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Beobachtungen ber das Nordlicht angestellt auf der Entdeckungs.

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ANNALEN DER PHYSIK.
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~~~~
S A H R G A N G 1823, F U N F T E S STUGIL
I.
,
Beobncht&gen iiber dn8 Nordlicht
hngeJfe2lt auf der BntdeckunKs=ReiJe zu Lnnda nncll
d e n Polar-Meere, unter dem Kapitiin P r a n k I i n ,
f n den W i n t e r n 4 8 4 9 und 4 8 2 0 ;
v0n d r e i v e r f c h i e d e n e n B e o b a c l i t e rn.
ptei bearb. n. d.wilT. Auh. zu d. Reifehericlite Franklin's, van Gilt&'
E i n l e i t u d g van Gilbert.
Schon bei Gelcgenheit des zweitcn Reifeberichts der
kapitan Pa r r y, wurilen die Beobactitungen iibcr das Nor&
licht der Land-Expedition nach den Miindungen des Kupferminen FluEeeP, yon England nus alr die wiclitiSficn ango.
kiindigt von d l h , welche auf den neoefien englifchen Ex,editionen nach dem Polarmeere iiher dielees wuntlervolle
Meteor erhalten worden lind. K a p i t b Franklin unc! feina
Beslriter haben Lwei Rial in Gegenden, wo der Nordlicht
reinen eigentlichen Sitz zu haben fcheiot, tberwintert, haben es dort Ib Iiaufig, lo nahe und unter lo giinfiigen Urnfiinden, wie keiner der atdern Reilenden gefehn, und haben diefe giinhge Gelegenheit auf cine fir jbre Omfianda
fehr ausgezeichnete Weire benutzt, Da dss Nordlicht die
A
Gilb. A n d . d.PhyGk. B. 74. St. 1. J. 1813. St. 5.
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Pbyfiker geracle jetzt vorriiglich intereffirt, a n d meine Lefor
begierig nach genauen Befchreibungen und znverl9Egaa B e
obdchtungen diefer glfnzendfien und prachtvdllien aller Elc
fcheinungen im Liiftkreife greifen ,werden, welcho aus unfern
Gegenden To gut als ganz verlchwunden ill, auch gewiihnlich
mehr mit dichterifchem als rnit wiffenfchaftlichem Gcifie aufgefdfst wird, To eile ich ihnen aus einer der intereITantefien,
zugleich aber auch kolibarfien der willenfchaftl. Nenigkeiten
der jetzigen Ofier-MeKe, (niimlich aus der englifcben ,,Befchreiblirrg der ReiCe nach den Kdien des Folar-Pleeres in
den Jaliren 1819, 20, 21 iind 22, yon J o h n F r a n k l i n ,
Kepit. der k h . Marine, Mitgl. d. Londn. SOC. d. WIIT. und
Comniandeur der Expedition ; rnit einam wifl'enfchafd. und
natiirbifiorifchen Anhange und vielen Kupfern iind Karten"
1823. 4. 768 Seit.), die Beobachtungen iiber das
Nordlicht hier vorzulegen. Sie tnachen den gr6tten Tbeil
der wilTenfchaftlithen Anhangs aus, von S. 539 bis 628, find
die Ergebnhe der taglichen von einander unabhingigen
Beobachtungen dreier Mlnner, von verrchiednen 'KenntniITen urid Befchiiftigungen, die alle drei das Detail ihrer
Beobarhtungen umfitndlich an Ort und Stelle niedergeIchrieben, und diefes, und was lie unnrittelbar daraur fob
London
gern LU diirfen glaubten, treulich mitgetheilt haben. Meino
Lefer erhalten das G a m e von mir theilr in treuer Ueberktzu112, theils fo ausgezogen, dars es hier lo gut als vollRlrndig Reht; und t w a r werde ich, wa6 uns jeder der drei
Beobachter cinzeln geliefeert hat, in ein beconderes €?eft zuIch gewinne dadurch den Vortheil nicht
gmwungen zu re^? Wiederholungen eines und deQCelben voa
den verlcbiedenen Beohachtern zu iibergehn, welthes den
Werth der Arbeit mindern wiirde, da bier ein Fall ifi, y c die
~
hmrnen fiellen.
wahrheit nbch Auelagen einzelner Zeugen zu beurtheaen
Doch es ifi befler ich behalte mir hieriiber no& ein;g&Be
merkungen vor, und khicke zuviirderfi voran die folgenden
Notizen von dieCer von der englilchen Regierung veranfialteten Entdeckungs Reire, welche rum belrern Verliandnils
-
der Reobarhlungen dienen.
Auf Empfelilung der Admiralitat wurden im J. 1819
dem damnligen Scliiffslieutenant F r a n k I i n , (einem der
thatigfien Theilnehmer a n der u~rgliicklichenerften Expedition nach dern Meere um Spitzbergen unter Knpilin Bu.
clian), von clem Gmfen Eathnrfi, der an der Spitze des De.
partements det Colonien lieht, (und den1 der Reikbericht
tugeeignet ifi), die Anfijhrung einer Expedition zu Land e iibertragen, welche von Fort York aus, dem Hauptorte der Britten a n der Wefikiifie der Iludfonsbay, nach
der Miindung des von Hkarrie im Jahre 1771 entdeckten Kupfermirian - FluITes vordringen lollte, um die nordliche Kfi.
fie Amerikns von da an ijfilicli zu erforkhen und aufzuneh.
men, und urn Kapitan Parry bei der zweiten EntdeckungsReire durch dieBaffinsbny dort beforderlich zu r e p . Es wurden ihm zwei zu Lieutenants der kiinigl. Marine ernannte
Midchipmen zugegeben, G e o r g e B a c k , und R o b e r t H o o d , um ihnr i n den Beobachtungen beizufiehn
und die Zeichniingen und Landkarten aufzunehmen j und
der kbnigl. Schiffschirurg Doctor J a m e s R i c h a r d Eo ni
der zugleich die Stelle eines Nnturhifiorikers vcrEah, and
von den1 der wilrenfchaftliche Anhang zu der Heifebefchreibang grbttentheils herriihrt. Lieut. Back verlah mehrcp.
rheils den Dienfi, ihm vorzaglich verdankte ea die ExpedL
tion, daIs fie nicht bei der Ftiickreife der Noth unterhg, befigndiges Reilen im Winter hinderte ihn aber an den Nordlicht- Beobachtungen Theil zu nehmen; Lieut. H o o d , e h
iunger Mann von vielem Talent und ein emfiger Reobachtst,
A z
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wug jeden Abend die den Tag iiher erforlchte Gegend, nacli
den Beobacbtungen auf der Reifekarte ein, bis auf der Riickreire ein unter illren kanadikhen Jigern befindliclier ItokcCe
den vor Htinger ErlcLGpften ermordete; Line Cchiinen B e o b
&tungen iiber das Nordlich w3hrend zweier Winter warden
no& lvichtiger feyn, hilte er fie felbfi nach feinem Tagebucha noch einmal Gberarbeiten, und feine Anficlit dabei
noch writer reifen I;6nncn. Z u Stromneb rrif den Orkncy's
w a e n nur 4 hlatrofen zu hereden in den Dienft der Expedition
ZU \reten, und w a r nicht weiter als his Fort Chepewyon,
(ejner blieb ietloch und war ihnen von gr8fstem Niilzen); in
der Hiidfonsbay und in Kanada aber erhielt fie Wegweifer,
Dollrnetkher, Jager zitm Erlegen von Wild, und alles w a
bnfi nbthig war, und auf Empfehlung der Regierung mid
der Vorfieher fowohl der Hudtonsbay Cotnpagnie alr der
Notdwefi Compsgnie
von den Beaniten dieter danials noch getrerrnten , gegeri einander feiridfeligen
jetzt aber Vereinigten Handela Gefellfchalten , alle erwiinlchte Unterfiiitzung die Hr. Franklin nicht geniig
rbhnien kann. Haiiptzwecke follten der InAriiction zu
Folge , feyn : Gerlaiie g e o p p h i k h e Ortsbehirnmnngen
wtihrend der ReiCe dmclr Ronada, und an den Kiirten dea
Polarnieers : rneteorologirche Beobachtnngen \<venigfiens
3 Ma1 tiiglich i Beobrchtungen der masnetifchen Abweiehnng, Neigung und Kraft, und insbefondere ailch des
Einflusea des Eu'ordlichs a u f die Magnetnadel, des angeblichen Geriiufchcs der Nordlichts und aller Umfiilnde, welch0
Aufl'chl~fs iiber die Gehtze und die U&chen diere9 Meteors geben kannen; und endlich, bei Ankunft an der Miin.
dung des Kupferrninen-FlulTes, Erforkhung der Orte,
welchen die Wilden Gediegen-Kupfer nach den Niederlar.
Sungen der Hudfonsbay- Compagnie gebracht baben um
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l b e r den commereiellen Werth dieres Natarfchatzes urthei.
len zn konnen.
Ausgeriifiet mit den nSthigen lnfirnmenten und niit
reichlichen Vorrhthen, fchifften ficb Hr. Franklin und feino
Begleiter am 23 Mai 1819 am Bortl eines Schiffes der
Hudfnnsbay- Conipagnie zn Gravefand ein, legten zu Yarmouth untt zu Stromnels o n , liefen am a5 Juli in Davb
Strahe ein, wo fie am 3 dugufi in 599 58' Br., 88 Seemeilen von der Kijlie Labradors zuerfi auf grofse Eirberge
trafen, (einer der grbfeten den lie fahen, hatie nach Lieut;
H o o d ' s Meflung 149 Furs Hiihe, irn Nebel erfcheinen fie
ausnehmend vergrofsert und deher die iibertriebenen Be=
richte mancher Reifenden von ihoen), karnen am 19 Angull
bei Digges Island aus Hudfon's' Strake in die Hudfons;
bay, and gingen am 30 Augiifi vor Fort Yorb vor Anker,
dcr Hanpt NiederlaKung der Hutlfonsbay Conipagnie.
Schon am cjten Septeniher hatten lie licli wieder cingelchifft
auf dern grofsten Boote der Compagnie um den Hayes-, den
Steel-, und den Hill-Flub, und mehrere Seen hinauf urid
rndre FliirCe wieder hinab, deni grofsen Winipeg- (d. h.
Ttitb WaLTer-) See zu (friib durch weiten Letten), und
durch den niirdlichfien Theil delTelben iind den SaskatchawanStrorn hinauf nach Cumberland-Houfe zu fchiffen,
der vielen Untiefen, Strornengen , WalTerfalle und Tregpliitze (Portagea) wegen, t b e r welche letztere das Boot
zu Lande fortgefchaet werden miifs, eine fehr befchwerliche Pahrt. Sie erreichten am a3 October, als eben Seen
untl FliilTe zu frieren begannen, dieren von Heorne a Jahre
nach feiner Riickkehr yon dem Kupferminen-Flulfe gogriin.
deten, 690 engl. Meilen von Fort York enifernten PoRea
unter den Greek-hdianern, (einem Zweig der Cbippewayr),
wo, wie an allen andern Pofien, die den Pelzhundel imBrit&
,
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G
!
rchen Nord-Amerika betreibenden wetteifernden Handlnngs.
gdellrchaften , (die Hudfonsbay-Compclgnie und die NordWefi-Conipagnie Kanadas) beide bleibeiide Niederlalrutrgen
I
und Iletltiite hatien, die ~ e d e reiii etMas befeltigtes liblzernes H A Umit
~ Fenliern aus Perganierit yon l\enntliierfellen,
fiatt Glas, bewohnen. Lieut. H o o d und Ur. K i c h a r d Ton blieben hier (in 54' Br.) den ganzen Winter iiber,
bia im J d i Seen und Strome w i d e r auf~hauten,(das Tliermometer fank an manclleri Tagen unter -30' F. (- 279' H.)
in freier Luft w i d e ihnen die Kalte nicht bekhwerlich).
Herr F r a n k l i n und Lieut. B a c k verlieken aber
Curnberlnnd I - i d e am 18 Jan. und reifien aiif Schneefchu-
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hen (durrh ikr Gewicht , 3 I'fd jeder, fehr befchwerend,
obgleich die Wilden daniit auf gefrornem Schnee einen
Hirlch im Laufen einholen], Lebensinittel und Gepack auf
Schliuen rnit Hunden (vqn denen jeder bis go Pfd ziehen
knnn) rnit lich fiilirelld, den Saskatchawan-Stronl 263 engl.
Meilen wait weiter wefilich hinauf nach Carlton-H0u.e
(53O Br.), einem Handelspofien unter den Crees oder Ki
fiunoux und den zuni Stanirii der Irokeren oder Sioux gelibrenden Stein-Indianern. Das QiieckGlber ihres Thermwnetars war am 18Jail. Abends gefroren, fror nach dem Aufthnuen in freier Luft wieder, und blieb wshrend der ganZen Reife i n der Kugel. Dennoch gerathen in diefen Geganden Weizen nnd Gerfite, die man in dar Mitte April8
lieti (iede der beiden Compagnien machte in diefern Jahre
hier 300 bis 400 Schlauche, jeden 85 Pfd fchwer, voll
Pemmican, d. i. gedbrrtee und zerriebenes Biiffelfleifch rnit
Fett zufarnmengeknetet, zur ProviGon auf den Reifen).
Auf eben die -4rt ging es im Februar und Miirz n6rdlich
weiter , 230 angl. Meilen bis zu; NiederlaKung auf Isle
la Crone, rinem Hauptporten beider Cornpagnien in dem
+
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7
3
gleichnamigen See, iind dann noch 364 en$.
Meil. nsch
den1 F o r t Ch&ewynn am See Alhabnscn (Hiigelfee),
welches fie an1 26 Mirz erreichten. Der Bearnte der Nord.
wefi-Compagnie zu Pierre au Calumet ani Athabasca-FlulTe
<57z0 Br.), Naniens Stuard, hatte zweimal y o n diden Gegenden ails die Kiifien der Sudke auf tiern CoIunibia-Fhfie
befucht ; bei ilim fand Kapit. Franklin vortreffliche Thermonieter, und von ihui erhielt er die Nachricht, dafs die
hiichfien Kaltegrade , welctie Stnard beobachtet habe, hier
-43", und am Athabasca- und den1 grorsen Sclnven S&,
-
wo e r Gch mehrere Jahre aufgehalten hatte
- 4 5 O F.
(-3.44" R ) gewefen fey. Um Fort Chipewyan (588' Br.)
trat das Thauwetter in der Mitte A?rils ein , brach die Eisdecke auf dem Athabagca-PliilTe am 26 April auf, hatts
mnn am 17 und 18 Mai fiarke Gewitter mit vielem Regen,
und war am 214 Mai das letzte Eis aiif deni Athabasca-See
verkhwunden. ,,Ndchdeni Hr. Stiard erfahren hatte , errahlt Hr. Franklin, dak niein Thermometer itnbraiichbar
geworden war, batte er die Gtite niir ein Dollond'fcches
achtzehn -zBlliges Weingeill- Thermometer nach Fort Chipewyan zu Sch:rken, iind dieres Iiand EU Mittag am a 5 Juni
auf 63' F. (133 R.)"
