close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Beobachtungen an pleochromatischen Krystallen.

код для вставкиСкачать
429
setzen pulverfbrmiger Kbrper iii einer Flussigkeit von starker
Synaphie schneller vor sich gehe, als iti einer von schwacherer; iin Wasser also schneller, als iu verdunnten Sauren oder SalzlGsungen. Dieser Annahrne wird durch die
augefuhrten Versuchen vbllig widersprocheu , wlhreud es
sich zugleich herausstellt, dafs das Absetzen aufgcschweminter Pulver
aulser von den bereits ziivor bekaunten VerIi~ltiiisseo - von einem Umstande abhiingig seyn iniisse,
welcher init der elektro-uegativen (sauern) Reaction der
Flussigkcit im Zusammenhange zu steheu scheiut.
W e i t davon entferut zu glauben, eine griiudliche Uarleguug dicser Thatsache gegeben zu haben, ist cs blok
meiue Ausicht, die Phgsiker auf ein Pliiiuoluen aufinerksaui
zu maclren, welches, eiuer geiraueren Untersucbung und weitereu Verfolgung nicht unwcrth seyn diirfte.
Freiberg, den 8. Januar 2851.
-
IX. Beohachtungen an pleochromatisschen Krystallen; aon B e e r in Bonn.
U n s e r e Kenntnifs vou den Gesetzeu des Pleochroismus
krystallisirler Kbrper ist trotz der Arbeiten cines I3 r e w s t e r , n a b i n e t , und H a i d i u g c r unstreitig uoch als mangelhaft zu bezeichuen. Abgeseheu davon, d a t wir arich
nicht fur eineu einzigen Korper eine hierauf beziiglicbe photoinetrische Bestimmuug besitzen, ist bisber nicht einmal das
Verhalteu pleochromatischer Krystalle gegeu verschieden gefarbtes homogenes Liclrt usher betrachtet worden. Deshalb
hoffe ich, dafs die Beobachtuugen, welclie ich hier mittbeile,
und bei welcheu ich insbesoudere auf jenes Verhalten mein
430
Augenmerk gerichtet habe, niclit uoberucksichtigt bleiben
werden, so weuig sie aucli vollstaudig zu heilseu beansprnchen. Die meisten Angabcn uber die ubrigen optischen
Verlialtnisse der uutersuchtcn Kdrper, welche ich zur bessercu Orienkiruug beigefugt, sind deli beideu in Bd. 81,
S. 162 und Ud. 82 S. 42 dieser Annaleii veriiffentlichteii
U~itersuchungsreihei~vou Professor PI u c k e r und mir eutiiommeu.
A.
Eiuaxige Krystalle.
Um im Ausdrucke an Kiirze zu gewinnen, w o l l e ~wir
~
diirch 0 die Farbung oder den Grad der Helligkeit bezeichiieii, welche eine parallel mit der Axe geschnittene Plattc
des Krystalles zeigt, wenu bezuglich wcilses oder eiiifarbiges Licht, dessen Polarisatious-Ebeue init der Axe 1x1rallel ist, seiikrecht aufhllt. E sey die Farbe oder Hclligkeit der Platte, weun die Polarisatious-Ebenc des dorcligeschickten Lichtes auf der Axe senkreclit stebt, M endlich,
weiiu jene Ebene init dcr Axe eiuen Winkel von 45" einscliliefst. 0 bedeutet also bei Anwenduug von wcifseni
Lichte die Nuauce des ordeutlichen Strahles, E diejenigc
des aulserordeotlicben Strahles, welche vou 0 am meisten
abweicht, M die Mischfarbe voii 0 und E. Beim Hindurchsehen nach dcr Axe ersclieint der Krystall iu weifseul
uiipolarisirtem Lichte in der Tinte 0; sieht mail iiach eiiicr aiif der A x e senkrecliten Ricbtuug durch deuselben, so
crblickt man die Tinte M.
1') An eincr Reihe v o n Exemplareu des uegativen Turmalins machte ich folgeiide Beobachtungen.
Erste Yurietdt. Dicke D=5".
M: Weirs init einem
Sticli ins GeIbe. E: Weifs. 0:Gelblich.
Zweite Varietiit. D=2"". M : Katlilich mit einem Stich
ins Violette. E : Gelb. 0 : Braunlich-roth mit einem Stich
itis Violette.
Dritte Vurietdt. D=3"". M fiir die eiue Halfte: Srhr
sclirvnch gelblicli, fur die aiidere Halfte: Sehr schwach
43 I
-
rathlicb. Erste Halfte.
E: Weirs. 0: Gelblich. Zweite
Htilfte. E: Weirs. 0 : Rsthlich.
Vierte Varietiif. D=2,;-.
M an der Basis farblas,
hierauf schwach gelblich, an der in reflectirtem Lichte
schwan erscheineudeu Spitze duukel Rraunrotli.
Basis.
E uud 0: Weirs. - Mitte. E: Weirs. 0: Gelblich.
Spilze. E: Br;iunlichroth mit einem Stich ins Violette.
0: Schwarz.
Fhnfte Varietiit. D=3mm. - Erste Halfte. M: Gelblichweil. E: Weirs. 0: Gelblicb mit einem Stich ins
Griine. - Zweite Helfte. M : Gelbgriiulich. E: Griinlich.
0 : Gelbbrauu.
Sechste Variefiit. D=3"". M : Pistazieugriin. E : Hellpistazieugrtin. 0: Gelbbrauii.
Zeigte sich bei Auweiiduug von gelbem, rotheni odcr
blauein Lichte ein Uiiterschied i i i der Iuteusitat des ordeiitlicheii und auLerordeiitlichen Strahles, so war es i i i i iner der erste, welcher am meisten absorbirt erschien.
2 ) Ruuchtopus voii St. Gotthard. Positiv. D= 1001n'l'.
M : Gelblichbraun. 0: Braunlicliweifs init eiuein Stich iiis
Gelbe. E: Brtiunlichgelb.
In blauem iiud rolhein Lichte erschieu 0 lieller als E.
Fur gelbes Liclit war der Uiiterschied zwisclien 0 wid E
uumerklicb.
3 ) Amthyst. D=30mm. 0: Helles Rothviolett. E :
dunkles Blauviolett. M: Violett.
4 ) Idrokras aus Piemont. Negativ. D=3-IOuun. M:
Pistazieugriin. 0:Gelb. E: Grasgrtiii.
In dem blauen Theile des Spectrums erschieii iiiir E
heller als 0,i n dem griineu Theile besafseo beide gleiche
Helligkeit, in dein gelben uiid rothen Theile eiidlich hiid
ich 0 hcller als E. Dasselbe Resultat erlangte ich in gelbem Lichte, welcbes die Flanime des gesalzeueu Weingeistt-s lieferte, uod in blauem uud rothem durch geBrbte
Glaser erhalteneln Lichte.
5) Unter einer Aozahl vou Kalkrpafhen fand icli deo
deullicbsteii Dicbroisnius an einer milchig gcfarbteu hexa-
-
-
432
gonaleu Saule. In weibem Licbtc war 0 : Grau, E: Weifs
[n einfarbigeiii Lichte, besonders auffallig iu blauem, zeigte
sich E ani hellsteu.
Wahrend B r e w s t e r i n seiner Optik fiir den Honigstein 0 als Gelb, E als Blaulichweifs bezeiclinet, kouute
ich bei einer tief weiugelben, stelleuweis orangefarbenen
Varietat dieses Minerals, die aus dein Harze stammte, weder bei Auweuduug vou weikein, uoch homogenem Lichte
deli geriiigsten Uiiterschied zwischen jenen beideu Tinteii
entdecken.
