close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bericht ber Die Sitzungen des Kleinen und des Grossen Rates und der Vorsitzenden der Arbeitskreise der Fachgruppe Chemie im NSBDT am Dienstag dem 7.

код для вставкиСкачать
Bericlrt Heichnorbeitntoyung Boyrcuth
BERICHT
UBER DIE SITZUNGEN DES KLEINEN UND DES GROSSEN RATES
UND DER
VORSITZENDEN DER ARBEITSKREISE DER FACHGRUPPE CHEMIE
lM NSBDT
am Dianrtag, dom 7. Juni 1938.
0.30 1%:
uhung dos Kkkron Ratiiii Sitzungssaal des Rathau.pes.
Tagesor d n u n g : 1. Hauptversammlung l938:( Pg.M e r c k) .
Z . H a u p t v e r ~ u n ~ e n l 9 3 9 u n d 1 9 4 0 ( P g . ~ f e r c3.Ehrungen
k).
(Pg. Merck). 4. 7,eitscMft des VDCh (Herr Degener).
5 . Hoch.whulfrageii (Pg. S t a n t i e n , Pg. Schwarz). 0. Verwhiedenea.
-4n w e s e n d : I'orsilzender : Pg.Merc k , Slrlls. 1 'ovsilundrr :
Pg. S t a n t i e n . Schalnnristrr: Pg. S c h i e b e r , Rrisilrrr:
Herr Kiihne. Pg. Mollney, Pg. S c h w a r z . 'Herr W e i t z .
yon der G'rschiJlsJiihrung: Pg. S c h a r f , nc Punkt 4 drr T a p s ordnrrng: H m Degencr. Pg. F o e r s t , Hem Xoddack.
Pg. Y e r c k heiUt die Anwesenden wfflkoiiiiuen und gibt
k k a n n t , dall die Herren Brochc und IViclond leider aus dienstlichen Grihden an der Tdlnahme verhhdert d e n . Me Anwesenden sind damit einverstanden, d a D Punkt 1, Hauptvsruammlun& 1938, zuriickgestellt wird, urn die wichtigeii
nnderen C;eRenst&nde der Tagesordnuug 8usgiebiK beliaiidelri
EU konnen. - Er h i l t mit, dall nachstehendes Tclwaiiini
an den I W w r zur . 4 h d u n g gelangen wircl:
,,.in den Fuhrer und Keichskawler, I'rBsididkaiizlei.
Berlin.
Die hi Bayreuth zur Reichsarbeitstaeng aus alleii
( h e n GroB-rkutwhlands, darunter nuch dele aus der
befreiten Ostmark. versaiiirueltetl Cheniiker entbieteii in
unverhriichlicher Treue iind Ihnkbarkeit dem grliebteii
P i k e r ehrrrbietigc (>niiUeund jielobeii, crncut alle Kriiftc
ciuzusetzen lxi der Erfiillung der ihnen pstclltcu KroUcii
Aufgaben zur endgtiltigeu Brri~igutlgcler wirtsclirftlichrii
I'nabhhgigkeit u m r e s Voterlandes.
Vercin I h t s c h e r Chemiker
im NS-Ruid Deutvclier Technik
M c r c k , Vorsitzender."
Punkt 2: Hnuptversamrnlunaen 1939 und 1910.
Der V o r s i t r c n d e gibt bekannt, daU die schon einKeleiteten Verhandlungen mit Stndt und Bezirksverdn Hamburg
rrach der Ehgliederuug 6sterrdclis abgebrochen seien, weil es
.wlbstverstAndlich erxheine, d a U unsere n&hstj&hrige Tagung
in &ern Orte der Ostmark stattfindet. Die Verbindung mit
Pg. Professor 1)ctdirtr. (iraz, der jetzt Landesstatthalter in
Steiermark psordtrtl ist und inzwiachen auch vom SSHDT
Zuni 1,eitcr cler Ibchgruppe Clremie fur Osterreich ernannt
wurcle, ist nach dieser Richtung aufgenommen. Da Graz
auch iiach dem Urteil des Pg.Dadicu wegen der iuaugelndeu
I'nterbringnngsm6glichkeiteii kaum in Frage kommc. wird
Pg. S c h v j beauftragt, zu priifen. inwieweit sie bei Inusbruck,
das hwisrhen bereits eine whriftliche Einladung seitens der
I J n f v d t P t und der Stadtvewdtung habe ergehen lassen,
uiid iii Salzburg gcgekii seien. A b Kiiiwtipter Xeitpuiikt
wird die zweite HBlfte September in Aussicht Kenommen.
IQr 1940 sind wir wegen der Achema on Frankfurt gebunden.
weil dieses fiir die -4chana als der gilnstigste Platz anakannt
werden m e . Voraussetzmg sei allerdings no&. dill die
d o n festgelegten PlAne wegen F d c h t u n g d n e s Ken@
gebiiudes bis dahin zur DurchfGhrung kommen.
1x11 gleichen Jahre findet in Deutschland der Internationale Chemie-Ingenieur-KmigreD statt, der in Berlin
heginnt und mit dem Besuch der Achema in Frankfurt &en
AbechluO finden soll. Infolgdesaen sind wir zdtlich w i d e r
an Anfang Juli gebundm. Fur 1941 k6nnten wir dann auf
unseren alten Plan ,,Hamburg" zuriickkoinmen.
