analytisch-technische Untersuchungen.
Bemerkungen zur Verwendung
von Elektronenrtjhren fur Gleichspannungsmessungen.
Von Prof. Dr.Jng. FRIEDRICH
M ~ L L E RDresden,
,
Laboratoriuni fur Elektrochemie und Physikalische Cheiiiie der Technischen Hochschule Dresden.
(Eingeg. 12. Juni 1931.)
I n h a 1 t : Die Verwendung der Elektronenrohre zur Messung kleiiier (ileichspannungen wird kritisch besprochen
und die Grenze ihrer Anwendungsmoglichkeit diskutiert. Insbesondere wird gezeigt, dall bei Messungen von Elementen
niit sehr hohen inneren Widerstanden bereits sehr kleine Gitterstronie das MeBresultat erheblich falschen koiinen, und
dall von einer bestimmten Grenze des Widerstandcs ab MessungeE mit iiornialer Schaltung und Isolation iiberhaupt
unmoglich sind. Einige Hinweise fur die Konstruktion von Rohrenapparaturen fiir solche spezielle Falle werden gegeben.
Die Tatsache, dai3 die Elektronenrohre ein ideales
Stronispannungsrelais darstellt, und ihr Vorzug, dai3 sie
praktisch triigheitslos auf ein zwischen Heizfaden und
Gitter angelegtes Steuerpotlential anspricht, hat niit Recht
dazu gefiihrt, sie zur miiglichst elektrostatischen Meswng
voii elektromotorischen Kraften zu verwenden. Zahlreiche Arbeiten sind in den letzten Jahren auf dieseiii
Gebiete veroffentlicht worden, und in der jungeten Zeit
befassen sich die verschiedensten Firnien mit dein Bau
von ,,Rohrenvoltmetern".
Es ist ganz zweifellos, dai3 der weitere Ausbau
dieser Bestrebungen eine groi3e Zukunft hat. Andererseits erscheint es eben aus diesem Grunde drlingend notwendig, sich kritisch daruber klar zu werden, fur welche
Falle die Einfuhrung der Elektronenrtihre in diese MePtechnik tatsachlich einen Vorteil gegenuber den bisherigen Methoden bedeutet, und vor allem Klarheit daruber zu schaffen, in welchen Fallen man auch sehr kleine
Gitterstronie vernachlassigen und damit den Aufbau der
Apparalur wesentlich einfacher gestalten kann, bzw. in
welchen Fallen dies nicht mijglich ist.
Die in letzter Zeit erschienenen Arbeiten, welche
das :,Rohreiivoltmeter" in erster Linie fur die pitMessungen und dlie elektrometrische Mahnalyse verwenden'), ermahneii als besonderen Vorzug dieser
Apparatur, dai3 die unbekannten Spannungen ohne
Stromentnalime, ohne teuere Anzeigeinstrumente und
ohne umstiindliche Kompensation gemessen werdeii
konnen.
Schaltungen ist iin
Das Priiizip aller verwendet
allgenieinen das gleiche (s. Abb. ): die zu messendc?
unbekannte Spannung Ex wird, evtl. zusammen mit
einer festen Gittervorspannung, zwischen Kathode und
Gitter der Rohre gelegt, wodurch d e r Anodenstrom eine
proportionale Bnderung erfiihrt. Durch Kompensation
des letzteren - z. B. rnit Hilfe lder Heizbatterie - wird
9
Ztschr. angew. Chem.
44. Jahrg. 1931. Nr. 341
Mulhr: Verwendung von Elektronenrohren fur Gleichspannungsmessungeu
zur Erhohlung d e r Empfindllichkeit die Vorbelashng des
MeDinstrumentes durch den Anodenstrom beseitigt uad
die gnnze Skala zur Messung ausgenutzt. Hier zeigt sich
zunachst, 8daD man entweder zwei MeDinstrumente iiiit
versohiedener Straniempfindlichkeit ader
ein Instrument niit
verschiedenen
MeDbereichen haben muD.
Denn da einerseits bei
den normalen Rohreii
und
Betriebsbedingungen der Anadenstrom in der GroDenordnlung einiger Milldampere liegt (und zur
Vermeidung wfalliger
Uberlastung des InAbb. 1.
strunientes zunachst
einiiial ahne Kampensation abgelesen werden sollte), und
andererseits nach erfolgter Konipensation nur Erzielung
einer Me5genauigkeit von 1 niV ein Teilstrich des Instrumentes miigliohst 1 p A ader darunter (s. die entsprechenden Kurven von B e r l , bzw. H a h n l ) ) anzeigen sollte, lassen sich beide Forderungen a d einer
Skala nicht vereinigen. Auch wenn man imtmer von
vornherein kompensiert, so wiirde man auf eineiii
Instrument selbst mit einter 200teiligen Skala im Hijchstfalle Spannungen von 0,2 bis 0,4 V einwandfrei ablesen
konnen, wenn man nicht fur groDere Spannungen
(H a h n 1. c.) eine passende von einem Gefalldraht abgezweigte Gegenspannung zwiwhlenschaltet, womnter
naiiirlich d i e Einfachheit 4des apparativen Aufbaues leidet.
Sieht man einmal von diesen Erwagungen ab, so besitzt die von den genannten Autoren gewahlte direkte
Ausschlagsmethode die groDen Vorzuge, daD man schnell
sich andernde Potentialwerte direkt bestimmen und gegebenenfalls auch wtomatisch registrieren kann. Allerdings muD mit Hilfe bekannter Spannungen eine Eichung
vorausgehen und die Gewahr vorhanden sein, daS die
Ausschlage am Anodenstroniinstrument tatsachlich uber
den gewahlten Bereich der angelegten Spannung proportional sind und proportional bleiben, und daD keine
Nullpunktsschwankungen auftreten.
Wenn wir jetzt die gleich zu erorternde Frage der
Stromentnahme aus der zu messenden Zelle durch
et waige f lieBende G it t er st riime zunaohst zuriickmstell en, so
bieten die vorgeschlagenen Apparaturen fur bestimmte
Anwendungsgebiete tatsachlich einen Vorzug vor den
iiblichen Kompensationsmethoden, obwohl meines Erachtens die ,,umstandliche Handhabung" der letzteren
zu schwarz gemalt wird. Man muD demgegenuber immerh i l l bedenken, daB auch fur ein einfaches ,,Rohrenvoltnieter" Anoden-, Heiz-, evtl. Gitterbatterie, Kompensationswiderstand, die Rohre und das Anzeigeinstrument
notwendig sind, und sich daran erinnern, dai3 auch nach
der normalen P o g g e n d o r f schen Schaltung der Aufbau der Apparatur keinen groi3en Aufwand verursacht,
zumal wenn man fur viele Zwecke der elektrometrischen MaDanalyse vereinfachte Schaltungen (z. B. nach
E. M u 11 e r *) , H a h n 9 u. a.) verwenden kann. Moderne Kompensationsapparate (Potentiometer) - heute
allerdings noch relativ teuer - gestatten die Messung
elektromotorischer Krafte mit wenigen Handgriffen in
kurzester Zeit. Die friihzeitige Entwicklung und intensive Durchbildung der angelsachsischen Potentiometerindustrie (Leeds und Northrup, Cambridge Instr. Co.)
scheint zum Teil mit der Grund dafur zu sein, daD in
der aiigelsiichsischen Literatur der letzten Jahre Rohren-
699
apparaturen fur einfache Potentialmessungen fast nicht
beschrieben worden sind, sondern nur Rohrenpotentiometer fur weiter unten zu besprechende Sonderzwecke.
Wie verhalt es sich nun rnit der S t r o m e n t nahme aus dem zu messenden Element?
Eine ,,stromlose" Messung ist nur moglich, wenn der
Gitterstrom IG gleich Null oder so klein ist, dai3 darunter
die MeDgenauigkeit nicht leidet, sei es durch Polarisation
infolge geringer Kapazitat der Elektroden, sei es durch
Spannungsabfall an einem hohen inneren Widerstand
der Zelle. Ich habe gerade auf diesen Punkt kiirzlichh)
nachdrucklich hingewiesen und die Wichtigkeit der einwandfreien Berucksichtigung der im Gitterstromkreis
herrschenden Verhaltnisse betont6).