Dr. Iiichnrdfon und Lieut. Hood warteten zu Cumberland Honk die Ankunft des Friililings ab. Schwane,
-
GinCe und Enten fanden Gch dort am 10 bis 1 2 April wieder cin, iintl nian ling an den Zuclterahorn in den Wtildern rnzuzapfea; Hegen fie1 nach 6 Monaten zum erRta
Male wieder am 15ten; das Thermometer fiieg in1 Schatten am 17ten bir 77O F. (20' R.),iind der Saskatchawrn
war lchon am asfien, die kleinern Seen aber errt am 4 Juni
Kahvom Eire frei. Am 13 Jiini lchiffien fich beide auf
nen \on Birkenrinde uber dem Miffinnippi nach lsle
II
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6
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CroUe und Fort Chipewyan ein, wo fie am 15 J d i anlang.
pen. Ein folcher 3a5' laager, in der Mitte 4' 10" breiter,
und I' I I~~~ tiefer Kahn aus Birkenrinde triigt 5 bis 6 Mana
mit Bagage und Provilion, und ao Centner Giiter, zufaaminen etwn 3300 l'fd, und wiegt ohne Ma6 und Segel 300
Pfund, wird tber Tragplatze von a Mann, manchmal
felbfi leufend, fortgetragen, alle Nacht auf das Ufer gezogen, und wenn er ein Leck erhalt, fogleich mit Gummi,
Pa& und BirkenrinJe kalfatert. Das Therniometei nand iq
dcr Sonne nm 15 Juni auf 100, am 6 Juli auf IO~', am 7 Juli
@ofz 10' F. ( 3 4 ) O R.) nnd die Moskiten (Miicken) worden
tmertrs'glich. ,,ELIgiebt ihrer in Amerika zwei Arten, groko
brauno und kleine lchwqrze. Sie erfcheinen in1 Mai, werdes
von der Kate im September get6dtet, und im J d i ift diere
Plage am grafsten, Sie leben von Blut, ftechea felbh durch
dos I'ell der Biiffel durch, und kugen Gch, wenn fie nicht
gefi6rt werden, fo voll, Jars ihr Kiirper zu einer durchIirhtigen Kugel wird. Die Wunde fchwillt nicbt an, wie
die der Afrikanilches Moskilen ill aber snendlich fchmerzhafter, und liunderte von Stichen tiglich bringen nach mehreran Tagen entllich eiiien Ziifiand hervor , der unertriglicher ilt elm alle Leiden, die durch Kiilte, Hunger, und jede
rndre Noth in diereen unwirthbaren 6egenden erzeugt werden.
Sie treiben die Biiffel, die fie bia ziir Wuth bringen, in die
Ebenen (Savenuen), und die Iienntbiere nach der Kiilte
des Polar-Meeres, von der fie nicht eher zurtcbkehrea
als bir diefe Plage ein Ende hat. Starm und Regen vem
khouchen die Moskiten dcbt, and man entgeht ihnea nuc
in Wder Etvend."
,
Bevor Lieut, Hood and Dr. Richardfon ron Cumberbad-Houfe rnfbrachen, hatte ErIiercr vom a3 Marz bt
1
9
3
7 April, auf Schneefchiihen, einige Jagdzelte 'des Pofiens
rni FuLe des Easquiau-Berger (the Bnsquinu-Hill) b e
lucht, nm Beohachtungen z u r SchPtzung der Hiihe dei
Nordlichts, ond eine riclitige Zeichnung von dem arnerika.
nilccken Hirfche zu erhalten, iind Dr. Richrrdfon , fobald
der Strom am rlien Mai aufging, fich zu Kabn nach Carlton-Houfe begeben, urn dort zu botanifiteo. Der niit
Tanoen bewachfene dln6pinu -Hidl zieht Iich irll Siides
von Cumberland - Houfe iiber I Langengrad (9bis 10 deut[che Meil.) von Ofi nich Wefi, und ifi, obgleich 50 en&
Meil. von dielern Pofien entfernt, doch von depdelben nu8
Qchtbar, wwaus qieiit. Hsod lchliefst, dals er nicht tinter
a
e ~ g l bleilen
.
(gegen 3400 Furs's) hoch, und a h die biichlie
Hiihe ley, welche es im brittikhen Nordameriko, vom Atlantifchen Ocean bis zu den Rocky Mountains an der WeRkiilie gebe, Eitiige liark mit Salz gerchwingerte Quelleq,
die er dort fand, und aus denen ein lalziger Bach abflds,
waren den Winter Bber nicht gefroren. Am 1 April fiieg
das Thermometer suf 60' li'. (123' li.), indefs ea in der
Nacht vorher bis suf
1
5
' (- a o t o R.) herabgelunkeq
war, und diele Nacht iiber brachte Lieut. Hood in1 Freien
ZU. Der ganze grofse Landfirich zwikhen dcm liidlichen Arm
des an den Rocky Mountains entlpringenden S.ukatchawas,
big an die Quellen des MiITouri und des Affinaboino ifi eine
-
einzige grafige Ebene, fafi ohne Hiigel und ohne irgend
cine Erhiihung , von zahlreichen Heerden Biiffeln, Hip
!&en und einer Antelopenart, und nicht niinder von WBB
fen, Baren und Daclden bewohnt , wo WaITermangel and
Mangel an allem H o k e herrfcht, wie in den rdfifkhen S t e p
pen, und Reihnde Gch oft mit SalJwalTer fiatt trinkborer
Quellep, pnd mi! Biiffelmirte Ctatt Brennbolzee begnil.
gen miinen.
t
' 0
1
Die nun wieder vereinigte Expedition retzte In 'drei
KAhnen ihre Reife am 18 Juni 18ao fort, To rpptirlich niit
Lebenrmitteln verfehn, d a t lie fortan faIi irnmer rnit
Furcht vor Hunger nnd wirklichem Hunger zu kiimpfeo
hatte. En ging den niit dem Peace-Flul'sfich vereinigenden Ausf l d s aus dem Athribasca-See, und den ails beiden entfiehenden 34co F u t breiten Sclaven F111fshinunter , i n den gro-
-
Fen Sclnven-See, nach Moore Deer Island (bei der
vielarrnigen Miindiing diefes FluITes liegend, mit dem Pofien
der beiden Hltntlels -GefellTchaften, Fort Refolution und
Slave-Fort, in 61' 11'Br.) und nacli Fort Providence am
nordlichen Ufer des Sclaven-Sees (62' 17' Br.), wohin fie
am a 8 Juli gelangte. Einige Meilen vom wefilichen Ufer
des Sclaven-FuKes entfpringen am Fuke einer 600 bie 700
Fiifs hohen Hhgelreihe, in der grliulicher dichter Gyps zu
Tage fieht, einige fisrke Salzquellen, um die kiibifches Kochfalz in Haufen liegt. Fort Providence i R der letzte Porten d e r
europaifchen Pelzhlndler nach dem Kiipferminen-Flufle zu,
niir am Mackenzie Flufle hat die NW-Compagnie noch
zwei niirdlicher liegende Niederlaflungen. Hier qieben zu
der Expedition ein in ihren Dienk tretender Hiiuptling rnit
feinen Wilden, uoch einige Dollnietfcher und kanadil'che
Jiiger, und ein dandlungsdiener der NordweTt-Compngnie,
-
Namens W e n t z e l , der Ehon 2 0 Jahre in diefem Landa
lebte, die Chipewyan Sprache redete, und die 0:)craufficht fiber die Wilden und die kanadikhen Jiger, und die
Vetforgong der Expedition durch diefe niit Lebenrmitteln
durch Jagd und Fifchfang Gbernahm. Die Expedition be%and nun aus 4 Booten, auf welchen fich 6 Europaer und ao Canagier einfchifften, und aus 17 kleinen
Booten mit Wilden. Sia verliefs am a Augurt clas Fort,
-
iind erreichte erfi am ao .41iguff die ziim nachrten W i n t e r
Aiifenthalt auserfehene Stelle (186 engl. Rfeil. nGrdlicher,
553 e. 1\f. von Fort Chipewyan), wo auf einer kleinen H &
h e ein Paar H i d e r ails Ealken urid Lehni errichtet wurden,
denen man den N m e n F o r t XiLLerlwifi gab, G!eich nach
ihrerAnkun8 traten Zeichen des einbrechenden Winters ein,
m a n niidste lich daLer mit zwei kleinen Erforrcliungs-Reitn
zu Fufse nach derri 50 bis 60 engl. bleilen niirdlicher
liegenden Kupferminen - F l u r e in dielem Jahre begniigen,
und lich dann mit Geduld in eine Gefangenlchaft von 10
Monaten ergeben, i n welcher in d i e h d i g errichteten
NiederlalTung die Expedition clurcli Eis, Schnee urid wahre
SibirXche Kalte (das Thermometer lank im December, dern
57' F. oder
395' H.)
kriltefien Monate, einmal aiif
bis tief in den Sommer 1821 erhalten wurde.
-
-
Ich breche hier ab, dsnn es rcicht diefes hin, dem Larer das Folgende intereganter und verfiiindlicher zu machen.
Einiger andere von dern Winter-Aufenthalte in Fort EnterpriJe, und von der merkwiirdigen ReXe der Expedition im folgenden Sommer auf dem Kupferminen-Flure und lings der
Xiirte des Polarmeers in Kihnen, und von ihrer khrecklichen Riickreile von dem Meeresufer, w o der Winter-Anfang
fie iiberfiel, nach den1 von Lebensniitteln entblofien Fort
Enterprile und den Porten auf ,Moor Deer Island, wo fie
den dritten Winter, 1821auf 1822,zubrachten, werde ich
den Beobachtungen des Kapitiin Franklin und cles Dr. Richardfon iiber das Nordlicht in einern der folgendrri Stiicke
voranfchicken.
Gillert.
Allgemeinr Bemerkungen als Elnleituog,
I.
vom Kapit. F r a n k l i n .
Wir haben noch To wenige Beobachtungen iiber das
Nordlicht m e li9hen Breiten , dafs die folgenden umfialadliclien Berichte von den verrchiednen Errchein~angen, mit denen es Gch lins ~ e z e i g that, weder
iiberfliifig noch ohne Interellk r e p werden.
Die Bemerltungen des Lieutenant H o o d Gaia
w ~ r t l i c l laus feinem Tagebuclie cntlelint. Sie Tprethen fur Gch Celbfi und bediirfen nieines Lobes nicht.
Ea k?jmmt diefern vortreflichen von un8 beweinten
jungen Officier das Verdienfi ZU, der erfte geweien 2u
feyn, der durch Teine Beobachtungen zu BasquianHill, verbnnden mit denen des Dr. Ricliardfon zu
Cumberland-HouTe, dargetIiaii h a t dais die Halie dee
KorJlichte i n den von ihnen beiden beobachteten F&
lcn vie1 geringer war, a h nocli irgeiid einer Jer frcllern Beobachter fie angegeben hat. Ein zweites Verdienfi, welches er Gch erwarb, naclidem er an dem
eingetheilten Kreis der Eiater’lclien Boidl’ole eineil Vervier gefcliickt angebraclit 2 und ficli fo i n den Statid geI‘etzt liatte kleine Veranderungen in der Abwei&l1ng
derMagnetnade1 mit Sicherlieit zii erkennen, ifi, durch
Line Beobnclitungen in Cumberland-HouTe die withtie. Tliatfache, dais das Nordiicbt ouf die Magnetnadel wirkt zuerfi ganz geniigencl bewiden ZLZ 11aben *I.
Durcli das Gnnreiche Electrometer, welclies er & Fort
,
,
*) Kapit Franklin rcheint die Beobachtungen Wilke’s und yon
Humboldt’s (diere Anoal. J.1808 St. 8, od. B. 29 S.420 u. 425)
nicht zu keonen.
Gilb.
t
13
3
Enterprife erfand, fcheint er ebenfalls dargethan ZLI
Imben, daIs dns Nordliclit eine electriIclie Edcheinnng
ift, oder wenigfiens, dafs es einen gewilfen iingew~linlichen Znftand der Electricityt in der Atmofpllgre mit
fich bringt oder veranlafst (induces).
Die BeobachtunSen dcs Dr. R i c 11 a r d I o n thnn
(abgofehn von iliren andern Verdienfien) hauptfilchlich;dar dafs das Nordliclit i n keineri grofsen H&n
in der Atmol'pllare entfteht, und dafs es von gewilfen
andern atmofpharihhen Erfcheinungen abhrngig ifi,
yon folchen ziim Beifpiel, als der Bildung einer oder
der andern der verfcl~iedenen Modificationen dec
Cirro-Stratus-Wolken '1.
W a s meine eignen Beobaclitungen anbetrim, T
o
hatte icli be; ihnen h a i i p t ~ i l ~ l ~den
l i ~Einflufs
h
des NordIicht:, anf die 1Magnetnadel vor Aiigen, und icli bin
dabei bemiilit gewefen die Abhrngigkeit dieCes Einflullhs dcr Art iind GraIse nacli von der Lase iind dem
AnsCehn des Nordliclits aufzufinden. Sorgfdtig liabe
icli micli blos anf Thatfachen befchriinkt u n d anf
keine Theorie ein~elan'en. Die von mir wdircnd den
Beobaclitungcn aafgcfchrielenen BenieYkangen iiber
jedes der erfcheinenden Nordlichter ltirnmen mit denen des Dr. Richardfon dahin iiberein zu beweil'en,
dafs das Nordliclit IiS~lfig innerllalb der Region dm
W o l k e n Ceinen Sitz hat **)? nnd dafs es einigermafsen von dem wolkigen Ziifiande der Atrnofpllrre
abhiingt.
,
,
,
*)
Horirontalc flockig.wellige Wolksn odcr horizontale Orup.
pen folcher Wtilkchcn, nnch Art mancher fogenannter SchafWBlkchcn.
Gilh.
"') ir freqwndy /ea&d within the region 01 t h clouds.
t
1i
1
Die Art, wie die Magnetnadel von dem X'ordliclite
gpfiart wird, erfordert gleich hier eine kleine ReCchreibnng. Nie wiirde fie platzlich in Bewegung, n n d nie
i n Schwingungen gel'etzt "1. M a ~ ~ & n fing
a l zwar die
Bewegiing der Nadel zugleich mit der Eildung der
Bogen des Nordliclits a n , und mit der Yer1ri:ig~run~
der Stralilen oder andern VerXnderiingen der Gefialt
oder der Lebhnftigkeit deu Nordliclits; genieinigliclr
jedocli war die Einwirkung des Meteors auf die Nac!el
niclit nnniittelbar walirznneli~nen Iiatte abcr nacli
ungefdir tiner lialben oder F i n e r g n z e n Stiinde ilir
Maximnm erreicht. Ails dieCer grokten Ablen kiing
kehrtc die Magnetnndel niir fclir allmiililig zn i1irt.r
vorigen Lage zuriick, u n d felten befand fie fich i n diel'r elier als a m andern Morgen, oft erfi am Nacliniittage, ee ley d e n n , dafs ein andrer Nordliclits-l3oSen fie
nach entgegengeletzter lliclitiing als dcr erlie angetrieben habe.
