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Beobachtung eines ungewhnlichen Regenbogens; aus einem Briefe des Hrn. Dr. Beer

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war iiebeii dcr Zeit und der Teinperatiir noch die IIBhc
der Wasserschicht, in sofern (lurch dieselbc dcr Luftzutritt
melir odcr ininder verhindcrt wurde, wie unrnittclbare Milcerationsversuche, die unter andern auch an llioosen angestellt wurden , anschaulich machen. Aehnliche Versuche
an Flechten ergahcn, dak diese Pflaiizeii untcr cincr Wasserschicht von 6 Lis S Zoll allerdiligs sich rascli zcrsetzcii,
daCs clicselbcii dagegcn unter ciiier Schicht von 12 ,is 36 Zoll
sicli seit dein Novciiiber 1S50 bis jctzt ziciiilicli gut erlialteii
habcu, so (lab es schwvcr erkl%rlich ist, weiiii wirklich
Flecliten in dcr Flora der Steinkohletifor~nationesistirtcn,
warum dieselben sich iiicht in fossilein Zustaode tiaclrwveisc~i
lasscn. Fur die Steinfleckten ist die Ursaclie dicser Erschcinung wahrschciiilicli in clcr stnrken Zertriiiiinicrong
~ l u dZcrsetzui>g der Felseii zu suchen, auf deneti dieselben
vegetirten.
Dafs endlich die Pflanzen, welclie gegcnwiirtig die Steinkohlenlager bilden, at8 derselbet8 Slelle, wo sie ~ O I C ~ S ~ I E ,
sich in die Kohle uingeivandelt haben, Iiifst sic11 iiacli dcii
neuesten Untersuchiingen iiiit der griifsten WaLrsclieiulichkeit behauptcn.
Zur Erlhterung wurdcn die charnkterischen, i n dcr
Steiiikohle ciitlialteiicn Pflanzenfoorincu aus der Smiiilung
dcs Vortragendeu vorgelegt.
T r i e r , 4. April 1852.
- I c l i ergreife diese Gelcgcnhcit, urn Ihnen noch P O I \
cinein interessaiitcn niete6rologisch - optischen Phiinomen
Mittheilung 211 machen, das sich mir aaf incincr Rcisc r o i l
Bonn hierher am 30. Mirz zu Coblenz clarbot. Als icli
niiinlich dort zur Zeit dcs Sonoeii - Uatergangcs kings dcln
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Rhciiie einhergiug, wurde ich, miilireiiil sicli eiu leicliter
Gewitter-Regen ergofs, einen Regenbogen gewahr, dessen farbige Ziisainmensetzuiig von der norinalen theilweise
ilbwich. Der Bogen liatte die Gestalt cities I-Ialbkreiscs
ond war von dem griikeren Nebenbogen begleitet. Seine
beiden auf der Erde stehenden Enden zeigteti die ge~viihiiliclicFiirbniig, iiur trat, wahrscheinlirli weil clas Soiiiieiiliclit stark gelb gefsrbt war, das Violett fast p i z zuruck. I n dein hiiheren Theile VOII
/
4
(1 bis b aber zeigte sich die hier
augegcbene eigenthiimliche FarqF beoordtiuug.
.'I
)/I
Rotb
O r s n ~ eBind Gelb
Huih
G i i u und Illru
Riithliches Violett
(ielb
Viulett
Griin und Illra
Riitbliehes Violett
Violett
Von inin bis nn folgten sicli die gemiihuliclien Farben,
nur daL der unterste Bogen, ivelcher violett seyn sollte,
riithlicli erschien. Von n n aber bis p p mareii aufsergew iihnliche Farben, welche in Ordnuiig und Breite inerklicii ubereiiistiinmten mit der zwischen q q und n n gelep i e n Zone. Hieriiacli verliielt sich die Saclie SO, als ob
sicli zmci Regenbogen R uiid R' vorgcfunden, die sicli
tlicilneise deckten. Das Koth dcs Bogens R' stiirte in
seinein schw~cherenau€seren Theile die Farben V O I ~R nicht
und verlich niir in seinein starkeren Theile tlein Violctt
des letzteren eine riithliche Fsrbung. Und das schwadie
Violett dcs Bogeiis R stiirte die Farben von R' niclit inerklich. Ich kam sogleich auf die Vermuthung, daCs die unteren aule,.~ewiihiilicheiiFarben dem Regenbogen zuzusclireiben scyeii, welcher der hterferelrz seine Entstehung
vertlnnht. Da ich jedocli die Theorie des letztereli nicht
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kenne, und auch hier keine Gelegenheit zum Nachschlagen habe, so konnte ich mir hiertiber keine Gewifsheit
verschaffen, und mufs somit Ihnen die Deutung des beschriebeneii Phgnomenes uberlassen. Soviel ich mich erinnere, sol1 der Interfereiiz-Bogen nur bei kleinen und
nahezu gleich grofsen Regentropfen ZUIU Entstehen kommen. Bei dem (von Donner begleiteten) Gewitter - Regen , dessen ich erwlhnte , miigen wohl die Regentropfen
nahe gleich grofs gewesen seyn, jedenfalls aber waren
sie nicht klein.
X. Elitzsc1ilci;ge u n
chr Leitung des clektro- rnugnetischen I’elegruphen der Bonn - Kiilner Eisenluhn ;
von N b g g e r a t h .
D i e heftigen Gewitter, welche gegen Ende Mai‘s und in
den ersten acht Tagen des Monats Juni sich,in der Cregend
von Bonn entluden und lnelirfaches Eiiischlagen des Blitzes
zur Folge hatten, wobei einige Tiidtungen von Menscheii
und Vieh vorgekommen sind, brachten auch einige Zerstiirungen an der Leitung des elektro-magnetischen Telegraphen der Bonn - Kiilner Eisenbahn hervor, welche in ihreri
Eigenthulnlichkeiten denkwurdig genug erscheinen, um liier
naher b eschrieb en zu w erden.
An den beiden Tagen, am 27. Mai Nachmittags zwischen 3 und 3; Uhr, und am 8. Juni Nachmittags 3; Uhr
knden diese Ereignisse statt. Sie waren in ihren Folgen
einander Hhnlich, aber kraftiger am 8. Juni, als am 27. l’tlai.
Am ersteren Tage h a t der Blitz sich am Telegraphendrahte
unfern des Bonner Behnhofs , zwischen der Endenicher
Strafse und der sogenannten Heerstrafse, welche die Eisenbahn einschneidet, entladen. Auf dieser Streckc waren
namlich siebzehn Telegraphen -Staiigen, die eine von der
andereii ungeftihr 80 Furs cntfernt, mehr oder weniger be-
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