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Beobachtungen ber den Effekt des elektrischen Feldes auf Spektrallinien. IX. Vergleich von Dupletserien

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7 12
3. Beo8aciLWngen iiber den Effekt
de8 eEektNachtm Eetdss auf 8pektralZirhimt,
IX. Vergl&ch von DupZetser..lm;
urn,J. i9ta9*k wnd 0.Haratke.
-
~
-
-
Inhalt: § I. Einleitung.
2. Methoden.
8 3. Ergebniese
f i i die difiaen Dnpletaerien.
8 4. Die nabdiffuse Duplatserie.
9 5. Verbreiterung und Druckverachiebung der untersuchten Linien.
-
-
0 1. Bakitzsng. - Der Zeemaneffekt ist fiir entsprechendeLinien entsprechender Serien verschiedener Elemente qualitativ
und quantitativ derselbe. Dies hat sich vor allem ftir die
Hauptaerie und die beiden Nebenserien von Duplets der Elemente Na, Cu, Ag, Mg, Ca, Al, T1 ergeben. Aus der Obereinstimmung der Zeemaneffekte der Dupletlinien dieser Elemente ist zu folgern, d& die kinematischen Freiheitsgrade
und die kinematischen Koppelungen der Elektronen in den
Serientr’iern fur die genannten Elemente dieselben sind.
Es lag nahe, wie die Zeemaneffekte so auch die Effekte
des elektrischen Feldes auf entsprechende Linien verschiedener
Elemente miteinander zu vergleichen. In dieser Hinsicht lieferte
zuniichst die Untersuchung der He- und Li-Linien ein einfaches
Resultat. Die Effekte dee elektrischen Feldes suf entsprechende
Linien dieser Elemente stimmen namlich hinsichtlich der Zahl
und des Abstandes der Komponenten ziemlich genau iiberein.
Es erhob sich die Frage, ob diese ijbereinstimmung auch
fiir die Dupletaerien anderer Elemente besteht. Es wurclen
von uns fnr diesen Vergleich die dSusen (ersten) Nebenserien
von Na, Cu, Ag und A1 ausgewiihlt. Von ihnen Bind wenigstens die drei ersten Glieder bekannt; von diesen kamen wieder
nur das zweite und dritte (flied in Betracht, weil nach den bis
jetzt vorliegenden Erfahrungen nur fur sie bei der angewandten
Dispersion und Feldatirke ein positiver Erfolg zu erwarten war.
Von den vier genannten Elementen ist die diffise Neben-
a
e
r den Bffekt des clehischen Feldes auf Spektralliuien usw. 713
serie der Al-Duplets bereits von R. A. Wetzell) auf den Effekt
des elektxischen Feldes untcrsucht worden, und zwar die drei
ersten Duplets.
Nun nimmt js entlang einer Serie der Effekt des elektrischen Feldea raach mit steigender Gliednummer zu; darum
hatte ich wenigstens fiir das dritte Glied A 2373 - 2367 A ein
positives Resultat erwartet. Aber trotzdem die von Wetzel
verwendete Feldstiarke gr06 war, namlich 80000 Volt x cm'l
betrug, und ebenso die Dispersion des verwendeten Qurtrzspektrographen den groSen Wert 4,6 A x mm-1 best&, erhielt
W e t zel keine sichere Zerlegung oder Verschiebung der genannten Al-Linien.
Den Grund' fiir diese geringe Empfindlichkeit der AlDupletserie gegen daa elektrische Feld kann man in erster
h i e in dem ITmstand euchen, daB die Serienelektrone'n im
Al+-Atomion, dem wahrscheinlichen Serientrager 3,durch die
zwei an diesem verbliebenen oberflllchlichen Valenzelektronen
vor dem iiu6eren elekta!i0&8n Feld geschtitzt werden. Wir
hielten darum einen poeitiven Erfolg bei den Dupletserien der
einwertigen Elemente Na, Cu und Ag fiir miiglich und bekamen hierin durch die Erkhrung recht.
Fur die Art und Gri5Be des EXektes des elektriachen
Feldes bei einer Linie ist die Art ihrer Serie und ihre Wedn;mmer von 'entscheidender Bedeutung. Darum kam es darauf
an, den Charakter der verglichenen Dupletserien a d e r jeden
Zweifel zu stellen. I n der folgenden Tab. I sind nun die ereten
drei Glieder zusammengestellt.