Die von uns angegebenen Richt~ingender E n d e n
d e r BoSeii find nur Telir u n s e f d i r zii n e h m e n , da fie
nacli der Lose des Nordlichts in B e z i e h i i n ~a a f die
Seiten des Haufes deren W i n k e l vorliiiifig befiimnit
worden waren, gelcliatzt wnrden. Bei allen meinen
,
,
Beobachtungen find fie vom rnagnetil'chen Nord nacli
Ofien herum durcli den ganzen Kreis gereclinet weil
lich To die horizontalen I ~ i n g e nder Bogen l'chneller
berechnen laKen. Alle Richiungen welche Lienten a n t H o o d Llnd Dr. R i c 11a r d l o n ansegeben haben,
find vom wahreii Nord, n n d den1 waliren Meridiane,
u n d nicht von dem mapetilclien ab zii verfieiin.
,
,
.)
Allerdings doch einmal, wie wir fehn werden.
G.
c
2.
15
3
Zu/acr zu d l e k Einleltung yon G i 1 b e r t.
Die Befchreibungen des Kapit. I:r a n kl i 11 der
cinzelnen yon i h m i m zweiten W i n t e r - Aufenthalte
beobacliteten Nordlichter fangen mit dem 12 Januar
18.1 a n , zugleich mit feinen fleobaclitnngen iiber d e n
Einflols des Nordlichts anf die Magnetnadel. Dr. Hi~ 1 i 1r d l o u hat aus leinem Taqcbuclie blos die nnifi8ndlicheii Bekl~reibiingen der d o r t i m December
1820 (den1 kdtelien Monntr) von i l r i i i malirgenomn~en e n Nordlicliter welclic die ~~lanzendficn
Sewelen zit
r e p bhcinen herausgchobei~ urn niit iliiien leino
FolgernnSen zn belegen. Die Ruflme Jiefer beiden
Beobaclitcr l'cliliefsen fich daher R I ~einaiidcr a11 und
verdienen meinen Lefcrii vollftand is vorgelegt z u wer~ i g den1 and e n , iini fo melir, da jeder u n a b h t ~ n ~ von
dern beobachtet, iind l'cine Inductioneii a u f liunderte
einzelner Beobaclitun,oen gegiindet lint, die a n einer
der Stcllen dcr Erde gemaclit find, wo das Nordlicht
eiaentlicli eiiilieiinifcli ZLI reyn fclieint. Bei W i n t e r reilen im oberen Kanada ilf a n kein Beobacliteii zu
dcnken, wie l'clioit ails Jem W e n i g c n erliellt, was
von &pit. Franklin's lieilk i m W i n t e r 1819 in der
Einleitnng ausgehoben iR Aber aucli die von Dr.
AiclirrdIon wdirend des errten W i n t e r s i n Cnmberland-Houfe wirklich gemachten Beobachtnngen dee
Nordlichts find von ihm i n dem Anhange iibergangen
worden ; walirl'clieinlich war er ficli bewul'st, im zweiten Jalire mit geiibterem Aiige und Sinn I'charfer und
richtiger gelelin ZLI liaben. Aus den1 'Tagebuche dee
ermordeten Lient. H o o d ift dngegen alles, was er
wgfirend des erlten W i u t e r - Aufeirthalts in Cumber-
,
,
,
,
t
i5 3
];ln&Ho&, nnd wallrend des zweiten in Fort Enterprife vom Nordliclite aufgezeichnet hatte, in den Anhang zu dem Reifeberichte eingerfickt wordon. Ich
ma& damit hier den Anfang, geRehe jedocli, dafs
iJ1 maine Ueberfetzuns, fo treu Ge iR, zu uiiterdrii&en niir dadurch abgehalten worden bin, dale die Beo~acIitiingenvie1 plipGkalifch W i c h tips, das dem
Lieat. Hood eigen ift, enthalten. Die Sefchreibnngen
geben aber kein Mares Bilid von den1 was L. Hood von
den beams undfitheu auSlhgt, (erfiere habe ich imnier
durcll Strahlcn oder Streifen, Ietztere durch FZammen,
denn Nordlichtsblitze kiinnto leiclit 211 MifsverTtaadAnlafs geben, iiberrctzt) ; und was er vollends unter wreuth
(grHnze) bei dem Nordlichte verfleht, ill mir fo dunkel,
dab icll in dem Unmuthe, mir doriiber kein Lidit verfcllaffen zu k6nnen diefe game Arbeit aufzugeben im
&@ffWat,als mioh die Ausfagen zweierjunger Manner,
welohe im nkdlichen Island eiiien Wiiitcr z~gebraclit
haben, iiberzeugten, dafs es mit folchcn Befchreibungen iiberhaiipt elwas mibliches fey, und dafs 60
ciemlioll verfcliiedon ansfallen je nachdcm man
&t andern vorgefafsten Meinnngen zu der Beobi&..
tung k6mmt. Lieut. Hood kbeint ein wenig mit Da1ton’s Angen gefahn zu haben, da er de&n magrietifc]ie
Tlreorie vom Rordlichte <f.Ann €3.67 S.15 f., kanntg
nnd zuletzt orfi durch einige paradore Boobaclitiineen
darauf aufmerkfam geworden e u feyn, do& mancheB
Ech anders verhalten miichte als or es zu L’eIin g+
glaubt hatte. wie ganz anders jemand felrn kann,
der von diefer nnd andern Theorien niche weifi,
das Nerdlicht aber mit den WolkengeIialten in unmittelbare Verbindung bringt beweifen zwei inter&
,
,
,
1 17
I
fafite Auflhtze, die icli i n der Folge bringen werds
Dr, Ricliardfon's und Kapit. Franklin's Befchreibunsen find indeh klarer als die des Lieut. Hood, der
niclit, wie lie, den Vortliell geliabt Iiat, die Notate
i n leinem Tagcbuche iiberarbeiten ZLI kiinneii iind
werden manches in diel'en nufl&iren indels man niia
Lieut. Hood's Tagebiicli ganz gut Gelit, wie die Bed
obacliter allmnlilig zu irianclien Anfichten und AusfaDoch genug u n d vielleicht r c h n
gen gclangt find.
ea vie1 ziir Einleitung.
-
Gilbert.
3.
Auszog aus dem zu Cuniberland-Houfe vom 23 Oct. 1819 bis zllm
13 Juni 1820 gehaltenen Tagebuche des Lieut. Rob.
I1 o o d '1.
Die wiclitigfie Thatfache, welclie wir l i s jetzt iiber
das Nordliclit ausgemittclt liaben betrifl't die Hohe
deITelbeii i i h r der Erde. Folgendes find die ErpbnilTe ails den gleiclizeitigen Beobaclitnngen welcha
wir, icli bei nieiner A ~ d l t i c h tnach deni Rnsquiaud
Berge **I, und Dr, Richardlbn zii Cumberland-Hode
,
. *)
-
Zufolge genauer Beobachtungen war LU Cumberland Homfi
die nijrdliclie Breite 5 3 O 56' 40". die wefiliclie LInge von
Greenwich 1020 16' 41'1, die Abweicliung der Magnetnadel
173 17' 31" ijRlic11, und die Neigung der Magnetnadel 8 3 O
12' jo", welches aber eiue zweifelhafte Beltimmung i n , dd
die Nadel, wenn fie Fo umgehangt wurde, d d s die unterfitb
Seite zu oberfl gekehrt w a r , cine urn 12O 57' verfchiedeno
L a g e rnnahm. DaiTelbe ilt bei allen andern Neigungr-Beob.
achtungen der HH. Franklin und Hood zu barnerken. Gilb,
") Siehe oben S. 9.
G.
CLilb. Annnl. d. Phylib. B. 74.St.
1.
J. 1Sa3. St. 6.
B
c
qomnc1:tlt haben.
18
1
Die Infiruniente, deren mir iins da-
hei bedienten, waren zwei kleiiie l~ijlzcrne,um cine
Axe drehbare Qiindrantttn niit dem Uleilotlie. UiiCerb
Chronometer tvnrden zuvor reyidirt docli konunt es
auf keilie grol'se Cenaiiigkeit i n der Zeitbekiminung
a n , da die Bogen des N o ~ d l i c h t smanclininl nielirere
Minuteii lang an derfelbcn Strlle fieliii bleiben.
An1 2 April wnr die Halie eiiies glanzenden Stralils
( a brillant 6enrn) zii Cnmberland - Honfe genaii loo
111n 10 Ulir 1
' o/'Abeiids.
t% w a r 55 engLn5eil. SSWliclicr, an derii Basquiaii-Berge, nicllt ZLI Ib1;n. Da a11
diefer lelztern Sintioil die Bsunie cine I - M e voii etwa
5" voni Horizont ab bedeckten, Co Mst Iich hieraus
I c h t z e n , d a k dcr Strahl niclit iiber 7 engl. Meilen
yon der Erde, iind niclit iiber 27 engl. Meil, von Cumberland-Honl;! entfernt war.
A m G April zcigte Gch clas Nordliclit a n diefeni
Orte einigc Siunden lang irn Zenilli nls cine verwirrte
Mare voii Flnnirnen iind S~ralilen(f/crr/ies nrzd beams).
Unter 53" 22' 48'1 iiiirdl. Ureite iiiid i o j o 7' 17/' wefil.
LHnge wl'cliien es i n Gcfinlt eiries BoSeiis ( a r c h ) , der
i n iingef3lir CJ" I1i;iie und in der Richtung nach Nord
geh Oh unvertindert nil1 Rehn hlieb. ES war folglich
7 engl. Meil. von der Erde entfernt.
Am 7 April war das Nordliclit vor 1 0 Uln Abendr
rieder zu Cuuiberland-Houl'e i n dmi Zenith. Unter
53' 56' 40" n. Br. und 1020 51' 41" w. L. war die Hiiho
des lliichrten zweier concentrirclier Bogen urn g Uhr
A b e d 8 go, iini gf-Ulir 1 1 0 30', und urn 10 Uhr 150,
wkhrena der mittlere Tlieil deflelben ") fiets in N gen
,
*) I t s centre, ein Audruck, deffen fich
L. Hood oft bedlom.
c
'9
1
Ofi blieb. Wslirend diefer Zeit war ee alCo 6 big 7
Meil. von der Erde. Nacli 10 Ulir bedeckte es 211
e.
Cumberland-Hode den ganzeii Hinimel und am andern Orte w a r ss iiber das Zenith hinansgezogen.
Dielk Beobaclitiingeii find niit der gerneinen Me;nufig der Meteorologen i n Widerfprncll ; nichts defio
weniger find fie Thatfacl~en. W i r liaben melirmals
ein zartes (attenuated) Nordlicht 100' ?tier iiber den
Himniel h i n flarnnien (&hL;n.g)
relin in 1 Seciinde,
eine SchnelliSkeit der Bewegung, welche mit einer Hijlie von 60 oder 70 e. Meilen, der klciniieii, die man dell1
Nordlicht gegcben hat, viil!ig nnvercinbar ili. Uiefe
Art des Nordliclits glrinzt niclit liarker als die Milcllfirake, iind hat Ael~nliclikeiti n feiner BeWe@llg mit
dem Wetterleiicliten (./beet lig/ilnh7,y) *.!,
Der Deutlichkeit halber will ich die ver~clchiedii~n
Tlieile eincs Nordliclits beiLlireiben, welciie icli Stralil e n ( D e n i m ) , rlanimen (J'uJ/ies) nnd B o y e n (arches)
nenlle. Die Strnhlen find e i w a s konifcl~eT1iclitpinki
(penJifs OJ light), i11 paralleIcii i iiiiieii neben eiiianbier ( r a n g e d itL parallel litsee), nii t illrein ziigefliitzten Ende tier Erdc zugekelirt, i n der Regel (generally)
in der RicIit~ingcler Neigungsnadel **I. 1)ie Fhmmen fcileiricn einzeln zerlireutc (Jcattered) naher bei
der Erde befindli~hoStralilcn 211 lkyn den11 Ee Iiaben
-
,
mit dem er rber, wie pus mehreren Stelleri erhellt, nicht den
Mittelpunkt des KrriFes zu dern der Bogen gehort, FanderQ
ffets den hSch[ien Pun4t in der Mitte des Bogenr rerfieht. (31
O)
O*)
Vergl. weiterhin die Beobachtungen am
12
Mai.
Gilb.
Vergl. die weiterllin folgenden Beobachtnugen am 19ten und
ionen Fcbroar.
Gi
Bn
I
20
1
,
find aber miendlicli breiter;
FIarnmen nenne icli fie, w e 3 fie pliitzlicli erl'clieinen
und [elten eine lange Daiier liabeii "). W e n n dasNord-
eiiie ~ h n l i c l i e Gefinlt
Jiclit ficlitbar zii wcrden ankinyt, ifi es wie ein-Hcgenbogerz gefialtet, voii fcliwacliem Liclite, und die Uewegung der Striihlen ifi nicht wnlirzunelinien. Es fteht
So wie cs ficli aber dein Zenith
n ~ l i e r,
t zertlleilt e s ficli in Zwilclienraiii~~en
i n Stralilei1 (it rejolves it felJ'nt irttervnls into beams), w e l c h
init I'chneller, wellender Bewesun y fortI'cliiei'sei~ (which
by n quick u n t h ~ h t b i gmotion project l fienfelues into
Wtrentlis) '9 bis ziini Verfchwindeil liclitl'cliw~cl~er
werderi, und daiin wieder aufgkinzen, oline alles
wahrnehinbare Atisdelinen oder ZuI'~nimenzie1in der
daiin a m IIorizonte.
Materie. Ztigleicli erkheinen zalilreiche 1:Jammen a n
verhhiedenen Tlieilen des Himniels I+*). E s I& fcli
*) Vergl. die Ueobachtungen am Izten Februar.
*a)
G.
Ich 1 d e daa letztere uniiberfetzt, da weder aus den S. 26 f.
folgenden Beobnchtt. am 6 u. 8 Mirz und denen des J. 1821 (S.