Bekanntlich setzt sich der gesamte Gitterstrom IG zusammen aus dem Elektronengitterstrom 101, dem Ionengitterstrom IG* und dem Isolations-(,,Leck-")Strom Im
(bedingt durch mangelhafte Isolation von Sockel und
Zuleitung zwischen Gitter und Kathode und auch
zwischen Gitter und Anode). Das Beispiel der diese Verhaltnisse veranschaulichenden Abb. 2 zeigt, daD bei einer
negativen Gittervorspaniiung von 1,5 V zwar der Elektronengitterstroni Null ist, nicht aber der Ionengitterstrom. Dieser Ionengitterstrom, welcher seine Ursache
hat in der Bildung positiver Ionen aus den vorhandenen
Gasresten infolge StODionisation durch die Elektronen,
wird offenbar abhangig sein von der Anzahl der vorhandenen Gasmolekule, d. h. von der Gute des Rohrenvakuums und der GroDe des Anodenstroms. Wegen der
Abhangigkeit des letzteren von der Anodenspannung
EA und der Gittervorspannung EG ist offenbar der Jonengittemtrom IG+ eine Funktion deieser beiden GroDen, also
I o + = f ( E G , EA)
Die Tatsache, dai3 bei einer bestimmten Gittervorspannung der Elektronengitterstrom gleich Null wird, berechtigt, wie aus Abb. 2 ohne weiteres zu ersehen ist,
in keiner Weise zu dem SchluD, daD nun
prektisch kein Gitterstrom mehr IlieDt, wia
dies aiuch H a h n 6 ) hervorhebt. Man mui3
sich unbedingt sichern, daD auch der Ionengitterstrolm in dern angewandten MeDbereidi
keine das MeDresultat falschenden Betrage
nnnimmt. Dn d i e Elektronenriihren selbst
der gleichen Fabrik(ationsserie auch in bezug au4 ihren Gasgehalt niemals gleichmaDig
lausfallen, so niuD man unter allen Umstanden zuniichst die GroDe des Gitterstroms
experimentell erniitteln. Dies geschieht am
einflachaten und elegantesten nach der ind i r e k t h Methholde von M. v. A r d e n n e 7 ) .
Tlas Prinzip dieser
Methode
besteht
darin, daD beim
Einschalten
ein9s
Widerstandes R i n
den
Gitterstromltreis durch deli
Gitterstrom IG ein
Spannungsabfall
10 . R eintritt. DaAbb. 2.
durch wird die
Gitterspannung Eo geandert, unld die Anodenkennlinie
verzerrt. FlieDt kein Anodenstrom, so kznn keiii
Spannungsabfall eintreten, d. h. die Anodenstronicharakteristik mui3 rnit und ohne Gitterwiderstanld die
gleiche sein.
Abb. 3 zeigt eine solche Bestimmung des Gitterstroms
niit einer neuen Rohre RE 134; die obere Kurvenschar
I
700
Muller: Verwendung von ElektronenrEihren fiir Gleichspaiinungsmessungen
bei einer Anodenspannung von 84 V und einer Heizspannung von 4 V, die untere Kurvenschar bei entsprechenden Werten von 40 V bzw. 3,15 V, also unter
Betriebsbedingungen, wie sie in den zitierten Veroffentlichungen von B e r l und von H a h n vorgeschlagen
werden. Die Kurven I bzw. I' sind ohne Gitterwiderstand, die Kurven I1 bzw. 11' mit R = 5.106, die Kurven
I11 bzw. 111' rnit R = 4.108 Q aufgenommen worden.
Aus diesen Kurven geht sofort hervor, dab sich
bereits an einem Gitterwiderstand von 5 MQ ein
Spannungsabfall zeigt, der sich durch eine Verzerrung
der Anodenstromkennlinie auspragt ; wesentlich deutlicher noch bei lo8 Q, wobei diese letztere Kurve mehr
I Reon
mi#
/
/
i
/'
/
i
I
I
-€G
-
-tr,
Abb. 3.
qualitativen Charakter tragt, weil der Gitterwiderstand
bereits in (die Gro5enordnang dmer Sockelisohtion der
RE 134 fallt. Man erkennt, da5 von Beginn der Kurven
an links unten bis Zuni Punkt A der Ionengitterstrom
uberwiegt, von A an der Elektronengitterstrom. Die
horizontale Entfernung zwischen den Punkten B und C
bzw. B und D bedeutet offenbar den Spannungsabfall,
den der Gitterstrom IG an den jeweiligen Gitterwiderstanden erleidet, weil bei sonst ungeanderten Verhaltnissen der gleiche Anodenstrom immer bei derselben
Gitterspannung flie5en muS. Diesen Spannungsabfall
A& kann man entweder graphisch aus der aufgenommenen Kurve entnehmen oder genauer dadurch,
da5 man in der iiblichen Kennlinienschaltung bei der
Aufnahme der Charakteristik mit eingeschaltetem Gitterwiderstand den Anodenstrom mit Hilfe eines Potentiometers vom Punkte C bzw. D wieder auf den ohne Gitterwiderstand erhaltenen Wert B bringt und die dam notwendige Spannungsdifferenz BC bzw. BD am Voltmeter
des Potentiometers abliest. Da
AEG7
I,. R
Ztschr. angew. Chem.