Darauf wird Qber den , , I n t e n t a t i d e n Chemie-KongreD"
gesprochen. Auf dem diesjahrigen Kmgrell in Rom ist beschlassen worden, fur 1941 irn Priihjahr die Einladung Englands
anzunehmen, so d n U in dem genannten Jahr der KongreU
in London stattfinden wird. Es solle aber bereita im Habst 1942
ein wdterer KongreD Ln Deutschland stattfinden, wobd den
beiden LBndern d n e Abgrenzung der zu behandelndm Gebiete
anheimgestellt worden Lst. Eine bereits vorgeschlagene Teilung
dahingcliend, daU in England eine theoreti.sch-wissmxhaftliche,
in 1)eutwhlancl dagegen eine in melir technkh-praktischer
Kiclitung nufgaogene Tagung stattfinde. swat auf Bedenken
iru Kreise des Vorstandes. Auf Grund von Erknndigungen
glaubt man. b 0 England nut eine Tagung in wesentlich
kleinerem Rahmen beabsichtige, so da0 Deutschland far die
'Tagung 1942 ziemlich frei in wium Ihtwhliisqen sei.
Es herrscht claruber fhereinstlniiiiung, daD im Palle
des Iiiternatioiialeu Kongresses dann in dem betreffenden
Jahr der VDCh nilr eiue gescliiiftliclie Sitzung abhalten wolle,
uni eine starke HeteiligunK der deutschen Chemiker an dem
Internationalen Kongrell aicherzustellen.
Punkt 3: Ehnmaen.
Pg. Merc k teilt noch einmal kurz die bereits in Essen besprochenen und beschlossenen Ehrungen mit: Ehrenmitgliedd a f t an Prof. D u d e n : tiebig-Denkmtinze am Prof. Z i n l l ;
13mil-Fischer-Denkminze an Prof. A Ider ; Carl-hisbergCdBchtnispreis an Dozent Dr. E'liscrbcfh Dane.
Pg. F o e r s t bittet. den bereits friiher erorterten Vorschlog
zur Schffung einer Wahler-Denkmanze zu prtifen, die an
Anorganiker verliehen w a d m mll, so daD wir dann eine
Ehrung fiir Verdienste in der organischen C h d e in der
Ed-Fischer-Denluniinze und fiir solche in der anorganischen
Chemie in der W6hler-Denkmiinze hiitten. Die ubergeordnete
E h m g fiir beide (hppe.n biMet dam die Liebig-Denkinlinze,
die ja schon h e r ah die htkhste AuJzdchnung des Verdns
angesehen wird. Pg. Muah wird diesen Plan d t der Reichswaltung des NSBDT. ferner auch mit der Deutschen Cheinischen Gesellschaft und der Bunsen-(hellschPft bcnprechen,
ebens3 auch die.erhalb mit dem Propagandarntnisteriorn nnd
dem .Erxichungsministerm die Filhlung sufwhmen.
Bericht Reichsarbeitstagzdng Bayreufh
Punkt 4: Zeitschriften.
Herr Degener berichtet ausfiihrlich iiber den Stand der
Angelegenheit des Verbotes des Pflichtbezuges der Zeitschriften, der nach wie vor voUig ungeklllrt ist. Damit hangt
eng zusammen eine weitere Anordnung der Reichspressekammer
hinsichtlich des Eigentumsverhiiltnises von Zeitschriften
fiir Vereine. Der Vorstand ist einhelLig der Meinung, dal3
die Durchfiihrung dieser Anordnungen nicht nur finanziell
eine ungeheure Beeintrachtigung und fur die Mitglieder, die
die Zeitschriften beziehen wollen, eine erhebliche Verteuerung
bedeuten wiirde, sondern dal3 die Anordnungen vor allem
nach der ideellen Seite hin zu den allergroaten Bedenken
hnlal3 gaben, weil dem Verein die Durchfiihrung seiner wichtigsten Aufgabe, der technisch-wissenschaftlichenFortbildung
seiner Mitglieder, unmoglich gemacht wird.
Pg. F o e r s t berichtet anschlidend iiber die Arbeit der
Redaktion. Der im letzten Jahr geradezu katastrophale
Manuskriptmangel konne jetzt als iiberwunden bezeichnet
werden, da endlich die teilweise schon wit Jahren gemachten
Zusagen von Autoren zur Erfiillung kamen. Er regt an, mit
den anderen Chemieverbanden eine Abgreiizung der Arheitsgebiete zu verabreden.
Punkt 5: Hochschulfragen.
Pg. Scharf berichtet iiber das Ergebnis der diesjELhrigen
Statistik der Chemiestudierenden, die in diesem Jahre unter
Verwendung unserer Fragebogen vom Reichserziehungsministerium selbst durchgefiihrt worden war, um dem VDCh
die Fortsetzung seiner als Buhrst wichtig anerkannten Statistik
entgegen dem allgemeinen an die Hochschullehrer erlassenen
Verbot e i n a Beantwortung derartiger Umfragen zu ermoglichen. Die Zahlen, die nicht veroffentlicht werden sollen,
lassen erkennen, dal3 in ubereinstimmung mit den Feststellungen des Verbandes der Laboratoriumsvorst&nde die
Zahl der AnfAnger im vergangenen Jahre vaUig ausreichend
gewesen sei, und dal3 weiterhin zumindest vom iibernachsten
Jahr an auch wieder eine Steigemng der die Hochschulen
mit AbschluWexamen verlassenden Jungchemiker eintreten
werde, so dal3 nur init einem - im Vergleich mit den Ingenieuren - geringfiigigen Ausfall gerechnet zu werden
brauche. Hierbei wird schon angenommen, daD der jetzige
wesentlich hohere Bedarf an Jungchemikern in der Industrie
auch noch eine Reihe von Jahren hindurch anhalten wird.
