close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Beobachtung ber das Chlorjod.

код для вставкиСкачать
116
kann, und dieser Geruch ist nur dann recht deutlich, wenn
man die Flaschen, in denen sie enthalten ist, bffnet. Ich
habe nicht gesehen, dafs sie Gold angriffc, wie man augegeben hat.
Wenn man die Abbandlung von D a v y nacliliest *),
so sieht man, dafs er nur mit einigen Granen gearbeitet
hat, woraas hervorgelit, dafs ibin nur eine sehr gcringe
Menge von dieser Substaiiz zii Gebote stand, und dafs
er sich daher bei seinen Versuchen leichi irren konnte.
Dafs diese noch vou Niemanden wiederholt worden sind,
liegt .cr;al~rscl~ei~ilich
in der bisherigen Schwierigkeit , die
Jodstiure darzustellen. Es ist niir cine Genugttioung, diese
Schwierigkeit Sehoben zii haben, iudein ich den Cliemikern ein Mittel an die Hand gab, sich diese Jodssure in
Menge zu verschaffe~i; SO dafs sie nuu Untersuchungen
mit ihr anstellen uiid vielleicht nutzliche Anwendungen
FOQ ibr machen kiinnen.
XIV. Beobachtung iiber das Chlorjoct;
oon IIrn. Sdrullas.
-
(Annul. de d i m . ed de p h y . T. XLIIL p. 208.)
D i e s c b n e Arbeit des fin. Gap-Lussac iiber das
Jod liefert uns nocb heute, nach funfzehn Jahren, d a t
die Chclniker aus ihr scbirpfen, mehrere allgemeine Ansichten, welche als Grundlage interessanter Untersuchungen fiir die Wissenschaft dienen khnen. Eioige Karper
aus der g d s e n ZazIl derer, die wir hicr zum ersten Male
kennen lernen , sind, wie schon bei Gelegenheit meiner
Abhandlung iiber die sauren jodsauren Salze des Kali’s
gesagt ist , einer ausfiihrlicheren Untersuchung Bhig , ais
sie der Verfasser aus Mange1 an Zeit unterwerbn konnte,
*)
dnnal. de chimie,
T.XCVX
p . 289.
117
Die neue Untersuchung, wclche ich iiber clas Cblojod
angestellt habe, Iieferte inir folgende Thatsachen.
Das Chlorjod kann am seiner Liisiing in Wasser,
selbst menn sie sehr verdiinnt is!, dtirch Scliwefelssure
gefiillt werden; man setzt diese in zieinlich grofser Quantitat binzu, und zwar portionenweise, urn eine zu crofse
ErwZrniung zu verhiiten, wozu man auch noch das Gebfs
in kaltes Wasser stellt. Das Chlorjod scheidet sich in
Gestalt einer weifsen kssigeii Suhstanz ab, die, nachdem
sic melir ColiHsion angenominen hat, die diesein Cldorure eigentliiirnliche orangengclbe Farbe annimint.
as au's seiner w:icsrii;cn L$ufliisueg durcli Scliwefels h r c gefiilltc Chlorjod liist sicli in dcrselbcn Flksigkeit
durch Erwlirmung I\ ictler auF, und schl;iy[ sicli bciin Erlialten aberinals niericr ; durch cine geIintlc Erhitznng kann
man es auch abdestilliren, n'a es sich dnnn irri IIalsc der
Retorte vcrdicbtet.
Die Frage, ob das Cblojod sich unzersetzt iiii Wasser h e , oder dabei in ChlorwesserEtoffssaure und Jodslure zerlegt werde, ist nicht so ohnc weiteres zu beantworten. Icli war durch Griinde, die ich friiher eitimal
angegeben hnbe, zu diescr lelzlen Meiniing geneigt; allein,
da die Jodsjure und Chloraasserstoffslure sic11 gegenseitig zersetaen, so ist mir die anderc Ansiclit wahrscheiolicber; wenigstens scheint mir, \vie auch eioigc andere Qtemiker glaubea, dafs, bci einer gcwissen Concentratiou
der Flussiskeit, das C h l o j d als solches in dcrselben
Flussigkeit enthalten sey, dagegen als Jodsiiure und Clilor~vasserstoffs5ure,wenn die Flussigkeit verdiinnt uud farb10s ist.
Die Eigenschaft der Schwefels%ure, das Chlojod aus
seiner LBsung in Wasser zu fiillen, fiihrtc mich darauf
zu selien, ob man einen hhnlichcn Niedersclilag aus eiiier
Li)sung von Jodsaure und Chlorwasserstoff~~ure
bekotnmen werde. Wirklich schlog Schwefelsaure ails diesein
Gemenge ein Chlorjod nieder, welches dem im ersteren
118
FalIe abgeschiedenen Chlorjod durchaus gleicli war. Beim
Pineingiefsen der Schwefelszure entwickelte sich Chlorwasserstoffsiiure, und erst, wenn diese Entwicklung aufgehiirt hatte, bildete sich ein Niederschlag. Es ist also klar,
dafs hier cine Zersetzung beider Siiuren, unter Bildung
von Wasser und Chlorjod, statt gefunden hat.
Die augenblickliche GelbfIrbung der Flussigkeit beim’
Vermischen von JodsBure und Clilorwassers(offsaure m u t
glauben lassen, dafs das Chlojod durch den blofsen Contact dieser beiden Siiuren entsteht, und nicht durch die
Wirknng der Schwefelszure, welche nur dic Abscheidung
desselben bedingt, indem sie sich des Wassers, worin es
gelbst ist, bemschtigt.
Diefs wird durch den folgenden Versuch bestltigt.
In eine Flnsche voll trocknen salzsauren Gases bringe
man gepulverte JodsHure. Die Einwirkung ist rasch, und
zeigt sich an der Obcrflache der JodsSure durch ein lebliaftes Sieden. Es wird W I n n e eiitwickelt und Chlorjod
gebildet , wclches anfangs fliissig ist , beim Erkalten aber
in sehr langen Nadelii . krystallisirt, theils in Masse am
Roden des GefSTses, theils an den Wgnden desselben;
diefs hiingt vielleicht von der Gegenwart eines Ueberschusses vom chlorwasserstoffsauren Gase ab; es bleibt
bis zu 15 oder 20° C. fliissig und schmilzt zwischen 20
rind 25O C.
Die in dicser N o h niedergelegte Beobachtung scheint
mir kichtig, weil sic besfimmt beweist:
1) Dab Clllojod gebildet wird, wenn Jodslure und
ChlorwasserstoffsZure gelfist zusammen kommen ; diefs
konnte man nicht oach der bloten hnalogie, die zwischen den Eigenschaften dieser Lilsung und denen der
ChlojodI6sung stattfindet, vermuthen, da kein directer
Versuch in dieser Beziehuiig bisher angestellt worden war.
2) Dafs das Chlorjod, wie es seine Eneugung unter
diesen Urnsttinden beweist, eine Verbindung in festem
119
%-erhfltnisse ist, und genau die friiher fiir ihn aogegebene
Zusammensetzung besitzt.
3) Dafs das Chlojod sich unzersetzt in Wasser
]tist, Prenigstens bei einer gewissen Concentration der Fliissigkeit.
4) Endlich kann es auch nicht fehlen, dafs die merknfirdige Eigenschaft der Schwefelsiiure, das Chlorjod aus
seiner wiifsrigen Aufliisung zii fdlen, ghnliche Anwendungen auf andere KOrper gestatte, was ich auch schon
durch die KrystaIIisation der Jodssure erwiesen habe.
XV. Yon der W h k u n g
zwirchpn rler Jodsaure
dern reiizen orleer cssigsauren Moryhin;
con Hrn. S t r u l l a s .
lint.!
(Annul. de elrim. e i de phys. T. XLIlI. p . 211.)
T v e n n man, bei gcw8hnlicher Temperatur, geliSsle Jodskire nur mit einemt einziseii Gran reinen oder esaigsaurcn Morphins versetzt, so Cirbt sich die Fliissigkeit stark
rothbraun, untcr Aushnnch~ing cines sehr lebhiften Jodgeruchs. Der hiinrIcrtste ' h i 1 eines (;ran essigsauren
Morphins ist hinreichend , diese Erscheiniing auf eine noch
merkliche Weise hervorzubriogen.
Die Wirkung tritt
sebr rascb ein , wenu die Fliissigkeit etwas concentrirt,
langsamer, wenn sie verdiinnt ist; allein selbst in 7000
Theilen M'asser ist sie nach einigen Augenblicken noch
wabmehmbar.
Qiinin, Cinchoniri, Veratrin, Picrotoxin, Narcotin,
Strychnin und Brtmin wirken durcbaus nicht auf die Jodsiiure; ivzbrend die geringste Menge von reinern oder
essigseurem Morphin, wclche man diesen Substanzen hinzusefzt, durch die augegebeuen Veranderungen, d. h. durch
den chartikteristischen Gerucb und die Farbe des Jods
bemerklich wird.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
177 Кб
Теги
ber, chlorjod, das, beobachtungen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа