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Bertrand Russel. Philosophie der Materie. Deutsch von Kurt Grelling. 433 Seiten oktav. B. G. Teubner Leipzig und Berlin 1929. Preis geb. RM

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Neue Bucher
Schmidt, Prof. Dr. .J., .Jahrbuch der organischen Chemie.
XIIT. Jahrgang. Verlaq Deuticke, Leipzig - Wien 1929.
geb. RM. %I,--.
GCh. RM. 21,-,
Ychultz, G., Farbstofftabellrn. 7. Auflage, neubearbeitet untl
erweitert von Dr. L. Lehmann, 1. Band, 4. u. 5. Lfg. Weidniannsche Buchhandlung, Berlin 1929. Geh. je RM. 8,-.
Schwarr, Ing. R., Petroleum-Vademecuni. VI. Edition. Fachliteratur, Berlin-Wien 1929. RM. 20,-.
1 on Schwarz, Dr.-Ing. Freiherr M., Metall- und Lrgierungskunde. Sonderdruck in zweiter, wesentlich erweiterter Auflage aus Chemische Technologie der Neuzeit. Zweite Auflage.
Herausgegeben von Prof. Dr. F. Peters, Berlin-Lichterfelde.
Verlag F. Enke, Stuttgart 1929. Geh. RM. 26,--, geb RM. 29,--.
Stuckert, Dr.-Ing. L., Die Emailfabrikation. Ein Lehr- und
IIandbuch fur die Emailindustrie. Verlag .J. Springer, Berlin
1929. Geb. RM. 29,-.
Tafel, Dr.-Ing. V., Lehrbuch der Metallhiittenkunde. IT. Band.
Verlag S. IIinel, Leipzig 1929. Geh. RM. 55,50, geb. RM. 69,-.
Tambor, Dr. H., Seidenbau und Seidenindustrie in Italien. Ihre
Entwicklung seit der Griindung des Konigreiches bis zur
Gegenwart. Verlag J. Springer, Brrlin 1929. Geh. RM. lo,--.
Thiel, Prof. Dr. A., Logarithniische Rechentafeln fur Chemiker,
Pharmazeuten, Mediziner und Physiker. Geqriindet von Prof.
Dr. F. W. Kuster. Fur den Gebrauch iin Unterrichtslaboratorium und in der Praxis berechnet und mit Erlauterungen
versehen. 35. bis 40. verbesserte und vermehrte Auflage.
Verlag W. d r Gruyter & Co., Berlin-Leipzig 1929. Geb.
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Thorns, Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. H.,Handbuch der praktischen
und wissenschaftlichen Pharniazie. Lfg. 28. Verlag Urban
& Schwarzenberg, Berlin-Wien 1929. Geh. RM. lo,-.
'J'hurow, W. H., Englisch-deutsches und deutsch-englisches
Worterbuch. Teil 1, Englisch-Deutsrh. Verlag Dr. A. Tetzlaff, Berlin 1929. Geb. RM. 13,-.
Toeplitr, Lonp, Konen, Hillers, Hiickel, Jlanheitner, Spannungen
zwischen den Aufgaben und Zielen d r s Hochschulunterrichts
und des TJnterrichts an den hoheren Schulen in der Mathematik und den Saturwissrnschaften. Sechs Vortrage der
90. Versaninilung deutscher Naturforscher und Arzte 1928.
Verlag B. G. Teubner, Berlin 19%. RM. 2,40.
Vogt, O., Die Saturwissenschaft in der Sowjetunion. Russischr
Naturforscherwoche, Berlin 1927. Deutsche Gesellschaft zuin
Studium Osteuropas. Ost-Europa-Verlag, Berlin 1929. Geh.
RM. 15,-.
Wagner, Dir. A,, Die Riechstoffe und ihre Derivate. 1. Abtlg.
Aldehyde der aliphatischen Reihe. A. Hartleben's Verlaq,
Wien-Leipzig. Geb. RM. 25,-.
Wever S: Co., Basel 1929. Die Internationale Papier- und Zellstoffindustrie.
Wien-Harms, IIandbuch der I.:xperimentalphysik.
Rand 22.
Zremaneffekt von E. Back. Ergebnisse und Anwendungen der
Spektroskopie. Ramaneffekt von G. Joos. Akadeinische Verlagsgesellschaft, Leipzig 1929. RM. 41,-, RM. 42,SO.
Ziegler, O., u. Petzold, A., Drogenkunde. Ein Hilfsbuch f u r
den Unterricht an den Drogisten-Fachschulen und zum Selbstunterricht, sowie ein Auskunftsbuch fiir die Praxis des Drogisten. Verlagsgesellschaft R. Miiller ni. b. H., Eberswalde
1929. Geb. RM. 8,-.
Das Buch der groSen Chemiker, Bd. I von Zosimos bis Schonbein. Von Dr. Giinther B u g g e . Mit 62 Abbildungen au!
'Meh und im Text. Verlag Chemie, G. m. b. H., Berlin1 1929.
Cieb. HIM. 24,--; brosch. RM. 21,--.
Es ist eine sehr bedauerliche Tatsache, dab die Geschichte
der cheniischen Wissenschaft und Technik vicl zu wenig
studiert und in ihrer Bedeutung Mr die Erkenntnis der Naturvorgango ausgeweitet wird. Viclleicht lie@ dies in erstrr
Linie darin begrundet, daD die moderne Formulierung des
Hegriffes ,,Element" durch Kob. B o y l e und die Deutung der
Verbrennungs- untl Verkalkungsvorgange, wie sie zusamnienfassend zuerst durch S t a h 1 in der Phlogiston-Theorie und
dann in der jetzt mabgebenden Form als Oxydations-Theorie
durch L a v o i s i e r gegeben wurden, von vielen Chemikerii
als ein unuberbriickbarer IiiD in der Entwicklung unserer
Wissenschaft empfunden werden. Wenn nun auch durch die
schon vorhandenen Werke uber die Geschichte der Chemie der
Nac.h\\eis gefiihrt wird, dab die oben erwahnten neueren An-
-
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-
Zritschr ftir angew.
Chemie. 42. J. 193
- __.
schauungen durchaus nicht ohne Zusamnienhang mit den Erkenntnissen der vorangehenden Forscher - der Alchymisteii
uud Jatrocheniiker - stehen, so haftct doch vielen jener Darstellungen der Mangel an, dab sie zu abstrakt und dogrnatisch
sind,, eiii Nachteil, der mit jeder Verteidigmigsstellung verbunden is!. Ich begruDe es dather mit besonderer Freude, dab
in dem vorliegenden Ruch der Weg gewahlt worden ist, durch
Schilderung des Wirkens einzelner grofier Chemiker zu zeigen,
was diese Wanner bereits wuBten und konnten, und wie sie
dun:h ihre Forschungen Wissenschaft und Technik gefordert
h.aben.
In dem wrliegenden ersten Band haben unsere erfahrensten Forscher auf dem Gebirt der Geschichte der Chemie dar:
Wirken nnd Schaffen von sechsunddreibig hervorragenden
Alchymisten und Chemikern, anfangend vom Alterturn bis m m
ersten Ilrittel des 19. Jahrhunderts, lrbensvoll geschildert. Ich
bin sicher, dab das Buch in weiten Ki-eisen zur Vertiefung der
chemischen und naturwis~eiischaftlichen Anlschauungen beitragen wird. Oberall treten uns die grofien Manner in pliastischer Darstellung entgegen, und wir erkennen mit Erstaunen,
was diese Forscher schon alles gewuBt und geleistet haben.
Die Darstellungsweise der verschiedenen Verfasser ist fast
durchweg so fesselnd uud eindringlich, daB die Lektiire des
Ruches eine reine Freude bereitet.
Dem Herausgeber des Werkes gebiihrt besonderer Dank
daftir, daB e r die sicher nicht geringe Muhe der Auswah'l der
zu schildernden Personlichkeiten und der Gewinnung der geeigneten Mitarbeiter. mit so gutem Erfolg durchgefiihrt hat.
Vielleicht knbe ich selbst auch ein gewisses Verdienst um die
Entstehung dieses Buches, dx ich vor einigen dahren bei der
Iksprechung ,,der graben Mgnner der Technik" daraud hinwies, dab in diesem Sammelwerk die Chemiker gar zu knapp
weggekommen seien, und daB es sich sehr wohl lohnen wiirde,
diese Liicke auszu€iillen.
Der V e r h g Chemie hat das Burh vortrefflich ausgestattet,
insbesondere aurh mit guten Bildern der gesrhilderten, Forscher, soweit authentische zeitgenossische Vorbilder zu beschaffen waren.
Dem isweiten Band der ,.grokn Chemiker" kann man mit
Rnssolr. [BR. 230.1
2r oBer Span nung entgegen sehen.
.
d t r Ikttrrie. Deutsch von Kurt
Bertrand R I I ~ ~Philosophie
G r e 1 1 i n g. 433 Seiten, oktav. B. G . Trubner, Leipzig unJ
Berlin 1929. Preis geb. RM. 18,-.
Dic geistige IJmwalzung, die die neueste Entwicklung der
lheoretischen Physik im Lager der Nalulwisscnschaftler hervorgerufen hat, beginnt nunmehr in die Geisteswissenschaften
Uberzugreifen. Das ist ein Vorgang, der sich in der Geschichte
schon oft wiederholt hat; heute aber wird er sehr erschwert
durch die ungewohnlichen Anforderungen, die dabei an den
Philosophen hinsichtlich seiner mathematischen und physikalischen Kenntnisse gestellt werden. Hier nun geht ein
Matheniatiker an die Aufgabe, dessen philosophischer Einschlag stark genug fur das Wagnis ist.
Der erste Teil, ,,die logische Zergliederung der Physik",
ist im wesentlichen kritisch-physiltalischer Natur. Offenbar ist
es das Gebaude der Rclativitltstheorie, das den Verfasser in
seinen Bann gezogen hat und das ihm zur Verarbeitung reif
erscheint, wiihrend ihn vor den Orakeln der Quantentheorie,
die nur kurz behandelt wird, eine unverkennbare Scheu befallt.
Das ist verstandlich und doch wieder zii bedauern; zuin Teil
ist es dadurcli begriindet, dalj das englische Original bereits
Anfang 1927 vorlag, seit welcher Zeit sich die Quantentheorie
erst voll entwickelt hat. So darf man annehnien, daii neben
vielem Unantastbaren und Geistreichen nianches unterlaufen
ist, was heute uberholt erscheint.
Im zweiten l'eil wird die Fragc nach der Wahrheit der
Physik, also deni Verhlltnis der Physik zur Wuhrnehmung
behandelt. Hier befinden wir uns auI philosophischeni Gebiet ;
(lie Stichworte lauten: Wahrnehniung, gemeiner Mens'chenverstand, Empirie, 'Theorie, Kausalitlt, Substanz, Struldur.
Indem der radikale Skeptizismus abgelehnt wird, kommt Verf.
zuin SchluB, dab das aus tler Wahrnehmung erschlossene Bild
von der ,,Wahrheit" jedenlalls nic.ht allzuweit entfernt sein
diirfte. Diese UberLeugung gilt aber nur fur d i e Dezirke
unserer Erfahrungen, die einen matheniatischen Formalismus
verhaltnismlBig durchsichtiger Art erkennen lassen. So wird
die Annaherung an die Wahrheit zu einer zunehmenden
Wahrscheinlichkeit.
Der dritle Teil handelt von der Slruktur der physischen
Welt. Die Materie wird als ein System von Ereignissen aufgefaWt, die sich zuni Teil iiberdec.ken und dadurch d i e Maglichkeit einer Ableitung der Ordnungseigenschaften der Welt
bieten. Das Eleltlron, ebenso wie das Lichtquant sind als
,,Kausallinien" aufzufassen; in ihnen geht der Substanzbegriff auf.
Alle Gedankengange des Vcrf. wurzeln in niathernatischformalislischen und topologischen Begriffen und Schliissen, die
sich auf ihrem Ursprungsgebiet bewahrt haben. Wie weit sie
sich in reinen Geistesdingen tragfahig erweisen, steht dahin.
Jedenfalls ist es ein gediegener Versuch, Ortlnung in unsere
heutige, stark revolutionare Weltanschauung zu bringen. Dd3
es sich nur uni einen Versuch handelt, ist den1 Autor bewuBt;
sehr haufig entzieht e r sich einer Entscheidung durch parititische Behandlung einer Alternative. Deni Ubersetzer ist
es zu danken, da13 er uns rnit diesem Werke bekanntmachte.
Benneuilz. [HB. 215.1
Riintgeiispektroskopie iind Iiristallstriiktsranalyse. Voii Dr.
Arthu,r S c h I e e d e und Dr. Erich S c 11 n e i tl e r. Verlag
W. do Gruyter & Co., Berlin 1929. I. Band I < M . 18,50, geb.
KM. 20,-; 11. Band 22,50), geb. RM. 24,-.
Das vorliegentle Werk voii S c h 1 e e d e und S c h II e i d e r
ist bereits Anfang dieses Jahres crschienen, und so mag es den
A n s h e i n haben., als ob die Besprechung reicblich splt e r fo1,gte. Dies ist aber rnit Absivht geschehen, denrr gerade ein
I3uch, das weniger der Darstelbung einer bestinimten Disziplin
gewidmet, sorider vielmehr fiir den taglichen Gebrauch des
im Laboratorium Arbeitentlen bestimmt ist, lHIjt sich erst absrhlieoend beurteilen, wenn man es eino Zeitlang wirltlich
beim Arbeiten gebraucht hat.
Das IIervorstechendo des vorliegenden I3uches ist seine
Griindl,ichlteit und seine Ausfuhrlichkeit. Das I'rodukt dieser
beiden Eigenschaften mag den groljen Uiiifang (etwa 700 Seiten)
veranlal3t haben, wird aber von Clem Verwcnder in jeder Hinsicht nur dankbnr begruljt werden. A 1 1 e s , was der Chemiker
oder technisch eingestellte Physilter beini Arbciten mit Rijntgenslrahlcn bmraucht, ist i n dreifacher Hinsicht vorhanden. Es
sintl die t h c o r e t i s c h e n G r u n d 1 a g e 11 i n klarer Weise
sltizziert, es sintl die e x p e r i ni e n t e 11 e II V o r a u s s e t z u n g e n bis ins einzelne aufgefulirt, und es sind die 1.: r g e b II i s s e jeder eiiizelnen I~orsc.hungsrivhtu~ig
bis zu den
jungslen Daten angegeben.
Das 1. Kapitel behandelt dio Grundlageri der neuen Melhodik, die Natur der Kontgenstrahlen und die Grundanschauungen uber KristalZbau. Das 2. Kapitel enthllt im wesentlichen den experim.entellen Teil der Inbetriebsctzung geeigz
neter Rontgenstrahlquellen. Weiter sind llochspannungseinrichtungen, Hontgenrohren, Hochvakuumpunipen usw. ausfuhrlichst dargestellt. Das 3. Kapitel behandelt die Spektroskopie
der Rontgenstrahlen etwa in dern Stit des S i e g b a h n schcn
Buches. Es ist diesem gegeniiber d u r c h die Mitverwemdung der
Quantenrnechanik modernisiert. Das iilch,ste Kapitcl enthalt
dio experimentellen Methodeii tler Kristallstrultturanalyse,
deren weiterer Schilderung der ganze zweite Band gewitlmet ist.
An, einer einzigen Ste1,le hat der Referent bednuert, nicht
mehr iiber die II e u e B t e Entwicklung des Gebietes gefunden
z u haben, namlich bei der Verwendu'ng der absoluten Intensitaten zur Bestimrnung komp1.izierterer Strukturen, eine Methode, der zweifellos die Zukunft gehort.
Besondere 13edeutung gewinnt das Buch datiurch, daB es
von Chemikern geschrieben ist, deren wissenschaftliche Tatigkeit sich nicht auf dieses Gebiet beschriinltt. Seine Tiefe und
Hreite zeigt, daB es bei genugender Hemiihung fur jeden
Chemiker miiglich ist, sich die moderne Methodik v o l l i g
anzueignen. Das vortiegende Buch wird all denjenigen, die
den gleichen Weg zu gehen bestrebt sind, ihre Arbeit sehr
erleichteru, und es wird sicherlich dazu beitragen, daB riintgenographische Arbeiten uber chemische Problenie ohne geniigende Heherrschung der Methode, wie man sie leider noch
irnmer in der Literatur findet, in Zukunft bald nicht rnehr
erscheinen werden.
H. Murk. [BH. 3 . 1
Die quantitative Spektralunalyse de r Elemente und ihre Anwenduiig auf biologische, agrikulturchem,ische und mineralogische Aufgaben. Von IIenrik L u n d e g A r d h , Professor in Stockholm. Mit 43 Abb. im Text und 13 T a f e h .
154 Seilen. Verlag Gustav Fischer, Jena 1929. Preis: geb.
RM. 20,--; geheftet RM. 18,-.
Das vorliegeude Werk iiber quantitative Emissionsspektralanalyse ist aus experirnenteller Arbeit geboren und dellt fiir
die Praxis eine sehr wertvolle Bereicherung dar. Der Verfasser b-eschreibt ausfiihrlich Versuche sowohl rnit Flarnmenals auch rnit Funkenspektren. Als ein erheblicher Fortschritt
ist zu bczeichnen, dai3 der Verfasser eine exakte Photometrierung der Linien ausgearbeitel hat und diese in reichlichem MaBe anwendet. Ilabei ist die Genauigkeit dieser
Photometricrung dadurch ausgenutzt, daB bei den Flamnienspektren auch ,,neben der Linie" photometriert wird und bei
den Funkenspektren den Losungen eine Leitsubstanz in bekannter Weise zugesetzt wird, mit deren Linien die zu messenden verglichen werden. Dio Versuche ties Verfassers erslreclten sich nur auf Losungen, und wir besitzen damit eine Erglnzung der Methodik anderer Forscher, die sich insbesondere
niit Legierungen befaBt haben. Die Theorie der Spektren ist
voni Verfasscr nicht behandelt worden. Eine Anzahl Tafeln
in ausgezeichneter Ausstattung crleichtern das Verstandnis.
Jeder, tler sich rnit Spektralana1,yse beschlftigt, wird aus
dem Werlt reichen R'utwn ziehen.
G . ScReibe. [BB. 162.1
Die VorgPnge bei der Darsiellung von Sehwefelsaure in
niechanischen Mischapparateri und im elektrostatisehen Feld.
Von llans I<. W o i s i n. Universitatsverlag von Robert Noske,
I3orn;i h. Lc,ipzig, 19%. RM. 6,-.
D ~ SI<uchlcin enthalt in1 crsten Teil die Schilderung voii
Versuchen, wclche die Bildung voii Schwefelslure in eineni
Walzenkasteii kith S c h i n i e d e 1 und K 1 e n c k e behandeln,
i n 1 zweiten Teil Versuche iiber die Bildung von Schwefelsaure
in einer elektrischen Staublianilner. Die Mitteilung der Versuchc ist sehr dankenswert. Nach Meiuung des Keierenten ist
aber das Versuchsniaterial nicht genugend, uiii das Ziel der
Untersuchung zu erreichen, nlmlich festzustellen, welche
Keaktion zwischeii einem schwefeldioxydhaltigen Gas und
Stickstoffoxydcn eintritt, wenn diese im mechanischen Mischapparat oder i n i elektrostatischen Feld innig gemischt werden,
wahrend das praktischc Ziel, die Bedingung festzustellen, unter
welcher sich dieser Apparnt in der Praxis anwenden lafit,
gelost erscheint.
Vcrfasser nininit als Ilauplreilktion die Gleichungen 9 untl 10
+
+ +
+
+
'LSOSKH 2 S 0 2 0 2 3H20 --I4H2SOa NgO,
(9) (4)
(10) (1)
2S0,NH
1120 .
= 21-I2SO,
NZO,
an. Nach den heutigen Kenntnissen, besonders durch die
Untersuchungen von A b e 1, tritt aber der Zerfall von salpetriger
SBure, die zweifellos als erstes Produkt der Hydrolyse von
Sitrosylschwefelsaure entsteht, so ein, dafi sie in Salpeterslure,
Stickoxyd uud Wasser zerfallt. Der in Gleichung 9 und 10
angegebene Mechanismus kann daher nicht gaiiz richtig sein.
Die Tatsache, daB, wie die Versuche auf S. 10 bis 12 zeigen,
bei Durchrechnung der I'roduktion von Schwefelsaure in einein
Kasten die in Freiheit gesetzte Menge von Stickoxyden gerade
dieser Proportion entspricht, ist noch keineswegs ein Beweis
fur die allgenieine Richtigkeit der Gleichung, weil dieses
Ubereinstimmen auf die Einstellung der Reaktionsgeschwindigkeit zuriickzufuhren ist.
Sehr interessant sind die Versuche, die Schwefelslurehildung im elektrostatischen Feld durchzufuhren. Auch hier
sind die praktischen Angaben fur jeden Schwefelsluretechniker
von gr6Bteni Interesse, wlhrend fur die theoretische Deutung
das oben Cesagte gilt.
Jedenfalls ist das Studium des Buchleins jedem Schwefelsluretechniker wirnistens zu empfehlen.
W . J. Miiller, Wien. [BB. 99.1
+
E. Mercks Jahresbericht iiber Neiierungen auf den Gebieten der
Pharmakotherapie und Pharmazie, 1928. 42. Jahrgang. 334 S.
80. Darmstadt, Mai 1929.
Der diesjahrigo Bericht eiithllt zunachst drei Abhandlungen aus deli M e r c k schen wissenschaftlichen Laboratorien
( W o l f e s uud ' I v e r s ; K r e i t m a i r ; B e r i n g e r ) , in
denen das aus der turkestanischen Steppenraute I'eganuni
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