44. Jahrg. 1931. Nr. 34
so ergibt sich der gesuchte Gitterstrom zu
I,=
AEG
Wendet man diese Formel auf die Kurven der Abb. 3 an,
so ergibt sich beispielsweise aus dem Spannungsabfall BC :
I - AEG
G
- T-=F,''I.-lo6 - 0,',.10-7 A
Ein Gitterstrom derselben GroDenordnung fliei3t auch im
Gebiet einer negativen Gittervorspannung von 1,5 V.
Ein solcher Gitterstrom kann aber bereits einen erheblichen Einflu5 auf die MeSgenauigkeit haben ! Schon
ein innerer Widerstand der zu messenden Zelle von lo5 Q
bewirkt einen Me5fehler von einigen Millivolt. Geht man
zu Widerstanden von der Gro5enordnung eines Megohms
iiber, so werden die Fehler bereits indiskutabel gro5. Es
1a5t sich leicht zeigen, dai3 die in den oben zitierten Veroffentlichungen aufgestellten Eichkurven, wenn man sie
einmal ohne Gitterwiderstand, einmal mit einem Widerstand von 1 MQ aufnimmt, gegeneinander Abweichungen
von 50-60 MV zeigen. Geht man zu noch hoheren Widerstanden iiber, so ist eine Messung schon deshalb unmoglich, weil jetzt der Isoldionswiderstand der R a r e in die
GrsSenordnung des au5eren Gitterwiderstandes fallt.
Die Verwendungsmoglichkeit der einfachen ,,Rohrenvoltmeter" hort also auf, wenn ein Gitterstrom der
Gro5enordnung 1O-e bis 1 0 - 7 A bereits eine Polarisation
der zu messenden Zelle hervorruft oder wenn die letztere einen inneren Widerstand besitzt, welcher gro5er als
etwa lo4 bis lo5 Q ist. Auah bei b m e r e n R6hren mit
Gitterstromen von 10-8 bis 1O-e A bewirkt ein Gitterwiderstand von 1 MQ bereits einen Spannungsabfall von
einigen Millivolt.
Wenn man mit einer Rohrenapparatur die elektroinotorischen Krafte von Elementen rnit sehr hohen
inneren Widerstlinden messen will - als zwei wichtige
Anwendungsbeispiele seien genannt die Bestimmung von
Potentialen mit Hilfe der Glaselektrode (Widerstande
von mehreren 100 MQ) und die von Potentialen in absolut wasserfreien Losungen - dann erfordert die
theoretische und experimentelle Durchbildung des
Rohrenpotentiometerss) eine eingehende Beachtung aller
in Frage kommenden Faktoren. Grundlegend dabei ist,
da5 man erstens moglichst auf einem Punkt der Charakteristik arbeitet, wo der Gitterstrom wirklich gleich Null
ist bzw. nur zu vernachlassigende Werte etwa der
Gro5enordnung 10-11 bis 1 0 - 1 0 A annimmt und zweitens
die Isolationsverhaltnisse der Rohre unter Beriicksichtigung der Gro5e des Nebenschlu5widerstandes GitterKathade so beschaffen sind, da5 die Messung iiberhaupt
einen Sinn hat. Die erste Fopderung 1aSt slich weitgehend dadlurch erfiillen, chi3 man a d einem Punkt der
Kennlinie arbeitet, der dem scgemnnten ,,freien Gitterpotential" entspricht, das itst in der Abb. 3 der Punkt A
bzw. A'. Denn dies ist der einzige Punkt, w o d e I'
Gitterstrom
tatsachlich
gleich
Null
w i r d @). Die zweite i m Zuwmmenhang damit stehende
ebenso wichtige Fordemng verllangt die Verwendung
einer hkhstevahierten Rohre rnit besonders hoher
Isolation zwischen K a t h d e und Gitter, sie schlie5t alle
Kohren mit dem iibliuhen Bockel, Idmen Isolation in
der GroSenordnung lo7 bis 109 liegt, aus. An Hand von
sorgfaltigst durchgefiihrten Untersuchngen uber die
Gleiuh~tromverstarkung sind diese Verhiiltnisse insbesondere von J a e g e r I O ) , R a s n u s s e n e ) , N o t t i n g ha m l1) u. a. eingehenld dkkutiert worden.