Ich untersucbte ferner vergebens auf Uichroismus: Mehrere Exeuiplare gelben uud blaulichgruneu Berylles, das tetragonale scbwefelsaure Nickeloxyd, essigsaures Kalkkup feroxyd , Kaliiiineisencyauiir.
B. Z w e i a x i g e K r y s t a l l e .
a.
l s o k l i a i s c h e Krystalle.
G) Uuter den Krystalleu mit zwei Axen doppelter Strahlenbrechuug ist der Cordierit in Bezug auf Vielfarbigkeit
bei weitem der ausgezeichneteste. Diese seine inerkwiirdige
Eigenschaft ist oftmals, am vollstandigsteo von H a i d i n g e r,
beschriebeu wordeu. Seiuen Angaben flige icb folgeude
Reinerkungen hinzii.
Dnfs die Mittellinie, welcbe den Winkel 6.2" 50' der
optischeu Axen hnlbirt mit der Axe der Slule von nahe
120" zusammenfallt, ist bekannt. Die Lage der-Ebene jener Axen aber finde ich uirgeuds bestiinint angegeben. An
einer Rectangular-Saule von 4 , P " Lange und Breite und
3"" H6he (gemessen in der auf beiden Axeu senkrechteu
Richtung), die ich rnir aus eiuem Cordierit-GertNe voii
Ceylou schneiden liefs, beobachtete ich nuu SpahungsRisse, die der Ebeue der optischen Axeu genau parallel
Iaufen, woraus ich schliefse, dafs jene Ebene mit der vollkommensten Spaltnngsflache, d. i. mit dem durch die kurze
Diagonale der Siule von etwa 120" gehenden Hauptschnitt
parallel sey. Der Cordierit zeigt bekauotlich eine negative
433
tive Doppelbrechung. Den Wiukel, welchen die optischen
Axen flir violettes Licht eiuschliefsen, fand ich grilfser als
den fur minder brechbare Strahlen.
Bezeichnen wir die Farbung oder bei homogeuem Licbte
die lutemitiit der Lichtstrahlen, deren Polarisations-Ebene
auf der ersteu Mittellinie (der Halbirungslinie des spitzen
Winkels der optischen Axeu) mit 0 , , und bedeuten 0,
und 0, dasselbe f i r Strahlen, deren Polarisatious -Ebene
beziiglich auf der zweiten Mittelhie und der Normalen
senkrecht steht, so ist:
0,: Gelblich, 0,: Berlinerblau, 0,: Blaulich.
Da der Cordierit ein negativer Krystall ist, so entspricht
0, der grabten Fortpflanzungs- Geschwindigkeit, so wie
der grafsten optischen Elasticitat, 0, entspricht den mininais jener Grilfsen, 0, endlich gehilrt den Strahlen vou
mittlerer Geschwindigkeit an.
Indem ich einfarbiges rothes, gelbes und blaues Licht
durch den Krystall schickte, fand ich jedesmal 0, am hcllsten, 0, am dunkelsten. Die Differenz der IntensitPten
0, uiid 0, erschien mir fiir die drei erwahnten Arten homogcneu Lichtes, besonders fur gelbes Licht, geringer als
der Uoterschied zwischen 0, uud 0,. Beide Unterschiede
aber spraogen am meisten bei gelbem, am wenigsten bei
blauem Lichte in die Augen.
7 ) Staurolith.
Die Ebene der optischen Axen geht durch die scharfeu
Kauten der SPule von 129" 20', deren Axe die erste Mittelliiiie ist. Diese verhiilt sich sowohl in Bezug auf den
Charakter der Doppelbrechuag, als auch in Bezug auf die
Dispersion der Axen fur verschiedene Strahlen wie die
erste Mittellinie des Topases. Die Neigung der optischen
Axen betrtigt etwa 85". An Pbtten von 4 bis Wm. Dicke
beobachtete ich:
0,:Blutroth, 0, und 0,:Orange.