Es wird iiber die Deckung des Na&wuchsbedarfes ncch
eingehend gesprochen und festgestellt, daI3 ein allgemeiner
Aufruf zur Ergreifung des Chemiestudiums nicht am Platze
sei, weil nicht auf eine Erhohung der Zahl, sondern der Qualitat
gedrungen werden miisse, die unter einem allgemeinen Aufruf
nur leiden wiirde. Man wird sich daher darauf beschrhken
konnen, den Schiilern durch Vortrtige und evtl. auch Fabrikbesichtigungen Verstkdnis fur die chemische Arbeit beizubringen.
Zur Frage der Reform des Studiums und zur Einfiihrung
des Staatsexamens erstattet Pg. S t a n t i e n ein ausfiihrliches
Referat. E r legt die Nachteile dar, die dem Chemiker aus
dem Fehlen eines Staatsexsmens bei der Beamtenlaufbahn
erwachsen und bespricht dann die Wege, die f i i r eine h d e r u n g
moglich erscheinen. Sie liegen einmal darin, da13 das Verbandsexamen dem Diplomexamen angeglichen wird, das a l s Staatsexamen bereits gewertet wird. Die Befiirchtung, daD der
Diplom-Chemiker d a m auf eine DoMorarbeit verzichtet, ist
auf Grund der bisherigen Erfahrungen mit dem Diplmexamen nicht gerechtfertigt, da die meisten Diplom-IngenieurChemiker auch noch zu promovieren pflegen. Der von anderer
Seite schon gemachte Vorschlag, umgekehrt das Diplomexamen auf den Stand des Verbandsexamens zuriickzuschrauben. wiirde bei den Technischen Hochschulen auf
grundsatzlichen Widerstand stol3en und, wenn er doch zur
Durchfiihrung kiime, das Ansehen des Chemikers gegeniiber
dem der anderen TH-Fakdtaten herabsetzen. Aul3erdem
wiirde dadurch erreicht, daD die Chemiker bei der Gehaltseinstufung der Beamten benachteiligt waden, weil diese Eins t u f u n g vom bestandenen Diplomexamen an erfolgt. Es
braucht also an sich lediglich das 11. Verbandsexamen umAngewnndtr Chemfe
61.Jahrq.1938. rYr.26
henannt zu werden, und zwei Nebenfkher, deren Wahl den
Studierenden iiberlassen wird, mussen hereingenommen werden.
Pg. S c h w a r z macht als Korreferent hierzu seine Bedenken
geltend. Die Diplomarbeit an den Technischen Hochschulen
sei nur ein Torso, weshalb Dozenten an den Technischen
Hochschulen die Diplomarbeit als Ausgang zur Promotionsarbeit benutzen. Es w&re daher zu wiinschen, daD in der
Diplomarbeit keine experimentelle Arbeit verlangt, sondern
das Schwergewicht auf die 3 4 Semester dauernde Promotionsarbcit verlegt werde. Das Diplomexamen stelle
keine fertigen Chemiker hin, wed sich wissenschaftliches
Denken erst bei der Beschaftigung mit der Promotionsarbeit
einstelle. Man m u s e sich seiner Ansicht nach darauf beschrhken, demjenigen. der in die Beamtenlaufbahn gehen
will, die Ablegung eines Staatsexamens zu ermoglichen.
Hiergegen wendet sich Pg. S t a n t i e n , der darlegt, daI3der Staat
Wert darauf legt, sich seine Chemiker aus der Gesamtheit
des Nachwuchses auszuw?ihlen und sich nicht auf einen Teil
beschrAnken diirfte, der von vornherein sich auf die ihm
vielleicht bequemer diinkende Lailfbahn des beamteten
Chemikers verlegt hat. Man konne aber vorschlagen - wie
es bereits auch schon geschehen ist -, das Chemiestudiuni
an der Technischen Hochschule zu teilen derart, daB Leute,
die den Dr.-Ing. machen wollen. gehalten sein wiirden, moglichst
in den Hochschulferien - wie Studierende des Ingenieurfaches - sich praktisch mit Maschinen- und Apparatebau zu
b e f p n , womit zugleich die Frage des Chemie-Ingenieurs
gelost werde. Die iibrigen sollten dann in die Lage versetzt
werden, unter Hinzunahme anderer Nebenfscher etwa zum
Dr. rer. nat. oder Dr. rer. techn. zu promovieren. Pg. Schieber
berichtet, daO die Ordnung des Studiums bereits im Thuringischen Ministerium und an der UniversitAt Jena eingehend
gepriift werde. Dort habe man vorgeschlagen, das I. Staatsexamen mit der Doktorarbeit pflichtgemU zu verbinden.
Ein Jahr der Doktorarbeit solle dann bei der Berechnung
der Dienstjahre angerechnet werden. Das 11. Staatsexamen,
das fiir diejenigen Pflicht sei, die in den Staatsdienst wollen,
konne damn nach zweijkiger Assistentenzeit cder freier Tatigkeit in der Industrie gemacht werden. Herr W e i t z befiirchtet,
daD die Technischen Hochschulen sich hiergegen wenden werden,
da dam die Gefahr bestllnde, dal3 junge Leute zur IJniversitat abwanderten. Pg. Merck betont auf eine Frage des
Herrn Noddack, dal3 er schon Gelegenheit genommen habe,
auf die sehr brennend gewordene Frage des Dozentennachwuchses hinzuweisen. Der Dozent m u s e ein auskommliches
Dasein haben, damit nicht die Gefahr zu groD werde, dal3
die Industrie die jungen Dozenten von den Hochschulen
wegziehe. Es erscheine auch ein Appell an die Industrie
notig, nicht aus Eigennutz die H&hulen
durch Wegengagieren der besten Dozenten zu berauben. Er werde auch
die Fiihlung mit dem Erziehungsministerium aufnehmen, um
festzustellen, welche P l a e hinsichtlich des Staatsexamens
dort vorliegen.