Charakteristisch fiir eine diffuse (erste) Nebenserie von
Duplets ist zum Unterschiede von annderen Dupletserien, da6
vor der ersten Komponente eines jeden Duplets eine schwibchere
Linie, ein ,,Trsbant", liegt. Wie die Tab. I erkennen YAbt,
tritt dieser Trabant bei allen Duplets Ton Ag, Cu und A1 auf.
Beim dritten Cu-Duplet allein ist er noch nicht nachgewiesen.
Er riickt niimlich mit steigender Gliednummer immer nuer
an die Hauptlinie heran und kann dann unter Umstiinden, besonders wenn die Linien wie im Lichtbogen verbreitert sind,
1) R.A. Weteel, Phys.Rey. 4. p.-560. 1914.
2) J. Stark, Bericht Uber die n P g e r der Spektren der ehemischen Elemente. Jahrb. d. Rad. u. El. 14. p. 139. 1917.
714
J. Stark
ti.
0. Hardtke.
nicht mehr von ihr getrennt werden. Dies iut beim dritten
Cu-Duplet der Fall und bei den in der Tabelle mitgeteilten
Na-Daplets. DaS diese Musen Nebenserien angeharen, geht
aus ihrer UnachMe und ihrem Verhiiltnis zu den anderen
Dupletserien hervor. Ein weiterer Beweis fiir die Zugehiirigkeit der nntemuchten Serien zu diffusen Nebenserien wird durch
die aereinatimmung der Zeemaneffekte entsprechender Linien
gegeben.
Tabelle I.
Diffuse Nebeneerie
1
1
1
1
I
Silber *) Kupfer I) miniurn (NatdUmq
__
. . 6471,7 9220,3 3092,9
. 5465,6 5218,5 3092,s
. 5209,2 i?~153~4 3882,3
Trabant . . . . /I 4212,s 1 4063,58)1 2575,5
ZweiteaGlied( I. KomDon. . 4210.9
4062.9 1 2575.2
111. Kombon. . /I 4065;5 I 4022;9 I 2668;l 1
Trabant . . . . 3813,29)1)
I. Kompon. . 8810,Q
3688,63 2313,5
2378,2
II. Kompon. . 3682,5
3654,6'), 2367,2
Trabant. .
I. Kompon.
11. Kompon.
I
. _
! 1'
1
I}
81967'
8183,7
'
5682,9
4983,5
4979,3
9 2. Bethoden. - Zur Untersuchung des Effektes des
elektrischen Feldee bedienten wir uns der Kathodenschichtmethode. Wir beobachteten also die Lichtemission in dem
starken elektrischen Feld unmitttelbar vor der Kathode des
Gtlimmstromes; die Sehachee shnd hierbei senkrecht zur Feldachee. Und zwar verwendeten wir die bereits an friiherer
Stelle 9 beschriebene Stromrahre.
Urn die Linien der angegebenen Metalle in Emission zu
erhalten, m d e das zu untersuchende Metal1 als 1-2 m m
diclte Kappe auf die Kathode nufgesetzt und so als kathodische Strombasis benutzt. Infolge seiner Zersthbung durch
die auftreffenden Kanalstrdlen trat dann die Emission seiner
Linien vor der Kathode auf. Die benbtigte StromRtiirke betrng 1-2 Milliamphre.
1) Wellenliingen nach E d e r und Valeuta.
.2) Neu von une beobach@t und gemeaaen.
3) Wellenlllngen nach Kayser und Runge.
4) J. S t a r k , 0. Hardtke u. G. L i e b e r t , Ann. d. Phyi. 56.
p. 569. 1915.
Gber dm Effekf dcs eltRt+isckn Feldes aut SpsktraUinien usw. 715
Ala FWgae echeidet Wasseratoff aus, weil in ihm die
kathodieche Zersthbung gering ist und weil sein kontinuierlicbes Spektrum (Kanalstrahlen, erete Kathodenschicht) etorend
intensiv ist. Stickstoff ist wegen seines Bandenreichtums ungeeignet. Sauerstoff echien nach den Angaben, welche von
anderer Seite fiber die kathodische Zerstliubung in verschiedenen
Gasen gemacht wurden, fUr Ag und Cu geeignet zu sein. Indes
stellte sich heraus, daS der groSte Teil der scheinbaren kathodiechen Zerstiubung als chemische Wirkung auf das Kathodenmetall a&ufassen ist; so wurde zwar dae kathodieche
Silber durch den Qlimmatrom in 0, rmch abgetragen, ohne
da6 indes wie bei der regelrechten kathodischen Zerstiiubung
die Emission des zerstilnbten MetalIes intensiv hervortrat. Eine
starke Zerstiinbung liefert Argon und wir haben dieses Gas,
nachdem es von Stickstoff durch ein beeonderes Verfahren gereinigt war, in einigen Aufnahmen mit Erfolg angewendet.
Doch diirfte in vielen F i e n sein Linienreichtum stzlren. Am
besten geeignet erwies sich Helium gemischt mit gesiittigtem
Quecksilberdampf. Ist die Glimmstromriihre nach etwa halbstundigem Betrieb unter Wechsel von Abpumpen und He-Einla6
einigerm&n gereinigt, so setzt in ihm bei Gegenwart von
reichlich Eg-Dampf eine intensive Zerstbubung der Kathode
ein, aelbst wenn dieee aus Aluminium besteht. Trotz der verhdtlich geringen Zahl der He-Linien konnen diese freilich
staren, bmnders die Linien der *en
Nebenserien, die
durch das elektrische Feld in zahlreiche weitabstehende Komponenten zerlegt werden.
Fiir Natrium a h Kathodenmetall kam von vornherein nur
ein Edelgas ale Fiillgas in Betracht; wir verwrtndten hie&
Helium. Bei Natrium stellte sich folgende Schwierigkeit ein
Wurde die Stromrbhre nur mit 1 Milliampere betrieben und
durch Abpumpen der Verunreinigungen und Einla6 von frischem
Helium etwa 4 Stunden lang gereinigt, so schlug der Glimmstrom in rascher Folge in einen schwachen Lichtbogen von
kleiaem Kathodenfsll um. Es war dsnn die Rohre fdr weitere
Aufnahmen unbrauchbar geworden. So muI3te die Rohre schon
warend der Ileinigung fiir eine Aufnahme verwendet werden;
hierbei war einerseits die Zeratiiubung des Nahiums und darum
die Intensitiit seiner Linien gering, anderereeits dae Spektrum
716
J. &ark u. 0. Hardtke.
stark durch KohlennasserstoBbanden verunreinigt. Wurde
zwecks Steigerung der Lichtinta&itiit die Stromstikke auf 2
bis 3 Jbfilliarnp~re erhdht, so sank infolge der Entwicklong
von Na-Dampf aus der Kathode die Feldsarke vor dieser in
erheblichem Betrage offenbar infolge der starken Ionisierung
des Dampfes.
Die Feldstllrke vor der Wmmstromkathode ist ja in verschiedenen Abstbden von ihr vewchieden gro6. Dementsprechend eind die vom Feld beeinfl.uSten Linien gekriimmt; gemessen wurde an jeder Linie oder Linienkomponente die gr6Ste
Verschiebung oder der grafite Abstand von der beeinflufiten
Linie. Aus dem bektannten elektrischen EXfekt der gleichzeitig
oder unter denselben Bedingunges erhaltenen He-Linien wurde
der dazu gehdrige grb6te Wert der Feldstarke zu 20000 bis
2tiOOO Volt x cm'l ermittelt.
Die vor der Kathode liegende erste Schicht wurde in der
ublichen Weise mit einem Objektiv (Quarz-Flu6spat.Achromat
oder Tessar) dnrch ein Kalkspatprisma hindurch auf den Spalt
eines Spehographen abgebildet. Als solcher diente fur das
Gebiet unter il 400 pp ein Qoarzapparat mit zaei 60O-Prismen
und Objektiven von 80 cm Brennweite, ftir das Gebiet ?. 500
bie 400 pp ein Qlaaapparat mit zwei Geradsichtprismen und
Objektiven von 30 cm Brennweite.
8 3. Ergebnisse fur die diffudcn Uupletserien. - Was das
erete Glied der Ag-, Cu- undNa-Nebenserie b e W t , so sahen
wir von vornherein von seiner Untersuchung ab. Es nimmt
ja die GtroSe des Effektes des elektrischen Feldes mit abnehmender Gliednummer ab und, ist er, wie es in den untersuchten Fallen zutraf, fUr das zweite Glied bereite 80 klein,
daB er nur eben nach dem Vorzeichen noch festgestellt werden
kenn, so ist unter den glleichen Versuchsbedingungen Wr das
ersb Glied kein positiver Erfolg zu erwarten. In der nebenstehenden Tab. 11 sind die von uns an den untersuchten
Linien gemachten Beobachtungen zusammengestellt, des Vergleiches hdber sind auch Wetaels Angaben iiber die AlDuplets mit aufgenommen; die hinter den elektrischen Komponenten stehenden eingeklammerten Zahlen bedeuten relative
IntensitUen.