31 f.), noch aus den Bel'chreibb. des grofsen Nordlichts vom
22 Oct. 1801 i i l B. 18 und 19 diefer Annalen mit Gewililleh
hervorgeht, w a s L. Hood mit wrsnths bereichne. Im WBrterbucho wird wraatherklirt : Flechtc, Locke, Kranr , Blumengewinde, gewuridene Arbeit e k . Ob es aber etwar den Nord.
licbtrkronen Aehnlicles, oder die von Hrn B i o t (Ueber daa
Nordliclit, Ann. J. 1821 B. 67 S. 8 u. 21)rnlt ~ L r ~ a h ~ s n b d ~ c h d
bezeichnete Erfcheinung, oder nacb Aufsen fich fchlPngelnde
und windende Theile des leuchtenden Bogenr bezeichnen Tolle, iR mir hier und an andern Stellen nicht klar. 1ch werde
Gifb.
&her wreath gar nicht oder durch Hrnnr Uberfetzen.
"') ,,Aus dem Bogen fchoffeu verkhiedene Strahlen heraui, wio
etwa die Raketsn aufiufleigm pflegen, etwas larigram, o i h t
fo fchnell alp der Blitz ; die aurfclriefsenden Strrhlen nirchten
aus den Kegel11 der Pcrfpoctive t ~ a c I ~ w ~ . idars
f e ~ diefa
~,
Ma& wegen ihres kleinen Abfiardes von der Erde,
eineni Beobachter, der im Horizo~ltel i d i t , als ein Uogen e r l c l i e i ~ ~ eninl's
n
vorausgeletzt dafs illre T h e i l e
beinalic gleicl~weitvon einander entfernt find ; und es
geben davon die oben crwi~lintcn~ e o h n c l ~ t ~ u l gam
un
6 nnd 7 April eiiieii offenbaren Beweis, d n darnals das
Nordlicl~t welches ZLI CuniLerlnnd - Elode den Him-
,
,
keinen rechten Winkel niit dein cogeii, fondern Randen gleichfaa
ruf defi'en Sehne [dem Horizonte] fenLrecht.'G So bekhrieb der
berUhmte Philofoph und Mathematiker W O1 f (Gefaminelte kl.
Schriften zur Naturlehre, Halle 1736,S.121) das, was L.Hood
f i f i e ~ nennt, wie er es bei einem Nordlirlits-Bogcn von 30°
Hljhe i n Halle fah, das am 17 MPrz 1716 VOII 7 bis I o U h r Abends
in einem grorren Thrile Europas brobachtet wurde. 6ei einem
Nordlichte am 6 NBrz 1 7 ~ 7fah nian zu Berlin ,,zwel cone&.
trifche Bogen Strahlen auswerfen , die iich immer inehr ausbreiteten , je htiher fie [tiegen '0 u n d ohne das geringfie Zeichen hinter fich zu laffen verfchwranden; ,,wenn die Rogen
durcll das Ausfchieken d e r Strahlen, oder auch durch die in
ihnen v e r l p h t e innere Bewegung zerbrochen warden , habca
fie fich bald w i d e r erganzt." Und von einem Nordlichte,
das R b rn e r in demlelben Jahre i n Kopenhagen benierkte,
fagt er : ,,Wegn die AusRrahlungen bald verfchwinden wollten,
wurden fie kiirzer uiid breiter; vorher aber erfireckten fie lich
bis 4" iiber den Bogen." Bei dem groken Nordlichte, dar
Hr. B i o t am 27 AuguR 1817 auf den Schetllndifclien Infeln
fah (Annal. J. 1821 B- 67 S. 18) ..,durchhreuztsn den ganZen Himmelsraum, den dirfer grofse Bogen iiach N W begrgnzte, unaufhorlich, nach allen Richtungen, leuchtende Strahten; gewijhnlich war jeder erR ein blofser Strich weifslicheii
Lichtes, fchnell aber nahm er a n GrGTse und Glanz zu, vqrfinderte manchmal fonderbar Richtutig u n d Briiminui~g,verengerte lich wieder zu einem lufserfi lebhaft glgnrenden rothcii
Faden, und drs Licht dlerer verloloh allm5l1lig."
Cilb.
[
22
j
lnel voni nardlichen Horizontc bis ziiiii Zenith mit
Kraiizeii (wreaths) i m d l - l d i i ~ i i i e n (JlnJhes) erfullte,
p 11s ei ncr be Je II te I I deli E I I t fcr n LL I i g litd i iclicr g elkhn,
Gcli i n Geftalt voii Bogen z c i j i c .
Das I3ordlicht erfclieiiit aher niclit ininier zuerfi
als eiri Bqqerz. Cs entfielit niclnchnial i t u s einer verwirrteri hlaii'e Liclites i n Ofi oder W c f i , uiid durchkreuzt den Himrncl nacli den cnt~egenge6tztenI'alikteii dee Horizonts z n , u n d fiiellt a d ' ILinern 'CVep
Krtinze von Strahlen (wreaths oJ learns) oder Nordliclrts-Kronen (coronne Dorenles) day. Anch gelit wold
ein Bogen, welciier mi IIorizonte blafs u n d einforniig
ifi, iibcr das Zenith Iiinans, o l i ~ i eirgcnd eine UnregelndsiSLeit ZLI ciitialteii odri. a n Glanz zuzunehm e n ; ja icli habe l'elbli drci Boc:en zu gleiclier Zeit
fchr nnlic a m ntirdliclien Iiorizonte gel'elin, yon dcp e n der eine Stralilen urid lelhfi Farben zcigte, die
beideii anderii aber I'cliwacli und e i i i f 6 r m i ~waren.
A m 7 April M i e n wir iii Siiden einen Bogeir, der
den1 in Kordcn fielieliden vollkonimeli iilriilicfi wdr,
und nach 15 Miiinleii verlbhwand; \vahrl'clieinlicli
war er vor Sonneii-Uiitei.ganl: durcli dits Zenith p s a n gen. Die U e w e p n g der sanzcc" Mafle eines i\ordliclits gelit yon Korden nclcl: Suden , in fiiclllungeii,
die liijclificiis iini 200 von dem iiiagiietil'clieii Meridiane pbweiclieii. Die ,Mittelpiuil.te [ niittelfien Tlieile]
der Etifieii befariden ficli eben fo ol't i n dern wahren
als in dem n~aglietil'chcnMeridian.
Die .b'nr.ben I'cIieirie~i niclit a u f der Gegenwart
irgend eiiies erleiicliteiideii Kzrperp (luminary) zu berulieir h i d e r n durch die B e w e ~ ~ l i der
i g Stralileii eracugt 'LLL
crden iind zwar iiur dairii wean die Ba-
,
,
,
neguiig fchnell urid das Liclit gldiizeiid iR. Die un.
terRen Enden zitterii i n feurigem Aoth, (quiuer with
n fiery red colour) uucl die oberii in Orange; einnlsl
fa11 icli in den eriiern Violet.
Was die Anzald Iiclitbarer Nordlicliter betrim,
fo war fie im Wiiiter 1819 auf 1820: im September
Y 3, i m October 3, im November 3, in1 December 5,
i r i i J a n u a r 5, iin Februar 7 , i m E ~ I - 16,
L im April 15
u n d i i r i Mai 11. Stilles w i d helles W e t t e r war daa
giiiifiigfie zw Heobhclitiing ; docli Idlit Gch das N o r &
licht aucli bei wolkigem Hiinmel urrd durch Nebql
JIB) 11 in d urch u 11 t er l'c I I cid e 11.
Dak es IXileclltes I I : etter briitge Iiaben wir iiiclit
bemerkt. Die fihgnetnndel wurcle in fraier Luft von
dem Nordliclite in Uiiordniiug gebracht I'o oft es Gch
,
dem 'Leiiith ndliertt:; i h r e Bewegung war aher nioht
Lcliwingend, wie Hr. llalton fie beobnclitet h a t , wel*) Am 4ten AuguR 1819, arziihlt Khpit. Franklin im Reireberichte, liefs fich in Davis Strafse (6oC Breite) dos erne Nordlicht urn 9 Uhr Abonds retln, in Geftalt einer blaIieo ockargelben ins Kotliliche rpielenden Eogens, der durch dar Zenith
yon NW nach SO ging, dann aber andre Geltalten annahm
und in einer lebhaften innern Bewegwg war.
Dar M e
Nordlicht im September fallen dirk Reifenden am zqlteo vwi
dem Tragpiatze am Knee Lake ( j j " &.)aus; es war witderum ein gllnzender durch das Zenith gehender Bogen, in
Richtunyell nacii N W und SO.
In der Naciit atn 4ten Oct.
-
-
fahen fie am Uler des Winipeg-Seer ein lebhaftes Nordlicht
ron verfchiedenen Farben, und aln 13t. Oct. a ~ nUfer desCedar
Lake (530 Br.) ein ausnehmend g l h z e n d e s Nordlicht, derien
Aufglimmen (corrurcntions) zu Zeiten Uber den ganceu Himme1 hinkhofs , und verrchiedene prismatifche Fsrben annahin,
rou dcnea Violet uud Gelb die vorberrfcheiidtn waren. Oil&.
r
24
1
ches vielleicht yon dem Gewiclit der Kartenfcheibe
herriihrte, die an der nieiiligen befeltigt war. Sie bewegte ficli langfain nacli Often oder nach W e f t e n des
maSnetifchen Meridians, uiid liam felten in weniger
Zeit, als in 8 bis 9 Stunden p i i z wieder i n i h r e vorige Lage. Ilire SrSfbte Ablenkiing betrug 45’.
Aiif ein empfindliclies Electrometer, das i n einer
H a h e von 50 Fills vopi Erdbodeii Iiing, liatte das
Nordliclit nie einen walirnel I mbaren Einflufs. Ebeii
to wenig konnten wir dabei irgeiid ein Ruifchen hor c n , von welchcni u n s indefs fo gewichtigte ZeugiiiCfe
ziikanien, dafs g a r kein Zweifel a n diefer Thatfadie
blci hc t i k an n .
Die Scliliifle, welclie fich PLIS dem Vorfiehenden
ziehn laflen, wird mnii l e i deli Beobachtungen in1
W i n t e r 1820 a n f 2 1 finden.
Bekhreibung der Nordlichter, welche w l h r e n d des Winter. Aufenthalts iq Cui~~lerland-tiou/a~a
Gchtbar waren, a. d. Tageb. d . L. H o o d.
D i e Zeit des Beobachtens ifi jedesmal a n g e p b e n ,
denn o h n e Zweifel Itat Gcli oft das Nordliclit iiacli dcrblbeii verlindert oblclion nielirere d e r l’chwaclieii Bogeii qlilirend 4 oder 5 Stiiiiden befianden, u n d niir ilire Lage, den1 Zenith n d i e r riickeiid, veranderten.
Iieiii Nordliclit Gchtbar voin 23 October his ziim
25 Noveiiiber 1819, menigfietis nicltt vor i U h r R’aclits.
A m 26 Nov., i Ulir Morgeris ein Regellbogenqhnlichcs Nordliciit niit fcliwnclteiii hlnrsgelblichem
Lichte, d e r nlittlei-e T h e i l des Eoxeiis i t 1 mol161ie niid
geiiaii it1 S.- Abcnds 0 Ulir e i n lclir MiGtier H o ~ j e r i ,
dor Mittelpiinkt in N.
Am 6 December, 10 Uhr Ab., ein fcfiiher Bogen,
,
,
I 25
1
der Mitielpunkt i n NgO: - a m 8ten, 10 Ulir 'Ab,,
eiri tihnlicher, Mpkt i n N; - an1 gten, 1 1 Ullr Ab.,
cin lelir glttnzender licllgelber, Mltpt N ;
ani 12ten,
8 Ulir hb., ein I'cliwacher Iieligelber; - u n d am 14t.
Januar, 10 Ulir Ab., ein I'elir Ibliwacher beide i n N.
A m 19 Jan., 1 2 U. Ab., ein den Horizont VOII K N W
bis NNO umrpannender, 1 2 - holier u n d
breiter,
lcllwacher docli daueriider bosen ;
a m 2ofien , e i n
Bogen, is" lioch, 5' breit, Mttpkt N; - a111 27he11,
ein Bogen, 40' hoch, 5" breit, Icliwach, blal'sgelb, M p k t
N;
arii 2te11 Februar, lelir I'cliwaclics Rordlicjit,
Mttpkt N in z9 Hihe von 0 bis W Gch erfireckend;
am 81. Febr., 10 Ab., Nordlicht am n6rd1. Horizont;
am lot. Febr., ciii Bogen in 4 O Hiilie, 50°1ang, Mpkt Ngo.
1 2 Febr., lo Ab., ein BoSen, i n 6°Hiilie, M p k t in N.
Zwilchen demlelben u n d dem Zenith wurden marichma1 einige lotlireclite Strijme (perpendicular Jrenms)
ficlit!x~r, a n eiiiem Ende angefpitzt, geneigt (clecliniiq)
nahe in der Richtunt; der NcigluigsnadeI, und a11 derIelben Steile nach den1 Verrcliwinden wieder errcheinend. Ich werde fie hinfiiro Fhmnzen $of lies) nennen.
19 Febr., ein darcli das Zenith gellendeS, den Meridian rechtwinklig diirclikreuzeiides &ordiicht von gewc]in]ic]ier Farbe. 13ie iincli Stiden zil gelrehrte Seite (fa.
ced t h e South) bildete eine reSelndsige Linie, die aridere
Seite aber IirGmte von Zeit ZLI Zeit (at intervals) nnch
ORen oder W e f i e n , u n d trennte ficli i n 'I'heile (fip n r a t i n g i!fi!f into portions) welclie Flnmnicn (?aJhes) gliclien, abcr vie1 kleiner waren "). Mehrere Flilrn-
-
,
-
-
-
,
Alfo anrh bci diefern Nordlichte errchienen, \vie bri dem \ o n
Hrn Blot 3m 27fi. Aug. 1 8 1 7 auf der liilal UiiR heobCichtetrn
( A n n . 1;. 67 S ryl! die Fldmnien in1:erhdlb der vom Rogea
umfchtol~eneuHaiimr der nordliclren Himrnelr.
Giib.
[
25
3
men nahe am niirdlichen Horizonte. Auf diel'es NordIiclrt folgte am rofieii ein Sclineefinriii ilus O W .
ein bogenformiges Nordlicht voii ge2 0 Febr.
wiilinliclier Farbe, 5" breit, 60' weit licli erltreclielld,
i i ? 30" Hohe, hlttplit i n N.
Nach dew iifiliclien Lnde
z u wnrde es zerbrochen (broken) di~rclieine I'chnelle
wellende Bewegung in die eben e r w d w t e n l'ortioneii,
wclclie icli Stmhlen ( bearns) iiennen will, weil fie
m c l i eineni ~ertieinCcIiaftlic11enMittelpunkt zii geliii
lclieinen, obgleicli h e Iiichtiiiig znweilen 6c14 iindert,
weiiii fie in Bewegung find.