Punkt 6 : Verschiedenes.
Pg. Merck gibt Mitteilung iiber die Bauplke, die ftir die
Wirtschaftsgruppe Chemische Industrie, die Berufsgenossenschaft der Chemischen Industrie und die Deutsche Chemische
Gesellschaft infolge des f i i r das niichste Friihjahr angekiindigten
Abbruches der bisherigen Hauser akut geworden sind. Es slad
Schritte eingeleitet worden, um bei dieser Gelegenheit auch
die GeschiIftsstelle des VDCh in den entstehenden Neubau
auf zunehmen.
Pg. S c h i e b e r kiindigt an, dal3 er seine Ausfiihrungen Z M
Haushaltsplan und zur Bilanz auf die Nachmittagssitzung
im GroJ3en Rat verschiebe.
Pg. Scharf macht dann einzelne Ausfiihrungen zum Programm der Bayreuther Arbeitstagung und bittet die Herren des
Kleinen Rates, ihrerseits mit gutem Beispiel in disziplinierter
D u r c h f W g der notwendigen Organisation bei der Verpflegung usw. voranzugehen.
SchluB der Sitzung: 12.40 Uhr.
gez. M e r c k , Vorsitzender.
gez. S c h a r f , Schriftfiihrer.
439
Bericht Reiehsrarbektatagztng Bayrezbth
Sitzung des GroBen Rates
und der
Vorsitzenden der Arbeitskreise der Fachgruppe Cheniie
im NSBDT
Pg. Merck eroffnet die Sitzung um 15.15 Uhr und h e a t alle
Anwesenden willkommen, insbesondere auch die Vertreter der
noch nicht in der Fachgruppe Chemie zusammengefadten
Vereine, die als G b t e anwesend sind, und den Altvorsitzenden
Pg. Stock.
iiu Balkonsaal der Ludwig-Siebert-Festhalle.
Darauf gedenkt er der 'l'oten des vergaugenen Jahres
(vgl. Geschaftsbericht S. 448), aus deiien er die um Wissenschaft, Technik oder den Verein Verdienten namentlich
hervorhebt.
Da Pg. Saztv von cler Reichswaltung NSBDT iioch nicht
erschienen ist, wird Punkt A der Tagesordnung zuriickgestellt .
15 ljhr:
T a g e s o r d n u n g : A. NSBDT und Fachgruppe Chemie
(Pg. Merck, Pg. S a u r ) . - B. Geschaftliches: I. SatzungsBnderung. 11. Ehrungen. - 111. Ort und Zeit des nachsten
Reichstreffens (52. Hauptversammluug).- IV. Einzelberichte :
1 . SteUe fur Fachgruppenarbeit : a) Wissenschaftliche Fachgruppen (Herr Noddack), b) Angewandteund technische Fachgruppen (Pg. F o e r s t ) ; 2.StellefiirBerufsstatistik (Pg.Scharf);
3 . Stelle fur Literatm- und Pressefragen (Herr P u m m e r e r ) :
a) Zeitschriftenentwickluug (Pg. F o e r s t ) , b) Arbeit der Pressestelle (Herr H a u s e n ) ; 4. Stelle fur beamtete Chemiker (Herr
Merres) ; 5. Stellefiir Fragen der freiberuflich tatigen Chemiker
und fur das Gebiihrenwesen (Pg. Sieber); 6. Stelle fur Ehrengerichtsfragen ; 7. Tatigkeit der Rechtsauskunftsstelle.
V. Jahresabrechnung fur 1937 (Pg. Schieber). -- VI. Haushaltsplan 1938 und 1939 (Pg. Schieber). - VII. Bestellung
der Rechnungspriifer (Pg. Merck). -- VIII. Verschiedenes.
Anwesend: Pg. Merck, L'orsitzender; ferner die Mitglieder
des Kleinen Rates: Pg. S t a n t i e n , Pg. S c h i e b e r , Herr Kiihne,
Pg. Mollney, Herr W e i t z und Pg. S c h w a r z ; von der Geschca'fsfiihrung und Redaktion: Pg. S c h a r f , Pg. F o e r s t .
Zu Punkt 1a der'l'agesordnung: Herr N o d d a c k ; zu Punkt
3 a der Tagesordnung : Herr D eg e n e r ; zu Punkt 3 b der Tages-
ordnung: Herr H a u s e n .
Als Vertreter der Bezirksvereine: Aachen: Pg. L a m b r i s ;
Braunschweig: Pg. K a n g r o ; Rremen: Pg. F r e r c k s ; Chemnitz:
Pg. G o l l n e r ; Danzig: Pg. S t o h r ; Dresden: Pg. B o t t i c h e r ;
Frankfurt a . M . : Pg. S i e d l e r ; Gau Halle-Merseburg: Pg.
E u l n e r ; Grop-Berlin und M a r k : Pg. S c h l e e d e , Pg. F a u s t ;
Hamburg: Pg. J a n t z e n : Hannover: Herr K e p p e l e r ; Hessen:
Herr v. B r u c h h a u s e n ; Leiprig: Pg. Carlsohn; Magdeburg
iind Anhalt: Pg. R a m s t e t t e r ; Afittel- u.nd Niederschlesaen:
Pg. H a r t m a n n ; Niederrhein: Pg. S t o c k m a n n ; Nordbayern:
Herr P u m m e r e r ; Oberhessen: Pg. W r e d e ; Obevrhein: Pg.
