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Berichtigung der Schlussworte des Herrn E. Edlund 4ber das telegraphische Gegensprechen

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basischen und sauren Eigenschaften der geiniscliten L~)suogen zuriickgefiihrt werden iniifste, wie diefs 2. B. bei der
schwarzen U n t e der Fall ist, wo sich eirie organisclie
Siiure mit eirier anorganischen Basis verbindet. Sollte sich
niiu aber auch wirklich nach langerem Steheii der lPIischuug
durch irgend welche Eiuwirkung (etwa durch Verduustuug
des Ldscmittels) ein Niederschlag bilden, so ware diefs
noch kein Argument gegeu die Beweiskraft des Versuchs,
da es hierbei nur darauf ankomiiit, ob die unnciltelbar bei
der Mischung stnttfiudeuden Farbcnveranderuugen aus eheinisclien oder physikalischen Principien erklart werdcu miisseu.
XXI. Berichdgung cler SchluJJrvortz cles Ilcrrrr
E. E d l u ri (1 iiber d u s telcgrtyhisclie Gcgewsprccheri; von W . S i e m e n s .
H r . E d I u II d halt meiner u Beantwortung seiiier u Bernerkungen a gegenuber, drei seiiier Angriffspunkte aufreclit
wid zwiiigt mich dadurch uud noch mehr durch den abfertigenden Tan seiiier Schlufsworte zu einer kurzen aber
hoffentlicb verstlndlichen Berichtigung.
Obschou ich Hrn. E d I un d zugegebeu habe, dafs Gleichgewichtsspiralen von geringerem Widerstaude wie dem dcr
Leitung in maucher Hinsicht vortheilhafter sind uud wiederholt angefiibrt babe, dafs H a l s k e und ich uur auf Gruud
gemacbter vergleichender Versuche von unserer urspriinglichen Construction, bei welcher wir Gleichgewichtsstrdmc
von grofserer Starke benutzten , spgter abgewichen siud,
bemilht sich Hr. E d l u n d abermals die Vorziige derselbeu
hervonuheben. Ich fiihrte in meiner Beantwortungr anl
dafs der estra-current der Maguetspiralen, dic, auch bei
langen oberirdiscben Leitungen auftretenden, Laduugsstrthne
wid die stets mehr oder weiiiger unvollkommue 1soIirui)g
,t
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der Drtihte bei der theoretiscben Vergleichung beider Constructionen in Betracht gezogen werden mlifsten, und erkllirte, dafs die Frage zu complicirt sey um auf andere
Weise als durch vergleicheode Versuche entschieden werden zu kbonen. Herr E d l u n d berlicksichtigt in seinen
y Scblufsworten m
nur den Einwand der unvollstandigen
€sohung der Leitungen, giebt zwar zu, d a b sie den Nachtheil grofser Gleicbgewichtsspiralen zurn Theil compensirte,
behauptet aber, dab sie auf den dortigen Linien nur goring sep, und belehrt micb, dafs man die Erscheinungen
des galvanischen Stromes hinreichend kenne, urn die Wirkungen verschiedener Spiralen im Voraus berechnen zu
kbnnen.
Da Hr. E d l u n d nur einen der von mir angefiihrten
Grunde beriicksichtigt hat, und da gerade die unvollkommene Isolirung der Leitungen und die mit ihr zusanrmeiihlingenden Uebergaogsstrbme von einer Leitung zur ailderen nebst dem nachtheiligen Einflusse des estra-currents
die allgemeinere Benutzung des Gegen- wie des Doppelsprechens vereitelt haben, so hat die Frage ob ein grirfserer oder geringerer Gleichgewichtswiderstand zweckmafsiger ist augenblicblich kein practisches Interesse mehr und
es lohnt sich nicht der Mlihe eiugehendere Recbnungen
dariiber anzustellen.
Hr. E d 1 u n d ist damit einverstanden, dafs man bei Gleichgewichtsspiralen voo geringerem Widerstande die Kette
verstarken miisse urn den Linienstrom eben so stark zu
machen wie im auderen Falle. Er nennt diese Verstlirkung unbedeutend. Ich behanptete, sie wkomme mehr in
Betrachtn, weon die Isolation der Leitung schlecht sey.
Hr. E d l u n d sagt, es sey ibrn unm6glicb einzusehen, was
ich dainit habe sagen wolleu. Geht die Halfte des Stroines durch Nebeuschliefsungen verloren, so mufs die Kette
doppelt so stark werden, damit der ankommende Strom
die nbthige Stsrbe bekommt. Mufste mau bei gut isolirteu Leitungen daber z. B. die Kette urn 10 Zelleii vergriifsern , wenn man GleichgewiclitsdrZlhte von geringerem
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Widerstande benutztc, so mufs man sie urn 20 vergrfifsern,
wenn die Hllfte des Stromes verloren geht. Da nun ein
Mehrverbrauch von 20 Zellen mebr in Betracht kommt, wie
eill Mehrverbrauch von 10 Zellen, SO kann die Ricbtigkeit
meiner Behauptung wohl nicht in Abrede gestellt werden.
Uebrigens wird die Zahl 20 noch vergrfifsert, wenn man
den Widerstand der hinzugesetzteu Zellen berucksichtigt.
Hr. E d l u n d giebt mir schliefslich den Ratb, seine
Rechnung, welche beweisen soll, dafs die durch die Polarisation der Kette herbeigefuhrte Schwfchung des Linienstromes durch die Verstfrkung des Stromes der Kette nicht
vermehrt wurde, noch einmai durchzulesen und hofft, dafs
ich sie dann verstehen wiirde.
Ich bediente mich des Ausdrucks, sic sey mir unverstludlich geblieben nur deshalb, weil ich glaubte, Hr. E d l u n d habe den in derselben begangenen Fehler nur liberseheu und es sey genijgend ihn darauf aufmerksain zu
machen. Da er aber die Richtigkeit seiner Rechnung wiederholt aufrecht crhalt und behauptet, die meinige beweise
nur seine Voraussetzung, so kann ich ein niiheres Eingehen
a d die vorliegende, sehr einfache physikalische Frage nicht
ferner vermeiden.
Der Strom einer unconstanten Kette theilt sich iii zwei
Zweige, von denen der eine die Leitong, der andere einen
Zweigdraht durchlluft. Dieser Zweigdralit hat in dem einen
der beiden betracbteten Falle gleichen Widerstand wie die
Leitung, im anderen einen hedeutend geringeren. Die Kette
ist im zweiten Falle um so vie1 verstarkt, dafs der unfungliche Linienstrom eben so grofs ist wie im ersten Falle.
Hr. E d l u n d will nun durch seine Rechnung beweisen,
dafs die Schw2chung des Linienstroms durch die Polarisation der Kette in beiden Fallen ganz gleich sey, obgleich
die Polarisation proportional dem Strome der Kette, mithin im zweiten Falle weit gr8fser sey wie iin ersteren. E r
sagt in seinen '~Bernerkungenm Bd. VIII, S. 636:
1st der Widerstand der Nebeiischliefsung dein der
ganzen Linie gleich, so geht die Hflfte des Stromes zur
JJ
636
nllchsten Station fiber. W i r kannen mitbin den ganzen
Strom mit zwei und jeden seiner beiden Theile mit 1 bezeichnen. W i r d die Polarisation der Kette mit 2 p bezeichnet, so wird dadurch in dem nach der entfernten Station
gehenden Strome eine SchwPcbung eneugt, die gleich p
iste etc.
In * diesem e gleich p liegt der Irrthum der Recbnung. Die
Schwachung ist nicht gleich p , sondern proportional 2 p .
1st also im zweiten Falle die Polarisation gleich 2 n p , wie
Hr. E d l u n d annimmt, so verhalten sich die Stromsehwachungen in beiden Fallen wie 2 p : 2 n p , mithin wie 1: n
oder wie die Stromstarken der Kette.
Da diese, von mir in meinen UBemerkungenn scbon
ausgefiihrte Rechnung Hrn. E d l u n d nicht von der Unrichtigkeit der seinigen tibeneugt hat, so will ich das gesucbte Verhlltnifs der StromschwPchungen noch in einer
allgemeineren Form entwickeln.
Es sey s und s‘ die anftingliche und endlicbe Stromsttirke in dem einen, 8 und 8’’ dieselbe im zweiten Falle,
so ist
a-s’
-a” das gesuchte Verhaltnils der Stromschwachungen.
s
Besteht nun die Kette iin ersteu Falle am n , im zweiten
aus m Zellen, von denen jede die elektromotorische Kraft e
hatte; wird ferner der Widerstand der Leitung, des Zweigdrahtes und der Kette in einem Falle mit 2, w und W, im
zweiten mit w, w’ und W ,ferner die Polarisation einer Zelle
jeder Kette mit p und p’ bezeichnet, so ist:
W
s= ne-I w f l W
= n e W und
fWW
W’
-me
s=me--;lw+Iw+ww-
W’
woraus n W = m W ,ferner
s’ =(ne - n p ) W
s”=(me-mw) W and
Die Stromschwiichungen verhalten sich daher wie die
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Polarisaiion gleicher Zellensahlen der Benuisten Krtlen oder
wie die endlichen Stramktarken der Kelten.
Vielleicht hat lir. E d l u n d durcli 2 p uud 2 n p niclit
die Polarisationeu sdbat, sondern die fiir sie zu substituirenden, gleicbe Stromschwirchungen eneugenden , Gegeiistrihne bezeiehnen wollen, ohne zu bedeokeo, dafs diesel ben in SchlieGungsb6gen von verschiedenem Widerstande auftreten, aich mithin umgekehrt wie die Quadrate
derselben verbalten.
XXU. Stereoskop niit bewegh'chen Bildern.
Hr. J. G. H a l s k e , mit Hrn. W. S i e m e n s Griinder uud
Besitzer der durch ihre grofsartigen Leistungen riihtnlichst
bekannten Telegraplienbau- Anstalt hicselbst, hat mir klirzlich eine stereoskoyische Zeichnung von seiiicr Erfinduiig
iibergeben, die einen W e g erilffnet, wclcher, weitcr vcrfolgt, gewifs noch zu mancher Anweudiing voii iiberraschender Wirkung flihren wird. Sie besck+tlnkt sich bis
jetzt nur auf einen einfachen Fall, zeigt aber deutlicli wie
man zu verfahren habc, urn von einem einzigeu Paar Figuren , deren Theile die gehilrige Verschiebbarkeit besitzen,
sowohl ein vertieftes als ein erhobenes stereoskopisches
Bild zu erhalten, und den Uebergang von dem einen zum
andern beobachten zu kilnnen.
Bekanntlich erhslt man von einem Figurenpaar, wie
das No. 1, weun man es in das Stereoskop bringt, oder
Poggesdorfl's Annil. Bd. C.
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