4 M Y ~ L1,2 Ab., ein fchones und londerbares
N ordliclit. Vier regelndsige coiicentrilche Bogeii,
Jer Irul'serRe von N N W bis O N 0 reiclieiid bei 30'
H a h e ; iind die iandern iiiiterlialb i n gleicfieiii AbIiand
yon einander der unterfie in 7 0 Holie, jeder 3" breit,
?war fcliwach docli 3 Stunden lang Gcbtbar.
5 MDrz, Nordliclit arn nordlichen f-Iorizont.
6 Man, I) AL., ein gkiizender, grol'ser Bogen,
Mttpkt in K h O , der I'chnell nach Siiden fortichriit,
Iicli in Straiden trciinte u n d manche Flanirnen a l l y lireute (nlzd fcattaring nrnny jlnjhes). Die k'aiLe dar
Stralilcri war die gewoliiiliclie; fie glYnzten liarlr, bewesten ficli ausiieliniend I'chnell u n d ordneteii ficli
in iirYrize (LIW~V
ranged 6hemfeelves in w r e a t h ) ini Zenith Aordliclrts-Kronen bildend, welciie allmiililig erlolchen iind eiiie blanB iinheliininite LiclitniaI!e zuri~cklieise~i,
ails der Ge bald wieder erneucrt w w d w ,
ollne iiclitlmre Cor11111uiiicatioii rnit irgeiid eiiieiii andrrn Tlieile dcs Noi*dliclit,. Uni I Ulir Naclits verbreliete fich diel'cs n'oi*dliclit uber den garizeii Hitiimel
niit Ausfcchli?l$ der ?'liclle3 vo11 sso bie ssw.
,
E
27
I
7 hll~rz,9 Ulir AL., eiii Bogen, Mttpkt "0;
~rrelirereFlainnieii wdclie iini 12 Uhr die nordliclle
Hrlfle des Hininicls aiifitllten.
8 Miirz, ein Gogen, Mttpkt RNO, der licli nicht
nocli dem Zenith zii beivegie, Ibndern in gliiizende
Stralilen trennte und mruiclie Flanlnien awfireute
(Scattered). Die Beweguiig der Stralilen war i n Krinzeii oder Bogen (was in wreaths, or J&gments of circles) fchnell? darfielle~idoranseroth a n den uritern,
b1aI'ssgelb an den oberen .Enden.
9 AlSrz, 8 Ab., eiii a m melireren Bogen befieliendes Norclliclit, yo11 d a n e n der liiiclrfie dcr I'cliwaclifie war. Sie wurden Leiiialie verdunkelt diwcli k'laiumen zwirclien ilinen und den1 Ziil'cliauer ( belween
them and the fpectntor).
10 Marz, 9 Ab., eiii wordliclit in lchncller Bewegnng geleh&idiirch Oeffnungen i n den Wolkeii.
,
,
1 1 Mtirz, ein Nordlicl~ti n melireren Segmenten,
yon ON0 bis WNW; Stralilen i n I'clineller Bewegung ge\~6hnlicheFarbc.
ia Miirz, 8 Ab., ein Bogen-I\Tordlichr, der Mttpkt
i n NgO; um 10 Ulir liatte es Gch dern Zenith nahe
iierauf gezcigeli, uiid bracli (Drodes) i n Strdilen und
Flarnnien, yoii gew~linlicherForbe.
Den 14ten bis zuni igten Marz, Nordliclit 411 jedem dierer G Abende. Eins leuchtete durcli dichten
Nebelfclileier ( h n z e ) durcli ; zwei waren n u r ebcn
durcli die Wolkeii liclitbar; ein glanzendes bedeckteri
die W o l k e n fafi ~ a n ;z das fiinfte zeigte lich blos il111
niirdliclien Horizonte; das I'echfie uin Mitternacllt PIS
einen 200 hohen und 6" breiten Bogen yon N W bis 0,
,
Mttpkt NNO.
Mtirz bis 8 April. L. Hood war an deni Hasquiau-Berge, u n d was er dort beobaclitete fielit ob. S. 18.
April lot. iind i z t . , Nordliclit iii IS;- i4t. und
1% Bogen-Nordlicht 160 hocli Mttl'kt N und 3 g U ;
am i6t. Nordliclit iii,lSNO.
i g April, 10 AL., eiii Bogen-Nordlicht in 25" €16lie, Mttpkt NgO, reicliend voii NO bis NNW. Uln
A I Ulir liatte es 350 Iiiilie, u n d das oliliclie Ende kehrie i n Gch felbft zuriick iuid lcliien eine Flainme (ft.J/i>
Iotl~rechtnacli der Erde lierab zn lcliiclkeii (dart). Uin
I 1; Ulir erreicliten einige F1;lmnieii das Zenitli.
Die
Farbe die gewohnliclie.
April 20k, Nordliclit durch einen dicken Rebel
(thick f i g ) fichtbnr; - arn 2 7 k eiri Siiick eines Bogens und einige Flainiiicii i n N , iingefdir 30' liocfi ;
- a i n 29ft; melircre Nordliclit-Flaniineri in N ;
mi
5ofi. eiiieri Bogen, 3o' hoch, niit dcri Eiiden in NO50
und NWgW, Mttpkt in 1\50.
i M a ; , hlittrrnaclit, fiieg ciii nierkwurdiges Nordjiclit nus c j N O 1lerauf, til~nlicli eineni' BanmfiamiJl,
und verbreitete Acfie iiher dcn gaiizen Hiinrnel, doc11
vorziiglich nncli Sttdeii zu. Sic waren ails S ~ r a l i l m
ikennz.r) zul'ainniengelk17~t,welclic im iiier zii erltennen
find, x e n n clas fiordliclit lc11r i i i f i e \ T e p n g ifi; gewolinliclie Farbe ; riielirere zerfireiite Flniiimeri riiiid
an1 Horizoiit ( t ~ ~ m
thed liorizonk).
z Mai, 11 Ah., ciii lcliwoclier'(iq hreiter Xogera
qner diircli das Zenitli, Eiideii in O_sSiiiid W g N .
3 Mni 1 0 lib.? Nurtlliclrt i n I'cliiicller Rewrgun8,
diircli die Wolken gt!i"h.
5 M a i 11 Ab., eiri I;lir liliwsclies Bogeii - NordIicht, Mttpkt in 8x0.
22
,
-
-
,
,
I "9 .I
,
12 Mai, Miiternacht war die ni;rdliclie
des Hirnmels mit eineni I'cliwaclie~~zarlen Nordlicht
angefiillt, daa nicht Rtirker als die Milclifiral'se &inZl@,
aber doch m i t rolcher GeCcliwindiSkeit flamnite (jLaj/~ting), dal's das Aiige der Bewegung nicIit zu folgen
nocli die Gertalt deflelben ZLI befiimnien vermochte.
M a i izt. (?) u. i8t. Nordlicht in N; - 25fi. e i n B o 280. Kordlicht am
gen 15" hoch, Mttpkt in NgU;
-
nordlichen I-Iorizoitt.
4.
Atis dem im Winter I820
aiif I821 LU Fort Entarprijs g e h a l b
nen Tagebuche des Lieut. K o b. H o o d *).
haben wir niir cin einzigea
Nordliclit vor dem Aiigiifi geMin, als die Ternperatur
der Luft Naclits allgeiiiein Linter 500 F. war "*I. Bei der
langen Daucr des Tagesliclits uiid dcr wcnigeir Gelegenliriten, cs a n den giiiifiigfieii Stuiiden zu beobIm Sominer
1820
ecliten, kijiinen iins zwar mnitclie
diel'er Iangen
%wikIienzeit entgangen feyn docli waren diel'e Gelegeiilieiten zalilreicli p ~ ~ lini
g niicli
,
zu iiberzeiigen,
dafs das 'Nordliclit in d i d e n Gegenden den Sommer
iiber i n der That l'elten iR.
,
iit
*) Die nSrdliclie Breitt der von der Expedition far ihren Winter-
Aufeiithalt in diefer rinwirtltbaren Gegend erbauten, Fort Enterprife genannten Hlufer, war 649 28' %4", die wefiliche LBnge 1 1 3 ~
6' c", die magnetifche Abweirliung 3 6 O 24' 7" 61tlich, und die magnetifche Neigung 86* 58' 42'8, nach Kapit.
Franklin'. BeRimmungen.
Gilb.
"*) N?imllch, nach dem Reifeberichte', von Fort Chipewyan
am Athabasca-See aus , am 16 Juni; fpiter wareti, nach Hrn
Franklin. die N!ichte zu hell, urn eiu Nordlicht XU erkeiinen. 0.
f
1
Die An.tahl Iiclrtharer Wordlichter war: im Aug ~ &10 *), i m September 6, ini October 7 , i m n o vember 8, i m December 2 0 , i m Jnnnar i8ri 1 7 ) irn
Februnr 2 2 , im Miirz 25, i m April 18, u n d i m M a i :I,
i n d e m n u n fcllon das helle xwieliclit 1111s m c a l i r gcw a h r zii werdeii hinderte. D i e g a m e Zahl der Rortllichter ifi doppelt fo grofs a h die der i\iordlichter, welc h e wir i m vorisen W i n t e r ZLI Cumberland-Hotife beEs verdient bemerkt zu werden,
obaclitet haben.
,,dafs ilire Anznlil i n jedem Moiinte, w ~ h r e n dbeider
, , W i n t e r , i n einigem VerhdtiiiKe zii dern Stande deo
,)
,,Thermometers fielit."
D i e GPJfaZt i n der das Nordliclit iiber den Horizoiit
hervortritt, iind die welclie es bci I'einem Fortfchreitrn
fiber den Himmel annimmt, Iakt rich u n t e r zwei allgemcine Befclireibungen bringen. Ziir erJlen Klnfe recline
icli die, welchc Anfangs \vie Kcgenbosen oder aiiclre
Bogert erfcheinen. Sie Reiqen dnnn aufwsrts ) wobci
ihr Mittelpunkt (oder ltiicliiicr Tlieil ) **) immerfort
i m magnctilchen hieridiane b:eibt, oder licli eiiiige
Grade ofilicli o d c r mefilicli voii de~ul'clben dicfein
parallel fortbewcgt. Sclten find ztiglcicli m e h r als 5
IolcIier Bogen, uiid ebenh1ls ilt lklten niir 1 zii Mehn.
Nie ifi die Holie auch dcs niedripfien, weiin m a n iliii
zuerli erblickt , u n t e r 4". Beim holiern Hinanfziehn
*) Dsr erne,
welclies im Relreberichte aus diereni Monrte angeffihrt wird, wJr Abends 10 Utlr den i8ten Arrguff, ein fellr
g l i n z e n d x diirch das Zenith gehender Bogen vnn NW ndch
SO, der n3chl:er eitier Fclionen RTord!ici,tsl:ro:ie Pls:z niarhte. G.
* * ) Das heibt des Theiles in der Mitte dcs fichtharea Bogens,
welclrer zugleich ilrr hfichffer Tlioil ill.
G.
f
31
3
wird der Abfiaiid ihres 6filichen und weAlichen Endoe
[am Horizonte) griil'ser, und die Hogen werden in
dem Zeiiithe anregelmd'sig - breite StrGme (Jreams)
9
von denen jeder den Hinimel i n zwei ungleiclie Tlieile
tlicilt , docli nie einer den andern drtrchkrenzt bevor
fie ficli i n Theile trennen. Die Hogen, welche am Horizonfe hell glanzen, nehnieii a n Glanz i m Zeilithe
211, i d man wird die Strahlen (beams) gewalir,
deiien fie zufanimengefetzt find, wenn die innere Bewegung fchnell ili. Diel'e innere Bewegung ili eitr
pliitzliclies Aufgliihen ( g l o w ) , das nicht von irgend
ejner ficlitbaren Concentririins der Materie Iierriiliri,
fondern an verhhiedenen 'I'lieilen dee Bogen3 10sbriclit als wenn eine verbrennliche Materie entziindet worden wtire, und verbrcitet ficli l'chnell necli beiden Enden. In diefer Bewegung werden die Strahlen (beams) gebildet, Ib wvic ich lie i n den vorliergehenden Beobaclitungen befchriehen habe. Sic Iiaben
eweierlei Bewegongen : die eiiie reclitwinklig auf ihre
Lgiige oder fpitwgrts, iund verniiige dieler gelin Krgnze,
gelcliltrngelte Geftalten, oder anregelnitrfsig gebrochene
Cllrven inis ilinen aus *I! wolclie Kranze (wreaths),wenn
fie im Zenith find, die Erklieinnng der Nordlichtskronen darftellen. Ihre zweite Bewegiing ifi ein knrxee zilterndee Vibriren, bei dem fie ihren Parallelie111118 niclit genan behalten, welches Flackern allezeit
von Farbeii begleitet iR. Denn ich milk bemerken,
dare oft Strahlen *oline Farben entfielin, i n welchom
Fall ich die vibrirende Bewegung nicht bemerkt liabe.
,
,
*) by the firfi they prcieet thpmfelvar into wraoths, firpentin.
formc, or irrrgular broken curves.
[
72
]
Die Stralilen Iiaben in verlcliiedenen Nordlkhtern,
rnanclimal logar i n deiiiL1l)en verMiicdeiie GrBl'sen,
~ ~ a l i r ~ c h e i n lnacli
i c l ~ VerCcliiedeiilieit ilires A b l t a d e s
y o n dein Beobacliter. Wiederliolt Lcli die aiiSc2Sebene
Evolution oft, 10 zerliiirt lie die Gefialt u n d den Zu~aminenliangder Hogell, oblclion ancli drrnii das Nordliclit einem Beobacliter am Gidliclieii Horizoilte o h m
Zweifel noch immerfort boeenfdrniig erklieiiit. D e n i i
einmal wiirde es ungereimt l+1 mziineliiiiexi, es gelien die Veriiiiderungeii blos vor i n dem Zeiiitlie eines
eiilzigen Ortes, u n d d a m Iiaben die von u n s iiii voriSen W i n t e r a n zwei verfcliiedenen Orten gleichzeilig
angeltellten 12eobaclitungen diefees geniigend bewieTen. W i i h r e n d die Bogen nach cleni Zenithe Iiiiiaufsiehn, niniiiit iliie A i i ~ a l i l oft Z L ~oder a b , durcli
ein Zerfiiicldn de!i'en belondere Unifirinde ilire zit
grof'se Entferiiung nicht ~ e w a l i r wcrden Jrifst; t a l e r
such dann gehn ilire verfcliiednen Tlieile allmtililig
n a c h Siiden iiber, w o ich fie habe die Gefinlt eines
Bogens mieder annelimen iehn. Sie wcrdcn aiiclr
maiichmal in E'lammeii @z/hesi und andere abgerilTea
n e Theile zerrilren (dlyriDuted), dic nacli Sudeii ohwiirts fortzielin (wltich pqred to the youth enji'wnrd).
