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Bericht des Hrn. Plateau 0ber eine Abhandlung des Hrn

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620
dein Julihefte des Jabrganges 1835 der Sitzuiigsbericlite
dcr inatheinatisch-~~aturwisse~~schaftliclieu
Classe dcr Kniserliclieir Akndeinie der Wisseiiscliafter~ liier beizufiigcii.
In 100 Gcwiclitstheile~r Stein wurden folgende Bestandtlicilc gefuudeu:
Gediegen Eiseu 15,lO
1,43
Nickel
0,os
Kobalt
C, r a phi t
0,25
hlagnesia
2333
4,6 1
Eisenoxydul
Maiiganoxydul
0,28
Tlionerde
3,15
Kalk
130
234
Batroil
030
Kali
sch w c fel
Pliosplior
Chromoxyd ,
Kicselszure
.
Gber d i l s Fuiikelii cine iieue Tlicoric aufzustcllcn, uogcaclitct die voii A r n g o init so gereclitein IZcifall aufgeiioinincn wordcii) lelirt Mr. M o II t i gny die Resultate kenncn,
welchc er beiin Beobncliteu dcs Funkelas voin Sirius nuf
z w r i vciscliiedeiie Vl'eisen erlialteii hat.
62 1
N i c h o 1 s o 11 hatte bemerkt, dafs wenii man cin
Fcrii-
rohr, welclics n i i f cinen fuiikeliideii Sterii gerichtet ist,
in rasche S c l i r v i ~ i g u n ~ s b e ~ v e ~versetzt,
u ~ i g so dafs dns Bild
des Sterncs leuchtende Curvcii hesclircibt, diese Curvcn
sicli nus verscliicdenartig gcfiirbten Bogeii zusamitieiipetzt
erweiseii, uiid er schitzte solcliergestalt die Zalil der Farbcnvcrindcrungen , welche das Lictit des Sirius beiin Fuiikelii erfdirt, nuf 30 in der Sekunde. Durch eiue geregclterc Anstellung dieses Versuchs, wobei er das Bild des
Sirius cine kreisrunde Linie beschreiben lafst, findct Hr.
M o n t i g n y , dafs die Zahl der Farben- oder IntcnsititsVer:iiiderungcii auf 70 in der Sekunde angeschlagen werden kaun, uiid dafs R o t h , O r a u g c , Gelb und W i n die
vo r w a I t elide n F a rb en si 11d.
Darauf wcndet Hr. M o 11 t i g n y zur Analyse des Funkclns dcssclberi Sterns eiii iliin eigciithui~iliclics, ganz anderes Verfalireii an. Dasselbe bestelit darin, daCs er vor
dein Objectiv des Fcriirolirs cin I’risrna anbringt, so dafs
sicli das Bild des Sterns i n ein Farbenspcctruin verwandelt. Alan gcwahrt alsdann iu dicsein Spectrum hestaiidige
V e r ~ n d e r u n g c i i . A n beiden Eiideii erleidet es rasclie VerI~iigerungeiiund Verliiirzungeii, hiiufjger uiid i n griifscrer
Ausdebiiciag jedoch auf Seitc rlcs Violetts. Die Verkurzuiigcn arif dieser letztercn Scite erfolgen anfaugs aus dein
Verschwiodcii dcs Violetts, daiin aus dein des Blau, so
dafs in solchen hugenblickeii, das Spectruin die Helfte
seiiicr Liiiigc vcrliert; zuwcilen sclieiuen das Gruii uiid
das Gelb slricliweise gegen das Blau und das Violett vorziischiefscn; cias Roth sctiwankt gleichfalls gegen das Gelb,
wclches seiiierseits sich zurrcilen nncli Seite dcs Rotlien
a 11sd e h ii t. L) i cs e let z t e r e F a r b e s ch e i i i t k e i n c vol Is t a n d ige
~\~~sliiscliuiig
zu crfalireii, und die Eiiigriffe dcs Gelbeii in
tlnssclbc siiid vicl beschriinkter als dic! des Griiiis auf dem
niitlercii Elide. Uebcrdiefs erleidet das Spectruiii pliitzliche
transversalc Zitterringeii, uiid endlicli gcschiclit cs auch,
dafs ein leiiclitender Stricli wie cin Blitz das game alsdanu
sehr bewegtc Spectrum durchfdirt.
62'2
Sacli Ucschrcibuog dieser Tbatsacheii, gelit [Ir. M o n t i g 11 ,y zur Auscioaiidcrsetzuii,o seiner Thcoric, wclclic tlic
l\cfractioncii uiid l\eflcxioiieii dcr Liclitstrahlcn in dcr Atinospliiirc ziir Grundlagc iiimiiit. Er crinncrt a n das, was
cr i n ciuer friilicrcn Ahhatidlung gesagt
dafs, wciiii cin
Stcni Iiiclit sclir lioch iihcr deli HOI%WJ~~
stcbt, die von
iliin niisgchenden und in das Augc dcs Ucobachtcrs p,claiigciidcii Stralilcii niclit alleiii durcli die At.inospli~ircgebroclieu, sonderii aucli dispergirt wcrtlcii so dafs rlas Hild
dcs Stcriis aul dcr Netzliaut in Wirkliclikcit BUS eiiictn
kleiiicii vcrticalcn Spcctruiii bestelit, wclclirs zwar citic zii
geriiigc I-Iijlic hat, als dafs das Aiigc die vcrschicdciicn
Farben untcrschcidcn kiinntc, wclclies nbcr dcutlicli Iicrvortritt, wciiii man sich ciiics hinrcichcutl vergriilscrodcn
Fcriirphrs bcdicnt. Die rcspcctivc tleii :iufscrsteii Farbcn
d cs S11 c ct r ii ins cn t B 13 r ccli end en Li cli t b u ii d el , d cr c ii 1) i t r cliincsscr dem dcr Pupillc odcr dcm dcs Fcriirolirs glcich
ist, jcnaclidem inan niit blofscin Augc odcr init eiiicm E'criirolir bcobnchtet, dringcn in das Ange odcr das Fcriirohr tin,
unter sicli cincn lilcincn W i n k e l bildcnd, woraiis folgt,
dafs sic in dcr htmospliiirc und z w o r iiii 1,ecrcn zwci
gctrciititc Ihliticu durclilaiifcii linbcn; fcrncr ist L l i i r , tlofs
clicsc vor dcin Eiiitritt in die Atiiiosplikx! gcratlliiiigcti u i i t l
parallelcii Baliiicii, sicli liierauf einatitlcr ii~ilicrni t i i d c i ~ i w ~ i r t s
bic;;.cn, bis sic sicli i n dcr Ocffiiuog dcs Auges otlcr tlcs
F crii rolirs d urclischiieid en. Die Ball 11cn d cr tlcn ii brig c 11
Fa I I) c 11 d es k I c i nc 11 Spec t r u ni s c i i ts p r e cl I cii d c n P, u ti d cl I i cgen offenbar zwischcn diescii bcidcii Siifscrstcri, so t l d f s
die Ccsainintlicit allcr dicscr Bundcl ciitcti I,iclitstrcifcn
( trnnche de ltitnibre) bildct, dcsscii Ilreite, gcnicssvii in
drr lotlirecliteii Ebciie utid wiiikelrccht auf dcr Caliii tlcs
inittlcrcn Bundcls, abiiiiniiit von d c r Grlinzc der Atinospliiirc at1 bis z i m Bcobaclitcr.
Wcnn inn11 ciii Fcrnrohr voii 10 Ccnliinctcr O c f f u u ~ i g
aiif eiiicin '10" iibcr clein Horizont stclicndcn Stern riclitct,
1 ) \?'nriibCr
clns
ricltt cntl,5It.
Eukt.
de I'AcarI.
T . X X Z , pr. 11 p . 833 einen Be-
623
Hr. M o n t i giiy, dafs die voii diesern Sterile ausgeh c n d cn II II t l den v e rs ch i c den c 11 Farb e n en ts preche n d en
so zeigt
lluiitlcl i n 1,000 Meter Abstand von dcm Fcrnrolir liinreiclicnd von cinandcr gctrcnnt siiid , dninit cin Pliiiiiomcn,
wclclics nus deni Durcligang eiiier Luftrvelle durcli eiiis
tlirscr Euiidel cntspriogt, erfolgc, ohuc dnfs die iibrigcn
Cuntlcl glciclizeitig voii dcrsclbeii Welle durclisclinittcii
~ v c I d c n, n i i d folglicli ohne cine iilinliclie Einwirkuiig zu
erfnhtcii. Xuii kaiin cs nber hiiufig gesclielicu, dafs cirie
I A u I t ~ ~ e lilnc dcr W e i s e die Bahn eincs dcr Biindcl trifft,
dnfs dos lctztere an der Vortlcr- oder kiinterfl~clie dcr
Welle, j e iiaclideni these dicliter odcr lockerer als die inngehende Luft ist, cine totnlc Rcflexioii crlcidet, \velcbc
dnsselbc ablerikt und verliiiidcrt in (Ins Augc oder das
Fcrnrohr zii gelnngeii. So wic abcr riiis dcr Farbcnbiindel f e l i l t , In& die Gcsammtbcit dcr ubi,igen iiothrve~idig
ciiic coinpleliieiititre Fnrbc bildcn, trolilvrrstaudc~i i n dcr
Vornussctzuiig , dnfs iiieii niit blofscin h u g c odcr cincin
F e r ii to ti r b co I) ;Icli t c, mc I c 11 es u nz 11I ii 11 g i i t: Ii is t, d i c A u s b r e ituiig dcs Stcriis i u eiii kleincs Spcctruiii ctkciiiicii zu liisSCII.
1)icse tolnlcii Reflcxioncn, dic i i i ciiicin kurzcn Zeitrnuin in grofser Anzalil bei dcii rcrscliicdene~iFarbeobiindelo erfolgeii, rniisseii also die Fnrbe tles Sterns i i i i ~ u s ~ ; e s c t z t vcrii 11d ern.
I)icse Vorgliiige besc1ir:inkcn sicli indrfs keiiicswcgs
nor F a r b e n v c r ~ i ~ i d c r i ~ i i ~ cDic
n . 1,uftrvcllcu , die i n eiiicin
s o wciiig 1)cti~:ichtliclicii Abstaiid voin 13cohclitcr iu dcii
Liclitstrcifcn ciiitrctci,, dal's die Fnrbenbiindel sic11 nnhczu
i n cin ciiizigcs vcrciiiigrii outl sicli i n den 1Jinst:iiiden der
tot nI c i i R e f Ir x io 11 be fi 11den , I) cw i r k c II d a s Vc rs cli w i 11den
des Stcriis odcr w e n i p t e n s cine Schrriicliung seiiies Glanzcs, oliiie die Farbcii zu vcriiutlcrii.
Dick ist dns Wesciitliclic der r o i l Hrn. M o n t i g n y
;iiifgestclltcii Tlieorie. Sie lint, wie iiiaii siclit, init dcr
A r n g o ' s c l i e n das gemeiii, dafs sie das Fuulrcln hcrleitet
voii dvin uiinufliiirlichen Durcbgnug verscliicden dicliter
Luftwellen durcli die Bahn dcs voin Sterile ausgesandtcn
6'2.1
.
Lichts und voii dein durch diese Welleri lierheigefulirteii
a b tv echsc I11d cii Verscli w i 11d eii ei 11zel nc r o dc r a II e r F a r b en,
welclie diescs Liclit zusainmeiisetzen.
Nur erkliirt Hr.
A r n g o das besagtc Verscliwiiideti durch Ititerfereiizen,
wtlireiid Hr. R I ontigiiy die Ursache in totalen Reflexioncn suclrt.
Die i\/liiglichkeit solchcr Keflcxionca an deli GtiiiizflPclicii ungleich dicliter Luftproportioneii kaoii iiicllt geliiugnet wcrden; daraus entsteheii j a die Plittiomene dcr Kiinmuiig. Hr. M o n t i g n y Iiat versuclit, sic auf cine andere
Art iiachzuwciseii. Er hat Iieifse Luftstriiine kuiiatlicli im
Iunern des voii eiiiern Soiirieumikroskop ausgchenden Liclitkegels erzeugt, uud d a m gesehen, dnfs sicli die tufseren
Rsiidcr diescs Stroiiis auf dein das I i c h t auffaiigcndcii
Scliiriii iiiit iuelir Glaiiz abzeichiico als die benacbbartcn,
besonders die nacli Innen liegcnden Tlieile, uiid e r zcigt,
dnfs dicscr crhiihtc Glatiz n u r herriiliren liiiiiiic voii deli
StrnlileiiJ die, deli Stroin sclir iiahc bei denselbcn Riiuderii
clurclidringcnd, durch zwei sricccssivc l3rechungen nach auk e n abgclenkt werden. Eudiich eriiiiiert e r daraii, dafs
e I' , be i i n 13e o ba cli ten en t fe r 11te r i r d is cher C, egens t ii ii d e d 11rch
ei ii F ernro 11 r, zuw ei Ieii g e w iss e T 11 ei Ic: dies er Geg c II st iin d e
unter dein Einflufs v o i Luftwcllen inomentail Iiabc verschwi~idcngesehcii und erkllirt aucli dieses PhPiioineii durch
das Yi,iiicip dcr totaleii Reflexioiieii I ) .
R'ach Auseinandersetzuiig seincr Tlieorie priift Hr. M 0 11 t i g n y die Folgerungcn aus dcrselbeii und vergleiclit sie
init den Tliatsnclien. Folgendes sind die haupts~cliliclisteii
Vcrglcichc.
1. Die den brcchbarsten Stralilen zugehilrigen Farbeii
11 el1 iii en i 11 sgem ei 11 i ii d e in d urch D i s 11 ers i o ii en ts ta 11 d cii cin
Spectrum ciiic griifsere Strccke ein als dic iibrigcii. Man
darf also aiiiieliincii, dafs i i i dein besngtcii Liclitslrcifcrl
die Gcsniniiitlicit der brcclibarsteri 13iiiidel melir Raum cinneliine a l s dic der iibrigen, mid dafs somit fur die AblenI ) Sielre
clcn Berirlat iibcr
Buicrt.(A? i-Aclld, T.
die dime neobnchiung cntllaltmde Arb& in
xxi, pt. r, p. 60.
kung der crsteren durch totnle Heflcxioneii inehr Walirsclieinliclikeit vorliaiidcn sey. Ueberdiefs siiid, eben weil
diese Bundel am brechbarsteri sirid, die GrGnzen des Eiafallswinkels, zwischen welclien sic diese Reflexioiien erleiden iniisseii, weiiiger e i n g e s c h r ~ u k t , uiid folglich miissen
in dcin Spectrum des Sterns, wclclies iiian durcli ein init
Prisina vcrschencs Fernrobr crhiilt, die violctte und die
blaue Farhc am IiZufgsten verschwiuden, was, wie mail gew h e n , wirklicli der FnU ist. Aus ebcn dein Grunde erscheinen bci deiu durch Hrn. M on t i g n y abgeanderten
Vcrsuche X i c l i o l s o n ' s die uhrigen Farben vorwaltend.
Hr. M o II t i g n y fiigt liier cine wcsentliclie Bcincrkuiig
hinzu: nach A r a g 0 wird, wenn iiur ein Zwanzigstcl der
das wcifsc Licht zusainmeiisctzeiideii Farhen verschwindet,
der Rest schou cine incrkliche coinplcmentare F a r b e zeig e t ] ; es hrnucl~talso, dainit sicli eiii Stern beiiii Fuakeln
farbe, i i u r cin kleiner Thcil dcr Runtlel dcs 1,ichtstreifens
durcli totnle Heflexion abgclcnkt zu werdcn.
2. Wenn inaii, wie es TU' i c h o Is o n gleiclifalls getlian,
das Ocular des Fcrnrohrs aus dcin Brenapunkt zicht, so
dafs das Riltl des fuiikclndeii Steriies i n eine Scheihe von
gewisscin 1)urcliinesser ver~vandclt wird, so crfolgt das
Auftretcn jeder F a r b e uicht iasta~tta~iin der ganzen Ausdelinung der Scheibe, sondcrii a n vcrscliietlencn Stclleu derselben in gesondcrte~i Zeit-Intervallcn,
Hr. Moil t i g n y
erklart dieses Ph~uornen, indcin e r bcinerkt, dafs, wenn
blofs citi Thcil cines der Farbenbundcl des Lichtstreifens
durch Reflexion abgeleiikt wird, die abgclenkten Strahlcn
auch iiur cincn Rlangel i n einew Theil dcr hesagten Scheibe
herrorbringen, dafs dnnn diescr TIiciL sich folglich init dcr
coinpleinentareu F a r b e bekleidcn rnufs, wallrend der Kest
der Schcibe eiue andere Farbe hat.
3. Uiejenigeu Strahlen, welclie den totalen Reflexioiren
entsclilupfeii , erleiken nothwcndig, beiin Durcligang durcli
die Luftwellen, Refractionswirkungen, welche sie um bleirie
Gri)Tsen ablenken, woraus folgt, dafs die BiIder der Sterne
o f t wahrend ihres Fuukelns kleiue schwankende BewcgunPoggendorff's Annal. Bd. XCVIII.
40
626
gen erleiden mlissen. Zur Stiitte dieser Folgeruiig aus
seiner Theorie citirt Hr. M o n t i g 11 y Stellen ails inehreii
Autoren; ubrigens wird die Thatsaclie aurser Zweifel gesetzt durch die transversaleu Zitterungen, die sicli in dem
Spectrum eiiies funkelnden Sterns, das inaii durch ein init
Prisma versehenes Fernrohr erhalt, wahrnehmen lassen, w ic
eiiigangs dieses Berichtes gesagt worden ist.
4. Indcfs giebt es eineii 1i:iufig vorkommenden Fall,
wo das Bild eiiies Sternes beim Funkeln unbeweglicli blribt,
iiamlich, wenn die Luftwelle cine solclie ist, dnfs die beiden Tlieile ihrer Oberfltrche, durch welclie die der totalen
Reflex ion en tschl up fenden Lich t s t ralilen ei n- und aust re t eii,
uuter sich n i i r eineu kleinen Winkel bildeii; denn hlar
ist, dafs dann die Strahlen iiur uin eiiie unmerkliclie W i n kelgriirse abgelenkt seyii werden. In der T h a t lelirt dic
Heohachtung, d d s das Funkelu nicht irnmcr init ciiicm
Scliwahkcn des Gestirns verkniipft is€.
5. Da der von allcin Farbenbiindcln gcbildete Lichtstrcif desto mehr ausgebreitet ist, als das Liclit srlrirfcr
in die Atinosphare eindringt, u i i d da die Zdil der durch
den Liclitstreif gehetiden I,uftwellen iiiit dieser A\isbrritung
zuiiiinint, so folgt, ddrs dic Sterne desto inclir fuiikeln
inussen als sic dein Horizout iizher steheii, uud diesr Folgeriing wird von der Erfalirung bestgtigt.
G . Man weirs, dars die Planeten, init Aiisiialiine voii
Venus uiid Merkur, haum oder gar nirlit funkeln. D e n
Grund hiervon findet Hr. M o 11 t i g 11J - , wie A r a g o , in dein
sclieinbaren Durchmesser dieser Gestiriie, indein im Allgetneinrii zwischen dein Funkcln. der von einaiider ctwns
cutfernten Ponkte d e r Planetcnsrlicibe kcine ilebcwinstimmung stattfndcn killin, da die von dicsen Punhten ausgeheiiden Strahleii durcli incrklirh verscliiedeiie Luftportiolien geheu.
7. Da sehr kleiiie Sterile, Sterne siebenter Griifse,
n u r einen sehr scliwachen Glanz liabeii, so begreift man,
dais ihr Licht, weiiii es norb durch totnle Reflexion eines
Tbeils d e r datin vorlrandenen Farbenstrahlen geschwaclit
627
wordeii, iiicht f#hig ist, auf der Netzhaut eiiien deutlicheii
Fa rb e ii - Ei nd r 11 ck he rv o rzub ri ogen , u II d d a Fs ni a ti den1iiach
die Farbe solclicr klcinen Sterrie iiicbt sich veraiiderii seberi iiiuFs, was aucli die Beobaclitung bestatigt.
8. I)as erstc der Arago’sclien Sciotillometer scheint
eiiie notliwendige Abliiiogigkeit zwischeil den] Fuiikelii und
den Intcrferenzen zu hedingen. Indefs crklart Hr. M o n t i giiy das Wieder-Ersclieitien des Lichtpuoktes im Mittelpuiikt des Bildes auf eiiie iiatiirliclie W c i s e , indem er bemerkt, dais wenn eiiie lJuftwelle beim Durcligeben durch
dcn Liclitstreif eineii Tlieil der Strableii, die deii Harid
des I)iaphrnginas erreiclit habcii wiirden, durcli totale Reflenioii a l l e n k t , dicse soinit BUS dein Feriirohr abgelenkten
Strahlen tiicht inelir diejenigen durch Iiiterfereiiz auslascheu
kiiuiicn , welclie direct in das Objectiv eindringen.
9. Nocli stellt sich d c r neuen Theorie ein Eiiiwurf
entgegeu, eiitlehtit vom l’h~i~oinender Kirnmung. 10 seiner ,eiiifachsteii F o r m bestelit diels Phanoiuen weseutlicb
in einer sclieinbareii Verdoppeluiig des Gegenstandes, voii
dein das eiue Bild direct uiid das andere nach totaler Keflexion an eitier weniger dichteii Luftschicht geseheii wird.
Sollte nun niclit dasselbe bei deli Steriieii stattfiiiden ?
Weiiii eins der Farbenbiiiidel oder die Gesammtlieit derselben durcli totale Keflenion so abgeleiikt merden katin,
dafs tiiclits davon tnehr in das Auge oder das Fernrohr
gelangt, inufs dano niclit bisweilen eius der Biilidel oder
die Gesainmtheit derselheii, obwolil iiicht gegeti das Auge
oder das Fcrnrolir gerichtet, durcli totale Reflexion dahin
gesa~idtwerden und soiiiit eiti zweites Bild von dem Stcriie
sclieu Insscn? O d e r vielmehr, kanii es nicht gescliehen,
dnls die durcli eiiie erstc totale Reflexion abgelenkten
Strahlen durch einc zweite Reflexion dieser A r t wieder zu
dem Beobaclitcr gefiilirt werdeo? Dieser Eiiiwurf hat aber
wenig auf sich, weiin man erwagt, dafs, wegen der Kleinlieit des Winkeldurchmessers der Sterue, die 33ildung eiiies
zmeiten Bildes durch Reflexion erfordern w urde, dafs diese
Reflexion an einer vollkommen ebeuen F l l c h e geschalie,
40 *
628
eiiic Bediugung , melcher die Oberflliche einer Luftwelle
offeii ha r ii ur durcli ei lien fast unmiigl ichcn Zii fa1 I geri iigeii
libiiiite; denii es ist cinleuchtend, dnfs diese Oberflaclien
sehr unregelmlfsig seyn niiissen, d a b demiiach das voii
ihiien ip Gesarnmtheit reflectirte Licht sehr unregelnMsig
zerstreut wcrden inufs, und folglich unflliig ist, im Augc
ein mahriiehmbares Bild voin Lichtpunkt hervorzuhringen.
N a n sieht, die Theorie des H r n . M o i l t i g n y giebt ebenso g u t wie die voii A r a g o Rechenschaft von den allgeineineii Charakteren des Funkeliis und von den eiiizeliien
Tliatsachcii; n u r scbeint uiis, dafs d e r Eiiiwurf unter (9.)
eine weitere Priifung verdiene. W i r gebeii gcrii zu, dafs
atis einer totalen Reflexion, und iini so melir a m zwei dergleiclieii snccessiven Hefiexionen an eiiier Luftwelle lieiii
scharfes Bild vow Sterile hervorgelien hiiniie; alleiu i n dein
Fall, w o durch cine zicmlicli nahe heirn Reobachter erfolgentle Reflexion die Gesaininthcit d e r voii einem sehr gliinzendeii Stern herkornmendeii Farbenbiindel gegen ibn zuriickgefiihrt werden, solltc er da nicht, in eiiier gewisseii
Entferiiuiig voin Stern, wenigstcns cine Spur voii verzerrtein Bilde, einen voriibergehcndeii Schcin erblickeii?
Es blcibt fcrneren 13eobachtuiigen Uberlasscii, zwischen
beidcn Theorieii zu entscheiden, wid wir sclilageu hier eiiie
IVIetliotle vor, welche uns zu diescm Zwcck geeigiiet'scheiut.
W r n n es sicli uin eiiieii iiahe heim Zenith steheudcn S t e r n
haiidelt, w o Refraction und Dispersion in der Atiiiosphare
iinmerklich siiid, wcrdcii alle den Lichtstreif zusamiiiensetzeiiden Farbenbundel sich zii eiiiem einzigen vereinigeii
uiid folglich weifses Licht bilden. Hiernach ki)nnen, der
Theorie des Hrn. M o ii t i g n y zufolgc, die durch die Luftivellen bewirkten totalen Keflexioncii bei eineiii solclien
Ste r n i i u r GI aiizver 511de r 11118en, o h n e Fa r b ~ I I eVr l n d eruiigeii
hervorbriiigcn.
Bei der Tlieorie voii A r a g o d a g t g e n
giebt es keincn G r u n d , waruin deiii so seyn sollte. Urn
den W e r t h beider Tlieorien zii verglcichen, braucht mail
also nur an funkclndcn Stcriteii, die wcnig voin Zenith abstehen, Beobachtungeii aiiziistellen.
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