II.Komp.
1.Komp.
1LKomp.
l
cu
4979,s
}4983,5
II-I-
+46':
+42
+ 1,%
5682,s +0,6'1
}5688,3
cm,8
4810,9
l
4
l
A1
I
3682,5,
19,l
} ''"
2307,2
2373,5
2378,2
I-I-
Atomg. 107,9; Valenzmbl 1 btomg.27,I; Valemah13
18
4065,6
-8813,2
13,l
3810,9
l8
k 0 m g . Z B ~ d e 4 w ~ a h l 1Atomg.6SJ6;Vdenercrhll
1) Oescbiitrt.
2) Durch Hg-Linie verhckt.
8) In unseren Bpektrognmmen von der Hauptlinie nieht getrennt.
3. GI.
2. Ql.
I.Komp.
1
d I Abstand der elektrischcn Komponenten von dor uubeein8uBten Link
FeldetSrke fiir Na, Cu und Ag 23000, fiir Al 80000 Volt % cm-'.
Tabelle 11.
718
.J;
Stark u. 0. 8ardtk.e.
An der vorstehenden Tabelle allt vor allem der groBe
Unterschied in der (3rZiSe der Effekte des elektrischen Feldes
zwischen 81 einerseita nnd Na, Cu und Ag andererseits auf.
W a r e n d er far diese drei einwertigen Metalle von derselben
GrBBenordnung ist (1 -3 A fiir 23000 Volt x cm-l), ist er f&
Al vie1 kleiner, namlich ftir 23000 Volt x cm-' kleiner ah
0,07 A. Diese Zahl kann man in folgender Weise abschtitzen.
Wetzel hgtte bei h 2367 eine Verschiebung der Linie UM
0,6mm, also urn 0,22 A bemerken miissen; sie war also fiir
80000 Volt x cm-1 kleiner als 0,22 A, bei Proportionalitiit
zwischen Verschiebung und Feldstilrke also fiir 23000 Volt
x cm-' kleiner als O,O? A.
Der Vergleich der Effekte des elektrischen Feldes im
Zusammenhlt mit den Atomgewichten l e h t , dal3 der Effekt
des elektrisehen Feldes jedenfdls nieht unab&hiing.ig von det Palenzzahl eines Atoms ntw cine Funhtion des Atomgewichts zit. Der
yrope Unterschied it8 der Grope der Effekte zwischen dtrn dreiwettipa Al cinerseits und den drci einwertt@n E l e m t e n Na,
Ay und Cu andererseits durftd in erster Snie auf die Perschiedeaheit der Vabnzzahbn zuriickzufuhren oein. Es sind ja ale die
Trgger l) der verglichenen Dnpletserien die einwertigen Atomionen Na+, Cu+ , Ag+ und Ali anzusehen. I m Falle des
Na+-, Cu+- und Bg+-Ions lagert sich also Uber das guflere
elektrische Feld am Orte der Serienelektronen nicht ein seknn&re8 Feld von Seite eines von ihm beeinfinSten, an der Atomoberfltiche sitzenden Valenzelektrons; im Falle des 81" -Ions
dagegen wird die Wirkung des iinSeren Feldes durch die
Wirkung von zwei Valenrelektronen abgeschwwht , welche an
der Oberflilche des Al+-Ions sitzen.
-
fj 4. Die nahdiffuse Dupletserie.
An der Tab. 11 falt
weitar auf, da6 die Art des Effekfies dea elektrischen Feldee
fiir die Cu-Linien eine andere iet wie far die entsprechenden
Ag-Men. WHhrend z. B. die erete Komponente des dritten
Gliedes beim Kupfer ohne Zerlegung nur verschoben mird, wird
sie beim Silber in zwei Komponenten zerlegt. D i e m Unterschied dtirfte a d das Znsammenfallen der difisen AgDuplet-
--_
__
1) J. Stark, Bericht iiber die Triiger der Spektmn der chemischen
Elemente; Jahrb. d. Rod. u. Elektr. 14. p. 139. 1917.
Uber den V e A t des clehtrisden PeZdes auf SpdtraUinien w w . 719
sene mit einer snderen Serie, der ,,nahdii€usen Serie" zuriickzufiihren sein.
AuBer der diEusen, scharien und halbscharfen Nebenserie,
die bis jetzt bei Helium und den Alkalien aufgefunden worden
sind, existiert niimlich noch e k e weitere Serie, welche an demselbea Ende wie die dr'ei anderen Nebenserien ausllinft. Die
Laufzahlen dieser Serie sind dieselben wie diejenigen der im
Ultrarot liegenden Serie, welche von F. Paschenl) und seinen
Schtilern Be r gm a n n Serie genannt wird. Sie bezeichnen die
@lieder diem vierten Nebenserie als Kombinationen ( 2 p - m Ap)
oder Kombinationsserie. Eh scheint indessen zweckrn%5iger,sie
ebenfalls als Nebenserie zu bezeichnen und sie von den drei
-
Fig. 1. (Abrtand in 0,01 mm)
anderen durch das Beiwort ,,nahdiffnSe" zu untmcheiden.
Bus folgenden Qrbden: Erstens lie@ sie im dlgemeinen nahe
bei der &&sen Serie, fUt unter Umatiinden mit ihr znaammen,
zweitens iet der Effekt des elektriachen Feldee a d eie von
derselben Ordnung wie derjenige auf die diffuse Serie, drittens
zeigen dementsprechend ihre Linien mgeniihert dieeelbe Unschwe wiie 3iejenigen der diffiu3en Serie.
In Tab. XII sind Air das ameite und dritte Glied der diffusen und nahdifftueen Nebenserie dee Na, Cu und Ag die
Wellenhgen und Laufzahlen nach Dunz 9 znsammengestellt.
1) F.Parchen, Jahrb. d. Bad. u. El. 8. p. 174. 1911.
2) B. Danz, Bearbeitung unrerer Kenntnisee von den Serien. Dim
Ttibingen 1911.
720
J. Stark u. 0. RardlRe.
Wie aue nebenstehender
Tabelle zu ereehen ist, riicken
die Linien der nahdiffueen Serie
entlang der Beihe Na, Cu, Ag
immer niiher an die diffusen
Linien gleicher Nummer heran
und fallen beim Silber mit ihnen
jedenfalls angeniihert zusammen. DieangeftihrtenAg-Linien
sind also ale zusammengesetzte
Linien zu betrachten, sie enthalten eine diffuse und eine
nahdiffuse Komponente.
Die nahdiffuse Cu - Link
il4056,8 wird nun durch ein
elektrisches Feldvon 23OOOVolt
x cm-l gem&BSchiitzung um
0,4 A nach Riirxmcn WeIIen verschobm, die nahdiffwe Cu-Link
il 3688,6 urn 0,7 A ebenfalls
nach kiirzcl.cn Wellen. Dieser
Umstand und die zusammengesebte Natur der d f i s e n
Ag-Linien legt die Vermutung
nahe, daS deren kurzwellige
elektrischeKomponentengema8
Tab.11 ale die verschobenen
Linien oder Komponenten der
mit den difisen Linien zusammenfallenden nahdiffusen
Linien zu betrachten aind.
An dem Vorkommen der
nahdiffueen Nebenaerie bei Na,
Cu und Ag kann kein Zweifel
bestehen. GemllB Analogie
kann geschlossen werden, daB
sie auch bei Li und He vorkommt. In Tab. IV sind fur
He1 und ti die Laufzahlen
ri
a
$
-
uber den Effeekt des elektrischeu J'e'eldes auf Spektrallinien
U SW.
121
Tabelle IV.
1
Glied
2. Glied
3. Glied
.
.
Li
He I
Diff. Serie
6866,21
4392,60
I Nahdiff. Serie
j
6857,31
4388,13
1
Diff. Serie
6862,53
4389,25
I Nahdiff. Serie
j
6665,49
4981,23
der belrannten Musen Nebenserie und die aus der beobachteten
,,Bergmannserie" berechneten La&ablen der bia jetzt unbekannten nahdiffusen Nebeneerie iusammengestellt. Wie man
sieht, sind die Laufzahlen der zwei Serien nur wenig verschieden; immerhin ist der Unterachied so gro0, daS die Linien
der nahdiffusen Serie deutlich getrennt von den diffusen Linien
auf ihrer kunwelligen Seite in 1-3 A Abstand von ihnen
erscheinen rnfilten. Bis jetat iet indee nur beim Li die nahdiffuse Linie J, 4601,6 neben der dihsen Linie A 4603,O
(2. Gclieder) beobachtet worden. Es iat indes wahrscheinlich,
da0 die iibrigen nahdiffueen Linien aich nm infolge ihrer geringen
Intensitilt bis jetzt der Beobachtnng entzogen haben; es ist
moglich, daS die Intensitit der nahdihsen Linien ebenso wie
diejenige der halbecharfen Linien (3. Nebeneerie) im Verhiiltnis
zu derjenigen der diffnsen Linien mit waGhsender Stilrke dea
elektriechen Feldes, in welchem sie emittiert werden, rascb
zunimmt. 1st dies der Fall, dam dUrfen wir erwarten, d J im
elektrischen Feld A u f der kurzwelligen Seite der diffiwn HeI-?
HeII- und Li-Linien scheinbare Komponenten dieser W e n
auftreten, deren Intensitilt im Verhiiltnis zu derjenigen der
langwelligen Komponenten dieser Linien mit wachsender Feldstiirke zunimmt. Dies ist nun in der Tat bei den di&uen
He- and L i - E e n der Fall. Es ist darum wahrscheinlich,
da0 diese in der Intansitiit verllnderlichen scheinbaren Komponenten der Musen He- und Li-Linien die diesen benachbarten
nahdiffusen Linien daretellen. Eine eingehende Untersuchung
ilber die Abhigigkeit der Lage dieser Linien (Komponenten)
von der FeldMrke wird zu entscheiden haben, ob eie flir die
Feldstirke Null nach dem berechneten Ort der nahdiffuaen
Linien rticken.
Annden dar Phpik. IY. Folk. 58.
47
722 J. Stad ~1.0.
Rardtks. Ubrr den hffekt des elrRtTLch. Pulilss w r .
Q 5. Perbreiterung und Dndverschiebmg der untersuchteic
Linien. - Schon bei den ersten Untersuchungen l) iiber den Effekt
des elektrischen Feldes aufspektrallinien fie1 der naheZusammen-
hang zwischen der GroBe und dem Vorzeichen dieses Effektes
einei.seits und der GriiSe und der Dissymmetrie der Verbreiterung von Linien entlang einer Serie andererseits ad. Dieser
Zusammenhang wurde weiter von (3. Wendt2) und zuletzt von
M. R i t te r 3 untersucht, dieser wies insouderheit nach, daf3 das
Vorzeichen der Druckverschiebnng von Serienlinien mit dem
Yorzeichen des Effektes des elektrischen Feldes auf sie iibereinstimmt. Zur Erganzung dieser Unterauchungen miigeii
f'olgende Angaben iiber diffuse und nalidiffuse Dupletserien
dienen.
Die Linien der difhsen Dupletserie yon Na und Cu werden
gemaB den obigen Ergebnissen durch ein elektrisches Feld
uach Rot verschoben. I n Ubereinstimmung hiermit werdeu
aie durch Erhohung der Strom- und Dampfdichte dissymmetrisch
nach Rot verbreitert. Fiir das Na-Dnplet I 5688-5683 ist
auSerdem die Verscbiehung durch Druck bekannt; sie ist nach
Rot gerichtet.
Die diffuse Ag-Linie h 3810,9 zeigt im elektrischen Feld
nur zwei kurzwellige Eomponenten. nbereinstimmend hiermit
wird sie durch Erh6hung der Strom- und Drsmpfdichte disspmmetrisch nach kbrzeren Wellen verbreitert wie Fig. 1 ersehen tikt.
Die nahdiffusen Na- und Cu-Linien (a und 3. Glied) werdeu
durch das elektrische Feld ohne Zerlegung nach kiirzeren
Wellen verschoben. Dementaprechend erfolgt ihre Verbreiteriing disaymmetrisch nach kiirzeren Wellen. Es ist zu erwarten,
da6 sie durch ErhBhung des Druckes nach kiirzeren Wellen
verschoben werden.
Greifsaald, Physik. Institut d. Univ., 10. Marz 1919.
1) J. Stark u. H. K i r s e h b a u m , Aun. d. Phye. 13. p. 1040. 1913.
2) Q. Weudt, AM. d. Phye. 4G. p. 1257. 1914.
hj
M. R i t t e r ,
Ann. d. Phys. 59. (Ertxheint dernnlchst.)
(Eingegangm
?4.
M l r z 1919.)
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