Wie weit man rnit der Unterdriickung des Gitterstromes kolmmen kcinn, geht a m den Kurven der Abb. 4
hervor, welche an der fiir mdne Untermchungen verwendeten Uarconirohre DEV (bei einer Anoden-
Zlschr. angew. Chem.
44. Jahrg. 1931. Nr. 341
Riese : Uber die Bestimmung geringer Acetylenmengen
spannung von 40 V lund einer Heizspannung von 3 V)
aufgenmmen worden sind, und zwar Kurve I ohne
Gitterwiderstand, die Kurven 11, I11 und IV rnit
einem Gitterwiderstand von 5 .loe, bzw. 4 . loR, bm.
mifl
.~
701
Die im vorstehenden gemachten Ausfuhrungen bezweckten, wie bereits in der Einleitung hervorgehoben
wmde, die Grenzen der Anwen8dlungsmiiglichkeiteinfaoher R6hrenmei3instrumente kritisch darzulegen. Es
wude gezeigt, daD, mbald eine GroDenordnung des
Gittenvi'derstandes von etwa lo5 bis lo6 52 erreicht wird,
keine einwantdfreien Messungen mehr moglich sind, und
dai3 es fur solche Falle notwenldig ist, zu koniplizierteren Appamluren rnit Spezialriiihren und hijchstisoliertem Gittenkreis ubereugehen12). Fur einfache Spannungsmessungen in niederohniigen Kreisen, p11-Meswngen, potentiometrische Mafianalyw mw. lassen si&
di0 einfachen Rohrenapparaturen - unter AbwQung
der oben gemachten Vorbehalte fur einzelne Falle vielfaoh sehr vorteilhaft verwendlen.
[A. 101.1
L i t e r a t u r v e r z e i c h n i s.
1. Siehe z. B. W u 1 f f u. K o r d a t z k i , Chem. Fabrik 3, 329,
322 [1930]. B e r l , H e r b e r t u. W a h l i g , ebenda 3,
445,448 [1930] ; 4,211 [1931]; Chem.-Ztg. 1931,323. H a h n ,
Chem. Fabrik 4, 121, 212 [1931]. S e 1 k e , ebenda 4,
/
210 [1931].
2. Elektronietrische (Potentiometrische) MaBanalyse, Verlag
L?5
,+LA-fG-
ff,
Abb. 4.
1,l. 1g8IR. Man sieht, dafi sellbst bei einem Gitterwiderstand von lo00 MIR (Karve IV) bis uum Punkt A kein
Spannun,wbfall eintritt! Erst bei eineai Widerstand
von der Groknordnung 101O IR erfolgt bei negativeren
Gittempannungen, wie sie bei meinen Messungen nicht
verwendet wenden, ein Abfall von etwa 0,l V, was in
diesem Bereich einem Gitterstrom von etwa 1 . lo-" A
entspricht.
Die fur meine M e s s u w n verwendete Schaltung ist
R U S dem schematischen Au&u der hbb. 11 meiner friiheren Verijlffentlichuug) entwickelt worden, und wird d m niichst in der Zeitschr. f. phys. Gheni. ausfiihrlioh besohrieben werden, anter Erorterung aller derjenigen Vorsichtsmai3nahmen, welche sich in bemg auf Isol~abionund Absohirmung des empfinldlichen Gitterlrreises ergeben.
DaB man rnit ihr bits zu hohen Widerstanden hinauf
(1000 MIR) einwandfrei messen kann, geht auf ifolgenden
Vergleichsmessungen eines Normalelementes hervor:
Widerstand ini Gitterkreis Geniessene Spannung
0 Ohm
1018,l mV
5 X 1 P Ohm
1018,l mV
10s Ohm
1018,l mV
100 Ohm
1018,O mV
Steinkopff, Dresden.