Bei Anwendung von gelbem und rothem Lichte erwies
sich 0, dunkler als 0, uud 0,, wtihrend die beiden letz'
+
Poggendorfi's i\,noal. Bd. LXXXII.
28
434
terern keineii iuerklicheu Untcrschied verriethen. Die IUtensitiits - Verschiedenheit war in gelbem Lichte ungleich
grbrser als in rothem.
Blau gefirbtes Licht konnte die Platteii nicht durchdringen.
8 ) Kaliumeisencyanid.
Die Axe der Siiule von 103" 56' balbirt den Winkel
1 9 O 35' der optischen Axen, deren Ebene durch die scharfeu Kanten geht. Die Axen fur violettes Liclit sclilicfsen
die fur rothes eiu. Die Doppelbrechung ist positiv.
1 ) D=1-4'"".
0 , : Blutrotb. 0,: Orauge.
0 ,und 0,:Blulroth.
2) D=3-4"".
3) In einem sehr dunnen senkrecht zur ersten Mittelline geschnittenen Pliittchcn erschien 0,:Gelb, 0,:Orange.
Eiii zweites solches vou 2'"" Dicke zeigtc 0,:Orange, 0,:
Rlutroth.
In gelbern Lichte war 0, hcller als 0, und 0 , ;die
Iuteusitiit der beideu letztercn aber koulltc uicht sicher
verglicheu werden. In rothem L i c k crgaben sich keiiie
iuerklichen Uuterschiede, und blaues Licht wurde ganz verschluckt.
9 ) Brrsilinoischer Topas.
Die Axe der S h l e vou 5 5 O 41' ist erste, ihre kurze
Diagonale zweite Mittelliuie. Der Winkel der optisclien
Axen betrfgt durchschnittlich 50°; er ist griifscr fiir rothcs
als fur violettes Licht. Positive Doppelbrechung.
a ) Gelbe VarietHt
1j D=13-.
2) D= 5"".
0,:Goldgelb. 0,:Gelb.
0,und 0,:Gelblich. 0,: heller als 0,.
8"". 0,:Gelb mit einem Stich ins Braune.
3) D=
0,: Goldgelb.
In blauem Lichte war 0, merklich duukler als 0, und
0,. Gelbes und rothes Licht lieLen keine sichere Untcrscheidung zu.
435
6 ) Rosrfarbene Varietiit.
1 ) D=7-.
0 , : Rosa. 0,:Helles Citroneugelb.
2 ) D=6mm. 0 , : Rosa. 0,:Rosa mit eineln Stich ins
Gelbe.
3 ) D = P m . 0,: Citronengelb. 0,:Rosa.
Bei Anwendung voii rothem Lichte vermochte ich keiiie
sichereu Differenzen zu fiutleu. In gelberu und blauetn
Lichte jedoch, besonders iu letztcrem, erschien 0, aiii hellstcn, und 0,am dunkelsten.
Da die Doppelbrechung des Topases positiv ist, so
cutspriclit 0 , den) Miiiimiiin, OGi dcru Maximuui der Gescliwiudigkeit uud Elasticitst.
10) Scliwerspath aus BBhmen.
Die Ebene der optiscben Axen geht durcb die stumpfeu
Kanten der Grundform der S a d e von 101" 40'. Die Brachydiagonale der letzteren halbirt den Winkel der optischen
Axen, der fur violette Strahlen am gr6fsten ist, und fur
mittlere Strahleu 37" 4 2 betragt. Positive Doppelbrechung.
1 ) D=7'nu1. 0 , : Gelblich. 0 , : Sehr helles Violett.
0, dunkler als 0,.
2 ) D = 4'"". 0,:Sehr hell gelblich. 0,: Sehr helles
Braunlich- Violett.
3) D=lOmm. 0,: Helles Braungelblich. 0,: Hellgelb.
In einfarbigem Lichte koniiten keine sicberen Unterscbeidungen gemacht werden.
I 1 ) Arragooit.
