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Berliner Bezirksgruppe des Vereins der Zellstoff- und Papier-Chemiker und -Ingenieure. 10. Oktober 1934

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Versammlungeberich te
YERS&MMLUNGSBERICMTE
Deutsche Mineralogische Gesellschaft.
20. Jahresversaminlung in Berlin, 9. bis 12. September 1934.
Die unter dem Leitwort ,,Mineralogie und T,echnik' stehende
Tagung wurde am 10. September um 9 Uhr im Harnack-Haus
durch den Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. E i t e I , in Gegenwart zahlreicher Vertreter der Behorden und der Industrie
eroffnet.
Prof. Dr. Walter S c h ni i d t , T. H. Berlin: ,,YinernEoyie
und Technik."
Vortr. ging zunachst auf die Entwicklung der Mineralogie
als wissenschaftliche Disziplin ein und legte dann dar, wie
fruchtbar die Anwendung mineralogischer Arbeitsmethoden fiir
die Gesteinskunde, die Bodenkunde, die Metallkunde, die Keramili, sowie fur Forschung und Technik aller kunstlichen Silicate geweeen sei. Ooue .die wiss'enschaftliche Vorarbeit der
Mineralogie sei die Entwicklung dieser Fachgebiete und der
auf ihuen beruhendeii Industriezweige undenkbar. Es gelte
heute uicht in einen Wettstreit daruber einzutreten, welches
Fachgebiet vou grofiter uiimittelbarer Bedeutung fur die pralitische Auswertung in Technik und Wirtschaft w i . Vielniehr
habe jeder Wissenszweig z u seinein Teil dazu beizutragen, dai3
die deutsche Technik uud die deutsche Industrie das zur Fortentwickelung und zur Behauptung ihres hohen Standes notwendige Riistzeug erhalten. Nicht durch Vordrangen einzelner
Wissenszweige, sondern durch sinngemafies Zusaminenwirken
aller werde dae Beste fur die Volk~sgesamtheit erreicht. In
diese Front der Geiiieinschaftsarbeit reiht sich auch die Mineralogie ein. I<. S t o c k e , gerliii - Dahleiii: ,,Dfineralogisch - Fetrogrn~ihisclte Gesichtspunkle bei der Priifung von Slrapenbaugesleinen."
Grundlage einer zuverlassigen technologkchen Gesteinsprufung 'ist die sachgemafie Probenahme durch den Fachniann.
Die petrographische Untersuchung des Gesleins hat der technologischen Prufung voranzugehen und gibt schon gewisse Aufschlusse uber seine Eigenschaften, ohne jedoch die technologische Priifung ersetzen zu konnenl). Der Gehalt an verschiedenen Mineralien und das Gefuge bedingen Gewdcht und
Dichtigkeit der Gesteine. D a s Gefugebild laljt ferner den Verwitterungsgrad erkennen. Die fur unsere Breiten so wichtige
Frostbestlnd4gkeit ist von der Porositat (Wasseraufnahiiie) abhaugig. An den Ergebnissen umfangreicher Versuche mit
14 verschiedenen Graniten eowie 13 basiscben und sauren Gesteinen erlauterte Vortr. die Abhangigkeit technisch wichbiger
Eigenschaften, wie Druck-, Schlag- und Verschleiljfestigkeit,
Elastizilatsniodul, von den miueralogischen (Art, Korngrolje und
Verzahiiung der enthaltenen Mineralien, Verwitterungsgrad). Eine wirksnme Erganzung dieses Vortrages war die anschlieoende B e s i c h t i g u n g d e s 8 t a a t 1 i c h e n M a t e r i a 1 p r ii f u n g s a 111 t e s , Berlin-Dahlem, wo insbesondere die
praktische Vorfiihrung einer Anzahl von Gesteinspriifungen das
Interesse der fast vollziihlig anwesenden Taguagsteilnehmer
erweckte.
Der Nachmittag des erst en 'rages war weiteren Fachvortragen technisch wichtiger Nntur gewidmet, wahrend an den
beiden folgenden Tagen Vortrftge vorwiegend rein inineralogischen Inhaltes in den mineralogischen lnstituten der Technischen Hochschule uud der Universitat stattfanden. Von den
insgesamt 19 Vortragen seien folgende besonders erwlhnt :
Z u r S t r a 13 e n , Berlin-Dahleni: ,,Die n-lineralogie der;
Zementklinkers."
Vortr. .gab einen fiberblicl; uber Ergebnisse der mineralogischen Forschung auf dieseni Gebiet und ihre praktische
Bedeutung. W. L u d k e , Leipzig: ,,L)er sgnlketische Asbest und seine
volkswirtsclznflliclte Bedeuhng."
Deutschland besitzt keine wesentlichen nutzbaren Asbestlagerstatten und ist daber auf die Einfuhr aus dem Auslande
angewiesen. Hierbei wirkt sich die Monopolstellung des internationalen Asbestsyndikats fur die deutschen Verbraucher besonders ungunstig nus. Das Syndikat kontingentiert den Ab-1)
61. C'heni. Fabrili
6, 158 [1933].
Angewandle Chemie
I47.
Jahrg. 1934. Nr. 47
satz der verschiedenea Asbestgruben der Welt und diktiert
z. B. fur Deutmhland die uberwiegende Einfuhr von Chrysotilasbest. Hierauf fuhrt Vortr. die herrschende Ansicht zuruck,
dai3 Chrysotilasbest allgemein giinstigere Eigeuschaften habe
als Hornblendeasbest. Dabei ist Hornblendeasbest ebensogut
verspinnbar und hat vor Chrysotilasbest den Vorzug der Saurebestandigkeit. ES trifft auch nicht zu, datj die langsten Faseru
die wertvollsten sind. Vielniehr sind solche von 2,s bis 6,7 mni
Lange die gesuchtesten.
Der deutsche Inlandsbedarf a n Asbest betragt etwa loo00
bis 12000 t urid cjtellt einen Wert von etwa 8,5 Mill. RM. dar.
Aus diesein Grunde und wegen der Unarsetzlichkeit des
Asbests fur zahlreiche Zwecke, wie feuerbestandige Massen
und Gewebe, saurefeste Stoffe, Isolier- und Dichtungsmaterial
usw., nicht zuletzt iin Interesse der Verwendung fur Zwecke
des Luft- und Gasschutzes ware es auljerordentlich wichtig,
Deutschland hinsichtlich dieses wichtigen Rohstoffes unabhangig voin -4uslande zu machen.
Vortr. ist eeit fiinf Jahren init Versuchen zur Gewinnung
kunstlichen Asbestes beschaftigt, fand aber unter den friiheren
Regierungen keine Unterstiitzung durch die rtiafigebenderi
Stellen. Erbt seit dein vorigen Jahre ist es ihm durch die
Unterstiitzung der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft
m6glich geweeen, die Versuche intensiv zu betreiben. Tatsachlich ist die Herstellung kunstlichen Asbestes gelungen, der in
seinem Feinbau, wie Rontgendiagrainme zeigten, mit den1 Hornblendeasbest vollig ubereinstinimt. Angaben uber das Herstellungsverfahren wurden nicht gemacht.
Auf eine Anfrage in der D i s k u s s i o n erganzte K. H.
S c h e u ni a n n , Leipzig, d i e Ausfuhrungen des Vortr. dahin,
dai3 e s bereits moglich eei, in1 Laboratorium tiglich 1 kg kiinstlichen Asbest herzustellen, wobei als Rohmaterialien nur leicht
erreichbare und billige heinlisehe Rohstoffe bzw. sonst wertlose
Sbfallstoffe verwendet werden. Die industrielle und wirtschaftliche Herstellung kiinstlichen Asbestes sei also durchaus keine
Utopie. W. F a b e r , FreibergiSa.: ,,Zur Mineralogie der Bleiscklacken."
Vortr. erorterte den mineralogischen Aufbau und die
chemische Zusarnmensetzung von Bleischlacken an Hand eines
uberaus groBen Versuchsmaterials. Bleischlaclten geeigneter
Beschaffenheit sind als Schotterinaterial und Betonzuschlag
verwendbar. Walter S c h m i d t (gemeinsam mit E. L i n d I e y , E Is n e r v o n G r o n o w und v o n S t e i n w e h r ) : ,,PendeZhiirtepriifung an Mineralien, Glasern und keramisehen Sloffen."
Die Pendelhartepriifung beruht auf der Messung der
Schwingungsamplitude eines auf einer Schneide ruhendeu
Pendels, wobei die Schneide auf die Flache, deren Harte zu
messen ist, aufgesetzt wird. Das Abklingen der Ausschlage ist
kennzeichnend fur die Harte des Materials. Die Aufzeichnung
der Schwingungsamplitude in Abhangigkeit von der Zeit geechieht selbsttatig. F. B e r n a u e r , Berlin: ,,Neue Versucke zur Herstellung
von Polarisatoren."
Vortr. berichtete iiber Versuche zur Herstellung von Polarisatoren, die bei Verwendung fur Autoscheinwerfer und Brillen
Blendschutz gewahren sollen.
Berliner Bezirksgruppe des Vereins der Zellstoff- und Papier-Chemiker und -Ingeniewe.
10. Oktober 1934.
Vomitzender: Prof. K o r n.
Prof. K I u g h a r d t , Dresden: ,,Glanz- und Glafienaessungen."
Vortr. bespricht die im Deutschen Forschungsinstitut fiir
Textilindustrie, Dresden, enthickelten Methoden. - Das Ziel
bei der Schaffung einer den Ekdurfnissen der Praxis entsprechenden Methode der G 1 a n z - Messungl) war: 1. Gleiche
Glanzzahlen, unabhsngig vom Mefiort; hierzu ist Ersatz des in
seiner Zusainmensetzung schwankenden Tageslichtes durch eine
geeignete reproduzierbare Beleuchtung (Halbwattlampe in Verbindung mit einem in Dresden konetruierten WeiBlichtfilter)
erforderlich. 2. Anschnuliche, der Wahrnehmung entsprechende
I)
Vgl. auch Klughardl, Papierfabrikant 31, 621 [1933].
Angewandte Ghemie
47. Jahrg. 1934. Nr. 47
-
I
Vemduqpberichk
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dunnte Citroneneiiure u n d Salzsiiure wirkeii bei Gegenwart von
Luft auf reines Zinn und Zinn mit gertngen Mengen Antimon
und Kupfer korrodierend; bei Legiemngen mit 5% Antimon
wird der Angriff durch Sal&iure stark gemindert, durch
Citronensliure bleibt er indessen fast unverandert. In weichem
Leitungswaeser wverden Zinn und Zfnnger-te blind durch die
Bildung eines dUnnen Fllmee, der Interferenzfarben zeigt.
Hart- Watxer bewirkt infolge seines Gehaltes an Calciumcarbonat kein Anlaufen des Metalles, wohl aber kann h i Kalkablagerung iirtlicher Angriff stattfinden. Kupferfreie, 5% Antirnon enthaltende Zinnlegierungen sind gegen die verschiedensten Leitungewaseer korrosionsbestandiger a18 kupferhaltige. D. J. M a c n a u g h t B n , London: ,,Die Verbesserung von
1.agerzcsi~metallenIiir hohe Beanspruchung: Einige allgemeine
Betrac htungen."
Mit der Entwicklung der Verbrentiungskrafttnaschinensteigen die Anspruche a n die Wideretandsfahjgkeit d e r Lager. Auf
Grund theoretischer Oberlegungen werden Forderungen fiir ein
ideales W e i h e t a l l angegeben und die Ursachen der Kitjbildung
In Lagern eriirtert. Eine Erhohung der Lebensdauer ist maglich durch Verminderung der Beanspruchung d e s verwendeten
Materials (Anderung der Bnuform uud der Legierungszusammeneetzung des Lagers) und durch Steigerung der Ermaduhgsfestigkeit dt% Lager-Weifimetalls, wie s i e eich durch Zulegieren
weiterer Metalle zu den iiblichen hochzinnhaltigen Sn-Sb-CuLegierungen erreichen 1aSt. Dns Verhallen von Lager-Weipmetollen bei verschiedmartiger Verformng. Teil 1. A. S. K e n n ef o r d und H.
0'N e i 1 1, Manchester, U n i v e d y : ,,Kerbversuche." Anhang:
G. 9. F a r n h a m ,M m c h a t e r , University: ,.Ro"nfgenographische
Ilntersuchung von Babbitt-Melall und der Alterungshartung gegossener Blei-Alkali-Legierungen." Teil 2. R. 4 r r o w e m i t h ,
Mancheater, University: ,,Zugverauche." Teil 3. H. G r e e n w o o d , Manchester, Univeraity: ,,Dausrsehlagversuche."
Es werden neuartige AueHihrungeformen mr bekannte
rnechanische Prtifungsverfahren von Lagermetallen beechrieben.
Die in umfangreichen Vemuohen vorgelegten Ergebnime der
verschiedenen Untersuchungsmethoden zeigen, daf3 cadmiumund nickellegierte Babbitt-Metalle und blei-aIkalihaltige Lagermetalle wesentbich Nnstigere Eigenschaften beeitzen ale reine
Babbitt-Legierungen.
Die rontgenographische Untenuchung von Babbitt-Legierungen ergibt dae Auftreten der SnSb-Phase nach Morris-Jones
imd Bozven vom NaC1-Typ, a := 4,099 A, und von reinem Zinn.
Auch die von Westgrsn und Phragmen beechriebene Phase CuSn
lie5 sich aus Babbitt-Metal1 h l i e r e n . Durch Alterung hiirtbare
Blei-Alkali-Legierungen enthalten ,zwei P h m n , von denen die
eine mil fortschreitender Alterung geringe Gitteraufweitung
(a = 4,930 + 4,937 A) zeigt, wahrend die andere kubisch
fliichenzentriert ist (a ==4,889 A) und bei der Alterung unverQndert bleibt. Das bei 30O0 in Blei homogen g e l h t e Natrium
(1. Phase) wird bei Raumtemperatur unter Hartesteigerung der
Legierung ausgeschieden (Na,Pb, ?), die 2. Phaee beeteht wahrscheinlich aus unverandertem CaPb, da Calcium in Rlei kaum
liislich ist. -D. H a n e o n , E. J. S a n d f o r d und H. S t e v e q s , Birmingham, University: ,,Einige EigenschaJten uon Zinn mit geringen Mengen Silber, Eisen, Nickel oder Kupjer."
Die zinnreichen Seiten der Zwtandsdiagramme AgSn,
Institute of Metals.
N i S n und C u S n werden erneut untersucht und die Lagen der
Herbsttagnng, Mmchester, 3. bis 6. September 1951.
Eutektika von Zinn mit den nbhstbenachbarten zinnlrmereo
Das Programm der Tagung war auBerordentlich vielseitig Mischkrietal1,phaeen d i w e r Syeteme feetgeetellt. Die LSslichund hchandelte in achtzehn Arbeiten Fragen von technischer lieiten dieser Metalle in Zinn ilrt festen Zustande sind auf)erund wissenschaftlicher Bedeutung.
ordentlich gering, sie betragen: fiir Silber ungefahr 0,02% bei
In sechs Vortragen wurden Untersuchungen aber zinn und Raumtemperatur und 406% bei 210°; far Nickel weniger ale
und fur Kupfer weniger a16 O,Ol% bei Z O O . Zinn mit
WeiBmetallegierungen nach techniech wichtigen Gesichtspunkten O,%%
(Korrosion, Verbemerungemoglichkeit und Festigkeit) wieder- Silbergehalten bis zu 4 2 % zeigt nach dem Abscbrecken von
?loo eine starke Zunahme der Zugfestigkeit; dieser Effekt vergegeben.
T. P. H o a I', Cambridge, University: ,,Die Korrosion von sebwindet indessen nach lingerer Lagerung der Legierung bei
%inn und seinen Legierunqen. Teil 1. Die zinnreichen Sn-Sb- Zimmertempratur wieder. Die Festiqkeit getemperter und
langsam abgekiihlter Legierungen is! nur wenig grolkr ale die
Cu-Legierungen."
des reinen %inns. Zueatz von Eisen oder Nickel zu Zinn erhiiht
Durch Zusatz von etwa 5% Antimon wird die Korrosionsbestilndigkeit von Zinn erhoht, wiihrend 1 bie 3% Kupfer eine t l w n Festigkeit auf da6 1%- bie Bfache, wiihrend eine KupferVerrninderung des Korrosionewiderstandes verureachen. Ver- Zinn-Legierung mit 2% Zinn 15 Tage nach dem Kaltwalzen
eine Feetigkeitszunahme *on 130% aufwies. Silberzusatz verfeinert das Zinnkorn, verhindert aber nicht das Wachsen dea
2) Vgl. ituch Papierfabrikant 31, 697 [1933].
Glanzzahlen und einfache Auswerttmg der endgiiltigen Glanzzahlen aus den gemessenen Werten. Das Priifobjekt wird aw
waagerechter Grundstellung um vemhiedene Winkel nach der
Lichtquelle zu gekippt und seine Helligkeit jeweile mit Hilfe
dee Pulfrrich-Photometem gemessen. Der nicht zum Glanz gehorende Anteil der Helligkeitssteigerung mit wachsendem K i p p
winkel (photometrische Aufhellung) kann rechneriech erfa5t
und 60 eine physikalische Glanzzahl erhalten werden. Der
obergang von dieser physikalischen Kontrastzahl zur physiologiwhen Wahrnehmungszahl gelingt auf Grund des Fechnerschen Gesetzes, wobei die Einheit des physiologiechen Helligkeitsunterschiedee im Amchlu5 an die von Oslwald angegebene
gleichabstandige Grauleiter gewahlt wurde. Wichtig fur die
Beurteilung des Crlanzeg ist sowohl die HBhe des Maximums
als auch der tibrige Verlauf d e r Glanzkurve. Bei b u n t e n
Oberflachen ist zwischen dem WeifJglanz a n der Oberflache und
dem Buntglanz, der im Innern dee PrUflings zuetande kommt,
zu unterscheiden; fiir die Praxie geniigt die Bestimmung der
Kurve dee WeiBglanzes unter Einschaltung des Sperrfilters in
das Photometer. D u r c h e c h e i n e n d e PrUfobjekte werden
einschichtig auf Barytweilhnterlage gemesen. Die Erecheinung.
daf3 die ermittelten Glanzzahlen mit abnehmender Grundhelligkeit ( m f demeelben Material ausgefarbte hellere und dunklere
Nnancen) wacheen, ist kein Fehler d e r Methode, eondern liegt
in der Natur der Sache, indem Glanzzahlen Kontrastzahlen sind.
Die Auswertung der Glanzzahlen a u s den Mesungen geschieht
mittels Nomogramm.
Von den Glanzzahlen kann man zu Kennzahlen fur die
G I a t t e gelangen?). Der Glanz hlngt a b 1. von der Farbung
(Grundhdligkeit) der Flache; 2. vom Brechungeexponenten der
Stoffe, die die Oberfyaehe bilden; 3. von der Orientierung der
einzelnen Flachenelemente gegeneinander (Struktur der Flache),
d. h. von zwei optiechen und einer mechanischen Komponente.
Der EinfluB d e r Farbung 1aBt eich eliminieren und so gewinnt
man au6 den Glanzzahlen Werte f i b die ,,optiscbe Gliltte", in
denen nur noch der EinfluB dea Brechungsindex n steckt. Bei
Gla6pkItten u. dgl. kann der EinfluD von n (durch einfache Division durch n) eliminiert werden; bei den nieisten PrUfobjekten
iet jedoch die Ausschaltung dee Einflusses von n nicht 60 leicht
zu bewerkstelligen, weil die Oberflitche aue verschiedenen
Stoffen beeteht; die n-Werte eind jedoch meist nicht eehr verschieden. Die vom Vortr. fUr verschiedene Materialien gefundenen ,,optischen Glattezahlen" entsprechen dem TastgefUhl
und Augenschein gut; ihre Beziehung zu der rnit meehaniechen
Methoden ermittelten Gllitte wird noch untemucht. Die Methode
iet auch auf Textilien anwendbar. Bei Kunsheide wurde gf+
funden, daf3 bei s e h r tiefen Adfirbungen die Gliitte durch den
Farbetoff bidet.
A u s s p r a c h e : A d eine Anfrage von Prof. K o r n erwidert Vortr., daB bei Reklamationen jm allgemeinen eine
Bertlckeichtigung dee Maximums der Glanzkurve von Papieren
genGgt. Da bei gleichem Maximum infolge vemchiedenen
sonetigen Verlaufe der Glanzkurve doch der Glanz verschieden
eein kann, empfiehlt eich i n sokhen Flllen gleichzeitige Ang a b der Gllttezahl, weil darin der EinfluS der Struktur zum
Awdruck kommt. - €3 e k k weist auf die Schwierigkeit hin,
daf3 bei der Methode des Vortr. jede glanzlose Fllche auch die
Gllttezahl Null hat.
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