3. Ztschr. angew. Chem. 43, 712 [1930].
4. Ztschr. Elektrochem. 36, 923 [1930].
6. Wenn es sich nur darum handelt, in niederohmigen Kreisen
Schadigungen der zu messenden Zelle durch Stromentnahme
in der GroBenordnung von 10-6 A zu vermeiden, so laBt
sich das natiirlich mit der normahn P o g g e n d o r f schen
Methode unter Verwendung eines hochempfindlichen
Spiegelgalvanometers mit Schutzwiderstand ebenfalls erreichen, doch benotigt man dann eben im Gegensatz zur
Rohrcnapparatur ein empfindliches und teueres Anzeigeinstrument.
6. Chem. Fabrik 4, 121, FuBnote 4 [1931].
7. Jahrb. d. drahtl. Telegr. u. Teleph. 29, 88 [1927]; VerstHrkermeBtechnik, Berlin 1929, S. 193; s. auch Fr. M u l l e r , Ztschr. Elektrochem. 36, 927 [1930].
8. Diese Bezeichnung scheint mir besser, weil nach dem bisherigen Sprachgebrauch die Rohrenvoltmeter meist zur
Gleichrichtung und Verstarkung von Wechselspannungeri
verwendet werden, s. Ztschr. Elektrochem. 36, 927 [1930].
9. Fr. M u l l e r , ebenda 36, 929 [1930]. R a s n i u s s e n ,
Ann. Physik Chem. (V) 2, 363 [la].
10. J a e g e r u. S c h e f f e r s , Wissenschl. Veroffentl. SiemensJ a e g e r u. K u B m a n n ,
Konzern 4, 1, 233 [1%25].
Physikal. Ztschr. 28, 646 [1927]. J a e g e r , Ztschr. Physik
52, 627 [1929]; Helios 37, 1, 17 [1931].
11. Journ. Franklin Inst. 208, 469 [1929]; 209, 287 [1930].
12. Bisherige Arbeiten uber solche Apparaturen s. Literaturverzeichnis zu 4.; ferner z. B.: F o s b i n d e r , Journ. biol.
Chemistry 88, 605 [1930]. D u B o i s , ebenda 88, 729
[1930]. C a m e r o n , Leather Chem. Assoc. 1931. H a r r i s o n , Journ. chem. SOC.London 1930, 1528. G r e v i 1 1 t?
u. M a c 1 a g a n , Trans. Faraday SOC. 27, 210 [1931].
Uber die Bestimmung geringer Acetylenmengen.
Von Dr.-Ing. WILHELM
RIESE,
Laboratorium des Stickstoffwerkes Ewald, Erkenschwick i. W.
(Eingeg. 21. Juli 1931.)
Vor kvrzem machten E. P i e t s c h und A. K o t o w s k i in dieser Zeitschrift') Mitteiltungen uber die
Empfindliohkeit des Acetylennaohweises miit Hi1,fe von
reduzierter ammoniakalischer Kupfersalzliisung (JlosvayKeagens) und kamen zu dem Ergebnis, ,d,afiAcetylen rnit
Jlosvay-L%ung unter den von ihnen angegebenen
E e d i w n g e n noch in einer Konzentration von 3,7. lo-'
Vo1.-% eindeutig nachgewiesen lwerden kann, und dai3
innerhalfb des von ihnen untersuchten Konzentrationsgebietw bei sofortiger Rotfarbung Nder Losung Acetyleii1 ) Ztschr. angew. Chem. 1931, 309ff.
gehalte bis 78. lo-' Vo1.-%, bei noch wahrenld des Versuches erkennbarer Niderschlagsbildung Konzentrationen bis zu 12.10-4 Vo1.-% vorliegen konnen; ist der
Niederwhlag so gering, dafi er nur a n Filtrierpapierschnitzeln, tdie in die Lasung hineingegeben sind, erkennbar ist, so ssollen die Acetylenkonzentrationen unter
3,7. lop4 Vo1.-% und bei negativexn Beflunad unter
3,4.
Vo1.-% liegen.
Es mag in vielen Fallen geniigen, wenn auf Grund
der oben angqebenen I(riterien festgestellt wird, dafi
der volnmetrische Gehdt eines Gases a n Acetylen ober-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
552 Кб
Теги
verwendung, elektronenrhren, zur, gleichspannungsmessungen, bemerkungen, von
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа