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Beobachtung am Spinngewebe und Mittel auf schwingenden Oberflchen die diesen parallelen Bewegungen sichtbar zu machen.

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XIV. Beobachtung am Spinngewebe und Mittel,
nuf schcvingenden ObarJlri’chera die die.sen pa-
mllelen Eewegungen sichtbar Z L L - maciim.
A u s einem Schreiben des Hrn. I;: St r e h Zke
an den Herausgeber.
-1
1x1
Sommer 1535 habe ich bemerkt, d a t an bethauten Spinngeweben der Kreuzspinne die Radien dcs Gewebes niemals Thautropfen zeigen , w;ihrend die schlaffer gespanntcn Querfiden reichlich damit in rege1m;ikigen Zwischenraumen bedeckt sind. Diese Tropfen bestehen aber nicht, wie man erwaiten sollte, aus biofscui
atmospharischcn Wasser, sondern aus eiiicr Verbindung
desselbeu. init der lilebrigcn Fliissiglieit, woraus jciic
Querfiiden bereitet sind. Uebergiebt wan ein Syinngewebe im Sonnenschein mit Wasser,’so verbindet sic11 jcne
Feuchtigkeit sogleich mit dein anhaftenden Wasser, und
schon nach cinigen Minuten sind gaiize Stellen des Gewebes
mit eiiiem zarten, nicht uberall gleich durchsichtigen Hiiutchen bedeckt. Man kanii die durch den h’iederschlag
des atmosphkischen Wasserdampfs auf den Spinngeweben gebildeten Tropfen leicht in Faden ausziehen, und
ich habe mir auf diese Weise in das Ocular eines Fernrohrs Faden eingezogen, die bis jetzt, so vie1 sich bemerken l a b , keine Versnderung erlitten haben.
Eine zweite Bemerkung, scbon in1 Jalire 1835 gemacht, welche ich Ihrer giitigen Berucksichtigung empfehle,
betrifft ein Mittel, die Richtung dcr Bewegung sichtbar
zu machen, welche auf schwingeaden Oberflachen der
Oberflache selbst parallel gcht. Bei dem Aufstreuen von
Sand oder Ljcopodiuu gelien diese bevvegten Kijrper zii
schnell an die ruhenden/Stellen, als dafs das Auge Zeit
hiitte, den Verlauf der Erscheinung zu verfolgen. Das
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folgende einfache Mittel gestattet, die Bewegung der
schwingenden Flache an einer bestilnrnten Stelle Iangere
Zeit hindurch zu beobachten. Man bringt zu diesem Ende
Lycopodium auf eine Wasserflacbe, am besten, indem
inan die durchlbcherte Buchse, welche dasselbe enthalt,
n i t einem feinen Gewebe iiberbindet, doch darf die Wasserflkhe nur so uberstaubt werden, dafs das Lycopodium iiberall eine wenig zusaminenbangende Flache darstellt. Darauf faucht man eine Scbreibfeder oder eine
diinne Therrnornetcrrijbre in das Wassen und bringt damit Tropfen hervor an den Stellen der Korpcr, deren
Bewegung beim Tiinen untersucht werden soll. Sobald
die Vibrationen beginnen, zeigen sich lebhafte Bewegungen in den halbkugelfiirmigen Erhbhungen, welche die
Wassertropfen auf den schwingenden F l k h e n bilden. 1st
die Erreguog nicht gar zu rnzchtig, so zerfNt die Bewegiing der Tropfen in zwei Wirbel, von der Form Fig. 12
Taf. I. Die Scheidegranze A B der beiden Wirbel zeigt
die Richtung der an 'dieser Stelle paraIleI zur Oberflgcbe gehenden Bcaegung an. 1st nun C D eine bei der
Vibration der Oberflkhe in Ruhe bleibende Linie, welche sich diirch aufgestreuten Sand sichtbar machen Iafst,
so ist die Bewegung zweier Tropfcn zu beiden verschiedenen Seiten der Linie C D durch Fig. 13 Taf. I angedeutet. Cringt man noch Sand a u f die schwingende Fluche, so tritt er sogleich in die Tropfen liinein, afier die
stzrkste Tonerregung kann ihn nicht ails derselben herausfiihren. Inimer bleiben die Saudanh3ufungen im Innern des Tropfens, aber die Lage, obgleich 'inimer in
der Richtung der Trennungslinie der beiden Wirbel, ist
in Beziehung auf den Mittelpunkt des Tropfens verschieden, je nach der Entfernung, welcbe der Tropfen selbst
von dem Piiiikte der starksten Erschiitterung bat. I n
iler Babe dieses Punktes bleibt der Sand in der Mitte
des Tropfens, in der Nahe der ruhenden Linien der
schwingenden Flachen Iiegt er auf der Seite, melche die10 Jr
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sen Linien am nzchsten ist.
In den Zwischenlagen liegt
die Sandanhaufung zwischen dem Mittelpuiikte des Tropfens nnd dem Rande desselben. Auf den diinnsteir Blattchen von Papier, GIimmer u. s. W. kann man noch jene
Wirbel bemerken, wenn inan jene Blattchen mit den
schwingenden Kiirpern verbindet. So longe die Intensitat der Schwingung nicht iiber eine gewisse GrYnze hiuausgeht, zeigen sich nur zwei Wirbel; wird diese Grsnze
iiberschritten, so zerfzllt die Bewegung in eine griifsere
Anzahl kleinerer Wirbel, welche den Wellensystemen
voraufgehen, womit zuletzt die Oberflache des Tropfens
sich beheckt. Bringt man einen solchen mit Lycopodiuin
bedeckteii Wassertropfen iiber eine Klaviersaite, so dafs
diese davon umhiillt wird, oder auch zmischen zwei Saiten, so kommt der Tropfen beim Anschlagen der Saite
sogleich in eine Rotationsbewegung, mobei die Pole in
der Axe der Saite liegen, im Aequator erfolgt eine selir
lebhafte Drehung des Lycopodiums. An jeder Stelle der
Saite, wohin der Tropfen gebracht wird, liifst sich die
Richtung des Anschlags an die Saite durch einen pbtzlich , im Augenblicke des Anschlags sichtbaren Auswuchs
auf dem Tropfen erkennen, und man kann auf diese
Weise wo%I zu der Vermuthung gefiihrt werden, dafs
sowobl hier als bei gestrichenen Saiten eine drehende
Bewegung regelmjifssig die Saite durchlluft.
XV.
Ueber ein nus f i s s i l m Jnfusorz'en bestehendes, 1832 z u Brot gebackenes Bergmehl oon
den Grunzen Lapplanas in SchmerEen; con
C. G. E h r e n b e r g .
( A u s den Berichten der
K. preufs.
Acndemie der ~ ' i s s e n s c l i a f t e ~ ~ . )
D i e an Hrn. R e r z e I i u s gesandten Proben der fossiIen
Infusorien haben Hm. Prof. K e t z i u s in Stockholm, ei-
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