Die Axe der S h l e von 63O 4.1' ist erste, ihre Makrodiagonale zweite Mittelliiiie. Der Winkel der optischen
Axen, welcher wit der Brechbarkeit wzchst, betragt durchschuittlicb 1 9 O . Negative Doppelbrechung.
Iu einer gelblichen Varietat fand ich bei einer Dicke
von Smm0,: weifs, 0,und 0,scbwach gelblich und dunkler gefarbt.
28 *
436
1'2) Brookit.
Die Ebeiie der optischen Axen stcht senkrecht auf den
Streifen der Platte, welche dieses Mineral zeigt , also auf
der Hauptaxe der Gruudform. Die crstc. Mittelliuie stelit
auf jenen Platten senkrecht und fallt sonach mit der Iangeu Diagonale zusammen (die Ebene der Platten wird namlich durch OO$GU bezeichnet). Der Winkel der optischen
Axen ist fiir rothes Licht merklich grafser als fiir violettes,
ijberhaupt aber kleiu, so d d s beide Ringsystcme uoter dem
Polarisations-Mikroskope gleicbzeitig wahrgenommen werden kbnnen. Far D=+mm ist 0,:Orange, 0,:Gelb. 0,
niinlut bei wachsender Dicke, ins Brrtune iibergehend, an
Helligkeit rascher ab als 0,, das,dabei rather wird.
Wahrend gelbes Licht keine Inteusitats-Unterschiede
verrieth und blaues Licht [leu Krystall uicht durchdrang,
erschien 0, in rothem Lichte heller als 0,.
Unter den gefirbteu isokliuischen Krystallen habe icb
schwefelsaurcs Nickeloxyd und chromsaure Maguesia vergcbens auf Plcochroismus untersncht.
b.
M o n o k 1i n i s c h e K ry s t a 11e.
13) Rothbleien.
Nach einer Notiz von N i l r r e r n b e r g fallt die crste
Mittellhie mit der Axe dcr Saule VOII 93O 44' zusammen.
D=2""' fand ich 0,: Bluthroth, 0,:und 0,:Orange.
In gelbem Lichte erschieneu 0, und 0, dunkler als
0 , , wiihreud in rothem Lichte sich keine merklichcn nilferenzen offenbarten und blaues Licht den Krystall nicht
durelidraug.
14) Easigsanres Kupferoxyd.
Die beiden optischen Axen Iiegen in der symmetrischcn
Ebene, welche durch die scharfen Kanten der Saule von
1 0 8 O geht. Die erste Mittellhie liegt in dein stumpfen
Winkel der auf die erwahntea Kanten und die Basis herabgelassenen Perpendikel und weicht von der Normalen
der lctzteren nicht sehr ab, so dafs, da uberdiefs der Wiu-
437
kel der optischen Axen nicht groL ist, die beideu Riugsystelne durcb die Basis beobachtet werden kBnneu, das
eiue begreiflicherweise besser als das andere. Die Doppelbrechung ist positiv. Flir D =l m m ist 0,: Tiefblau, 0,:
Tiefgruu. 0 , erwies sich ebenfalls bei gleicher Dicke als
Tiefgriin. Die Tinte 0, war heller als 0,, aber, wie es
schieu, eben sowohl homogeu als diese. In blauem Lichte
erschienen 0, und 0, dunkel. Aus der Angabe B r e w s t e r ' s iiber dieseu Kbrper (in seiner Optik) folgt, dafs
flir die von ihm untersucbte Platte, zweifelsohne wegen ibrer
geriugereu Dicke, die Tinte 0, eine betrgchtliche Quantitat von weirseln Lichte beigemischt euthielt. W i r schlieken aus allem diesem, dafs, wghrend fur blaue Strahlen
0, die grbfste IntensitHt gewiune, in den weniger brechbaren Theilen des Spectrums jene Grundtinte am dunkelsten
erscheine.
15) Glimmer.
