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Berliner Gesellschaft fr Geschichte der Naturwissenschaft Medizin und Technik.

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Zhchr. anyew. Chem.
44. Jahrg.
~.
1931.
Nr.141
Vereine u. Versammlungen
- Personal- u. Hochschulnachr. - Neue Biicher
B e r h e r Gesellschaft fur Geschichte der Naturwissenschaft, Medizin und Technik.
Berlin, 6. Miire 1931.
Vorsitzender: Prof. Dr. L o c k e in a n n.
Dr. P i n k u s : ,,Waagen und Gewiehte in der Vergungen heit."
Solange der Mensch von der Jagd lebte und Vieh ziichtete,
wurde nur die Stiickzahl bestimmt und nicht gewogen. Das
Zahlen ist eben viel bequemer als das Wiegen. Vortr. weist
als bemerkenswert darauf hin, dafi selbsl in dem polnischen
Handelsvertrag als Einfuhrkontingent nach Deutschland 200 000
Stuck Schweine angegeben sind, trotzdem das Vieh nach Gewicht verkauft wird. Als die Menschen zum Ackcrbau iibergegangen waren, wurden die Waagen noch nicht benutzt, das
Getreide wurde nur gemessen, wie auch heute noch auf dein
Lande sehr oft sackweise das Getreide gekauft und nicht
gewogen wird. Die allgenieine Einfiihrung der Waage ist auf
den Eisenbahnverkehr zuriickzufiihren. Betrachten wir die
ersten Waagen, so sehen wir, dafi die Entwicklung bis zur
Neuzeit nur sehr gering ist. Bei den Waagen unterscheidet
man die gleicharmigen und ungleicharmigen. Das Modell der
gleicharmigen Waagen sind die Wassertragebalken, das Modell
der ungleicharmigen Waagen die Wasserschopfvorrichtungen.
Alle Verbesserungen der Waagen gehen nur auf Erhohung der
Schnelligkeit und Bequemlichkeit hinaus. Im Prinzip sind die
Waagen gleichgeblieben. Die Dezimalwaagen sind erst 1811
erfunden worden, eine Abart der Waagen mit Tragbalken
stellen die Tafelwaagen dar. Die in der neuesten Zeit vielfach verwendeten Neigungswaagen, die jetzt so durchkonstruiert
sind, dafi sie allgemein Verwendung finden konnen, sind auch
schon lange bekannt. Ihr Vorbild sind die Dukatenwaagen.
I m allgemeinen nimmt man an, dafi die Heimat der Gewichte
Babylonien war und die Ausbildung der Waagen von dort ausging. So haben die Babylonier schon das Gewicht auf Wasser
bezogen. Die ersten Formen der Gewichte waren meist Tiernachbildungen. Das kleinste Gewicht der Hebraer waren 23 g.
Sie konnten auch schon das Gewicht in Wasser und Wein
feststellen, spezifische Gewichte ermitteln, selbst bei Legierungen den Gehalt a n Gold und Silber feststellen. Merkwiirdigerweise ist kein alchemistisches Bild bekannt, auf deni
eine Waage zu sehen ware, nur in Apothekenabbildungen
findet man Waagen und in Krauterbiichern.
Haus der Technik e. V., Essen.
Im Sonimerseniester 1931 werden unter anderem folgentle
Vortrlge gehallen :
Dr. E. R u p p , Priv.-Doz. an der Technischen Hochschule
Berlin: ,,Slruk/zirunlersuehungen nail Bleklroneninterferenzen."
- Dr.-Ing. M. M o s e r , Fried. Krupp A.-G., Essen: ,,Neuert?
Ansehnuungen iiber Werkslofpriifung und Werkstoffeigenschaflen." - Dr. B. L a n g e , Wiss. Mitarbeiter am Kaiser
Wilhelm-Institut fur Silikatforschung, Berlin-Dahlem: ,,ElekIrizitat aus Sonnenlielit - ein neuer Photoe~felcl und seine
ioissensehaflliche und teehnisehe Bedeutung."
PERSONAL- UND HOCHSCHULNACHRICHTEN
(RedaktionsschluE fur ,,Angewandte" Mitlwochs,
fiir ,,Chem. Fabrik" Sonnabends.)
DipL-Ing. E. T e i s c h i n g 0 r , Vcnwtandsmitglied der Harbwger Gummiwarenfabrik Phoenix A.-G., feierte am 1. April
d w Jubiliium seiner 25jiihrigen Tatigkeit bei diewer Fimm
Dr.-1%. G. K n o t h , Hamburg, hat sich nach zehnjiihriger
praktischer Tatigkeit in der chemischen Indwtrie in Hamburg
a b Patentanwalt niedergdassen.
Ausland. E r n a n n t : Dr. H. H e g e r , Herawgebm der
,.i)sterreichischen Cheniiker-Zeltung" und der ,,Pharniazeutischen
Post", Wien, Prasident des Zentrdverbandes der o d m i c h i schen Zeitungsunternehmungen, anlafilich seines 75. Geburtstages und des 5Ojahrigen Doktorpbillums zum Ehrenbiirger der
UniversMt Heidelberg.
265
Prof. Dr. S. M a g o c s y - D i e t z , Budapest, erhiek die
von der Ungarisohen p h a r m e u t i s c h e n GeseUschaft in Erinnerung an d e n Chemiker Bela von Lmgyel p t i f t e t e , erstnuall& verliehene goldene M e d d l e der G e s e b c h l f i in Anerkemung seiner wtssenwhaftlichen Verd'ienlste in nahezu
5Ojahriger FormhertLitigkeit.
NEUE BUCHER
(Zu beriehen, soweit im Buebbandel ersehienen, dureb
Verlag Chemie, a. m.b. H., Berlin W 10, Corneliusstr. 3.)
Einfiihrung in die allgenieine und anorganiscbe Chemie auf
elementarer Grundlage. Von Dr. Alexander S m i t h , weihnd
Professor der Chemie a n der Columbia-Universitat, New York.
6. Auflage. Mit einem Vorwort von Geh. Reg.-Rat Dr. Fritz
H a b e r , 0. Prof. a n der Universitat Berlin. Nach d s r
deutschen Bearbeitung von Dr. Ernst S t e r n umfassend
iiberarbeitet und erganzt von Dr.-Ing. J. D ' A n s . XIV und
804 Seiten. G. B r a u n , Karlsruhe 1931. Preis geb. RM. IS;--.
Nach einer Pause von acht Jahren erscheint das von
F. H a b e r in Deutschland eingefiihrte Lehrbuch von S m i t h
in einer neuen Auflage. In seinem Vorwort zur ersten Auflzlge
riihmt F. H a b e r , daD das Werk folgende drei Standpunkte,
von denen man grofie Gebiete der chemischen Wissenschaft
ubersieht und sich in der Fiille der Tatsachen zurechtfindet,
gleichniafiig behandelt : die Vergleichung der Elemente an
Hand des M e n d e 1e j e f f schen Systems, die qualitative Darstellung der Reaktionsweise der Stoffe durch Strukturformelii
und die quantitative Behandlung der Erscheinungen nach
physikalisch-cheniischen Gesetzen. In der neuen Auflage iat
die Tendenz, weniger ,,anorganische" als ,,allgemeine" Chemie
zu behandeln, noch verstarkt ; insbesondere hat der Bearbeiter
die Anschauungen iiber den Aufbau der Atome und d e r Molekiile stark beriicksichtigt und zahlreiche neue Kapitel zugefiigt,
so da8 das Buch, wie F. H a b e r in seinem Geleitwort schreibt,
jetzt ,,in wesentlicheni MaDe ein D ' A n ssches Buch geworden ist."
Ober die Brauchbarkeit des , Werkes fur den Anfangerunterricht ein Urteil abzugeben, ist sehr schwer; denn die Auffzssungen uber die zweckniafiige Gestaltung der Einfiihrung in
die anorganische Chemie sind sehr verschieden. GewiD wird
inan allgemein die bewufite Einfiihrung physikalisch-ehemischer
Begriffe schon im Anfangsstadium befiirworten; ob aber alle
Hochschullehrer die Meinung von F. H a b e r teilen, dai3 in deni
vorliegenden Werk der Bearbeiter in der Betonung d e r theoretischen Teile vielleicht hatte noch weiter gehen konnen, mochte
der Referent bezweifeln. Meines Erachtens muD doch der
junge Cheniiker erst einmal mit den s t o f f 1 i c h e n Erscheinungen vertraut werden; a n diesen sollen ihm dann die w i c h t i g s t e n theoretischen Begriffe, wie Masgenwirkungsgesetz,
Gleichgewicht, Affinitat, Reaktionsgeschwindigkeit usw. in
immer wieder variierter Form errautert werden. Vie1 mehr
braucht man ja zunachst gar nicht. Die nahere Behandlung
physikalisch-chemischer Fragen wird doch wohl besser auf ein
spateres Stadium verschoben, wenn man sie wirklich g r ti n d 1 i c h behandeln kann.
Aber, wie gesagt, die Ansichten hieriiber sind geteilt.
Sicher ist, daB auch derjenige Hochschullehrer, der filr eine
andere Gestaltung des Anfangerunterrichts eintritt, d a s Buch
mit Nutzen lesen und zahlreiche Anregungen empfangen wird.
Es ware zu wiinschen, daB das gut ausgestattete und preiswerte
nuch im Unterricht erprobt wiirde, damit man sich ein Urteil
bilden kann, wieweit die hier befolgten didaktischen Grundsatze in der Praxis durchfiihrbar und niitzlich sind.
Klemm. [BB. 316.1
Chemische Thermodynamik. Einfiihrung in die Lehre von den
chemischen Affinitaten und Gleichgewichten von Dr. Hermann U 1 i e h , a. o. Prof. a n der Universitat Rostock. XVI und
353 Seiten, mit 30 Abbildungen. Verlag Theodor Steinkopff,
Dresden und Leipzig 1930. Preis geh. RM. 18,50, geb.
RM. XI,--.
U l i c h s Buch, das auf der von S c h o t t k y niit U l i c l i
und W a g n e r durchgefuhrten Systematik, ihren ,,Stammbaumen" aufbaut, ist in erster Lisie for Chemiker bestimmt.
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