Auf das Fortbewegen eines Bogens vom nijrdliclien
ziim f6dliclien I-lirnriiel pflegt eine &it von 20 Miiintell bis 2 Stuiidcii Iiinzugelin. DalL zii CumberlandHoufe nianclie Bogen mehrere Stunden Ian8 beiiialie
unverriickt fielin blieben, ill ein Beweis, dars Ga
lich, wenn auch riicht langrarner als gewiilinlicli bed
wegten docli i u vie1 Sybl'scrcr E n t f c x i i n s von der
ErSe als zii Fort Ellierl)r;L brfxnden. f i l e an1 Horiz o n t e lichtfcli\vaclien Uogen ginsen liaufig iiber dar
,
,
,
a n Glanz, und
ohne Gchtbare innereBewegiing; ich halte diefeNordlichter fiir vie1 hiiher als alle andern.
Die zweite Khfle von Nordlichtern machen diejetiigen aiitl welche Iich a m verfcliiedenen Strichen
dee Compall'es zwifclien Nord uiid W e l l , iiacli deli
entgegengeletzten Strichen ZLI foripflanzen, manchmal
niicli am SOlichen Viertel des Himmels entfiehn iind
fich nach N W verbreiten. Sic IalTen Gcli, wie die vorigen unterabtheilen i n entfcrnte Bogen, w e l c h
nacli den1 Siid-Himniel oline eine recht Iiclitbare VerZLnderung ilirer Gelialt Iiiniiberziehn, u n d in folchr,
welclie Jabei Stralden entfalten n n d f c h i n Zwifchenrllumen i n l k i n z e (wreaths) Flammen u n d unregelmgl'sige Segmehte trennend, alle oben beIchriebene
Erfchcinungen deigen.
Um dieArt deutlicli zii macheh, wie die beidenKlalTen
der Nordlicliter nacli dem Horizont zii gefiihrt werden,
nenne icli diructe Bewegung der Bogen dicjenige, welclie in Riclitungen vor Gch jielit, die felten iiber t
I
Striche v o m magnetifchen Meridian abweichen Seiten - b e w e p ? g der LloSeii abcr diejenige, durcli welclie
das Nordliclit f c l i beiiialie rcclitwinklig huf den magnetil'clien Meridian fortpflanzt. Mali denke ficli eine
MalTeRordlicht, welche Leim EIitRelin des Meteors von
liiiigliclier Gefialt fey I d ihrer IAngs nach die puleridiane rechtwinlclig durch~chneide i n directer Bewep n s iiacli dem magnetifchen Siid, doch m i t verlchicdener Gelchwindigkcit ihrer TheiIe; u n d zugloich
mit ihren beiden Enden durch Seiten -Bewegung van
den1 Mittelpunkte fich fortdaiiernd entfernend u n d To
C
Gilb. Annal. d. Pbyfik. 8.74. St. I . J. 16.3. St.5.
Zcll;lll W e g , ohne d e s &nehmen
,
,
,
,
,
[
34
3
vtvlxngernd. T r i t t der inittrllle Tlieil der
Blare ziierfi iiber deli iiiirdlicllen Horizont hervor fo
mufs er \vie eiii Bogen erlclicineli weil die wnhren
hI&
,
Enden unficlitbar find, iind die directe Bewegnng
fiihrt ilin i l l diel’er Gefialt nncli Siiclon. W e n n dagegen eines iiirer Enden ziierli ilbcr dem Horizonte IIRP
vortritt To wird es fich diircli Akine Seiten-Bewegung
nacli entgegengeletzten Striclien ausdchnen u n d 211gleich verrniige Ceiner directen Ucwpgung nach Siiden gelin.
Die ungleiclie Gefcliwiridi~keitder Tlieile zeigto
fich uns nicht felten bei dcr directen Bewegnng der
Bogen, iiideiii fie die inittlereii Tlieilc! oft 60 odcr 70*
fiidwarts iiber das Zenith h i n ~ u s f i i h r t e , wtihreiid die
E n d e n ilire Lagen nicht wel;ntlicli gilderten. Dieres
M’st Gch aiif licine A r t allcin n u s d c n HcSclri der Perfpective e r k l ~ r c i,i denn ziiweilen ver$nderii einander
~ollkommen~ I ~ n l i c h e H o p edie
n Weligcjicnd ilirer E n den in dem Make als ilire Mittelpnnkte fortrclireiten,
indeli w i r bei m r e r n Beobaclitiingen in CuniberlandHaiife i n zwei F d l e n die E n d e n der Bogen i n den OR..
rind i n den VVeii-I’niikt des CoriipaITes anlangen fahen wiihrend ilir mittlerer Tlieil i n n n r 100 H6he
iiber dem niirdlichen Horiionte blieb.
Es eiebt nocli zwei nudere, n i c h t 11Xufig vorkonirnende G e J d t e n des Nordliclits, wclclio untrr kcine diefer beideii Befclireibungen paflcn. Die erbe ifi eine ltleine
hoch iiber Jetn Horizonte I’teliencle J,iclitrna!Tp, manchma1 init gl2iizrirden Stralilen , riiitl darin vrrL:livvindend odor m c t i dem Sddhirninel liixi:ihe:.se!iend:
verniuthlich ein bei lieftiqer Eewegiiii; 1os;wiCTcner
Thil von einer unter Bern Horizont L~iindlichcn
,
t
55
1
TVordlichtmafb. Die rweite i R ein von Nora nab8
Sf%l*gcri.iditeterBogen; in einem folc11e11 go1111die di.:
Act8 B e w e p n g mid die Seiten-Bewegnng nncll einew
lei Richtnn? vor.
Die Elnmrnen 'nnd Strnhlen find, meiner .Rfcianng nacli, allgemein' der Nei~nngs-Nadel pw&dt
wie:.ficli orgiebt, wenla inan bedenkt, dare fie ficli 11ncl1
den>@egelnder l'mfpetive zciscn niiiflen. Deiiii.nn4
be a m mn~~it~lil'clicn
LMeridian erlclieinen fie 1oIIirccIitj
i n ciniger Entfernung 'fifilidi oder wefilicli von denir
f e h n aber find lie p s o n den Horizont iinker verfclliw
deiaen WitittoIra geiiciqt. Die Kroncrz (Coronne) u n J
a d r e Kriince (wrmths) dcs Nordliclita 1,oninien dem
Beobachier oft Ib nahc, dnl's die Stmhlen unter Gefiditewinkkln von 10%d e i - 190 sefelin werden, iind .diere
zeigen ficli danii yon den FIamnieii dnrcli niclits verIclrieden, als diircli miiidcr lange Djtiier. Die Farhen,
nelklie die Stralilen bei I'clilielle~innercr Bcwegnng
liaben , liiid 1;rbrcngriin a n den oLereii, u n d I'urpiir
und Violet untennpngt a n den linteren Enden ;man w i d
lioli aber erinnern, did's dieles die drei Viarben find,
welche M o r pit 11' am odem LicZite electrifcl~erFnnken,
die er ill kine litfifdbr'&piimpte Glaskugel lii~~einfclilrgeii lid's, benierkt hat. In eincm Fall war die Farbs
dee uiitern Elide3 Oranye, welclies die vorlierrlcliendi
Fiube in jedem Fnlle zp Cumberland-Houfe war.
Am 8 RLirz 1831, urn 5; Uhr Abends, war unA t tel bar ~ i a c hSon 11 en -Untergang ei II bogen fijrmiged
Nordlicht fclitbar, welches lich voii K\V bis SO@ erItrec'kte. 'Diefcs \*:as die frul$e Zeit am Tap, arf
wolclier; \vir eiii Nordlicht gel'elin hnben. Zwar
dcn wir es hei cler Kfiv7-e der T a g c im Dtwinber Ik,1d
c:#
c
56
1
Jannar recht gut fclioll n m 3 U1ir Naclmittage haben
t b n konnen, wenn es dann fclioii vorhanden geweren
ware, felteii aber erCcliien e8 vor 7 Uhr Abeiids, iind
malirentheils war es aiii gl3nzendfien urn Mittcrnacht.
Am i i Febrnar bildeten die Wolhen eineii regelmrrfsigen Bogen ? der fich von N N W nach S zog u n d
es ging die Nadel eines CompalTes, welclier i n dem
Haide Z u n i Beliiif einiger Beobachinngen aufgefiellt
war, 2 0 0 troll dem ntagnetifchen Meridian zuriick nach
Wefien *I. Ich fall diefe Wolken 6ch zerfirenen u n d
nacliher in einer verfchiednen Gefialt Iich fammeln.
Dare der Compals an diefern Tuge in Unordnung getietli "9, if? ein anderer Beweis von der Gegenwart
des Nordlichte mmthrend I h g e ; docli m c ? i allem liaben wir Grnnd zii fchlielsen, dab dielee niir lelten
drr Fall in.
Am 13 Noveiiiber wnrde dns Rsrdlicht sw$cIien
d m B'oUvn und der Erde gefeliii voii Hrn Franklin
*) 200 in tuvertifik eln M c k f @ h l e rRitt m', aber relbR diere
find rehr rweifelhaft, d r Klp. Frahklin's empdhdlirhere Nadel
dm I I Febr. 1821 um 18, 24 3, 4 Uhr auf: 3 4 8 O , 304, 3%'. 331,
bnd N o ganr unverttlrkt Itand. In dcr weiterbiti folgenden
tturaen Befchreibung der eitizelnen Nordlichter, die L. H o o d
in Fort Enterprife fsh, heifst es: ,,Am 1 1 Febr., 3 Uhr
Nachmittrgs, ein woken-Bogen gcnau ihnlich dem Nordlicht.
von \VMk nach OSO, doch wurden die Wolken vom Wind.
wcggetritbm."
In &inen Reobachtungen Uber die Magnetnadel k6mmt zwar vor: am X I Febr., 2 Uhr Nachtnittsgs, auf
3 9 55'. uod j Uhr auf 3 5 3 35'; aber urn 10 Uhr Vormittags
Itand fie ruf
35O
45' und urn 9 Ulrr Abends suf 35" 4c'.
Gilb.
") Viele auffalleiide Beifpiole davon finden lich in den Beobrch-
tungen der Kapit. Fmnkllu.
Gilb.
[
97
1
nnd vom Dr. Hichardton. Am 13 Mirz fah ich ejir
Nordlicht, welclies in Krrnzen ( w r e d t a ) von N W
emanirte und liings der lintern Fllche einer Schicht
weilaer Wolken hinging. Die obere Flrche (adge) der
Wolken war 80 Fiilb von der untern ontfernt, uad
ihr Azirnntli war 6 55" W. Das Nordliclit ging i n
To0 HBhe voriiber, und koiiiile dalier nicht iiber 2
engl. Meilen von der Erde entfernt leyn, vorausge:
ktzt, dafc die Wolken i n einer H6he yon 2) e. M.
fianden. Der W i n d blies aus W, und die 'I'enipcratur der Luft war 36O F.
Ein anderer Umfiand, den ich zwei Ma1 b w b aclitet habe, iR zu merkwiirdig, ale d d s icli ilin ubep
geltn kijnnte. Dae Nordliclit war nahe am Zenith
l'elir gllnzend, der Himrnel vollkoiiirnen klar, uad der
W i n d mitlsig und doch Jchneite ea mit einnial init
kleinen Flocken rnehrere Minuten lang. In beidela
Fdlen wareii Schneelchaner ungefdir ;Stnnde vorlier
lierabgekommen ; aber mir Zeit jener Erl'clieinun~
Gar 10' uber dem Horizonte nicht das leiclitefie Wijlk&en ZII Tehn.
Am 27 April urn 10 Ulir 30' Abende ftieg i m Norden eine einzige Nordliclits-Siinle (column) an, und
ging durch dae Zenith nach Siiden. Eine andere
$aide erfchien in NOgO nnd nahm eine parallel0
Richtung. Die erfie hatte eine Mlwache innere Bcwegung, iind es wurden in ihr Stralilen (learns) auf
Angenblicke lichtbar. Sie ging binnen 10 Minuten
nach dem wefilichen Horizont uber; &e andre folgts
ihr und wurdo 8ltrnzender ale be bch dem Zenith 118herte. Ioh bin iiberzeugt, Ge wnrden von den1 W i n de fortgefiihrt, der aue OgN blies, und riemlich hd-
,
r
ti8 war (o Jrrong galz), doiiii.dia Gtiilen beliielte1l.gk:
paii iltm Gntferniin~von einrader aiilircnd..ilirer
Etro1ii:tion nnd ein'ige einzalne.&rrttize (wreCtt/m).,die
ven i l i h n ausgingen bcliieltfrn didelbe relativa La80
dler ilirer Tiieiie bei, wclclics nie der Fall ifi, wena
das Nordliclit niit Cciner. eignep directen Be\r.egung
diircli dio Luft gelit. Die Tcmpqratur dor Luft war
go F. Vor dieCer Beobaclitnng am 27 April Iiattel! W i c
keilie Aliiiiing daCs der Whid Eintlids auf das Nord'tlidib habcn kdnne.. . Manclio 'U~iiiE~nde
nuocliten 4her
verhinrlert Iiirben dab wir ilrn . bei q n h n friibarrt
Beobacht6aZ;ea niclit gewvdlta.,wutdeu, .Wenil dar
Anfflammeh (#heawr~chtionej~ f Ghnell
& ~ und glart:
send' iR, .Eoy$it ea gegenq :den' W i n d mi& gloiclrer
Gefcliwindi'Qkeit ala mit, dam W i n d ; da .ferner ORWind urid W - W i n d liier die lierrfcheiiden Winde
find, die.Uogen abcr melirentiieils yon N W naclr SO
reiclitm to jtonnten wir bis.daliin . ala Wirkaug der
dam Nordlicht e i p e n Seiten Bewcgiing .das .IJsjmmwen lialen, was Wirknng des .Windes war; w d
eben To kiinnen w i r fur iliro cigne dire.cte Bewegiing
geldten .liaben, was Wirknng niirdliclien Windes
war, . Siidwinde find lrier &lit ligniig iiid M e n jnr.
mcr den lfijnmel mit Wolkeii, Co doh daiin dw %or&
licht riiclit ficiitbar ill. Vielleicht w ~ eudiiclr
r
dao
Nordliclit des 27 Aprils dcrJ3rdct ntllier Js irgend e i p
anderes von denen, die ivir galiiitu haben.
.
.