In einer dunkelbraunen Varietiit fand ich, d a b die optiscbeu Axen in der symmetrischen Ebene liegen, welche
durcli die spitzeii Kaiiten der Siiule von etwa 120° geht.
Die erste Mittellinie steht bekanutlich auf der vollkommenen Spahungsflache senkrecht. Der Winkel der optischen Axen, welclier fur rolhe Strahlen grbfser ist, als fur
violette, nimmt bei verschiedenen Varietateu verschiedenc
Werthe an.
Ich beobachtete 0,:Orange ins Rothe, 0,: Orange
ins Gelbe. Gelbes Licht lie& 0, merklich heller a h 0,
erscbeinen.
A n mehren Exemplaren des Diopsides, an schwefelsaurem Eisenoxydul, Kupferoxgd -Kali, Nickeloxyd- Kali, Eisenoxydul-Kali kounte icb keineu Pleochroismus entdeckeu.
c.
T r i k l i u i s c h e Krystalle.
16) Doppelt-cbromeanres Bali.
Bezeichoen wir die drei Fliicbeil vollkommener Spalluug
mit P, M und T, so ist:
P: M=c. 950, P:T=c. 90°, BI: T=c. 84'.
438
Die Ebenc der beiden hxenbiindel steht senkrecht auf
den Kantcn M T , und das eine der Axenbiindel auf der
Flache M. 111 diesem Eiiudel liegeii die Axen fur verschiedene Farben alle in dcr durch das zweite Bundel gehenden Ebene, und zwar liegen die fur brcchbarere Strahlcn
diesem zunachst.
In dem zweiteu Biiudel, welches gegen das erste urn
etma 45" geneigt ist uiid iunerhalb des stumpfeu Winkels
cler Normalen von M und T liegt, sind die Axen fur verschiedene Strahlen in eiuer Ebene zerstreut, die auf der
Ebeue der beiden Biindel senkrecht steht. Die Doppelbrechung ist positiv.
Die allgemeine Farbe dieses Salzes ist morgeuroth. Vou
den drei Grund-Niiancen 0,, 0, iind 0, enthtilt aber fur
D=Bmm 0, sehr rncrklich das meiste Gelb, 0, das meiste
Roth. Iu gelbeui uiid rothcln Lichte offenbarteu sich keine
sicheren Uutcrschiede, und blaucs Licht wurde schon bci
geringer Dickc vollst2udig vcrschluckt.
17) Cyanit, ( GlciclimXsig blaugeKirbte Vnridit.)
Die Neigungen der drei Spaltungsfllchen sind:
P:M=lOOO 50', P:T=93" 15', M;T=106° 15'.
Die erste Mittellinie steht auf M senkrecht, die zweite
bildet mit den Kanten M T Winkel vou etwa 35". Der
Winkel der optischen Axeu betrtigt 81" 48'; die Doppelbrechuug ist positiv.
Icb faud 0,:Himmelblau, 0 ,und 0,:Weirs mit eiiiem Stich ins Gelbe bei einer Uickc von 3"'". Iu gdbem
Licht erschien 0, duiililer als 0, iind 0,. In blaucm
Lichte waren die drei Tiuteu gleich hell.
Uugefarbte Cgauite und die hellen Theile, welche oft
UUI eiiien blauen, deli Krystall der Laiige nach durchzichendeu, Fadcn gelagert siud, zeigeu keiucu Uuterscbicd
zwischeu den Iiiteiisitliteii der drei Gruudtinten.
Am triklinischen schwefelsnurcn Kupferoryde vermochtc
ich keineu Pleochroismus zu entdecken.
