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Beschleunigung des Durchlaufens durch Papierfilter.

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Bruhns Beschleunigung des Durchlaufens
. . . - Personal- und Hochschulnachrichten -_Bticherbesprechungen
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Nichts h6rt man von 1829 ab von uissenschaftlichen Taten U n v e r d o r b e n s , dessen Anlagen und Arbei ten von seine.n Zeitgenossen
unbedingt mit Rccht hoch eingeschatzt wurden und GroBes erhoffen
lieBen. \Vie rnir ails Verwandtenkreisen mitgeteilt wurde, folgte der
jringe Mann, gewiB nach scliweren Klmpfen mit seinen hochstrebenden
eigenen Wiinschen, denen der vereinsaniten, sich nach einer Stutze
sehneriden Mutter. Er kehrte der Chemie den Rucken und ubernahm
Anfang der dreildiger Jahre das sich inimer mehr weitende ererbte
Geschiift. Tatkriiftig leitete er es, mit zielbewu8tem Eifer, gestiitzt
von scinein cheniisch-teclinisclien Wisseti und den fiir seine Zwecke
unternoninienen Studien. 1':r vergr88er.te es durch Anlage einer
fiir damalige Zei ten immerhin bedeutenden Zigarrenfabrik (sie soll
iiber hundert Arbeitern Beschlftigung gegeben haben!) und durch Ankauf des 2600 Morgen groDen Rittergutes Glienig, das nach agrikulturchemischen Grunilsiitzen auszugestalten und ertragreicher zu machen
sicher sein Hestreben war. DaB i 11 in gerade aufgegeben wurde, sein
Wissen und Kdnnen auch auf dem Gebiete der Verwallung zu betlitigen, kann nicht nwndernehnien: neben einem M a x U n v e r d o r b e n
(vermutlich einem Neffen) wird er als JIitglied der Verwaltung der
ortlichen landwirtsc'haftlichen Versuchsstittion genannt.
Sonst soll er, durch seine der Wissc:nschaft gegenuber veriibte
Abtriinniglteit vei,bittert, besonders ills er von R u n g e s Entdeckung
iind dem oben erwiihnten Verlauf der 'reer- und in erster Reihe
der Anilinfnrben -1ndiistrie hbrte, ,,sein" Laboratorium nie wieder betreten haben. Als fast menschenscheuer Sonderling lebte
er ein einsames 1.eben. hlit Vorliebe soll er auch in spateren Jahren
noch eine Studentenpekesche getriigen hnben - ein Andenken und
ein Zeichen friilieren Stitdentenlebens oder ein Zeichen etwaiger
Sehnsucht nach ihm? Als wunderlichei. Hagestolz schied er am
28. Dezemher 1873 ails dieser Welt. Uas nach seineni "ode getiffnete,
verstaubte und verfallene Laboratorium erschien als Bild des verfehlten Lebens des Miinnes, der :in rechter Stelle recht wohl halte
zu einem Wohltiiter tler Menscliheit, zti einem der Ersten unseres
Vaterlandes sich hbtte auswachsen konnen. Das Hild, das ich, das
einzige von ihm vorhandene, iius Fnmilienliesitz geliehen erhielt, zeigt
ihn in den sechzigcr .lahren seines Lebeirs. Was ich von ihm, dem
letzten SproB e i n w jetzt auegestorbenen Familie zu sitgen mich fur
berechtigt Iiielt, wird man recht mohl auch aus seinen Ziigen herauslesen k8nnen.
[A. 234.1
Beschleunigung des Durchlaufens durch
Pa pierfilter.
Von Dr. G. BATHNS,Charlottenburg.
Vor einiger Zeit h:ibe ich in der ,,Chem.-Ztg." l) einen einfachen
Handgriff beschrieben, durch den man Papierfilter zu schnellerem
Laufen bringen kann, indeni fast die ganze Kreisflache des Papieres
zur M i t w i r h n g herangezogen wird. Das Verfahren besteht darin, daB
man wiihrend des EingieBens der Fliissigkeit die Doppellage des Filters
wie eine Zunge nach der Nitte des Trirhterraumes hineinkriimmt.
Man halt die Zunge so lange in dieser Lirge fest, bis die Flussigkeit
das Papier durchfeuchtet hat, so daB es nicht mehr an die Wand zuriickfedert, sondern frei schweben bleibt.
Zu meinem Erstnunen finde icli nun in den ,,Chemical Abstracts"
vom 20. 11. 1920, S. 33.55 einen Bericht iiller diese Verbffentlichung,
der rnir einen g a n z a n d e r e n Handgriff zuschreibt. Ich halte es der
Miihe wert, diesen hier naher ZII er6rtern, weil darin vielleicht eine
weitere brauchbare Abanderung liegt. Es steht dort namlich folgendes
zu lesen:
,,Ein Papierfilter wird auf die gewohnte Weise zusammengefaltet
nnd in einen Tricliter gelegt. D;rs lose Ende der dreifachen Lage wird
n u n zuriickgebogen und gegen die Wand des Trichters gepreBt; dieses
Zuruckfalten (,folding back") wird mehrere Male wiederholt, so daB
der grSf3te Teil der; Trichterinnern nur mil e i n e r Papierlage bedeckt
ist. Bei dem gewtihnlichen Gebrauch der Filter ist die eine Halfte
des Trichters niit oiner dreifachen Lage bedeckt.'
Wie leicht ersichtlich, verliiuft dies Verfahren ungefahr so, als
wenn man aus der dreifachen Lage ein Faltenfilter machen wollte,
iiber mit dem Unterschiede, daB die spitzen Dreiecke, die man durch
das Umbiegen bildet, alle ,,ineinandergewickelt" werden. Auf diese
Art wird die einfache €'apierlage rundherutn frei, bis auf die kleine
Flliche, nuf der der entstandene Wickel aufliegt, voii der er sich aber
irIIcl1 noch durch die Federung des Papieres abhebt, selbst dann, wenn
miin schon Flussigkeit aufgegossen hat, ehe man den Wickel losla8t.
Ich habe mich einige Dutzend Male bemiilit, diesesFilter herzustellen,
es ist niir auch mehrmnls gelungen; in den iibrigen Fiillen hat die
Spitze des Filters sich die I~ehandlnng nic.ht gefallen lassen, sie ist
entweder gleich liicherig oder docli so si-hwiich gewordeu, daB sie
heim AufgieBen rili M d i r Ubimg mag jedoch in diesent Punkte Abhilfe schaffen. Es bleiht aber z u erortern, ob diese Faltung mit dem
von rnir angegebenen Handgriff gleichwerl ig erscheint, mit dem sie
,&I
nicht das geringite z u tun hat.
Zuniichst ist mein Verfahren einfachei., weil ohne jeden in Betracht kommenden Zeitiiufwand iiusfiihrbiit'. Festhalten muB man ein
Filter wiihreud des AufgieBens itnmer, wenn es die gewiinschte Lage
annehnien oder bei behalten sol1 ; mithin k m n man auch gleichzeitig
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I)
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,,Chern.-Ztg." 1920, S. 207.
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Verlag fllr angewandte Chemie G . m. b. H., Leipzig.
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mit dem Zeigefinger die Krummung der Zunge vornehmen. Die Herrichtung des Wickels dagegen fordert auSer Geschicklichkeit auch
einen merklichen Zeitaufwand. Aber dieser mag bei nicht Iianfiger
Wiederholung ziemlich unbedeutend sein ; erst wenn man Dutzende
bis Hunderte von Filtern herzurichten hat, wie es in Fabriklaboratorien a n der Tagesordnung ist, wird man den Unterschied empfinden.
Nun fragt es sich aber, ob der Zweck einer miiglichsten Beschleunigung des Durchlaufens auf diesem Wege ebensogut erreicht wird,
wie durch meinen Handgriff, und da bin ich der Ansicht, daf3 es nicht
der Fall ist. Es ist der Zweck und bei richtiger Ausfiihrung auch der
Erfolg der von rnir vorgeschlageiien Kriimmung der Zunge, daf3 n i c h t
a 11e i n die an der Filterwand verbleibende einfache Papierlage, s o n d e r n
a u c h d i e F l a c h e d e r Z u n g e selbst zur Tiitigkeit mit herangezogen
wird, so daB nunmehr also fast die game Kreisfliiche des Papieres
wirkt. Daraus erklbrt sicli denn auch die bedeutende Beschleunigung
des Durchlaufens, die namentlich bei verstopfenden oder dicken Niederschliigen bemerkbar wird.
Eine derartige Freilegung des ganzen Papieres bringt die Wickelbildung natiirlich nicht rnit sich; sie entfernt nur den gr6Bten Teil
der mehrfachen Papierlagen und wirkt also in dieser Hinsicht ahnlich,
wie das von P r a g e r angegebene Wegschneiden des einen Halbkreises
bis auf einen schmalen Rand.
Ich bin also bis jetzt - vorbehaltlich langeren Ausprobens - der
Meinung, daB mein Handgriff sowohl einfacher als auch wirksamer
ist, als das Verfahren, welches rnir in dem erwlhnten Bericht angedichtet worden ist.
ifbrigens kann man die Leitung der ,,Chemical Abstracts" fur die
falsche Berichterstattung nicht verantwortlich machen, denn rnit dem
Zeichen ,,I. C. S." hat sie darauf hingedeutet, daB sie den Bericht aus
dem ,,Journ;il of the Chemical Society" (London) abgedruckt hat.
[A. 240.1
Personal- und Hochschulnachrichten.
E i n e n L e h r a u f t r a g e r h i e l t e n : Prof. Dr. A. Klitz, Abteilungsvorsteher am chemischen Institut der G6ttinger Universitat, zur Vertretung der chemischen Technologie a n derselben Universitat ; Prof.
Dr. L. L a u t e n s c h l a g e r , Frankfurt a. M., zur Vertretung des Grenzgebietes zwischen pharmazeutischer Chemie und Biochemie in der
natunvissenschaftlichen Fakultat der Universitat Frankfurt a. M.
E s w u r d e n e r n a n n t : Dr. S t e r b a - B t i h m zumo. Prof. derpharmazeutischen Chemie und Prof. Dr. P l z a k zum 0. Prof. der organischen
Chemie an der tschechischen Universitat in Prag.
Geh. Reg.-Rat Dr. K. S e u b e r t , 0. Prof. der Chemie a n der Technischen Hochschule Hannover, ist auf sein Ansuchen mit Ende M k z
von seinen Verpflichtungen in der Abteilung fur chemisch-technische
und elektro-technische Wissenschaften befreit worden.
Prof. Dr. C l a i s e n , 0. Honorarprofessor der Chemie an der Berliner
Universitat, vollendete am 14. d. M. sein 70. Lebensjahr; Prof. Dr.
Dr.-inP. h. c. H a n s G o l d s c h m i d t feierte am 18. d. M. seinen
60. GGburtstag.
G e s t o r b e n s i n d : Prof. Dr. H. B r u c h m a n n . Ehrenmitelied der
Naturwissenschaftlichen Gesellschaft in Bern, im Alter von 7u4 Jahren
in Gotha. - Kommerzienrat J. L. G u t h m a n n , Seniorchef der Seifenfabrik T. L. Guthmann in Dresden. - A. R e i c h a r d , Betriebschemiker
der Brauerei zum Spaten, Miinchen, am 8. 1. im 62. Lebensjahre. Chefchemiker A. S c h n e i d e r in Hamburg. - Nahrungsmittelchemiker
A. W. T h 6 r n e r , Vorstand des Stadtischen Untersuchungsamtes in
Osnabriick, im Alter von fast 70 Jahren.
Biicherbesprechungen.
Neue und alfe W e g e der Braunkohlen- und Schiefer-Ver-
schwelung.
Von R u d o l f B e y s c h l a g , Diplom -Bergingenieur.
2. erweiterte Auflage der ,,Entwicklung der Schwelindustrie". Mit
50 Textabbildungen. Berlin 1920. Wilhelm Ernst & Sohn.
Preis geh. M 30.Es ist leider eine Binsenwahrheit, daB Deutschland infolge seiner
Brennstoffnot gezwungen ist, mit seinen Vorraten aufs genaueste hauszuhalten. Vor allem muf3 es den minderwertigen Brennstoffen Eingang in die Industrie verschaffen, damit die hochwertigen fur besondere Zwecke vorbehalten bleiben. Aber auch niit minderwei-tigen
Brennstoffen darf nicht Raubbau getrieben werden, zunial wenn sie
wie die Braunkohle und der Olschiefer Rohstoffe einer Industrie bilden,
die uns in vieler Hinsiclit vom Auslande unabhangig zu machen in
der Lage ist. Zweck des vorliegenden Buches ist nun die Beantwortung der Frage, wie weit unsere technischen Mittel vorgeschritten
s.ind, um aus Schiefer und Braunkohle die fraglichen Erzeugnisse,
Ole sowohl wie festen, hochwertigen Brennstoff mit den gewunschten
Eigenschaften und in der grtiBtm6glichen Ausbeute darzustellen.
Verfasser komnit zu der Antwort, daB die bisherigen Apparate und
Verfahren sich fiir Schiefer und Rohbraunkohle nicht eignen, zeigt
aber einen Weg, auf welchem es wohl iiber Irurz oder lang gelingen
muB, die genannten Erzeugnisse zu gewinnen. - Das Buch, dessen
wichtigste Teile auf Grund pers6nliclier Erfahrungen des Verfassers
geschrieben sind, ist um so mehr zu empfehlen, als sonst authentische
ungeschminkte Berichte iiber die neuesten Verschwelungsversuche in
der Literatur recht selten sind.
Furfh. [BB. 277.1
~~~
- Verantwortlioher Schriftleitc
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Drof. Dr. B. R a s s O W , Leipzig.
- Druck van J. B. Hirschfeld
(A. Pries) in Leipzig.
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