A m 11. M a w , urn 10 Uiir -4bonds, Rieg ein Nor&
liclit in NN W znf,, iind naclrdcrn cine Ivia!Te dsfl'elha
nacli OgS ubcrgegangen *.+m, zarbracli dub.t&Lr,,e
(&-oh U w w ) in Portionon, . k d e am einige11:SiraIrl~i
(beanrr) befielaend welche ungefathr 400 der Hitwiielo
,
,
,
,
-
'
,
I: 39 1
rnit grofser Gefcliwiiidigkeit durclikreuzteii. Wir 115rten \~iederIioIt eiii +/c/tendes Getye (/iipng norp);'
gleicli den1 einer F ' l i ~ ~ t e n l i ~ ~ gdie
e l , durch die LuRi
fliest, und welclies voii dem Nordlichte ausziigehn
fchien; aber Iir. W r i i t z e l ;erGclierte r i m , dah diefee
Getiife cine GVirl~ungd w heftitpi anf niildeswetter folgendeii Frofitcs ley, uiid dnrcli dns Fricren der von den
6oiiiienfiralilen gel'cliinolzer~cnOb'erfliiche des S c l i n k e s '
Die Tkmperatiir der IIiift bctrng datiials
35' F. (- 27< 0 h.) an deli beide>i vorhergehendcn
Tageii nber w a r fie iibcr d" F. 6- 1.i-e 11.) geweCe11.
Am iiiiclifieii Moimgen .bank lie bis
4 2 " F. (32;" A.)
rind wir Iiijrten h8afig eiii iihiiliclies Gerrufch. Hrn'
H e a r n c ' s Ecl'clireibung von den1 Geriiulch des Nordliclits fiimint jedoch genau mit der riberein, welclie
Hr.We n t z e 1 iiiid jcder andere, der es ~ e l i a r hat,
t
&~ o i maclite.
l
C s viirde eiii abfnrder Grad voii Skcpticisr:ius r e p , die T l ~ a t h ~ hliinger
e
bezweifelii zu
wollen ; deiin dnrch uidere Beobacht iingen wird dio
WaIirl'clieiniicliLeit delr'elbeu elicr verfiiirht a h geentfielie.
-
,
-
('phwncht *I.
*) Ich fetze hierher was Hearne in dein 78gebilche bier Fursreire von der MUndung der Kiipferminen -FluiTeea nsch d e n
S e e Aathabarca , den e r am 24 December 1 7 7 1 erreichte, *On
dem Nordlichte fagt. Daa Nordlicht uiid die Sterne erfetren
i n den laneen N%cIiten einigermarseti das Tageslicht, ,,und
verbrei:en manchrnal wallrend der ganzen Nacht eiuen fo lobhafteo Glane , d a k es euch ohne Mondfchein hell geiiirg Rewefen w3re die LleinRe Schrift zu Iefeii. Die Wilden benutrten diefeu ziir Biberpgd , fanden die nichtlichs Helligkert
aber doch Hirkhe u n d Rrnnthiere zu japen nicht Iitoreich~nd.
S o viol ich weik ift noch von Niemand, iler diefc l i o h R r d W I I bcfirclit hat, drs @srfivjch In der Lcrft crwZhrit worcleu
I
40
!
Die Eingebarnen fagten nns, das Nordlicllt z ~ i g o
durch die Art, wie es erl'cheine, deli Z d a n d dor W i t cerung am folgenden Tage an. Weiin es z. B. hell
g h z e vnd fich fchnell bewege, lo folge lleftiger Wind ;
wenn es dagegen diinn u n d iiber den gaiizeii Hirnlilel
verbrsitet I'ey, ein milder und wolkiger Tag. G e u m e
Vergleichung mit iinlerm meteorologifchen Taaebuche befititigt dieres nicht, Dagegen ift es niclit unwa~ir~cheinlich,
dafs nmgekelirt das W e t t e r bedeutenden Eitlflurs auf das Nordliclit habe. Denn dare ein
leuclltender i s der Liift bhwimrnender , den Wolken zu Zeiten naher Kijrper, innerhalb des Berziclis
der gewiihalichea Vertinderungen der Atmol'phh-e ley,
u n d lie durch feine Gertalt, in die er gewiCfermal'seii
durch den auf ilia wirkenden Driick gebraclit wird,
anzeigen kiinne widerrpriclit eiiier g e h n d e n Pliyfik
nicht, Waren wir nicht ui~glLickl;cher Weilb w i L
d;w einzige Barometer, welclies wir liatten, gekoiiim e n , To wiirdeil wir tvcnigltens haben erforhlien
,
,
welchos das Nordlicht macht, wenn es reine Farbo oder feiris
L a g e verlndert. Ich verlicilere, dabei dafielbe GerHufch befiimmt gehsrt zu habee, welcher eine grolbe yon itarkem Wind
bewegte Flagge macht (m grand pavillon, nach der franz6L
Ueberf.). DaKelbe habe ich fehr deutlich am Churchill -Flufr
gehtirt, und es kann niir an Mangel an Aufmerkfamhcit oder
an Stille umber lieges, dafs andere Reifende es in den n6rdlichen Gsgenden welche ihrer Nordlichter wegeq bertihnit
find, nicht bemerlit haben, Da indefs der Schauplatz des Metcorr zq manchen Zeiten nPher bei der E r d e zu reyn fcheint,
rlr zu andern, nach Befiaffenheit der Atrnofphiire, To wiirc
u t a c h mtiglich, daR der AbRand dabei Eiiiflufs gehabt habc.
rorirbcr die.Phyfiker rntkheiden mogeu,''
Gilb.
I:
51
3
I, hnneii , in welcher Verbindmng die Schwere der Luft
mit d i e h i intereCCanten Meteore fiefit.
lm Jannar 1821 wiirde einer der Kater'jilten A5irnuthnl- kompcfle ZLI Fort Enterprii'e nuf eineni fefien
fjlande (j/zerJ.i inncrhalb 'des ha id^, nahe aii einenl
pergamcntnen Fenfier befeRigt ; durch einige Liicher
in dem I'ergamenie liatte die Luft freien Ziitritt ~ 1 1
demfelben. I h a n h e r zu einem Panhge-lnfirnments
gehiirender kleiner Kornpafs, deKen Nadel iiiclit in eiiier Karteirlcheibe wnr, wurde in einem Verfchlag
(rccfa) a n der entgegengefetzten Seite dee Hanfee, a11
o h e r Luft, 24 FuCS weit VOII jenern gefiellt. Die yariation wurde a11letzterein yo11 Hrii Franklin, a11 erIiereni yon m i r , taglicli an Lefiinirnten Stwidcu des
Tags rund der Nncht beobaclitet. Beide Nadelri zeigten
fich lieufig vom Nordhchte 6efiih-t ( i n einigen Fallen
aiicli a m TaSe 1 doch i n verrchiednem Grade, manchma1 LlbR nuc eine, u n d fie bedurftcn verfchiedene
'Leiten iini d a m wieder in ilire anftingliclie L a p zu
kommen. Iir. Franklin bemerkte, dale bei einer geWiEen Lage des Nordlichts fiots eine Variation der IS+
del nach derlelben fiichtung iuid k
t unniittelbnr el*falgte, dals die Bcwegung oft noch w8hrend der BeQbaclitung walirziinehmen war. Die meinige wnrde
dagegen ncir nllrnahlig nach Wefieii oder Ofien ohne
Schwankungen abgelenkt, lo verkhieden anch die Gcfialt und die Idage des Nordliclits innerhalb 2 oder 3
$jtLiliderj Ieyn mocllte, unti ich koiinte keinen EinfluCs
irgeiid eincr befondern Lage des Nordlichts anf Vprgrof'sernng der Ablenkung yewahr werden, do die Nadel nlir 4 diel'er Zeit rtationgi* war, Alle badentendesen Ablenkuagen beider Infrrurnente fanden ihdeh in
I
i=
3
&n&lben Nacliten Statt, und wurden in iIirein MaxiIniin1 an dem nachR-folgenden Morgen gelelin, nnd
jmther vor 8 Uhr Abende waren die k d e l n vieder in
ihre anfangliche Lage. Da diere Maxima die letzten
Rdultote des Impnllee der Nadel durcli das Nordlicht,
and von I&n@er Dauer find, wurden fie mit einander
+erglichen, wad es fand Gcli dah fiii die Halfte der&&en eine entge~engektsteRiolitung won dem magnetifchen Meridian0 hatte s aber nicht gleiolie Grglie.
Da alle Korper, aufser Eifen, glich 8ute Leiter der
magnetifclien, aber niolit der electrifclien Mato& find,
ti mu& jeno durch alle naclr einerlei Richtun6 Irindurchgehn, indeb, diere der beBen Leitun8 blgt; es
kann daher iiur diere aiif zwei an verfcbiedenen Orten
&hendell Mapetnadeln VOII entgeSengefetzten Hiellwngeii her wirken ;a n d ee daiiert diefe Wirkun6 [b
lange, bie die.eleotrifclie Ladung der Nadel durclr die
~taMljpit~e,auf. den lie fchwvebt, entweicht, wo1;n,
nw?iVerfiichen mits errester Electricitttt, nidit weniger ale 10 his.12 Ytunden Zeit ndtliig find.
Da fich an einem gewiihnlichen Skcdrometer mit
Hollnndermarb-iiuge~cIiennie Zoichen. einer Laduiq
warkrend einea Nordliohts Bufserten fo verfuolrte ich,
ob lie Bch nicht auf fdgende weire l'olite oji'enbare,r. ,
befefiiste anf einer Kartenfclieibe, wie man fie iaa
&ern Kompais lirt eine Nadel aiis Meffing (Ira)),
ulrd balancirfe fie auf einem Gtifte aim Kupter iu &ner liolzernen Biiciito, dio ungefahr 4 ZdJ in1 H&mefler hatte, nnd aiii einen Ende mit eiiiem 60.. haltenden eingetlieiiten Sogen von Kupfor VOII Jierem
Halbmelrtw varl'clin war. J3ie Biichle verCol~Jolb ich
mil eirrotia Iriilsei*~ienScilieber verklebte all* Kitsen
,
,
,
,
I
44
1
I)c\veiu von der electrifclien Wirkfamlceit des ,R; ord1icIlte. Urn 10 Uhr Abends wnr die Radel riicht afficirt wid kein Nordlicfit Iiclitbar; nbvr tini f Wtr
Morgens am i5ten errchienen einige JZogen qiiei. iilwr
den Himmcl voii N W nacli SO, iind I I I I I I wiirde die
KadeI voii den1 l d t e r PLIS e i n c r ihitferiiung von 10
nngezogerl. Die 'remperatur der Lnft war 120 F.
Icli h c h t e i i i i i i drls Iiiftruiiient iii cine Art VOII
Electrometer dndurcli zii verwnndeln dal's icli die
&adel iind den Leiter il'olirtc, iiideni icli den Stift,
der dic Kadel triig, rruf Siegellack befeliigtc, tin3 die
diirch dell Dcckel gehciide Stelle des 1,eiters mit Siegellack iiberzog. Die BiichCe wurde \vie ziivor iiiit l',tpier iiberklebt, und a m i4ten M a i u ~ i i2 Ulir F a c l i niittags, als die Ternperatur 54" 1;. w a r , a n die voriyn
Stelle gcretzt. Unniittelbar dnrauf erliob ficli ein lieft i p r W i n d (heavy g d e ) ails iV8W iiiit Sclinee, der
[lie Teniperatnr der Luft nni Rlitternacllt bis igo F.
ILerabpbrnclit I~at!e. An1 15 Mai i t i i i CJ 17111.Morgeris
faiid ficli die Nadel nni zoo voii deni Conductor eirtf c r n t , u i i d beirlc. waren iiocli geladen, Io dars icli lie
iiicllt elier niit eiiiairder iii l % e d i r i i n Sbringen koiintc, a h Lis Jer I ,eiter diwcli Zuf;lll Lei*iilirt worden war.
lcli glaitbe d a G fie d i e k Ladling voii eiiiern Nordlichte
erhalteii lintteii : denii es dauerte dnlfelbe W e t t e r fort,
n n d doc11 f,iiid ficli die Nadel wtilirend Tags niclit affia r t , ob~lciclidie z ~ : i i e I ~ n i e ~ W;iritie
iJc
d e r I,nfi der
Erzeiigiiig und derii Unrchgrrnge der Electricit at i n
der T4iif't giiiiltiger war. Aiii 2 4 Mai wiirde die Nndel
Lwifcheii 1 0 u n d 1 2 IJlir Abends zit derii Leiter Iiinge70gt-n iind ziiriickgeliolieii i i m
I das Tliermonieter,
dn3 t i m 5 Ulir Sacliiiiittagj ~ u l grj.
'
F. geliaiiden Iiattc,
,
c
45
I
war damals bis 200 F. gefnnken. Am ~ ~ H c h f i eMarn
gen fand Hr. Franklin die Nadel des PaITage-Inlirumeiits, welclies danials in d m Meridiane war, iin\
20' afficirt.
Von n u n a n verhinderte line die Helligkeit der 1)8rnnierung das Noidliclit 211 felin, dalier
icli nreine Beobachtungen beendigte.
Dals ElectricitUt die Urfacli der Bewegnngen war,
welcho icli belclirieben liabe leidet keineii Zweifel.
O b aber die Electricitrt von dem Nordlicht niitgctheilt oder diircli daflelbe in Wirkfamkeit gernfeii
wnrde, dariiber magan meine Lefer I'elbfi entfcheiden,
da fie n u n im BeIitz der 'Tliatfachen find, auf welche
fich nieine eigne Moinung griindet.
,
,
Befchreibung der Nordlichter , welche zu Fort EntmpriJe vom lot.
Jan. bis 13 M:ii 1821 gcfehn wurden , a. d. Tageb. d. L. H 0 0 d.
Am 1 0 Janizar, 8 Uhr Abends, ein Bogen NNW
naclt NIT0 ; iiin i 1 Ulir ei t i doppelter Tehr zerbrochner iiintter Bogen VOII N W nach SO.
1 1 .Jan., niii fcliiines Nordlicht yon W nacli 0.
14 Jan., Mitternaclit, 5 Bogen von N W nacli SO;
ei n e gr0 I'se Nor dli cli t s-K ro 11 e.
15 Jan., Mittern., ein Bogen von N W nacli SO:
ie1ir gl;inzeiide Stralilen, Linten violet, oben erbfenRriiii ; ihre Bewegniig ging niclit i n einerlei Richtitiig
vor ficli, I'ondern von befondern I k l k t e n zugleich
nacli SO i i ~ dN W ; lielles W e t t e r .
zi Jan.: iMiitern,, chi doppelter Bogen N W nach
SO, Mttpkt S W , 12' liocli. IJm i Ulir ging von N W
cine groCse MaKe a m , und bedeckte den Himmel mit
wrentiis nnd Fla~nnienvozi gew;jliiiliclier Farbe.
Am " ~ ' f i . eiii Icfiwaclier B o ~ c i iN g W bis 0:
,
-
I
46
1
Bsk. p Bogen voii NW nach SO, Mttpkt SW,
-
]lo&.
Am 24R. 2 Eogen von
fchngll bch bewegende Strahlen.
