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Benzin und Benzol.

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Zeitschrift fur angewandte Chemie
und
Zentralblatt fir technische Chemie.
Benzin und Benzol.
Von H E ~ SCHELENZ
N
in Cassel.
(Eingeg. d. 2.111. 1908.)
Vor einigen Monaten h a t der Brooklyner Apotheker 0. R a u b e n h e i m e r in verdienstvoller
Art die bei uns nachgerade wohl geklirte Frage der
Benennung des (Petroleum-) F3 e n z i n s und (Steink o h l e n - ) B e n z o l s im T h e C h e m , i s t a n d
D r u g g i s t (Jahrg. 25) behandelt. Im folgenden
mochte ich einige Verbesserungen und ErgLnzungen
dazu geben.
Wenn Prof. W i 1 h e 1 m 0 s t w a 1 d ,,in his
fourth lecture delivered in the Department of Chemistry of Columbia University New York City 1906"
gesagt hat., daB zu jener Zeit, als in Berlin
Lcuchtgas nicht in jetzt ublichcr Art von der Gasfabrik aus in Rohrea ins Haus geleitet, rcondern,
komprimiert, in Kupferzylindern getragen wurde,
gerade n i e jetzt etwa Bier, M i c h a e 1 F a r a d a y gebeten wurde, zu untersuchen, was es mit der
Blussigkeit fur eine Bewandnis hatte, die sich in
diesen Zylindern, von denen aus das Gas in die
hiusliche Rohrenleitung iibergefuhrt wurde, sammelte und das Gas verschlechterte, und daR er bei
dieser Gelegenheit unser heutiges B e n z o 1 fand,
so hat er sich vermutlich versprochen, oder aus
eineni anderen Grunde ist Berlin statt L o n d o n
gesetzt worden (im Jahre 1826 wurde in Berlin
die erste Gasanstalt durch Englinder angelegt
und das Gas in der uns gelaufigen Art, wie von
Anfang a n , in die Hliuser geleitet). I m iibrigen
spielte sich F a r a d a y s Entdeckung, auf die
England in der Tat stolz sein kann, doch noch et.was anders ab. A. W. H o f m a n n berichtet. was
den Tatsachen jedenfalls entspricht, daR F a r a d a y im Jahre 1825 ,,during an examination of the
oily products separatedl) in the compressed oil gas
holders, then extensively used in London," also in
den Produkten, die sich in Bebiiltern ruit komprimiertem Olgas abgesetzt haben, wie man sie damals,
wohl nur fur wissenschaftliche Zwecke benutzte,
B e n z o 1 entdeckt hat. Tatsachlich handelte es
sich fiir den Entdecker nicht um diesen, oder den
so genannten Korper ;er berichtet in den Philosoph.
Transactions von 1825 einfach: .,On n e w c o m p o u n d s o f c a r b o n a n d h y d r o g e n and
on certain other products obtained during the
d e c o m p o s i t i o n of o i l b y heat."
Zusetzen mochte ich, daB dieselbe Verbindung
unzweifelhaft schon an vierzig Jahre frtihor bek a m t war. Bei meinem Eintreten fiir den gelegentlich der Ehrungen P e r k i n s so unverdient
zuriickgesetzten deutschen Anilinentdecker F P i e d l i e b F e r d i n a n d R u n g c konnte ich schon
1) International Exhibition 1862.
1863, S. 122.
Ch. 1!W.
18. Dezember 1908.
Heft 51.