KBberle; Osterreich: Herr v. T a y e n t h a l , PA. NieBner; OstpreuPen: Herr G i i n t h e r ; Porkmern: Pg. Schulz;, Rheinland:
Pg. S t iimg es; Rhe,inland - Westfalen : Pg. G eiBelbr ech t ;
Schleswig-Holstein: Pg. W e r n e r ; Siidbayern: Pg. S c h e i b e :
Thiiringen: Pg. Miiller; Wiirttemberg: Pg. Schreinpf.
Als Vertreter der Fachgruppen fiir : 4nulytische C'hemie :
Herr F r e seni us ;A norgan ische Chemie : PA. K 1emm ; Organische
Chernie: Herr G r u n d m a n n ; Medizinische und pharmazeutische
Chemze: Herr Dalrner; Geschzchte der Chemie: Herr W a l d e n ;
Phofochemie: Herr Kieser ; Brerznstoff- zind llilineralolchemie :
Herr B u b e ; Fettchemie: Pg. Pfliicke; Chemie der Korperfwben und .4nstrichsloffe: Herr J o r d a n ; Farberei und Textilchemie: Herr K l a h r e ; Rechtsschutz: Pg. U l l r i c h ; Wasserrhemie : Pg. Olszewsk y ; Lebensmittelchemie : Herr Mer r e s ;
Silicatchemie : Herr Gonell; Chemie der Kunststoffe : Pg.
K r anzlein.
Als Vertreter der angegliederten Vereine : Verband
selbsfdndiger fiffentlicher Chemiker : Pg. Sieber ; Dechema :
Herr B r e t s c h n e i d e r ; Verein der Zellstoff- und Papierchemiker
und -1ngenzeure : Herr Miiller - Clemm; Deutscher Acetylenverein : Herr R i m a r s k i ; Verband f u r autogeneMetallbearbeitung:
Herr Sc h i m p k e ; Gesellschaft fiir Korrosionsforschung und
Werkstoffschutz irn V D C h : Herr Wiederholt.
Als Altvorsitzender: Pg. S t o c k .
Als Vertreter der in der FachgruppeChemie zusammengefaBten chemischen Vereine: Deutsche Chemische Gesellschaft : Heir Ku h n ; Deutsche Bunsen-Gesellschaft : Herr
S c h e n c k, Herr Sch w ei t zer ; Deutsche Kautschukgesellschaft:
Herr K o n r a d .
Noch einzugliedernde Vereine: Verein Deutscher Lebensmittelchmiker : Pg. N o t t b o h m ; Verein Deutscher Kalkwerke:
Herr Goslich; Verein Deutscher Portland-Zementfabrikantes:
Herr H a e g e r m a n n .
440
Punkt B I : Satzungsanderung.
Die Vorsitzenden der Bezirksvereine Lestatigeii die bereits
in der Sitzung des GroBen Rates in Frankfurt a. M. am 6. Juli
1937 an den Vorsitzenden iibertragene Vollmacht zur Satzungsanderung, die auf Grund der noch nicht bekanntgegebenen
Satzung des NSBDT erfolgen mu&
Punkt I3 11: Ehrungen.
Uer Vorsitzende teilt unter lebhafter Zustimmung aIler
Anwesenden niit, daW folgende Ehrungen vorn Kleinen Rat
beschlossen worden sind : Ehrenniitgliedschaft an Prof. Dude?,.
Liebig-Denkmiinze an Prof. Zzntl, Emil Fischer-Denkmiinze
an Prof. Dr. Kurt Alder, Carl-Duisberg-Gedachtnis-Preis an
Dozent Dr. Elisabeth Dane (Wortlaut der Urkunden siehe -411gemeine Sitzung, S. 389).
Pg. Merck berichtet weiter, daB der NSBDT die Absicht
habe, eine NSBDT-Ehrung fur iiberragende Verdienste der
Technik zu schaffen. I m Kleinen Rat des VDCh erwiige man
die Schaffung einer Wohler-Denkmiinze, die fur besondere Verdienste auf den1 Gebiete der anorganischen Chemie bestimmt
sei, uni so eine Liicke auszufullen, da die Enul Fischer-Denkniiinze ja nur fur Verdienste auf dem Gebiete der organischen
Chemie vorbehalten ist. Die Mitglieder des GroBen Rates
stimmen allgemein zu.
Punkt A : NSBDT und Fachgruppe Chemie.
Pg. Merck begriiBt den soeben eingetroffenen Pg. Saur
und geht zu Punkt A der Tagesordnung iiber.
Er berichtet noch einmal kurz iiber den Organisationsplan,
nach dem sich die Vereine in den 5 Fachgruppen des NSBDT
einzuordnen haben: je 1 Hauptverein, als welcher in der Fachgruppe Chemie der VDCh anerkannt ist, wahrend die anderen
chemischen Vereine als Arbeitskreise einzubauen sind.
Die Mitgliedschaft zum NSBDT kann nur iiber einen der
Hauptvereine erreicht werden. Die Unterteilung des VDCh in
Bezirksvereine. bleibt wie bisher bestehen nur mit der Einschrhkung, daR sich die Bezirksvereine unbedingt an die
Gau- oder Kreisgrenzen anschlieBen miissen. Die Hauptvereine
finanzieren den NSBDT, sie miissen daher die Staffelbeitrage
erheben. Die Arbeitskreise dagegen sind in ihrer Pinanzgebarung und Beitragshohe unabhangig. Ihre politische
Betreuung erfahren sie durch die Fachgruppe. I n der fachlichen Arbeit sind sie durchaus selbstandig. Die Fachgruppe
kann lediglich ihre Aufgabe in einer Forderung dieser Facharbeit erblicken. Die Vorsitzenden der Arbeitskreise werden
von Pg. Todt im Einvernehmen mit dem Leiter der Fachgruppe
ernannt.
Pg. S a u r dankt zunachst, daW ihm wieder wie im vorigen
Jahr Gdegenheit gegeben ist, nicht nur die GriiRe und Wiinsche
des Leiters des Hauptamtes fur Technik und Reichswalters des
NSBDT, Pg. Todt, zii iiberbringen, sondern dal3 er auch
Gelegenheit habe, an den Beratungen des GroBen Rates
selbst teilzunehmen.
Das vergangene Jahr habe im Zeichen der (;enieinschaftsarbeit gestanden, und der Leiter der Fachgruppe Chemie konne
dariiber berichten, wie oft Pg. Todl die Leiter der Fachgruppen zu sich gebeten habe, um die grundsatzlichen Fragen
der Organisation der Technik zu besprechen und festzulegeii.
Ziel dieser Beratungen war immer, die Organisationsarbeit im
bescheidensten Rahmen aufzubauen, damit die gesamte Kraft
der technisch-wissenschaftlichen Verbande fiir die positive
Arbeit frei ist. Die Entwicklung geht immer klarer auf die
endgiiltige Organisationsform hinaus, niimlich die Betreuung
A rigcicu n d l e L'lreniip
b l . J a h r p . 1 9 3 8 . Nr.20
Bssioht Rsiohsarbsiletogung Baytezrth
der Chemiker und Ingenieure durch die fiinf Hauptvereine zu
gewiihrleisten und die Forschung dux& die Arbeitskreise
maRgeblich zu fordern. DaR in d i e m Richtung gerade in1
letzten Jahre wesentliche Fortschritte zu verzeichnen sind.
dankt Pg. Todt vor allem den filnf Fachgruppenleitern,
die in klarer Erkenntnis der Notwendigkeiten Zug um Zug
die entsprechendenMaBnahmen in die Wege geleitet und durchgefiihrt haben.
Die praktische Auswirkung der Arbeit des NSBDT, seiner
Hauptvereine und Arbeitskreise h g t aber in erster Linie
von dem Einsatz jedes einzehen Ingenieurs draukn an der
Front ab.
Einer der wichtigsten Punkte der Arbeit der Hauptvereine
ist die Nachwuchsfrage. Die vom NSBDT vor Jahresfrist
unter persijnlkher Fiituvng von Pg. Tudl eingeleiteten
Werbemdnahmen ,,Jugend, die Technik ruft euch!" haben
sich bereits in starkem Ma& giinstig ausgewirkt. Von den
-4biturienten dieses Jahres haben sich nach einer vorlaufigen
Erhebung 4800 Absolventen fiir die Technik enkhieden, eine
Zahl, die nahezu doppelt so hoch ist wie im vergangenen Jahr.
Dies ist ein erfreukher Fortschritt. Damit aber kann man
sich noch nicht zufrieden geben. Denn diese gilnstige Entwicklung wirkt sich erst in 4-5 Jahren praktisch aus. Dazwischen sind aber ungeheure I,ucken zu iiberbriicken. Und
diese Liicken werden in den kQmmendenden Jahren nicht nur
bleibea, sondern noch g r o k waden, weil der Ruckgang im
Nachwuchs in den vergangenen Jahren dauernd gestiegen ist.
Hier kann nur dadurch geholfen werden, daB die vorhandenen
Chemiker und Techniker durch eine systematkche Fortbildung
das Riistzeug erlmlten, um entsprechend hohere Stellungen
einnehmen zu konnen. F,S handelt sidi dabei um &en in
sich geschlossenen ProzeB, der damit beginnt. d d der Ingenieur und Chemiker die Grundhge schafft, die noch in ungeheurem AusmaB tetigen mechanisch arbeitenden Hilfskrilfte durch Maschinen und Apparate zu ersetzen und dadurch die bisher dort eingesetzte menschliche Arbcitskraft
frei zu machen fur den Einsatz als Facharbeiter. Auch hier
ist es wieder Aufgabe der Technik,die Adern- und IJmschulmaSnahmen festzulegen und durchzufuhren.
Der tiichtige Facharheiter muR zum Vorarbeiter, der
tiichtige Vorarbeiter zum Meister, der tuchtige Meister zum
Betriebsleiter, dieser wieder zum Ingenieur sich heraufarbeiten.
All dies ist aber nur moglich, wenn der vorhandene und ausgebudete Stamm deutscher Ingenieure, Chemiker und Techniker sicli neben seiner heruflichen Tiltigkeit freiwillig zur
Verfiigung stellt, uni diese grok Aufgabe der Fortbildung der
Manner im Reruf mit ganzer Kraft zu fordern. Hieran mitzuarbeiten. ist deshalh die Pflicht jederFachgruppe iind aller
ihrer Manner.
Punkt 111: Ort und Zeit des nachsten Reichstreffens.
Pg. M er c k. begriil3t bei dieser CXegenheit die Vertreter des
Bezirksvereins Osterreich. Wenn er dies bei Beginn der
Sitzung veraumt habe. so deshalb, weil er die Vertreter
Osterreichs immer als zu uns gehorig betraclitet habe. (Grol3er
Reifall.)
Als 01%der niichqten Hauptversammlung sei an Stelle
\-on Hamburg in Anbetracht der neuen politischen Verhiiltnisse
ein solcher in Osterreich in Aussicht genommen, und es
.sei dieserhalb bereits die Verbindung mit Pg. Dadizu, Craz,
aufgenommen. der als Leiter der Fachgruppe Chemie fur
Osterreich berufen worden sei. D a Graz voraussichtlich weder
init den Vortraeden no& mit Unterkunftsmolichkeiten
ausreichend ver&en sei und wien wegen uberl&tung mit
zahlreichen anderen Kongre.ssen nicht in Frage komme, werde
man vor allem die technischen Voraussetzungen bei Innsbruck
und Salzburg zu priifen haben. .41s Tagungszeit kame die
zweite Septemberhalfte in Frage.
sind wir wegen der Achema an Prankfut a. M.
gebunden, .so daB wir erst 1941 nach Hamburg gehen konnten,
falls man uns dort dann noch haben will.
2. S t e l l e f u r Berufsstatistik.
Pg. Scharf teilt mit, daB im diesjiihrigen GexMftsbericht
nur die Statist& der Chemiker veroffentlicht sei, nicht aber
die der Chemiestudierenden. Er gibt dann hierfiir die vom
Rei~~rziehungsministerium
zur Verfiigung gestellten Zahlen
bekannt. Daraus sieht man, daS die Nachwuchsfrage nicht so
ungiimtig liege wie z. B. bei den Ingenieuren, aber immerhin
Eeien auch im Chemikerberuf die nachsten zwei Jahre noch
schwer, weil die die Hochschulen verlassenden Jungchemiker
kauin den Bedarf decken diirften.
AnschIieBend legt Pg. Scharf no& folgendes dar:
Die bei manchen Hochschullehrern verbreitete Ansicht,
d d der VDCh mit &en friiher PflichtgemllrJ ausgesprochenen
Warnungen die Schuld an dem augenblicklichen Mange1 an
Jungchemikern trage, ist irrig. Dies wird allein schon durch
die sehr vie1 schhmere Lage bei den Ingedeuren bewiesen,
die ihre Warnungen, wenn iiberhaupt. so ganz erheblich zu
spat ausgesprochenhaben. Der VDCh habe durch sein Vorgehen
lediglich eine Regulierung des Hochschulbesuches in gewissen
Grenzen erreicht und damit bewirkt, da0 die vom Studium
abschreckende Stellungslosigkeit wahrend der Wirtschaftskrise
nicht so k r d in Erscheinung getreten ist wie bei den anderen
technischen Berufen.
Pg. Merck kommt hi diesem Zusammenhang noch einmal
zuriick a d die eingangs von Pg. Saur angeregte Werbung
unter der Jugend zugunsten des Studiums technischer FWher.
Diese Werbung darf auf keinen Fall so vor sich gehen, dal3 das
Studium der Chemie als bequemes Brotstudium hingestellt
wird. Die Chemie konne lediglich Berufene fur den Beruf des
Chemikers brauchen.
3. Stelle f u r Literaturfragen.
Herr Degener gibt einen ausfiihrlichen Bericht uber den
Stand der Anordnungen der Reichspressekammer, wie er ilin
bereits a m V o d t t a g vor dern Kleinen Rat erstattet habe. Die
Feststellung des Herrn Degener, daB die Durchfiihmg dieser
Anordnung bei den Zeitschriften des VDCh fur diesen wirtschaftlich und ideell die schwersten Scht%digungenmit sich
bringen m a t e , wird von Pg. Merck no& unterstrichen und
Pg. Saur gebeten, seinerseits mit allergr6Bteni Nachdruck
fiir eine Abwendung dieser drohenden Gefahren sich einzusetzen und auch Pg. Todt diese dringende Bitte des VDCh
weiterzugeben.
Die Herren Punimerer, Pg. P o e r s t und Hausen verweisen auf ihre gedruckt vorliegenden Rerichte.
1. Stelle f u r b e a m t e t e Chemiker.
Der gedruckt vorliegende Bericht wird zur Kenntnis
genommen.
5 . Stellefiir Fragen der freiberuflich t l t i g e n Chemiker
u n d fiir Gebiihrenwesen.
Pg. Sieber verweist auf seinen gedruckt vorliegenden Bericht und fugt hinzu, d& dank des Einsatzes des Gauamtes fur
Technik in Hamburg den nichtarischen Hamburger Handelschemikern jetzt das Siege1entzogen worden ist. Das Hauptamt
fur Technik und die Reichswaltung NSBDT haben freundlichst
zugesagt, fur eine gleiche Regelung im ganzen Reich einzutreten.
.4uch die DAF, Fachamt fur freie Rerufe, sei dankenswerterweiw bereit, dem VDCh und dem Verband selbstgndiger
offentlicher Chemiker in ihrem Kampfe um eine Besserung
der Lage der freiberuflich tgtigen Chemiker zu helfen.
6. Stelle f u r Ehrengerichtsfragen,
Der Bericht wird gutgeheikn.
Pg. Merck fugt hinzu, daR die Schaffung einer zweiten
Instanz bei der Reichswaltung NSBDT nicht beabsichtu sei.
Bei Streitigkeiten zwischen Angehorigen verschiedener Berufsverbhde d l ein entsprechend zmammeng=tztes Ehrengericht
eingesetzt werden.
Punkt V und VI: Jahresabrechnung fiir 1937 - Haushaltsplan 1938 und 1939.
Pg. F o e r s t undHerr Noddackverweisen auf ihre im GePg. Schieber gibt Erlauterungen zu der vorgelegten
schaftsbericht veroffentlichten Rerichte und hahen diesen Abrechnung und Bilanz von 1937 und begriindet den
e b f a l h vorgelegten abgehderten Haushaltsplan fiir 1938
nichts hinzuzufiigen.
punkt IV:
Einzelberichte.
1 . Stelle fiir Fachgruppenarbeit.
An#mandls C h e m i e
61.Jahtg.1998. Nr.PG
Bcricht Reiah6arbeiletagung B a y r s u t k
und den vorlaufigen Haushaltsplan fiir 1939. Auf Anregung einiger Bezirksverehmorsitzendenwegen Erhohung der
Riickvergiitung wird mitgeteilt, d d dies auch dem Vorstand
am Herzen liege, dal3 aber die neuerdings aufgetretenen erhohten
Anforderungen fiir NSBDT und fiir S h e r n eine auch in der
Absicht des Vorstandes liegende nennenswerte Erhohung noch
nicht zulassen. Der Einblids in den Hauahaltsplan zeige. wie
angespannt angesichts dieser Belastungen die Lage immer
no& sei.
Punkt VII: Bestellung der Recbnungepriiter.
Die Rechnungspriifer Herr Beccard und Herr WilcRe werden
auf Vorschlag von Pg. Merck einstimmig wiedergewfilt.
Punkt VIII: Verschiedenes.
Pg. Scharf macht die Bezirksvereinsvorsitzenden darauf
aufmerksam, daB Reisespesen an Vortragende aus dem Ausland
nicht ohne Genehmigung des zustandigen Landesfinanzamtes
erstattet werden diirfen. Diese Genehmigung ist also unbedingt
vorher zu beantragen, und wenn die Riidserstattung der Zahlung
beim Hauptverein angefordert wird, bt diese Genehmigung
des Landesfinanzamtes beizufiigen. Der Antrag soll lauten
auf Auszahlung ,$urn Venehr im Inland'. Die von den
Vortragenden zu unterscbreibenden Quittungsformulare fur
die Betrage miissen die Aktennummer der Bewilligung und
den eben e r w h t e n Zusatz tragen.
Es folgen noch einigehffagen seitens des Fg. R a m s t e t t er
beziiglich AnschluB des Vereins Dehtscher Zuckertechniker
und Bildung eines Chemotechnikerhdes, die von Pg. Merck
beantwortet werden.
Von anderer Seite wird die Prage der Fhanzierung der
G e m e i n s c h a f t s v W t u n g e n des NSBDT in den Gauen und
Kreisen behandelt. Es herrscht dariibet Einigkdt, daB die
B&hvereine
g r o k e Betrage aua der h a p p e n Riickvergiitung, die iiber 15,- RM. hinausgehen. keinesfalls leisten
konnen. Es soll ja angestrebt werden, da13 die Kosten der
Gemeinschaftsveranstaltungen durch Erhebung von Eintritkgeldern gedeckt wetden sollen.
442
SchweLtzer bittet die Anwesenden, in ihren Bezirks
vereinen und Fachgruppen fiir &en B w c h der Tagung der
Naturfors&er und idrzte (September 1938) zu werben.
Pg. F o er s t macht darauf aufmerksam,d d die EInladung zu
der Tagung bereita in der ,,Angewandten" vdffentlicht ist.
Pg. S a u r erbittet sich noch einmal daswort, umdemkiter
der Pachgruppe Chemie fiir seine aufopfernde Tatigkeit im
vergangenen Jahre zu danken. Pg.Merck gibt diesen Dank
weiter an alle Mitarbeiter im Vorstand, in den Bezirksvereinen, Pa-ppen
und der GeschBftsstelle.
Er scl&bt die Sitzung 17.25 Uhr mit Sieg Heil auf den
Piihrer.
gez. Merck, Vorsitzender.
gez. Scharf. Schriftfiihrer.
In1 AnschluD an die Allgemeine S i t z u n g findet am
Mittwoch, dem 8 . Jd,
12.45 Uhr die
I
Mitglledenerrammlung
statt.
Anwesend 38 Mitglieder.
Der Vorsitzende stellt auf Grund der geringen BeMgung
fest, daB ein Interesse an der Beibehaltung der Wtgliederversammlung nicht mehr besteht, wie dies auch d o n seit
Jahren festgestellt worden ist.
Bei der in Aussicht genommenen h d e r u n g der Satzung
werde die Wtgliederversaxunlung daher kiinftig in W e g f d
kommen. Er verweist sodam auf den gedruckt vorliegenden
Geschiiftsbericht, zu dem aus den Kreisen der Anwesenden
das Wort nicht g-ht
wird.
In den Kleinen Rat sind seit der letzten Hauptversammlung
berufen die Herren Brock. Fawn, und Wieland, Mtinchen.
SchlieDlich macht noch der Vorsitzende Ausfiihrungen zur
Nachwuchsfrage, die im Kleinen und Grol3en Rat ausfiihrlich
behendelt worden ist.
SchluB: 13 Uhr.
gez. Merck, Vorsitzender.
gez. Scharf, Schriftfiihrer.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
682 Кб
Теги
ber, nsbdt, sitzungen, die, der, berichte, rate, dem, fachgruppe, und, kleiner, arbeitskreise, chemie, grossen, des, vorsitzenden, dienstag
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа