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Beobachtungen am Eisenspath.

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W e n n man angiebt, d a k der Greenovit BUS Titan
rind &Iangnu bestehe, und nur wenig Kieselerdc von beigenierigtern Qunrze lierrulirc, so ist diefs blocs zuin Tlieil
wahr. Das Rlineral zeigt ganz das Liihrolirvcrhalten anderer Titnnite, n u r init dern Unterschiedc, dafs cs stark
auf Mangnnosydril reagirt , und dieses wolil jcdenfalls
n1s basisclier Bestandheil darin cnthalten ist. Die Kieselerde jedoch gchiirt wesentlich zur Mischung, wovon
sich aucli Mr. P I n t t n e r uberzcugte, nachdein er gefalligst eiiie qrialitative Untcrsticliung veranstnltct hnttc.
W i c w i r zeitlier sclion cinen innnganischen Pyroscn,
einen manganischen Epidot hatten, so habcn wir aucli
cinen manganischen Titanit, diesen in dem Grccnovit.
F r e i b e r g am 11. Jan. 1813.
S II.
Beohachtimgcn a m Kiscnspnth.
con A. B r e i t h II. u p t.
1) Junckerit i d c n t i s c h
mit
Eiscnspnth.
Es ist bcknnnt,
dal‘s CIr. D u f r e n o y init dein Namen
J u n c k c r i l ein Mineral von Pouilnouen in dcr Bretagnc
belegte, d n s , indein es ganz die chcinische Zusammensetzung des Eisenspathes (dcs Carbonites ferrosus) liatte,
in rhombischcn Prismen von l O 8 O 28’ krystallisirt s e p
sollte. Im vorigen Jalire crhielt icli durcli Herru Dr.
B o n d i ein Exemplar des sogenannten Junckerits, d e r
ganz so mit Quarz gemengt ist, wie es Hr. D i i f r e n o y
angegeben, und zii dcssen Untersuchung mich die tiiuscliendc Acliulichkeit init Eiseiispatli einlud. Es ergab
sich alsbald, thfs dic Krystnllisation, welche eine Combination eines. rhoinbischcn Prisma’s init einem Dome
seyn sollte, aus einer Cornbinalion cines spitzen Rhornbogden mil tfem bnsischen Fkicfienpputrrc bestnnd, uiid
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dafs d i e S p a l t b a r k e i t e b e n S O d e u t l i c h u n d un= w e i f e l h a f t f l a c h r h o m b o B d r i s c h s e y , w i e bei
d e m E i s e n s p a t h e . Die richtige Erkennung wird dadurch erschwert, d& die Krystalle nicht allein kleio,
sondern auch zugleich gekriimint und nicht selten ungleichmsbig ausgedehnt sind. Dergleichen Verzerrungen
einer Krystallisation kiinnen ungemein leicht eine Tauschung veranlassen. Es fallt also die specifische Selbststhdigkeit des Junckerits und die daraus gefolgert geweseoe Dimorphie des kohlensauren Eiseuoxyduls weg.
Uebrigens sind inir ahnlich mifsgestaltete KrystaIIe des
Eisenspaths von der Grubc Neu Leipziger Gluck zu Jahanu Georgenstadt bekannt, und erst ganz kiirzlich babe
ich wieder solche vom Oligonspath (Curbunites oligus)
von Ehrenfriedersdorf durch Hrn. Assessor P e r 1 erhalten.
2) N e u e G e s t a l t und neuer Cliarakter drr Combination.
Als ich im ietzten Herbste zu Lobenstein anwesend
war, fand ich in der Mineralien-Sammlung von Ihro
Durchlaucht der verwittweten F r a u F u r s t i n Franc i s c a v o n R e u f s - L o b e n s t e i u einen Eiseuspath vor,
dessen Combination mir ganz neu war. Die Durchlauchtigste Frau hatte die Gnade, inich mit der grofsen prachtigen Druse, welche 30 bis 40 aufsitzende Krystalle von
der GraLe cines Daumengliedes zeigte, zu beschenken,
als sie sah, dafs das Stuck fur mich ein besonderes Interesse habe. In der Taf. I1 Fig. 4 beigefiigten Zeichnung dieser Krystalle erkennt man namlich das prilnlre
RhomboZder H mit einein hezaganalen P~ramidoeder
p in der urn 30° gcdrehten Richtung befindlich (nicht
etwa ein Skalenoeder). Die horizontale Lage der Kanten an der Basis ist scbon binlanglicher Beweis fur pyramidale Bescliaffeiiheit dieser Krystallflachen p. Eine
anderweite Bestatigung lag in den Winkeln, wenn sich
solcbe auch nur init Aunaberung bestiinmen liefsen:
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125O bis 125;O an Polkaliten,
233; O an Basiskauten.
Die genauc Berechnung ergab , dafs das Pyramidoeder
2 P ' zu forinuliren sey, also aus deiu RhoinboGder - 2 R
dann entsteht, iveiin man aus demselben, nach Anleitung
des Ende des $. 217 S. 321 meines Handb. der Mineralogie eio PyramidoEder 2 P (welches init --3R glciche Haoptaxe und Queraxen hat) ableitet, und d a m die
Polkanten desselbeii abstumpft, aus welclier Abstuinpfung,
uach 5. 210 a. a. O . , dns PyrainidoGder 2P' folgt. Die
genaue. Berechnung fur dicse Gcsalt ergab folgende Neigungen der Fliichen :
125* 17' 40" an Polkanten,
133" 32' 32" an Basiskauten.
Das Auftreten dieses hexagonalen PyramidoZders alri
Eisenspathe giebt dem gauzen Genus der Carbonite, in
welches der Eisenspath gehijrt , eineii neuen Charakter.
deer Combination; denn, wshrcnd in deer erslen Richiung die Formen parallelfliichig hemiedrisch - m o m boeder, in der Zwisclrenrichtung von dcmselben Grade
der Symmetric
Skalenoeder sind, so kolnmcn nuu noch
in der zweiten, uin 3O* gedreliten, Richlung holoedrische Formen
hexagonale Pyramidoeder hinzu. Also
ist der Charakter der Combinationen ein derartig zusainmengesetzter, wie man solchen bei Corund, Glanzeisenerz
etc. kennt, wenn schon bier die Pyramidoeder andere
Coeffcienten haben.
Es wird dadurch wahrscheinlich,
dafs auch an1 Kalkspathe hexagonaIe Pyramidoeder vorkoinnien , wie solclie frulier bekanntlich auch angenommen worden sind.
Der beschriebene Eisenspath ist von der an diesein
Mineral sehr reicheii Grube Stahlhiiuschen int SaalwnEde
bei Lobenstein iin Reufsischen Voigtlande.
F r e i b e r g iin Januar 1843.
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