W
nach SSO, und
- Am
5 COW
ientrifclie Bogen, einer der mitte1Ren voh N W bi: SO,
a e r nijrdlichrte hell, die andern ~ i a t t .- A m "7R. ciil
fc'chijner Ilogeii voh N W nacli OSO. - Am 2 M . eif1
fcl~anerBogen iini g Wlir voii N R W his OgS, der i ~ m
1 1 Ulir nncii den1'2eiiith l i i n a u f z o ~ ,in N W u n d SO
mfR/iid, iind iiiin ~ t r a 1 1 1 e i erkennun
i
];elk.
30 Jan., urn 9 Ulir Morgens, ein Bogen von N W
nach SO , beficliend atis inehreren Stralilenlrr%nzwr
(ctmpopd of mnny torenilis of bedrits), gl;inzeiicl, mif
rchneller liewegiing,' voii ~ewdinlic?iei-'
FarLe. - Uni
~2 U h r Abendg
iihnliclies Norcllicht ;general ?notion ~ J t v r e ~ t l tSO.
s - Am it. und at. Februar wiederurn 51I nliche.
In1 Febriiar alle NYclite, niir mit Ansnahme von fi,
Nordlicht, fafi nlle bogig. Am Stcn, nm Mittcrxi;lcht,
25fi.
fiveral wreaths oJ b e a ~ t s ' ?forhe OT t h e n Coronas
Borealis, occupp'ng a kirge &ace from N W to SO;
nm l i t e n die S. 51; erwzhnten X'ordliclit- artigen
Wolken;
am
IMittern., ein'Bogcn von WNW
nacli OSO nnd e i d g e aiisnahmend lielle Flnrnmen,
die ( w i c gcw&nlicIi
erlcliienen uiid wiedcr ver.:
Miwanden oliiie ilire l q c zii veriinilern. - Am 2 1 It.j
9 hb:, 4 1305~11v o n WNW iiacli OSO, i l i i w EnJeii
diclit Lei einniider, mit erkeniibaren Stralilen und vori
gewijhnliclier l'arbe; urn 2 Ulir Morgens ein Iiellc.r,
wellender Bogen im Zenitli I i i l C i melirerc Finrwnen i i i
SW.
An1 22fi. 5 Bopell, k h r fchwncli, von X\V
lincll SO. - A 1 1 1 &i.
8,
TTlir, 5 zl:;iizcndc ;!opr:i \-nil
V-StT' 1lacfi OSL,? c!L1rcli da': Zi111itl~. 11111 '9 LTIii. tva-
-
,
-
i 4:
3
ren i h r e Mttpkte i n S W zoo h o c h , ilite Enden &ci.
noch imnier in WNW iiiid OSO, fie zeigten einige
iniiere Bewegiing.
Am 24fi.: 10 Uhr, 1 Bogen von
N W nacli: SO; u m 11 Ulir in1 Zenith.
Am 26&ean,
-
-
3 iindentliche, zerbrochene Bogen von NWgN nach
SO qner dnrcli das Zenith. - Am 27fi., g Uhr, 4 Bogen von WNW nach SO; urn i a Uhr vereinigten fie
ficli i n einen einzisen 50' breiten Cehr zarteri B o g q
der Gch von 0 nach W ausdehnte.
Am 28fi., 12 U.,
many wreaths of Aurora f r o m H . t o E , forming COL.
ronne !in the zenith, deren' Stralilen iingaw&hnli&
breit, I'chiin violet a n den untern, erblhngriis an den
obern Enden waren.
Jm M i r z gleichfalls jede Naclit ( m i t Anenahme
ron 6 ) Nordlicht, von denen icli hier iiur die a u e p zeichnetfien herfetzc!: Am 41en, Mittern., a Krone3
i n SWqW, 700 hocli, u n d einise Flanimen, fonR
A m Gten, 1 5 Uhq
Iiiclits von Xordlicht fichtbar.
MorSens, i n N W ein Nordlicht w i e ein Baunifiamm,
ails dem nacli SO einige AeRe hervor~cholTen, which
cxhi6ited wreaths of beams, die fo lchnell nach S W
gingen, dare binnen 10 Minuten zweie dort verfchwanden; von %pit 211 Zeit Flammen m i t l e l ~ lebr
linften Farhen, violet nnten, erbrengriin obea.
Am
8te11, gleich nacli Sonnen-Untergmig, bei hellem Zwielicht, ein Noi~lliclrts-Bogcn von SW nach SOgS,
Mttpkt 700 lloch in SW, fehr denilicli zii lehn: nm
9 Uhr 3 Bogen N W nach SSO, Mttpkt S W g W 10'
hoch, n w r e d h i n the Zenith; i i i i i 1 Ullr war dae
NorJlicht iiber den Hinimel verbreitet und bcweqte
ficll ~ R C I I SO. - Am gteri, M i t t e r i i . , 5 nacli Stiden
iibPrgeganSeno Uogcn: uiid eiriige Iclmcllc l ' h i t i i i w r ~ ,
-
-
-
I
40
I
-
fcllan violet n n l r n , griin oben.
Am loten, g Ulir,
ei, Bogen durcli die Wolken gel'ehn.
Am l l t . Mfirz, 10Uhr Ab., ein gl~IlZendt?rR o p i l
VOn WNW nacli O g S , ansflidsend a m einer grofswi
Nordlichtsmare an1 NW-lichen Himniel ; cis trcnn te
ficll i n Stiicke, die, jedes ans einigen Stralilen belie]lend, abbraclien inid eins nacll dem andern nacli SO
mit g o h e r Schnelligkeit gingen. - Am 12t. Mgrz, 1 0
Uhr Ah., ein :doppelter Bogen wie eine Schlingc ( a
J1;'.9) gefialtet, mit der Kriirnmiing in N W u n d die
Enden in SO, bhiin.
Am i3t. Mtirz, CJ Ab., ein Boge~ip e r diircfi das
Zenith, die Enden in N W iind S O g S , der Mttpkt i n
S W ; c1 wreath from iVW toward8 BSE, but broken
at the height of 70° S A ' b S , was [een diJtinct[y to
p a p between n JZralum o r white clouds und the
earth; der obere liand dicier W o l k s n fiiand , i n
Soo Hiilie.
A m nofi., Ab. g Uhr, 3 l'cliGne Bogen m s N W
nacli SO, ihre Enden diclit aneinander Mttpkte in
SW.
Am 2 1 k , Mittern., nmny wreaths from N k p
t o SO, glYnzeiid, docli oline Farben die alljiemei~le
Am 251i., 10 Ab.,
Bewegung Yon SO nacli N W .
wolkig, 3 Bogen jenl'eite der Wollten.
April ifi., Mittern., two large wreaths from
$0 Sh', forming AurornJlmped like an 8, rapid motion.
Am 5t., 11 Uhr, eiii gld~lzendcsA'ordliclit
many half- formed rvrenths von gew6linlicller Farbe;
urn 2 U h r eiii Bo_cm, Mttplrt SSbV mit lclineller i l l nerer Beweguns. - Ani 7t., 2 Ulir &lor+, c i n e f i ~ a ~ c
Nordlicht mit nwhrcrcn l ' l a m l n e n in SO wollin fie
ails EW w ~ l i r e n dder Nncht gczopen war; um 1 1 UIlr
,
-
-
,
or
-
~
[
49
1
Abends ? ein fehr ausgebreitetes Nordlicllt, glanzend
und fchnell; um 2 Ulir 3 Bogen am Siid- u n d 1 am
Nord-Himmel, die weiter zogen.
Am i5t., 2 Ulir
Morg., viele zerlireiite Flamnien i n Siid.
18t. April, I Ulir Morg., ein lcllanes Nordlicht,
emanating in a large wreath from W b N , and dom
bling in the ESE quarter, die Strahlen breit u n d ihre Bewegung ausnelimend lchnell, iinten violet, oben
erbfengriin ; es zog nach Siiden, u n d ein anderes folgte.
Am igt., Mittern., 4 Bogen von W nach SSO,
die Enden diclit bei einander, Strahlen glitnzend u n d
in Ehneller Bewegnng.
a7R. April, urn 10; Ab., fiieg ein Nordlicht i n N
i n einer einzigen Sarile nacli S zuwurts an, und ein
eweites m s NOgO nalim diefelbe Richtung; das erfiere war in fcliwacher Bewegung und die Strahlen wurden auf Augenblicke Gclitbar; beide gingen nach W e fien in 10 Miniiten, u n d das zweite wurde glanzender
ale es lich niiherte. Icli bin uberzeugt dak der W i n d
fie fortfiihrte, weil lie wallrend dierer Evolution ihre
Entferiiung von einander genan beibeliielten and&Vera1 wreaths which they formed, retained the fame
relative Jituaticins of all their parts, welclies nie der
Fall ifi, wenn das Nordlicht vermSge leiner eigenen
Bewegung von Nord nach Siiden geht. Urn Mitternacht erfireckte fich ein zartes Nordliclit von 0 nach
W , und da dieles die Hiclitang des W i n d e s war, Io
liel's Gcli keine der vorigen alinliche W i r k u n g gewalir werden.
3012. April 1 1 Uhr Ab., ein BoSen von N W nacll
sogo, compojed of feveral detached wreaths; er h t t Q
-
-
,
,
Gilb. Annal,d.PhyGk. R.74.
St.1.
J. 18d.St.5.
D
I
50
1
cine allgemeino Rcwegiing nach W e f i e n , welcht icll,
den angefiilirten Griinden, dem ? T i d e ziifclireibe.
2t. Mai, Mittern., eiii Bogen gebildet a m verfchiedenen eirizelnen MaIIen, welche m i t gefchlririplter
Bewegung voii OSO nach \ m W heftig flackerten
(Jlnttered); fie waren ausnehmend glrinzeiid, mid heL t z t init, wic ~ewiilinlicli,iinteii violetten obeii griinen Franzeti, itnd dos Aufglimmen (the coruscnlion.7)
War fo Vorfihergehend, dais die Straltlen rehen wdtrziinehmen waren. Die allgcmeine 13ewegiing war wefiwgrts, die g a m e M a K e ~r10i'~ll
aher (Jarled) bavor fie
den Horizont erreiclite, mid verl'chwand ( d i s n p p n i * ~ r l ,
iii 5 Minutcii +),
,
5.
Beobachtungen an der Magnetnadel , angeltellt von dem
Lieutenant R. H o o d.
I m Februar 1 8 2 0 ftellte icli in ~~u?n6erlnnd-Houfe
einen Azimuthal-Kompds, mit eiiieni kleineri fein eingetlieilteii Metallbogen ntii Rande der Kartcii I 1t cibe,
i n freier L i f t auf, und beobaclitetc, iini die tiigliche
Ynrintion der h'nde2 zu erlialteii, deli Stand JeKelbe11 regelndsig iini g Uhr Morgens, urn Mitiass, u i 1 1
1, 4, 8 Ulir Nachmittags iind iim Mitternacht, voni
1 2 Februar bis 2 2 Msrz, u n d v o m 13 April bis 31 Mai
*) UmRlndlichero Befchreibungen viele: diefer Nordlichter giebt
Kapit. Franklin, utid man wird fie in einern der folgenden
Stiicke finden. Wenn es einern meiner Lefer gelingen follte,
durch Vergleichung mit denfelben init Zuveclxfigkeit den Siun
aller hier nicht tiberfetzten Stellen zu enteiffern, fo biite ich
Gilb.
urn Mittheilung.
c
51
1
Fiir din ' 1 2 Febrner warde als Abweichung
diejenige angenommen, welclie Hr. Franklin i m November beobachtet liatte (17' 8' z u Mittage), weil die
grol'se K d t e leitdem bis in den Febriiar nicllt den Gcbrauch der Inlirumenie erlaubt liatte.
1820.
Die grbyste Variation fand Gclr zwifchen 8 und
C
J Ulir Morgens, und die Rbin/?e um 1 Uhr Nachmittags. WSlirend der Warme des 'Tags war die Nadel
fafi Itationgr, dann aber n a h m die Abweichung allmdilig wieder zu bis am naiclillen Morgen ").
Anffalleiid ifi es Iiierbei, dafs zwar dieNadel variirt
und fiille Itelit zu denfelben Stiinden a h i n London
und anf Sumatra, ilir Gang aber dem an diefen Orten
gerade entgegengefctzt ifi indem liier die Variation
in der kiilteren Tageszeit am SrGlsten war, fiatt dale fie
dann i n London am kleinfien iR, mid nmgekehrt. Es
lcheint dal. dielks ails Dr. Lorimer's Princip nicllt
,
*) Im Mittel betrug Be urn 8 bis 9 Uhr Morgans 17" 16'; am
23 April aber 1 7 O 23', am 2 Mai 1 7 34'*
~ und am 24 Mai 170
2j'*e
Urn Mitternachc war fie im Mittel 17" 14', itand jedoch um diefe Zeit am
-
April 1 9 t
MBrz
20
4'.
Mai
6
It.
I0
2
I1
23
2s
,
Bei den mit einem bezeiclineten hrtte ein Nordlicht fich dem
Gilb.
Zenith gcnltiert oder war darSber hinausgcgangen.
D2
c
59
-
fchwer zu erklgren fey.
fchien unbetrztchtlich zu feyn.
1
Die jtihrliche Variation
-
Auch fiber die Variation der Neigungs AWel
wnrden Beobachtungen angeliellt ; fie b e t r ~ ~lehr
g
unregelmiiCsig 10' bis 25/, u n d a l l ~ e m e i nwar die Neigung MorSens am kleinfien u n d um 3 U h r Nachniitt a p am griifsten.
Von den, ahnlichen Beobachtnngen, welche Lient.
Hood im folgenden W i n t e r in F o r t EnterpriJe mit
cinern Kater'rchen Kompafs angefiellt hat, ,,an welclieni lich die taglichen Variationen dnrch das Reflexions Milirofkop bis anf 1 Minute ablelen lielsen,"
ill f'~110n S. 41 die Rede gewefen. Diefer Kompal's
fiand l'o, daG kein Eilen i n einer Ntilie war, aus der es
Einflnb auf die Lage der Nadel hiitte liaben kiinnen.
Auch ails diel'en Beobachtungen ergab Iicll im GanZen, h g t L. Hood, dafs das filuxirnum der taglichen
Variation iim 9 Uhr Morgens, und das M i n i m u m urn
5 oder 4 Ulir Nachmittags Statt fand. Die Nadel kani
oft aus ihrer Lage \vahrI.'clleinlicli durcli das Nordliclit; iund lie h i d z. B. aiii gt. Marz 1821 u m 1, urn
5, i d urn 9 Ulir Nachmittags unveriindert auf 550
50') uni Mitternacht aber auf 34" 56'. Kapit. Frankl i n ? der Iiier gleiclizcitig niit Lieut. Hood bcobachtete,
hat das Einzelrie der Beobaclitnngen verzeichnet untl
E'olgernngcri ails ihnen ~ e z o g e i iim den1 Aufiatze, welthen man in eiiieni der Mgeiidcn Hefie finden w i d .
-
,
Gilbert.
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