XXI. Jahrgang.
London
Infang dieses Jahres in Nr. 22 der Cheni.-Ztg niitailen, daR im ,,Chymischen Worterbuch" von M a b
1 11 e r - L e o n 11 a r d i , Leipzig 1783, Bd. I, b6,
i09 steht, daR sich aus Steinkohlen durch Destilladon erzielen Iasse : ,,ein fast unschmackhaftes
gasser, ein hraungelbes, unangenehm b a 18 a n i s c h r i e c h e n d e s , und ein anderes brenziches, zaheres 01, die sich zu N a p h t h o l rektifisieren lassen (also zu B e r g o e 1 im altklmsischen
jinne), zu Petroleum" (hier sahon also auch die
Yebeneinanderstellung von Steinkohlendestillat mit,
gie man mutmal3te. sehr lihnlichem Steinijl), daR
lerner in ,,Herm D e m a c h y s Laborant im groBen
von S a m u e 1 H a h n e m a n n iibersetzt mit Aniang von Herrn Apotheker W i e g l e b und Anmerkung von Hcrrn Dr. S t r u v e , Leipzig 1784"
3argelegt ist, wie bei der in groSem MaBstabe begchriebenen D e s t,il l a t i o n von Steinkohle die einzelnen Fraktionen Rich verhalten, dsB man die eine
nur in Plaschcn fiillen diirfte, die man ,,wenigstens
3-4 Pinger breit leer" lassen miiBte, da13 man
Eerner mit E r d n a p h t h a Proben anstellte mit
3alpetersaure, die ein ,,bitterlich gewiirzhaftes, nach
Balsam riechendes Produkt" entstehen liew, und
ich schlol3 dareus, d a R man damals schon tatsiiohlich B e n z o 1 (neben Petroleum resp. Benzin) und
vermutlich auch N i t r o b e n z o 1 a n 60 Jahre
vor M i t s c h e r 1 i c h unter den Hiinden gehabt
hat. Und ich kann heute weiter zusetzen, daR
C a s p a r N e u m a n n (vgl. seine Praelectiones
Chemicae von ,]oh. Christian Z i m m e r m a n n
herausgegeben, Schneeberg 1740, S. 1493), wenn
er unter A n n o t a t i o n e s c a r b o n u m f o s s i 1 i u m erzahlt: Sie geben in der Destillation etwas
P h I e g m a t i s (Wasser) und einen scharf schmekkenden , (d. h. sulfurischen & = Spiritum), er in
letzterem sichcr auch Benzol vor sich hatte.
Den gedachten Kijrper studiertc F a: r a d a y
und nannte ihn, auf Grund seiner Untersuchung
und entsprechend dem damaligen Stande der Wissenschaft, b i c a r h u r e t t e d h y d r o g e n rnit
der Formel C12Hs.
Erst E i 1 h a r d M i t s c h e r 1 i c h wares beschieden, den Korper, der bis dahin nur wissens chaftliches Interesse als Sammlungsseltenheit
hatte, zu tzufen und ihn den ersten Schritt zum Beriihmt,werden tun zu lassen. Im Jahre 1833 fand er,
dal3 bei der Destillation von Benzoesaure, deren chemische Eigenart das Dioskurenpaar L i e b i g und
W o h 1 e r ein Jahr vorher ermittelt hatte, rnit
iiberschussigem Kalkhydrat nach der Formel
CI2Ho 2(Ca0.C02)
G,H,O,
2CaO
-
+
+
derselbe Stoff cntstand: er nannte ihn, weil er
dem B e n z o i n Lhnelte, B e n z i n , w i e ausseiner
Abhandlung: ,,Uber das Benzin und Verbindungen
desselben" bei P o g g e n d o r f f , weiter: ,,Uber das
B e n z i n und die Sauren der Talg- und Olarten"
ebenda 29, (1833) klar hervorgeht. F a r a d a y
rn
konnte sich fur diesen Namen, weil seine Endsilbe
dieselbe war wie bei den Alkaloiden, nicht erwiirmen. Wie R a u b e n h e i m e r angibt, nannte
er ihn B e n z o l ( S c h a e r in einer sehr interessanten Studieinder K a h 1 b a u m - G e d iic h tn i s s c h r i f t sagt, L i e b i g hktte1834 denNamen
in Vorschlag gehracht ; ich bin augenblicklich leider
nicht in der Lage, die beiden Angaben nachzupriifen), und A. W. H o f m a n n folgte diesem
(englischen?) Gebrauch in dem oben zitierten Bericht vom Jalire 1863. DemgemiiR nennt auch
F e h l i n g 1858inseinemH a n d w o r t e r b u c h
diesen Korper B e n z o l , B e n z i n , P h e n y l w a s s e r s t o f f (C1,H,)H, B e n z i n e usw. und
dementsprechend verhalten sich andere zeitgenossischen Werke. In franzosischen, z. .B. bei G i r a r d e t , Lepons de chimie klementaire, Paris 1861,
kommen dazu weiter B e n z B n e und P h B n e ,
H y d r u r e d e P h e n y 1. Es handelte sich in
diesen Fallen iibrigens sclion um das Produkt der
Steinkohlenteerdestillation, wie es C h a r 1e s
M a n s f i e 1 d im Jahre 1848 hatte darstellen lehren,
und wie es die Grundlage fur die die Welt eroberndc Anilinfabrikation wurde.
Von P e t r o 1e u m ( N a p h t 1.1e ) gibt er nur sehr geringfiigigc
Xotizen.
lm Jahre 1861 wird auch schon B e n z o l
(Steinkohlcnteerdestillat), rnit Magnesiumoxyd gemischt, als F 1 c c! k e n r e i n i g u n g s m i t t e l
von H i r z e 1 empfohlen. Er hatte ini selben
Jahre in P l a g w i t z hei Leipzig eine P c t r o 1e u m R a f f i n e r i e (der wohl kein langes Lehen
bsschiedrn war) angelegt,, und 1864 veriiffentlichte
er auf Grund seiner Erfahrungen eine Schrift,
die erste derartige in Deutschland: ,,Das Stein61
und seine Produkte".
Zwei Jahrc! friiher hatte, nachdem D r alc e
bei Titusville in Pennsylvania eine unendlich ausgiebige Erdolquelle erbohrt hatte, das P e t r o 1 e u ni seinen Siegeslauf zum Welthandelsartikel
begonnen. Es wurde in allen moglichen Praktionen,
die am schwersten siedenden als Schmiermaterial
(Globeol, Vulkan- usw. Ole) weiter zur Lichtdarstellung (Paraffin), als Salbengmndlage (Vaselin, Ungt.
Paraffini), leichter siedende zu Beleuchtungszwecken
(Kerosen , Photogen, SolarSI) mit Namen , die
die l'hantasie jedes Exporteurs oder Destillateurs
frei erfand, in den Handel gebmcht. Die Pharmacopoea Borussica V. von 1863 nahm 01. P e t r a e auf,
das zu allen moglichen Zwecken iiukrlich und innerlich verwandt wurde; ahnlich der alten N a p h t h a
auch gegen Eingeweidewiirmer und gegen Haut,krankhciten, deren Urgrund Insekten - Invasionen
sind
Es ist naturlich, daB i n derselben Zeit eine Unmenge von Chemikern sich mit dem alle Welt interevsierenden Kiirper beschaftigte. Die Journale
wimmeln von Artikeln anch iiber P e t r o 1 e u m N a p h t h a , P e t r o l e u m - B e n z i n , welchen
Namen man jedenfalls ob einiger Bhnlichkeit dieses,
wie man mutmaBte, auch mit den Steinkohlen, mit
fossilen Produkten, mit Bitumen zusammenhangenden Kiirpers mit dem Steinkohlendest(i1lat gewahlt
hatte, und P e t r o l e u m - l i t h e r . Es machte sich
wenig spater auch infolge von mancherlei Ungliicksfiillen, die durch ein Brennmaterinl mit allzu leicht
siedenden, in Dampfform mit I d t gernischt explo~
.
dierendenz) Bestandteilen hervorgerufen waren, die
Notwendigkeit geltend, sich gegen solche Vorkomninisse zu schutzen, und es war der weit ausblickende
H e r m a n n I1 a g e r , der 1866 in seiner ,,Pharmazeutischen Ckmtralhalle" eine E n t f 1 a m m u n g s p r o b e empfahl.
Als Fleckenreinigungsmittcl, als ,.F I e c k w a s Y A r" machte ein leichtsiedendes t'etroleumdestillat seit 18683) der Frankfurter B r 6 n 11 e r (in
ovalen Flaschen mit rosa gefarbten Etiketten) volkst,umlich, und in hmselben Jahre machte d A H a c n
in Hannover bekannt, daB er rs destilliere.
1872 nahm die Pharmacopoea Germanica einen
A t h e r 1' e t r o 1 e i vom V. G. 0,76 auf.
DaB wenigstens nicht durchweg klar war. dal3
Steinkohlen- und Petroleumbenzin wesent.lich verschiedene Produkte waren, geht daraus hervor,
daB z. R. H ,e e r e n 1877 auf Unterschiede hinwies.
Er spricht neben Yetroleurnather von Naphtha,
Gasolin, Ligroin. H a g e r empfiehlt 1880. die Steinkohlen- und Petroleumdestillationsprodukte einfach durch Vorsetzen beider Quellennamen ZUI charakterisieren, sie also Benzin. Petrolei und e ligno
fossili zu ncnnen, und im selben Jahre noch
spricht er seine Gcnugtuung daruber aus, daU die
DrogengroRhandlungen, also wohl auch die Fabriken,
diese Gepflogenhcit angenommen hiitten. -41s
R c n z o 1 p u r i s s i m u m kani ein Priiparat aus
Benzoesaure. ferner Steinkohlen- und Braunkohlenbenzol in den Handel. Eine neue I'erubnlsamprobe mit Petroleum- Benzin scheint wesentlich niit
dazu beigetragen zu haben, sich die Fnttrschiede
zwischen den beiden Praparaten VOI' Aagen zu
halten und ijie durch die beiden Namen ni nnterscheiden.
1881 werden verschiedene Gerate fur die Entflammungsprobe bespruchen, und der A h e 1 sche
wird offiziell eingefiihrt.
1882 schlieRlich nimmt das offizielle 'D e 11 t s c h e Arzneibuch B e n z i n u m P e t r o l e i
und B e n z o 1 (das F a r a d a y - M i t s c h e r 1 i c h - M a n s f i e 1d sche l'riiparat,) auf, \ i d da.mit war die Namengebnng in Deutschland und dank
der Stellung der deutschen Chemie wohl auf dcr
ganzen Erde festgelegt. R a u b e n h e i m e r kann
mitteilen, daB in Portugal B e n z o 1 noch €3 e n z i n a ni heiBt. Das zeigt eine Ruckstindigkcit. des
,,pars", iiber die man Rich bei dieseni ,.toturn".
nicht eben wundern wird. Die vortreffliche P 11 a r m a c o p o e i a o f t h e U n i t e d S t s t . e s hat
sich dem obengedachten Namen angeschlossen. Fur
R e n z o I e gibt sie nur noch nls Synonym I3 e n z e n e an. Es ist wohl anzunrhmen, dall Handel
2) Die Alten kannten die leichte Entzundlichkeit der N a p h t h a auch schon. P l i n i u s erzahlt (2,109): ,,Rie hat grol3e Verwandtschaft zum
Feuer, denn dieses springt ihr sobald es in die
Nahe kommt, zu." Die K r e u s a sol1 auf diese
Art, weil ihr, also wohl in Naphtha getauchter
Kranz, dem Fruer des Altars zu n d i ? kam, w r brannt sein!
3) Auch die oben gegebenen Naehrichten lassen
erkennen, daB diese Zahl richtig ist, und daB es
sich bei der anderen Angabe in dem eben zum
zweiten Male ersehienenen Handbuch von D R n ns t 5 d t e r um einen Drnckfehlrr handrln muB. Von
B e n z i n spricht er gar nicht.
XXI. Jatugang.
Dezember 190s.]
Heft 51.
und Gewerbe sich ihren Wunschen anbequemen
werden. Rie p a l t e sich ubrigens Beschliissen an,
die die ,,American Association for the Advancement of Science'. von 1887 faBte, und der sich
die wissenschaftliche Welt nicht anschlofi, allerdings auch kaum anschlielen konnte,
Die Endung ine gilt nur fur Alkaloide; bei
neutralen Korpern wie Benzin soll das End-e fort
fallen. Die Endung ol soll Alkohole charakterisieren ;
die Endung ene soll das Kennzeichen anderer
Korper, (Benzole) sein.
Demgemiil sollte Glycerin lieber Glycerol, Benzol
lieber Benzene hei5en.
Beide Namen sind in der Pharmacopoeia als
Synonyme beigefugt.
Darf ich von den Angaben in dem ausgezeichneten ,,Cours de Chimie organique" von G a u t i e r
und I) e 16 p i n e , Paris 1906, auf die Wissenschaft
in Frankreich schliefien, so ist sie konsequenter vorgegangen als Nordamerika und wir: 1)er (:ours
spricht von B e n z e n e ( B e n z i n e ou B e n z o 1)
und van E t I i e r d e p e t r (1 1 e (V. G. 0,600-0,650)
und E s s e n r e d e p e t r o l e ( L i g r o i n e d u
c o m m e r c e) V. G. 0,659-0,720.
I n England schwankt man, nach R a u b e nh o i m e r , hin und her. Doch braucht die Pharmacopoeia B e n z n 1 wie wir, und im allgemeinen
srheint R e n z i n fiir d%sPetroleumcLestillnt bevorzugt. zu wrrden.
Wie scheidet man Nickel am besten
ab auf elektrolytischem Wege?
+
1. NiS04(NH&S04
6H20,
2. NiCl,
6H20 und
3. Ni(NO&
6H20
verwendet wordcn, i n denen nur Fe in geringcn
Mengen als Verunreinigung vorhanden ist.
Die Versuche wurden in der Weke angestellt,
da13 zunachst eine Nickelammoniumsulfatlosung
nach den verschiedensten Methoden der Elektrolyse unterworfen wurde und d a f3 s o d a n n a u c h
aus Chloriden und Nitraten das
Nickel elektrolytisch rtbgeschieden worden ist, obwohl allgemein
dieMeinung3) herrscht, d a l die Anwesenheit von Chloriden bei der
Elektrolyse des Nickels storend
w i r k e , u n d daf3 d i e N i c k e l a b s c h e i d u n g aus N i t r a t e n n i c h t a u s f u h r b a r
s e i. Diese vollig unberechtigte Annahme wird
durch die stattgehabten Versuche im folgenden
widerlegt.
Fiir die Versuche wurden drei verschiedene
Elektrodenformen verwendet und zwar :
A) eine Platinschale als Kathode und ein
Platiiteller als Anode,
B) eine W i n k 1e r sche Platindrahtnetzelektrode als Kathode und eine Platinspirale als Anode
und
C) ein Platinkonus nls Kathode und eine
Platinspirale alr Anode.
+
+
Methode: F r e s e n i u s - B e r g m a n n.
1. Versuch.
NiSO4(NH4),SO,
6H,O unter Zusatz von NH,
bei gewohnlicher Temperatur
+
Von Dip1.-Ing. AUQUST
ScHn&imN-Eisleben.
A
B
C
Platin. Drahtnetz. Platinschale elektrode konus
(Eingeg. d. 2/11. 1908.)
Die elcktrolytische Abscheidung des Nickels
ist in neuerer Zeit sehr in den Vordergrund des
Interesses getreten, zumal durch eingehende Untersuchungen von A. T h i e l und A. W i n d e l s c h m i d t 1) festgestellt worden ist, daB die
C 1a 13 e n sche Oxalatmethode, die in der Praxis
so vie1 Anwendung gefunden hatte, unbrauchbare
Resultate fur die Nickelbestimmung liefert. Zwar
hatte F o e r s t e r 2 ) schon darauf hingewiesen,
daf3 es wiinschenswerter ware, urn die Bedingungen
der Elektrolyse des Nickels moglichst einfach und
iibersichtlich zu machen, die Liisungen komplexer
Salze ubcrhaupt zu vermeiden und die Elektrolyse
nur in Sulfatlosungen vorzunehmen. Diese Forderung ist aber praktisch-nicht gut durchfuhrbar, im
iibrigen auch gar nicht notwendig.
Bei der quantitativen Abscheidung des Nickels
aus wasserigen Losungen eines seiner Salze durch
Elektrolyse ist es vor allen Dingen notwendig, daB
der elektrische Strom das Metall regulinisch abscheidet, und daB die negativen Metalle, wie Cu. As
und Sb, sowie groBere Mengen von Fe, Mn und Al,
welche Metalle durch analytische Arbeiten zu entfernen sind, im Elektrolyten fehlen. Dcshalb sind
fiir die Versuche zur Herstellung von Elektrolyten
nur die Nickelsalze :
1)
2)
2579
Schumann:Wie scheidetmanNicke1am besten ab auf elektrolyt.Wege?
Diese Z. 20, S. OOOO (1907).
Diese 2. 19, 1842 u. 1889 (1906).
Angew. Nickellosg (ccm)
,, NH, (konz.) (ccm)
HzO
(ccm)
99
25
40
85
..................
Elektrodenentfern. (cm)
1
Badspannung
(Volt) 5,44
Stromdichk
(Amp.) 0,35
Temperatur
18"
Dauer d. Elektrolyse(St.)
4
Angew. Nickelmenge (g) 0,1828
Gefunden Ni
(g) 0,1826
Differenz
(g)--o,oocuz
,, des angew. Ni (yo)-0,ll
25
40
85
25
40
85
*
1
6,14
0,37
18'
4
0,1828
0,1828
-
.....
095
5,64
0,46
18"
4
0,1828
0,1828
-
-
Der Verlauf der Elektrolyse war normal, und
die Nickelniederschlage hafteten fest an den Kathoden und hatten metallischen Glanz, so d a l sie
kaum vom Platin ZU unterscheiden waren.
Methode : F r e b e n i u s - B e r g in a n n 4 ) .
2. Versuch.
NiS04(NH4),S0, + 6H20 unter Zusetz von NH3
bei einer Temperatur von 60-70'
A
B
C
Angew.Nickellosg. (ccrn) 25
25
25
,, NH, (konz.) (ccm) 40
40
40
3 ) F o r s t e r , Elektrochemie wgsseriger Losungen (1905). C 1a B e n , Quantitative -4nalyse
durch Hlektrolyse 000.
4) Z . analyt. Chem. 19, 314 (1906.)
3?3*
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