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Berichtigung zu dem Vortrage von Prof. Dr. H

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310
[
Die chemische Industrie, Ruckblicke und Ausblicke
____
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_ _ _ _ ~
Den Ausfhhrungen S e 1 i g s o h n s schloB sich der KongreB
an und lehnte die vorstehenden Antrage mit groBer Stimnienmehrheit ab.
Der zwcite Verhandlungstag brachte den wichtigsten Punkt der
Tagung zur Erorterung, niimlich die P a t e n t g e r i c h t s b a r k e i t , d. h. die bereits auf dem Augsburger KongreB vielbesprochene
R a g e der Mitwirkung technischer Sachverstandiger als Beisitzer im
Richterkollegium zur Entscheidung von Streitigkeiten auf technischem
Gebiet. Priisident Dr. G u g g e n h e i m e r berichtete eingehend
iiber diese Frage. Sach den Augsburger Beschliissen sollen die Gerichte das Recht hsben, technische Richter zuzuziehen. -Die Schwierigkeiten, solche ge,eignete Personlichkeiten zu finden, werde man
schon iiberwinden, wcnn man sich nicht nur auf Hochschulprofessoren
beschranke. Als Gegenherichterstatter vertrat Justizrat 9x s t e r,,
Berlin, den Standpunkt, daB die bei den groBeren Gerichten bestellten Speziallrammern vollig ausreichend seien. Durch Zuziehung
der Techniker als Richter werde keine Verbesserung bewirkt, sondern
nur Verwirrung hervorgerufen.
Patentanwalt H c r s e , Berlin, verlangte die Zentralisierung
der Patentrechtsprechung beim Patentamt in Berlin, da durch den
Vorschlag G u g g e n h e i m e r den bestehenden REBstanden nur
unvollkommen abgeholfen wiirde. Der Erfinder leide sehr tinter dem
langwierigen Verlauf der Prozesse und den dadurch entstehenden
grol3en Kosten. H e r s e befiirwort,et daher die Bildung von Richterkammern beim Berliner Patentamt, die nicht nur iiber Nichtigkeits-,
und Zwangslizenzklagen, sondern auch uber Verletzungsklagen zu
befinden hatten. Das Reichsgericht solle dann als Revisionsinstanz
dienen. Gegen eine solche Zentralisierung sprach sich der KongreB
unter anderem auch aus politischen Griinden aus, die allein schon
eine Ausfiihrung des Vorechlages unmoglich machen. Der Antrag
G u g g e n h e i m e r wurde dagegen mit groBer Stimmenmehrheit
angenommen. Er lautet:
,,Ohm oder auf Antrag der Parteien kann das Gericht zwei
technische Sachverstkndige bei Streitigkeiten des gewerblichen Rechtsschutzes als Beisitzer in das Richterkollegium zuziehen, die a n der
Beratung und Abstinimung teilnehmen. Die Zuziehung mu6 erfolgen,
wenn beide Parteien dieses beantragen. Die Auswahl erfolgt mit
Riicksicht auf die besondere Sachkunde durch das Gericht aus einer
aufzustellendcn Liste dieser Sachverstandigen.
Als ndchster Punkt der Tagesordnung war die R e f o r m d e s
W a r e n z e i c.h c n r e c h t s angesetzt worden. Als Referent
sprach zuniichst Professor Dr. 0 s t e r r i e t h , der folgende Antrage einbrachtc:
1. ,,Jade ordnungsinaDig angenieldete Marke ist ohne Priifung
rinzutragen.
2. Eine Loschung kann jederzeit durch eine Klage bei dem Patentamt herbeigefiihrt werden.
3. Alle Anfechtungegriinde konnen mit Wirkung von den Partcien
'or den ordentlichcn Gerichten geltend gemacht werden. ''
Er begriindete dieselbe rnit den groden technischen Schwierigkeiten, die die Priifung der enormen Zahl der angemeldeten Zeichen
verursacht und fast unmoglich macht. Rechtsanwalt A 1 f r e d
R o s e n t h a 1 , Hamburg, erstattete das Gegenreferat und brachte
mehrere Antrage ein, gemaB denen die Priifung der Zeichen beizubehalten ist.
Nach einer sehr lebhaften interessanten Debatte sprach sich der
KongreB f u r d i e B e i b e h a l t u n g d e r P r i i f u n g d e r
Z e i c h e n aus, da sie erst durch eine sorgfaltige Priifung Wert erhalten. Der KongreB lehnt daher den ersten Antrag 0 s t e r r i e t h
a b und iiberwies den zweiten und dritten ebenso wie die Antrage
R o s e n t h a 1 an die Warenzeichenkommission als Material zur
weiteren Bearbeitung.
Die SchluBsitzung des Kongresses beschaftigte sich rnit dem
i n t e r n a t i o n a 1 e n R e c h t s s c h u t z und den beiden M a
d r i d e r A b k o m ni e n , wozu Rechtsanwalt Dr. H e r m a n n
I s a y , Berlin, Bcricht erstattete. Das einc Madrider Abkommen
betrifft die internationale Markeneintragung. Es sind ihm bis jetzt
16 Staaten beigetreten. Dieses Abkommen hat den groBen Vorteil,
daB durch Eintragung einer Markc bei dem Berner Bureau sie zu
gleicher Zeit in allen 16 S t a a t m als eingetragen oder angemeldet gilt..
Der Beitritt Deutschlands ist schon lange der Wunsch der Industrie
(siehe diese Zeitschrift 11, 1919, S. 609 und Gewerblichcr Rechtsschutz und Urheberrecht 1919, S. 216, linke Spalte oben).
Das zweite Abkommen betrifft die Unterdruckung falscher Herkunftsbezeichnungen. Bekanntlich enthalt ja bereits der Versailler
Vertrag Bestimmuiigen hieriiber. Art. 275 legt Deutschland die Verpflichtung auf, unter Bedingung der Gegenseitigkeit die auslandischen
Gcsetze und gerichtlichen Entscheidungen anzuerkennen, die f i i r
Weine und Spirituosen das Recht einer ortlichen Herkunftsbezeichnung festsetzen. Deutschland wird hierdurch quasi zum Beitritt
a n das Madrider Abkommen vom 14./4. 1691 gezwungen (siehe
diese Zeitschrift 1919, I, S. 177). E s handelt sich hierbei hauptsachlich um die Bezeichnungen ,,Cognac" und ,,Chanipagner'', .die
in Deutschland liingere Zeit als Gattungsnamen gelten, nach franziisischer Auffassung jedoch Herkunftsbezeichnungen sind.
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Zeitschrift fur
angrwa~~dce
Ctiemie
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Der KongreS empfahl einstimmig den baldmoglichsten Beitritt
Deutschlands zu diesen beiden Abkommen.
Hiermit war die Tagesoi dnung dcs Kongresses erschopft.
Jeder Teilnehmer wird sicber das BewuBtsein mit nach Hause
genommen haben, daB der Zweck des Kongresses voll und ganz erreicht worden ist. Die Beschliisse und Verhandlungen dieser Tagung
werden die Basis bilden fiir weitere Aibeiten, die auf dem Gebiete
des gewerblichen Rechtsschutzes gerade jetzt, nach dem Kriege
unbedingt weiter gefiihrt werden miissen.
Nachdem der Vorsitzende Professor Dr. E. K 1 o e p p e 1 die
Sitzung geschlossen hatte, dankte ihm Geheimrat W i 1 d h a g e n ,
Leipzig, im Namen der Versammlung mit herzlichen Worten f i i r die
vortreffliche Leitung.
Mit Riicksicht auf die Zeitverhaltnisse war von groBeren Festlichkeiten und der Tcilnahme von Damen hierbei abgesehen worden.
Es fand lediglich am Abend vor dem Beginn des Kongresses ein
zwangloses Zusammensein in der ,,Deutechen Gesellschaft" und am
Donnerstag abend ein gemeinsanies Abendessen im LandwehrOffizierskasino, Charlottenburg, statt, das einen sehr wiirdigen und
schonen Verlauf nahm, so daB auch in dieser Richtung die Berliner
Tagung den Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird.
[Art. 230.1
I
Berichtigung
zu dern Vortrage von Prof. Dr. H. Goldschmidt:
,,Die chemische Industiie, Ruckblicke und Au&licke"l)
In diesem Vortrage findet sich der Absatz:
,,Das K n a 1 I q u e c k s i 1 b e r, als Initialziinder friiher ununiganglich, wurde durch Arbeiten von C u r t i u s dwch Azide
ersetzt. Es gab eine Zeit im Kriege, in der es schien,
als miiBten 'auch die Thermometer auf den Altar des Vaterlandes
geopfert werden. Die praktische Einiiihrung des Bleiazids in die
Technik wurde zuerst durch M a t t e r bewerkstelligt."
Durch die langc Rcihe meiner Abhandlungen iiber Initialziindung, Fulminate und Azide z), sowie dwch meinen allgemeinen
Vortrag auf der Stettiner Haupt.t~ersammlung unseres Vereins
,,Utter ~ ~ ~ ~ ~ u Z 3,z hatte
~ ~ ~Herr
, ~G~o g1 d's c' h m i d t wohl rneinc n
Anteil an der Einfiihtung der Schwermetalkzrde i n die Ttchnik
kennen konnen.
Auch die ausgedehnte Literatur cler Explosivstoffchemie und
ihrer Lehrbiicher des letzten Jahrzchnts, noch jiingst der folgende
Satz in den1 Nachruf iiber W i 1 h e 1 m W i 1 1 Ton F. L e n z e4):
,,Elst 12 Jahre spater sind dic Arbeitcn iiber die Azide von
W o h 1 e r und M a r t i n ohne Kenntnis unserer friiheren Untersuchungen und Versuche wirder aufgenommen worden und
haben zu der Einfiihrung des Bleiazids in die Sprengkapselindustrie gefiihrt ",
hatten Herrn G o 1 d s c h m i d t iiber seinen Irrtum belehren konnen.
Trotzdem findrt sich in dam Diekussionsbericht des Vortrages
von E g g e r t und S c h i m a n k auf der Berliner Hauptversammlung
der deutscben Bunsengesellschaft 1917, der Herr G o 1 d s c h m i d t ,
iibrigens auch Herr M a t t e r, und ich beiwohnten, folgender
Passus 6 ) :
,,Herr H. G o 1 d s c h m i d t - Essen: Darf ich kurz berich-.
tigend bemerken: das Silberazid stammt nicht von S t e t t b a c h e r , sondern von Dipl.-@g. M a t t e r.
Herr L. W 6 h 1 e r , Darnistadt: Das Silberazid ist natiirlich
von C u r t i u s aufgcfunden wordcn. Seine Verwendung aber
als Initialziinder stammt nicht von Herrn M a t t e r , sondern
von mir, und Herr M a t t e r .hat als seine Diplomarbrit unter
meiner Leitung nur Versuche dariiber auegefiihrt, so daB ich das
kleine Verdienst wobl fur mich in Anspruch nthmtii darf". usw.
Herr G o 1 d s c h m i d t entschuldigte nach dieser Diskussion
im Privatgesprach seinen Irrtum damit, daB er die erwahnten Tatsachen nicht besscr gekannt hatte.
Wenn nun dieser damals entschuldbare Irrtum des Herrn G o I d s c h ni i cl t cin zweites Ma1 in offentlichem Vortrage von ihm
entgcgen besserer Kenntnis unter gef1issent.licher Unterdriickung
meines Anteifs beganpen wird, und trotz meiner vo-argrganget en
dahingehenden miindl'chen Berichtigung unverandert gemuckt
wird, so mogen daiiir wohl Beweggriinde maagebend gewesen sein,
l) Angew. Chem. 33, 257 [1920].
z, Engl. Patent 21 065 [1900]; D. R. P. 196 824 [l907]; Ber. 38,
1345 - mit Theodorovits -; 1351 [1905]; 40, 2045 [1913] - rnit
K r u p k 0 ; 50, 586 [I9171 - mit M a r t i n ; Zeitsc hr. f. SchieB- u.
Sprengstoffw. 2, 181 [1907); ebenda 203, 244, 265 - mit M a t t e r ;
12, 1, 18, 39, 53, 74 [1917] - mit M a r t i n ; Angew. Chem. 30,
33 [1917] - rnit M a r t i n.
3) Angew. Chem. 21, 2089 [1911].
*) Angew. Chem.. 33, 101 [1920].
5 , Z. f. Elektrochem. 23, 192 [1917].
Aufsatztail
33. Jatiryang L9M1
___
--
die einem objektiven Berichterstatter iiber chemisch-geschichtliche
Tatsachrn bisher fremd zu sein pflegten.
Dicse Tatsachen sind vielmehr folgende: Herr C u r t i u s hat
bekanntlich die Azid,e entdeckt und beschiieben. In unveroffentlicht
gebliebenen Untersuchungen haben dann im Jahre 1893 nach den
Gthtimakttn des PreuD. Kriegsministeriums auf C u r t i u s' Anregung W i 1 1 und L e n z e Versuche iiber die technische Verwendbarkeit dieser Azide angcstellt und auch bereits ihre Initialwirkung
erkannt, wenn auch nicht ihre groDen Vorziige vor Knallquecksilber, da die Versuche vorzeitig abgebrochen wurden. 1907 habe
ich alsdann dcn damaligen Studierenden des Karlsruher Chemischen
Instituts M a t t e r als Thema seiner Diplomarbeit Versuche iiber
InitialziinZer ausfuhrc n lassen, niit welchem Gegenstande ich nach
obengenannter Literatur bereits viele Jahre vorher mich beschaftigt
hatte. Dabei mul3ten unter den anderen in Betracht konimenden
Explosivstoffen naturgemiiD auch die Azide in den Kreis der Betrachtungen gezogen weiden, wobei ihre Initialwirkung neben derjenigen
mancher anderer Explosivstoffe neu erkannt wurde. Die Grundlage
ihrer t e c h n i s c h e n Verwendung aber, niimlich ihre mechanische
Fiillbarkeit in Hiilsen, ergab sich als Folge warmer Fallung in bewegter Fliissigkeit durch monatelange gefahrvolle Versuche, die ich
in Gemeinschaft mit Dr. F. M a r t i n anstellte, rnit deni ich dann
auch in der Polge die initialwirksamen Eigenschaften der Fulminate
und Azide ausfiihrlich beschiieb. Die bcdeutsanie und interessante
apparative Ausfiihrung des technischen Verfahrens ist schlieBlich
das verdienstvolle Werk der Rheinisch-Westfiilischen SprengstoffAktiengesellschaft in Troisdorf wahrend des Kiicges geworden, der
diese Erfindung wie so manche andere erst als lebensfahig offenbarte, unter dem Drucke harter Not nach sieben niageren Jahren
gefahrvoll tastender Versuche ,die fetten Jahre der Fabrikation
folgen lies - - f i i r die Industrie, wenn auch nicht fur mich, den
Erfinder dieser Aztdverwendung. Um so mehr darf ich aber erwarten, daB man mir dieses Verdienst nicht bewuBt zu schmalern
sich miiht.
Dar mstadt .
Prof. Dr. L. Wohler. [A. 228.1
.
__
gehalt man kennt, selbst beobachtet, die Wcrte in ein Koordinatensystem eintragt und durch die entsprechenden Punkte eine Kurve
eieht. Bei den Untersuchungen wird dann anstatt der oben angegebencn Zahlen diese, der e i g e n e n B e o b a c h t u n g s a r t
angepal3te Kurve benutzt.
Das Ergebnis ist bei Schwefelsauremengen, die auf 1000 ccm
W-asser bezogen zwischen 50 und 10 mg liegen, auf etwa 5 mg, bei
Schwefelsauremengen,zwischen 100 und 50 nig, auf etwa 10 mg
richtig. Diese Cenauigkeitegrenzen konnen durch Einiiben des
Verfahrens und dadurch, daI3 man die Bestimmung einige Male
wiederholt und den Mittelwert nimmt, wesentiich iiberschritten
werden.
Zur g e w i G h t s r2 n a 1 y t i s G h e n B e s t i m m u n g c! e r
S c h w e f e I s ii u r c werden 250 ccm Untersiichungswasser in
einem 400-500 ccm fassenden Becherglas rnit 2-3 Tropfen Methylorangelosung (1 : 1000) versetzt,, dann so vie1 SalzsSure hinzugetropfelt, bis clie Fliissigkeit eben rotlich geworden ist. Die Fliissigkeit
wird rnit 2,5 ccrn n o r m a 1 e r S a 1 z s a u r e angesiiuert, 1,0 g
A m m o n i u ni c h 1 o r i d hinzugefiigt und ein Stiickchen C a d
m i u m b 1 e c h in das Becherglas gegeben. Man erhitzt auf einer
Kochplatte bis zum Aufkochen und fiigt - ohne daB die Fliissigkeit
aus den1 Kochen kommt - 10 ccm ,,lo% ige" B a r i u m c h 1 o r i d 1 6 s u n g tropfefenweise hinzu. Es wird darauf die FJiissigkeit noch
einige Minuten. lang in ruhigem Sieden gehalten. Das Sammeln des
Kiederschlages auf eincm Wattebausch erfolgt nach 24 Stunden;
zum Auswaschen dew Nieder~chlagesmerden 25 ccm kaltes und ebensoviel heiBes Wasser genommen. Der Niederschlag wird, nach dem
Trocknen bei 130°, gewogen. Beziiglich der Einzelheiten dieser
neueren Ausfiihrungsform der Schwefelsaurebestimmung vgl. dieae
Zeitschrift 30, I, 251 [1917].
Zieht man es vor, die iiltere Ausfiihrungsform zu benutzen, so
sammelt man den Niederschlag in einem mit Asbest gedichteten
Tiegel nach G o o c h und bestimmt das Gewicht, des gegliiht,en
Niederschlages.
Um die so erhaltenen Werte zu v e r b e s s e r n ,werden folgende
Z a h 1 e n benutzt, die zu der gewogenen Niederschlagsmenge h i n z u g e z i i h 1 t werden:
~~
~
-
~
Verbessernngswerte fur den getrockneten
N i e d e r s c h 1 a g.
Beitrjige zur Wasseranalyse V').
~-
En&
%/lo. 1920.
XIX. Piir h y g i e n i s c h e W a s s e r u n t e r s u c h u n g e n
geniigt zumeist eine a n n a h e r n d e B e s t i m n i u n g d e r
S c h w e f e 1 s ii u r e , wozu sich folgende Probe eignet:
Es werden 5 ccrn Hares Untersuchungsviasser mit 2,5 ccrn
10% iger S a 1 z s il u r e angesiiuert, dann zur Fliissigkeit in einem
GuB 2,5 ccm ,,lo% ige" B a r i u m c h 1 o r i d I o s u n g (10,O
BaCI,, 2 H?U zu 100 ecm gelost) hinzugemenqt. Man beobachtet
mit einer ,,Wet,trennuhr'', nach welcher Zeit, die in einer Probierrohre enthaltene Fliissigkeit sich eben triibt; zum Vergleich benutzt
man eine andere Probierriihre, in der 10 ccm, mit einigen Tropfen
Salzciaure angesauert.es Untersuchungsxasser sich befinden. Urn
den Eintritt der Triibung scharf zu beobachten, hLlt man die Probierrohren iiber eine schwarze Unterlage und sieht yon oben durch die
Fiissigkeitssiiulen. - Folgende Zahlenreihen enthalten die ent .
sprechenden Werte:
5"
7
10"
15"
20"
30"
45"
1'
5'
1000 ccm enth.
6%
20 ,.
15 ,.
10 ,,
25 ,,
1s
12
,.
40 ,.
30 ).
9,
9,
Zu dem Abmessen des Wassers benutzt. man eine Pipetate, zu dem
der Salzsaure eine Hahnbiiretta. Das rohe Abmessen der Bariumchloridlospng wird mit einem Arzneifliischchen von 5 ccm vorgenonimen, das man nach AugenmaD zur Hiilfte fiillt.
Sollte das Untersuchungswasser nicht ganz klar sein, so wircl es
vorher filtriert. Erhalt man kein vollig klarcs Filtrat, so werden
100 ccm Wasser mit 1-2 Tropfen 10% iger Aluminiumchloridl%ung
Stunde vorgenommen.
versetit und das Fikrieren nach
Noch zweckmaBiger ist es, wcnn man den Eintritt der Triibung
mit kiinstlich dargestellten VC'asserproben, deren SchwefelsLure,
1)
30,
Vgl. Angew. Chem. 28, I, 22 [1915]; 29, I, 44 u. 218 [1916]:
I, 113 [1917].
Vcrbeeserungswerte fur den gegliihten Niederschlag.
~.
..~..~.~
~~~~
Kalkharte und Verbesserungswerte
.
so,
120 mp
100 ,
80 ,,
70
CJO >>
50 ,,
25 ,.
.
1000 ccm. enth.
100 mg
80 ,,
70 .,
60 ,.
50
40 ,,
30 ,,
7t
-
Kalkharte und Verbesserungswerte
Gewicht
des Ngs.
Von L. W. WINKLER, Budapest.
Die Fliissigkeit triibt
sich in
31 1
Winkler: Beitrage zur Wasseranalyse
_____
Das soeben beschriebene Verfahren eignet sich nur in dem Falle,
wenh das Thtersuchungsmasser r e i c h 1 i c h Sulfate enthalt,.
Zumeist mu13 vor den1 Fallen durch Eindampfen eine Anreicherung
der Schwefelsaure erfolgen. Verfiihrt man aber in der in den Eachwerken angegebenen Weise, so ist das Ergebnis ungenau. Eine
g e n a u e B e s t i m m u ii g kann dadurch erfolgen, daB man das
s t o r e n d e Calcium zuvor ent.fernt.
Zum Entfarnrn des Calciums wird das Uiitersuchungswasser im
UberschuD mit X a t,r i u m h y d r o x y d und N a t, r i u m c a r b o n a t. versetzt, und in der vom Niederschlag [CaCO, und
Mg(OH)2] get,renBten FIiissigkeit die Schwefelsaure bestimmt
folgende Zahlen zeigen, welchr Mengen Enthartungsmittel nian auf
1000 ccm Wasser niinint :
KaOH
Na,CO,
weichcs Wasser . . . . . . . 0,5 g
. . . . . . . 0,8 ,,
hartes Wasser
sehr hartes Wasser . . . . . 1,0 ,,
190 e
1,5 ,,
2 4 ,.
.
&fan arbeitet gewohnlich mit 1,5-2 1 Wasser, in welchem man
die angegebenen Mcngen allerreinstes, nsmentlich schwefelslurefreies
Natriumhydroxyd und wasserfreies Natriumcarbonat lost. Am
anderen Tage wird das krystallklar gewordene Wasser vom Nieder601
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