SchZu/2bemerkung. Es bedeutc J die Iuteasit2t eiiies
439
lJiclitslrables von bestiminter Farbe, iiaclidein er eirie der
Linieo -Eiiiheit glciche Strecke in eitiern pleochromatischeu
Mittel uach bestiiuinter Richtung durchlaufen hat. Seiue
Geschwindigkeit, gemesscn nach der aiif der Wellen -Ebene
seukrccliten Richtuug, sey hierbei V. Dadurch, dafs der
Lichtstrahl seiue Richtung und in Folge deseen im Allgemeiueu seine Geschwindigkeit k d e r t , uilumt J einen audereu Werth an. Der kleiiien Zunahme a vou V entsprcclie die Aenderung i von J. Unter den mitgetheilteu
Bcobachtungen findet sich nun kcine, welche der an sich
selir wahrscheiulichen Aunahm widersprache, dafs die Aenderuug i in eiii uud delnselbeu Mittel und fCir eiii und dieselbe Farbe dasselbe Vorzeichen behaupte, oder, init andereu Worten, dafs einer Zuuahine der Geschwindigkeit
( oder Elasticitst, in Richtuug der Oscillationen gemessen)
entweder immer ein Wachsthum oder immer eine Abnahme
der Absorption entspreche. Dafs sich aber das Vorzeichen
vou i fur gleichgefiirbtes homogeues Licht von eineni Mittel zum andercn uinkehrc, beweiseu die zahlreichen Ausuahmeii FOU dcr Rabinet’schcn Regel, welche einer Zunahme
der Gcscliwindigkeit ceteris p a r i b w eine Zunahme der Intensit%, also eiiie Abnahme der Absorptions- Grbfse zugeordnet seyn Iafst. Und die Beobachtuugeu, welche wir
iiber das Verhalten des ldokrases uud des essigsaurcii Kupferoxydes mitgetheilt haben, nbthigen zu der Annahme, dafs
auch in demselben Medium das Vorzeichen von i fur verschiedeue Farben wechselt. I n der folgenden Tabelle liabe
icli das Vorzeichen von i ftir den grbfsten Theil der von
inir uutersuchteu Krystalle uud zwar fur diejeuigen Farben
welche die zmeite Columue enthalt, angegeben. Es bedeutet r, g , g r , b beziiglich rotbes, gelbes, griines und
blaues Licht. 1st die zweite Columue mit einem M ausgefiillt, so deutet diefs an, d a k die Grundtiuten 0,, 0,
uud 0, schleclitweg in Bezug auf Helligkeit mit einander
verglichen wordeu sind. Die Kbrper, welcbe ein positives i
aufweiseu , folgeu der von R a b i n e t aufgestellteu Regel,
wahreud die mit iiegativem i versehenen ihr widerstreiten.
440
i.
+
Turmalin
Rauchtopas
Amethyst
Kalkspath
Idokras
Cordierit
Staurolith
Kaliumeisencyanid
Topas, Varietit a.
Topas, Varietit b.
Schwerspath
Arragonit
Essigsaures Kupferoxyd
Glimmer
Doppellr -chromsaures Kali
Cyanit
+
-I+
0
+
+
+
+
+
+
+
+
+
-
X. Ueber den aZImaligen KrafttPerIust der Magncte,
mit besonderer Rucksicht auf die Bestimmung der
Variationen der erdmagnetischen Intensitat;
oon Dr. L a m o n t .
w i r besitzen eine vortreffliche Arbeit von H a II s t e e n ')
tiber den allmaligen Kraftverlust der Magnete, worin nachgewiesen wird, dals die Gralse des Verlustes nach geometrischem Verhaltnisse abnimmt und die Maguete zuletzt auf
einen constanten Stand gelangen.
H a n s t e e n ' s Ansicht zufolge giebt es fiir jeden Magnet eine gewisse Quantitat Magnetismus, die er permanent
zu balten im Stande ist, und wenn mau ihm vom Anfange
eine grblsere Kraft ertheilt, so verfliichtigt sich der Ueber1) De
mufationibus, quos
stiania 1842.
subif
nrornentum
Yirgae nrugnrlicae; Chri-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
450 Кб
Теги
krystallen, pleochromatischen, beobachtungen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа